Anja Zimmer Ein Paradies, gebaut auf Sand

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(7)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein Paradies, gebaut auf Sand“ von Anja Zimmer

Sachsen, 1537: Nach langen Jahren der Intrigen und Anfeindungen am Dresdner Hof kann Herzogin Elisabeth auf ihrem Witwensitz herrschen wie eine Königin. Schloss Rochlitz, das auf einem Felsen ruht, erscheint ihr wie das Paradies, weil sie endlich ihren protestantischen Glauben leben darf. Dass Herzog Georg, ihr Schwiegervater und Fürst, sie deshalb mit der Inquisition bedroht, erschreckt die Herzogin kaum, denn sie steht unter dem Schutz ihres Bruders, Landgraf Philipps von Hessen, einem Hauptmann des mächtigen Schmalkaldischen Bundes. Doch Philipp setzt alles aufs Spiel, was er und seine Bündnispartner geschaffen haben: Neben seiner Ehefrau, für die er nur Abneigung empfindet, nimmt er heimlich die junge Margarete von der Saale zu seiner Zweitfrau. Als dies wie ein Lauffeuer durch das deutsche Reich geht, hat der katholische Kaiser Karl V. ihn in der Hand, da auf Bigamie die Todesstrafe steht. Der Kaiser lässt sich gnädig stimmen, doch Philipp bezahlt einen hohen Preis. Er wird politisch und militärisch kalt gestellt, und nun sieht der Kaiser die Zeit gekommen, die deutsche Reformation durch einen Krieg zu vernichten. Elisabeth riskiert ihre Freiheit und ihr Leben, indem sie den Schmalkaldischen Bund mit geheimen Informationen versorgt. Verzweifelt muss sie zusehen, wie der Krieg auch auf Rochlitz zurollt... Deutsche Geschichte, wie sie spannender nicht sein könnte. (Quelle:'E-Buch Text/01.05.2014')

Fürsten sind halt auch nur Menschen .. ein hervorragender historischer Roman, bei dem man unterhalten wird und trotzdem lernt.

— wandablue
wandablue

Spannend erzählte Geschichte über den Schmalkaldischen Krieg.

— mabuerele
mabuerele

Bewegende Geschichtsstunde - genau recherchiert, aber trotzdem nie trocken oder gar langweilig!

— Windflug
Windflug

Als Geschichtsunterricht wirklich okay, manchmal etwas kompliziert.

— Lesemaus13
Lesemaus13

Geschichtsunterricht mit Spannung und gutem Humor, der absolut empfehlenswert ist.

— Gudrun67
Gudrun67

Stöbern in Historische Romane

Die schöne Insel

Ein packender, kurzweiliger und sehr abenteuerlicher Roman, der noch Raum für eigene Fantasien und Schlußfolgerungen läßt

Tulpe29

Das Lied der Seherin

Hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie die ersten Bände. Die irischen Namen und vor allem nicht übersetzten Sätze waren zu verwirrend

hasirasi2

Zeiten des Aufbruchs

Auch für diesen Band eine Leseempfehlung aus vollem Herzen und mit Überzeugung fünf Sterne. Mehr geht ja leider nicht.

IlonGerMon

Die Salbenmacherin und die Hure

sehr atmosphärischer Mittelalter Roman

Diana182

Marlenes Geheimnis

Wenn mein Geschichtsunterricht in der Schule nur halb so fesselnd gewesen wäre, dann hätte ich nicht so große Bildungslücken ...

Aischa

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Gut recherschierter historischer Roman über das Leben und Aufstreben des Wikingers Harald Sigurdsson

Siko71

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Ein Paradies, gebaut auf Sand" von Anja Zimmer

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Frauenzimmer_Verlag

    Frauenzimmer_Verlag

    Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker,  heute startet die Leserunde zu meinem neuen Roman "Ein Paradies, gebaut auf Sand". Über Tipps und Anregungen, Kritik von Eurer Seite freue ich mich sehr, denn es ist meine allererste Leserunde.  Ich schlage vor, als ersten Textabschnitt bis Seite 72 zu lesen. Ist das für Euch alle bis zum kommenden Montag machbar oder wäre das zu viel? Oder gar zu wenig? Bitte gebt mir dazu eine Rückmeldung.  Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen! Eure Anja

    Mehr
    • 211
  • Leserunde zu "Der Geschmack des Wassers" von Ingrid Kretz

    Der Geschmack des Wassers
    Ingrid_Kretz

    Ingrid_Kretz

    Leserunde mit Autorenbegleitung! Hallo liebe LesefreundInnen auf Lovelybooks! Nachdem ich mit euch meine erste sehr schöne Leserunde um „Die Rose von Florenz“ erleben durfte, möchte ich euch zu einer weiteren einladen. Zwar ist „Der Geschmack des Wassers“ bereits 2011 erschienen, doch ich denke, das Buch ist nach wie vor sehr interessant für euch. Besonders spannend dürfte sein, dass meinem Buch der echte Hexenprozess zugrunde liegt und es sich bei den beiden Protagonistinnen um meine direkten Vorfahrinnen (12 Generationen zurück) handelt. Zuerst zum Inhalt von „Der Geschmack des Wassers“. Der Untertitel meines Historischen Romans lautet Der Hexenprozess von Dillenburg und weist damit schon auf das Thema hin. Hier der Klappentext: Dillenburg, 16. Jahrhundert: Schon einmal wurden Barbara Weitzel und ihre Schwester Lena in einem Hexenprozess freigesprochen, während drei Frauen brannten. Doch nun machen erneut Gerüchte die Runde. Wer ist verantwortlich für den Tod von Pferden und Kühen? Was haben Barbara und Lena in ihrer Zeit in Frankfurt getrieben? Warum ist der Erbe des reichen Fuhrmanns ein hilfloser Krüppel? Wieder werden die unschuldigen Frauen eingekerkert, gefoltert und vor Gericht gestellt. Doch der Prozess nimmt nicht den Verlauf, den sich ihre Ankläger gewünscht hätten. Stattdessen kommt es zu einem für die Zeit einmaligen Vorgang … Eine packende Geschichte, basierend auf einem wahren Prozess, geschrieben von der direkten Nachfahrin von Barbara und Lena. Den Link zur Leseprobe findet ihr hier: http://www.scm-shop.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/PDF/395269000_Leseprobe.pdf Der Scm-Hänssler Verlag stellt 5 Bücher zur Verfügung, die es zu gewinnen gibt. Für die Unterstützung der Leserunde vielen Dank an den Verlag! Bitte bewerbt euch mit der Antwort, wie euch die Leseprobe gefallen hat, bis zum 05.08.2014, 24 Uhr hier auf diesem Thread. Am 06.08.2014 werde ich die Verlosung vornehmen und die Gewinner bekanntgeben. Bitte beachtet, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt, da der Glaube an Gott eine Rolle in dem Buch spielt. Wer ohne Verlosung dabei sein will, ist ebenso herzlich eingeladen. Wer ein Buch gewinnt oder sich überhaupt einfach an der Leserunde beteiligen möchte, verpflichtet sich, das Buch innerhalb von etwa vier Wochen ab dem gemeinsamen Lesestart zu lesen, sich zu den Abschnitten auszutauschen und anschließend eine Rezension auf Lovelybooks und weiteren Communities wie etwa Amazon und Blogs zu veröffentlichen. Übrigens, „Der Geschmack des Wassers“ gibt es auch als Ebook zu kaufen. Meine Autorenwebsite im Internet: www.ingrid-kretz.de Nun wünsche ich euch viel Glück und freue mich auf einen spannenden Austausch mit euch! Alles Liebe für euch!

    Mehr
    • 329
  • Ein Paradies, gebaut auf Sand

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Blaustern

    Blaustern

    11. August 2014 um 12:47

    „Ein Paradies gebaut auf Sand“ ist der 2. Band um die Herzogin Elisabeth von Sachsen, und wir lesen hier einen präzise recherchierten Roman über die wirkliche Geschichte in diesem Zeitalter. Detaillierte Aufklärung erhalten wir nicht nur von dem Leben auf dem Schloss, sondern auch über den Alltag der Arbeiter. Sehr deutlich wurde das Grauen des Krieges beschrieben, und es ist wirklich furchtbar, wie sinnlos die Leute abgeschlachtet wurden für die Macht und das ganze Elend, Leid und der Hunger, der daraus entstand. Die Zeitgeschichte mit deren Tatbeständen ist hier gut verständlich an den Leser gebracht und zudem noch spannend, denn wir erfahren nicht nur das große Ganze, sondern auch über das Leben verschiedener Einzelpersonen. Der Schreibstil passt gut zu der Historie, lässt sich aber trotzdem schnell und angenehm lesen. Sehr schön sind auch die eingefügten Schwarz-Weiß-Fotos sowie das Personenregister, welches hilfreich ist bei all den Protagonisten.

    Mehr
  • Ein Paradies, gebaut auf Sand

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Windflug

    Windflug

    Teil 2 der Elisabeth-Biographie, Nachfolger von "Auf dass wir klug werden". Elisabeth von Sachsen ist glücklich auf ihrem Witwensitz Rochlitz. Als aber ihr Bruder Philipp, der Landgraf von Hessen, eine zweite Frau heiratet, weil er seine erste nicht leiden kann, gerät ihre Welt bald ins Wanken. Dadurch bringt sich Philipp selbst ins politische Abseits und schwächt das protestantische Bündnis, dessen Führer er zusammen mit dem Kurfürsten von Sachsen ist - denn Bigamie ist reichsrechtlich verboten. Und dann ist da noch der junge Herzog Moritz von Sachsen, der selbst gerne die Kurwürde hätte ... Bald herrscht Krieg im Land, und Elisabeth muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Puha, das knapp zusammenzufassen, ist echt fast unmöglich, so viel ist da drin. Wieder mal habe ich hier einen genau recherchierten Roman bekommen, der fast gänzlich ohne die genretypischen Klischees auskommt, tatsächlich Geschichte lebendig werden lässt und trotzdem mitreißt. Während es im ersten Band Elisabeths schwieriges Leben am sächsischen Hof und ihr Wunsch nach einem Kind war, der eine Klammer für die Geschichte bildete, war es hier wohl der Krieg. Das bewirkte, dass die Handlung sich nicht so eng an Elisabeth hielt wie im ersten Band, sondern noch häufiger als dort andere Figuren zu Wort kommen ließ - allen voran Philipp und Moritz, was mir natürlich sehr gut gefiel, schließlich ist Philipp ist sowieso schon seit meinem Studium und meiner Magisterarbeit mein Liebling (also, nicht, dass ich ihn anhimmele, beileibe nicht, aber er ist einfach eine unheimlich spannende Persönlichkeit gewesen), und die Dynamik zwischen Moritz und ihm ist erst recht interessant. Als Held kommt Philipp hier sowieso nicht weg - schließlich ist ein großer Teil der Handlung von seiner Sexbesessenheit und seiner darauf folgenden dummen Idee einer Doppelehe geprägt, das macht ihn nicht gerade zum Sympathieträger ... aber was ich an der Autorin schon im ersten Band so geschätzt habe, ist, dass sie vermeidet, eine Figur zu verteufeln und die andere zum Engel zu stilisieren. Philipp hat trotz seiner Fehler seine sehr sympathischen Momente, und Elisabeth handelt manchmal unsympathisch - so wie Menschen eben sind. Das zieht sich leider nicht auch in die erfundenen Figuren hinein. Auch in "Ein Paradies, gebaut auf Sand" gibt es wieder wie im ersten Band eine Parallelhandlung mit der Schreinerfamilie Gutmann, die sich im Laufe der Handlung aufspaltet, so dass man verschiedene Orte und Situationen miterlebt. Das fand ich größtenteils gut gelungen diesmal, gerade in den Kriegsszenen machte das die Auswirkungen der Handlungen der fürstlichen Figuren auf das Leben der "kleinen Leute" sehr berührend und erschreckend deutlich. Allerdings gibt es da auch einige Figuren, die nur dazu da sind, den liebenswerten Protagonisten das Leben schwer zu machen, und die einfach komplett böse sind. Und wenn dann noch die Platitüde dazu kommt, dass sie unsauber und hässlich sind, dann stört mich das schon ein bisschen. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt. Vielleicht hätte an mancher Stelle ein bisschen Straffung und Kürzung gut getan, aber ansonsten war es wieder mal ein wunderbarer Roman mit viel Geschichte, aber auch der eindrücklichen Botschaft, dass an einem Krieg nichts Heldenhaftes oder Großartiges ist, sondern er nur Zerstörung und oftmals nicht einmal das Erreichen der Kriegsziele für die wenigen, die ihn auslösen, mit sich bringt. Auch dieser Teil ist wie der erste ein Roman, den ich jedem empfehlen möchte, der bereit ist, sich darauf einzulassen, wirklich viel an Information zu bekommen trotz aller Erzählung und Nähe zu den Figuren, und der sich für Geschichte interessiert und nicht nur eine Liebesgeschichte vor historischer Kulisse lesen will. Es fordert mehr vom Leser als die üblichen Geschichten des Genres, aber trocken oder langweilig wird es dabei nie.

    Mehr
    • 2
    Floh

    Floh

    21. July 2014 um 05:29
  • Ein Paradies, gebaut auf Sand

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    lesemaus

    lesemaus

    09. July 2014 um 12:23

    Im Mittelpunkt des historischen Romans steht das Schloss Rochlitz und seine Bewohnerin Herzogin Elisabeth. Wir sind in dem Zeitraum der Reformation in Sachsen, Hessen und Thüringen unterwegs. Elisabeth hat ihren Ehemann verloren und das Schloss Rochlitz als Witwensitz erhalten. Sie ist Protestantin und gehört dem Schmalkaldischen Bund an, da ihr Bruder Hauptmann des Bundes ist und ihre Hilfe braucht. Ihr Bruder, Philipp, geht eine zweite Ehe ein, da seine Interpretation des Alten Testament eine Zweitehe von Gott nicht verboten ist, da ein Mann mehrere Frauen im Alten Testament ehelicht. Damit macht er sich Feinde und schwächt gleichzeitig den neuen Glauben. Bei einer Bigamie wird die Todesstrafe vollzogen, aber Philipp kann den Kaiser umstimmen. Der Kaiser schränkt die Macht von Philipp in Politik und Militär ein, kann aber auf Abruf seine Armee verlangen. So entwickelt sich ein Geschichtsverlauf, der auf Grund der schwankenden Machtverhältnisse in Deutschland zu einem Krieg führt und den Hass zwischen den beiden Religionen noch mehr schürt. Die Sprache ist einfach, sehr bildhaft und lässt fließend lesend. Die Autorin bleibt nicht nur bei Elisabeth und Philipp sondern geht auch zur zweiten Ehefrau, Margarete, zu dem einfachen Volk und zu verbündenden Partner von Moritz, später der Kurfürst von Sachsen. Man bekommt so einen wunderbaren und detaillierten Einblick in dieses Zeitalter und in die Umstände, in denen die Menschen lebten. Man musste selber frieren, wenn sie froren. Aus meiner Sicht hätten diese Abschnitte ruhig länger sein können, da dieses das wirkliche Leben beschreiben. Die späteren Ausführungen im Roman, besonders als es um die Intrigen und Krieg gingen, haben mich gehemmt im Lesen, da ich lieber die Lebensgeschichten der anderen gelesen hätte. Im Ganzen ist der Roman sehr gut gelungen. Ich musste feststellen, dass ich viel dazu gelernt habe, denn ich komme aus Sachsen und kenne das Schloss, habe aber nichts groß gewusst, wie der Geschichtsverlauf in Sachsen ist. Für mich war der Roman eine Bereicherung. Sowie bei einem Besuch in Dresden und Rochlitz noch genauer hinzuschauen.

    Mehr
  • Komplex und blutig und beinahe genial!

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    wandablue

    wandablue

    Komplex und blutig und beinahe genial! Von 1537 bis 1557, immer entlang an den Lebensdaten der Herzogin Elisabeth zu Sachsen, und im kurzen Epilog einen Ausblick bis zum Ausbruch des Dreissigjährigen Krieges gewährend, spannt sich der zweite Band von Anja Zimmers „Ein Paradies auf Sand gebaut“, einem historischen Roman, der sich mit der Geschichte Deutschlands beschäftigt, das im 16. Jahrhundert noch die Geschichte einzelner deutscher Fürstentümer und des Kaisers Karl V. als oberster weltlicher Autorität gewesen ist. Es war die Zeit der Reformation und der Kampf um den neu aufgekommenen Protestantimus, der die Verkündigung des Evangeliums in deutscher Sprache statt in Latein durchsetzte, tobte. In den schmalkaldischen Kriegen wurde der Protestantismus verteidigt, jedoch zurückgedrängt durch Kaiser Karl V., der sich durch den „Neuen Glauben“ in seinen Rechten bedroht fühlte. So schlug er mit voller Härte zu, sobald seine Kriegsführung gegen seinen Lieblingsgegner Frankreich und gegen das Türkenland dies zuließ, und trieb, so viel er konnte, durch Intrigen einen Keil zwischen die Verbündeten des Schmalkaldischen Bundes. Hässliche Kriege, zahlreiche Schlachten, überzogen in Folge die deutschen Lande und besonders das Volk wurde ohne Rücksichten von den jeweiligen durchziehenden Heeren entweder der einen oder der anderen Seite ausgeraubt, geplündert, geschunden, gefoltert, vergewaltigt, getötet. Die persönliche Lebensführung der herrschenden Klasse trägt nicht gerade zum Friedenserhalt bei, ja erschwert ihn oft gerade zu oder macht ihn unmöglich. Herzog Phillip von Hessen, der Bruder Elisabeths, ist durch seine Doppelehe so angreifbar geworden, dass er in den kaiserlichen Bann getan werden darf, und wie er und der Kurfürst von Hessen in Kriegsgefangenschaft geraten und wie sein Schwiegersohn Herzog Moritz von Sachsen, selbst nach der Kurfürstenwürde strebend, zwischen die Fronten gerät, und wie Elisabeth sich aufreibt in der Liebe zu diesen beiden Männern, dies alles und noch viel mehr, erzählt Anja Zimmer aus der spannenden deutschen Geschichte des 16. Jahrhunderts. Es ist Geschichte, die sich liest wie ein Thriller, wie eine herzzerreissende Romanze und wie die Reportage einer endlosen Schlacht, in der die Kriegspausen immer kürzer werden. Am Ende des Bandes sind nach all dem Gemetzel auch die Protagonisten, dem Lauf der Welt gemäss, endlich dahin gegangen. Auch der blutrünstige und unerbittliche Kaiser Karl V. wird bald sterben, aber die Geschichte Deutschlands und der Welt wird blutig bleiben. Anja Zimmer ist es gelungen, komplexe Sachverhalte verständlich und spannend in ansprechender Sprache an die Leserschaft zu bringen. Die grossen Zusammenhänge werden eingebettet in Einzelschicksale ohne dass der rote Faden der Weltgeschichte losgelassen wird. Besser machen ... könnte man das Pesonenregister, hier sollte man die Handelnden ihren Allianzen gemäss zusammenstellen; und es dürfte ausführlicher sein. Die gelegentlichen, stimmungserzeugenden Beschreibungen von Land und Natur wurden beinahe ausschliesslich an die Person Elisabeths gebunden und ähnelten sich untereinander stark. Das Ende hätte ich mir gebündelter im Stil des Epilogs verarbeitet gewünscht. Diese Details haben den grossen Wurf indess nicht ernsthaft in Frage gestellt. Fazit: Ein lehrreicher und empfehlenswerter Ausflug in die Geschichte des 16. Jahrhunderts, ergibt 4,5 Sterne, die ich gerne aufrunde.

    Mehr
    • 2
  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

    Mehr
    • 368
  • Das Leben der Elisabeth von Sachsen - klasse erzählt

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    mabuerele

    mabuerele

    29. June 2014 um 20:27

    „…Die Jungs spielen einfach zu gern Krieg…“  Es handelt sich um den zweiten Band über das Leben der Herzogin Elisabeth von Sachsen. Man schreibt das Jahr 1537. Landgraf Philipp von Hessen erwartet seinen Schwiegervater Herzog Georg von Sachsen. Er weiß um die Konflikte von Georg mit Elisabeth, die jetzt auf ihrem Witwensitz in Rochlitz wohnt. Elisabeth möchte in Rochlitz die Reformation durchsetzen. Die Autorin spannt in ihrem beeindruckenden historischen Roman einen weiten Bogen. Sie erzählt nicht nur das Leben von Herzogin Elisabeth von Sachsen, sondern auch die Geschichte des Schmalkaldischen Krieges. Gleichzeitig erlebe ich dabei ein Stück sächsischer Geschichte, beginnend mit Herzog Georg von Sachsen bis zum Tode von Kurfürst Moritz von Sachsen. Die Protagonisten werden eingebettet in den historischen Kontext. Das gilt nicht nur für diejenigen, die wirklich gelebt haben. Das Leben am Hof wird genauso ausführlich geschildert, wie die alltägliche Arbeit der Handwerker. Es ist die Zeit der Reformation. Befürworter und Gegner formieren sich. Philipp von Hessen trifft eine Entscheidung, die den Gegner der Reformation und dem Kaiser in die Hände spielt. Krieg überzieht das Land. Bis zur Selbstaufgabe  versucht Elisabeth durch ihre Briefe, die Kampfparteien zum Frieden zu bewegen. Die Grausamkeit des Krieges wird im Roman auf überzeugende und bewegende Weise verdeutlicht. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke. Menschen werden bewusst und unbewusst zerbrochen. Die Angst ist gegenwärtig, und sie macht keinen Unterschied zwischen dem kleinen Mann und dem Adel. Es geht nicht um Religion, sondern nur um Macht und Einfluss. Verrat und  Intrige sorgen dafür, dass oft die Seiten gewechselt werden. Verwandte stehen sich auf dem Schlachtfeld unversöhnlich gegenüber. Die Frauen müssen ohnmächtig zusehen. Hunger und Not prägen das Land. Mit einem geschickten Kunstgriff gelingt es der Autorin, einige harte Wahrheiten aussprechen zu lassen. Die Möglichkeit hat die Närrin von Elisabeth, von der auch obiges Zitat stammt. Es sind einige der wenigen Stellen,  wo  ansatzweise ein gewisser Humor durchblitzt. Sonst gibt esbei dem ernsten Thema nichts zu lachen. Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Schriftstil passt sich den historischen Gegebenheiten an. Die Autorin beherrscht den Umgang mit Metaphern und hat im Buch viele kleine Feinheiten eingearbeitet, um die Sinnlosigkeit von Krieg und Kampf bildhaft zu veranschaulichen. Die Verwendung von Originaldokumenten, deren Quellen als Fußnoten angeben wird,  gibt dem Roman seine besondere Authentizität. Einige Schwarz-Weiß-Bilder veranschaulichen die Handlungsorte. Ein Personenregister und eine Bibliographie ergänzen das Buch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat einer starken Frau ein Denkmal gesetzt, die ihren Beitrag zum Erfolg der Reformation geleistet hat und sich dabei nicht nur gegen Intrigen und Verleumdungen wehren musste.

    Mehr
  • Geschichtsunterricht, der auf keinen Fall langweilig ist....

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Gudrun67

    Gudrun67

    http://sirga-s-allerlei.webnode.com/bucher/ein-paradies-gebaut-auf-sand-von-anja-zimmer/

    • 3
  • Geschichtsunterricht mit Spannung und Witz verbunden....Genial gemacht

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Gudrun67

    Gudrun67

    25. June 2014 um 11:41

    Das Leben der Herzogin Elisabeth zu Sachsen, Band 2 Dieses Buch ist zwar der 2. Band, ich habe jedoch den 1. Band nicht gelesen und konnte, nachdem ich leichte Anfangsschwierigkeiten überwunden habe, ohne Probleme folgen, denn das Buch ist in sich abgeschlossen. Bin geschichtlich nicht so bewandert und musste mich anfangs erst wegen der vielen Namen, Verwandtschaftsverhältnisse etc. orientieren, indem ich einige Passagen wiederholt und rückgeblättert habe, nach dem Einlesen....kein Problem mehr. Anja Zimmer schafft es, reale Geschichte und Fiktion interessant und teilweise humorvoll zu verknüpfen. Die Hintergründe rund um Herzogin Elisabeth zu Sachsen, Luther, den Schmalkaldischen Bund....sind für mich Geschichtsunterricht mit Spannung und Witz verbunden....Genial gemacht.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Ein Paradies, gebaut auf Sand" von Anja Zimmer

    Ein Paradies, gebaut auf Sand
    Frauenzimmer_Verlag

    Frauenzimmer_Verlag

    Liebe Lovelybooker und Lovelybookerinnen,  hiermit starte ich meine erste Buchverlosung. "Ein Paradies, gebaut auf Sand" ist der zweite Teil meiner Elisabeth-Biographie, die am 30. April geliefert wurde - pünktlich zur Ausstellungseröffnung am 1. Mai auf Schloss Rochlitz, das auf dem Cover zu sehen ist.  Wer mit dem 2. Band einsteigen möchte, wird der Handlung ohne weiteres folgen können, da jeder Band in sich abgeschlossen ist.  Was ich in dieser Roman-Biographie beschreibe, ist tatsächlich passiert und beruht auf Tatsachen, die ich sehr gewissenhaft recherchiert habe. Aus dieser Zeit ist sehr viel Material erhalten und es wurde auch schon sehr viel Forschungsarbeit geleistet, auf die ich bei meinen Recherchen zurückgreifen konnte.  Neben der historischen Korrektheit ist mir aber auch wichtig, dass man Spaß und Spannung beim Lesen hat, was bei den dramatischen Geschehnissen dieser Zeit recht leicht ist. Ich sag nur: Vergessen Sie Dallas und Denver! Nun zu der Frage: In welchem politischen/ militärischen Bündnis war Elisabeth Mitglied? Weitere Infos, Leseproben, Bilder der Schauplätze und der Lesereise durch Sachsen findet Ihr auf www.Frauenzimmer-Verlag.de Hier ist der Klappentext:  Sachsen, 1537: Nach langen Jahren der Intrigen und Anfeindungen am Dresdner Hof kann Herzogin Elisabeth auf ihrem Witwensitz herrschen wie eine Königin. Schloss Rochlitz, das auf einem Felsen ruht, erscheint ihr wie das Paradies, weil sie endlich ihren protestantischen Glauben leben darf.  Dass Herzog Georg, ihr Schwiegervater und Fürst, sie deshalb mit der Inquisition bedroht, erschreckt die Herzogin kaum, denn sie steht unter dem Schutz ihres Bruders, Landgraf Philipps von Hessen, einem Hauptmann des mächtigen Schmalkaldischen Bundes.  Doch Philipp setzt alles aufs Spiel, was er und seine Bündnispartner geschaffen haben:  Neben seiner Ehefrau, für die er nur Abneigung empfindet, nimmt er heimlich die junge Margarete von der Saale zu seiner Zweitfrau. Als dies wie ein Lauffeuer durch das deutsche Reich geht, hat der katholische Kaiser Karl V. ihn in der Hand, da auf Bigamie die Todesstrafe steht. Der Kaiser lässt sich gnädig stimmen, doch Philipp bezahlt einen hohen Preis. Er wird politisch und militärisch kalt gestellt, und nun sieht der Kaiser die Zeit gekommen, die deutsche Reformation durch einen Krieg zu vernichten.  Elisabeth riskiert ihre Freiheit und ihr Leben, indem sie den Schmalkaldischen Bund mit geheimen Informationen versorgt. Verzweifelt muss sie zusehen, wie der Krieg auch auf Rochlitz zurollt...

    Mehr
    • 59