A Fairy Tale

von Anja Stephan 
4,3 Sterne bei43 Bewertungen
A Fairy Tale
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (37):
Rajets avatar

Wunderschön gezeichnete Charaktere (Protagonisten) mit einer guten Prise Humor.

Kritisch (1):
romantic devils avatar

Spoiler! Nette, aber langatmige Geschichte, bis der Protagonist ne Nutte vögelt und seine Verlobte es ihm nachmacht. Da bin ich raus. Würg.

Alle 43 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "A Fairy Tale"

Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird - und dass Fräulein von Cleve schuld daran ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746043302
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:404 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:22.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne22
  • 4 Sterne15
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Rajets avatar
    Rajetvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Wunderschön gezeichnete Charaktere (Protagonisten) mit einer guten Prise Humor.
    Elfen in Paris - hier und heute!

    Scott McKenzie läuft im Quartier Latin (Paris) doch wirklich seine Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg – und das auch noch mehrfach. Er weiß sofort das Schicksal kann es nicht wirklich gut mit ihm meinen. Dabei hatte sich Scott der einst aus hohem Hause stammt in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat ein ausgezeichnetes Leben aufgebaut.
    Nach und nach zieht in die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird - und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.

    Der Schreibstil ist flüssig und auch humorvoll – macht Spaß zu lesen.

    Das Cover wirkt in den Farben Gold und Braun edel, auch die Scherenschnittoptik wirkt überraschend gut und stimmig zum Roman und seinem Inhalt.

    Der Klappentext macht sehr neugierig: auf Elfen und ihr Leben heute in Paris.

    Fazit:
    Zauberhaft und fantastische Abenteuer von Elfen und Halbelfen im heutigen Paris.
    Wunderschön gezeichnete Charaktere (Protagonisten) mit einer guten Prise Humor.
    Mir hat gerade der Handlungsort Paris auch gut gefallen – die Stadt der Liebe schlecht hin. Der Roman ist mehr als Fantasy den auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Unterhalten und spannend – da einzige was komisch war: das „Gesieze“. Ich fand es gelungen - gerne noch mehr Fantasy Romane von der Autorin.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    TillyJonesbloggts avatar
    TillyJonesbloggtvor 4 Monaten
    Eine wahnsinnig gute Geschichte!

     Inhalt/Meinung
    Eine Geschichte über Elfen der ganz anderen Art, in einer Welt, der unseren zwar ähnelt, aber doch unterschiedlich ist.
    Ich möchte hier auch anmerken, dass mir das Cover unglaublich gut gefällt! Es ist so zauberhaft und spiegelt den Inhalt perfekt wieder. Ich liebe dieses Cover einfach!

    Die Geschichte startet mit Scott McKenzie, der auf dem Weg zur Oper ist. Als Leser landet man gleich im Geschehen und ich muss zugeben, dass mir der Einstieg etwas schwer viel, weil ich nicht genau wusste, an wen ich mich halten muss und was jetzt eigentlich los ist. Es dauerte ein paar Seiten, bis ich ganz in der Geschichte drin war und nicht immer durch mein eigenes Grübeln rausgerissen wurde. Ab diesem Moment wurde es viel viel besser und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Scott McKenzie ist ein Halbelf und das bekam er in jungen Jahren leider auch immer wieder von den Hochelfen zu spüren. Sie schikanierten ihn und behandelten ihn von oben herab. In Zeiten des Kriegs musste er sich verstecken. Aber Scott hatte ein gutes Leben, hat hart gearbeitet und besitzt nun ein gutlaufendes Antiquariat und kann eine ausgezeichnete Reputation vorweisen. Mit der Zeit hat er so seine Schrullen entwickelt, aber ich fand diese alle ganz reizend. Sie haben aus ihm eine Figur mit Ecken und Kanten gemacht, denn seine schrullige Art war immer zu erklären und auf sein Leben zurückzuführen. Er hat bestimmte (Un)Arten nicht einfach entwickelt, weil er Lust hatte, sondern sein Leben hat ihm zu dem gemacht, der er ist, als der Leser ihn kennenlernt. Er ist freundlich, sehr intelligent, ordentlich und beugt sich den Elfengesetzen, wenn es notwendig ist. Das wirkt natürlich alles sehr normal und anständig, aber Scott McKenzie hat Geheimnisse, die nicht jeder wissen soll. Aber manchmal kommt eine Person daher, vor der man die eigenen Geheimnisse einfach nicht verstecken kann und dann entscheidet sich, ob man an ihnen zugrunde geht, oder gemeinsam wächst.

    Gwendolyn von Cleve gehört zu den Hochelfen, die Scott immer wieder gezeigt haben, wo in ihren Augen sein Platz ist. Dabei verbindet die beiden viel mehr, als sie je bereit sind, zuzugeben. Gwendolyn ist eine wirklich arrogante Person und sieht in Scott nur ein Mittel zum Zweck. Jedenfalls dachte ich das, bis ich sie näher kennenlernte. Nicht immer ist der erste Eindruck der beste, aber nicht immer sollte man dem ersten Eindruck glauben schenken. Es gibt Personen, bei denen sollte man einen zweiten Blick wagen, denn wer weiß was man entdecken könnte? Scott will keinen zweiten Blick wagen, wird dazu aber gezwungen. Er muss mit Gwendolyn zusammenarbeiten und so sehr Gwendolyn sich auch dagegen wert, erkennt sie doch nach und nach, dass auch in Scott viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick dachte.
    Wo sie unordentlich ist, ist er ordentlich. Wo sie sich etwas traut, ist er zurückhaltend. Diese beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

    Am Anfang streiten die beiden viel und werfen sich Dinge aus der Vergangenheit vor. Als sie jedoch gezwungen werden, zusammenzuarbeiten, ändert sich ihre Dynamik und auch wenn sie noch immer nicht genau wissen, was sie vom jeweils anderen halten sollen, fand ich die Szenen, in denen beide zusammenarbeiten, am Besten. Witz, Ironie und eine Figurendynamik, die mich sofort gefangen nahm. Scott und Gwendolyn sind wie füreinander geschaffen, sie ergänzen sich, sie reizen sich, sie passen einfach zusammen. Jeder denkt von dem anderen hin und wieder doch noch etwas schlecht und manchmal konnte ich das, was sie denken und das was sie letztendlich machen, nicht in Verbindung bringen, weil sie sich ganz plötzlich anders verhielten, aber je länger die beiden zusammenarbeiten mussten, desto weniger wurden diese kleinen „Aussetzer“ und desto mehr war ich einfach in der Geschichte drin.

    Die Liebe ist etwas, das man nicht einfach geschenkt bekommt. Sie ist nichts, das man mit einem Urteil und einer Auflage von einem Gericht erschaffen kann. Sie ist etwas, das wachsen muss. Die Liebe will entdeckt werden, denn man kann nie wissen, wo sie sich gerade versteckt. Nicht immer findet man die Liebe in einem Herzen, denn Liebe ist vielseitig. Manchmal sind es Taten, die von Liebe sprechen. Oder Worte, die aus Liebe gesagt werden, auch wenn sie wehtun. Und manchmal ist es eine gemeinsame Reise, ein langer Weg, an dessen Ende vielleicht die Liebe auf einer Bank sitzt und darauf wartet, mitgenommen zu werden.

    Gerne hätte ich noch mehr Zeit mit Scott, Gwendolyn und all den anderen reizenden Figuren verbracht, die die Autoren erschaffen hat. Sie alle waren auf ihre eigene Art toll und einzigartig und hätten hin und wieder mehr Raum verdient. Aber sie standen nicht im Vordergrund, ergänzten die Geschichte von Scott und Gwendolyn jedoch perfekt.
    Die Welt hätte mehr entdeckt werden können, denn wenn sie unserer gleicht, war sie doch anders. Es wirkte alles so normal, dass ich immer kurz einen Moment brauchte, wenn ich im Hier und Jetzt wieder ankam. Elfen gibt es nicht. Oder doch? ^^

    Das Ende war für alle Beteiligten passend, auch wenn ich mir hier und da etwas mehr Einsatz gewünscht hätte. Es fällt mir schwer, genaueres zu sagen, denn ich will das Ende nicht spoilern. Es war schön, aber mir fehlte die Kirsche auf dem Eisbecher mit Sahne.

    Fazit
    „A Fairy Tale“ ist ein Roman mit knapp 700 Seiten, die ich weg las als wären es nur 350. Einmal in der Geschichte drin, war weglegen kaum mehr möglich. Schreibweise und Weltenbau waren richtig gut und zogen mich unentwegt weiter in die Welt von Scott und Gwendolyn.
    Auch wenn mir der Einstieg zuerst schwerfiel und mir am Ende die Kirsche fehlte, hat es richtig viel Spaß gemacht, die beiden so unterschiedlichen Protagonisten auf ihrem Weg zu begleiten. Es geht um mehr, als nur um das Zusammenfinden von unterschiedlichen Personen, denn bevor man die Liebe bei jemand anderen findet, muss man sich selbst erstmal lieben können, so wie man ist.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Kallisto92s avatar
    Kallisto92vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: mal was anderes
    Eine tolle und spannende Story

    In dem Buch, A Fairy Tale- Die Suche nach dem blauen Herz, geschrieben von Anja Stephan, geht es um eine Geschichte über verschiedene Stände. Desweiteren handelt das Buch über ein großes Abendteuer und eine außergewöhnliche Liebesbeziehung.
    Die Geschichte handelt im Vordergrund von Scott, den Halbelfen und Gwendolyn der Hochelfin.
    Erst im Jahr 1968 gab es eine Gesetzerneuerung, wo auch die Halbelfen in der Gesellschaft mit angesehen wurden. Davor waren nur die Hochelfen etwas wert.
    Beide Hauptpersonen kennen sich aus der Collegezeit. Jedoch wurde Scott dort nur angenommen, da sein Vater jemand besonderes war. Daher war er in seiner Jugendzeit ein Außenseiter.
    Gwendolyn ist sechs Mal geschieden und kinderlos, als sie Scott wiedertrifft.  Beide machen sich auf ein Abendteuer, welches durch ein Geheimnisvolles Bild heraufbeschworen wurde.  Da durch das Gericht eine Ehe beschlossen wird um die verfeindeten Familien näher zu bringen, müssen beide das blaue Herz suchen.
    Je tiefer die Geschichte sich entwickelt umso mehr kommen sich Scott und Gwendolyn näher.
    Es ist eine Geschichte mit viel Abendteuer, etwas Liebe und Fantasy.
    Zur Aufmachung: Besonders finde ich das Inhaltsverzeichnis, wo die Kapitel aufgelistet sind.

    Die Schriftart ist gut zu lesen. Vor allem die weiten Abstände zwischen den Zeilen sind sehr augenfreundlich.

    Zum Schreibstil: Das Buch liest sich sehr flüssig und die Handlung ist spannend. Leider kleinere Rechtschreibfehler im Buch zu finden.
    Nach und nach kann der Leser die Geheimnisse und Erlebnisse der Charaktere aufdecken.
    Die Nebencharaktere wie zum Beispiel Charles, Leonard, Polly und Hanna sind ebenfalls gut beschrieben. Ich mochte Scott ab der ersten Minute, an Gwendolyn musste ich mich erst etwas gewöhnen.

    Ein sehr schönes und lesenswertes Buch.

    Kommentieren0
    27
    Teilen
    Freyheits avatar
    Freyheitvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat meiner Meinung nach Potential für eine Fortsetzung. Mal sehen, ob da noch etwas kommt.
    Schöner Fantasyroman mit Witz, Humor, Spannung und Liebe

    Inhalt:

    Das konnte doch kein Zufall sein!
    Jetzt lief Fräulein Gwendolyn von Cleve ihm schon das vierte Mal über den Weg. Scott McKenzie hatte sie das letzte Mal auf dem College gesehen und ihre Trennung war nicht gerade von Harmonie beseelt. Er war sich sicher: Hier hatte das Schicksal seine Finger mit im Spiel. Als dann sein langjähriger Freund Ephraim Degas mit der Bitte auf ihn zukam, er möge doch mit genau diesem Fräulein in Verbindung treten, konnte das nichts Gutes bedeuten. Schließlich war er nur ein Halbelf und sie eine Hochelfin. Wer weiß, ob sie ihn überhaupt empfangen würde?

    Meine Meinung:

    Ich freue mich immer, wenn ich ein Buch aus dem Bereich Fantasy lese, welches neue Ideen hervorbringt. Da das mein erster Elfenroman war, öffnete sich für mich eine ganz neue Welt. Stephan arbeitete den Unterschied zwischen den Halbelfen und Hochelfen wunderbar aus. Dabei bezog sie geschichtliche Details wunderbar mit ein.Schon das alleine machte das Buch für mich spannend.
    Die beiden Protagonisten konnten unterschiedlicher nicht sein. Zum einen war da der Halbelf Scott McKenzie. Aquarianer, Pedant, etwas steif und immer tadellos gekleidet. Zum anderen die Hochelfin Gwendolyn von Cleve. Restauratorin / Künstlerin, sechs mal verheiratet und wieder geschieden, etwas hochnäsig, sehr chaotisch und impulsiv. Da trafen Welten aufeinander und es gab eine Menge Wortwitz und Situationskomik. :-)
    Was hatten die beiden nun miteinander zu tun? Erstens: Gwendolyn sollte ein Bild restaurieren, welches ihr Ex-Mann und bester Freund von Scott gefunden hatte. Zweitens: Die beiden sollten aufgrund einer Familienfehde heiraten, um einen Frieden zwischen den Familien wieder herzustellen.
    Diese Idee alleine war schon gut, denn die beiden hatten eine Vorgeschichte und kamen aus unterschiedlichen Schichten. Es gab dem ganzen aber nochmal die besondere Würze, dass Scott schon vor hundert Jahren sein Herz examiniert hatte und zu keinerlei tiefen Gefühlen mehr fähig war. Er sah ein, dass das ein Fehler gewesen war und eine verzweifelte Suche begann. So verschlug es sie unter anderem in die Katakomben von Paris. Ins Reich der Toten... gruselig!
    Aber Stephan legte auch ein besonderes Augenmerk auf die ganzen Nebenfiguren, die mir fast alle ans Herz gewachsen sind. Es waren einige besondere Charaktere dabei.
    Das Buch endet mit einem Plot Twist, der mich umgehauen hatte. Damit hatte ich nicht gerechnet! :-O
    Dieses Buch hat meiner Meinung nach Potential für eine Fortsetzung. Mal sehen, ob da noch etwas kommt.

    Fazit:

    Schöner Fantasyroman mit Witz, Humor, Spannung und Liebe. Wer jetzt eine Schnulze erwartet, der hat weit gefehlt, denn genau das hält A. Stephan aus diesem Buch heraus und das macht es unter anderem so besonders.
    Ich empfehle es Lesern, die schon etwas erfahrener im Bereich Liebe / Beziehungen sind, damit sie die Komik, die hinter den Situationen steckt, auch verstehen.

    Kommentieren0
    90
    Teilen
    MyriamErichs avatar
    MyriamErichvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Klasse Idee, aber die Umsetzung war ein wenig chaotisch.
    Ohne Herz keine Liebe


    Sein Herz gibt man nicht einfach so weg. Entweder man gibt es aus Liebe oder aus Schmerz. Was aber passiert, wenn man sein Herz verloren hat? Anja Stephan erzählt in ihrem Roman „A Fairy Tale“ von der Suche nach dem eigenen Herzen. Ein Roman, der sich nicht zwischen Romantik und Erotik, Spannung und Dehnung, Tiefsinniger Philosophie und Oberflächlichkeit entscheiden kann.

    Hat man sein Herz einmal weggegeben, schwebt der Geber/die Geberin auf Wolke sieben. Denn sein Herz gibt man nur der Liebe seines Lebens und die Liebe macht einen zum glücklichsten Wesen auf Erden. Nicht so jedoch den Halbelfen Scott McKenzie. Aus Liebeskummer und Herzschmerz gab er einst sein Herz fort und verlor sein Gefühl für Emotionen, Freud und Leid für immer. Was zurück bleibt, ist die leere Schale seines anatomischen Herzens in dessen Inneren die Eiseskälte der Gefühlslosigkeit herrscht. Daher fällt die Reaktion auf die bevorstehende Hochzeit mit der Hochelfe Fräulein von Cleve mäßig emotional aus. Die Braut scheint in ihrem Auftreten das komplette Gegenteil ihres Bräutigams zu sein: quirlig, launisch, laut, beinahe schon ordinäre, ungehobelt und unhöflich und immer in Begleitung einer Schar Paparazzi, die das Leben der Hochelfe Schritt für Schritt in den Hochglanzheften abdrucken. Wie sich daraus ein harmonisches Familienleben entwickeln soll, ist nicht nur den beiden Protagonisten schleierhaft. Doch der Liebe wollen beide noch einmal eine Chance geben und so machen sich Mc Kenzie und von Cleve auf, um das verlorene Herz wiederzufinden.

    Der Beginn der Geschichte lässt beinahe magisch anmuten, das Fräulein von Cleve ist eine Figur, die aufgrund ihrer geheimnisvollen Beschreibung sympathisch und mysteriös anmutet. Selbiges gilt für Mc Kenzie, der einem Lehrling die Magie der Elfen lehrt. Obschon Elfen, leben die Protagonisten im Paris des 21. Jahrhunderts, sind dort jedoch den Regeln und Pflichten ihres Clans unterworfen und besuchen eine eigene Universität. Gerade durch diese mysteriöse und schemenhafte Beschreibung der Handlung, erweckt die Autorin den Eindruck, es handele sich bei dem Roman um eine spannend-schauerliche Abenteuergeschichte mit Krimielementen.

    Feministischer Touch

    Doch was zu Beginn so märchenhaft, magisch und überaus mystisch anmutet, wird im Laufe der Geschichte entzaubert. Das Fräulein von Cleve ist alles andere als eine magische Figur. Stattdessen entpuppt sie sich als ungehobelte, überaus unhöfliche und chaotische Person, die mit ihrem Verhalten eher an einen Mann denn an ein zartes Fräulein erinnert. Stephan gelingt hier ein genialer Rollenwechsel, indem sie die klassische Rollenverteilung der Geschlechter vertauscht. Während das Fräulein von Cleve als Mannsweib an einen ruppigen Kerl erinnert, verkörpert Mc Kenzie mit seinen Kochkünsten und seinem Hang zur Ordnung den Part der tüchtigen Hausfrau. Diese Veranlagung zeigt sich bereits in den jungen Jahren der Protagonisten, als von Cleve ihren damaligen Freund und – was sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht ahnt – zukünftigen Ehemann dafür bezahlt, um mit ihr ins Bett zu gehen. Prostitution anders herum gedacht.

    Liebe der Oberflächlichkeit zum Trotz

    Besonders schön erscheint die Idee der Autorin, das Sprichwort „sein Herz verlieren“ wörtlich zu nehmen und die Geschichte um diese Thematik zu spinnen. Jedoch entpuppt sich die Lösung Mc Kenzies als zu einfach, verbannt er doch sein Herz aus seinem Körper, um den Leiden der zerbrochenen Liebe nicht mehr ausgesetzt zu werden. Abgemildert wird diese „einfache“ Lösung durch die Suche nach dem verlorenen Herzen mit der einst Geliebten. Entromantisiert wird die Liebesgeschichte jedoch durch diverse Bemerkungen über das Äußere der Figuren. Das Paradebeispiel ist wieder einmal das Fräulein von Cleve, das alles andere als zierlich ist. Weder sie noch ihr Zukünftiger können sich entscheiden, ob ihre Kurven optisch positiv zu bewerten sind. Dabei wechseln die Beschreibungen zwischen oberflächlichen, abfälligen und obszönen Bemerkungen. Ihr Höhepunkt gipfelt schließlich in dem Kunstwerk, das die Vagina des Fräulein von Cleve zeigt und öffentlich ausgestellt werden soll.

    Nach Rollenwechsel kommt der Richtungswechsel

    Ebenso wie die Rollenverteilung wechselt die Autorin auch den Handlungsstrang. Dies gelingt jedoch weniger gut, Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten verwirren den Leser, die Handlung entwickelt sich an einigen Stellen hochspannend, während sie sich an anderer Stelle zieht und dementsprechend Längen aufweist. Dabei hat der Leser so manches Mal das Gefühl, der Faden ginge in Mitten der Geschichte verloren, denn das magische Bild sowie die Suche nach dem Herzen finden nur zu Beginn und am Ende des Romans ihren Platz. In der Mitte klafft eine Lücke, die zwar unterhält, jedoch nicht zur Handlung beiträgt. Damit büßt die Geschichte einiges an Spannung ein.
    Nichtsdestotrotz bleibt der Roman eine kurzweilige Lektüre, die schnell und angenehm zu lesen ist und den Leser für einige Zeit in ein kleines Abenteuer entführt.

    Kommentare: 2
    21
    Teilen
    Catherine Oertels avatar
    Catherine Oertelvor 8 Monaten
    Mix aus Fantasy, Krimi und Liebesroman

    Das schöne ansprechend gestaltete Cover ließ mich auf das Buch aufmerksam werden und im Laufe der Geschichte merkte ich, dass es perfekt zum Inhalt der Geschichte passt.
    Scott ist ein Halbelf und er hat sein Herz verloren, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hatte sich in jungen Jahren verliebt, doch die Dame seiner Wahl brach ihm das Herz, also kam er auf die geniale Idee mittels eines Zaubers den Teil seines Herzens auszulagern, der für seine Gefühle zuständig war, denn er wollte nie wieder den unbändigen Schmerz, den Liebeskummer nun einmal mit sich brachte, spüren. In seiner Brust blieb ein kaltes Herz aus Eis zurück. Alle Wärme, alle Liebe waren seitdem daraus verschwunden. Dumm nur, dass er gut einhundert Jahre später dieses Herz gut gebrauchen könnte, denn laut eines Beschlusses des Elfenrates soll er heiraten. Ausgerechnet das Fräulein von Cleve hatte ihn ausgewählt sie zu ehelichen. Gwendolyn ist das gesamte Gegenteil von ihm. Sie ist laut, sie ist bunt und schrill, sie tanzt unbeschwert durchs Leben, zumindest glaubt Scott das von ihr. Doch wie so oft, trübt der Schein, Gwen ist immer noch auf der Suche nach ihrem Glück. So hat sie es bereits mit sechs Ehemännern versucht und Scott soll nun die Nummer sieben werden. Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, nur so viel es wird bunt, es wird turbulent und am Ende erwartet den Leser ein Happy End.
    Dennoch ist „A Fairy Tale“ eher ein Buch der leisen Töne. Was mir einerseits gut gefiel, andererseits denke ich ein bissel mehr Leidenschaft und Romantik hätten der Geschichte gut getan. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, es ist eher ein gemeinsames wachsen, als die stürmische junge Liebe. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und gerade die Hauptfiguren Scott und Gwen kommen sympathisch rüber. Die Idee mit den Elfen, die unerkannt mitten unter den Menschen leben ist gut umgesetzt. Was mir persönlich nicht so gefiel war, dass Gwen häufig nur als „Das Fräulein“ bezeichnet wurde. Für eine Frau die sechs Ehen hinter sich hat finde ich das einfach nicht passend, es ist abwertend und auch irgendwie irritierend.
    Fazit: Der Mix aus Fantasy, Krimi und Liebesroman punktet mit gut ausgearbeiteten Charakteren und einer charmant erzählten Geschichte. Ich fühlte mich gut unterhalten und würde gern mehr von der Autorin lesen. 

    Kommentieren0
    75
    Teilen
    vanystefs avatar
    vanystefvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Es gleicht eher einer Schnitzeljagd, aber es es ist sehr unterhaltsam und gefühlvoll. *****
    Ein romantisches Abenteuer

    Dem Klappentext und Cover nach zu urteilen, hatte ich eine sehr abenteuerliche Geschichte erwartet. Es ist auch ein Abenteuer, keine Frage, aber nicht in dem Sinne, wie ich mir das Ganze vorgestellt habe. Es ist auf eine andere Weise abenteuerlich und romantisch zugleich. 

    Ich muss auch zugeben, dass ich anfangs sehr verwirrt war, was die Zeit betrifft. Ich konnte mir noch nicht hundertprozentig einen Reim darauf machen, in welcher Zeit die Geschichte spielt, da die Art und Weise wie die Charaktere handeln und sprechen altmodisch erscheint. Doch als ich verinnerlicht habe, dass man sich in der heutigen Zeit befinden, fand ich es sehr amüsant und interessant. Es findet sich die perfekte Mischung zwischen der heutigen Zeit und ein Paar hundert Jahre zurück. 

    Es geht in dem Buch viel um Kunst und Literatur. Doch keine Sorge, auch wenn man sich damit nicht so gut auskennt, steht man hier nicht verwirrt vor einem Rätsel oder findet es gar langweilig. Im Gegenteil: Das Buch weckt großes Interesse dafür, da es einem die historische Kultur eben modern verpackt näher bringt. Das beste beispiel hierfür ist Gwendolyns Freund Leonard de Vince (man kann sich denken, wer das wohl ist). 

    Dass Elfen eine große Rolle spielen und sogar Hauptbestandteil der Bevölkerung zu sein scheint, könnte man als störend empfinden, da man sich Elfen in unserem Alltag gar nicht vorstellen kann. Doch es ist wirklich ganz anders. Sie werden hier ein Teil von uns und man könnte meinen, dass sie schon immer da waren, da sie sich (fast) gar nicht von den Menschen unterscheiden. 

    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie wurden gut verpackt und relativ echt dargestellt. Selbst Gwendolyn, mit der ich so meine Schwierigkeiten hatte, ist eine tolle Persönlichkeit.

    Fazit:
    Ein sehr schönes Buch, das mir wirklich Freude bereitet hat. Als Bonus wird man hier passender Weise auch mit Zitaten wichtiger (literarischer) Persönlichkeiten gefüttert. Auf jeden Fall eine Empfehlung meinerseits.


    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Diana182s avatar
    Diana182vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne, fantasiereiche Liebesgeschichte mit Suchtpotential
    A Fairy tale - eine märchenhafte Geschichte nach dem blauen Herz

    Das Cover wirkt auf mich sehr edel. Es ist mit Ornamenten versehen und zeigt einen männlichen, sowie einen weiblichen Körper- jedoch ohne Gesicht. Sie tragen sehr elegante Kleidung und ein jeder kann sich dann wohl selbst ein Bild machen, wie die Figuren künftig in der Fantasie aussehen werden- Diese Idee gefiel mir sehr und ich wollte schnell mehr erfahren.


    Die Buchbeschreibung klingt ebenfalls sehr vielversprechend. Sie liest sich wie eine gute Mischung aus Fantasie, romantischer Liebesgeschichte- hat aber auch etwas Spannendes parat. Wer da nicht zum Buch greift, ist selber schuld!


    Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Wir lernen die beiden Hauptcharaktere kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dennoch merkt man schnell, dass ein jeder etwas Sympathisches in sich birgt und der Reiz entfacht dabei sehr schnell. Hier konnte ich das Buch nun nur noch schwer aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden Figuren weiter gehen würde.


    Die Autorin entführt den Leser in ein eigens kreiertes, fantasiereiches Paris voller Zauberwesen. Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und detailliert. Schnell hatte ich eigene Bilder vor Augen und konnte der Geschichte gedanklich stets sehr gut folgen.


    Aber die Geschichte hat weit mehr zu bieten, als eine romantische Liebesgeschichte. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Stets war ich über die Wendungen, welche für mich nicht vorhersehbar waren, überrascht und erstaunt. Ich bewunderte oft die gelungen umgesetzte Fantasie der Autorin.


    Das Ende ist passend gewählt und schließt diese märchenhafte Geschichte rund und stimmig ab.


    Mein Fazit:
    Die Geschichte muss man einfach gelesen haben um sie zu beschreiben. Die Charaktere sind mir mitunter tief ans Herz gewachsen und ich habe sie gern durch diese schöne, spannende Geschichte begleitet.


    Daher vergebe ich eine klare Leseempfehlung und natürlich auch volle Punktzahl!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    rebells avatar
    rebellvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: EIne sehr schönes Liebesgeschichte, die ich garantiert nochmal lesen werde.
    Schöne Liebesgeschichte geparrt mit Action...

    Inhaltsangabe: 
    Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird - und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.



    Sowohl der Schriftzug und Hintergrund als die 2 abgebildeten Personen zogen mich von vornherrein an. Das Cover ist sehr schön und stimmig gestaltet. Nach dem lesen des Buches, finde ich passt das Cover sehr gut dazu, man kann eine schöne Liebesgeschichte erahnen und das spiegelt es auch meiner Meinung nach wieder. 
    Storymäßig hat mich das Buch ebenso überzeugt. Es ist eine emotional ergreifende und actionreiche Story. Anfangs hat man mehr Liebesgeschichte, die sich aber mehr zu einem Abenteuer entwickelt. Die Zitate aus anderen Werken passend sehr gut. Sie fügen sich nahtlos in die Story ein und geben ihr so mehr emotionale und gedankliche Tiefe. 
    Mit den beiden Protagonisten Scott und Gwendolyn musste ich erst warm werden. Zuanfang tat mir Scott ständig leid und Gwen ging mir auf die Nerven mit ihrem Tussi gehabe. Doch je mehr ich las umso tiefer konnte ich in die beiden hineinblicken und fühlte mich zunehmend wohler in ihren Rollen.
    Was es manchmal etwas schwer machte, waren die plötzlichen Sichtwechsel. Erst war man Scott und auf einmal steckte man in Gwendolyn. Man hätte die Sichtwechsel etwas Kennzeichnen können, so wäre es einfacher gewesen, aber man gewöhnt sich an den Schreibstyl. Was stellenweise noch für verwirrung gesorgt hat, waren die sprunghaften Situationswechsel. Man musste schon sehr genau lesen damit mach nicht denkt man hat auf einmal ein paar Seiten übersprungen. Ansonsten lässt sich das Buch locker lesen. 
    Ich finde Anja Stephan hat hier eine sehr schöne Liebesgeschichte geschaffen und ich werde sie aufjedenfall nochmal lesen, für jeden Liebes/Fantasie-Fan ein Muss!

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    Buechergartens avatar
    Buechergartenvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz anders als erwartet! Abenteuerliche Liebesgeschichte - eher für erwachsene Leser - mit Humor, Spannung und fantastischen Elementen!
    Außergewöhnlich: Charme, Stimmung, Charaktere – das passt!

    INHALT:

    Als der Halbelf Scott McKenzie nach vielen Jahrzenten innerhalb kürzester Zeit mehrmals auf Fräulein Gwendolyn von Cleve, einer Hochelfin und Feindin aus Jugendtagen, trifft wird ihm klar, dass das Schicksal seine Ränke um ihn schmiedet! Aus ist es mit Scotts ruhigem Leben als angesehener Antiquar im schönen winterlichen Paris, denn die eigensinnige Künstlerin zieht in mitten in ein Abenteuer, dass sein Leben verändern könnte. Gemeinsam mit Freunden und Familie machen sie sich an die Entschlüsselung eines alten Bildes, auf die Suche nach dem blauen Herz und dem eigenen Glück. Dabei geht es nicht nur tief in die Unterwelt von Paris, sondern auch in die Vergangenheit ihrer beiden verfeindeten Familien…

     

    EIGENE MEINUNG:

    Das Cover und der Klappentext dieses Buches hatten mich schon lange angelockt, als ich die Chance bekam es innerhalb einer Leserunde kennen zu lernen.


    Die Buchvorderseite zeigt sowohl Sott im oberen Teil, als auch Gwen darunter, doch von beiden jeweils nur einen Abschnitt ihrer Körper unterhalb ihrer Gesichter. Gerade weil diese dabei nicht zu sehen sind überlässt es genug der eigenen Fantasie! Das Bild wirkt modern und hat doch einen altmodischen Touch, was einfach perfekt zum Inhalt passt. Zwischen den Beiden befindet sich in einem verschnörkelten, goldenen Kasten der Titel.


    Gleich zu Beginn muss ich zwei Dinge anmerken: 1. Bei diesem Buch finde ich es sehr wichtig, der Geschichte am Anfang Zeit zu geben. Es wird einem nicht alles auf dem Silbertablett präsentiert, sondern es dauert etwas bis man erkennt wohin die Geschichte einen führt! 2. Durch das Cover hatte ich zuerst eine etwas andere Geschichte erwartet habe als ich schließlich bekam. Ich habe an eine (eher seichte) Liebesgeschichte mit Erotik und einem Touch Abenteuer in unserer Zeit spekuliert. Bekommen habe ich die (sicher nicht seichte) Liebesgeschichte und auch das Abenteuer, aber in unvorhergesehenem Gewand:

    Anders als in vielen anderen modernen Büchern lässt die Autorin der Liebesgeschichte Zeit und sie basiert vor allem auf dem Aufbau einer Freundschaft und Vertrauen. Es gibt diverse erotische Anspielungen, explizierte Szenen werden jedoch absolut außen vor gehalten. Schon bei den Elfen um die es hier geht hat die Autorin mehr Tiefgang geschaffen als von mir angenommen. Ihre Leben dauern wesentlich länger als die der Menschen und es gibt ein ausgeprägtes Klassensystem. Über die Jahrhunderte haben sie versch. Ereignisse (z. B. Kriege) miterlebt und wurden durch sie geprägt. Gwens und Scotts gemeinsame Vergangenheit fand ca. 1890 statt, währen die Geschichte komplett in unserer Zeit spielt. Dies war mir durch fehlende Jahresangaben zu Beginn des Buches nicht ganz klar, aber ich bin froh, dass ihre Vorgeschichte nur durch Rückblenden/Erinnerungen aufgegriffen wird. Am Anfang des Buches hatte ich auch größere Probleme mit den Perspektivwechseln zwischen den Beiden. Diese finden einfach zwischen den Zeilen statt und teils konnte ich nicht zuordnen wer nun denkt bzw. spricht. Dies hat sich jedoch schnell gegeben und dann hat mir dieser Stil sehr gut gefallen, weil die Gefühle beiderseits immer präsent waren. Die Autorin hat mit ihren Haupt- und Nebencharakteren tolle und interessante Personen geschaffen. Diese haben Ecken und Kanten und müssen sich, im wahrsten Sinne des Wortes, teils zusammen raufen. Bei anderen muss man erst hinter die Fassaden blicken und ist manchmal mehr als überrascht, was man dort findet. Gerade bei Gwen und Scott ist ganz klar eine Entwicklung zu sehen und durch die Zeit die die Autorin den beiden lässt fühlt sich alles sehr realistisch an! In meiner Vorstellung waren die beiden äußerlich um die 30 Jahre alt, allerdings kommen die vielen Erfahrungen und Erlebnisse über die Jahrzehnte ihres bisherigen Lebens immer wieder gut ins Spiel und konnten so ihre Veränderungen aufzeigen. Auch äußerlich unterscheiden sie sich von den vielen Figuren in aktuellen Büchern: Klar, sie sind beide für den anderen hübsch anzusehen, aber Gwen kämpft z. B. schwer gegen ihre Liebe zu Fastfood und eine zu runde Figur, während Scott ein Hörgerät trägt. Alles in allem war für mich toll beschrieben, wie Charaktere sein müssen, die über eine solche Zeitspanne leben. Hier trifft die moderne Welt auf altmodische Verhaltensregeln, die fantastische Welt im Untergrund auf das gegenwärtige Paris usw. usw. Das Buch mit seinen fast 700 Seiten hat keine extrem aneinander gereihten Actionszenen oder Cliffhanger an den Kapitelenden, aber ich wollte dennoch immer weiter lesen und mehr erfahren! Die Geschichte wird über mehrere Monate hinweg erzählt und konnte trotzdem dauerhaft mein Interesse erhalten, hielt konstant eine Spannungskurve und mein Lesetempo. Da gibt es Dinge zu enträtseln, Menschen kennen zu lernen, Geheimnisse zu erfahren, humorvoll das Zusammenleben der Beiden mit zu verfolgen etc. Besonders geliebt habe ich die vielen Zitate und Anspielungen auf Autoren, Bücher, Künstler etc. Diese sind wunderbar mit eingeflochten, aber auch mit Fußnoten genauer erklärt! Von Shakespeare über Christoph Marzis „Lycidas“ und vieles mehr…

     

    Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn es ruhig etwas ausführlicher hätte sein dürfen. Für mich gibt es auch noch einige lose Enden oder offenen Fragen, allerdings bin ich auch nicht sicher ob dieses Buch irgendwann zu einer Reihe gehören wird. Dazu konnte ich nichts Genaueres herausfinden, habe jedoch Anspielungen darauf gelesen.

     

    FAZIT:

    Ein außergewöhnlicher Roman über die Liebe und die Suche nach dem Glück – im wahrsten Sinne des Wortes! Ein Buch ohne riesige Action- oder Gefühlszenen, ganz ohne Erotik, aber mit vielen Geheimnissen, Charme, einem Hauch Übernatürlichem, Pariser Flair, Rätseln, Überraschungen und viel Leben. Dieses Buch hebt sich klar von anderen Romanen dieses Genres ab!

    (4,5 Sterne)

    Kommentieren0
    38
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    AnjaFriedas avatar

    Mesdames et Mesieurs,
    Am kommenden Wochenende findet die BuchBerlin statt, auf der ihr mich am Stand 135 finden könnt. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, um eine Leserunde zu meinem Urban Fantasy Roman "A Fairy Tale - Die Suche nach dem blauen Herz" zu starten.

    Es ist eine Urban Fantasy Liebesgeschichte mit viel Abenteuer, aber ohne Schnulz.


    Klappentext:
    Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird – und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.



    Beantwortet mir die Frage: Wen würdet ihr in die Katakomben von Paris am liebsten mitnehmen?

    Ich verlose 15 Bücher - 10 ebooks und 5 Printausgaben. Bitte schreibt bei eurer Bewerbung dazu, welche Version ihr bevorzugt.

    Wenn ihr euch nach weiteren Projekten von mir erkundigen möchtet, könnt ihr auf meiner Website vorbeischauen.

    MyriamErichs avatar
    Letzter Beitrag von  MyriamErichvor 8 Monaten
    Liebe Anja, vielen herzlichen Dank für das Lesevergnügen! Mir hat der Roman gefallen, auch wenn ich an einigen Stellen etwas verwirrt war und mir ein wenig obszön erschienen. Meine Rezension findest du hier: https://www.lovelybooks.de/autor/Anja-Stephan/A-Fairy-Tale-Die-Suche-nach-dem-blauen-Herz-1445454588-w/rezension/1530298604/ Nach der Lektüre bin ich ein wenig hin- und hergerissen, weil ich die Idee sehr gut fand und mir einige Ansätze sehr gut gefallen haben, mir die Umsetzung an manchen Stellen aber nicht so zugesagt hat. Trotzdem werde ich das Buch aber sicher noch mehrere Male in die Hand nehmen, um es zu lesen und ich bin gespannt, vielleicht komme ich ja dazu, noch mehr von dir zu lesen. Liebe Grüße!!!
    Zur Leserunde
    AnjaFriedas avatar
    Meine Lieben, Auch ich bin natürlich auf der Leipziger Buchmesse 2018. Diesmal habe ich mir ein Stündchen für ein Meet & Greet am Stand des Selfpublisher Verbands eingetragen. 
    Ihr trefft mich dort am Sonntag, den 18.03.2018 von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr in der Halle 5, Stand D 506
    Wer sich also gern einmal persönlich mit mir unterhalten oder einen Tee mit mir trinken möchte, kann gern vorbeikommen. Ich werde mal schauen, ob ich ein paar Bücher und Goodies mitnehmen kann. Ich freue mich auf euch.
    Zum Thema
    AnjaFriedas avatar
    Mesdames et Monsieurs,

    Ich möchte die Buchmesse in Frankfurt zum Anlass nehmen und eine Verlosung meiner Elfengeschichte starten. Zu gewinnen gibt es 5 ebooks und 3 Print-Exemplare. Es ist eine Urban-Fantasy-Liebesgeschichte mit viel Abenteuer und Spannung in Paris.


    Klappentext:
    Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird – und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.

    Wenn ihr mein Buch gewinnen möchtet, dann erzählt mir doch einfach mal, ob ihr schon mal in Paris gewesen seid oder welche Orte ihr unbedingt einmal besuchen wollt.
    Wenn ihr mögt, könnt ihr am Ende auch eine Rezension hinterlassen.

    Ich habe auch einen Blog, auf dem ihr euch ein Bild von mir machen könnt: https://anjafrieda.blogspot.de/ Dort findet ihr auch eine ganze Menge über Paris.

    Ich wünsche euch viel Glück und Spaß beim Lesen. Bei Fragen könnt ihr mich einfach anschreiben.

    Anja
    Zur Buchverlosung

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    T
    Tiny-Tinavor 3 Monaten
    Schneeflocken Novelle war einfach zauberhaft.
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks