Anke Gröner

 4 Sterne bei 23 Bewertungen
Anke Gröner

Lebenslauf von Anke Gröner

Anke Gröner, geboren 1969, hat Anglistik und Geschichte studiert und anschließend als Texterin in diversen Werbeagenturen gearbeitet. Seit 2008 ist sie als freie Texterin tätig und lebt in Hamburg. Sie gehört zu den bekanntesten deutschen Bloggerinnen.

Alle Bücher von Anke Gröner

Anke GrönerNudeldicke Deern
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Nudeldicke Deern
Nudeldicke Deern
 (22)
Erschienen am 16.09.2011
Anke GrönerNudeldicke Deern: Free your mind and your fat ass will follow
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Nudeldicke Deern: Free your mind and your fat ass will follow

Neue Rezensionen zu Anke Gröner

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Rezension zu "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner

Free your mind
capkirkivor 5 Jahren

Dieses wirklich gelungen Buch hat den Untertitel: “Free your mind and your fat ass will follow” – passt perfekt! Auf dem Klappentext kann man lesen: “Dieses Buch ist kein Diätbuch. Ganz im Gegenteil. Dieses Buch sagt dir: Schmeiß alle Diätbücher weg, die du hast. (Ich weiß, dass du welche hast.) Vergiss das Kalorienzählen, das schlechte Gewissen und fang wieder an, einfach zu essen.” Klingt sympathisch und ist es auch.

Ich bin ja auch jemand, der wirklich gern isst, ein Genussmensch durch und durch. Das beschert mir natürlich das ein oder andere zusätzliche Kilo oder auch mal mehr. Dann kommt wieder eine Phase, da will man das nicht mehr und nimmt ab, einige Zeit später futtert man dann wieder und schon geht das Ganze von vorne los… Daher war ich neugierig, was Anke Gröner so zu schreiben hat und ich muss sagen, sie hat den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen. Sie berichtet über das verrückte Frauenbild, das unser Leben bestimmt, über Selbstzweifel, Vorwürfe, den Verzicht und Verbote und den Frust, der daraus entsteht. Irgendwann machte es in ihrem Leben dann aber “Klick” und Anke hörte auf, sich nach der Gesellschaft zu richten, sondern hörte nur noch auf sich und ihren Körper. Sie begann, wirklich zu kochen, mit frischen Zutaten und viel Spaß an der Sache und irgendwann purzelten die Pfunde von allein, ganz ohne Druck.

Ihre Einstellung entspricht der meinigen, Schönheitsideal links liegen lassen und in sich selbst reinhören, sich so annehmen, wie man ist und sich den Spaß am Leben und auch am Essen nicht verderben lassen.

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Rezension zu "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner

Rezension zu "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner
Mirkavor 6 Jahren

In “Nudeldicke Deern” rechnet Anke Gröner ab – mit sich selbst, mit der Lebensmittel- und Diätindustrie, mit einer Gesellschaft, die Schönheitsideale reproduziert, die den Vergleich mit einem sich immer enger zusammenschnürenden Korsett nahelegt. Sie schreibt von ihren Essgewohnheiten, davon, wie sie immer wieder abgenommen hat, um kurz darauf das gleiche Gewicht wieder zuzunehmen, darüber, wie sie sich trotz “Normalgewichts” bereits als Teenager fett und hässlich gefühlt hat, Komplimente nicht annehmen konnte, wie sie jahrelang heimlich gegessen hat, um von Außenstehenden nicht als “undisziplinierte, fressende Dicke” zu gelten. Und vor allem berichtet sie davon, wie unglücklich sie war, wie wenig Essen noch Genuss war, sondern Sünde. Geändert hat sich all das erst, als sie eine Bekannte einlud, die als Ernährungsberaterin arbeitete und Gröner und ihrem Partner gutes Essen zeigte, ihnen dabei half, gerne zu Essen und mit einer neuen Wertschätzung. Für Gröner begann eine Reise, eine Reise, auf der sie sich immer noch befindet: Auf der zur Selbstannahme.

“Ich bin okay, ich mag mich”, diesen Gedanken sollten wir uns alle zum Ziel setzen, auch wenn es schwer fällt. Weil da ein bisschen zu viel Speck sitzt oder die Nase zu groß ist. Wir müssen lernen, auf unsere Körper zu hören, Vorurteile überwinden (Statistiken über die verfettende Gesellschaft sind vor allem der Pharmaindustrie dienlich, die jährlich milliarden mit Diätprodukten umsetzt – alleine in Deutschland!) und vor allem, sollten wir aufhören, Vorurteile selbst – bewusst oder unbewusst – zu reproduzieren. Früher, so Gröner, habe sie, beim Betreten eines Raumes immer Ausschau nach einer Person gehalten, die dicker als sie sei, um sich selbst aufwerten zu können, ein Verhalten, von dem niemand etwas habe. Besonders schön fand ich auch, wie Gröner darauf aufmerksam machte, dass wir in einer Zeit leben, in der alle nahezu krankhaft darauf aus sind, individuell zu sein – solange, bis es zum Gewicht käme, da müssen plötzlich alle gleich sein.

Zwei Dinge sind mir klar geworden. Zum einen, dass ich selbst bei mehreren Gelegenheiten diskriminierendes Verhalten an den Tag gelegt habe, dass Vorurteile, mit denen man aufwächst, sich so tief im Unterbewusstsein verankern, dass man entweder gar nicht oder erst sehr spät beginnt, sie zu reflektieren oder zu hinterfragen. Zum anderen, dass all die “Komplimente”, die ich im vergangenen Jahr erhielt, weil ich einige Kilo (ungewollt oder zumindest unbeabsichtigt, durch meine Ernährungsumstellung und, ähnlich wie Gröner, einer neuen Wertschätzung von Essen und Nahrungsmitteln geschuldet) abgenommen hatte. Von “Wow, echt krass, wie viel du abgenommen hast, das steht dir richtig gut!” bis hin zu “Wie hast du das denn gemacht? Ich will auch abnehmen?” - eine Aussage, die besonders von in meinen Augen dünnen bis sehr dünnen Menschen getroffen wurde. Indirekt implizieren mir alle Bemerkungen, mit denen ich konfrontiert worden bin: Mit knapp 68, 69 Kilo auf 1,76 Metern wurde ich als “irgendwie pummelig” wahrgenommen – etwas, das so absurd ist, dass man mit dem Kopf gegen die Wand laufen möchte. Auch die Spekulation, ich hätte für einen Typen abgenommen, stand im Raum – etwas, das mir zeigt, wie wenig mich die Leute kennen, die mir zu meinem Abnehmen “gratuliert” haben. “Du bist, was du wiegst – Hauptsache es ist nicht viel”, das müssen wir überwinden – und das schaffen wir nur gemeinsam und, leider, auch nicht von heute auf morgen.

Praktisch: “Nudeldicke Deern” ist im Februar als Taschenbuch erschienen, sodass ich es problemlos allen tollen Menschen schenken kann, die ein wenig mit sich hadern. Einen Versuch wäre es auch wert, es Menschen unterzujubeln, die einen Berg von Vorurteilen (“Was diese Dicken den Krankenkassen kosten! SCHRECK-LICH!”) mit sich herumschleppen. Danke jedenfalls für dieses tolle, informative und befreiende Buch, Anke!

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Tialdas avatar

Rezension zu "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner

Rezension zu "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner
Tialdavor 6 Jahren

Rezension:

Von Anke Gröners “Nudeldicke Deern: Free your mind and your fat ass will follow” erwartete ich eine unterhaltsame Lektüre über das Leben mit Übergewicht. Was mich erwartete, war letztendlich aber viel mehr und gab mir eine andere Sicht auf meinen Körper und Essen.

Die Autorin betreibt einen viel gelesenen Blog und dies spiegelt sich auch in ihrem Schreibstil wider. Einerseits berichtet sie witzig und selbstironisch von eigenen Erfahrungen, so dass man sich kugeln könnte vor Lachen – schreibt aber im gleichen Absatz derart nachdenklich machende Worte, dass einem sofort ein “Ja… irgendwie hat sie damit vollkommen recht – ich sollte meine Prioritäten überdenken” durch den Kopf schießt.

Anke Gröner erzählt ihre eigene Ess- und damit Körpergewichtsgeschichte und vom jahrelangen Hadern mit ihrem nach gesellschaftlichen Maßstäben zu füllig geratenem Körper. Von Diäten, dem Erfolg am Anfang und der Zunahme, nachdem man wieder wie gewohnt isst. Und vor allem von der Wende in ihrem Leben, nachdem sie Besuch von einem Foodcoach hatte und wie sie dabei lernte bewusst und genussvoll zu essen. Sie hat größtenteils Frieden mit ihrem Körper und dem Dicksein geschlossen, was ich ihr eigentlich auch abnahm, obwohl immer wieder Absätze wirken, als würde sie sich rechtfertigen wollen.

Ich finde “Nudeldicke Deern” im Prinzip richtig gut und nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, war ich erstmal regelrecht euphorisch von wegen “Wuuu… dick sein ist nicht schlimm, ich bin trotzdem toll – nur noch essen was einem schmeckt – yaaay.” Allerdings halte ich das für etwas gefährlich. Ich habe mir danach noch weiter Gedanken gemacht, kann mir aber vorstellen, dass sich viele Dicke an dieses Buch klammern und sich somit einreden, dass alles gut wäre, auch wenn sie 150 Kilo wiegen. So ist das aber leider dann doch nicht!

Wer genau liest, bemerkt, dass Frau Gröner erst so zufrieden ist, seit sie sich mit guten Lebensmitteln ernährt, zu denen viel Gemüse, Obst und andere, ganz bewusst ausgewählte Zutaten gehören. Man sollte sich mit Ernährung beschäftigen, anstatt überhaupt nichts, einseitig oder wahllos zu essen und das gesunde Mittelmaß finden. Diese Botschaft hätte gern noch ein bisschen deutlicher hervorgehoben werden dürfen im Buch – dann hätte ich sogar 5 Sterne vergeben.

Fazit:

Weg von unsinnigen Diäten und hin zu bewusstem Essen ohne Reue. Ein Buch das einen guten Anstoß geben kann seinen Körper auch mit Übergewicht zu mögen. Man sollte aber nicht denken, dass man mit dem Kauf des Buches sein Gehirn an der Kasse lassen kann – wenn man will kann man das Ganze nämlich ordentlich falsch verstehen.

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Gespräche aus der Community

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ankegroeners avatar
Leserunde Hallo zusammen. Ich freue mich darüber, mit euch eine Leserunde zur „Nudeldicken Deern“ durchzuführen. Darum geht's: Ich bin dick. Und das ändert sich auch nicht mehr. Vor einigen Jahren habe ich meine Ernährung umgestellt auf: Ich esse alles, was ich möchte. Ich esse, wenn ich hungrig bin, ich esse nicht, wenn ich nicht hungrig bin. Und: Ich ignoriere alle Ernährungswissenschaften, Diätpläne, Zeitungsartikel, die mir erzählen wollen, wie „richtiges Essen“ denn nun geht. Ich höre nur noch auf mich und meinen Körper. Seit ich esse, was ich möchte, geht es mir körperlich und vor allem seelisch so gut wie noch nie. Ich bin sogar etwas dünner geworden, aber darum geht es gar nicht. (Denn dass ich dadurch abgenommen habe, indem ich esse, was ich will, passt schließlich gar nicht in die ganzen beknackten Diätpläne, die uns verkauft werden.) Ich bin immer noch dick, aber auf einmal ist mir klar, dass das überhaupt nicht schlimm ist, ganz gleich, was mir die Medien eintrichtern wollen. In der „Nudeldicken Deern“ geht es anfangs um meine Geschichte, und dann räume ich großflächig mit den ganzen widerlichen Vorurteilen auf, die dicke Menschen ertragen müssen. Es geht um die Sinnlosigkeit des BMI, Schönheitsideale, denen kaum jemand entsprechen kann, und ich erzähle ein bisschen was darüber, wie ich mich heute ernähre. Interessanterweise sehr gesund, seit ich Salat nicht mehr als etwas ansehe, das ich nur esse, weil es wenig Kalorien hat, sondern als etwas fantastisch Buntes, das verdammt lecker ist. Wer das Buch lesen möchte, kann sich bis Sonntag, 25. September, hier bewerben. Ich freue mich auf euch.
Nik75s avatar
Letzter Beitrag von  Nik75vor 7 Jahren
Hier ist der Link zu meiner Rezension: http://nik75.blogspot.com/2011/11/rezension-zu-nudeldicke-deern-von-anke.html War toll das Buch zu lesen. Wenn mich wieder Zweifel packen, werde ich es wieder hervorholen.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Anke Gröner im Netz:

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 3 Lesern gefolgt

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