Anke Gebert Die Summe der Stunden

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Summe der Stunden“ von Anke Gebert

Unter den Linden in Berlin, in einer Suite im berühmten Hotel Adlon, verbringen Karl und Ursula Silvester. Hier sind sie sich in ihrer Kindheit zum ersten Mal begegnet. Später haben sie sich ineinander verliebt, Karl, der Page, und Ursula, die Tochter einer Opernsängerin, die hier logierte. Doch sie bleiben über Jahrzehnte getrennt, erst durch den Krieg, dann durch den Mauerbau. Ende 1989 fängt auch für sie ein neues Leben an, mit einer alten Liebe.<br><br><br> Originalausgabe

Stöbern in Romane

In einem anderen Licht

Ein sehr mitreißender Roman abends mit Tee und Kerzen

Anja_Si

Der Junge auf dem Berg

Eine Geschichte, die wach rüttelt und wieder und wieder an das appelliert, was wichtig ist. Wer bestimmt deine Gedanken?

Maren_Zurek

Palast der Finsternis

Zu viel, was man schon gelesen hat.

momkki

Zartbitter ist das Glück

Tiefgründig, exotisch und emotionsgeladene Geschichte von fünf Freundinnen die ihren lebensabend gemeinsam auf den Fidschis erleben möchten

isabellepf

Der Vater, der vom Himmel fiel

Britischer und schwarzer Humor bis hin zu brüllender Komik

Hennie

Liebe zwischen den Zeilen

Eine liebevolle Geschichte, wie Bücher unterschiedlichste Menschen verbinden und ihre Leben verändern können.

MotteEnna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Summe der Stunden" von Anke Gebert

    Die Summe der Stunden
    Matthias Brömmelhaus

    Matthias Brömmelhaus

    04. November 2009 um 11:53

    Zwanzig Jahre Mauerfall - so langsam will ich nichts mehr davon wissen. Information Overkill. Genug ist genug. Ich will Schabowski nicht mehr im Fernsehen sehen und keine freudetrunkenen Westberliner, die auf Trabis einschlagen. Mir reicht es mit der großen Geschichte. Vielleicht hat mir Anke Geberts jüngst erschienener Roman „Die Summe der Stunden“ deshalb so gut gefallen. Endlich eine „kleine“ Geschichte, die Biografie zweier Menschen, ihrer Stadt und „ihres“ Hotels. Die Protagonisten, Ursula, Tochter einer berühmten Opernsängerin, und Karl, Sohn eines Pagen, wollen Weihnachten und Silvester im Hotel Adlon in Berlin verbringen, wo sie sich ca. 70 Jahre zuvor kennen und lieben gelernt haben. In Gedanken und Gesprächen durchleben sie ihr ganzes Leben noch einmal. Ein Leben, in dem die große Geschichte dem kleinen, privaten Glück im Wege stand. Wie die zwei Königskinder konnten sie nie zueinander finden. Zuerst riss sie der Krieg auseinander. Als sie sich endlich wiederfanden, schaffte es Ursula nicht, ihre Mutter zu verlassen, die vor ihrer nachlassende Sangeskunst und Popularität in den Alkohol flüchtete. Als sie schließlich bereit war, zu Karl in den Westen zu gehen, wird die Mauer gebaut und trennt sie abermals für 28 lange Jahre. Erst nach dem Mauerfall treffen sie sich wieder und beginnen ein gemeinsames Leben. Noch bleiben ihnen 18 glückliche Jahre. So sehr Ursulas und Karls Leben die Geschichte Berlins und ihres berühmtesten Hotels spiegelt, die besondere Stärke des Romans liegt in der Fokussierung auf die Liebesgeschichte zweier Menschen. Dabei erzählt Anke Gebert leise und ohne jedes Pathos. So gelingt es ihr, den unzähligen „Klischeefallen“ auszuweichen, die in der Handlung zur Genüge lauern. So folgt man als Leser mit großem Genuss der ohne kitschige Sentimentalität erzählten Liebe dieser beiden Menschen zueinander, zu ihrer Stadt und zu ihrem Hotel. Nur dort, wo die große Historie gestreift wird, scheinen die Bilder manchmal etwas abgenutzt. Musste der Mauerbau unbedingt mit dem über den Stacheldraht springenden Volkspolizisten illustriert werden, dessen Foto jeder schon hundertfach gesehen hat? Dem Lesevergnügen tut diese aber weniger Abbruch als die Tatsache, dass es bereits nach 187 Seiten beendet ist. Von Ursula und Karl hätte man gerne mehr gelesen.

    Mehr