Anke Stelling

 3.8 Sterne bei 28 Bewertungen
Autorin von Bodentiefe Fenster, Fürsorge und weiteren Büchern.
Anke Stelling

Lebenslauf von Anke Stelling

Anke Stelling wurde 1971 in Ulm geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zwei ihrer gemeinsam mit Robby Dannenberg verfasster Romane, wie z.B. "Gisela" oder "Glückliche Fügung" wurden sogar verfilmt. MIt ihrem Roman "Bodentiefe Fenster" wurde Stelling für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.

Alle Bücher von Anke Stelling

Bodentiefe Fenster

Bodentiefe Fenster

 (23)
Erschienen am 31.10.2016
Fürsorge

Fürsorge

 (3)
Erschienen am 07.03.2017
Erna und die drei Wahrheiten

Erna und die drei Wahrheiten

 (2)
Erschienen am 27.02.2017
Horchen

Horchen

 (1)
Erschienen am 11.02.2010
Schäfchen im Trockenen

Schäfchen im Trockenen

 (0)
Erschienen am 31.08.2018
Glückliche Fügung

Glückliche Fügung

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Nimm mich mit

Nimm mich mit

 (0)
Erschienen am 01.01.2003

Neue Rezensionen zu Anke Stelling

Neu
J

Rezension zu "Fürsorge" von Anke Stelling

Der Körper als Kompetenzbeweis
jamal_tuschickvor 2 Jahren

Als Tänzerin altert man jung. Der Leib verweigert die Tortur, bevor die besten Jahre beginnen. Seine Waffe ist der Schmerz. Damit erzwingt er die Stilllegung ruinierter Teile. „Wohl dem Abbaugebiet, dass eine neue Bestimmung findet”, salbadert die allwissende Ich-Erzählerin Gesche. Ich & allwissend gehen nicht zusammen, Stelling bezeichnet „Fürsorge“ vorsorglich als „literarisches Experiment“. Das Experiment ist gelungen, der Leser nimmt Gesche als Stalkerin wahr, die das Leben der Berufstänzerin Nadja neidisch erkundet. Der Autorin gelingt ein Wunder in doppelter Ausführung. Etwas Ungeheuerliches stellt sie als unterdurchschnittliches Erleben eng begrenzter Naturen dar. Einer unglaublichen Perspektive gibt sie eine verblüffende Plausibilität.
Gesche weiß: „Nadja hat die Hüfte einer Siebzig- und den Hormonhaushalt einer Fünfzigjährigen“. Als Spätgebärende scheint die Fünfunddreißigjährige keine „neue Bestimmung finden“ zu können. Allerdings hat Nadja schon einen Sohn, er kam in ihrem Leben bisher nur nicht vor. Die eigene, realsozialistisch gepolte, im zehnten Stock einer Leipziger Platte verwitterte Mutter versorgt den Enkel. Für Mario ist Nadja eine Stimme am Telefon, zu der er manchmal Mutti sagt wie aus Versehen. Mutti trifft den Sechzehnjährigen in ihrer Ursprungsumgebung, sie hat nichts Besseres mehr zu tun, als einen Geburtstag ihrer Mutter abzusitzen. Mario wohnt in ihrem alten Zimmer, sogar das Bett vom VEB Möbelwerke Zeulenroda gehört original zu Nadjas Kindheit und Jugend. Der Junge hat sich mit Hanteln zur formschönen Person ausgebildet. Er fährt Auto ohne Führerschein, die Kumpel johlen, als er ihnen die fremde Frau als seine Mutter vorstellt.
Von ihrem Berliner Heimschläfer Daniel, einem Heroin fixenden Komponisten und Manufactumfreak, empfängt Nadja zunehmend höhere Dosen Fremdheit. Er ekelt sich vor ihren kaputten Füßen, sie stört sein Schlafatem. Gesche überwacht die beiden wie ein schwacher Dämon. Sie meldet Verluste, noch bevor die Verluste sich bei Nadja und Daniel gemeldet haben. Diese dem Geschehen vorauseilende Aufmerksamkeit zieht Energie aus Verunglimpfungslust. Da geht es einer zu gut. Vom Golden Goal Schützen Oliver zum Vereinsmeier Bierhoff bedeutet in Nadjas Fach als Dozentin und Juryvorsitzende das sadistische Programm ihrer aktiven Zeit im Gegenzug auf die weichen Ziele der Elevinnen einwirken zu lassen. „Schäfchen“ heißen sie in der Sprache ihrer Zurichtung. Wegen eines Schäfchen reist Nadja wieder in die alte Heimat. Sie trifft Mario, dessen körperliche Vorzüglichkeit sie sich zu Herzen nimmt. Er ist sie in der rohen Erscheinung des idealen Selbst. Das Begehren der verhornten Sadomasochistin tarnt sich nicht mit mütterlicher Fürsorge. Der Sohn funktioniert für Mutti als Tankstelle, sie für ihn als Trainingsmaschine. Natürlich ist das Verhältnis ein selbstsüchtiges, wenn auch nicht steriles Unterfangen, eine Wiederholung der Nichtannahme des Kindes mit anderen Mitteln. Die Verweigerung der Selbstannahme. Missbrauch als Folge von Missbrauch. Die Bestätigung eines Pakts mit dem Teufel. Sehr schön erzählt.

Kommentieren0
1
Teilen
EmilyTodds avatar

Rezension zu "Erna und die drei Wahrheiten" von Anke Stelling

Ein tolles Kinderbuch
EmilyToddvor 2 Jahren

Allgemeines: Format: Hardcover Seiten: 236 Verlag: cbj Verlag  Preis: 12,99€ Erschienen am 27. Februar 2017 Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar 
Klappentext: Manche Dinge machen Erna, 11, irre. Zum Beispiel die Behauptung, dass es drei Wahrheiten gibt - deine, meine und die Wahrheit. In der Tat muss Erna sich täglich mit Widersprüchlichkeiten plagen und feststellen, dass auch die Erwachsenen oft nicht wissen, was zu tun ist: im gemeinschaftlichen Wohnprojekt und in der Gemeinschaftsschule. Dort geht es bisweilen gar nicht so gemeinschaftlich zu, sondern einfach nur - gemein.
Wie Erna dennoch die Wahrheit über den Ärger in der Schule herausfindet und wie sie es schafft, dabei ihrer eigenen Wahrheit treu zu bleiben, wird in diesem großartigen Kinderbuchdebüt von Anke Stelling erzählt.
Die Autorin: Anke Stelling wurde 1971 in Ulm geboren und wuchs in Stuttgart auf. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und lebt heute mit Mann und drei Kindern in Berlin. Ihr Debütroman ‚Gisela’ (gemeinsam mit Robby Dannenberg) wurde 2004 verfilmt, 2010 die Erzählung ‚Glückliche Fügung’. Der Roman ‚Bodentiefe Fenster‘ stand 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und der Hotlist der Unabhängigen Verlage. ‚Erna und die drei Wahrheiten‘ ist ihr erstes Kinderbuch.

Meine Meinung:
Erna und die drei Wahrheiten ist ein wirklich schön aufgemachtest Kinderbuch, was durchaus auch als Leserstoff für eine Ältere Zielgruppe geeignet ist.
Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt, die vorne im Buch in einem Inhaltsverzeichnis zu finden sind. Bei dem ist mir leider aber nicht besonders positiv aufgefallen, dass einige Kapitel fehlen. Das fand ich wirklich sehr schade. Ich denke, da ist bei der automatischen Kapitelerkennung bei der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses, etwas schief gelaufen. Bei einer nächsten Auflage, sollte das korrigiert werden.
Die Geschichte ist aus der Sicht der 11jährigen Erna geschrieben. Die es wirklich nicht einfach hat, als Heranwachsende. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Kinder in dem Alter mit den gleichen Gedanken und Gefühlen zu kämpfen haben und deswegen bin ich mir sicher, dass dies ein wikrlich gut geeignetes Buch für diese Altersgruppe ist. Denn Erna fühlt sich manchmal allein und kann bestimmt dabei helfen, dass sich der Leser nicht mehr so alleine fühlt mit seinen Gefühlen und Probleme.
Älteren Lesern zeigt dieses Buch auch sehr gut, was in den Köpfe der heutigen Kinder-Generation vor geht und kann helfen zu verstehen.

Alles in allem ein wirklich schönes Buch.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Kommentieren0
0
Teilen
Julinos avatar

Rezension zu "Bodentiefe Fenster" von Anke Stelling

Anke Stelling: Bodentiefe Fenster
Julinovor 2 Jahren

Im letzten Jahr stand Anke Stelling mit ihrem Roman Bodentiefe Fenster (Verbrecher Verlag) auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Schon damals fiel mir der Roman vor allem wegen des reduzierten, „Verbrecher-typischen“ Covers ins Auge. Jetzt habe ich es endlich geschafft, Stellings Roman über die Töchter einer 68er-Mütter-Generation und das Leben in einem Wohnprojekt, zu lesen.

In Bodentiefe Fenster begleiten wir die Hauptfigur Sandra durch ihren Alltag und werden Zeugen ihrer Gedanken und Gefühle. Einen wirklichen Plot gibt es nicht, vielmehr werden ein Lebenszustand und dessen Ursache beschrieben. Schon der erste Satz aus Sandras Sicht wirkt verheißungsvoll: „Ich bin wie meine Mutter.“ Eine erfüllte Wunschvorstellung? Oder eine Klage? Ein gelungener erster Satz, der bereits zu Beginn das Thema des Romans umreißt, aber nicht zu viel verrät.

Sandra ist vierzig Jahre alt, Mutter zweier Kinder und verheiratet mit Hendrik. Alle zusammen leben sie (wie übrigens auch die Autorin selbst) in einem Berliner Wohnprojekt. Ausgang dieser Art des Zusammenlebens ist die Idee, der Anonymität beim Wohnen in einer Großstadt zu entkommen. Die Hausgemeinschaft soll sich im besten Fall auf einer demokratischen Basis gegenseitig positiv beeinflussen und bereichern. Solch ein Zusammenwohnen kann sehr schön sein. Man fühlt sich nie allein, selbst in der anonymsten Großstadt. Außerdem versammeln sich in einem solchen Wohnprojekt zumeist Menschen mit ähnlichen politischen Ansichten. Sandra führt uns jedoch auch immer wieder die Kehrseite eines solchen Zusammenlebens vor Augen:

"Es ist nämlich so, dass wir im Wohnprojekt darum konkurrieren, wer die lustigsten Bekannten, die besten Argumente, die begabtesten Kinder und die schönste Balkonbegrünung hat […]"

Die BewohnerInnen sind sich so nah, dass das Zusammenleben Fluch und Segen zugleich sein kann. Fast alle Familien in Sandras Wohnprojekt haben Kinder. Deren Erziehung und die damit einhergehenden Schwierigkeiten sind ständige Themen im Buch. Mit dem Gefühl, sich inmitten von „Richtig-Mach-Müttern“ zu befinden, wirkt Sandra oft überfordert und unsicher. Im Wohnprojekt wird von den meisten Eltern eine eher anti-autoritäre Erziehungsweise bevorzugt. Im Grunde hat Sandra dagegen nichts einzuwenden, steht diesem Konzept der Kindererziehung aber auch kritisch gegenüber. Im Roman wird dies deutlich, als Sandra mit ihrer Tochter Lina bei einem Gartenfest der Hausgemeinschaft beginnt, Federball zu spielen. Immer wieder werden die beiden von Judiths Tochter unterbrochen, ohne dass deren Mutter sie zurechtweist. Also schreitet Sandra reflexartig ein: „Wenn du nicht weggehst, kriegst du gleich den Schläger an den Kopf“. Bereits im nächsten Moment bereut sie ihre Aussage, entschuldigt sich besonders laut, sodass auch die HausbewohnerInnen es mitbekommen und beendet reuevoll das Spielen mit ihrer Tochter. Dies ist nur ein Beispiel für den Zwiespalt, in dem sich Sandra ständig befindet.
Ihr fällt es schwer, ihre eigenen Ideale und die gesellschaftlichen Erwartungen mit konkreten Konfliktsituationen unter einen Hut zu bekommen. Dabei trägt sie nicht nur ihre eigenen Vorstellungen mit sich herum, sondern auch die ihrer verstorbenen Mutter. Dass Autoritäten nichts Gutes sind, hat sie schon von ihr in die Wiege gelegt bekommen. Sandra ist ein Kind der 68er Bewegung und hat von ihrer Mutter den Auftrag bekommen, die Welt zu verändern. Doch mit Anfang Vierzig muss Sandra sich eingestehen: „Ich bin wie meine Mutter.“ Sandra sieht, wie die Mutter damals, die eigenen Ideale klar vor ihrem innerem Auge, kann sie aber nicht erfüllen – eine Tragik, die beide Figuren verbindet.
Die linksliberale Einstellung, mit der Sandra erzogen wurde, spiegelt sich im Roman in Slogans wieder, die die Hauptfigur nicht mehr vergessen kann: „Einer ist keiner, zwei sind mehr als einer“, „Gemeinsam sind wir stark“ und „Diese Welt ist veränderbar“. Neben diesen Mottos kommen Sandra immer wieder Kinderlieder in den Sinn, die ebenfalls für die Möglichkeit einer besseren Welt plädieren, wenn nur alle zusammenhalten. Diese Wiederholungen ziehen sich durch den gesamten Roman und sind bewusst gesetzt. Sie erscheinen keinesfalls redundant, obwohl sich bestimmte Sätze in exakt gleicher Wortreihenfolge wiederholen. Vielmehr verstärken sie Sandras inneren Drang, etwas verändern zu wollen, die Ideale ihrer Mutter zu erfüllen.

Beim Lesen konnte ich Sandras Hilflosigkeit und Stillstand sehr intensiv nachfühlen. Dies liegt vor allem an der unprätentiösen Sprache, die Stelling in ihrem Roman verwendet. Die Sätze sind klar strukturiert und unterstützen den Fokus auf den Gang, nicht den Ausgang, der Geschichte. Stelling schafft es zudem, inneren Monolog und äußere Handlung geschickt zu verweben, sodass ich wirklich das Gefühl hatte, mit Sandra durch ihren Berliner Alltag zu streifen. Ja, vielmehr noch hatte ich den Eindruck, Sandras Komplizin zu werden, was den Lesegenuss ungemein erhöht.
Der klare Stil des Romans wird von einem trockenen Humor durchzogen, sodass ich beim Lesen immer wieder schmunzeln musste, zum Beispiel, wenn Sandra versucht, ihrem Mann nach dem Zu-Bett-Gehen noch ein paar Zärtlichkeiten abzuluchsen:

"Ich nehme seine Hand und lege sie mir selbst auf den Kopf. Er knurrt und dreht sich um, stößt mich dabei mit dem Ellbogen. Das habe ich davon, Erschleichung von Dienstleistung."

Bodentiefe Fenster kommt ganz ohne metaphorisch aufgeladene Bilder aus, weil das Thema des Romans stark genug ist. Sandras Zweifeln und Hadern mit sich und ihrer Umgebung umgibt den Inhalt des Romans mit einem nachdenklichen Schleier. Durchbrochen wird dieser durch wiederkehrende schwarzhumorige Passagen. Für mich waren es gerade Sandras Selbstzweifel, die sie zu einer Sympathieträgerin machen. Sich an Idealen abarbeiten und dabei erkennen, dass die Welt vielleicht zu komplex ist, um die eigenen Wertvorstellungen zu erreichen – das kenne ich auch.
Bodentiefe Fenster ist ein Roman unserer Zeit, der ohne stilistische Großspurigkeit von den Problemen mit den eigenen Vorstellungen erzählt.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
TinaLiests avatar


Seit dem 19. August steht es fest: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2015 hat die Longlist aus 20 Büchern zusammengestellt.
Hier seht ihr die komplette Liste!

Wir haben für euch nun wie im letzten Jahr eine besondere Aktion erdacht: Ihr habt in den ersten Septemberwochen die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen & auch ihre Bücher zu gewinnen!

Wir haben bereits Zusagen von Autoren aus dem Klett-Cotta Verlag, dem Verbrecher Verlag, dem Literaturverlag Droschl, dem Verlag Matthes & Seitz und dem Hanser Verlag. Diese Liste ist aber noch nicht final und wird womöglich noch um weitere Fragerunden und Termine ergänzt.

Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen:

Dienstag, 1. September 2015:
Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster"
Hier geht es zur Fragerunde!

Montag, 7. September 2015:
Gertraud Klemm - "Aberland"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 8. September 2015:
Monique Schwitter - "Eins im Andern"
Hier geht es zur Fragerunde!

Mittwoch, 9. September 2015:
Steffen Kopetzky - "Risiko"
Hier geht es zur Fragerunde!

Donnerstag, 10. September 2015:
Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"
Hier geht es zur Fragerunde!

Sonntag, 13. September 2015
Rolf Lappert - "Über den Winter"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 15. September 2015
Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele"
Hier geht es zur Fragerunde!

Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten. Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, achtet bitte darauf, dass ihr eure Fragen über den blauen "Jetzt Bewerben"-Button stellt. Bitte beachtet außerdem, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind.

Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 1 riesiges Buchpaket mit ALLEN Büchern aus der Longlist 2015:
Hier im Thema könnt ihr zwar keine Fragen stellen, aber ganz wunderbar diskutieren! Habt ihr schon eines oder sogar mehrere der Bücher gelesen? Welches ist euer Favorit für den Buchpreis?

Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei den Fragerunden und bin gespannt auf eure Meinungen!

vielleser18s avatar
Letzter Beitrag von  vielleser18vor 3 Jahren
Danke, hatte ich noch gar nicht gesehen !
Zum Thema
Fussel1986s avatar

Fragerunde mit Anke Stelling, der Autorin von "Bodentiefe Fenster"

Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 habt ihr die Chance, den Autoren, die mit ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen!

Wir freuen uns sehr, in dieser Fragerunde nun Anke Stelling begrüßen zu dürfen! In ihrem Roman "Bodentiefe Fenster" erzählt die Autorin in schöner Sprache und mit viel Ironie  von den Hoffnungen, Kämpfen und Widersprüchlichkeiten des Mutterdaseins.

Mehr zum Buch

Von den 68er-Müttern im Aufbruch hat eine Töchtergeneration den Auftrag erhalten, die Welt zu verbessern – das Waldsterben und die Aufrüstung zu stoppen, ein Zimmer für sich allein zu haben, gemeinsam stark zu sein –, und diesen Auftrag kann Sandra nicht vergessen. Mit vierzig Jahren und als Mutter zweier Kinder ist aus ihr eine Art Kassandra vom Prenzlauer Berg geworden. Sie sieht, dass die Ideale der Elterngeneration im Alltag verloren gehen, auf dem Spielplatz versanden, im Plenum der Hausgemeinschaft ad absurdum geführt werden. Alles auszusprechen, ist offenbar keine Lösung, weggehen kann sie jedoch auch nicht, außerdem genießt sie ihre Privilegien. Sie feiert die Kindergeburtstage wie früher, wie Pippi Langstrumpf, doch der Kern der Utopie ist nicht mehr da. Und die bodentiefen Fenster machen den Alltag allzu durchsichtig.
 
Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr zur Autorin
Anke Stelling wurde 1971 in Ulm geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zwei ihrer gemeinsam mit Robby Dannenberg verfasster Romane, wie z.B. "Gisela" oder "Glückliche Fügung" wurden sogar verfilmt. Mit ihrem Roman "Bodentiefe Fenster" wurde Stelling für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.

Unter allen Fragestellern verlosen wir 1 Exemplar von "Bodentiefe Fenster" aus dem Verbrecher Verlag! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, hat zusätzlich die Chance auf ein großes Buchpaket, vollgepackt mit allen nominierten Werken!

Anke Stelling wird am Dienstag, den 1. September 2015, bis etwa 20 Uhr Fragen beantworten - die Fragerunde wird also nicht bis Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen.

Wir sind gespannt auf eure Fragen und wünschen euch viel Spaß bei der Fragerunde!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Anke Stelling wurde am 16. Oktober 1971 in Ulm (Deutschland) geboren.

Anke Stelling im Netz:

Community-Statistik

in 52 Bibliotheken

auf 16 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks