Anja Marschall Fortunas Schatten

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Inhaltsangabe zu „Fortunas Schatten“ von Anja Marschall

Glückstadt an der Elbe, 1894 Er hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Kapitän Hauke Sötje steht vor dem Nichts. Ein ehrenvoller Tod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz - doch zuvor will er in der Hafenstadt Glückstadt eine alte Schuld begleichen. Dabei wird er in einen Mordfall verwickelt. Einzig Sophie, die Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt, glaubt an ihn und seine Unschuld. Als Feuer und Intrigen die Stadt bedrohen, erkennen beide, wer Freund und wer Feind ist. Zur Reihe "Die Grüne Fee": Wann begann die Moderne? Wann technisch, wann moralisch? Aus diesen Fragen heraus entstand die Roman-Reihe "Die Grüne Fee". Die "Grüne Fee" - so bezeichnete man im 19. Jh. Absinth, dessen Genuss zu künstlerischen Höhenflügen inspirieren, aber auch Existenzen zerstören konnte. Diese Doppeldeutigkeit soll auch in den Romanen der Reihe eingefangen werden.

spannender history krimi ,fortunas schatten macht lust auf mehr , freu mich schon aufs näcste abenteuer mit hauke

— eulenmama
eulenmama

Toller Krimi aus dem Jahr 1894. Mord, Betrug, Brandstiftung und Spionage - gut aufgebreitet

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Auch nach 3 Jahren wieder genial! Vor allem wenn man vergessen hat, worum es eigentlich ging 🙈.

— hasirasi2
hasirasi2

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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  • Hauke Sötje steht im Schatten der Fortuna

    Fortunas Schatten
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    13. November 2016 um 10:40

    In „Fortunas Schatten“ entführt Anja Marschall ihre Leser an die Nordsee um 1893/94. Das Städtchen Glückstadt ist Schauplatz mehrerer Tragödien. Da sind zum einen die Familie Struwe und zum anderen der ehemalige Kapitän Hauke Sötje, der nachdem sein Schiff mit Mann und Maus untergegangen ist, seinem Leben ein Ende setzen will. Doch bevor Hauke seinen Entschluss in die Tat umsetzen kann, wird er in einen Mordfall verwickelt. Nur Sophie Struwe glaubt an seine Unschuld. Dann wird die Familie Struwe in einen Strudel von Intrigen hinein gerissen, der Hermann Struwe das Vermögen, seine Reputation und letztlich sein Leben kostet. Wer hat Interesse daran Hermann Struwe zu desavouieren? Und was hat das alles mit Hauke Sötje zu tun? Denn bald ist klar, dass es zwischen Haukes und Sophies Schicksal einen Zusammenhang gibt. Anja Marschall zeichnet ein realistisches Bild der Zeit. Machthungrige Intriganten vernichten ohne Rücksicht Existenzen. Fein gezeichnete Charaktere – im Guten wie im Bösen – machen diesen historischen Krimi lebendig. Man kann die Rauchschwaden der brennenden Fabrik, den Geruch des Meeres und den Gestank der Menschen förmlich riechen. Eine wunderbare Geschichte, die Lust auf mehr macht. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Tod am Nord-Ostseekanal" von Anja Marschall

    Tod am Nord-Ostseekanal
    AMarschall

    AMarschall

    Historisch, spannend, bewegend: Der neue Hauke Sötje ist da!   1894: Ein toter Ingenieur auf Europas größter Baustelle, dem Nord-Ostsee-Kanal. Sabotage und ein Attentat auf den Kaiser, ein Mörder und eine schöne Frau. Kriminalsergeant Hauke Sötje hat bei seinem zweiten Fall alle Hände voll zu tun, denn die Dinge sind ganz anders, als sie scheinen. Zumal sein eigener Vorgesetzter ein gefährliches Geheimnis hat.Wenn ihr bei dieser Leserunde mitmachen möchtet, dann bewerbt euch schnell. Ich freue mich auf euchEure Anja Marschall

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  • Nominiert

    Fortunas Schatten
    AMarschall

    AMarschall

    18. March 2014 um 13:59

    Kurze Info - keine Rezi - "Fortunas Schatten" wurde am 17. März 2014 für den HOMER Literaturpreis 2014 nominiert. Preisverleihung im April. Daumendrück, daumendrück. ;-)

  • Fortunas Schatten

    Fortunas Schatten
    Themistokeles

    Themistokeles

    13. September 2013 um 09:22

    Bei dieser Geschichte handelt es sich einfach um einen richtig genialen historischen Roman. Ich war beim Lesen oftmals ehrlich richtig erstaunt, aber auch begeistert, wie einen doch so ein Buch auch fesseln kann und das teilweise auch eher mit kleinen Mitteln. Allein schon die Charaktere finde ich fantastisch. Sie sind alle so wunderbar ausgearbeitet, so dass man teilweise schon durch ihre Art merkt, wenn noch mehr dahinter steckt, dass man sie lieben oder einfach hassen muss, sie teilweise auch einfach bemitleidet oder ähnliches. Und obwohl ich finde, dass hier schon sehr viele Charaktere vertreten sind, schafft es die Autorin einfach super die einzelnen Charakter von einander abzugrenzen, so dass man sich als Leser noch gut zu Recht findet. Das wird zudem noch dadurch unterstützt, dass das Buch ehrlich durch alles, was man sich wünschen kann, um noch leichter ins Thema zu kommen, verfügt. Eine Dramatis Personae, ein Glossar, Hintergrundinformationen von historischen Fakten etc. Vor allen Dingen finde ich auch einfach die Atmosphäre toll, die zum einen durch kleinere Auszüge aus der »Glücksstädter Fortuna« aus der damaligen Zeit unterstützt wird und einfach auch viele Kleinigkeiten, die immer wieder bei Gesprächen, im Verhalten der Charaktere, der Umwelt etc. zu Tage treten. Man hat einfach sofort das Gefühl im Roman drin zu sein. Vor allen Dingen die Stadt selbst wird einfach vor dem inneren Auge wach. Und dann kommt noch die Handlung dazu, die einfach klasse ist. Denn auch die Handlung bietet wieder alles, was man sich nur wünschen kann, Spannung, Intrigen, Betrug, Heuchelei, Romantik, Dramatik usw. Dabei ist alle einfach so gut abgestimmt und harmonisiert so super, dass es einfach richtig Spaß macht das Buch zu verfolgen. Besonders, da Hauke und Sophie auch einfach Charaktere waren, die mir extrem schnell sehr sympathisch werden konnten und deren Geschichte ich daher sehr gern verfolgt habe. Eindeutig ein historisches Buch, das ich allen Freunden von historischen Werken im Allgemeinen und historischen Krimis im Besonderen, nur empfehlen kann!

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  • Schatten über Glückstadt

    Fortunas Schatten
    Svanvithe

    Svanvithe

    19. March 2013 um 13:59

    "Dat schall glücken und dat mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten!“ (Das soll glücken und das muss glücken und dann soll sie auch Glückstadt heißen!) meinte König Christian IV., seines Zeichens König von Dänemark und Norwegen sowie Herzog von Schleswig und Holstein, als er 1617 die Stadt an der unteren Elbe als Gegenpol zu Hamburg erbauen ließ. Willkommen in Glückstadt. Wenn ein Ort solch einen Namen trägt, sollte an sich nichts mehr schief gehen. Aber auch eine Stadt mit dem Glück im Namen hat ihre Schatten. Und auf die trifft im Jahre 1894 - Glückstadt gehört nunmehr zum Deutschen Kaiserreich - der ehemalige Kapitän Hauke Sötje. Um es gleich einmal vorweg zu nehmen: Wenn einer Hauke heißt, ist er mir auf Anhieb sympathisch. Weil ich dann immer an den "Schimmelreiter" denke, und den mochte ich. Ein bisschen was vom Schimmelreiter hat auch dieser Hauke Sötje. Während er als Einziger den Untergang seines Schiffes überlebt hat und deshalb vor Gericht in England steht, sterben in der Heimat sein neugeborener Sohn und seine Frau im Kindbett. Nun kommt er nach Glückstadt, um Abschied zu nehmen, von den geliebten Menschen und sodann vom Leben. Doch irgend etwas scheint nicht zu stimmen in der Stadt. Nicht nur, dass Hauke unmittelbar nach seiner Ankunft in eine Schlägerei verwickelt wird und im Gefängnis landet. Nein, ein Brand und ein Mord bewegen die Gemüter ebenfalls, und Hauke ist mittendrin. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Bereits in England hatte die Unterstützung des Grafen von Lahn seinen Freispruch bewirkt, und in Glückstadt kommt Hauke wiederum nur auf Grund der Fürsprache des Grafen frei. Als Gegenleistung erwartet der Graf vom ihm, Ermittlungen anzustellen. In Glückstadt soll eine Heringsfischerei mit vier Schiffen aufgebaut werden. Eine Aktiengesellschaft, bei der viele Menschen Aktien gezeichnet haben. Jedoch jemanden scheint dieses Unternehmen ein Dorn im Auge zu sein... Hauke ist ein Sympathieträger. Er leidet schwer unter der (vermeintlichen) Schuld, dass bei dem Untergang seines Schiffes 53 Männer starben. Seit dem Unglück kann er sich nicht mehr in engen Räumen aufhalten. Er ist ein ernster Mensch. Sein Blick verunsichert so manchen, denn seine Augen sehen "über adlige Titel hinweg, durch feine Kleider hindurch, bis ins Innerste des Gegenübers. Und dort fanden sie all jene Geheimnisse, von denen niemand wollte, dass sie jemals entdeckt wurden." Trotzdem hätte ich gern noch eine etwas tiefergehende Beschreibung - sowohl äußerlich als auch charakterlich - gewünscht. Leider hat sich ein Fehler eingeschlichen. Ist Hauke Sötje nun 1851 geboren (Seite 42) oder 1856 (Seite 176)? Wie dem auch sei. Der Roman liest sich gut und hält die Spannung bis zum Schluss. Gefallen hat mir zudem, dass der historische Krimi nicht mit einer Liebesgeschichte überfrachtet wurde. Zwar stellt die Autorin mit Sophie Struwe eine weitere Person in den Mittelpunkt des Geschehens und damit Hauke an die Seite. Und auch Gefühle zwischen beiden sind spürbar. Aber dies geschieht äußerst dezent. Sophie vermag dem Ende des 19. Jahrhunderts herrschenden Bild der Frau nicht viel abzugewinnen. Ihr Leben verändert sich von einem Tag auf den anderen, und sie beweist Kraft und Mut und Durchhaltevermögen... Die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Die Dramatis Personae war für mich hinsichtlich der tatsächlichen historischen Persönlichkeiten interessant, die Anmerkungen zu Wahrheit und Fiktion und das Glossar ergänzten mein Wissen. Die Karte von Glückstadt hätte ich mir jedoch an den Anfang des Buches gewünscht. Hilfreich für diejenigen, die kein Plattdeutsch verstehen, ist sicher auch die "Übersetzung" vorkommender Texte.

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    rosebud

    rosebud

    05. March 2013 um 19:10

    Inhalt: Als Kapitän Hauke Sötjes Schiff untergeht, wird er beschuldigt, daran Schuld zu sein. Zwar wird er freigesprochen, doch die Schuldgefühle lasten immer noch schwer auf ihm, besonders da er sich an den Schiffsuntergang nicht mehr erinnern kann. Die Leute fordern von ihm den Selbstmord, da sie meinen, als Kapitän hätte er mit seinem Schiff untergehen und nicht als einziger überleben sollen. Hauke sieht selber auch keinen anderen Ausweg als den Tod, doch vorher muss er noch etwas letztes in Glückstadt erledigen. Doch dann wird er plötzlich in einen Mordfall verwickelt und einzig die Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt, Sophie, glaubt an seine Unschuld. Gemeinsam versuchen sie den wahren Täter zu finden und so den Untergang Glückstadts zu verhindern. Emotions: Auch wenn der Anfang etwas holprig ist, hat mich die Geschichte schlussendlich in ihren Bann gezogen. Aufbau, Schreibstil und Perspektiven: Das Buch ist in eine Prolog und 18. Kapitel unterteilt. Am Ende des Buches findet man dann noch einige zusätzliche historische Informationen. Am Anfang jedes Kapitels gibt es einen kleinen Ausschnitt aus dem „Glückstädter Fortuna“, einer Zeitung, die in der damaligen Zeit tatsächlich erschienen ist. Der Schreibstil der Autorin schwankt immer ein bisschen zwischen einer der damaligen Zeit leicht angepassten Schreibweise und der heutigen Sprache. Dadurch dass die Geschichte am Anfang mit besonders vielen – später mit etwas weniger – Wörtern aus der Seemannssprache geschmückte ist, fiel mir das Lesen am Anfang doch recht schwer, da ich teilweise ganze Passagen nicht verstanden habe und erst das Vokabular habe nachschlagen müssen. Auch sprechen die Personen teilweise starken Dialekt, was mich doch recht gestört hat, da ich dann nicht selten schlich und ergreifend nicht verstanden habe, was sie gesagt haben, und die hinten angegebenen Wörter aus dem Dialekt bei weitem nicht alles abgedeckt haben. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Die, die am häufigsten vorkommen, sind die von Hauke und Sophie. Alles sind in der personalen Erzählweise geschrieben. Meine Meinung: Das Buch hat es mir am Anfang wirklich nicht leicht gemacht. Zum einen, wegen der – wie oben bereits gesagt – schwer verständlichen Sprache, zum anderen weil es schlicht und ergreifend langweilig und uninteressant war. Durch die teilweise doch recht fremden Namen wurde ich dann zusätzlich noch verwirrt, bis ich dann irgendwann nicht mehr wusste, wer jetzt wer ist. War ich froh, als das dann vorbei war! Denn nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten wurde das Buch rasant besser – viel besser! Das Lesen fiel mir nun viel leichter und auch die Spannung nahm stark zu – bis ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte Die Personen in der Geschichte wirken echt – authentisch -, was es mir leicht gemacht hat, sie zu verstehen, sie ins Herz zu schließen oder eben sie zu verabscheuen. Hauke leidet seit dem Schiffsuntergang an Klaustrophobie und sein Verhalten wirkt immer vollkommen realistisch und ist stets nachvollziehbar. Zudem unterliegt er die ganze Geschichte einer leise voranschreitenden Wandlung. Sophie ist doch trotz ihres häufigen Vorkommens, eine für mich eher unscheinbare Person, mit der ich mich weniger stark verbunden gefühlt habe, als jetzt z.B. mit Hauke. Dennoch war sie mir keineswegs unsympathisch und ich konnte ihre Handlungsweisen stets nachvollziehen. Zum Schluss noch etwas zu dem historischen Hintergrund, was ja nicht ganz unerheblich ist, bei einem historischen Roman. Das Buch spielt am Ende des 19. Jahrhunderts in Zeiten des Deutsche Kaiserreichs. Die Autorin schafft es, die historischen Informationen so zu verpacken, dass sie nicht langweilig sind, sondern gut in die Geschichte hineinpassen und sie ergänzen. Man lernt das Leben von verschiedenen Bürgern der damaligen Zeit näher kennen, was doch durchaus interessant ist, denn wenn man sich normalerweise über Geschichte informiert, bleibt das ja außen vor. Die Geschichte ist in sich geschlossen, am Ende schließen sich alle Handlungsstränge und man bleibt mit keinen offenen Fragen zurück. Mein Fazit: Fortunas Schatten ist ein durchaus gelungener historischer Roman. Zwar ist der Einstieg nicht ganz leicht, doch wenn man den erst einmal geschafft hat, wird es immer besser, bis einen die Geschichte dann vollends in ihren Bann gezogen hat. Die Protagonisten wirken durchweg realistisch und man kann ihre Handlungsweisen stets nachvollziehen. Für Fans von historischen Romanen ist es bestimmt eine Überlegung wert, dieses Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    Nirena

    Nirena

    24. February 2013 um 12:53

    In Anja Marschalls historischem Krimi haben wir es gleich mit zwei sympathischen, wenn auch sehr unterschiedlichen Hauptpersonen zu tun: Hauke Sötje, der nach einem Anschlag unter einem Trauma leidet, enge Räume nicht ertragen kann und sich die Schuld für den Untergang seines Schiffes und den Tod seiner Besatzung gibt. Der nur zurück nach Glückstadt gekommen ist, um das Grab seiner Frau und seines Sohnes zu besuchen und sich anschließend aus dem Leben verabschieden will. Das klingt sehr düster, dennoch haben wir mit Hauke einen sympathischen, intelligenten Protagonisten, der sich nicht so schnell ein X für ein U vormachen lässt. Und dan ist da noch Sophie, Tochter des Möbelfabrikanten Struwe, die sich nicht mit dem Frauenbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts abfinden mag und gegen Bevormundung und Mieder kämpft. Deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wird, die sich aber dennoch nicht unterkriegen lässt. Beide gemeinsam machen sich auf die Suche nach dem Urheber all dieses Übels, das so unerwartet über die sonst friedliche Hafenstadt Glückstadt hereinbricht. Anja Marschall versteht es, den Leser direkt mit in diese Welt vor über einhundert Jahren zu nehmen, man riecht das Salz im Wind und sieht die Masten der Schiffe vor dem Himmel stehen. Anschaulich wird man in die Glückstädter Gesellschaft eingeführt, mit all ihren Dünkel und Vorurteilen, die es wohl nicht nur damals gab. Garniert wird dies durch Ausschnitte am Anfang jedes Kapitels aus dem Archiven der "Fortuna", der Glückstädter Zeitung, die dem ganzen noch einen zusätzlichen realistischen Touch geben. Viel Spannung kommt, bis auf das Ende des Buches, nicht auf, aber die Autorin bringt den Leser dazu, das Rätsel lüften zu wollen und so Hauke und Sophie durch Glückstadt zu folgen. Wer historische Kriminalromane á la Anne Perrys Inspektor Pitt mag, dem sei dieses Buch unumwunden ans Herz gelegt - ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und hätte nichts dagegen, wenn die Geschichte um Hauke und Sophie fortgesetzt würde.

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    silberfischchen68

    silberfischchen68

    Kurz gesagt: für mich einer der besten Krimis, die ich dieses Jahr gelesen habe! Vielleicht auch, weil ich einen Faible für Krimis habe, die in einer Zeit spielen, in denen gesellschaftliche Normen über der Gerechtigkeit standen und kein Mensch genetische Fingerabdrücke kannte. Das Buch spielt 1894 und nicht zuletzt durch die vor jedem Kapitel eingestreuten, echten Ausschnitte aus der damaligen Glücksstädter Zeitung, die manches Mal verblüffend zu der fiktiven Handlung passen, lässt uns die Autorin durch eine sehr authentische Schilderung dermaßen in die Handlung und die damaligen Lebensumstände eintauchen, dass wir als Leser glauben, live dabei zu sein. Die Handlung lässt sich dabei sehr flüssig lesen und verliert nie an Spannung, also ein Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Selbst als geübte Krimileserin muss ich zugeben, dass ich mich bis zum Schluss nicht recht entscheiden konnte, wem ich nun trauen kann und wem nicht. Die Hauptpersonen Hauke und Sophie wurden mir recht schnell sehr sympatisch und besonders gefiel mir die Stelle, an der Sophie das Frauenbild der damaligen Zeit so wunderschön zusammenfasste in dem Satz Ich habe doch nichts anderes gelernt als nett, hübsch, brav und dumm zu sein! Ich hoffe sehr, dass es weitere Bände geben wird, bitte wieder mit Hauke - ich wär auf jeden Fall dabei!

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  • Verlosung zu „Fanggründe“ von Natascha Manski: 3 x eine Winter-Krimibox zu gewinnen

    Fanggründe
    Nmanski

    Nmanski

    Das Quecksilber im Thermometer sinkt, draußen wird’s spät hell und früh wieder dunkel: Jetzt ist die perfekte Zeit, um mit Krimi & Co. ein paar spannende Lesestunden auf der Couch zu verbringen! Dazu verlose ich gemeinsam mit dem Rowohlt-Verlag 3 x eine „Winter-Krimibox“ mit jeweils einem signierten Exemplar meines Küstenkrimis „Fanggründe“, drei Päckchen Marzipan-Trinkschokolade und einem Schwung „Fanggründe“-Mandelplätzchen. In „Fanggründe“ geht es um den Konflikt zwischen Krabbenfischern und einem gewieften Unternehmer, der einen riesigen Windpark bauen will – mitten in ihre besten Fanggebiete der Nordseeküste. KHK Tomma Petersen muss sich in ihrem ersten Fall gegen viele Widerstände, wortkarge Küstenbewohner und einen misstrauischen Kollegen durchsetzen... Meine Frage zum Gewinnspiel: Lest ihr gerne Krimis, in denen ein aktuelles Thema im Fokus steht? Oder lieber Storys, die in der Vergangenheit spielen – also gerne ein Jahrzehnt oder auch ein Jahrhundert zurückliegen dürfen? Oder ist euch das Thema egal – Hauptsache, die Figuren sind interessant? Wer mitmachen möchte, kann hier einfach bis zum 2. Dezember eine Antwort posten. Die Gewinner werden ausgelost,  am darauffolgenden Tag benachrichtigt und finden die Winter-Krimibox kurz darauf in ihrem Briefkasten.   Viel Glück! 

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    silberfischchen68

    silberfischchen68

    03. December 2012 um 17:43
    Cappuccino-Mama schreibt ...und um die Zeit zu vertreiben - welche Krimis, die in der Vergangenheit spielen, habt ihr gelesen? Ich hänge mal gleich zwei Krimis an...

    Ich lese wahnsinnig gerne die Thomas Pitt-Reihe von Anne Perry, gerade diese Krimis die zu Zeiten von Queen Victoria in England spielen finde ich soo klasse...wenn der Laufbursche quer durch ...

  • Leserunde zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Suche 20 Leser/innen, die Lust auf einen spannenden Krimi aus dem 19. Jahrhundert haben! Zum Buchinhalt: Er hat alles verloren, sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Kapitän Hauke Sötje steht vor dem Nichts. Ein ehrenvoller Tod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz – doch zuvor will er in der Hafenstadt Glückstadt eine alte Schuld begleichen. Dabei wird er in einen Mordfall verwickelt. Einzig Sophie, die Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt, glaubt an ihn und seine Unschuld. Als Feuer und Intrigen die Stadt bedrohen, erkennen beide, wer Freund und wer Feind ist. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20.9. – die Autorin Anja Marschall und ich als Verlegerin freuen uns auf die Diskussion mit euch!

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    Blaustern

    Blaustern

    Hauke Sötje war Kapitän eines untergegangenen Schiffes „Revenge“. Es gab keine weiteren Überlebenden, und er kann sich an nichts erinnern. Trotzdem fühlt er sich verantwortlich und meint, genau wie einige Herrschaften, dass ein ehrenvoller Tod der einzige Ausweg für ihn ist. Doch zuvor hat Hauke noch etwas Dringendes zu erledigen. Deshalb trifft er 1894 in Glückstadt an der Elbe ein, wo er jedoch prompt in eine Schlägerei gerät, obwohl er bloß einen ausgebrochenen Streit um die Heuer schlichten wollte. Er wird festgenommen und ins Gefängnis gesteckt, aus welchem ihn Graf von Lahn, sein ehemaliger Verteidiger vor Gericht, herausholt. Doch das tut er nicht aus Nächstenliebe, sondern er fordert eine alte Schuld von Hauke ein, die ihn in ein Netz aus Intrigen stürzt und in einen Mordfall verwickelt, in den auch Sophie, die Tochter des angesehenen Möbelfabrikanten, verstrickt ist. Sie kämpft um den Ruf ihres Vaters und um ihre nun ungewisse Zukunft, und Hauke soll ihr dabei helfen. „Fortunas Schatten“ ist ein historischer Kriminalroman aus dem 19. Jahrhundert und der erste Band aus der Serie „Die grüne Fee“. Der bildhafte und lebendige Schreibstil der Autorin lässt einen mit den sympathischen Protagonisten Hauke und Sophie mitfühlen und mitfiebern. Die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten und sorgt durch all die verworrenen Intrigen für enorme Rätsel. Sehr schön fand ich auch zu Beginn jedes Kapitels die Artikel aus der „Glücksstädter Fortuna“. Am Ende des Buches gibt es dann noch jede Menge Informationen, wie Übersetzungen des Plattdeutschen, ein Personenregister, Infos über Wahrheit und Fiktion und Hintergrundinfos zu der Buchserie. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    14. November 2012 um 17:15
  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Mysteriöse Vorkommen in Glücksstadt * "Das Gesicht des Witwers verdunkelte sich. Du weißt, dass ich mir von deinem Aufenthalt bei Worthing und Söhne mehr versprochen hatte." Er nahm wieder Platz. "Alle deine Freundinnen sind in der Zwischenzeit wenn nicht verheiratet, so doch verlobt. Du hingegen hast nicht einmal die Aussicht auf einen geeigneten Anwärter. Es wird für Dora immer schwieriger, einen..." Er stockte. !."..einen Abnehmer zu finden?", fragte die Tochter bissig?" (S. 32) * Ende des 19. Jahrhunderts strandet Hauke Sötje mit nichts, als einem fragwürdigen Ruf, in Glücksstadt. Unter ungeklärten Umständen sank sein Schiff mit der kompletten Mannschaft und nur er als Kapitän überlebte. Doch auch in Glücksstadt kommt er nicht zur Ruhe. Mysteriöse Dinge geschehen in der kaiserlichen Actiengesellschaft und dann wird er auch noch in einen Mord verwickelt. Einzig Sophie Struwe glaubt an seine Unschuld... * Als erstes seid ihr jetzt bestimmt verwundert einen historischen Krimi auf meiner Seite präsentiert zu bekommen, denn historisch gibt es hier ja wirklich nur sehr selten - aber 1894 war sehr annehmbar und die Tatsache, dass es sich um einen Krimi handelt, hat das Interesse für dieses tolle Buch wirklich geweckt. * Anja Marschall hat wirklich ein ganz wundervolles Buch geschrieben. Ihr Schreibstil ist der damaligen zeit sehr angepasst und dennoch ist es sehr einfach und leicht verständlich zu lesen. Und das wichtigste ist, es macht Spaß. Zwischen Fakten und Fiktion nimmt sie uns mit ins Glücksstadt des 19. Jahrhunderts. Wir erleben wie die Leute leben, für welch kleinen Lohn bzw. Heuer Fischer teilweise monatelang von ihren Familien getrennt auf See fahren, wir dürfen unsere Nase in die Angelegenheiten der höheren Gesellschaft stecken und bekommen bitterböse Intrigen serviert. * "Fortunas Schatten" ist ein sehr lebendiges Buch. Ein Buch, dass den Leser einfängt und bis zum Ende nicht mehr loslässt, zum einen wegen der wirklich spannenden Handlung und zum anderen wegen der vielen, bunten und lebendigen Charaktere. Meine Lieblinge sind ganz klar der raue, aber ehrliche und eigentlich auch warmherzige Kapitän Hauke Sötje und die Sophie Struwe, eine junge Dame, die das Herz am rechten Fleck trägt und mit einer spitzen Zunge gesegnet ist. Entgegen allen Konventionen will sie nicht das Heimchen am Herd sein, was für den Mann zu sorgen hat und nicht denken soll, leider bereiten ihre Eigenarten einigen Menschen große Sorgen - mir hingegen macht es sie allerdings nur noch sympathischer. * Das Buch ist aber auch optisch sehr schön anzusehen. Das Cover gefällt mir richtig gut, und die etwas gedeckteren Töne sind meiner Meinung nach für einen historischen Krimi sehr passend. Jedes Kapitel beginnt mit einem Artikel oder einer Anzeige aus der Zeitung "Glücksstädter Fortuna". Und auch am Ende finden wir noch ganz viele Informationen über Wahrheit und Fiktion, ein Personenregister, Übersetzungen des norddeutschen Platt und auch einige Hintergrundinfos zu der Reihe "Die grüne Fee". * Ein wundervolles Buch, dass grade in der dunkleren Jahreszeit, dazu einlädt es sich mit Tee und Decke auf der Couch gemütlich zu machen! Spannend, atmosphärisch und gefühlvoll - "Fortunas Schatten"" Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    Tru1307

    Tru1307

    20. October 2012 um 14:13

    Fortunas Schatten ist ein historischer Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde lesen durfte. Bei meiner Bewerbung fand ich bereits das Cover super und der Klappentext verspricht eine Mischung von Krimi und historischer Roman. Ich mag Krimis, die in vergangenen Zeiten spielen, sehr gerne und so war schnell klar, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Als es dann bei mir eintraf und ich zu lesen begonnen habe, hat es mich direkt von Beginn an gepackt. Die Kapitel selbst sind nicht zu lang, man erlebt ständig etwas Neues und die Originalzitate zu Beginn eines neuen Kapitels sorgen dafür, dass man einen kleinen Einblick in die wilhelminische Zeit erhält. Man kann lange miträtseln und wird ständig auf falsche Fährten gelockt, so dass es unglaublich viel Spaß macht, dieses Buch zu lesen. Gerade auch die Beschreibungen der historischen Verhältnisse sind interessant gestaltet, so dass es nicht trocken oder belehrend wirkt und man dennoch etwas mitnimmt. Hauke und Sophie sind, wie die ganzen Nebencharaktere, glaubwürdig in ihren Handlungen. Die Perspektive wechselt immer mal wieder zwischen ihnen hin und her, wodurch man zwei Lebenswege verfolgen kann, die völlig eigenständig und doch miteinander verbunden sind. Während Hauke ursprünglich nur nach Glücksstadt gekommen ist, um sein Leben zu beenden, muss Sophie sich den damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten anpassen, sie manchmal auch nicht ganz ungefährlich sind. Sie rebelliert dagegen, indem sie sich bildet und kein Korsett tragen möchte. Mit ihrem Sturkopf und ihrer Weigerung stößt sie mehrfach an, was sie aber absolut liebenswert macht. Die Vergangenheiten der Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann ihre Entscheidungen, Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Gelungen finde ich auch einige der Nebencharaktere, die historisch belegt sind, und die Einbettung in die politischen Ereignisse. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass Fortunas Schatten das Debüt der Autorin ist, denn ich kann nichts finden, dass meinen Lesespaß gemindert hätte. Anja Marschall beschreibt wundervoll die historischen Begebenheiten und lässt Glückstadt und überhaupt die politischen Ereignisse wiederauferstehen. Ich konnte mir die Stadt und die Charaktere richtig gut vorstellen, was bei mir immer dafür sorgt, dass ich einen Roman genießen kann. Die wilhelminische Zeit um 1894 wurde gut recherchiert und für den Roman aufbereitet. Eine schöne Geste, die das Buch abrundet, ist das Glossar am Ende. E gibt im Laufe der Geschichte ab und an einige Sätze in Plattdeutsch und Fachbegriffe aus der Seefahrt, die gut erklärt werden. Außerdem gibt es eine Karte von Glückstadt und Fakten zu historisch belegten Personen, die im Roman vorkommen. Bewertung Fortunas Schatten entführt den Leser schnell in die Zeit vor 120 Jahren. Neben der schönen Beschreibung der Stadt sind die Charaktere lebendig und die Handlung spannend. Ich würde gerne mehr von Hauke, Sophie und der Zeit lesen, in der Frauen noch Mieder schnüren mussten.

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  • Rezension zu "Fortunas Schatten" von Anja Marschall

    Fortunas Schatten
    mecedora

    mecedora

    16. October 2012 um 17:29

    Hauke Sötje hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seine Ehre und seinen guten Ruf. Und beinah auch seine Zukunft, wird ihm doch angeraten, den zu dieser Zeit einzige ehrenhaften Schritt zu gehen, der einem Kapitän in seiner Situation noch bleibt und sich selbst das Leben zu nehmen. Hoffnungslos und perspektivlos ist Hauke, als er sich 1894 ein letztes Mal nach Glückstadt begibt, um das Grab seiner Frau aufzusuchen und Abschied zu nehmen. Und dann kommt alles anders als erwartet: Feuer und Intrigen beherrschen die Stadt und die neu errichtete, zukunftsträchtige Heringsfischerei. Ein Vorstandsmitglied stirbt, ein weiterer Mann wird tot aufgefunden und es tauchen immer mehr Rätsel auf. Irgendjemand aus dem inneren Kreis ist ein Verräter und tut alles, um den Erfolg der Heringsfischerei zu verhindern.... Hauke wird des Mordes verdächtigt und nur Sophie, die ein wenig renitente Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt und Vorstandsmitglieds der Aktiengesellschaft, glaubt an seine Unschuld. Unterstützt durch einen Diplomaten im Dienste des Kaisers machen sich die beiden daran, die Verschwörungen und Verbrechen aufzuklären - und lernen sich dabei immer besser kennen. In der Reihe "Die grüne Fee", in der sich der Dryas-Verlag explizit mit dem 19. Jahrhundert auseinandersetzt, ist Anja Marschalls historischer Kriminalroman "Fortunas Schatten" erschienen - und diese Kombination funktioniert hier sehr gut. Von Anfang bis Ende ist dieses Buch fesselnd und spannend, es lässt Vermutungen zu, offenbart aber nicht zu früh, was wirklich geschehen ist. In 18 kurzen Kapiteln, die passenderweise jeweils mit einem Originalzitat aus der Glückstädter Fortuna, der zeitgenössischen Tageszeitung, eingeleitet werden, erzählt Anja Marschall eine angenehm verwickelte, aber nicht übermäßig komplizierte Geschichte von Spionage und Intrigen, dem Wirtschaftswachstum im 19. Jahrhundert, den (welt-)politischen, industriellen und technischen Fortschritten dieser Zeit und den Umbrüchen in der Gesellschaft. Im Zentrum steht Hauke, ein markanter, ein stiller, ein intelligenter Protagonist mit Ecken und Kanten. Auch Sophie, die verwöhnte höhere Tochter, die sich weigert, alle gesellschaftlichen Konventionen zu erfüllen und hart auf dem Boden der Realität ihrer Zeit landet, spielt eine wichtige Rolle. Alle Figuren, nicht nur diese Hauptfiguren, sind plastisch und sehr authentisch gezeichnet und en détail ausgearbeitet. Auch das Flair und die Atmosphäre der sich im Aufbruch befindlichen Hafenstadt Glückstadt ist wirklich gut eingefangen und wiedergegeben. Anja Marschall schreibt lebendig und temporeich, historisch bestens recherchiert und mit reichlich Lokalkolorit, sie schreibt einen historischen Schmöker, der durch seine Thematik, sein Personal und die gewählte Zeit aus der Masse der historischen Romane deutlich hervorsticht - und zu dem, ich freue mich, schon eine Fortsetzung geplant ist. Ich hatte mit "Fortunas Schatten" ein paar wirklich höchst unterhaltsame, spannende und auch lehrreiche Lesestunden an der Seite charismatischer Figuren und werde die Autorin wie auch die Reihe "Die grüne Fee" des Dryas-Verlags aufmerksam verfolgen. Ich freue mich auf mehr und vergebe für dieses tolle (und wirklich schön gestaltete) Buch alle fünf Sterne!

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