Anke Kaminsky

 3,3 Sterne bei 9 Bewertungen

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Cover des Buches Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade (ISBN: 9781794222021)

Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade

(9)
Erschienen am 18.01.2019

Neue Rezensionen zu Anke Kaminsky

Cover des Buches Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade (ISBN: 9781794222021)
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Rezension zu "Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade" von Anke Kaminsky

Biblionatio
Gute Idee, aber noch Luft nach oben

Das Cover:

Das Buchcover ist in verschiedenen Blautonen gehalten. Ich erkenne einen Waldweg als Motiv. Hauptmotiv ist ein Schatten eines Mädchen. In diesem erkenne ich eine Gruppe von Jugendlichen. Insgesamt finde ich das Cover etwas zu blau. Trotzdem sind alle wichtigen Merkmale der Geschichte da.

 

Meine Meinung:

Seit über zwei Wochen ist der Vater von Eryns Vater verschwunden. Deswegen wagt sie sich mit ihrem besten Freund Mark in den Wald, der viele Gefahren zu verbergen hat. Dort lernen sie unter anderem Isko und einige weitere Bewohner des Waldes kennen. Nach und nach erhalten sie Einblicke wie das Leben außerhalb der sicheren Mauern stattfindet. Eine spannende Geschichte, die viele nicht vorhersehbare Wendungen hat, was mir gefallen hat. Jedoch hätte ich mehr von der Welt, in der die Handlung spielt, wissen wollen.

Die Charaktere waren sehr verschiedenen was ich mochte, jedoch gibt es einige kritische Punkte. So war Eryns sehr naiv, impulsiv und kindisch. Dies passte für mich leider nicht wirklich zu einer 24-jährigen, sondern eher zu einem Teenie. Für mich war Mark sehr oberflächlich dargestellt, ich wusste kaum etwas über ihn, was ich sehr schade fand. Die Personen aus den Wäldern waren für mich näher, jedoch auch sehr oberflächlich dargestellt.

Der Stil der Autorin war sehr kurz und abgehackt, sodass ich kaum in einen guten Lesefluss hineinkam. Auch die Wiederholungen von „Die Rothaarigen“, „Der Blonde“, „Der Ingenieur“ etc. waren sehr nervig und brachte mich immer wieder raus. Hier gibt es noch Luft nach oben.

 

Das Fazit:

Insgesamt konnte mich die Geschichte mit den Charakteren und dem Schreibstil nicht ganz überzeugen. Die Idee des Plots war gut, dennoch gibt es noch Luft nach oben.

Cover des Buches Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade (ISBN: 9781794222021)
Buchblumes avatar

Rezension zu "Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade" von Anke Kaminsky

Buchblume
"Alles hat seinen Preis"

Fehler sind tödlich. Jeder ist sich selbst der Nächste. Jede Hilfe erfordert eine Gegenleistung.

Inhalt


Die Strukturen der Neuzeit wurden durch regelmäßige Erdbeben zerstört. Nur noch Phoenix Grove, eine Stadt aus schwingungsfähigen Metall, erinnert an die alten Zeiten. Hinter den sicheren Mauern, verschwenden die zivilen Bürger keinen Gedanken an die Welt außerhalb. Erst als Eryn ihren verschollenen Vater in den Wäldern sucht, bekommt sie einen Einblick in die Gefahren, die dort lauern. Sie trifft auf Isko, der ihre Sicht auf Phoenix Grove für immer verändert.

Meine Meinung

Was mir leider sofort ins Auge stach, waren die vielen Beistrichfehler. Nach den ersten Seiten habe ich versucht, nicht mehr auf die Fehler zu achten. Aber leider habe ich ein Auge dafür und das stört beim Lesen. Das könnte man aber sicher mit der nächsten Auflage ändern.

Eine Eigenheit des Schreibstils der Autorin ist, dass sie sehr viele Synonyme verwendet. „Der Ingenieur“, „die Rothaarige“ oder „der Teenager“ sind nur einige von ihnen. An diese musste ich mich erst gewöhnen. Immerhin gibt es fast ausschließlich Teenager und man weiß nicht sofort, wer mit dem Wort gemeint ist. Bei „die Rothaarige“ weiß man schon, wer gemeint ist, trotzdem stört das den Lesefluss. Auf diese Synonyme könnte man getrost verzichten, man muss ja einen Satz nicht immer mit dem Subjekt beginnen. Dies würde außerdem den Schreibstil auflockern. Bis auf diese Sache ist der Schreibstil der Autorin aber recht angenehm zum Lesen.

Zu Beginn waren mir die Stadtbewohner eigentlich relativ sympathisch. Als sie dann „draußen“ waren, waren sie mir jedoch plötzlich unsympathisch. Zitate wie „Wow. War ja wie im Mittelalter hier.“ verstärkten meine Meinung. Anfangs kamen sie mir wirklich vor wie kleine Kinder und nicht wie 24-jährige Personen. Doch je länger sie draußen blieben, desto besser wurde es wieder. Klar, die Charaktere entwickeln sich ja im Laufe der Geschichte, aber so einen extremen Wandel hätte das Buch nicht gebraucht. Dafür gefielen mir die Nicht-Stadtbewohner deutlich besser. Sie waren wirklich authentisch beschrieben und jeder hatte eine wirkliche Hintergrundgeschichte. Man konnte sich mit ihnen identifizieren.

Du hast ja keine Ahnung davon, wie es hier draußen läuft. Also untersteh dich irgendjemanden hier in eine Schublade zu stecken.


Was mir am besten gefiel, war die Idee des Buches und die Story. Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, kann man sich gut vorstellen und es gibt Potential für einen weiteren Teil. Die Story ist jedoch in sich abgeschlossen. Die Handlung entwickelt sich in einem guten Tempo, anfangs etwas langsamer, damit man sich an die neue Umgebung gewöhnen kann, dann immer schneller und am Ende geht es ziemlich rasant und spannend zu. 

Es gibt mittlerweile schon unzählige Dystopien, da ist es schwer etwas Neues zu finden, das man nicht irgendwo in irgendeiner Form schon gelesen hat. Wenn man so etwas sucht, sollte man zu diesem Buch greifen. 


Fazit


Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch, durch die ungewöhnlichen Synonyme, die Charaktere und die häufigen Beistrichfehler. Solche Sachen stören den Lesefluss. Doch die Story ist packend und man möchte wissen, wie es weitergeht. Empfehlenswert für Dystopie-Liebhaber.

3 Blumen

Nur weil man Dinge nicht ausspricht, macht es sie nicht ungeschehen.



Cover des Buches Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade (ISBN: 9781794222021)
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Rezension zu "Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade" von Anke Kaminsky

_Dark_Rose_
Viel Potential aber leider zu oft nicht genutzt

Die Welt wie wir sie kennen liegt buchstäblich in Trümmern. Regelmäßige, schwere Erdbeben haben alles zerstört. Phönix Grove ist die einzige Stadt, die noch steht, oder besser, die wieder steht. Schwingungsfähige Materialien verhindern, dass die Stadt erneut zerstört wird und hohe Mauern beschützen ihre Bewohner, denn die privilegierten Einwohner haben viele Feinde.

Eryn lebt in Phönix Grove, doch nun ist ihr Vater in den Wäldern außerhalb verschwunden und sie will ihn um jeden Preis finden, also schleicht sie sich zusammen mit ihrem besten Freund hinaus und macht sich auf die Suche, nicht ahnend, dass sich ihre Sicht der Welt für immer verändern wird.

 

Mir gefiel der Anfang sehr gut. Die Idee mit der durch Erdbeben zerstörten Welt und nur eine Stadt existiert noch, weil sie sich angepasst hat. Die im Wald lauernden Feinde haben mich in Verbindung mit den Mauern der Stadt an den Hadrians Wall und die Römer bzw. Kelten erinnert. Dazu passt auch der Begriff der Heathens für die grausamen Feinde – Heiden, so wie auch die Kelten genannt wurden, da sie keine Christen waren. 

Die Handlung selbst wies für mich vor allem ganz am Anfang einige Ähnlichkeiten mit Rick Yanceys „Die fünfte Welle“ auf, nur, dass es hier nicht um Außerirdische geht und Eryn nicht ganz allein loszieht, wie Cassie, die Protagonistin in Yanceys Roman. Diese Ähnlichkeiten verlieren sich aber mit fortschreitender Handlung.

 

Ich fand Eryn zwar sympathisch, doch für 24 hätte ich sie niemals eingeschätzt. Ihr Verhalten passt für mich eher zu einer 16-jährigen. Die Idee allein mit ihrem besten Freund in den gefährlichen Wald zu gehen, in dem es immer wieder zu Todesfällen kommt, ist für mich zu leichtsinnig und extrem naiv. Ja, sie möchte ihren Vater finden, aber wenn sie tot ist, hat er auch nichts mehr davon. Eryn und Mack wirken auf mich wie typische (klischeehafte) Teenager. Sie verhalten sich meiner Meinung nach immer wieder irrational und manchmal sogar ziemlich dämlich. Ja, sie sind in Phönix Grove wahrscheinlich sehr behütet aufgewachsen, aber sie leben in einer postapokalyptischen Welt, daher hätte ich erwachsenere Charaktere erwartet. Stattdessen gehen sie auch mit den Waldbewohnern sehr naiv um und können es zum Beispiel gar nicht fassen, dass jemand sie bestiehlt und das Argument, dass sie das zum Überleben brauchen nicht zieht, da der Dieb das ebenfalls zum Überleben braucht und eben zuerst an sich denkt – wie die beiden ja auch. Auch reagiert Eryn oftmals schockiert und stereotyp mädchenhaft, indem sie ausrastet, als ihr jemand die Haare abschneidet – um sie zu retten wohlgemerkt. Wäre Eryn etwas weniger Teenie, sondern mehr 24-jährige junge Erwachsene gewesen, hätte ich mich besser mit ihr identifizieren können. So habe ich regelmäßig die Augen über sie verdreht und oft den Kopf geschüttelt.

 

Was mich direkt von Beginn an gestört hat, war die Tatsache, dass Eryn und ihr späterer Begleiter Isko immer wieder mal als „die Rothaarige“ und „der Braunhaarige“, manchmal auch „der Dunkelhaarige“ oder „Lockenkopf“ bezeichnet wurden. Mack war dafür dann der „Blonde“ Das ist mir bislang noch nie untergekommen und ich habe wirklich viele Bücher gelesen. Leider hat mich das immer wieder rausgeschmissen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Autorin so zu vermeiden versucht hat andauernd die beiden Namen zu wiederholen, was ja durchaus Sinn macht, aber die Alternative ist mir leider immer wieder negativ aufgefallen. 

Ebenso, wie die manchmal recht umständliche Satzstellung, wie zum Beispiel, „wenn Mack und ich zurück in die Stadt kehren“ (S. 39), statt „wenn Mack und ich in die Stadt zurückkehren“. 

 

Die Handlung an sich fand ich nicht schlecht, auch wenn sie mich nicht zu hundert Prozent gepackt hat. Für mich gab es zu viele Wiederholungen (Faustkämpfe, k.o. schlagen, wieder kämpfen, wieder k.o. schlagen).

Die Grundidee gefiel mir sehr gut mit der von Erdbeben zerstörten Welt, aber der Stil mit den Haarfarbennennungen, statt der Namen machte es mir leider nicht unbedingt leicht.

 

Ein paar Worte noch zur Buchgestaltung: Das Cover gefällt mir ganz gut, vor allem aber die Gestaltung des Buches an sich. Sowohl das Cover als auch der Buchrücken und die Rückseite sind nicht glatt, sondern auf eine Art bearbeitet, dass sie sich ganz seltsam „streichelig“ abfühlen – mir fällt leider kein passenderer Begriff ein. Die Schriftgröße und das Schriftbild als Ganzes gefallen mir auch sehr gut. Das Buch lässt sich dadurch gut lesen, wenn auch die Schriftart etwas ungewöhnlich ist, aber keinesfalls störend.

 

Fazit: Die Grundidee, die der Dystopie zu Grunde liegt, gefiel mir sehr gut. Die Idee zur Handlung an sich fand ich auch sehr interessant, aber leider waren mir Eryn und Mack zu Teenie, vor allem Eryn fand ich ziemlich überzogen. Sie soll 24 Jahre alt sein und benimmt sich bestenfalls wie 16. Zudem stellen sich die Charaktere oft etwas doof an, aber gut, es kann ja auch nicht jeder jede Falle durchschauen.

Was mich aber so richtig genervt hat, war, die Charaktere mit ihren Haarfarben zu betiteln. Das hat mich wirklich extrem gestört. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das so quer geht aber leider hat mich das jedes Mal aus dem Fluss geworfen.

Wie gesagt, die Idee fand ich sehr gut, aber die gute Idee allein reicht für mich leider nicht. Ich kann dem Buch leider nur 2,5 Sterne geben. Dort, wo ich keine halben Sterne vergeben kann, muss ich leider auf 2 Sterne abrunden.

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