Ann-Kristin Mull Ist öko immer gut?

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Inhaltsangabe zu „Ist öko immer gut?“ von Ann-Kristin Mull

Wenn wir nur noch „Made in Germany“ kaufen, verlieren dann Menschen in Indien ihre Lebensgrundlage? Unterstütze ich korrupte Regierungen, wenn ich Hilfsorganisationen Geld spende? Gehen beim Wasser sparen unter Umständen die Rohre kaputt? Gibt es ein nachhaltiges Auto und ist Fairtrade immer fair? Ann-Kristin Mull hat zu Alltagsfragen der Nachhaltigkeit Interviews mit 16 Expertinnen und Experten geführt und die überraschenden Antworten dieses internationalen Forscherkreises zusammengetragen. Ihr Buch vereint wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse mit einer anregenden Lektüre und lenkt damit unsere Verbesserungsenergien in die richtigen Bahnen. Denn: Schon mit relativ geringem Aufwand können wir nachhaltig spürbare und dringend notwendige Veränderungen erreichen.

Vielschichtiger und denkabstößenanregender Ratgeber, der Altbekanntes aus internationaler Expertensicht den Leser bewusster machen will...

— widder1987

Guter Einstieg in die Welt der Nachhaltigkeit!

— nordfrau

Hervorragende Idee, leider etwas mager umgesetzt. Als Einsteiger-Lektüre dennoch zu empfehlen!

— Lyke

Nicht nur wegen des geballten Sachverstandes der Diskussionsteilnehmer, sondern auch wegen den nicht aufdringlichen formulierten Empfehlunge

— Orlowski

Es gibt Höhen und Tiefen. Manches ist richtig gut, manches aber weniger.

— Wedma

Eine Sammlung von Interviews, die nur als Einstieg in das Thema dient

— mysticcat

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1210

    widder1987

    09. April 2017 um 20:04
    ChattysBuecherblog schreibt Ich möchte diesen Monat mit euch Bücher lesen, die Umlaute (Ä, Ü, Ö) im Titel haben.

    Hab das 'Ist Öko immer gut?'-Buch gelesen...

  • Ist öko immer gut?

    Ist öko immer gut?

    nordfrau

    03. April 2017 um 09:18

    GestaltungDieses Buch fällt gleich durch seine besondere Aufmachung ins Auge. Der Umschlag besteht aus Recyclingkarton und liegt angenehm in der Hand und die Seiten sind aus umweltfreundlichem Papier mit mineralölfreien Druckfarben bedruckt. Es ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet und man merkt, dass die Herausgeberin Ann-Kristin-Mull aus dem Grafikbereich kommt.Inhalt"Wie kann man als einzelner die Welt besser machen? Und wie können wir sicher sein, dass es wirklich gut ist, was wir tun?" Diese zwei zentralen Fragen stellt die Herausgeberin 16 Experten verschiedener Fachgebiete bezüglich Nachhaltigkeit. Die kurzweiligen Interviews behandeln die wichtigsten Aspekte eines nachhaltigeren Lebens, wie zum Beispiel Konsumverhalten, Abfall und Abwasser, Energie, Transport, Geld und Entwicklungshilfe. Vor dem jeweiligen Interview findet man noch einen kurzen Steckbrief des Experten, sehr aufschlussreich, um zu sehen, aus welcher "Ecke" er kommt. Am Ende des Buches ergänzen eine Zusammenfassung, ein Saisonkalender für Obst und Gemüse, Abbildungen der gängigsten vertrauenswürdigen Siegel und weiterführende Links und Buchtipps die Experteninterviews.FazitDieses Buch ist für mich ein solides Einsteigerbuch ins Thema Nachhaltigkeit, besonders für jene, die gerne "etwas tun" möchten, aber noch nicht so genau wissen, wo sie anfangen könnten. Es deckt viele verschiedene Bereiche ab und macht es somit leicht, den Lebensbereich herauszupicken, in dem für einen persönlich eine Veränderung am leichtesten oder auch am wichtigsten durchzuführen ist. Und es ermutigt auch, einfach mit ganz kleinen Schritten zu beginnen!

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  • Buch für Einsteiger mit wertvollen Impulsen zur Veränderung der eigenen Weltsicht

    Ist öko immer gut?

    Lyke

    Neugierig geworden durch den Titel und die Beschreibung des Verlags, stürzte ich mich in dieses Buch und bleibe nun nach der Lektüre mit zwiegespaltener Meinung zurück. Warum? Das möchte ich gerne ausführlich erläutern. Aufbau Das Buch besteht aus 16 Experteninterviews, welche auf ihren jeweiligen Sachgebieten Anworten geben auf aktuelle ökologische Fragestellungen. Dabei geht es um sehr alltägliche Themen wie Leben&Kaufen, Ernährung, Energie, Urlaub&Verkehr, aber auch um globalere Themen wie Geld&Mensch und die Entwicklungshilfe. Der Interview-Stil liest sich leicht und wirkt locker und frisch; jedes Themengebiet wird in der Regel von zwei Experten und damit aus verschiedenen Blickwinkeln abgedeckt. Cover und Gestaltung Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier und mit einem Umschlag aus 100% Recycling-Papier, bleibt das Buch seinem eigenen Inhalt treu. Auch der haptische Eindruck gefällt mir, da sich der etwas rauere Umschlag im Unterschied zu den sonst eher glatten Büchereinbänden sehr griffig anfühlt und das Buch insgesamt mit seinem kompakten Format beim Lesen leicht in der Hand liegt. Das Cover und die Gestaltung des Buches haben mich hingegen nicht begeistert. Das Foto auf der Vorderseite wirkt trist und bedrohlich und Brauntöne durchziehen das komplette Buch ohne farbliche Auflockerung. Was modern wirken soll, hinterlässt bei mir eher einen langweiligen, altbackenen Eindruck. Das unruhige Schriftbild (kursiv gedruckte Fragen; absurd große Hervorhebungen bei den Antworten, oft mitten im Satz) stört den Lesefluss und Seitenzahlen, die sich innen Richtung Buchrücken befinden, halte ich für extrem unpraktisch. Meinung zum Inhalt Mir hat der Grundtenor des Buches sehr gut gefallen. Es zeigt, wie man auch mit kleinen Schritten die Welt zu einem besseren Ort machen kann...indem man dort anfängt, wo man Dinge ändern kann; indem man sich einfach in Bewegung setzt und handelt; indem man sich Gleichgesinnte sucht und sich gegenseitig bestärkt; indem man sich umfassend informiert und nicht alles unhinterfragt glaubt und und und...Das Buch spricht konkrete Alltagsprobleme an und bietet Lösungen, die sich oft ganz leicht umsetzen lassen. Ansprechend finde ich außerdem die Zusammenfassung und die Energiespartipps am Ende des Buches und den heraustrennbaren Saisonkalender für Obst und Gemüse. Dennoch fehlt mir persönlich Tiefe und Substanz bei diesem Buch. Die Experten bemühen sich zwar, ihre Themengebiete umfassend darzustellen, kratzen dabei aber leider viel zu oft nur an der Oberfläche oder reden um die eigentliche Frage herum. Innerhalb des Buches entsteht leider auch kein Diskurs zwischen den Experten; jeder widmet sich allein seiner Sache und so stehen die Kapitel unverbunden nebeneinander. Da hätte ich mir Diskussionen, Querverweise und ein wenig mehr Bezug untereinander gewünscht. Was mich jedoch am meisten stört ist die Tatsache, dass die Interviews als "wissenschaftlich fundiert" ausgewiesen werden, man aber keinerlei Quellen- oder Literaturverzeichnisse findet und somit die aufgestellten Behauptungen nicht gegenprüfen oder weiter vertiefen kann. Dies können leider auch die Literatur-Tipps am Ende des Buches nicht wettmachen. Fazit Die Idee und der Grundtenor des Buches haben mich angesprochen und fasziniert; die Umsetzung ist meiner Meinung nach jedoch ziemlich mager ausgefallen. Für Menschen, die sich schon mit ökologischen Fragestellungen auseinandergesetzt haben, bietet dieses Buch trotz spannender Fragestellungen kaum einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Ich empfehle es daher als Basis-Einsteiger-Lektüre, aus der man lediglich Impulse für eine weitere, vertiefende Beschäftigung mit den Themengebieten mitnehmen kann.

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    • 6
  • Leserunde zu "Ist öko immer gut?" von Ann-Kristin Mull

    Ist öko immer gut?

    Tectum_Verlag

    Liebe Lovelybookerinnen und -booker, eine neues Sachbuch steht in den Startlöchern und wartet darauf, gelesen zu werden. Es stellt die Frage "Ist öko immer gut?". Es kommen 16 internationale Experten zu Wort und geben in Ihren Fachdisziplinen konkrete Anwendungstipps. Um bei der Leserunde dabei zu sein, beantwortet einfach folgende Frage: Was tut ihr für die Umwelt, welche Entscheidungen habt ihr getroffen?

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    • 111
  • Fachkundig, sachlich und unideologisch

    Ist öko immer gut?

    Orlowski

    06. March 2017 um 18:54

    Angelockt durch die sehr aktuelle Frage, habe ich das Buch gelesen. Bereits die aufgeführten Themen des, - im originellen Design verfassten Inhaltsverzeichnisses,- machen neugierig. Im Buch werden brandaktuelle Fragen zur Umwelt und Nachhaltigkeit beantwortet. Je nach Thema bemühte sich die Autorin immer um den Sachverstand ausgewiesener Spezialisten der Wissenschaft und Technik zu der beschriebenen Sachfrage. Das hebt dieses Werk wohltuend von manchen politisch oder ideologisch beeinflussten Veröffentlichungen ab. Neben den aktuell diskutierten Themen wie Energieversorgung und Gentechnik, widmet sich das Buch auch Themen, wie Antibiotika, Ernährung, Abfallrecycling oder Auto/Flug- Reisen. Für mich persönlich war besonders die Gegenüberstellung der Ökobilanz zwischen importierten und einheimischen Nahrungsprodukten sehr interessant.

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  • Ist Öko immer gut? - Ja

    Ist öko immer gut?

    Vivien95

    04. March 2017 um 13:22

    Das Buch hat mich sehr begeistert und angeregt, all die angesprochenen Dinge von einer anderen Sichtweise zu sehen. Ich werde es wohl immer wieder in die Hand nehmen, um nachzuschlagen, was ich als nächstes in Angriff nehmen kann.Die Optik ist sehr gelungen und auch der Interview-Style war erfrischend.Das Buch greift auf viele wichtige Bereiche der Umwelt auf, an denen wir etwas verändern können. So z. B.: Leben und Kaufen, Fisch & Fleisch, Abfall, Wasser, Transport, Energie und Geld.Jeder kann sich mit Hilfe des Buches einen Überblick auf seinen eigenen Konsum/Verbrauch/Lebensstil machen und mit anfangs kleinen Schritten dies zum Guten zu verändern. Das Buch bietet dazu sehr gute Lösungsansätze.Wenn viele Menschen kleine Schritte wagen, wird es irgendwann ein großer Schritt für unsere Umwelt sein. Wir müssen uns nur trauen anzufangen und mit dem Bewusstsein leben, dass wir nicht alles auf einmal tun können. Wir müssen bei uns selbst anfangen. 

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  • Gutes Buch, insb. für Einsteiger.

    Ist öko immer gut?

    Wedma

    03. March 2017 um 16:35

    Dieses Buch hat bei mir eine eher zwiegespaltene Meinung hinterlassen. Es gibt also Höhen und Tiefen. Das Buch liefert 16 Interviews mit 16 Spezialisten auf ihren jeweiligen Gebieten, nach Themen zusammengefasst wie „Leben und Kaufen“, „Abfall und Abwasser“, „Geld und Mensch“, „Urlaub und Verkehr“, usw. Jede(r) Interviewte beantwortet als erstes die Fragen: „Wie kann man als Einzelner die Welt besser machen? Und wie können wir sicher sein, dass es wirklich gut ist, was wir tun?“ Die Antworten fallen mitunter sehr unterschiedlich aus, z. B. Der eine sagt, man kann als einzelne Person vergleichsweise wenig tun/wenig erreichen, der andere sagt, man könne ja so viel machen, das kumuliert sich dann. Je nachdem, wie fit man im Thema ist, kann man an manchen Ausführungen auch sein A-ha Erlebnis haben.  Manches lässt aufhorchen. Manches hat man vllt geahnt und liest die Bestätigung dessen in diesem Buch. Mein Problem waren u.a. die fehlenden Quellenangaben. Wenn z.B. Prof. Dr. Ulf Schrader, Leiter des Fachgebietes Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum an der TU Berlin sagt: „Im konventionellen Lebensmittelhandel wird Bio oft nur nach dem Mindeststandard der EU-Ökoverordnung angeboten und auch auf weitere ökologisch relevante Aspekte wie Regionalität wird vielfach weniger geachtet.“S. 24, oder auch: „In Deutschland, wo im Durchschnitt gerade mal zehn Prozent des privaten Haushaltsbudgets für Nahrungsmittel ausgegeben werden, gibt es da noch viel Entwicklungspotential.“ S. 24, oder wenn Prof. Dr. med. Hans Hauner, Inhaber des Lehrstuhls für Ernährungsmedizin an der TU München sagt: „Viele Menschen ernähren sich heute… bewusst eiweißreich. Das ist nicht unbedenklich, weil immer mehr Studien darauf hinweisen, dass eine eiweißreiche Ernährung möglicherweise Wohlstandskrankheiten wie Typ 2 Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und bestimmte Krebsarten fördert.“ S. 32, neigt man dazu, dem auch Glauben zu schenken. Mir fehlen aber trotzdem die Quellennachweise. Diese gibt es in diesem Buch kaum. An den Stellen, an denen sie mich besonders interessiert hätten, wie auch bei o.g., gar nicht. Manche Themen sind inhaltlich zu oberflächlich behandelt worden, z.B. das Thema Überfischung. Manches Thema/Info wiederholt sich vom Interview zu Interview, wie der Urlaub auf Mallorca, der gar keine gute CO2 Bilanz hat, wie die Plastiktüten in den Geschäften, die es mittlerweile nicht gibt. Manche Aussage wirkte schlicht naiv, manche kam mir esoterisch angehaucht vor: Sie werden ja spüren, wenn Sie das Richtige tun. Das gab es an zwei Stellen. Andere Interviews sind doch reichhaltiger und interessanter, tiefgehender. Aber „wissenschaftlich fundiert“, wie die Herausgeberin ihr Werk im Vorwort bezeichnet, ist es wohl kaum. Oft kamen mir die Antworten sehr politisch korrekt vor, mir war, dass manche Interviewten so wenig wie möglich bei den Mächtigen anecken wollten. Sehr interessant fand ich den Beitrag von Thomas Campbell (Physiker, Bewusstseinforscher). Vllt wirkt er auf Otto-Normalverbraucher recht apart oder abgehoben in seinen Ansichten, aber er vertritt eine ganz andere Sicht der Dinge. Vllt sollte man gerade an der Stelle bei der Problemlösung ansetzen. Eine Bereicherung, seine Meinung kennenzulernen. Dieses Interview habe ich ausführlicher gewünscht. Es gibt einige Links im Text, wo man z.B. Apps herunterladen kann, wenn man ermitteln will, ob ein Produkt als nachhaltig gilt oder anschauen möchte, welche Konsumentenentscheidungen welche CO2 Bilanz haben uvm. Am Ende des Buches gibt es eine kurze Zusammenfassung, Energiespartipps, die einem sehr bekannt vorkommen, wenn man sich bereits mit dem Thema befasst hat. Es gibt 1 Seite, die Eiweißbedarf beschreibt, anschl. 2 Seiten zum Herausschneiden „Obst und Gemüse aus Deutschland: Saisonkalender“. Darin wird unterscheiden zw. sehr geringer Klimabelastung (Freilandanbau) und mittlerer Belastung (Lager oder in Gewächshäusern mit keiner oder geringerer Beheizung). Weiter sind 11 zertifizierte Hilfsorganisationen mit Spendersiegel aufgeführt worden, z.B. Unicef, Oxfam, Dt. Rotes Kreuz, etc. Auch sind einige wohlbekannte geprüfte Siegel für Bio, Öko-Produktion wie demeter, Bioland, EU Ecolabel in monochromer Ausführung dabei und zum Schluss paar Buchtipps. Das Buch lässt sich recht leicht lesen, somit ist es ideal für die Leser, die sich wenig bis gar nicht mit dem Thema befasst haben. Für Einsteiger auf dem Gebiet, Schüler bei ihren Hausarbeiten ist das Buch eine gute Adresse.

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    • 3
  • Eine Sammlung von Interviews, die nur als Einstieg in das Thema dient

    Ist öko immer gut?

    mysticcat

    18. February 2017 um 16:35

    Angaben des Verlags zum Buch: Wenn wir nur noch „Made in Germany“ kaufen, verlieren dann Menschen in Indien ihre Lebensgrundlage? Unterstütze ich korrupte Regierungen, wenn ich Hilfsorganisationen Geld spende? Gehen beim Wasser sparen unter Umständen die Rohre kaputt? Gibt es ein nachhaltiges Auto und ist Fairtrade immer fair? Ann-Kristin Mull hat zu Alltagsfragen der Nachhaltigkeit Interviews mit 16 Expertinnen und Experten geführt und die überraschenden Antworten dieses internationalen Forscherkreises zusammengetragen. Ihr Buch vereint wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse mit einer anregenden Lektüre und lenkt damit unsere Verbesserungsenergien in die richtigen Bahnen. Denn: Schon mit relativ geringem Aufwand können wir nachhaltig spürbare und dringend notwendige Veränderungen erreichen. Meine Meinung: Nachdem das Buch damit wibt, dass "wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse" in diesem Buch an Leser*innen weitergegeben werden, war ich interessiert. Schon bei den ersten Kapiteln war ich verwundert und habe ans Ende des Buches geblättert und war überrascht. Denn weder in den Interviews noch im Anschluss noch im Anhang des Buches finden sich Literaturverzeichnisse oder Angaben der "gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse" samt dazugehöriger Studien. Ebenso stört mich, dass zu jedem Thema nur ein Experte oder eine Expertin zu Wort kommt und nicht auch der kontroverse Standpunkt dazu im Buch vertreten ist. So wird zum Beispiel von einem Experten der Umbau des Kanalnetzes mit dünneren Rohren gefordert - und das generell! Dieses Argument wird unreflektiert und allgemein gültig stehen gelassen, ohne zu hinterfragen, ob es hinter dickeren Rohren nicht doch noch einen Sinn gibt - zum Beispiel in Wien den Abtransport des Regenwassers in dicht bebautem Gebiet über die Kläranlage. Wenn es lange heiß und trocken ist, muss mehr Wasser durch das Kanalnetz fließen, damit es nicht zu stinken beginnt weil sich Abwasser zu langsam bewegt, jedoch muss das Netz auch auf die größtmögliche Regenmenge ausgerichtet sein. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Argumente des Experten falsch sind, ich halte sie nur nicht so allgemein gültig wie sie in diesem Buch dargestellt werden. Ich finde die Zusammenstellung der Interviews gut, allerdings hätte nach jedem Interview noch ein wissenschaftlicher Input (samt Quellennachweis und weiterführender Literatur) für mich hingehört, um dieses Buch als Fachbuch sehen zu können, so bleibt es für mich lediglich eine Interviewsammlung, die für "richtige" wissenschaftliche Bücher als Zitatesammlung herhalten können. Was mich auch noch gestört hat, war dieses sehr unruhige Schriftbild - plötzlich werden Textpassagen hervorgehoben. Das hat mich an Gehirnwäschemethoden erinnert. Die Zusammenfassung am Ende des Buches mit den wichtigsen Punkten ist absolut ausreichend, die zusätzlichen Hervorhebungen hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Was ich gut finde ist, dass zumindest der Einband aus Altpapier hergestellt ist. Allerdings sind bereits durch einmaliges Stellen ins Regal und vorsichtiges Lesen die Ränder etwas in Mitleidenschaft gezogen und ich glaube, dass dieses Buch schnell abgegriffen aussieht. Daher wird ihm, bei häufigerer Nutzung, Buchfolie nicht ersprart bleiben. Das restliche Buch ist aus Holz mit Gütesiegel hergestellt. Hier habe ich mich gefragt, ob man nicht auch noch für den Rest des Buches auf Recyclingpapier hätte zurückgreifen können, denn dieses gibt es auch schon in sehr guter Qualität. Aber anscheinend hat es auch so fürs Umweltzeichen gereicht. Die 16 Interviews können jedoch sehr hilfreich für Schüler und Schülerinnen sein, wenn sie sich im Rahmen einer Hausarbeit oder vorwissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema "Öko" oder "Nachhaltigkeit" auseinandersetzen möchten, um einzelne Aspekte des Themas kennen- und unterscheiden zu lernen. Fazit: Eine gute Idee, von der Umsetzung bin ich jedoch enttäuscht. Es hält nicht, was der Verlag verspricht. Allerdings stimmt es, was im Klappentext steht: 16 Interviews gibt es tatsächlich.

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