Ann-Merit Blum

 3.9 Sterne bei 36 Bewertungen

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Meleons magische Schokoladen

Meleons magische Schokoladen

 (22)
Erschienen am 31.10.2012
Meister der Zeit - Romantischer Steampunk

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 (10)
Erschienen am 09.11.2014
Meister der Zeit II

Meister der Zeit II

 (0)
Erschienen am 02.11.2010

Neue Rezensionen zu Ann-Merit Blum

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J

Rezension zu "Meister der Zeit II: Die Gesellin (German Edition)" von Ann-Merit Blum

Kurzweilige Unterhaltung bei dunklerer Stimmung
Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr

Dieser Band 2 ist atmosphärisch düsterer und damit weniger romantisch und leichtfüßig gehalten als Band 1. Es gibt mehr Szenen, die betroffen machen (Lebensumstände von Leona, Krankenhaus-Szene), viel Misstrauen ist spürbar. Die Lage spitzt sich zu und alle Protagonisten sind sozusagen in der harten Realität angekommen. Hauptschauplatz ist diesmal Frankfurt am Main im Jahr 1863.
Schade, dass die erfrischenden Interaktionen zwischen Leona und Sebastian, die mich im Band 1 amüsierten, hier ausbleiben. Auch hatte ich beim Kauf erwartet, es gäbe nur 2 Bände und Leonas Aufarbeitung ihres Gefühlslebens, speziell der Zwiespalt zwischen zwei Männern, würde sich entscheidend weiterentwickeln. Zwar traut sich Sebastian zum Ende hin mal, etwas von seinen Gefühlen preiszugeben. Wie Leona hiermit umgeht und wie sie über Alexander denkt, bleibt aber offen. Ich nehme an und hoffe, dass dies im Band 3 noch intensiv thematisiert wird.
Hier steht jedenfalls die Magie um die Uhren, Leonas Meisterlehre bei Josef und der strategische, verbale und körperliche Kampf zwischen Gut (Meister Fabrizius, Josef, Leona und Anhang mit einigen neuen Figuren) und Böse (Meister Michaelis) im Mittelpunkt. Vielleicht lässt sich ja im Band 3 noch ein Einblick in die Innenwelt des Meisters Michaelis nehmen? - Mir würde es gefallen, allein schon, damit nicht zu sehr das Schwarz-Weiß-Denken bedient wird.
Vermittelte Lehren und Philosophisches sind erneut ein Pluspunkt.
Da ich im Band 1 Humor, Stimmung und die Einführung interessanter Figuren mochte und mir für Band 2 mehr charakterliche und emotionale Weiterentwicklung versprochen hatte, für mich nicht so stark wie Band 1. Eine etwas komplexere Weltanschauung (mehr über Historie und Gesellschaft), tiefgründigere Hauptfiguren und mehr Überraschungen hätten mir erneut gefallen. Klammert man aus, dass dieses Szenario in größerem Kontext betrachtet nicht funktionieren würde (Einfluss der Uhren auf Lebens- und Jungerhaltung), habe ich mich wieder gut kurzweilig unterhalten gefühlt.
Ich bitte, an der Rechtschreibung Korrekturen vorzunehmen und die Formatierung anzupassen. Die Absätze innerhalb von Szenen sind zu zahlreich, demgegenüber lassen sich Szenenwechsel kaum erkennen. Da dies den Lesefluss stört, wäre es unfair, keinen Stern abzuziehen. Ich hoffe aber, dass Ann-Merit Blum Zeit findet, eine fehlerfreiere Fassung hochzuladen. Danach bin ich gern bereit, auf vier Sterne hochzustufen.

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J

Rezension zu "Meister der Zeit - Romantischer Steampunk" von Ann-Merit Blum

Kurzweilige Unterhaltung bei leichtfüßiger Stimmung
Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr

Handlung und Sprache entführen in das Jahr 1862, angereichert um magische Uhren. Hierbei soll die viktorianische Zeit, wie sie in gehobenen gesellschaftlichen Kreisen erlebt wurde, nachempfunden werden. Die Autorin schafft hierzu eine leichtfüßige, romantische Stimmung.
Lehren und philosophische Elemente zu Uhren und Zeit, Naturelementen und Mathematik sind gut in diese Stimmung eingebettet.

Protagonisten:
Leona, etwa 20, Einzelkind, aus wohlhabenden Familienverhältnissen, die sich als frisch Verheiratete in einer neuen Rolle bewegt. Sie ist ausgestaltet mit einem wissbegierigen, neugierigen und störrischen Wesen, womit sie nicht das Musterbeispiel einer edlen Dame der damaligen Zeit wiederspiegelt. Alexander, Leonas Ehemann, steif agierender Mathematiker, den das ungewöhnliche Verhalten seiner Frau überfordert. Leutnant Sebastian Teck, charmant und forsch, geboren 1703, was sich in äußerer Erscheinung, Verhalten und Sprache äußert. Sein Leben und sein junges Alter wurden mithilfe einer magischen Taschenuhr bewahrt, welche grundsätzlich durch den Zeitmeister Michaelis kontrolliert wird, sich jedoch nun in der Gewalt von Leona befindet. Es gibt wenige weitere relevante Nebenfiguren, denen nicht viel, aber die nötige Tiefe verliehen wird: Leonas und Alexanders Eltern, Cousine Amalie, Meister Fabrizius, Josef, Meister Michaelis. Auch diese Nebenfiguren konnte ich mir lebhaft vorstellen, diese wirken nicht übermäßig überzeichnet, es kommt ausreichend zum Ausdruck, dass jede Figur das Produkt ihrer Umwelt ist und Beweggründe für ihr Handeln hat.
Wer hier Historisches, ernstgemeinte Blicke auf Politik und Gesellschaft erhofft, wird enttäuscht - ich persönlich hatte das aber auch nicht erwartet.

Es gibt aus meiner Sicht keine Längen, ich habe den Roman schnell und mit Freude gelesen. Besonders mochte ich die erfrischenden Interaktionen zwischen Leona und Sebastian, die zum Schmunzeln anregen. Obwohl Spannung und Humor vorhanden sind, hätte ich mir gewünscht, dass Ann-Merit Blum die Handlung noch tiefgründiger, aufregender und unerwarteter gestaltet hätte.
Dass eine Meisteruhr als Notfallinstrument in einem kleinen Kosmos betrachtet wird, obgleich sie als Lebensbewahrer und Jungbrunnen für große Bevölkerungsgruppen sowohl Glück als auch Zerstörung bringen kann, darauf will ich gar nicht hinaus, weil dies das von Ann-Merit Blum anvisierte Bild sprengen und auch im Kontrast zur gewählten Grundstimmung stehen würde.
Unter objektiver Betrachtung, d. h. die leichtfüßige romantisch-verklärte Stimmung ausklammernd, hat mich vielmehr Folgendes gestört:
Auf der einen Seite stellt Leona kluge Fragen zu naturwissenschaftlichen, technischen und philosophischen Themen, aber auf der anderen Seite lässt sie sich naiv in riskante Szenarien hineinkatapultieren, bei denen sie ihr Leben riskiert, ohne Beweggründe frisch kennengelernter Personen zu analysieren. Auch findet in Bezug auf das Arbeiten am Glück in ihrer Ehe und ihren emotionalen Zwiespalt zwischen zwei Männern wenig Reflektion statt. Dieser Sinnbruch wiegt umso schwerer, da sie den einen seit Kindertagen als fürsorglichen und lieben Mann kennt und geheiratet hat und der andere sich im Haus von Leonas Schwiegereltern einnistet, fordernd auftritt ohne viel anzubieten und wenig über seinen Charakter und seine Motivation preisgibt. Das bietet Projektionsfläche für Kritik. In beiden Fällen hätte ich mir ein paar zusätzliche Buchseiten gewünscht, um Leonas Entscheidungen besser zu verstehen. Dies hätte auch das gewünschte Bild einer starken, für ihre Zeit emanzipierten Frau, die eben nicht auf jeden offensichtlichen Schachzug und jede Charmeoffensive einsteigt, untermauert (vgl. z. B. Jane Austen).
Was das Ende angeht, so hatte ich bereits lange davor eine Ahnung, was geschehen würde.
Eine etwas komplexere Welt, mehr Irreführungen und Wendungen hätten mir gefallen.

Großes Kompliment für den Titel, das Cover, den Klappentext und den Beginn des Buches - Alles passt gut zusammen und hat bei mir den gewünschten Anziehungseffekt ausgelöst. Ich möchte lediglich anregen, im Klappentext den letzten Satz abzumildern, da dieser zu sehr spoilert und bei mir zum Erraten des Endes beigetragen hat.

Ich habe die Bitte, den Roman nochmal durchzukorrigieren. Normalerweise meckere ich darüber bei unabhängigen Autoren nicht, aber hier sind Rechtschreibfehler usw. sehr zahlreich. Zum Ende fehlen Zeilenumbrüche bei Szenenwechseln. Dies stört den Lesefluss und das Abtauchen in die Geschichte doch sehr.

Insgesamt keine tiefschürfende hohe Literatur, aber mit ein paar positiven Lehren und philosophischen Ansätzen, leicht zu lesen, eingängig, kurzweilig und unterhaltend. Gut geeignet nach einem anstrengenden Arbeitstag, an dem man nicht mehr so viel nachdenken möchte. Ich habe mir auch Band 2 gekauft und freue mich auf Abschlussband 3.

Literaturempfehlung für solche, die romantischen Steampunk eingebettet in eine epische Fantasysaga mögen und vor komplexen Rätseln und bildgewaltiger Sprache nicht zurückschrecken: Das Lied von Anevay & Robert: Fantasy (The Empires of Stones, Band 1).

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laraundlucas avatar

Rezension zu "Meister der Zeit - Romantischer Steampunk" von Ann-Merit Blum

Meister der Zeit - Romantischer Steampunk
laraundlucavor 2 Jahren

Inhalt:

Ein Roman voller Romantik, Magie, geschäftig tickender Uhren und halsbrecherischer Kutschfahrten Endlich ist es soweit: Leona heiratet ihre Liebe seit Kindertagen: Alexander, den brillantesten Studenten ihres Vaters. Während der Hochzeitsfeier wird ihr eine silberne Taschenuhr zugespielt. Als Leona den Deckel der Uhr öffnet, erscheint Leutnant Teck, gekleidet wie ein Offizier des 18. Jahrhunderts und mit dem Charme einer längst versunkenen Zeit. Er behauptet, ein Uhrmacher habe seine Seele an die Uhr gebunden. Während ihr frischgebackener Ehemann zunehmend misstrauisch wird, versucht Leona, mehr über Uhren herauszufinden und Leutnant Teck aus seiner misslichen Lage zu befreien. Sie lernt den geheimnisvollen Meister Fabrizius kennen, unter dessen Anleitung sie schließlich selbst eine Uhr konstruiert. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist dem Genre, der Zeit und dem Setting angepasst, wirkt dadurch aber etwas gestelzt und ist nicht ganz so flüssig zu lesen. Ich hatte Probleme in die Handlung hineinzufinden, was allerdings nicht nur an dem etwas zähen und langatmigen Erzählstil lag.

Das Thema Zeit und Uhren fand ich wirklich sehr interessant. Die Fragen, die sie mit sich bringen und denen Leona auf die Spur kommen möchte, lassen den Leser selbst ins Grübeln kommen, Überlegungen anstellen und sich mit dem Thema zu befassen. Zudem sehr philosophisch und lehrreich.

Das Thema hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber die Umsetzung war nicht so ganz meins. Neben dem gewöhnungsbedürftigen Erzählstil war die Handlung teilweise etwas zu langatmig, die Spannung hat mir gefehlt. Auch habe ich aufgrund des Klapptextes eine etwas andere Geschichte erwartet. Er stimmt nicht so ganz mit den Gegebenheiten im Buch überein.

Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts, eine interessante Zeit, zu der ganz andere Bedingungen und ein anderes Frauenbild herrschten. Die Handlung beginnt mit Leonas Hochzeit. Anders als erwartet ist die Hochzeit arrangiert und Leona nicht wirklich glücklich. Dies ändert sich, als Leutnant Teck in ihre Leben tritt und es auf den Kopf stellt.

Die Geschichte ist eine recht nette Unterhaltung für Zwischendurch, der es allerdings an Spannung fehlt.

Fazit:

Das Thema ist sehr interessant, die Umsetzung leider in meinen Augen nicht ganz geglückt.

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