Die Autorinnen – hier selbst als Betroffene - habe sich mit der Thematik beschäftigt, ob es wirklich nur Einzelfälle sind, wenn eine Professur einfach gekündigt wird. Dazu haben sie etwa 60 weitere Betroffene im deutschsprachigen Raum interviewt und einige Dinge über Fragebögen zusammengefasst. Dabei haben sich interessante Punkte herausgestellt.
Zuerst sind sie darauf eingegangen, ob so ein Rausschmiss wirklich nur wenige Fälle betrifft. Nach ihrer kleinen Studie zeigt sich hier ein Anstieg insbesondere seit 2018. Dabei gehen sie nicht nur auf die Unterscheidung des Geschlechts ein, sondern auch auf Alter, Klassenstand, Ethnie.
Im Anschluss wird auf die beiden Hauptanklagen für die Rauswürfe eingegangen. Wo dann sowohl die Alters- als auch die Erziehungsunterschiede zum Tragen kommen. Ebenso wie der Einbezug der Medien. Hier spielen nun auch die Fragebögen eine Rolle, in der es z.B. um Fairness und die Möglichkeit auf eine Anhörung geht.
Zuletzt gehen sie auch noch auf die Narrative ein, welche durch die Medien in ihrer Berichterstattung verwendet werden, und welches Licht das eigentlich auf die Leitungen der Unis und Hochschulen werfen sollte.
Die Autorinnen beschreiben immer wieder, wie Unis und ihr Führungspersonal als quasi unantastbar angesehen werden. Während sich diese aber von den alten Grundsätzen lösen und zu den neuen hinwenden. Auch ist hier der Wandel in der Berichterstattung noch einmal gut hervorgehoben worden.
Auf jeden Fall eine interessante Studie, die aber allen Lesenden zum Nachdenken bringen sollte, ob wir diese Entwicklung gut finden sollten oder nicht.
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