Anka Muhlstein Die Gefahren der Ehe

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Inhaltsangabe zu „Die Gefahren der Ehe“ von Anka Muhlstein

Die fesselnde Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen, wie sie gegensätzlicher nicht sein können – Anka Muhlstein erzählt in ihrem spannenden Bestseller das Leben der Königinnen Elisabeth I. und Maria Stuart, erzählt von ihrer Suche nach Anerkennung und Liebe und von ihrem Kampf um die Macht in Europa am Beginn der Neuzeit. Sie sind Cousinen, und beide sind mit demselben Problem konfrontiert: sich zu verheiraten und ihrem Land – England bzw. Schottland – einen Erben zu hinterlassen. Elisabeth, die Frau der politischen Macht, ordnet sich keinem Mann unter, Maria Stuart geht drei Ehen ein. Ihr Leben im 16. Jahrhundert wird zu einem düsteren Kapitel der Weltgeschichte, bestimmt von Liebe, Haß und Intrigen.

Stimmt. Arbutus hat recht. Tolles Buch. Toll zu lesen.

— wandablue
wandablue

Wer wirklich etwas über Elisabeth I. erfahren will, der sollte dieses Buch lesen.

— Arbutus
Arbutus

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Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

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  • Ambitionen: Entweder hat man Köpfchen oder man verliert es.

    Die Gefahren der Ehe
    wandablue

    wandablue

    Entweder hat man Köpfchen oder man verliert es. Im Rahmen der Biografie-Challenge 2015 „Durch die Jahrhunderte“ widme ich mich bezüglich des 16. Jahrhunderts England, wo die Erbfolge bwz. Regentschaft nach dem Tod des heiratswütigen Heinrich VIII, nach einigen Wirren, schliesslich auf Elisabeth I (1533-1603) überging und über 40 Jahre lang in deren Händen ruhte. Na ja ruhte ..., es gab genug Bestrebungen Elisabeth aus dem Weg zu räumen, es brauchte eine Menge Diplomatie und Energie, um sich gegen die Tätlichkeiten anderer Königreiche allen voran Spanien und Frankreich zur Wehr zu setzen, z.B. um sich die dreiste spanische Armada vom Hals zu schaffen. Am bekanntesten ist die begehrliche Hand Maria Stuarts, die ihr törichtes Streben nach dem englischen Thron mit dem Leben bezahlen musste, nachdem sie sich auf der Flucht vor den eigenen schottischen Untertanen unter den Schutz und auf das Terrain Elisabeths I begeben hatte, die sie damit in eine äusserst prekäre politische Lage brachte. Denn Königin Elisabeth hielt zwar das Gottesgnadentum der Regentschaften für unumstößlich, und doch war schon die blosse Anwesenheit der schottischen Königin ein Affront und eine ständige Gefahrenquelle für ihr Leben, weil sich die unzufriedenen katholischen Adeligen im Norden wie auch die Katholiken im Ausland nur all zu gerne der Schottin bedient hätten, um die protestantische Majestät Englands zu stürzen, wobei man auch vor Mord nicht zurückschreckte. „Was gibt es Nützlicheres für eine Opposition", schreibt die Autorin, "als ein unmittelbar verfügbarer Ersatzherrscher?“ Maria, in ihrer bodenlosen Dummheit und Borniertheit dagegen, erkannte den Ernst ihrer Lage nicht annähernd und führte einen regen, kompromittierenden und umstürzlerischen Briefwechsel mit Elisabeths Feinden. Anka Muhlheim schreibt über Maria Stuart weiter: „Während ihrer ganzen Gefangenschaft hatte Maria Stuart einen verhängnisvollen Mangel an Wirklichkeitssinn bewiesen. Ihre Weigerung, zugunsten ihres Sohnes [Jakob I.] abzudanken oder wenigstens auf alle zwecklosen Komplotte zu verzichten – denn diese hatten ja dazu geführt, dass sie dem Herzog von Norfolk und sehr vielen jungen Anhängern den Tod brachte -, sollten sie schließlich in den Untergang reißen.“ Die Autorin spricht Maria Stuart weitgehend die Fähigkeit politischen Denkens und Handelns ab und ist bestrebt, ihr den Nimbus der unschuldigen Märtyrerin zu nehmen. Anka Muhlstein versteht es sowie so, den Leser ohne großartige Umwege in das Herz des Geschehens und der besonderen Problematik des 16. Jahrhunderts zu führen. Sie leuchtet die großen Linien aus, aber es fallen auch manche interessanten Details ab, z.B. dass man Hygiene einfach dadurch hielt, dass man das Schloss wechselte, wenn der Gestank unerträglich wurde - oder dass auch die für eine Regentin wenig blutrünstige Königin Elisabeth der Meinungsfreiheit der „Journaille“ durch Abschlagen der rechten Hand strikte Grenzen setzte, wenn ihr deren Bekundungen gerade unliebsam waren. Der Charakter Elisabeths kann nicht in vollem Umfang klar werden, da sie selbst nichts verlauten hat lassen von ihren wahren Gedanken und man sich deshalb auf das verlassen muss, was die nackten historischen Fakten und die Zeitzeugenberichte hergeben. So erscheint die Person Elisabeths im Persönlichen widersprüchlich. Fest steht, dass sie eine sportliche und eine sehr gebildete Frau war, die die Sprachen ihrer Zeit fliessend sprach, Latein, Griechisch, Französisch, Spanisch, Italienisch; einen analytisch geschulten Verstand hatte und schnell aus Erfahrungen lernte. Ihre privaten Interessen, sprich ihr weibliches Herz, hinderten sie niemals daran, knallharte, wohlüberlegte politische Entscheidungen zu treffen. Insofern war sie ein krasser Gegensatz zur Königin von Schottland, deren häufig törichtes Handeln sich durch Spontaneität und Impulsivität auszeichnete. Sprachlich ist Anka Muhlsteins Roman gewandt und lehnt sich ein wenig an den Sprachgebrauch der alten Zeiten an und ist gleichzeitig doch frisch genug, um nicht eine Spur von Langeweile aufkommen zu lassen. Fazit: Die Doppelbiografie „Die Gefahren der Ehe. Elisabeth von England und Maria Stuart“ ist rundum empfehlenswert. Kategorie: Biografie Verlag: Insel Verlag, 2005/2009

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    • 9
  • Kurz ist schön und gut, aber manchmal ist mehr doch etwas schöner!

    Elisabeth I.
    Insider2199

    Insider2199

    Kurz ist schön und gut, aber manchmal ist mehr doch etwas schöner! Alles Wissenswerte, das ein interessierter Leser über die 45 Jahre währende Regierungszeit und das fast 70.-jährige Leben der englischen Königin im 16. Jhd. wissen möchte, ist in diesem kleinen, informativen Büchlein in kompakter Form zusammengefasst. Aufgelockert wird die Biografie mit Abbildungen von Gemälden der Königin und der Menschen, die sie umgaben sowie viele Briefauszüge, die dem Leser den menschlichen Aspekt dieser charismatischen Frau näher bringen. Natürlich ist am Ende des Buches auch eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen angehängt sowie Quellenverzeichnis, Bibliografie, Namensregister und sogar „Zeugnisse“, also Zitate über Elisabeth. Besonders gut finde ich das letzte Kapitel „Elisabeth und das Elisabethanische Zeitalter“, das eine abschließende Zusammenfassung der Regentin und des Menschen Elisabeth gibt. Der Autor, geb. 1902 in Oberhausen, gest. 1994, hat Geschichte, Germanistik und Rechtswissenschaft studiert, war dann Redakteur und Literarischer Leiter diverser Verlage, von 1954-1973 z.B. Cheflektor des Eugen Diederichs Verlags.Das Buch schließt mit dem schönen Epitaph (Grabinschrift) von G.M. Trevelyan: „Diese großartige Frau war 45 Jahre lang ihr eigener Ministerpräsident in Krieg und Frieden, und dies in einer Zeit voll Gefahren für den Staat und für ihr eigenes Leben. Dabei war sie Stimmungen, Launen und Nervenkrisen unterworfen, die sie zwar erschütterten, aber niemals aus der Bahn warfen. Ihr Herz war vielleicht kalt, aber es war stark und fest wie Eichenholz.“ Fazit: Eine kurze, informativ und gut geschriebene Biografie! Als kleine Ergänzung habe ich mir noch die beiden sehr guten und empfehlenswerten Spielfilme „Elizabeth“ (1998) und „Elizabeth – The Golden Age (2007)“ von Regisseur Shekhar Kapur mit Cate Blanchett in der Hauptrolle wieder angesehen. Für beide Rollen wurde die schöne Australierin für einen Oscar nominiert, ging aber leider leer aus. Natürlich wurden aus Gründen der Dramaturgie einige Details verändert, nichtsdestotrotz haben mich die Filme emotional mehr angesprochen und mir den Menschen Elisabeth näher gebracht als das Buch und daher ziehe ich einen Stern ab. Kurz ist schön und gut, aber manchmal ist mehr doch etwas schöner! :-)

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    • 7
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Königinnen

    Die Gefahren der Ehe
    Sabine Buxbaum

    Sabine Buxbaum

    28. September 2013 um 17:24

    Eine spannende und objektive Darstellung vom Leben zweier Frauen und ihrer Beziehungen zu Männern. Während die eine die geborene Politikerin darstellt, die den Kopf über das Herz herrschen lässt, gibt die andere dem Herz und der Leidenschaft den Vorzug. Beide agieren sie raffiniert, um ihren Willen durchzusetzen, aber in einem erbitterten Machtkampf unterliegt dann das Herz der einen dem Verstand der anderen.

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