Anja Lazarowicz

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Neue Rezensionen zu Anja Lazarowicz

Cover des Buches Der Baum des Lebens - Osiris (ISBN: 9783442368334)
B

Rezension zu "Der Baum des Lebens - Osiris" von Christian Jacq

Mäßiges Werk
bruno_rischarvor 6 Monaten

Leider die schlechteste Serie von Jacq. Er schafft es nicht, einen Spannungsbogen aufzubauen und ergießt sich eher in blumiges Ausschmücken der Bücher mit Magie, Ritualen und großer Esoterik. Im vierten Band treibt er das bis zur Unerträglichkeit, und das vorhersehbare Ende und die Ergreifung der Täter wird auf wenigen Seiten abgehakt. Im Vergleich zu seiner Ramsesreihe ein mäßig interessantes Werk, das man auf 2 Bücher hätte kürzen können.

Cover des Buches House of Gucci (ISBN: 9783959726078)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "House of Gucci" von Sara Gay Forden

Das kann sich keiner ausdenken
Dr_Mvor 7 Monaten

An der Geschichte dieser Familie kann man vieles deutlich erkennen, was sonst im Verborgenen bleibt. Allein schon deshalb lohnt sich die Lektüre dieses ziemlich dicken Wälzers, der vermutlich auf ungewohnt tiefen Recherchen der Autorin beruht.

Zunächst einmal erstaunt der von den Guccis bis zu ihrem Untergang angesammelte Reichtum. Mich hat verblüfft, wie man mit Taschen und anderem Zeug, die man in ein paar Dutzend Läden verkauft, ein solches Millionenvermögen anhäufen kann. Es wäre noch viel größer gewesen, hätten sich die Guccis nicht permanent gegenseitig verklagt. Sieht man sich einfache Gucci-Produkte aus der Gegenwart an, dann fällt auf, dass sie meistens nicht besonders schön sind, aber einen völlig überdimensionierten Preis besitzen. Warum kaufen sich Leute zum Beispiel eine hässliche Sonnenbrille für mehrere Hundert Euro? Vermutlich weil der Gucci-Schriftzug deutlich erkennbar ist. Und der sagt, dass man sich diesen Unfug leisten kann. Man unterscheidet sich gerne von anderen armseligen Zeitgenossen. Auf diesem Prinzip beruht der Erfolg aller Luxuswaren-Hersteller.

Aber auch Gucci fing klein an. Mit einer Manufaktur und einem Laden. Der Gucci-Gründer hatte drei Söhne, von denen besonders Aldo Gucci einen außerordentlichen Geschäftssinn besaß. Er war es, der Gucci erst groß machte. Unter anderem dadurch, dass er in die USA expandierte. Zwischenzeitlich starb einer der drei Brüder, sodass die beiden verbliebenen Gucci-Söhne jeweils die Hälfte des Unternehmens erbten. Doch dann machte Aldo einen strategischen Fehler und gab seinen drei Söhnen noch zu seinen Lebzeiten jeweils 3,33 Prozent der Gucci-Anteile. Das war der Anfang aller folgenden Familienkriege.

Denn bei den Guccis herrschte bis dahin ein eisernes Prinzip: Kinder hatten zu gehorchen und blieben ohne Firmenanteile bis der Vater starb. Doch alle Gucci-Männer waren eitel, herrschsüchtig, dickköpfig und mehr oder weniger dumm. Durch Aldos Fehler konnte nun einer seiner Söhne sich mit Aldos Bruder Rodolfo zusammentun und die Machtverhältnisse gegen ihn ändern. Das geschah dann auch. Der eigentliche Macher bei Gucci war jedoch Aldo. Die andauernden Kriege innerhalb der bald völlig zerstrittenen Familie ruinierten das Unternehmen zunehmend. Das verschärfte sich nach dem Tod von Rodolfo noch mehr, denn nun erbte dessen einziger Sohn seinen Anteil, und das Spiel begann in verschärfter Form. Ständig bildeten sich neue, aber brüchige Allianzen, die sich um die Macht im Unternehmen prügelten. Das ging so weit, dass interne Finanzunterlagen an die Steuerbehörden Italiens und der USA gelangten, was in der Folge zu erheblichen Turbulenzen im Unternehmen führten und Aldo Gucci in den Knast brachte.

Man kann sich so viel Dummheit, Eitelkeit und Kurzsichtigkeit eigentlich nicht ausdenken. Und man glaubt kaum, was man in diesem Buch vorgesetzt bekommt. Aber es kam noch dicker. Rodolfos Sohn Maurizio brachte schließlich mit Hilfe einer arabischen Investmentgesellschaft Gucci mehr oder weniger an sich. Doch seine unternehmerische Unfähigkeit brachte Gucci bald darauf dem endgültigen Ruin sehr nahe. Schließlich griff die Investmentgesellschaft ein und beendete die Gucci-Führung von Gucci.

Maurizio Gucci hatte sich, wie von seinem Vater vorausgesagt, sehr verändert nachdem er sein Erbe angetreten hatte. Seine Ehe ging in die Brüche, und auch dort setzte sich fort, was in dieser Familie üblich war. Schließlich endete das alles in der Ermordung Maurizios, wohl angestiftet von dessen Ex-Frau.

Die ganze Gucci-Geschichte ist so haarsträubend, dass man kaum glauben kann, wie eigentlich erfolgreiche Menschen sich dermaßen gegenseitig schaden können. Aber offenbar besaßen und besitzen alle männlichen Guccis ähnliche Gene. Maurizio verkaufte seinen 50 Prozent-Anteil für weniger als 200 Millionen Euro. Heute ist Gucci mehr als 20 Milliarden wert und gehört einem französischen Konzern.

Gucci-Produkte sind Blendwerk, das den Preis niemals wert ist, der für sie verlangt wird. Und die Guccis selbst waren alle Blender, die Leute mit ihrem italienischen Charme beeindruckten. Verkäufer halt. Doch am Ende ruinierten sie sich gegenseitig.

Das Buch beschreibt das alles sehr detailliert und eigentlich in chronologischer Reihenfolge. Allerdings kann die wegen der zahlreichen Nebenschauplätze, die einzeln erzählt werden, nicht immer eingehalten werden.

Die ganze Geschichte ist ein außerordentliches Beispiel dafür, was sich dumme Menschen gegenseitig und am Ende immer auch zum eigenen Nachteil antun können.

Cover des Buches Götterfluch - Der geraubte Papyrus (ISBN: 9783809025412)
B

Rezension zu "Götterfluch - Der geraubte Papyrus" von Christian Jacq

Christian Jacq und ich werden keine Freunde mehr
Buchliebhaberinvor 3 Jahren

"Der geraubte Papyrus" ist das zweite Buch, was ich von Christian Jacq gelesen habe.

Ich komme mit seinem Stil so absolut gar nicht klar, denn ich empfinde ihn als plump, hölzern und oftmals auch unpassend, zum Beispiel, wenn eine Priesterin als "Oberin" bezeichnet wird und von "Höflingen" die Rede ist.

Die Figuren wirken auf mich klischeehaft und flach, ich finde kenen Zugang zu ihnen.

Dann komt noch eine ständige, geradezu penetrante Wiederholung bestimmter Begrifflichkeiten hinzu, so iwird beispielsweise Kel wieder und wieder als "der Mörder Kel" bezeichnet - von immer denselben Personen, so, als wären die Leser zu doof, um den Standpunkt der Figur nach dem ersten Nennen zu verstehen.

Teilweise ist die Ausdrucksweise stereotyp und antiquiert, jedoch nicht auf eine schöne Art.

Beschreibungen sind spärlich, und die gepriesene "Farbenpracht" habe ich in diesem Werk nicht entdecken können.

Ich habe dieses Buch als ganz furchtbar empfunden und war froh, als ich es durch hatte. Wie Christian Jacq zum Bestseller-Autor geworden ist, erschließt sich mir nicht.

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