Anke Höhl-Kayser Ronar - Drei Ähren

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Inhaltsangabe zu „Ronar - Drei Ähren“ von Anke Höhl-Kayser

Winter liegt über dem Nebelwald. Ronar hat seinen Platz im Volk der Elthen gefunden. Doch es gibt jemanden, dem der Verlauf der Ereignisse nicht gefallen hat und der mächtig genug ist, die Zeit zu verändern. Der Zauber führt die Geschichte zurück zum Anfang: Ronar lebt wieder in seinem Dorf. Er ist wieder der Ziehsohn des Schmieds. Aber ist wirklich alles, wie es war? Was geschieht, wenn man versucht, die Zeit zurückzudrehen? Wird sie sich einen fremden Willen aufzwingen lassen – oder wird sie sich in etwas Furchtbares, Unberechenbares verwandeln? Das Finale der Trilogie stellt Ronar vor seine schwerste Aufgabe. Zurückgeworfen in eine Zeit, die sich mehr und mehr gegen ihn wendet, ohne Zauberkräfte und ohne Erinnerung an sein wahres Ich, muss er seine Fähigkeiten so schnell wie möglich zurückgewinnen – sonst wird er seine Freunde und sich selbst im Nichts verlieren.

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  • Anke Höhl-Kayser - Ronar. Drei Ähren

    Ronar - Drei Ähren
    Marny

    Marny

    24. August 2014 um 15:07

    Ronar hat seinen Platz im Volk der Elthen gefunden und eine besonders innige Beziehung zu seiner kleinen Ziehschwester Mané aufgebaut. Es gibt allerdings jemanden, dem der Verlauf der Ereignisse nicht gefällt und der mächtig genug ist, um die Zeit zurück zu drehen. Bevor die Welt in Schwärze und Vergessen versinkt, schafft es Athanian noch, seiner Tochter drei Ähren in die Hand zu legen, damit sie den Rückweg finden. Die Geschichte beginnt wieder am Anfang und Ronar muss sich an sein wahres Ich erinnern, wenn er nicht alles verlieren will. Kaum habe ich mich über Ronars Selbstbewusstsein und Athanians Stolz auf ihn gefreut, da wird auch schon an der Zeit herumgespielt und wir landen wieder ganz am Anfang. Ronar ist wieder der unsichere Ziehsohn des Schmieds, der wegen seiner Andersartigkeit so manches einstecken muss. Aber vieles ist auch anders, es ist keine Wiederholung der bisherigen Vergangenheit. Es gibt ganz neue Ereignisse – und Figuren, die sich sehr verändert haben und für einige Überraschungen sorgen. Ronar selbst handelt auch anders und beeinflusst dadurch andere Schicksale. Die Karten wurden also völlig neu gemischt und auch die Zeit ist nicht mehr das, was sie einmal war. Aus Athanians alter Freundin ist eine unberechenbare Gegnerin geworden. Manche Veränderungen haben mich fast zum Weinen gebracht, weil liebgewonnene Figuren plötzlich ganz anders waren. Oft war ich aber auch einfach nur verblüfft – und manchmal sogar froh über die neuen Entwicklungen. Dadurch fand ich diese Geschichte auch sehr spannend, denn alles war irgendwie anders und überraschend. Außerdem habe ich mich fast die ganze Zeit um meine Lieblingsfigur gesorgt, da habe ich ja immer ein “glückliches” Händchen. Das Buch hat mich emotional mitgerissen, ich hatte wunderbares Kopfkino und konnte viele intensive Eindrücke mitnehmen. Die poetische Sprache habe ich sehr genossen, sie hat mit dafür gesorgt, dass ich mich beim Lesen so wohl gefühlt habe. Mir haben auch die eingestreuten Weisheiten gefallen, die nie belehrend wirkten sondern einfach ein Teil der Figuren waren und zur Entwicklung der Geschichte passten. Da gab es einige Dinge, die mir wieder bewusst geworden sind. Und eine bestimmte Szene, an die ich denken muss, wenn ich mich mal wieder als zu anders empfinde … Der letzte Teil der Ronar-Trilogie hat mich glücklich und sehr berührt zurück gelassen. Ich habe mich so gefreut, Zeit mit den einzelnen Völkern zu verbringen, denn auch wenn mich mit den Elthen etwas Besonderes verbindet, so finde ich die Rilten und Anen doch nicht weniger reizvoll. Mir gefällt, dass in dieser Geschichte gezeigt wird, wieviel Einfluss die eigenen Entscheidungen haben – nicht nur auf das eigene Leben, sondern auch auf das anderer. Es ist nichts in Stein gemeißelt, sondern alles im Wandel. Und diese Reihe ist auch wieder ein schönes Beispiel dafür, dass man auch aus Fantasygeschichten einiges für das eigene, ganz reale Leben ziehen kann.

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  • Ronar

    Ronar - Drei Ähren
    Peter_Pitsch

    Peter_Pitsch

    06. April 2014 um 13:28

    ... und die Frage „Was wäre wenn?“ Gleich seinen Vorgängern präsentiert sich der abschließende Teil der Ronar-Trilogie mit einem Einband voller Symbolkraft. Die Zeichnerin Noëlle-Magali Wörheide hat die mystische Anziehungskraft des Mondes erneut als zentrales Element ihrer Darstellung gewählt. Ein Himmelsobjekt auf schwarz glänzendem Grund. „In der Nacht erscheinen die Wahrheiten aus den Tiefen unserer Gedanken und treten ins Mondlicht", schreibt die Autorin, Schöpferin des jungen Ronar. Ihr Werk trägt die Züge eines Gleichnisses, eine Allegorie auf unsere oftmals allzu gegenwärtige Welt der Täuschungen und Manipulationen. Und auf die Schrecken der Unterdrückung. Gewiss ist: die kleinste Drehung am Rad des Schicksals ZEITIGT unermessliche Folgen. Die Erforschung dessen, welche tiefenpsychologische Auswirkungen sich aus der Frage „Was wäre wenn?" ergeben, sprengt zwangsläufig den Rahmen konventioneller Erzählweise. Etwa ein „Naturgesetz" der Personifizierung zu unterziehen und dieses in Interaktionen und Dialoge mit den Akteuren selbst einzubinden. Die Zeit, einst Verbündete, nun mächtigste aller Widersacherinnen in einem Spiel, dessen Regeln im Dunkeln verbleiben und in welchem alle Figuren letztlich aus dem Urhebergeist des Geschehens ihr Vertrauen schöpfen. Autorin Anke Höhl-Kayser scheint eine Gratwanderung zwischen zielstrebig ausgerichteter Handlung und intuitiv gesetzten Überraschungsmomenten auszuführen. Einen Balanceakt, der wiederum die Komplexität der durch- und ineinander wirkenden Zusammenhänge eines Daseins, eines Menschenlebens aufzeigt, und nicht nur „das Zerrbild einer kurzfristig unterbrochenen Wirklichkeit". Anhand eines verunsicherten, mitunter gar „verhinderten" Helden, der sich ganz plötzlich (und vorübergehend ohne bewusstes Verständnis für seine eigene Bedeutung), nochmals dort wiederfindet, wo die große Saga einst ihren Anfang nahm. Und auch jene sind nicht weit entfernt – in der ein oder anderen Form –, die den Willen der anderen, insbesondere eines magischen Naturells zu brechen suchen: es sind die Tyrannen. Jähe Zeitsprünge und Täuschungsmanöver führen ebenso wie persönliche Verwicklungen und schicksalhafte Konfrontationen auf Umwegen zu einer wichtigen Erkenntnis. Im Epilog ihrer Trilogie lässt die Autorin Ronar ein lebensbejahendes Resümee ziehen: „Ich bin die Summer der Ereignisse meiner Vergangenheit." Kann es einen trefflicheren Abschluss als diese Auffassung (von Zeit) geben, die doch jeden von uns früher oder später ereilt beziehungsweise ereilen sollte? Wie tröstlich – und irgendwie auch MAGISCH – mutet es an, dereinst das eigene Selbst wahrnehmen zu können mit den Worten: Ich bin eins mit mir, eins mit allem um mich herum. Peter Pitsch

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  • Rezension zu "Ronar - Drei Ähren" von Anke Höhl-Kayser

    Ronar - Drei Ähren
    Kerry

    Kerry

    29. December 2012 um 06:36

    Der mittlerweile 15-jährige Ronar ist endgültig bei den Elthen angekommen. Er hat einen festen Platz in der Gemeinschaft, Athanian steht als sein Ziehvater fest hinter ihm und auch seine leibliche Mutter Parina lebt bei den Elthen und wurde von diesen in der Gemeinschaft aufgenommen. Besser könnte das Leben des ehemaligen Findelkindes gar nicht verlaufen. Doch nicht jeder ist mit der Entwicklung der Geschichte einverstanden. Tarst, ehemaliger Burgvogt des Schwarzen Königs, konnte es nicht verwinden, dass sich Ronar gegen seinen Vater Elaran stellte und so letztlich den Sturz des Schwarzen Königs mitzuverantworten hatte. Tarst jedoch hat eine Aufgabe - seit Jahren war er der Erfüllung derselben nie so nah wie jetzt. Er soll und will die Zeit ändern, sodass Ronar nie sein Erbe erfahren hat und nach wie vor als Findelkind beim Schmied und seiner Familie lebt. Tatsächlich bereitet sich die Schwärze über die Welt, wie wir sie kennen, aus und verschlingt alles. Als Ronar am nächsten Morgen erwacht, ist alles wie immer. Noch immer lebt er bei der Familie des Schmieds, die ihn als Findelkind aufgenommen hat und noch immer ist er der Prügelknabe für alle. Seine Ziehgeschwister machen ihm nach wie vor das Leben nicht leicht und auch die Arbeit in der Schmiede tut ihr übriges. Es könnte jedoch alles schlimmer sein - er könnte ein Elthe sein, was an sich nicht so schlimm ist, zumindest nicht, wenn man im Dienst des Schwarzen Königs steht. Hat man sich gegen ihn gestellt, warten Gefangenschaft und Zwangsarbeit auf einen - nein, Ronar hätte es schlimmer treffen können als bei dem Schmied und seiner Familie. Warum jedoch fühlt er sich verändert, so als würde etwas nicht stimmen? Seit kurzem hat er auch sehr merkwürdige, aber realistische Träume von einem anderen Leben, aber das sind doch nur Träume, oder? Als ihm in einer Vision eine wunderschöne junge Frau eine Ähre eines Kornes überreicht, einem Korn, das er noch nie gesehen hat, ändert sich sein Leben von Grund auf. Seine Träume fühlen sich mittlerweile wie reale Erinnerungen an und schlimmer noch, sie überfallen ihn, auch wenn er nicht schläft und allem Anschein nach kann er, sobald er die Ähre fest in seiner Hand hält, zaubern! Wird er langsam verrückt oder tut sich ihm hier ein Rätsel auf, dessen Lösung von elementarer Bedeutung für ihn ist? Was für ein krönender Abschluss!!! Ist es euch aufgefallen? Band 3 erhielt ich zeitgleich mit dem zweiten Band und dennoch konnte ich ihn erst jetzt lesen? Woran das liegt? Ganz einfach, ich mag mich nicht von geliebten Figuren verabschieden, vor allem wenn ich weiß, dass danach wirklich kein weiterer Band geplant ist, so wie es hier der Fall ist. So, jetzt aber genug Wehmut verbreitet - jetzt zum Buch: Der Plot wurde sehr detailliert und phantastisch erarbeitet. Was mir unheimlich gut gefallen hat, war die Plotidee, eine bereit erzählte Geschichte, wieder an den Anfang zu setzen und zu sehen, wie die Figuren zu diesem Zeitpunkt weiter agieren und Himmel, das sind Handlungen zu Tage gekommen, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte, aber lest selbst. Die Figuren wurden wieder sehr facettenreich und intensiv erarbeitet. Was mich am meisten erstaunt hat, ist, dass auf Grund der geänderten Geschichte bestimmte Charaktereigenschaften einiger Figuren vollkommen verschieden zu den bisher gekannten waren und dennoch - sie waren so überzeugend, einfach gespenstisch. Ganz hingerissen war ich wieder von Ronar. Trotzdem er sich wieder mit seinem ursprünglichen Leben konfrontiert sieht, besitzt er instinktiv soviel innere Stärke und Selbstsicherheit, dass er sich nicht mehr alles gefallen lässt, sondern für seine Überzeugungen einsteht. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr fesselnd und abwechslungsreich angelegt, sodass ich das Buch problemlos in einem Rutsch lesen konnte. Abschließend kann ich nur sagen, dass mir diese Trilogie sehr schöne Lesestunden bereitet hat und ich immer wieder erstaunt bin über die Botschaften, die die Autorin durch ihre Bücher vermittelt.

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  • Rezension zu "Ronar - Drei Ähren" von Anke Höhl-Kayser

    Ronar - Drei Ähren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2012 um 11:52

    Kurzbeschreibung: Winter liegt über dem Nebelwald. Ronar hat seinen Platz im Volk der Elthen gefunden. Doch es gibt jemanden, dem der Verlauf der Ereignisse nicht gefallen hat und der mächtig genug ist, die Zeit zu verändern. Der Zauber führt die Geschichte zurück zum Anfang: Ronar lebt wieder in seinem Dorf. Er ist wieder der Ziehsohn des Schmieds...Aber ist wirklich alles, wie es war? Was geschieht, wenn man versucht, die Zeit zurückzudrehen? Wird sie sich einen fremden Willen aufzwingen lassen - oder wird sie sich in etwas Furchtbares, Unberechenbares verwandeln? Zur Autorin: Anke Höhl-Kayser, Jahrgang 1962, lebt mit ihrer Familie und ihrem Berner Sennenhund in Wuppertal. Die Literaturwissenschaftlerin schreibt Jugendbücher und Lyrik. Rezension: Ronar ist nun 15 Jahre alt und mit seinem neuen Leben bei den Elthen mehr als zufrieden. Doch ein unbekannter Gegner sieht das nicht so und durch einen Zauber wird die Zeit verändert: Ronar lebt nun wieder in der Familie des Schmieds, ist wieder der unbeholfene Ziehsohn, der sich die Gemeinheiten seiner Ziehbrüder gefallen lassen muss und als Außenseiter abgestempelt wird. Doch durch die Berührung einer scheinbar verzauberten Ähre erhält Ronar Einblicke in eine ganz andere Zeit, die ihm ungewöhnlich vertraut vorkommt. Langsam aber sicher kehren Erinnerungen zurück, die ihn zweifeln lassen, sich in der wirklichen, realen Zeit zu befinden. Und somit macht er sich auf sein letztes Abenteuer auf, die Zeit wieder in ihre richtigen Bahnen zu lenken... Mit Ronar. Drei Ähren beendet Anke Höhl-Kayser nun ihre Trilogie um den heranwachsenden Ronar. Sehr gefallen hat mir, dass die Autorin am Anfang der Geschichte einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse aus Band 1 und 2 gibt, so dass der Leser sein Wissen nochmals auffrischen kann. Die Zeit spielt wiederum eine große Rolle, doch diesmal wird auf Science Fiction-Elemente wie in Band 2, die eine Reise zum Mond beinhaltete, verzichtet, was ich sehr begrüßt habe. Denn die Welt, die Anke Höhl-Kayser mit Ronars Abenteuern erdacht hat, ist so farbenfroh und detailliert, dass dieser Schauplatz vollkommen ausreicht. Die liebgewonnenen Charaktere haben alle erneut ihren Auftritt und Ronars letztes Abenteuer lässt den Leser wiederum sehr mitfiebern. Der Abschluss der Trilogie beantwortet alle noch eventuellen offenen Fragen und wartet mit einem zufriedenstellenden Ende auf, das nachvollziehbar und authentisch wirkt. Ebenso wächst Ronar zusehends mit der Reihe, seine Aufgaben werden schwieriger und die Botschaft, die dahintersteckt, soll genau dies zeigen: Man wächst an seinen Aufgaben, die man im Leben bewältigen muss, ob gut oder schlecht, man darf sich nur nie selbst aufgeben. Ronar ist im Abschluss eine wirklich beeindruckende und auch tiefgehende Fantasy-Trilogie, die in jedem ihrer Teile eine Botschaft an den Leser enthält und ihn ermutigt, nie den Kopf in den Sand zu stecken, aus eigenen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Fazit: Ronar. Drei Ähren ist ein mehr als würdiger Abschluss der Trilogie von Anke Höhl-Kayser, die sich wiederum durch Spannung und auch eine Botschaft an den Leser auszeichnet. Die farbenfrohe und interessante Welt tun ihr Übriges und ich hoffe, man wird noch einiges von der Autorin lesen!

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  • Rezension zu "Ronar - Drei Ähren" von Anke Höhl-Kayser

    Ronar - Drei Ähren
    Wolfspeaker

    Wolfspeaker

    27. September 2012 um 12:27

    Mit “Ronar – Drei Ähren” beendet Anke Höhl-Kayser ihre Trilogie um den jungen Ronar – und beginnt dabei noch mal am Anfang der Geschichte. Wie bei den ersten zwei Bänden der Ronar-Trilogie ist auch das Cover dieser Ausgabe wirklich gut gelungen. Nicht nur, dass es perfekt zu denen der ersten zwei Bücher passt – wie auf diesen Covern ist auch hier der hell leuchtende Vollmond klar zu erkennen – es passt auch perfekt zu der Geschichte: Die drei Ähren im unteren linken Teil des Covers, der vor dem Vollmond schwebende Drache und die Baumfrau im rechten Teil des Covers. Die Künstlerin Noëlle-Magali Wörheide hat damit wieder einmal ein rundum gelungenes Cover geschaffen. In einer kalten Winternacht reist ein ganz in schwarz gekleideter Mann zu einem verfluchten See. Durch einen Zauber geschützt taucht er hinab in den See, um seinen dunklen Auftrag zu erfüllen, ein Auftrag, der die Welt, wie Ronar sie kannte, in die Vergessenheit stürzt. Drei Ähren sind das einzige, was von der alten Welt bleibt. Eine dieser Ähren bekommt Ronar, der Ziehsohn des Schmieds, mit den Worten “Damit wir den Rückweg finden” im Traum von einem jungen Mädchen zugesteckt. Eine Ähre, die eine Kraft in ihm weckt, von der er nie zu träumen wagte – oder doch? Sowohl die gefangenen Elthen, die im Dorf ihre Fronarbeit leisten, als auch der Anführer der Soldaten, die sie, bewachen kommen Ronar seltsam bekannt vor. Anke Höhl-Kayser beginnt das Buch mit einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Bände, sei es, um dem Leser Vergangenes ins Gedächtnis zu rufen – was bei mir definitiv nicht nötig war, schwirren die Geschichte doch immer noch in meinen Gedächtnis herum – sei es, um Neueinsteigern den Einstieg zu erleichtern. Ich würde jedoch davon abraten, die Reihe mit “Ronar – Drei Ähren” zu beginnen – ohne die vorangegangenen Bände fehlt dem Leser mehr als nur ein wenig Hintergrundwissen. Aber um sich die Geschichten noch einmal in Erinnerung zu rufen ist es sicherlich von Vorteil – und wer dessen nicht bedarf, kann es einfach überblättern. “Ronar – Drei Ähren” beginnt in einer kalten Winternacht, in der ein dunkler Mann nach einem dunklen Ziel strebt, während sich die Elthen um Nahrung für die Wildtiere sorgen. Eine Reise zu einem Feld jenseits der Zeit bewahrt Athanian vor dem Zauber, der die Zeit selbst verändert – und die drei Ähren, die er seiner Tochter Mane gibt, sind die einzige Erinnerung an das, was war. Ab jetzt arbeitet die Zeit selbst gegen Athanian und Ronar. Eine personifizierte Zeit, die nichts mehr mit der einstigen Freundin Athanians gemein hat, eine grausame Frau, ebenso grausam wie die Welt, in der Menschen und Elthen jetzt leben. Ronar ist weiterhin der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, aber in der “neuen” Zeit liegt es nicht allein an ihm, die Prophezeiung dieser Welt zu erfüllen. Gejagt von der Zeit liegt es an Mane, die drei Ähren zu den richtigen Menschen und Elthen bringen und an diesen, die Ähre zu akzeptieren und die “alte” Zeit wieder ans Licht zu bringen. Ronars Ziehschwester Irith, einst der Grund für Ronars Reise und Entdeckungen, macht sich, gestärkt durch die von Ronars Ähre getragenen Erinnerungen, nun selbst auf die Reise, ist nun Halt und Stütze Athanians. Auch Ronar wird durch die magische Ähre erneut erweckt. Mit Hilfe alter und doch neuer Freunde muss er sich selbst neu entdecken – und erkennen, dass seine Kräfte noch immer in ihm schlummern, nur er selbst sie erwecken kann. Mit “Ronar – Drei Ähren” gelingt Anke Höhl-Kayser, die vorangegangen Bände noch zu toppen. Die einzelnen Figuren der Geschichte von neuen Seiten zu beleuchten, andere Facetten herauszuarbeiten. Mit einer weiteren spannenden Geschichte zeigt sie, dass ein jeder (ob Mensch oder Elthe, An oder Rilte) ein Kind seiner Zeit ist, man aus Vergangenem lernen und sich damit durch die Zeit auch verändern kann. Eine Erkenntnis, die schlussendlich Ronar auch mit seiner Ziehfamilie vereint und die Geschichte zu einem glücklichen Schluss führt – sogar für die Zeit selbst. Mit “Ronar – Drei Ähren” hat Anke Höhl-Kayser damit einen überaus gelungenen Abschluss der Reihe geschaffen. Eine Geschichte, die einen noch mal an die vergangenen Geschehnisse erinnert, aber auch Neues schafft – und so die “alten” Geschichten noch überflügelt. Und damit ist jetzt, um es mit ihren Worten zu sagen, “Die Zeit des Zaubers [...] vorbei”, die Geschichte um Ronar wirklich zu Ende, “[i]hr könnt Euch anderen Dingen zuwenden.” – ein Blick zurück (in die schon gelesenen Bücher) wird jedoch sicherlich niemanden verwehrt werden und ich werde diesen Blick ganz sicher noch das ein oder andere Mal wagen.

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