Anke Höhl-Kayser Stille wird hörbar wie ein Flüstern

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Inhaltsangabe zu „Stille wird hörbar wie ein Flüstern“ von Anke Höhl-Kayser

Sieben unterschiedliche Daseins- und Stimmungskonstellationen bilden den Rahmen für die Gedichte und Bilder dieses Buches. Sowohl mit Pinsel und Zeichenstift als auch mit Worten in kräftigen Farben gemalt, regen sie vor allem zum Anschauen mit der Seele an.Die Palette reicht hierbei von den Graublauschattierungen der Melancholie über die heiteren Pastelltöne der Freude an den kleinen Dingen unseres Lebens bis hin zu den leuchtend warmen und intensiven Nuancen der staunenden Bewunderung für die Schönheit dessen, was uns umgibt.Inspiriert vom künstlerischen Schaffen des jeweiligen Gegenübers haben Autorin und Künstlerin in enger Zusammenarbeit Interpretationen ihrer Arbeiten gestaltet, die den Betrachtern die Themen in einer Art Collage aus verschiedenen Blickwinkeln darbieten.

Vergessen und noch nicht entdeckt - http://blog.lovelybooks.de/2011/05/28/vergessene-und-noch-nicht-entdeckte-lyrikerinnen/

— Binea_Literatwo

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  • Rezension zu "Stille wird hörbar wie ein Flüstern" von Anke Höhl-Kayser

    Stille wird hörbar wie ein Flüstern

    Binea_Literatwo

    28. May 2011 um 19:42

    Anke Höhl-Kayser – Was machst du mit mir? Lyrik ist nicht mein Gebiet, ich greife selten zu Gedichtbänden. Ganz selten und meist nur, wenn diese von wichtigen Menschen sind, wo ich von vornherein weiß, ich werde berührt. Aus diesem Grund habe ich mich auch gesträubt, Anke Höhl-Kaysers Buch zu lesen, nur mit mehrmaligem Bitten, griff ich zum Buch. Der Satz „Alle meine Bücher sind meine Kinder, ich habe alle gleich lieb.“ brachte mich dazu, das Buch zu drehen und zu wenden, dazu, hinein zu schauen. Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir? Im Buch angekommen, war ich sofort auf der ersten Seite gefesselt, alles Geschriebene passte gerade zu der Welt, die ich sah, als ich aus dem Fenster schaute. Ich wurde unglaublich ruhig, ausgebremst durch tiefdringende Worte. Dennoch blieb das Verlangen nach mehr, nach einer Handlung. Vielleicht bringt das schnelle Lesen der Gedichte die bestimmte Wirkung. Weiter wurde ich gebremst, das schnelle Lesen, wie ich es aus Romanen gewohnt bin, funktionierte nicht. Sollte nicht funktionieren. Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir? Ich stellte fest, die Handlung kam, aber ganz anders. Ich wurde zu Pausen gezwungen, Lesepausen. Minutenlang schaute ich mit dir wunderschönen Bilder und Zeichnungen an. Ergänzte beim Anblick der Bilder auf dem Papier und der Bilder in meinem Kopf ein paar Zeilen oder ersetzte Worte, die meine Gefühle und Lebenslage noch mehr personifizierten. Angesprochen fühlte ich mich fast ständig, die gewählten Wortkostbarkeiten haben sich immer mehr verankert. Zergehen auf meiner Zunge wie feinste Schokolade und berühren sanft mein durch Worte weich gebettetes Herz. „Meerjungfrau“, „Abschied“, „Traum“ und „Winterlied“ sind nur einige der Schätze aus dem Buch, die mir besonders viel gegeben haben, in mir einiges zum Rollen gebracht haben. Ich taste mich durch dieses Buch, schleiche mich von Seite zu Seite und werde immer ruhiger, genieße die Stille und in der Tat wird diese hörbar wie ein Flüstern. Fasziniert bin ich von den Worten, die irgendwie in einem gewissen Rhythmus immer wieder ins Schwarze treffen, und wie gleich wir Menschen oftmals fühlen. Beängstigend wirkt es ab und an, als ob viele gleiche Erfahrungen gemacht worden sind, gleiche Momente erlebt, gleiche Gefühle gefühlt. Ein großes Buch was durch ein ganzes Jahr begleitet, was durch seine Aufmachung mit hochwertigem Umschlag, Lesebändchen und der Bindung ins Auge sticht. Die Gedichte werden umrahmt, in sieben Gefühlsfelder gegliedert. Anke Höhl-Kayser – was machst du mit mir? Genießen und das immer wieder, andere teilhaben lassen, Bilder zeigen, Worte weitergeben und laut aussprechen, das möchte und tue ich, nachdem ich dieses Werk neben mich lege. Eine Achterbahn der Gefühle hat Anke Höhl-Kayser in mir zum Fahren gebracht, mich zurückdenken und nach vorne blicken gelassen. Ich habe viel reflektiert und jetzt einen Kloß im Hals, wobei ich gerade noch zum Schmunzeln gebracht wurde. Ich bin gefühlig, genieße es gefühlig zu sein und vor allem war jede Sekunde in dem Buch eine unglaubliches Erholung und Zeit der Ruhe. Das Nachwort bewegte mich zur vorerst letzten Träne und setzte mich sanft wieder im Jetzt und Hier ab, um mich morgen wieder eintauchen zu lassen und Worte heraus fischen. Danke Anke Höhl-Kayser – was du mit mir gemacht hast, tat gut und wird weiterhin gut tun. Blogbeitrag zum Buch: http://blog.lovelybooks.de/2011/05/28/vergessene-und-noch-nicht-entdeckte-lyrikerinnen/

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  • Rezension zu "Stille wird hörbar wie ein Flüstern" von Anke Höhl-Kayser

    Stille wird hörbar wie ein Flüstern

    Mr. Rail

    Lyrik, so dachte ich, ist nicht mein Fall. Lyrik, so fühlte ich, vermag mein Herz selten zu öffnen. Lyrik, so wusste ich, klingt mir oft zu künstlich - zu gestelzt. Bis - ja bis ich Oda Schaefer durch den Film Poll für mich entdeckte und in Worte eintauchte, die mir plötzlich viel bedeuteten. Nicht gekünstelt, nicht nur aneinander gereiht um des Dichtens Willen. Nein - Lyrik, die mich tief berührte, weil sie der Kanal war in dem sich die Emotionen einer jungen Frau einst ihre Bahn gesucht haben. Ich war entsetzt im Begreifen, dass Oda Schaefer längst vergessen schien und kein Buch von ihr im Handel ist. Ich schrieb darüber. Ich machte mir Luft. Vergessen ist schlimm - aber umkehrbar. Man kann schreiben, gedenken und ins Gedächtnis rufen. Unentdeckt ist schlimmer - nicht reversibel, weil nie geschehen. Der Zukunft beraubt. Auch darüber möchte ich schreiben. Ich hielt eines Tages “Stille wird hörbar wie ein Flüstern” von Anke Höhl-Kayser in Händen. Lyrik - malerisch illustriert - in Kapitel unterteilt, die “Wie unterm Joch, Wie Wind in Ähren” oder “Die Möwen lehren mein Herz fliegen” benannt sind. Lyrik und damit leider nichts für mich! Ich dachte an die Vergessene - an Oda Schaefer - und öffnete das Buch. Ich gab mir eine Chance, es zu lesen. Nicht der Autorin gab ich diese Chance - ich gab sie mir. Ich wollte entdecken und fühlen, ob ich entdecken kann und darf. Kein Wort an seinem Platz, nur um einen Effekt zu erzielen - kein Satz nur künstlich um zu zeigen, wie das Dichten fließt - kein Vers, der nur für sich allein besteht. Ein kleines Wunder für mich, der nun ungläubig vor diesem Buch verharrte und über Sätze nachdachte, die nicht aus meinem Herzen verschwinden wollten. Wortschöpfungen wie “Windblütenleicht” oder “Sonnenstaublebhaft” beflügelten meine Fantasie und machten Platz für mehr und mehr. Anke öffnete gemeinsam mit Oda eine Tür, die mir literarisch nicht bewusst war. Ich ahnte nicht, dass es sie in mir gab! "Wenn du gegangen bist, werde ich das Schweigen deiner Stimme in meinem Herzen aufstellen." Mehr beschreiben kann ich nicht. Ich kann nur zeigen, wie sehr ich berührt wurde und wie nachhaltig das Berühren ist. Oda - längst vergessen und Anke - nicht entdeckt. Ich denke, gegen Beides kann man kämpfen. Die Schriftstellerinnen haben das Ihre getan - sie schrieben göttlich und es liegt nur an uns, ihnen die Ehre zu erweisen. Ich bin bereit dazu - darüber schreibe ich hier. Ich ziehe meinen Hut und verneige mich vor der Magie der Worte!

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