Die Enklave

von Ann Aguirre 
4,1 Sterne bei190 Bewertungen
Die Enklave
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Positiv (151):
Obsidiarks avatar

Eine interessante Mischung aus Apokalypse und Romantik, die nicht zu kitschig ist!

Kritisch (9):
JennaLightwood77s avatar

Das war leider so gar nicht nach meinem Geschmack. Das Erzähltempo war an vielen Stellen zu langatmig und dann plötzlich wieder zu schnell..

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Inhaltsangabe zu "Die Enklave"

Aus den Trümmern der Welt erblüht eine unsterbliche Liebe … New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442268122
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:349 Seiten
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:16.05.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    MartinaBookaholics avatar
    MartinaBookaholicvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: 3,5 interessante Punkte für eine krasse Idee :)
    3,5 interessante Punkte für eine krasse Idee :)

    https://martinabookaholic.wordpress.com/2015/12/14/snapshot/

    Meine Meinung zum Buch:
    Ich habe eigentlich ziemlich erwartungslos mit dem Buch begonnen und wie immer, war das gut für mich, da ich doch positiv überrascht war und sehr schnell in die Handlung reingekommen bin. Es wird eine neue, brutale Welt geschildert, die sich nach dem Zusammenbruch der Welt, wie wir sie kennen, düster wieder zusammengesetzt hat. Zwei ist ein Mädchen, dass in einer Enklave unter der Erde lebt, da erzählt wird, dass man an der Oberfläche nicht überleben kann. Doch einige Umstände geschehen und schließlich nimmt alles seinen Lauf, wie man es von Anfang an erwartet, woraufhin Zwei doch genau diese gefährliche Oberfläche aufsucht. Dabei ist sie jedoch nicht alleine, hat einen Verbündeten namens Bleich und trifft auch noch auf weitere Menschen. Die einen Freund, die anderen Feind und bei einigen ist es auf den ersten Blick nicht ganz sicher, verändert sich und wird zu etwas anderem.

    Mir hat die Geschichte und die Heldin und diese apokalyptische Welt gut gefallen, auch wenn sie dunkel und düster war. Außerdem war es schnell zu lesen und man konnte rasch eine Verbindung mit Zwei eingehen, auch wenn sie nach außen hin so hart wirkt. Aber im Inneren hat sie einen weichen Kern und genau solche Charas mag ich ja. Ebenso wie Bleich – wo wir auch bei meiner Kritik wären: Ich bin zu Beginn des Buches einfach nicht mit den Namen klar gekommen! :D Die waren doch alle sehr gewöhnungsbedürftig. Aber es wird auch erklärt und hat seinen Grund, warum sie in der Enklave nach Dingen benannt werden.

    Mir hat auch der weitere Verlauf und die Suche/ ihr Weg nach Norden gefallen, wohingegen ich es etwas blöd fand, wie sich dieses Liebesdreieck, das eigentlich keines war, entwickelt hat. Ich weiß nicht, warum das immer sein muss und die Figuren in so langer Zeit nicht miteinander reden? Das hat mich genervt und ich fürchte daher jetzt schon etwas den zweiten Teil, da genau diese Konstellation auch im Mittel-Band noch eine Rolle spielen wird. Daher hat mir der erste Band zwar gut gefallen, aber ich werde ein wenig Zeit bis zum nächsten vergehen lassen. :)


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    Tanja-WortWeltens avatar
    Tanja-WortWeltenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Unglaublich spannend. Gnadenlos. Einfach perfekt.
    Ann Aguirre: Razorland // #1 Die Enklave

    ZUSAMMENFASSUNG:

    Die junge Jägerin Zwei lebt in einer Enklave unten in den U-Bahn-Tunneln einer zerstörten Stadt, wo sie Tag für Tag um ihr Überleben kämpft. Doch sie kennt nichts anderes. Weder die Wärme der Sonne, noch das Gefühl von Regen auf der Haut sind ihr ein Begriff. Alles, woran sie glaubt, haben ihr die Zeuger beigebracht, die sich um alle Kinder kümmern. Aber als sie nach ihrem Namensgebungstag offiziell ihre Arbeit als Jägerin aufnimmt, verändert sich alles. Denn sie wird Bleichs Partnerin. Bleich, den alle insgeheim fürchten, weil er als Kind allein in den Tunneln überlebt hat, verwildert wie ein Tier und doch den Freaks, den Veränderten entgangen ist. Bleich, den die Enklave nur aufgenommen hat, weil er sich als nützlich erwiesen hat …


    FAZIT:

    Und wieder einmal ein SUB-Hüter. Und wieder einer, bei dem ich wirklich bereue, ihn nicht eher gelesen zu haben. Denn die Geschichte hat mich gefesselt wie selten etwas. Unglaublich spannend. Gnadenlos. Einfach perfekt. Voll verdiente Höchstbewertung für Zwei und Bleich. Und ich kann kaum erwarten, die Geschichte der beiden weiter zu verfolgen …

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    hart aber gut

    Für ein Jugendbuch mal wieder sehr brutal, dafür aber auch enorm atmospherisch und ungeschönt. Eigentlich geht es mehr um menschliche Systeme des Zusammenlebens und warum was scheitert. Angesiedelt ist das Ganze nach dem zweiten Holocaust, der die Menschheit unter die Erde getrieben hat und sie für uns Alltägliches als Relikte sehen lässt, besonders Bücher sind wertvoll. Man erlebt alles aus der Sicht einer Jägerin und das Buch wird seinem Anspruch gerecht, auch wenn die Selbstzweifel der Protagonistin für meinen Geschmack zu oft betont wurden.

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    vivi25s avatar
    vivi25vor 3 Jahren
    Brutale Zombie-Dystopie!

    Zum Inhalt:
    Die Handlung spielt sich in einem vom Krieg zerstörten New York ab oder besser gesagt, in unterirdischen Tunneln, in die sich die Menschen flüchteten, nachdem die Oberfläche von saurem Regen etc. vergiftet wurde. In einem der Tunnel lebt das Mädchen Zwei, die zur Jägerin ausgebildet wird. Nach einem Regelverstoß wird Zwei mit ihrem Jagdpartner Bleich von den Anführern an die Oberfläche verbannt, wo ein brutaler und blutiger Überlebenskampf beginnt, da die Welt oben, von skrupellosen Gangs und einer Art Zombies beherrscht wird.

    Meine Meinung:
    Ich fand das Cover sehr faszinierend, was für mich dazu veranlasst hat, überhaupt dieses Buch zu lesen. Sonderlich begeistert war anfangs nicht, da ich mich mit den sehr außergewöhnlichen Namen "Zwei" und "Bleich" nicht arrangieren konnte. Nachdem die Story aber schnell in Gang kommt und es immer spannender geworden ist, wollte ich unbedingt wissen, wie es den beiden Verstoßenen wohl an der Oberfläche ergehen wird. Der Leser erfährt auch immer mehr Hintergrund-Infos zu den Protagonisten, wodurch man sich (trotz merkwürdiger Namen ;) ) gut mit ihnen identifizieren und anfreunden kann. Stellenweise strotzt das Buch nur so vor Blut, Gewalt und Kampfszenen, weshalb ich nicht unbedingt finde, dass es sich als Jugendbuch eignet. Ich bin gespannt wie es im zweiten Teil "Die Zuflucht" weitergehen wird. Für Fans von Zombie-Romanen, die auch den Hauch einer Lovestory enhalten, ist dieses Buch ein Muss :)

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    Mondspektrums avatar
    Mondspektrumvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Welt, in der die Menschen nicht lange genug leben, als das man ihnen Namen geben könnte. Super Ideenreichtum.
    Nackter Kampf ums Überleben

    Ein beklemmender Fantasy Roman, der einen mitfiebern lässt. Man muss einfach weiterlesen, will wissen, dass es für die Liebe von Zwei und Bleich eine Chance gibt. Die Düsterheit aus dem 1. Buch - Die Enklave, bei dem sich überwiegend alles unterirdisch abspielt, wird im 2. Buch - Die Zuflucht, mit nach oben gespült, und trägt sich dort fort. Die Charakteren sind super gewählt. Ein wahres Lesevergnügen.

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    Zen-Colas avatar
    Zen-Colavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, ein bisschen Liebe, ein bisschen Gemetzel ...
    Der Auftakt einer spannenden, unterhaltsamen Dystopie

    An der Oberfläche, sagen sie, gibt es nichts mehr außer verbrannter Erde und einem Sonnenlicht, dem sich niemand aussetzen kann. In den U-Bahn-Tunneln einer einstigen Metropole leben die Menschen in kleinen Enklaven und kämpfen ums tägliche Überleben. Die Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich leben in einer davon; in den lichtlosen Tunneln jagen sie Nahrung und kämpfen sie gegen die Freaks - mutierte, einstige Menschen. Doch dann wird Zwei an die Oberfläche verbannt und findet in Bleich einen treuen Begleiter. Anders als erwartet, finden sie dort keinen sofortigen Tod, sondern den Beginn eines großen Abenteuers ...

    Der Roman »Die Enklave« bietet wirklich alles, was ich an derartigen Endzeit-Szenarien mag: Zwei interessante Protagonisten, die glaubwürdig sind und Empathie zulassen. Eine marode, endzeitliche Welt, bevölkert von fiesen Kreaturen. Eine Reise, alternative Gesellschaftsordnungen, Abenteuer, eine flüssige, gut zu lesende Sprache und eine fesselnde Geschichte.

    Ich kann »Die Enklave« jedem ans Herz legen, der endzeitliche Young-Adult-Dystopien mag, in denen die Liebesgeschichte zwar präsent ist, sich aber nie in den Vordergrund drängt. Wer zu diesem Buch greift, sollte sich aber vorab klar sein, dass es sich um eine Trilogie handelt. »Die Enklave« endet für sich an einer gut gewählten Stelle, ohne das Lesen der weiteren Teile aber wahrscheinlich trotzdem sehr unbefriedigend. Teil zwei - »Die Zuflucht« - ist bereits auf Deutsch erhältlich, der abschließende dritte Teil liegt bisher nur auf Englisch vor: »The Horde«.

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    Lovely_Lilas avatar
    Lovely_Lilavor 4 Jahren
    Enttäuscht: Interessante Idee, mangelhaft umgesetzt!

    !! Achtung: Rezension enthält Spoiler !! (Sind  in dieser Rezension leider notwendig um meine Kritikpunkte zu erklären.)

    Inhalt

    Durch giftigen Regen ist die Erdoberfläche unbewohnbar geworden. Die junge Jägerin Zwei lebt daher in einer Enklave in den U-Bahn-Tunneln von New York. Jeden Tag macht sie sich mit ihrem Partner Bleich auf den Weg, um Essen für die Gemeinschaft heranzuschaffen. Durch die strengen Regeln der Ältesten fühlt sich Zwei sicher, aber oft auch eingeengt. Doch dann begeht sie einen Fehler. Vergehen werden in der Enklave hart bestraft. Zwei wird gemeinsam mit Bleich verbannt. Ein sicheres Todesurteil…

    Meine Meinung

    Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, vor allem da Dystopien sowieso eines meiner Lieblingsgenres sind. Auch wurde das Buch jenen empfohlen, denen die „Tribute von Panem“ gefallen haben. Wer mich kennt, weiß, dass dies einer meiner Lieblingsreihen ist, und so musste ich natürlich auch hier zugreifen. Leider wurde ich am Ende doch enttäuscht.

    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Stellenweise kam er mir außerordentlich kalt und nüchtern vor, sodass für mich dadurch kaum Gefühle transportiert werden konnten. Er konzentrierte sich oft viel zu wenig auf die Gefühle und Gedanken der Hauptperson, sondern nur auf das reine Actiongeschehen in einem Kampf. Zudem gab es viele Wortwiederholungen oder sehr ähnliche Formulierungen, so dass ich als Leser schon ahnte, was ich gleich lesen würde. Häufig dachte ich mir: „Ah, das hatten wir doch schon.“ Gleichzeitig wirkt er stellweise sehr gehetzt. Wirklich spannende Vorfälle werden in zwei Sätzen erzählt, und ohne näher darauf einzugehen, passiert schon wieder der nächste Vorfall. Der Schreibstil konnte mich also ganz und gar nicht überzeugen, auch wenn er wenigstens relativ schnell zu lesen war.

    Zu den meisten Charakteren konnte ich leider während der ganzen Geschichte keine Verbindung aufbauen. Mit Zwei konnte ich mich auch nicht anfreunden, immer wieder sind mir ihre Gedanken gegen den Strich gegangen, so dass ich mich innerlich sehr von ihr distanziert habe. Meine Gefühle beginnender Sympathie wurden oftmals sofort durch ihr Verhalten wieder zerstört.
    Aber Zwei war nicht das einzige Problem. Manche Charaktere waren mir dermaßen unsympathisch, dass ich es fast nicht ertragen konnte. Dasselbe gilt für das Verhalten einiger Personen. Dazu gehört vor allem Pirscher. Dieser Mann zögert nicht, wenn es darum geht ein Dutzend Kinder seiner Gruppe zu opfern, nur um seine eigene Haut zu retten, oder ein lustiges „Jagdspielchen“ zu spielen. Gleichzeitig rechtfertigt er sich dann auch noch mit dermaßen feigen und billigen Ausreden, dass ich nur noch den Kopf schütteln wollte. Ja, klar, Pirscher, die im Stich gelassenen Kinder werden es sicher verstehen, wenn du sie schwer verletzt zurücklässt!!
    Doch das war noch lange nicht alles. Ein Mädchen, dass durch Pirschers Erlaubnis vermutlich sehr oft vergewaltigt und geschlagen wurde, wird von Zwei und Bleich dazu angehalten, die Vergangenheit doch bitte ruhen zu lassen und das - Achtung, es wird noch besser – nachdem sie entschieden haben, dass Pirscher sich ihrer Gruppe anschließen darf, kurz nachdem sie noch gegen ihn gekämpft haben. Wer würde nicht gerne nachts neben jemanden schlafen, der dermaßen illoyal ist? Gut, hier ist es vielleicht noch einmal gut gegangen, doch mit ein bisschen Pech hätte er sie nachts genauso gut erstechen können. Bei solch grenzenloser Naivität fehlen mir die Worte. Und auch der Umgang mit Tegan. Warum versteht keiner ihren Hass auf Pirscher? Warum nehmen sie ihn überhaupt mit, wenn sie wissen, was sie seinetwegen durchgemacht hat? Ist mir wirklich ein Rätsel!
    Einzige Lichtblicke waren Bleich und einige andere Enklaven-Bewohner, die aber leider nur als Nebencharaktere in Erscheinung treten. Vor allem Bleich war mir nicht nur sympathisch, sondern er schaffte es auch, dass ich mit ihm mitfühlen konnte. Leider wurde er im Laufe der Geschichte immer blasser, so als wäre auf ihn vergessen worden.
    Die Liebesgeschichte verdient diese Bezeichnung eigentlich nicht. Sie ist so dünn erzählt, dass man sie genauso gut weglassen hätte können und stattdessen zum Beispiel eine Freundschaft aufbauen. Dadurch hätte sich nur wenig verändert.

    Generell wirkt zu vieles konstruiert, als dass ich es wirklich ernst nehmen konnte: Eine unliebsame Person, die wohl noch Probleme gemacht hätte, stirbt praktischerweise (Vorsicht Sarkasmus), eine andere wird gleich so stark verletzt, dass es (anscheinend) rechtfertigbar ist, sie gleich zu erlösen - anstatt sie schwer verletzt mitzuschleppen zu müssen. Sehr praktisch, wie sich alles in dieser Geschichte fügt… zu praktisch!

    Die Spannung ist leider ein weiterer Punkt, der mich nicht beeindrucken konnte. Im Mittelteil ist dieses Buch teilweise derart langweilig, dass ich wirklich nur weitergelesen habe, weil ich die Hoffnung hatte, dass es noch besser wird. Ich könnte nicht einmal sagen warum. Vielleicht lag es auch daran, dass ich null mit den Charakteren mitgefiebert habe. Am Anfang und am Ende ist das zum Glück ein wenig besser gelöst, da kam auch Spannung auf!

    Wirklich gefallen hat mir allerdings der Weltentwurf der Autorin. Das Konzept der Tunnelbewohner und auch das System in der Enklave konnten mich durchaus überzeugen. Auch die kreative Namenszeremonie hat mir gut gefallen. Man gewöhnt sich außerordentlich schnell an die Namen und auch an das dortige System. Immer wieder gab es außerdem sehr starke Szenen, die mir gefallen haben. Schade dass es nicht noch viel mehr Erklärungen zum Weltentwurf gab. Vielleicht gibt es die jedoch noch im zweiten Band.

    Fazit

    Insgesamt hat mich das Buch doch enttäuscht. Für mich ist es unterer Durchschnitt. Ich traue mich nicht, es Panem-Fans zu empfehlen, denn ich denke, dass viele vielleicht enttäuscht sein würden. Ich empfehle es allen, die mit niedrigen Erwartungen herangehen. Probiert es, vielleicht könnt ihr euch mit den Personen ja besser identifizieren. Ihr verpasst aber auch nichts, wenn ihr es nicht lest.


    Bewertung:

    Idee und Inhalt: 7 /10
    Ausführung: 5 /10
    Sprache: 4 /10
    Personen: 5 /10
    Protagonistin: 5 /10

    Spezialkategorien für dieses Buch:
    Liebesgeschichte: 0,5/3
    Spannung: 1/3

    Insgesamt:

    ❀❀,5                              Ich vergebe 2 1/2 enttäuschte Lilien (die aufgerundet werden) für eine gute Idee mit mangelhafter Ausführung und schwierigen Charakteren.

    Ist das Buch Teil einer Reihe? – Ja, Teil 1.
    Werde ich den nächsten Teil lesen? – Noch unsicher (50/50).

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    Ines_Muellers avatar
    Ines_Muellervor 4 Jahren
    Rezension zu "Die Enklave" von Ann Aguirre

    "Die Gruppe wurde still. Schreie hallten durch die Tunnel. Irgendwo ganz in der Nähe litt jemand Schmerzen, aber er war nicht alt genug, als dass ich einen Namen für ihn gehabt hätte. Es schien, dass wir einen weiteren Einwohner verlieren würden, noch bevor das hier zu Ende war."

    Ich liebe Dystopien und war demnach unglaublich gespannt auf "Die Enklave" von Ann Aguirre, welches auf meinem Unbedingt-Wunschzettel ganz weit oben stand. Aber trotz toller Story reichte es nicht für mehr als durchschnittliche drei Sterne. Warum erfahrt ihr hier.

    Der Weltenentwurf, der der Geschichte zu Grunde liegt, könnte nicht besser sein. Atmosphärisch düster, spannend und trostlos präsentiert sich dem Leser eine Welt, die sich größtenteils unter der Erdoberfläche abspielt. Die Bewohner der Enklave müssen um ihr Leben kämpfen und haben dabei so wenige Ressourcen zur Verfügung, dass schlichtweg das Überleben des Stärksten an oberster Stelle steht. Die Stimmung, die dabei dem Leser übermittelt wird, ist wahnsinnig gut gelungen und lässt ihn das Buch nicht mehr zur Seite legen.

    Doch auch die beste und spannenste Idee kann nicht über einen schlechten Schreibstil hinwegtäuschen - so auch in diesem Fall. Anstatt in der Geschichte zu verweilen und den Leser tiefer hinabtauchen zu lassen, beschreibt Ann Aguirre die Ereignisse so rasant, dass diese geradezu am Leser vorbeizischen. Überraschende Wendungen werden mithilfe eines einzigen Satzes beschrieben, sodass keinerlei Spannung aufgebaut werden kann. Außerdem wirkte der Schreibstil oftmals sehr emotionslos und hölzern auf mich, als hätte die Autorin keinerlei Vergnügen am Schreiben von "Die Enklave" verspürt.

    Dabei hatte dieses alles, was es zu einem wahren Pageturner hätte machen können! Die Ereignisse selbst hätten spannend sein können, wenn sie nicht am Leser vorbeigezogen wären wie Raketen, die in den Weltraum geschossen werden. Der Weltenentwurf hatte wahnsinnig großes Potenzial, seine Leser in eine düstere und blutige Welt zu entführen, aus der es kein Entrinnen gäbe. Und auch die Charaktere, welche wie Randfiguren behandelt werden, hätten mit ein wenig mehr Arbeit und Liebe zum Detail interessant und sympatisch sein können. Aber die Liebe zum Detail sucht der Leser in diesem Buch vergebens.

    Fazit: Ann Aguirres "Die Enklave" ist ein Beispiel dafür, wie eine tolle und spannende Geschichte durch einen lieblosen und undetaillierten Schreibstil untergehen kann. Schade, denn dieses Buch verfügte im Prinzip über alle Zutaten, die es zu einem wahren Pageturner hätte machen können!

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein grausames und hartes Dasein für die, die ums Überleben kämpfen in einer postapokalyptischen Welt - beängstigend und spannend!
    Überleben um jeden Preis?

    "Es sind die Handlungen, die den Wert eines Menschen ausmachen." S. 221

    Zum Inhalt

    Irgendwann in der Zukunft ...

    "Es war seltsam, ein Echo dessen zu sehen, wie die Menschen einmal gelebt hatten." S. 68

    Jahrzehnte nach einem vernichtenden Holocaust ist New York eine verfallene, verwahrloste Stadt. Nur wenige Menschen haben überlebt und fristen ihr Dasein zurückgezogen von den Seuchen und dem sauren Regen in den weitläufigen U-Bahn Schächten und der Kanalisation.  In großen Gruppen leben sie in sogenannten Enklaven zusammen und ihr System gründet auf dem Leitsatz, dass nur der Stärkere überlebt. Zwei ist eine von ihnen.

    Die Anführer ihrer Enklave sind noch jung, gerade mal Anfang 20, denn das Überleben in den finsteren Katakomben ist geprägt von Hunger, Degeneration und Kämpfen. Jede Enklave muss ihr Territorium verteidigen – nicht nur gegen die anderen Überlebenden, sondern auch gegen die Freaks: mutierte Wesen, die durch die dunklen Gänge streuen und alles jagen und töten, das ihnen über den Weg läuft.

    Zwei hat sich gerade ihren Namen und den Status als Jägerin verdient.  Ihr Stolz darauf währt allerdings nicht lange, denn ihr neuer Partner, der ihr zur Seite stehen soll, ist alles andere als das, was sie sich erhofft hat. Sein Name ist Bleich und er ist anders. Er hat jahrelang allein in den düsteren Tunneln überlebt und hält sich nur aus Zwang an die Gesetze und Regeln, die die Anführer aufgestellt haben. Und er behauptet, er kam von Oben …

    Meine Meinung


    Als erstes muss ich leider (mal wieder) anmerken, dass der Klappentext viel zu weit vorausgreift und somit der ersten Hälfte des Buches die Spannung genommen hat. Darum habe ich in meiner Inhaltsangabe nur auf den Anfang zurückgegriffen.
    In die Geschichte hab ich mich eingewöhnen müssen. Es fiel mir nicht leicht, obwohl ich gar nicht so genau sagen kann, warum. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit kam ich gut rein und die Handlung hat mich immer tiefer in diese düstere Atmosphäre gezogen. Manche Szenen wirkten „abgehandelt“, die hätte man noch weiter ausbauen können – dafür zieht es sich aber an keiner Stelle und es war eine fortlaufende unterschwellige Spannung spürbar.

    Die Handlung wird geprägt von einer trostlosen Stimmung, die nur von Kämpfen und dem konventionellen Zusammenhalt Einzelner unterbrochen wird. Das Sagen in der Enklave von Zwei haben der Anführer Dreifuß, der Worthüter Zwirn und die Jägerin Seide. Ihr Wort ist Gesetz und jede Missachtung wird mit Verbannung und damit dem Tode bestraft. Es gibt Schaffer, die für die handwerklichen Fertigkeiten zuständig sind, die Zeuger, die für das Fortbestehen ihrer kleinen Bevölkerung sorgen und die Jäger, die Nahrung beschaffen und die nahe Umgebung sichern. Die Kinder werden einfach nur „Bälger“ genannt und haben eine Nummer – ihren Namen erhalten sie erst, wenn sie sich in einem der Posten ausreichend bewährt haben. Die Namensgebungen wirkten anfangs seltsam, woran ich mich aber schnell gewöhnt habe.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Zwei. Dadurch kommt man ihr sehr nahe und erlebt ihre rationale, eher von Instinkten gezeichnete Natur. Sie wirkt stolz, ausdauernd, aber auch abgestumpft durch die grausamen Regeln, derer sie sich ihr ganzes Leben lang unterordnen musste. Aber auch in ihr regen sich Gefühle, die sie  nicht einordnen kann - Mitgefühl und Unrechtsbewusstsein kratzen an ihrem Weltbild und die gemeinsamen Streifzüge mit Bleich stellen ihre ganzen Überzeugungen auf den Kopf. 

    "Die Wahrheit hatte es manchmal schwer, wenn sie nicht unseren Erwartungen entsprach." S. 123

    Der Charakter von Bleich kristallisiert sich im Laufe der Handlung immer sympathischer und überzeugender heraus und es ist spannend zu verfolgen, wie Zwei mit diesen neuen Erfahrungen und Gefühlen umgeht. Die brutale Welt, in der sie aufwachsen, zwingt sie dazu, alles aufzugeben, was einen "guten" Menschen ausmacht - doch Bleich hat erkannt, dass diese Art zu überleben keine Berechtigung hat.

    War ich anfangs noch skeptisch, hat mich das Buch Seite um Seite mehr mitgerissen. Vor allem die überraschenden Wendungen im zweiten Teil, die schlüssigen Entwicklungen und die düstere Atmosphäre haben mich überzeugt. Ich habe hier sehr zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt, möchte mich aber dann doch für die volle Punktzahl entscheiden.

    Fazit

    Die Autorin hat hier eine düstere Postapokalypse beschrieben, die die Wahrheit in einem grotesken, beängstigendem Bild erscheinen lässt. Ein grausames, gefühlloses Leben, dem sich die Protagonisten stellen müssen, verlangt alles von ihnen ab und die Entwicklungen nehmen spannende, überraschende Wendungen. Wenn man sich auf diese Welt einlassen kann, kann ich es auf jeden Fall weiterempfehlen!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Sombralunas avatar
    Sombralunavor 4 Jahren
    Mitreißende Dystopie <3

    Die Oberfläche der Erde ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln einer zerstörten Großstadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren… (Rücktext) 
    Zwei eine junge Jägerin aus der Enklave Collage wurde frisch zur Jägerin ausgebildet, ihr neuer Partner ist Bleich. Ein Junge der schon seit jeher ein Außenseiter ist, den er wurde nicht in der Enklave geboren, man hatte ihn als Balg in den Tunneln gefunden. Doch für Zwei wird er ein kostbarer Verbündeter. Allein auf einer Aufklärungsmission die als Strafe für die beiden gelten soll und ihren sicheren Tod bedeuten kann, merkt Zwei wie anders Bleich wirklich ist und entwickelt verbotene Gefühle für ihn.   Immer öfters wird Zweis Glaube an die Ältesten und ihre Regel für die Enklave ins Wanken gebracht, sie dienen doch auch dem Schutz für ihren Stamm. So denkt sie zumindest. Sie gerät immer häufiger in Schwierigkeiten und ahnt dabei aber nichts von den Intrigen der Ältesten, bis eines Tages ihr bester Freund verbannt werden soll. Ohne einmal kurz darüber Nachzudenken was sie da tut rettet sie ihrem Freund das Leben und wird statt ihm Verbannt, doch nicht alleine, den Bleich der sie nicht verlieren will begleitet sie in den sicheren Tod. An die Oberfläche.  Doch es kommt anders als erwartet denn obwohl es auf der Oberfläche so manche Gefahren gibt, ist es längst nicht so wie Zwei immer geglaubt hatte, wie die Ältesten es ihr immer und immer wieder einbläut hatten. Getrieben von einer unmöglichen Hoffnung machen sich Zwei und Bleich auf eine Reise ins unbekannte und treffen dort auf neue Freunde und Feinde. Doch die zombieartigen Untergrundmonster sind ihnen dicht auf den Fersen.

    Meinung:
    Ich bin mit dem Glauben an das Buch gegangen das es sich diesmal hierbei um einen Einzelband handeln würde. Naja falsch gedacht, vielleicht sollte ich mich einfach mal vorher über Bücher informieren und nicht hinterher. Denn dieses Buch ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie und nicht irgendeiner Trilogie sondern einer richtig faszinierend, fesselnder Trilogie.  Obwohl dieses Buch vielleicht nicht das schönste Cover hat wie manch andere Dystopie oder auch nicht gebunden ist (scheinbar zeichnet sie das aus), ist es genauso lesenswert. Den in diesem erfolgreichen Auftakt steckt so viel drinnen, das einen das Buch einfach nicht aus der Hand legen lässt. Vor ein paar Tagen hatte ich es auf der Arbeit angefangen, aber nachdem die Pause geendet hatte, habe ich mich richtig geärgert dass ich nicht weiterlesen konnte. Zuhause, gestern bin ich dann erst richtig dazu gekommen und es war einfach so spannend und faszinierend das ich seit langem mal wieder ein Buch in zwei Tagen durchgelesen hatte.   Ann Aguirre schreibt einfach und flüssig so dass man keine Probleme mit dem Schreibstil hat und schnell durchkommt. Es wird immer in der Ich-Perspektive von Zwei erzählt.   Ich weiß nicht ob es Absicht ist oder einfach nur ein wenig schlechtere Übersetzung und ich will auch nicht zu viel verraten, aber der Text auf der Rückseite des Buches führ ein wenig zu Verwirrung, da ist ja eigentlich nur das ist was die „Untergrundbewohner“ glauben, aber nicht direkt der Wahrheit entspricht. Zumindest der erste Satz. Aber ich denke mal das es Absicht ist da es im Buch ziemlich geheimnisvoll gemacht wurde was wirklich zu dieser „Apokalypse“ geführt hat, bis dreiviertel des Buches kann an die ganze Zeit Rätzeln was wirklich passiert ist das Menschen auf und unter der Erde um ihr Überleben kämpfen müssten, gegen die eigene Spezies und zombieartige Monster.  Durch den Text auf der Rückseite des Buches habe ich mir die Liebesgeschichte der beide, Zwei und Bleich, etwas anders vorgestellt, aber ich bin positiv überrascht das es nicht so war wie ich dachte. Was mich aber ein wenig an den zweien genervt hat, ist wohl, aber das kennen wir in der heutigen Zeit wohl nur zu gut, dass sie sich eigentlich zwar lieben, aber irgendwie einfach nicht in die Gänge kommen und sich gegenseitig immer wieder aufstacheln und so tun als wäre da nichts, obwohl sie es beide wollen. Insgesamt finde ich sowieso dass die Liebesgeschichte um die beiden in dem Buch ein wenig zu kurz kommt. Aber vielleicht ist das ja im Folgeband schon mehr geplant.   Zweis Charakter würde ich als ziemlich menschlich beschreiben, obwohl sie als Jägerin ausgebildet wurde, ist sie doch noch kindlich naiv und versucht immer an das zu glauben was man ihr eingetrichtert hat, obwohl sie merkt das vieles davon anders ist als es sein sollte.  Bleich ist ein Junge in den man sich teilweise selbst verlieben könnte, schafft er es einfach nicht zu sagen was ihn bedrückt, anfangs tu er das noch bei Zwei aber je weiter man kommt desto verschlossener wird Bleich im Buch, obwohl man merkt wie feinfühlig er eigentlich ist.  Ich denke auch, dieses Buch kann viel zum nachdenken anregen, „was wäre wenn?“ Es ist einfach interessant zu sehen wie Menschen in solchen Situationen reagieren oder wie es einfach ist wenn man jahrelang im Untergrund gelebt hat und dann wieder ans Tageslicht kommt. Man kennt keinen Regen, Schnee und auch keine Sonne, sie brennt auf der Haut und in den Augen. Man lebt wie die Menschen früher leben und dann von ein auf den anderen Tag wird man in die heutige Welt geschubst, nur ohne die normalen Bürger. Wie wäre es eine Stadt zu durchqueren in der es kein Leben mir gibt, nur die Gangs die selbst ums überleben kämpfen müssen. Und vor allem müssen diese „Kinder“ dort schon sehr früh erwachsen werden. Jeder lernt nur das was er zum überleben braucht und damit er seine Aufgabe übernehmen kann.   Mir gefällt dieses Buch auch weil es sich ein wenig von anderen typischen Dystopien abhebt, zumindest habe ich noch keine ähnliche gelesen.

    Fazit:
    Alles in allem finde ich also ist es wirklich ein sehr schöner Auftakt einer faszinierenden Trilogie, die in jedem Fall lesenswert ist, jeder Dystopie-Fan sollte sich das auf jeden Fall mal anschauen. Mich hat es bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen und ich sitze jetzt schon in den Startlöchern mir den zweiten Teil zu kaufen und zu lesen. ;) 5/5 Punkten

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