Anja Maier Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter

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Inhaltsangabe zu „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ von Anja Maier

Was ist nur mit den Eltern los? Kaum haben sie ihr "Jetzt wird’s aber Zeit"-Kind, wird es zum sinnstiftenden Projekt. Egal, ob bei der Wahl von Kita und Schule, beim Kauf von Kleidung oder der richtigen Wohnung - das Beste scheint gerade gut genug. Das Kind wird zum Statussymbol.

Aber muss wirklich alle Welt Rücksicht nehmen, nur weil Eltern mit ihrer Fortpflanzung das Land vor der Vergreisung retten? Wächst eine Generation kleiner Egoisten heran? Anja Maier hat Familien im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg beobachtet und feststellen müssen, dass aus dem Szeneviertel eine kuschelige Kleinstadt geworden ist. Ihre Geschichten sind vor allem eines: erschreckend wahr, manchmal tragisch - und vor allem urkomisch.

Gut geschrieben und vieles trifft wirklich zu, wenn man sich auf den Straßen nach diesem Buch umschaut. :)

— pigcasso

Nicht ganz so lustig wie anfangs angenommen, aber mit großem wahrheitsgehalt ;)

— hennilein

Eigentlich lese ich dergleichen nicht und hätte dabei bleiben sollen. Phasenweise recht witzig, jedoch oft fern von Gut und Böse!

— Wortteufel

Klischees hin oder her, in diesem Buch lässt sich viel Wahres finden. Lachen und fassungsloses Kopfschütteln wechseln sich hier stetig ab.

— DieSpieluhr

war eine nette Unterhaltung für zwischendurch

— pitrie_defliegt

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    Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter

    ksunlimited

    21. April 2013 um 14:15

    Der Prenzlauer Berg ist überall ! Daher eine wohltuende, kritische und witzige Lektüre mit vielen bekannten Situationen. Dadurch daß die Autorin selbst Mutter ist und ihre Kritik immer mal wieder hinterfragt, ist ihre Meinung zwar provokativ, aber ehrlich und nicht bloße Stimmungsmache.  Und für mich persönlich war es schön zu sehen, daß ich nicht der einzige Menschen bin, der auch gerne mal in Ruhe seinen Kaffee trinken möchte, ohne daß eine Horde kreischender Kleinkinder die Einrichtung demoliert. Man gilt ja immer gleich als kinderfeindlich, wenn man so etwas ausspricht......

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  • Rezension zu "Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter" von Anja Maier

    Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter

    sabisteb

    08. November 2011 um 13:12

    Mutterschaft als sozialer Fetisch Im Prenzlauer Berg – in den Großstädten dieses Landes, hat sich eine neue soziale Schicht gebildet: Nennen wir sie die Macchiato- oder Edel-Eltern. Diese Eltern leiden unter einem großen Missverständnis: Das Kind ist ihr Lebensinhalt. Es ist ihr alles in einem: Glück, Sinn, Statussymbol, Jungbrunnen. Ein Kind ist heutzutage ein gesellschaftlich akzeptierter Grund, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Es macht in unserer demographisch gebeutelten Gesellschaft zugleich aus seiner Mutter und seinem Vater sozial höher stehende Edelwesen, die sich ihres privilegierten Status verdammt sicher sein können. Stellen Eltern durch die bloße Existenz ihrer Kinder eine Art soziales Biotop dar, das man am besten als Weltkulturerbe anerkennen sollte? Zumindest scheinen das diese Edeleltern zu glauben. Sie denken, sie hätten mit der Geburt ihres einzigen Jetzt-wird’s-aber Zeit Kindes auf der Skala der Menschengemeinschaft eine Art Schutzstatus erreicht. In Deutschland ist das Politische ins Private schwappt. Eine Gesellschaft, der die Sinnhaftigkeit von Arbeit verloren gegangen ist, die keine planbaren Biografien mehr kennt und als Ersatz für berufliche Entwicklung sich selbst aufgebende, steuerfinanzierte Elternschaft anbietet, ist tief verunsichert. So die Thesen, welche die Autorin aufstellt. Das klingt provokant, das klingt streitbar. Letztendlich kann das Buch dieses Versprechen aber nicht einlösen. Die Autorin zog für einige Monate aus ihrer Brandenburger Kaff wieder zurück in ihr altes Viertel, den Prenzlauer Berg in Berlin und vergleicht diesen heute mit vor 20 Jahren, als sie dort mit ihren Kindern lebte. Wie war es damals in der DDR und wie leben Eltern und besonders Mütter heute. Letztendlich jedoch vergleicht sie Ost- und Westmentalität. Im Westen herrscht noch immer der Mutterkult wie man ihn aus den 1940er Jahren kennt mit Sprüchen wie „Wozu hab ich denn ein Kind, wenn ich es von fremden Leuten betreuen lasse?“. Kinder, Küche, Kirche und wehe man will doch arbeiten, dann hat man Pech gehabt, denn das Betreuungsangebot ist fast nichtexistent, und wozu auch, denn wer will sein Kind in der Südwestlichen Provinz schon nach 6 Monaten abgeben, wenn man doch ein Jahr und länger daheim bleiben könnte. Eine Einstellung, die gut ausgebildete Frauen mit interessantem Beruf auf dem Budellkastenrand verbannt und die von windigen Werbestrategen mittels Muttercard zu einem Muttertier ohne Nachnamen degradiert werden, das sich über ihre Fähigkeit zu gebären definiert: voremanzipatorisch wäre noch milde ausgedrückt, denn damals wurden die Frauen noch als „Gattin von XYZ“ und nicht als „Mutter von XYZ“ angesehen. Immer wieder jedoch ertappt sich die Autorin dabei, wie sie das ja eigentlich ganz kuschlig findet und fragt sich, ob sie vielleicht einfach nur eifersüchtig ist. Letztendlich beschreibt sie aber nur ihre Zeit im Prenzlauer Berg und was ihr durch den Kopf ging. Sie interviewt ein paar Eltern, berichtet, wie ihr die vielen Kind teils gehörig auf die Nerven gehen und teils, wie sie diese Edeleltern doch ein wenig beneidet. Sie kann sich nicht entscheiden, sie bezieht keine klare Position und hinterfragt und kritisiert wird dieser für gutausgebildete Frauen katastrophale Trend zum Edelwesen auf dem Abstellgleis eher mal zufällig am Rande. Fazit: Gute Ansätze, aber für meinen Geschmack zu neutral. Eher was für Bewohner des Prenzlauer Bergs oder Leser, die schon mal dort waren. Leserinnen wie ich, die aus der Süddeutschen Provinz kommen, kennen es nicht anders, hier war es schon immer so bieder, darüber regt sich schon keiner mehr auf, weil man es nie anders kannte.

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