Anke Weber Regenbogenasche

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Inhaltsangabe zu „Regenbogenasche“ von Anke Weber

Rhina ist Halbwaise. Als sie erfährt, dass es der letzte Wunsch ihres Vaters war, in Namibia begraben zu werden, fasst sie den verrückten Plan, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Zusammen mit ihrem Freund Uncas, der eigentlich Kevin heißt und das für alles Üble in seinem Leben verantwortlich macht, gräbt sie die Urne ihres Vaters aus und macht sich auf den Weg nach Namibia. Dort erfährt sie allmählich mehr über das Leben ihres Vaters und macht sich auf die Suche nach dem Ort, der geeignet ist, seine letzte Ruhestätte zu werden …

Lesenswert! Ein schöner Schreibstil zusammen mit einer interessanten Geschichte.

— apfel94
apfel94

Skurril, poetisch und einfach wunderschön. Einfühlsam, abgedreht und humorvoll. Ein wunderschöner Roman, den man gelesen haben sollte!

— splitterherz
splitterherz

"Regenbogenwasser" - mein neues Lieblingswort <3

— Miss_Sunshine
Miss_Sunshine

Ein Ziel zu verfolgen kann manchmal dazu führen, neue Wege zu finden, vielleicht zu sich selber? wundervoll geschrieben

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezi "Regenbogenasche"

    Regenbogenasche
    wannabewriterin

    wannabewriterin

    01. December 2016 um 19:56

    Inhalt:ZUSAMMEN KÖNNEN WIR DEN TOD ANMALENDer Tod ist eine komplizierte Angelegenheit. Besonders, wenn der Tote der eigene Vater ist und seine Asche am falschen Ort lagert. Eine verwegene Idee hat sich in Rhina festgesetzt: Die Asche ihres Vaters muss nach Namibia gebracht werden- an den Ort, den er so geliebt hat. Diese Herzensangelegenheit erfordert einen echten Freund. Könnte der Junge vom Fahrradständer einer sein?Geschichte:Rhina lebt mit ihrer Mutter zusammen, ihr Vater ist schon vor einigen Jahren verstorben. Sie war noch jung als ihr Papa starb und die Erinnerungen verblassen zunehmend. Doch eins weiß Rhina ganz genau, ihr Vater wollte niemals auf einem normalen Friedhof bestattet werden, er wollte an den Ort zurück mit dem er am meisten verband NAMIBIA. Rhina hat sich als Ziel gesetzt die Asche ihres Vaters mit Hilfe ihres besten Freundes Uncas nach Namibia zu bringen, doch das ist einfach gedacht als getan. Schon der erste Schritt die Urne auszugraben stellt sich als ziemlich schwer heraus. Anschließend muss Rhina ihre Mutter von einer Reise nach Namibia überzeugen, hierbei schließen sich Uncas und Rhina einer Hilfsoragnisation an.Wie soll sie die Asche durch die strengen Kontrollen an Flughäfen bringen? Und selbst wenn dieses Hindernis gemeistert ist, wieso liebte ihr Vater NAMIBIA?Meinung:Der Titel hat mich persönlich sehr angesprochen, ebenso wie der Klappentext. Ich habe mich riesig gefreut dieses Buch zu lesen. Ich muss sagen an manchen Stellen war viel Vorhersehbar, dennoch fiebert man mit Rhina und Uncas mit und das in den verschiedensten Situationen. Das sich hinter der ganzen Geschichte noch ein Familiengeheimnis verbirgt merkt man erst zum letzten Viertel des Buches. Das Ende ist sehr abwechslungsreich geschrieben. Die Landschaft von Namibia wurde sehr gut und detailliert beschrieben und man konnte sich alles genaustens vorstellen!Regenbogenasche das wirklich ein bezauberndes Buch ist erhält von mir 3 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Regenbogenasche" von Anke Weber

    Regenbogenasche
    ueberreuter_Verlag

    ueberreuter_Verlag

    Sterben ist wie kacken Hat was mit loslassen zu tun und muss jeder machen. Doch leider ist es nicht so leicht, loszulassen, wenn es sich bei dem Toten um den eigenen Vater handelt. Rhina lässt der Tod ihres Papas einfach keine Ruhe, seit sie herausgefunden hat, wie sehr er Namibia geliebt hat. Hätte er nicht in Afrika beerdigt werden müssen?! Wie konnte man es nur zulassen, ihm die richtige letzte Ruhestätte zu verwehren?   Ein verrückter Plan unter der Sonne Afrikas Rhinas Entschluss steht fest: Seine Asche muss nach Namibia! Ein gefährliches Unterfangen. Und nicht ganz legal. Zum Glück muss Rhina das nicht allein stemmen. In dem geheimnisvollen Uncas, der eigentlich Kevin heißt, findet sie einen wahren Freund, der sich mit ihr auf Spurensuche in die Vergangenheit begibt und das Ausgraben der Urne tatkräftig unterstützt. Und unversehens ist da ein Kribbeln im Bauch, wenn sie ihn ansieht …   Vom Abschiednehmen, Erwachsenwerden und dem Gefühl, nach Hause zu kommen Einen ersten Eindruck von Anke Webers fulminantem Debüt um die quirlige Rhina, mit der man lachen und weinen möchte, bekommt ihr in der Leseprobe. Wem das nicht reicht, der darf sich bis zum 29. September um eines von 15 Exemplaren bewerben! Ihr müsst uns lediglich verraten, was die mutigste Unternehmung eures Lebens ist. Habt ihr schon einmal einer tödlichen Spinne das Leben gerettet? Seid ihr über Scherben gelaufen? Oder habt einen Fallschirmsprung gewagt? Die ausgelosten Gewinner dürfen an unserer Leserunde teilnehmen und Anke Weber, die uns durch das Buch begleitet, mit Fragen löchern!

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    • 253
  • Regenbogenasche

    Regenbogenasche
    Traumfeder

    Traumfeder

    13. February 2014 um 11:34

    Inhalt Rhina hat ihren Vater geliebt, doch er ist tot. Mit seinem Tod hat sie sich abgefunden, jedoch nicht mit der Tatsache, dass er am falschen Ort beerdigt wurde. Seine Asche gehört nach Namibia, an den Ort, den er über alles geliebt hat. Rhina ist fest entschlossen ihn nach Afrika zu bringen. Ihr Freund Uncas steht ihr bei diesem Unternehmen zur Seite. Nach und nach entwickeln sie einen Plan um nach Namibia zu kommen, doch wie sollen sie die Asche mitnehmen? Nebenbei muss sich Rhina auch noch mit dem sprudelnden Regenbogenwasser auseinander setzen, welches von der Nähe zu Uncas verursacht wird. Kann sie da noch einen klaren Kopf behalten? Meine Meinung Mit "Regenbogenasche" erzählt Anke Weber die Geschichte einer Tochter, die ihrem Vater Ruhe und Freiheit verschaffen will. Rhinas Vater ist tot, doch seine Seele hat keine Ruhe, denn sie gehört nach Namibia, das Land, welches er über alles geliebt hat. Rhina ist klar, dass ihre Tat illegal ist, doch sie tut es schließlich nicht für sich, sie tut es für ihren Vater. Rhina lebt mit ihrer Mutter zusammen. Sie war noch relativ jung als ihr Vater starb, doch seine Seelenruhe hat sie nie damit abschließen lassen. Seine Vergangenheit interessiert sie, weshalb sie auch sein geliebtes Namibia besuchen will. Neben Namibia schlägt ihr Herz auch für Uncas, den sie eher zufällig getroffen hatte. Diese Leidenschaft versteckt sie jedoch, denn sie weiß ja nicht ob er sie erwidert. Uncas, der eigentlich Kevin heißt, ist Rhinas bester Freund. Für sie macht er alles und lässt sich sogar auf ihren verrückten Namibia Plan ein. Ihm ist anzumerken, dass er sie mag. Er ist ein künstlerisch begabter Mensch und kann immer wieder mit kreativen Ideen punkten. Die Beziehung zwischen ihnen ist schön dargestellt. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, wie sie sich des Öfteren in Büchern finden lässt. Es ist eine Freundschaft, die irgendwann dieses Gefühl hinter sich lässt und eine Stufe aufsteigt. Sie sind für einander da, wobei natürlich eher Uncas für Rhina da ist. Äußerst faszinierend ist Anke Webers Umschreibung von Namibia. Nun, ich selbst war noch nicht da, doch das Feeling ist überraschend echt. Die Farben und die Schönheit der Landschaft verzaubern, täuschen aber auch nicht über die tatsächliche Situation und die Armut der Bevölkerung hinweg. Neben Rhina und Uncas, werden viele weitere Charaktere eingeführt und vorgestellt, doch leider werden sie kaum mit Leben ausgefüllt. Sie bleiben blasse Nebenfiguren. Es ist schade, da auch sie teilweise interessante Züge aufweisen. Betrachtet man jedoch auch die Hauptcharaktere genauer, lässt sich heraus sehen, dass auch sie eher wenig von sich preisgeben. Sie stehen zwar im Mittelpunkt, doch viel lässt sich über sie nicht herausfinden. Während ihrer Reise nach Namibia scheint Rhina ihrem Vater zum ersten Mal richtig kennen zu lernen und die Geheimnisse seines Lebens aufzudecken. Die Autorin sorgt dafür, dass die Wahrheit nur Stück für Stück offenbart wird. So kann die Spannung bis zur letzten Seite bewahrt werden. Auch setzt sie auf Wendungen, die man so nicht erwartet hätte. Sie mögen zwar nicht all zu groß sein, doch in der Geschichte bringen sie so manche Überraschungen. Fazit Mit "Regenbogenasche" schafft Anke Weber eine herzergreifende Geschichte über eine Tochter, die den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen will. Sie überzeugt durch die wunderbaren Beschreibungen der Landschaft, wogegen ihre Charaktere ziemlich blass erscheinen. Als Leser wünscht man sich mehr über sie zu erfahren, leider wird dies verwehrt.

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  • Wundervolles Buch mit philosophischem Gedankengut

    Regenbogenasche
    lesebiene27

    lesebiene27

    Rhina wurde in ihren zarten 14 Jahren schon häufig mit dem Tod konfrontiert. Doch mit dem Tod ihres Vaters kam sie seine Geschichte noch nicht abschließen. Sie hat das ungute Gefühl, dass er nicht in Deutschland bestattet werden sollte, sondern in Namibia. Er hat dort jahrelang seinen Urlaub verbracht und dieses Land geliebt. Wäre es dann besser, wenn er in dem Land seiner Träume beerdigt werden würde? Kurzentschlossen will Rhina seine Asche nach Namibia bringen. Doch wie soll das funktionieren, wenn er doch schon bestattet wurde? Zusammen mit Uncas an ihrer Seite begibt sich Rhina in ein Abenteuer auf der Suche nach einem Zuhause für die Asche ihres Vaters und lernt dabei Menschen kennen, die ihr Leben prägen werden und ein Land, das sie lieben lernt.   Das Buch ist ein wundervoller Roman, der nicht nur für Jugendliche gedacht ist. Er lässt sich sehr einfach und schnell lesen und es hat mir eine große Freude bereitet auf dieses Buch gestoßen zu sein. Die Autorin schafft es, das Geschehen vorhersehbar, aber dennoch spannend zu gestalten, sodass keine Langeweile aufkommt. Man fiebert mit Rhina mit, wie sie dabei ist, ihren Vater nach Namibia zu bringen oder eine Liebe für sich zu entdecken. Man spürt das Land und hat das Gefühl die ganze Zeit bei dem jungen Mädchen dabei zu sein und an seinem Leben teil zu haben. Die Autorin hat so viele wunderschöne Umschreibungen gefunden, die dem Lesen das gewisse Extra zu geben und das Buch zu etwas Besonderem machen. Am Ende gibt es ein Happy End, das man sich während des Lesens erhofft hat, doch ich war schon ein wenig enttäuscht, dass das Buch damit zu Ende ist, weil ich liebend gerne noch weiter von Rhina und ihrem Abenteuer erfahren hätte. Das Buch kann ich daher auf jeden Fall an Leser weiterempfehlen, die romantisch veranlagt sind und sich gerne mal Gedanken über philosophische Themen machen. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen!

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    • 3
    lesebiene27

    lesebiene27

    23. January 2014 um 21:11
  • Regenogenasche und Regenbogenwasser

    Regenbogenasche
    Tinkers

    Tinkers

    12. January 2014 um 19:05

    „Regenbogenasche“ ist das 2013 im ueberreuter-Verlag erschienene Debüt von Anke Weber. Rhina erfährt zufällig vom letzten Wunsch Ihres verstorbenen Vaters und begibt sich zusammen mit ihrem besten Freund Uncas auf eine abenteuerliche Reise nach Namibia um diesen Wunsch zu erfüllen. Nach und nach erfährt sie mehr über Familiengeheimnisse, aber auch über sich und die Welt. Es ist ein sehr sensibler, tiefgründiger und vielschichtiger Jugendroman mit wunderschönen Gedankengängen, der aber durchaus auch sehr frische und freche Momente aufweist und ebenso hervorragend für junggebliebene Leser geeignet ist. Man lernt viel über Namibia, wird aber nicht durch zu viele Details gelangweilt. Das Cover ist wunderschön und aufwendig gestaltet. Der Schreibstil hat mich sehr schnell gefangen genommen. Und der Titel ist perfekt. Die Charaktere sind besonders authentisch und vielseitig, im Gegensatz zu manch anderen Protagonisten in Jugendbüchern. Für mich ist die Geschichte in sich komplett rund, superschön erzählt und sie hat meinen persönlichen Horizont erweitert. Mein persönlicher Wortschatz ist um ein neues Lieblingswort bereichert wurden: Regenbogenwasser! <3 <3 <3

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  • Leo Löwchen 13J. Rezi zu "Regenbogenasche"

    Regenbogenasche
    LeoLoewchen

    LeoLoewchen

    03. January 2014 um 14:55

    Ein toter Vater… Der am falschen Ort begraben ist… Und seine Tochter, die alles macht, um ihm den letzten Wunsch zu erfüllen! Heute habe ich für euch das Buch“Regenbogenasche” geschrieben von Anke Weber und erschienen im Ueberreuter Verlag.   Rihnas Vater ist seit bereits 7 Jahren tot. Nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem Hund Berliner alleine und eigentlich ist daran auch nichts außergewöhnlich. Aber Rihna hat mitbekommen, wie ihre Mutter am Telefon zu jemandem gesagt hat, dass ihr Vater am falschen Ort begraben liegt. Sie hätten ihn nach Namibia bringen sollen, in das Land, das er so geliebt hat! In Rihna wächst eine Entschlossenheit für ein riesiges Vorhaben. Sie muss ihren Vater nach Namibia bringen! Seine Asche sollte frei sein und er sollte in Namibia herumfliegen können. Aber alleine kann Rihna das nicht schaffen. Sie braucht einen guten Freund, jemand auf den sie sich verlassen kann! Könnte das vielleicht sogar Uncas, der Junge vom Fahrradständer sein? Die Störung der Totenruhe ist immerhin ein großes Vergehen. Doch Rihna ist bereit, alles für ihren verstorbenen Asche – Papa zu tun. Kommt Rihna überhaupt unbemerkt mit dem verstorbenen Vater an Bord nach Namibia?  Wird Uncas ihr helfen? Wird am Ende alles gut? Das müsst ihr unbedingt selber nachlesen!   Dieses Buch ist wie eine große Reise! Von Seite 1 bis Seite 251 ist man in dieser Welt gefangen und reist durch Namibia, durch Rihnas Gefühlschaos und durch die Vergangenheit ihres Vaters! Der Schreibstil ist so unglaublich mitreißend und bildlich, dass ich wirklich alles vor Augen hatte, ohne das viel darüber erklärt worden war. Eine vergleichbare Geschichte mit solch einem Hintergrund habe ich noch nie zuvor gelesen und ich möchte einfach mehr!!! Es fiel mir so schwer das Buch am Ende wieder wegzulegen, als ich durch war! Die Figuren werden einem so sympathisch, als würde man mit ihnen reden… Es ist unglaublich, wie schnell dieses Buch einen in den Bann zieht! Und dann dieses Cover!!!! Wer nicht weiß, wie dieses Cover aussieht oder sich anfühlt, der muss auf der Stelle in eine Buchhandlung fahren. Diese “Regenbogenasche” auf dem Schriftzug “Regenbogenasche” ist schon ein totaler Hingucker… Ich…ich glaube ich hör jetzt mal auf mit den Schwärmereien    Ich vergebe glorreiche und total verdiente 5 von 5 Löwchens!   Das war es dann von mir Viele Grüße Eure Leo Löwchen

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  • Das Leben in einem Gewand aus Farben - wunderschön, poetisch und skurril

    Regenbogenasche
    splitterherz

    splitterherz

    21. November 2013 um 19:20

    "Es bleibt dabei: Der Tod ist die Anwesenheit der Abwesenheit. Wer auf ihn wartet, stellt fest, dass er noch nicht eingetroffen ist. Und ist er schließlich eingetroffen, dann ist für die Hinterbliebenen die Abwesenheit des Gestorbenen permanent anwesend. Der leere Stuhl am Tisch trägt nach dem Tod mehr Gewicht, als zu den Zeiten, da noch jemand auf ihm gesessen hat." ["Regenbogenasche" // Anke Weber // S. 34] Erster Satz: Sterben ist wie Kacken - hat was mit loslassen zu tun und muss jeder machen. Inhalt: Für die vierzehnjährige Rhina Norden ist der Tod eine faszinierende Angelegenheit - und das nicht nur, weil sie bereits drei Menschen- und zwei Tierleichen gesehen hat, sondern sogar zwei von ihnen wieder ausgebuddelt hat: ihren Hamster und - viel gravierender - die Asche ihres verstorbenen Vaters. Dass seine Asche nämlich am falschen Ort begraben liegt, ist für Rhina geradezu eine Blockade, ist doch eines der wenigen Dinge, die sie über ihn weiß, die Tatsache, dass er Namibia geliebt hat. Das Chaos ist perfekt, als Rhina immer mehr Fakten über ihren Vater erfährt, die sie vorher nicht wusste bis sich schließlich tausende Fragen und Rätsel um sein Leben und seinen Tod ranken - da hilft nur eins: gemeinsam mit ihrem besten Freund Uncas, der eigentlich Kevin heißt, begibt Rhina sich auf eine abenteuerliche Reise nach Namibia, um die Geschichte ihres Vaters endlich aufzulösen, seine Asche an seinem Lieblingsort zu verstreuen und die Seite der Welt kennenlernen, die ihr Vater so geliebt hat. Dass Rhina in Afrika noch viel mehr findet, als sie zu hoffen gewagt hat, weiß sie zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht... Schreibstil: Anke Weber malt nicht nur den Tod kunterbunt - ihr Schreibstil ist ein ganzer Farbeimer voll mit den schönsten und schillernsten Farben. Facettenreich und bunt, schräg und doch so normal, lustig und einfühlsam erzählt Weber eine ganz besondere Geschichte, die nicht nur von Anfang bis Ende gut geschrieben, sondern auch atmosphärisch sehr dicht ist. Ob Weihnachten, Friedhofsbesuche oder namibianische Steppe - Weber schafft es alle Szenen und Orte zu ganz besonders lebhaften Bildern zu werden, die sich in den Kopf einbrennen und unbedingt dort bleiben wollen. Aus der Sicht der jungen Rhina geschrieben ist die Geschichte außerdem sehr frech und frisch, liest sich wie etwas ganz Großes und Wichtiges und ist einfach durchweg unterschwellig spannend. Ganz groß und kunterbunt geschrieben - bitte mehr davon! Meine Meinung: Geschichten, die das Leben schreibt sind manchmal tatsächlich die besten. Wenn damit noch eine originelle und faszinierende Idee verbunden ist, kann man eigentlich nicht mehr viel falsch machen. Das und mehr beweist Anke Weber mit ihrem unvergleichlichen Debüt "Regenbogenasche" mehr als einmal - schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass ein solch skurriles, verrücktes und gleichzeitig warmherziges Buch derart authentisch ist! Wer ein Werk fernab von Klischees, Schubladen und Einheitsbrei sucht, sollte jedenfalls mal einen Blick auf "Regenbogenasche" werfen, wenn er ein erstaunlich ehrliches und feinfühliges Buch lesen möchte, das von Verlust, Tod, Freundschaft und einem ganz besonderen Mädchen handelt. Wie die Geschichte diesen schmalen Grad zwischen abgedreht und glaubwürdig schafft ist mir eigentlich immer noch ein Rätsel - schließlich gibt es mehr als eine Situation zum Kopfschütteln, letztendlich ist es aber diese Einfühlsamkeit, die "Regenbogenasche" so wunderschön und traurig und warm zugleich macht. Dabei ist es schon einmal Balsam für die Bücherseele, wenn Titel, Cover und Inhalt so gut miteinander harmonieren, dass man beinahe nur staunen kann. Ich betone das an dieser Stelle noch einmal, weil es inzwischen nicht ganz so selbstverständlich ist, dass bei einem Buch einfach alles stimmt. Angefangen vom ersten Satz bis hin zum letzten ist einfach alles im Einklang und überzeugt auf ganzer Linie. Und das obwohl ich mir gewünscht habe, dass es noch lange weitergeht und noch viel ausführlicher ist - was im Grunde mein einziger Kritikpunkt ist und irgendwo auch wieder für das Buch spricht. Die Geschichte teilt sich für mich in zwei Abschnitte: Rhinas Leben in Deutschland und ihr Aufenthalt in Afrika und beide haben diesen besonderen Reiz. Nebenbei schlängelt sich immer mal wieder subtil die Liebesgeschichte um die Protagonisten und gibt dem Buch das gewisse Etwas. Mir hat es einfach wunderbar gefallen, wie natürlich sich alles anfühlte, ja, wie richtig: die Freundschaft, die sich im Laufe des Buches sehr langsam aber deutlich in eine zarte Liebe verwandelt, die Suche nach den Spuren von Rhinas Vater - ja, sogar das Ausbuddeln seiner Asche. "Hundepfotengeruch ist der beste Seelentröster." [S. 108] Wenn jedes Wort am richtigen Fleck und jede Szene zur richtigen Zeit geschieht, kann man einfach nur von einem unglaublichen Buch reden und genau das ist "Regenbogenasche" für mich gewesen. Zuerst war ich skeptisch wegen der sehr jungen Protagonistin (14), aber man merkt Rhina ihre jungen Jahre kaum an. Sie ist eine lebendige, freche und tiefgründige Protagonistin, die durchweg fasziniert. Man kann sie einfach in keine Schublade stecken: sie hat keine Zeit für Banalitäten - wie das Jammern um ihr Aussehen oder falsche Komplexe - und das ist genau das, was mich an ihr so begeistern konnte. Ihre Ehrlichkeit, aber auch ihre Angst vor dem, was sie noch nicht weiß, haben sie unglaublich plastisch und sympathisch gemacht und trotz der ungewöhnlichen Umstände kann man sich hundertprozentig mit ihr identifizieren. Dasselbe gilt eigentlich für jede andere Figur (gerade auch für Uncas, der ein richtig toller Typ ist!) - es gibt hier tatsächlich nur warmherzige und liebevoll gezeichnete Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Ja, man könnte "Regenbogenasche" trotz (oder in diesem Fall vielleicht sogar gerade wegen) der eigentlich ja schweren Thematik um den Tod als absolutes Wohlfühlbuch bezeichnen. Dieses Buch ist bunt, rührend, witzig, skurril, liebevoll und serviert uns so viele Themen und Fragen, Eindrücke und Bilder, das man sich kaum davon losreißen kann. Selbst Dinge, die wir nicht kennen, präsentiert es uns mit einer solchen Natürlichkeit, dass selbst das so fremde Afrika heimisch wirkt. Es ist durchweg ein roter Faden gegeben und immer wieder führt eins zum Anderen, was zeitweise zu ganz schön verrückten Situationen führt, die aber irgendwie doch so passend sind und immer genau dort treffen, wo sie treffen wollen. Ein wunderschöner und humorvoller Roman, der ein dunkles Thema so bunt und warm angeht, dass man die Schönheit des Lebens in fast jeder Ecke erkennen kann. Ich kann nichts schlechtes zu "Regenbogenasche" sagen und möchte es auch nicht, denn dieses Buch hat mich - wie es Rhina so gerne ausdrückt - mit Regenbogenwasser gefüllt und einfach nur glücklich gemacht. Schade, dass ich die Figuren verlassen muss, ich würde so gerne noch weiter mit Rhina durch das Leben gehen! Ach und übrigens: mit Rhina und Autorin Anke Weber habe ich endlich meine Seelenverwandten in Sachen Hundepfotengeruch gefunden - und ich dachte immer, ich wäre die Einzige! Fazit: "Eine skurril-poetische Geschichte über die Lebendigkeit des Todes und über die Liebe. Samtig wie die Wüste im Sonnenuntergang. Überschäumend wie das Meer. Und bunt wie Afrika." [via ueberreuter] - das fasst es perfekt zusammen. Die Geschichte um Rhina, Uncas und den Tod ist so einfühlsam, verrückt und witzig, dass man sie nur lieben kann! Fernab vom Mainstream erzählt Anke Weber eine ganz besondere Geschichte, in der ich mich mehr als einmal verloren und wie zu Hause gefühlt habe. Mit sympathischen und herzerwärmenden Figuren wird man mit kunterbunten Eindrücken nur so überschüttet - selbst dem Tod wird in diesem Roman ein solch faettenreiches Gewand umgeworfen ohne lächerlich zu wirken, dass man nur staunen kann. Ein wunderschöner Roman über das Loslassen, das Erwachsenwerden, das Suchen und Finden, die Freundschaft und die Liebe - poetisch, skurril und unb

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  • Umwerfend in vielerlei Hinsicht

    Regenbogenasche
    mepatii

    mepatii

    30. October 2013 um 20:36

    In ,,Regenbogenasche" von Anke Weber geht es um Rhina Norden, eine Schülerin, die das Gefühl hat, ihr verstorbener Vater sei am falschen Ort begraben worden. Rhina wohnt bei ihrer Mutter und hat, unter Anderem durch die Bestattung ihres Hamsters schon früh Erfahrungen mit dem Tod gesammelt. Rhinas Vater ist vor einigen Jahren bei einem Autounfall verstorben und Rhina hat seit längerer Zeit das Gefühl, dass es nicht richtig ist, dass er hier in Deutschland liegt, da er Namibia so liebte.  Sie plant die Asche ihres Vaters aus zu graben und ihn irgendwie nach Namibia zu bringen. Ihr Freund Uncas erklärt sich bereit zu helfen. Auf ihrer Reise entdecken beide eine Neue Welt und ihre Freundschaft bleibt nicht unbedingt Freundschaft... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zu Beginn ist dort sofort diese direkte Aussage: ,,Sterben ist wie kacken-..." (S.8) Es begegnet einem ein merkwürdiges Mädchen, dass nicht wie die meisten denkt. Sie stellt sich Dinge auf ganz andere Art und Weise vor und hat einen ganz anderen Blickwinkel auf etwas wie den Tod.  Gerade Anfangs kommt einem Rhina Norden verrückt vor, mit ihren tausend Rhinas die in ihrem Kopf die Arbeit machen und sich darum streiten, ob sie nun neugierig oder doch ängstlich sein sollte. Nach einiger Zeit wird jedoch klar, dass dieses Mädchen etwas sehr großes auf dem Herzen hat und das ist nicht nur den Vater nach Namibia zu bringen, sondern auch den Grund seines Todes zu erfahren. Sie merkt, dass sie ihren Vater sehr vermisst, obwohl sie sich kaum an ihn erinnert und dass sie einen sehr guten Freund hat, der mit ihr durch dick und dünn geht. Viele Stellen in ,,Regenbogenasche" sind zum lachen, doch sind diese dem ernst des Todes und des Lebens gegenüber gestellt. Mir gefällt diese Verbindung zwischen der eigentlich dummen Tat, die Rhina tut und dem Verständnis und der Erschütterung, die die Mutter gleichzeitig zeigt als sie dies merkt. Es ist ein wundervolles, aufregendes und berührendes, ja vor allem berührendes Buch und auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

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  • Wunderbar!

    Regenbogenasche
    AddictedToBooks

    AddictedToBooks

    30. October 2013 um 13:11

    "Das Leben ist bunt. Und den Tod muss man anmalen". In "Regenbogenasche" erzählt Anke Weber von Rhina, einem Mädchen im Schulalter, das sich in den Kopf setzt, die Asche ihres toten Vaters nach Namibia zu bringen - in das Land, das ihr Vater so geliebt und jedes Jahr besucht hat. Dafür braucht sie natürlich noch einen guten Freund, der ihr sowohl seelisch als auch körperlich zur Seite steht. Ist Kevin (von Rhina Uncas genannt) der Richtige für ihren Plan? Wird es Rhina schaffen, ihren Vater nach Namibia zu bringen? Und welchen Geheimnissen kommt sie auf die Spur? Das und mehr erfährt man in diesem wundervollen Roman. Das Buch ist wirklich schön, außergewöhnlich und einzigartig. Wie ein Mädchen auf die Idee kommt, so etwas Großes zu wagen, das ist wirklich toll. Und die Liebesgeschichte, die in diesem Buch natürlich auch nicht zu kurz kommt, ist so geschrieben worden, dass man mit der Protagonistin mitfühlt und das "Regenbogenwasser" selbst spürt. Das Buch ist etwas Besonderes und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen und lieben gelernt habe. Deshalb erhält "Regenbogenasche" von mir 5 Sterne. 

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  • Regenbogenwasser und bunte Asche

    Regenbogenasche
    Claudie

    Claudie

    28. October 2013 um 23:53

    "Regenbogenasche" erzählt von einem mutigen, willenstarken Mädchen, das sich auf die Spuren ihres verstorbenen Vaters macht. Sie möchte seine Asche an den Ort bringen, den er geliebt, von dem er immer wieder erzählt hat: nach Namibia. Dieses Buch steckt voller Warmherzigkeit, Verständnis, aber auch Geheimnissen. Rhina und Uncas sind die Protagonisten dieser Geschichte, die auch andere Personen aufnimmt, jedoch die meiste Zeit den Blick auf diese beiden behält. So entsteht eine intime Atmosphäre zwischen den beiden. Obwohl Rhina immer wieder Zweifel an der Durchführung ihrs Plans hat, bleibt sie doch stark und versucht, das beste aus der Situation zu machen. Nicht selten steht ihr dabei Uncas zur Seite, der ihr mit Ideen hilft und immer auch ein paar aufbauende Worte für sie bereit hat. Ein Buch über die Wichtigkeit des Familienzusammenhalts, den Duft eines fremden Landes und die Ermunterung, niemals aufzugeben.

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  • Rezension zu "Regenbogenasche"

    Regenbogenasche
    Krisse

    Krisse

    27. October 2013 um 11:40

    Ich muss sagen, dass Cover kommt zu meinen Lieblingscover! Ich finde es einfach wunderschön!! Auch den Titel mag ich sehr gerne. Zum Buch: Gut finde ich den Schreibstil. Er ist offen, lustig, und individuell. Das ist aucb der Grund, warum ich Rhina sofort sympathisch fand. Aber auch mit den anderen Protagonisten kann man gut sympathisieren. Die Idee der Geschichte finde ich ebenfalls außergewöhnlich gut. Allerdings finde ich die Umsetzung nicht überzeugend, was wohl daran liegen mag, dass es eher ein Teenie-Buch ist. Denn manchmal hätte ich mir schon gerne mehr detailliertheit gewünscht, und nicht, dass es so einfach für Rhina und Uncas sein würde zuerst die Asche auszugraben, dann nach Namibia zu bringen und schkießlich auch noch zu zerstreuen... Dennoch denke ich, dass Jugendliche in Rhinas Alter (14/15) das Buch und die Geschichte toll finden würden, denn im Grunde ist es ein gutes Buch, nur manchmal zu träumerisch. Als wäre das Leben so einfach, und man müsse sich nur wünschen was man will und würde es bekommen... Für mich also nicht Realitätsnah genug.                        

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  • Rezension zu "Regenbogenasche" von Anke Weber

    Regenbogenasche
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    24. October 2013 um 10:07

    Rhina ist ein junges Mädchen, das bereits ihren Vater verloren hat. Doch Rhina ist fest davon überzeugt, dass ihr Vater im falschen Land beerdigt worden ist. Jahrelang zog es ihn immer wieder nach Namibia. Deshalb will sie seinen Wunsch erfüllen, und seine Asche nach Afrika bringen. Doch das ist nichts so leicht. Zusammen mit ihrem Freund Uncas schmiedet Rhina einen Plan, wie sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen kann. Das Buch erzählt eine ungewöhnliche Geschichte. Es ist bewegend und emotional, gleichzeitig aber auch ein wenig seltsam und makaber. Einige Stellen, z. B. wie am Friedhof die Urne des Vaters ausgegraben wird, sind doch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es geht auch um schöne Themen, wie die erste Liebe, das Erreichen von Zielen oder die Verwirklichung von Träumen. Dabei schafft es die Autorin, die Geschichte so zu erzählen, dass es niemals langweilig wird. Insgesamt ein schöner Roman, der sich gut lesen lässt. Nur das Thema finde ich ein wenig schwierig.      

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  • Den Tod muss man anmalen

    Regenbogenasche
    Miss_Sunshine

    Miss_Sunshine

    Rhinas Vater ist tot und ihrer Meinung am falschen Ort begraben. Vielleicht kann der nette Junge am Fahrradständer weiterhelfen, der sich von ihr umtaufen lässt, weil „Kevin“ anscheinend kein vorteilhafter Name sei. So machen sich Uncas und Rhina mit Kinderschaufel bewaffnet auf zum Friedhof. Doch wo soll der Aschen-Papa jetzt hin? Nach Namibia! Jahrelang war Rhinas Vater jeden Sommer dort unterwegs und scheint eine besondere Verbindung mit dem Land zu haben. Es ist eine berührende, witzige und spannende Geschichte über Trauer und das Erwachsen werden. Ich musste lachen, Tränen unterdrücken und fieberte lange dem ersten Kuss zwischen Uncas und Rhina entgegen. Vorrangig wird Rhinas Beziehung zu ihrem Vater thematisiert. Ihre Suche nach Erinnerungen an ihn und nach den Geschehnissen rund um seinen Tod. Aber natürlich ist auch die Liebe ein großes Thema im Leben eines Teenagers. Durch Uncas, der ihr immer hilfreich zur Seite steht, wird das eigentlich schwere Thema der Trauerbewältigung leicht und lebendig. Das Cover wird besonders die haptischen Liebhaber begeistern. Der Titel ist mit einer körnigen Struktur aufgedruckt und war/ ist Schokolade für meine Hände ;) Ich habe nach negativen Punkten gesucht, weil mir rein positive Rezis unglaubwürdig vorkommen. Ich fand nur folgendes: Rhina knabbert zu viel Schokolade. Wer kann ihr aber deswegen böse sein? Mein Fazit: Perfekter kann ein Unterhaltungsroman nicht geschrieben werden. 5 Sterne!

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    • 2
  • Die Suche nach dem richtigen Weg

    Regenbogenasche
    DasBuchmonster

    DasBuchmonster

    18. October 2013 um 15:44

    Rhinas Vater ist tot. Er ist vor sieben Jahren gegen einen Baum gefahren. Doch das ist nicht das, was Rhina akut beschäftigt, nein, denn sie bekommt über ein Telefonat ihrer Mutter mit, dass Sjurds Asche in Namibia hätte begraben werden sollen statt in Deutschland. In Gedanken und Emotionen verwickelt erschafft Rhina einen unrealistischen Plan Rhonas Vater nach Namibia zu verschleppen, doch gemeinsam mit ihrem Freund Kevin alias Uncas wird dieser Stück für Stück wahr und Rhina gelingt das Unmögliche.  Meinung: Mir gefällt das Cover sehr gut, die Schrift ist jugendlich gehalten und die ineinander übergehenden Farben sind harmonisch. Mit dem Mädchen, das ihre Arme gen Himmel öffnet, kann man sofort assoziieren, dass es sich um ein Buch handelt, das ein emotionales Thema aufgreift und dennoch mit jugendlicher Frische besprenkelt wird. Das Buch ist aus Rhinas Perspektive geschrieben. Die Autorin schafft mit rhina eine sehr sympathische Hauptfigur, Rhina ist stark, offen und ehrlich, sie ist witzig und dennoch ist sie auch gefühlsbetont, von diesen Adjektiven erhält Rhina in dem Buch nichts volle Kanne, sondern nur in angenehmen Portionen. Was am Anfang skurril und ja schon beinahe frech klingt, wird von Seite zu Seite verständlicher. und man kann es gegen Ende mit der naiven Ehrlichkeit eines Kindes gleichsetzen. Auch Rhinas Freund Uncas ist ein Herzblatt, er ist absolut perfekt, aber nicht in der "Mucki"-Art und Weise. Nein, er ist absolut perfekt für Rhina. Ihre Liebesgeschichte ist sehr zart geschrieben. Ein perfekter Ausgleich zu Rhinas schriller Idee. In dem Buch stecken zugleich noch mehrere Themen, die für mich neu sind: einmal das Thema Aschestreuen und dann noch Namibia. Beides interessante Themen. Namibia gibt dem Buch einen interessanten Reiz und Spannung, die Bilder von Namibia sind malerisch beschrieben und dennoch realistisch. Auch die Menschen und ihre Taten erwecken auch in mir einen gewissen Tatendrang kreativ zu sein. Der Schreibstil ist zwar jugendlich, doch anfangs ist die Wortwahl, die mir persönlich sehr gefällt, etwas schwieriger, daher würde ich eine Leseempfehlung ab 15 Jahre geben. 

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  • Erwachsen werden

    Regenbogenasche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. October 2013 um 13:01

    Rhina hat sich in den Kopf gesetzt, ihrem verstorben Vater einen Wunsch zu erfüllen, er hat immer so von Namibia geschwärmt und ist dort auch jedes Jahr hin gereist, dass sie ihn hier ausgraben und dort Beerdigen möchte. In Uncas, ihrem Schulkameraden findet sie einen Verbündeten und langsam entwickelt sich zwischen ihnen mehr.  Ein gemeinsam geplanter Schüleraustausch nach Namibia ist ihre Chance und diese Reise wird auch von Überraschungen und Erkenntnissen erfüllt, mit denen Rhina nicht gerechnet hat.  Diese Buch beschreibt sehr gefühlvoll, wie es ist, langsam erwachsen zu werden und den großen Verlust des eigenen Vaters zu verarbeiten. Aber auch, wie ein solches Erlebnis ein Mädchen verändert.  Geschickt platzierte Schreck- Momente, wie z.B. die plötzlich auftauchende Tante am Grab,  dass suchen eines Tannenbauständers oder aber auch Dianas "bedienen" an Rhinas Rucksack, setzten gekonnt Spannungspunkte. Bei der Reisebeschreibung bekommt man glatt das Gefühl, man ist dabei. So schön ist die Landschaft beschrieben. Ich möchte nicht zu viel verraten aber so viel sollte gesagt sein, es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, man taucht sofort in Rhinas Leben ein und fühlt sich an ihrer Seite, versteht sie so gut, freut sich mit ihr genauso wie man manchmal glaubt, sie umarmen zu müssen. Aber dafür, dafür hat sie zum Glück immer Uncas an ihrer Seite! 

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