Anke Schmidt

 4.7 Sterne bei 15 Bewertungen

Alle Bücher von Anke Schmidt

Aprilsommerjahr

Aprilsommerjahr

 (8)
Erschienen am 23.05.2018
Der Mann, das Mädchen und das Meer

Der Mann, das Mädchen und das Meer

 (7)
Erschienen am 13.02.2017

Neue Rezensionen zu Anke Schmidt

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B

Rezension zu "Aprilsommerjahr" von Anke Schmidt

überraschend ehrliches Lesehighlight
buchstabensuechtigvor 5 Monaten

Anke Schmidt spielt mit den Worten, gibt uns klare Bilder beim Lesen, kein Buch zum einfachen Überfliegen, nein, man wird gezwungen, jedes Wort in sich aufzunehmen, Gefühle werden greifbar gemacht, die Worte zielen direkt auf das Herz und nehmen es gefangen. 
Die überaus menschlichen Protagonisten wachsen einem während des Lesens ans Herz, man kennt sie besser als manches Familienmitglied, da sie mit ihren Problemen, Höhen, Tiefen bis ins Innerste dargestellt werden. Man begegnet eigenen Dämonen, wenn man mit Franziska, Psychologin und seit der Trennung von ihrem Exmann Single, in eine Beinahe-Depression rutscht, die Müdigkeit und Resignation erfährt, die Franziska immer tiefer hinunterzieht, wo Franziska doch alleine schon aus beruflicher Sicht die Probleme erkennen sollte. Es belastet auch den Leser, wenn Jochen, Polizist und durch eine Krankheit an seine Frau gekettet, die er nach eigenen Worten nie geliebt hat, versucht, seinen Tiefen mit Alkohol zu begegnen. Man liebt mit den beiden, versucht, sie zusammenzuhalten, auch wenn keine Zukunft möglich scheint. Und über all dem die Schönheit und Magie der Worte Goethes, die er verschämt an die angebetene Charlotte von Stein richtet. Dadurch, dass Eltern, Exehemänner, Nachbarn und Freundinnen in wenigen, aber aber deutlichen und treffenden Zeilen geschildert werden, wird die intensive Begegnung mit den Hauptdarstellern verstärkt. Und trotz aller Tiefen schließt man nach einem geschilderten Jahr im Leben der beiden das Buch mit einem Lächeln und freut sich darüber, diesen Schatz entdeckt zu haben.

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Rezension zu "Aprilsommerjahr" von Anke Schmidt

Aprilsommerjahr
Martinchenvor 5 Monaten

"Eine Frau, ein Mann, beide mit Geschichte, haben sich in ihrem Alltag eingerichtet, geschützt von ihren Rollen und Fassaden. Ohne Leidenschaft.

Da verführen die stürmischen Briefe eines längst verstorbenen Dichters die Frau, und sie verliebt sich in den harten, blassen Mann - und berührt ihn.

Eine Liebe beginnt.

Doch die Welt bleibt kompliziert und unerbittlich..." - soweit der Klappentext.

 

Anke Schmidt, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in Thüringen. Sie arbeitet freiberuftlich und reist gern. "Aprilsommerjahr" ist ihr zweiter Roman nach "Der Mann, das Mädchen und das Meer", der 2017 erschienen ist. Da dieses Debüt mir sehr gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt auch den aktuellen Roman lesen - und ich wusste, warum.

 

Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, beschreibt die Autorin auf wenigen Seiten Goethes Liebe zu der verheirateten Charlotte von Stein. Damit beginnt nicht nur der Roman, sondern auch Franziskas Liebe zu Jochen oder doch nicht? Franziska ist eine Psychologin, die meine Vorurteile bestätigt: sie hat eigene Probleme, mehrere, woher sie stammen, wird in einem Satz erwähnt. Auch Jochen hat sein Päckchen zu tragen und vor allem trinkt er zu viel. Er erzählt Franziska seine Geschichte, sie hingegen öffnet sich ihm nicht.

 

Sehnsucht nach Nähe und Angst vor zuviel Nähe - Anke Schmidt beschreibt diesen Zwiespalt und die Ängste und Hoffnungen der beiden Protagonisten hervorragend. Jede Situation ist nachvollziehbar und sehr real.

 

Die Autorin schreibt ihren ganz eigenen Stil, der sich wohltuend von anderen abhebt und mir sehr gut gefällt.

 

Das Cover zeigt das Profil einer Frauensilhouette, im Gras liegend. Die Farben gehen von schwarz über verschieden Orangetöne in grau über, das Grün der Grashalme unterstreicht die Farbigkeit. Eingerahmt wird dieses Bild von einem sehr dunklen Orange, fast schon Braun, ein Ton, der im Einband aufgenommen wird. Ein farblich passendes Lesebändchen vervollständigt den hochwertigen Eindruck.

 

Fazit: Bereits der Debütroman hat mich sofort in seinen Bann gezogen, so ging es mir auch mit diesem Roman. Eine unbedingte Leseempfehlung.

 

 

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M

Rezension zu "Aprilsommerjahr" von Anke Schmidt

Eine emotionale Geschichte, jenseits aller Klischees.
Mattyvor 5 Monaten

Zwei Protagonisten, zwei Menschen mit Ecken, Kanten und Vergangenheit. Eine emotionale Geschichte, niemals profan, die Sprache virtuos, mal ironisch, mal verletzlich. Sie trägt den Leser fast schwerelos durch das Buch. Man lebt und leidet mit den Charakteren, man erkennt sie und erkennt sich selbst dabei. Ein großartiges Buch, jenseits von jedem Mainstream. Absolut lesenswert.

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Gespräche aus der Community

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Für alle "Moderne-Geschichten-Leser" und "An-ein-Buch-sein-Herz-Verschenker",
ich würde Euch gern auf eine Leserunde einladen.


Mein neuer Roman Aprilsommerjahr erscheint am 23. Mai.

Zum Inhalt:

"Eine Ahnung von Sommer webt zittrige Fäden in der Luft."

Franziska hat gelernt, sich durchzuboxen. Sie wirkt burschikos, aufgeschlossen und ist erfolgreich im Beruf. Doch ihre Welt gerät plötzlich ins Wanken. Sie leidet zunehmend unter Alltagsängsten und hat verstörende Visionen. Als sie sich in einen verheirateten Mann verliebt, reagiert sie zuerst spröde, abweisend. Er ist Polizeibeamter, verschlossen, kantig, ein Trinker - ein unmöglicher Mann, ein trauriger Held. Sie will ihn nicht.
Bei einer Lesung erfährt sie von den Briefen eines toten Dichters. Sie, die für eigene Gefühle nie die richtigen Worte findet, ist berührt von den jahrhundertealten Zeilen. Jetzt taucht sie ein in diese magische Geschichte, sie erliegt dem Zauber der Worte und lässt sich auf eine Affäre ein.

Als ein kleines Mädchen spurlos verschwindet, brechen alte Wunden wieder auf.

Welche Bedeutung hat das Kind in den Wellen und ist ihr trauriger Geliebter wirklich der Mann hinter dem Spiegel?

Eine poetische Parabel über Liebe, Schuld und die Macht ungesagter Worte, tragisch und humorvoll.

Über den Autor
Anke Schmidt, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in einer thüringischen Kleinstadt nahe der Saale. Sie arbeitet freiberuflich und liebt es, die Welt zu bereisen. Und wie man in diesem Roman erlesen kann, gehört ihr literarisches Herz den Klassikern des Sturm und Drang. Außer „Aprilsommerjahr“ ist bereits der Roman „Der Mann, das Mädchen und das Meer“ im ihleo verlag erschienen.

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Hallo Ihr Sommerleseratten und Schottlandliebhaber,

Ich würde Euch gern zu einer Leserunde meines ersten Romans "Der Mann, das Mädchen und das Meer" einladen.
Ein angepassten Aussteiger, ein schottischer Sommer, eine große Liebe.
Matt ist Anfang Dreißig und gerade mit Bravour am Leben gescheitert. Nach einem mißglückten Selbstmordversuch läßt er alles stehen und liegen und haut einfach ab. Er steigt in sein altes Auto und nimmt die nächste Fähre nach England. Durch glückliche Fügung oder nennen wir es Schicksal, landet er in einem winzigen Ort an Schottlands Küste. Die melancholische Landschaft und der raue Charme ihrer Bewohner heilen seine Seele. Er findet Freunde und er findet Heather. Aber auch deren Leben ist nicht ganz nach Plan verlaufen und bevor sich Beide ineinander verlieben können, müssen sie sich erst dem Leben stellen.
Das Buch hat 326 Seiten. Gern vergebe ich an interessierte Mitleser 10 Hardcover Bücher und freue mich auf Eure Meinungen zur Geschichte.
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Letzter Beitrag von  Martinchenvor einem Jahr
Hier kommt auch meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Anke-Schmidt/Der-Mann-das-M%C3%A4dchen-und-das-Meer-1431463731-w/rezension/1483430881/ Sie wird nach Freischaltung bei amazon, thalia und weltbild erscheinen. Ich bitte um Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat. Mir hat der Roman sehr gefallen und ich freue mich auf den nächsten.
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