Ann Aguirre Die Zuflucht

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Inhaltsangabe zu „Die Zuflucht“ von Ann Aguirre

Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche für die Menschen in der Zuflucht ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen.

fast genauso spannend wie Teil 1 :)

— chrisi1410
chrisi1410

Atmosphärisch und spannend wie Band 1. Eine klare Leseempfehlung!

— Tru1307
Tru1307

Ich war gefesselt, fasziniert und konnte einfach nicht mit lesen aufhören.

— Tanja-WortWelten
Tanja-WortWelten

Spielt in einer Zeit, in der die Menschen nicht alt genug werden, als das man ihnen Namen geben könnte...

— Mondspektrum
Mondspektrum

Knüpft sehr gut an den ersten Teil an; wer diesen mochte, dürfte auch Freude am zweiten Teil haben.

— Zen-Cola
Zen-Cola

Ein würdiger zweiter Teil von "Die Enklave". Spannende Unterhaltung garantiert- nicht nur für Jugendliche!

— QueenSize
QueenSize

Die Faszination vom ersten Band hat gefehlt, bin trotzdem auf die Fortsetzung gespannt.

— Aniday
Aniday

Hat mich absolut überzeugt, die Entwicklung der Charaktere ist faszinierend und die Handlung spannend - jetzt heißt es wieder warten ... ;)

— Aleshanee
Aleshanee

Grossartige Trilogie, Charaktere, Schreibstil Klasse! Sowie das Geheimnis der Freaks! Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste
BuecherFeenkiste

Ich freue mich schon auf das Buch. Leider dauert es noch ewig bis ich es lesen kann. :(

— Preciosa
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  • [Rezension] Die Zuflucht

    Die Zuflucht
    Tru1307

    Tru1307

    20. February 2016 um 09:15

    Die Zuflucht ist Band 2 der Razorland-Trilogie von Ann Aguirre. Von Band 1 Die Enklave war ich sehr beeindruckt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich das Buch praktisch verschlungen habe. Ähnlich war es nun auch mit Die Zuflucht. Der zweite Band spielt sich anders als Band 1 komplett oberirdisch ab, büßt aber trotzdem nichts an Spannung ein. Die Handlung setzt zwei Monate nach dem Ende von Die Enklave ein. Die Protagonistin Zwei ist endlich in der Menschenzuflucht "Erlösung" angekommen, aber das Leben dort ist nicht so, wie sie es sich erhofft hat. Sie hat Anpassungsschwierigkeiten und denkt immer noch wie eine Jägerin, nicht wie ein normaler Mensch, wie es bei den Einwohnern von Erlösung der Fall ist. Sie soll sich in die Gesellschaft eingliedern und ich hatte oft den Eindruck, dass die Menschen es durchaus gut mit ihr meinen, aber ich konnte auch nachvollziehen, warum sie sich nicht wohlfühlt. Sie erkennt den Sinn hinter den Handlungen der Menschen nicht, weil sie sich durch ihre Erfahrungen so sehr von ihnen unterscheidet. Zwei ist nun einmal eine ausgebildete Jägerin und Ann Aguirre hat ihren innere Zerissenheit um Anpassung und Freiheit sehr gut dargestellt. Die Menschen hier hatten mir das Leben gerettet, und gleichzeitig sperrten sie mich in einen Käfig, in dem ich nicht ich selbst sein durfte. (S. 36f) Auch Zweis Gefährten Bleich, Pirscher und Tegan müssen sich in Erlösung zurechtfinden. Die drei kommen unterschiedlich mit der Situation klar. Bleich meidet Zwei plötzlich, obwohl sie sich in Die Enklave näher gekommen waren. Tegan hingegen scheint sich total wohl zu fühlen und Pirscher wird auf einmal Zweis Trainigspartner, damit Zwei nicht einrostet und ihre Fähigkeiten als Jägerin schulen kann. Die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und handeln authentisch. Die Hauptpunkte sind in diesem Band, wie sich die vier in Erlösung einleben und wie sie miteinander umgehen. Kampfszenen gegen die Freaks gibt es dennoch zur Genüge. Die Zuflucht ist durchweg spannend und nicht vorhersehbar. Ann Aguirre hat einfach eine tolle Art zu schreiben. Man vergisst praktisch alles um sich herum, weil man so in die erschreckend realistisch geschilderte Welt gezogen wird, dass man das Buch kaum weglegen kann. Leider scheint der Abschlussband nicht mehr auf Deutsch veröffentlicht zu werden, was mich sehr traurig stimmt. Wer den Finalband nicht auf Englisch lesen möchte, sollte sich also gut überlegen, ob er die Reihe anfängt. Mit dem Ende von Band 2 sind bei Weitem nicht alle Fragen gelöst, sodass man entweder mit einem offenen Ende leben muss oder sich doch eine englische Ausgabe zu Gemüte führt. Ich lese sonst keine englischsprachigen Bücher, aber ich denke, hier werde ich es doch noch mal probieren, um die vollständige Geschichte zu erfahren. Diese Trilogie ist wieder einmal so ein Fall, wo ich nie verstehen werde, warum der Erfolg in Deutschland ausblieb. Bewertung Die Zuflucht ist wieder eine atmosphärische, spannende Dystopie, die Band 1 in nichts nachsteht. Ich hab das Buch fast inhaliert und bin mega gespannt, wie Band 3 die Handlung zu einem Abschluss bringen wird. Eine klare Empfehlung für alle Dystopienfans.

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  • Ann Aguirre: Razorland // #2 Die Zuflucht

    Die Zuflucht
    Tanja-WortWelten

    Tanja-WortWelten

    06. October 2015 um 23:36

    ZUSAMMENFASSUNG: Eigentlich sollte jetzt, da Zwei, Bleich und auch Pirscher und Tegan in Erlösung ein neues Zuhause gefunden haben, alles gut sein. Doch alles andere ist der Fall. Zwei fühlt sich nicht wohl in der Rolle, in die man sie gesteckt hat, genauso wenig wie in den Kleidern, die sie dort tragen muss. Und auch Bleich ist ihr gegenüber nicht mehr derselbe. Waren sie sich in den Tunneln und dann auch draußen in der Wildnis noch so nah, meidet er sie jetzt wie die Pest. So hat sie nur noch Pirscher, mit dem sie trainieren kann, um nicht ganz einzurosten. Nacht für Nacht schleicht sie sich aus dem Haus und eilt mit ihm davon. Nur Tegan scheint endlich da zu sein, wo sie hingehört. Doch als Zwei sich freiwillig zu den Sommerpatrouillen meldet, sind sie alle wieder vereint. Bleich, der Zwei trotz allem nie allein lassen würde, Pirscher, der immer noch um Zweis Herz kämpft und auch Tegan, die ihre Freunde niemals alleine gehen lassen würde. Doch keiner der vier hätte zu finden erwartet, was sie auf den Patrouillen entdecken … FAZIT: Buch eins – Die Enklave, zu meiner Rezension – ausgelesen und gleich in die Stadt gedüst und Band zwei gekauft. So spannend war die Geschichte. Und genau, wie sie im letzten Buch aufgehört hat, ging es hier auch weiter. Ich war gefesselt, fasziniert und konnte einfach nicht mit lesen aufhören. Tatsächlich bin ich so im Bann dieser Trilogie, dass ich soeben Band drei auf Englisch als E-Book heruntergeladen habe. Meine Bewertung dürfte da wirklich nicht überraschen …

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  • Beklemmendes Endzeitdrama

    Die Zuflucht
    Mondspektrum

    Mondspektrum

    05. March 2015 um 19:41

    Ein beklemmender Fantasy Roman, der einen mitfiebern lässt. Man muss einfach weiterlesen, will wissen, dass es für die Liebe von Zwei und Bleich eine Chance gibt. Die Düsterheit aus dem 1. Buch - Die Enklave, bei dem sich überwiegend alles unterirdisch abspielt, wird im 2. Buch - Die Zuflucht, mit nach oben gespült, und trägt sich dort fort. Die Charakteren sind super gewählt. Ein wahres Lesevergnügen.

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  • Sehr gute Fortsetzung - etwas soziologischer

    Die Zuflucht
    Zen-Cola

    Zen-Cola

    04. January 2015 um 21:07

    Mit »Die Zuflucht« geht das Abenteuer der jungen Jäger Zwei und Bleich an der Oberfläche weiter. Mittlerweile zu viert: die beiden, dazu Pirscher und Tegan, die sie unter nicht ganz einfachen Bedingungen in den Ruinen aufgegabelt haben. Nach einem langen Marsch sind sie in einer kleinen befestigten Siedlung angekommen, wo sie Zuflucht finden. Hier muss das Quartett sich nicht nur neu - in die geltenden Regeln - einfinden, sondern auch anerkennen, dass es noch zu den Kindern gehört. Da es Frauen untersagt ist zu kämpfen, nutzt Zwei ein Schlupfloch für sich: Sie schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Pflanzer außerhalb der Stadtmauern beschützen soll. Doch schnell zeigt sich, dass der Routinejob nicht das ist, was er sein sollte: Die Freaks haben sich verändert; sie sind nicht länger animalisch und triebgesteuert, sondern agieren beängstigend taktisch und umsichtig. Wer den ersten Teil der Trilogie mochte, der wird sich schnell in »Die Zuflucht« einlesen können - denn die Geschichte geht nahtlos weiter. Der Schreibstil ist unverändert flüssig (das Buch wurde auch von demselben Übersetzer ins Deutsche übertragen), die Story geht spannend weiter. Im zweiten Teil wird ein größeres Augenmerk auf die Gesellschaftsordnung innerhalb der Zuflucht und die Beziehungen untereinander gelegt, dennoch kommen auch die Kampfszenen keineswegs zu kurz: Eine gelungene Fortsetzung, die dem ersten Teil um nichts nachsteht. Kritikpunkte? Wer dieses Buch liest, dürfte auch schon den ersten Teil gelesen haben. Die Autorin schreibt aber so, als müsste sie den ersten Teil während der Lektüre für Neuleser erklären - manchmal sind die Rückgriffe doch zu oft, zu ausführlich; teilweise werden ganze Seiten aus dem ersten Teil kopiert und in Kursivschrift als Erinnerungen ausgegeben. Diese Erläuterungen waren zwar etwas zu viel, störten aber nur am Rande. In »Die Enklave« wurden die Bewohner in »Jäger«, »Schaffer« und »Zeuger« eingeteilt. Hier im Buch taucht immer häufiger der Begriff »Züchter« auf, obwohl derselbe Übersetzer tätig war und anfangs immer noch von »Zeuger« die Rede war. Ich denke nicht, dass es sich hierbei um einen beabsichtigten Wortwechsel handelt, sondern eher um Ungenauigkeit, die schon eine andere Wirkung erzielt. Schade. Ansonsten aber bleibt ein zweiter Teil einer sehr spannenden, gut geschriebenen Trilogie.

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  • Rezension zu Die Zuflucht von Ann Aguirre

    Die Zuflucht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. August 2014 um 15:23

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Und schon wieder so eine Fortsetzung, bei der ich mir ganz sicher bin, dass ich Band 1 nicht nur gelesen sondern auch rezensiert habe, nur scheint die Rezension im Laufe der letzten drei Jahre verloren gegangen zu sein. Ärgerlich, aber lässt sich nicht ändern. Meine Erinnerung an “Die Enklave” von Ann Aguirre ist, dass es ein wirklich gutes Buch war, nur hat es mich wahnsinnig gemacht, dass die Namen der Protagonisten übersetzt wurden. Bleich und Zwei… Das hat mich schon im ersten Band aufgeregt und es war im zweiten Band genau die gleiche Geschichte. Ich hatte etwas Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden, aber das kann auch einfach daran liegen, dass es drei Jahre her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe. Nachdem ich aber einmal wieder in der Geschichte drin war, hat sie mich nicht mehr losgelassen. Während im ersten Teil der Fokus noch auf dem oftmals sehr blutigen Kampf ums Überleben lag, konzentriert sich die Autorin in “Die Zuflucht” nun auf die Gesellschaft. Genau genommen auf die Gesellschaft in Erlösung, der Zuflucht in der Zwei, Bleich und ihre Begleitungen gelandet sind. Und ja, die deutschen Namen machen mich wahnsinnig, warum eigentlich? Im englischen Original haben sie mich nicht ansatzweise gestört, aber es ist wohl einfach sehr viel üblicher fürs Englisch beliebige Wörter als Namen zu verwenden als fürs Deutsche. Aber sieht man einmal davon ab, war ich wirklich begeistert von “Die Zuflucht”, denn die Liebe zum Detail, mit der Ann Aguirre hier die komplexen Strukturen der Gesellschaft in der von einem fundamentalistischen Glauben geprägten Zuflucht schildert, spricht für intensive Recherche und ich liebe Bücher mit realistischen Hintergründen. Über die Vorgeschichte, darüber wieso Zweis Welt so ist wie sie ist, erfährt man auch in “Die Zuflucht” nicht wirklich viel, aber dafür erfährt man umso mehr über die Figuren, die mir im Laufe des Bandes wirklich ans Herz gewachsen sind. Ich bin schon gespannt darauf, wie sich die Geschichte im dritten Band entwickelt und hoffe, dass es nicht wieder drei Jahre dauert, bis der erscheint.

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  • Jetzt heißt es warten auf Teil 3 :-)

    Die Zuflucht
    ClaudisGedankenwelt

    ClaudisGedankenwelt

    27. April 2014 um 15:55

    Der zweite Teil schließt direkt an Teil 1 an. Man findet sich in "Erlösung" wieder. So heißt der Ort, der Zwei, Pirscher, Tegan und natürlich auch Bleich Zuflucht gewährt hat. Zunächst konnte ich als Leserin verfolgen wie die Bewohner leben und wie sich die 4 Außenseiter einen Platz in der Gemeinschaft suchen mussten. Als Zwei mit auf Sommerpatrouille geht fangen die Probleme an zu eskalieren. Die Freaks sind schlauer geworden und niemand weiß was sie als nächstes vorhaben. Besonders faszinierend fand ich dabei wie sorgfältig die Konflikte, welche durch die unterschiedliche Lebensweise entstanden, dargestellt wurden. Man merkt einfach, dass die Autorin sich sehr sorgfältig Gedanken gemacht hat über den Ort und die Lebensweise der Menschen in Erlösung. Im Nachwort sagt sie auch welcher Ort ihr als Inspiration gedient hat, nämlich Fort Ingall und der "Aroostoock-Krieg" dazu als historischer Hintergrund. Auch über den Glauben und die Lebensansichten der Einwohner hat sie sich bis ins Detail Gedanken gemacht und ich war einfach in den Bann gezogen von dieser Dystopie. Der erste Teil gefiel mir bereits recht gut von Spannungsaufbau, aber im zweiten Teil war ich direkt von Anfang an eingetaucht in die Geschichte und habe mit den Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert. Vielleicht fiel es mir auch so leicht, weil der erste Teil noch nicht lange zurückliegt und ich alle handelnden Personen noch vor Augen hatte. Jeder der Hauptfiguren entwickelt sich charakterlich weiter in diesem zweiten Band und es hat mich fasziniert dieser Entwicklung zuzuschauen. Die Action kommt natürlich auch nicht zu kurz, den Leser erwarten wieder viele hungrige Freaks und spannungsgeladene Kämpfe. Nachdem ich fertig mit dem Buch war, habe ich natürlich wieder mit einem Cliffhanger gerechnet und der kommt auch. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles im Abschluss der Trilogie noch entwickeln wird und welchen großen Knall sich die Autorin am Ende ausgedacht hat, leider steht da noch kein Erscheinungstermin fest, aber ich hoffe ich werde nicht allzu lange warten müssen. Hier nochmal die Reihe im Überblick: Teil 1 : Die Enklave (16. Mai 2011) Teil 2: Die Zuflucht ( 17. Februar 2014) Teil 3: Horde ( Erscheinungsdatum noch unbekannt) Ich empfehle dieses Buch allen, die den ersten Teil bereits mochten und sage euch, dass ihr euch auf spannende Lesestunden freuen könnt.

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  • Das Warten hat sich gelohnt!

    Die Zuflucht
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    16. April 2014 um 12:02

    "Etwas musste sich verändern, das stand außer Frage. Die Freaks hatten es bereits getan." (S. 151) Zusammen mit ihrem Partner Bleich und ihren Begleitern Tegan und Pirscher hat Zwei das sichere Dorf Erlösung erreicht. Hier sind sie vor den Freaks sicher, denn das Dorf ist durch hohe Mauern geschützt. Doch Frieden findet Zwei hier nicht, denn Bleich zieht sich plötzlich vor ihr zurück und Zwei leidet unter der Ignoranz der Dorfbewohner, die es gar nicht gerne sehen, wenn ein Mädchen Männerarbeit verrichtet. Aber als die Angriffe der Freaks immer stärker werden, schließt sich Zwei trotzdem einer Schutztruppe an, die die Sommerernte sichern soll. Doch die Freaks haben schon auf sie gewartet... Fast 3 Jahre mussten deutsche Fans auf die Übersetzung des zweiten Teils der Razorland-Trilogie warten, was nach dem unglaublich spannenden und actiongeladenen ersten Teil nicht gerade leicht fiel. Doch nun konnte ich endlich Teil 2 in meinen Händen halten und ich muss sagen: das Warten hat sich gelohnt! "Die Zuflucht" verbreitet zwar eine etwas andere Stimmung als sein Vorgänger, konnte mich dadurch aber nicht weniger fesseln. Endlich in Sicherheit! Zwei und Bleich sowie ihre beiden neuen Begleiter Tegan und Pischer haben tatsächlich den Ort gefunden, von dem Bleichs Vater ihm berichtet hat: Erlösung, ein Dorf, das vor den Angriffen der Freaks sicher ist. Für Zwei, die Zeit ihres Lebens kämpfen musste, eine sehr ungewohnte Situation. Statt gegen Freaks zu kämpfen, muss sie nun in der Schule sitzen und Dinge lernen, die für ihr Leben keine Rolle spielen. Zusätzlich zieht sich auch Bleich vor ihr zurück, ohne jegliche Erklärung. Lediglich bei Pirscher findet sie Rückhalt, denn nur er versteht, dass dieses Leben in Erlösung einfach nichts für die Jägerin ist... War Teil 1 noch bestimmt von ständigen Kämpfen oder der Flucht vor den Freaks, geht es diesmal mehr um die Gesellschaft, die sich in Erlösung gebildet hat und um Zweis Probleme, sich hier zu integrieren. In Erlösung herrscht eine fundamentalistische Glaubensgemeinschaft, in der die Geschlechterrollen klar abgesteckt sind: Männer erledigen Männerarbeit, Frauen kümmern sich um die leichteren Tätigkeiten wie Kochen oder Nähen. Ein Unding für Zwei, die nicht verstehen kann, warum nicht jeder Einwohner für den Kampf gegen die Freaks vorbereitet wird. Mit ihrer rohen Art eckt sie in Erlösung immer wieder an und wird von vielen Einwohnern mit Abscheu betrachtet. Denn ihr Benehmen, welches von den Einwohnern als Stolzseuche betitelt wird, sei immerhin für den Untergang der Welt verantwortlich. Viel mehr erfahren wir auch in diesem Band nicht darüber, was zur Entwicklung dieser postapokalyptischen Welt geführt hat. Für mich war es eine sehr gelungene Fortsetzung. Nach den vielen Kämpfen aus Teil 1 konnte man hier etwas durchatmen und Zwei und ihre Denkweise genauer kennenlernen. Die ist sehr erfrischend, weil sie die Wahrheit immer unverblümt ausspricht und so Pirscher oder ihrer Ziehmutter einige schockierte Blicke entlockt :-) Der Cast wird außerdem durch wunderbare neue Charaktere erweitert, allen voran Draufgänger, der Zwei und ihre Freunde nach Erlösung gebracht hat und zum Anführer der Schutztruppe wird. Er ist der erste Erwachsene, der Zwei wirklich mit Respekt behandelt. Aber auch die gutmütige Oma Oaks, die Zwei bei sich aufnimmt, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und auch über die schon bekannten Charaktere erfahren wir endlich mehr. Besonders sticht dabei Pirscher heraus, der in Teil 1 noch zu den Bösewichten zählte und hofft, Zwei endlich von sich überzeugen zu können. Obwohl der Fokus diesmal mehr auf den Charakteren und ihrer Weiterentwicklung lag (die übrigens sehr glaubhaft gelungen ist), war die Geschichte durch den anderen Fokus trotzdem nicht unspannend. Im Gegenteil: waren die Freaks in Teil 1 noch planlos agierende, nicht denkfähige Zombies, werden sie nun richtig gefährlich und scheinen den Menschen systematisch aufzulauern und ihre Schwachstellen auszuloten. Eine furchtbare Entwicklung, die außer Zwei aber lange Zeit niemand sehen will... Kurzum, Teil 2 ist für mich eine überaus gelungene Fortsetzung, mit Spannung, Gefühl und Dramatik. Das Ende rüttelt den Leser noch einmal richtig wach und lässt mich nun ungeduldig dem Trilogieabschluss entgegenfiebern. Hoffentlich dauert es aber nicht wieder 3 Jahre, bis der erscheint ;-)

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  • Auch in der Zuflucht müssen sie kämpfen - vor allem mit sich selbst

    Die Zuflucht
    Aleshanee

    Aleshanee

    14. April 2014 um 08:50

    Zum Inhalt Zwei hat es geschafft. Seit zwei Monaten ist sie mit ihren Freunden Bleich, Tegan und Pirscher in der Zuflucht, wo sie sich von den Strapazen und Verletzungen der langen Reise erholen können. Jeder von ihnen ist bei einem der Bewohner untergekommen. Tegan, die bei ihrer Ankunft schwer verletzt zu Dr Tuttle gebracht wurde, ist gleich dort geblieben und lernt, andere zu heilen. Pirscher geht nun bei einem Schmied in die Lehre und Bleich versorgt in einem großen Stall die Pferde. Zwei selbst ist bei Oma Oaks und ihrem Mann Edmund untergekommen. Sie wird hier mit Regeln und einer Gesellschaftsform konfrontiert, die sie so noch nie kennengelernt hat. Ihre Begabung als Jägerin hat hier keine Relevanz, sie ist noch zu jung und soll wie alle anderen Bälger der Bewohner von Zuflucht in die Schule gehen. Auch sind die Aufgaben in dieser Gemeinschaft streng zwischen den Geschlechtern getrennt. Zwei verzweifelt regelrecht an den Haus- und Strickarbeiten, die Oma Oaks ihr beizubringen versucht und mit ihrer Rolle als Jägerin erlebt sie Missbilligung und Spott. Selbst Bleich zieht sich immer mehr von ihr zurück, während Pirscher sich seine Hoffnung nicht nehmen lässt, sie doch noch für sich zu gewinnen. Alles scheint sich für Zwei zu verändern - sogar die Freaks machen eine Wandlung durch. Sie werden schlauer, gerissener und stellen bald eine ernsthafte Bedrohung dar. Als Zwei sich für die Sommerpatrouille freiwillig meldet, hat sie in Draufgänger einen unerwarteten Fürsprecher. Die Feldfrüchte der Pflanzer sind wichtig, um die Gemeinschaft über den Winter zu bringen, aber die Freaks haben nicht vor, ihnen diese ohne Kampf zu überlassen. Meine Meinung Nur zwei Monate sind seit ihrer Ankunft in Zuflucht vergangen, doch das Leben von Zwei, Bleich, Tegan und Pirscher hat sich grundlegend geändert. Die Sicherheit, die die Gemeinschaft den Vieren bietet, müssen sie gegen ihre Freiheit eintauschen, selbst über sich zu bestimmen. Hier in der Zuflucht zählen sie zu den Kindern, die den Erwachsenen gehorchen und sich den Gemeinderegeln fügen müssen, was vor allem Zwei und Pirscher sehr zu schaffen macht. "Die Menschen versuchen immer, sich die Dinge zu erklären", sagte er schießlich, "und wenn sie keine Erklärung haben, dann denken sie sich eine aus. Für manche ist eine falsche Erklärung immer noch besser als gar keine." S. 105 Natürlich behält Zwei ihren eigenen Kopf und lernt schnell, einige Regeln unbemerkt zu umgehen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sie sich der neuen Situation anpasst. Ihr starker Wille ist ungebrochen, das Herz der Jägerin lässt nichts an sie heran - und doch begreift sie langsam wie es ist, Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen. Sie entdeckt widerstreitende Gefühle und das, was Liebe ist. Es ist erfrischend zu lesen, wie ehrlich ihre Gedanken sind und wie verzweifelt sie in ihrem Inneren kämpfen muss, um die Gefühlswelt der anderen zu verstehen. "Wenn er mich nicht küssen durfte, schien er auch nicht mehr mein Freund sein zu wollen. Manchmal waren Männer mir ein Rätsel." S. 145 Das Hauptaugenmerk liegt auf jeden Fall wieder bei Zwei, durch deren Sicht man die Handlung verfolgt und auch die Entwicklung der anderen Charaktere spürt. Auch Pirscher, Bleich und Tegan erleben durch ihr neues Zuhause eine Erfahrung, die sie in ihrer Persönlichkeit beeinflusst. Die Autorin ist sich ihrem Stil treu geblieben. Dieses Mal kam ich sofort in die Handlung rein und es hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt. Es gab zwischendrin immer wieder mal kleine Wiederholungen und die Handlung hätte etwas gestrafft werden könnne, das hab ich aber gerne übersehen :) Die überraschenden Wendungen haben die Spannung bis zum Schluss hoch gehalten. Die intensiven, bewegenden Momente, in den Zwei nicht nur die Kämpfe gegen die Freaks bestehen muss, sondern mit ihrem Gewissen und ihren Gefühlen haben mich sehr berührt. Die Vergangenheit der Enklave lässt sie nicht los und beeinflusst immer wieder ihre Entscheidungen - doch sie bleibt sich dabei immer selbst treu. "Wenn ich ganz zu diesem Mädchen im Spiegel wurde, lief ich Gefahr, die Fähigkeit zu verlieren, mich körperlich und emotional zu schützen. Also weigerte ich mich, dieses Mädchen zu sein. Und doch gab es diese zwei Hälften in mir, die einen stillen Krieg gegeneinander führten." S. 250 Fazit Auch den zweiten Band hab ich nicht aus der Hand legen können. Das postapokalyptische Abenteuer der vier so unterschiedlichen Freunde geht spannend weiter und in den Gefühlen und inneren Widerständen, mit denen Zwei zu kämpfen hat, sind viele wahre Botschaften eingestreut, die mir sehr ans Herz gehen. © Aleshanee Weltenwanderer

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  • EIn mittelmäßiger Mittelteil einer Trilogie

    Die Zuflucht
    Baneful

    Baneful

    04. April 2014 um 10:07

    Klappentext: Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche – für die Menschen in der Zuflucht – ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen. Erster Satz: Ich spürte kalten Stahl an meiner Kehle und wachte auf. Eye-Candy:  Dass das Mädchengesicht optisch ansprechend eingefasst ist, finde ich schön. Die Schmetterlinge, die Farben, das sieht alles toll aus. Nur verstehe ich nicht ganz, was das mit der Handlung zu tun hat. Das Cover des ersten Buches finde ich gelungener, denn darauf spiegelt sich die mysteriöse, düstere Atmosphäre wieder. Auch die englischen Cover passen sehr gut zu der Atmosphäre.  Inhalt:  Zwei und ihre Freune haben es in die sichere Zuflucht geschafft.Während die Jugendlichen im Untergrund als vollwertige Erwachsene angesehen wurden, werden sie nun bevormundet und nicht ernstgenommen. Tegan und Bleich haben scheinbar keine Probleme sich in ihre neue Umgebung zu integrieren, doch Zwei und Pirscher lehnen sich gegen die neuen Regeln auf und können sie nicht einfach akzeptieren. Als eine Sommerpatrouille zur Bewachung von Pflanzern zusammengestellt wird, weiß Zwei, das ist ihre Chance! Ohne zu zögern schließt sie sich der Truppe an. Was sie nicht weiß: Die Freaks haben sich scheinbar weiterentwickelt und haben einen Plan ausgetüftelt um die Zuflucht zu zerstören … Meine Meinung: Es ist schon eine Weile her, dass ich die "Enklave" gelesen habe. Dennoch habe ich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Die Schreibweise der Autorin ist wie im Band zuvor immer noch sehr flüssig und leicht verständlich. Obwohl sie Wiederholungen weitgehend vermeidet, hat sie dennoch hier und da Anmerkungen eingebaut, um dem Gedächtnis des Lesers auf die Sprünge zu helfen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Zwei, der Protagonistin, erzählt. In diesem Buch ist sie ist im Vergleich zum ersten Band unerfahrener und naiver unterwegs. Das ist auch nachvollziehbar, schließlich hat sie ihre gewohnte Umgebung verlassen und ist einem neuen Kulturkreis beigetreten. Die Regeln, die hier herrschen und auch die Sprache, die die Bewohner benutzten, das ist ihr alles fremd. So weiß sie zum Beispiel nicht, dass man Frauen mit "Madam" anspricht und nicht mit "Sir". Oder sie weiß nicht was "Esoterik" und "knutschen" bedeuten. Für Zwei ist es, als würde sie eine neue Sprache lernen. Das wurde von der Autorin nicht nervig, sondern eher mitfühlend und zum Teil witzig erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Einige Nebencharaktere aus dem ersten Buch tauchen auch im zweiten Band wieder auf. Während Bleich im ersten Band einer meiner Sympathieträger war, hat mich hier oft aufgeregt. Das liegt zum einen daran, dass seine Charakterentwicklung in die komplett gegensätzliche Richtung stattgefunden hat. Bei Zwei sind da immer noch diese typischen Eigenschaften, die sie zu der Zwei machen, die man aus dem ersten Band kannte. Aber bei Bleich konnte ich sogut wie keine Übereinstimmung finden. Beinahe schon verkrampft versucht er sich der Gesellschaft anzupassen, wobei er sich immer mehr von Zwei entfernt … Tegan ist nun wieder genesen und möchte die Vergangenheit ruhen lassen. Und Pirscher hat immer noch Gefühle für Zwei. Hier hat er mir besser als Bleich gefallen, er ist immer noch er selbst und gleichzeitig hat er sich verändert.  Einige andere und neue Nebencharaktere, wie Draufgänger, wurden zwar gut skizziert, aber leider wird ihnen nicht genug Raum eingeräumt, um dreidimensional zu wirken. Im Gegensatz zum ersten Band ist das zweite Buch langsamer. Die Autorin versucht in diesem Band mehr zu erklären, wodurch die Spannung immer mehr einbüßt. Das geht so weit, dass an einigen Stellen die Handlung ziemlich zäh wirkt und man sich als Leser wünscht, dass etwas passiert. Auch die Atmosphäre des Settings hat etwas eingebüßt, sie ist weniger düster und ähnelt der einer typischen Dystopie. Eine gute Idee ist die Weiterentwicklung der Freaks. Wenn man an diesem Punkt richtig angesetzt hätte, hätte es sehr viel spannender werden können. In der Kürze liegt die Würze:  Leider ein mittelmäßiger Mittelteil einer Trilogie (ähnlich wie bei "Die Verschworenen"). Eine Charakterentwicklung ist zwar zu beobachten, jedoch nur ganz schwach. An einigen Stellen hätte man ruhig kürzen können, um die Handlung etwas mehr zu straffen und ihr die Langatmigkeit zu nehmen. Bewertung:   Den Trend zu Duologien kann ich nachvollziehen. Warum eine Handlung über drei Bücher hinweg ausdehnen, wenn man es auch mit zwei etwas dickeren Büchern kann? Sehr viel was "Die Enklave" so besonders gemacht hat, hat mir hier gefehlt. Die Handlung plätschert immer mal wieder ruhig vor sich hin, dann kommt ein Knall an Spannung und schwupp plätschert sie weiter, daher  ♥ ♥ ♥ Herzchen.   Titel: Die Zuflucht Originaltitel: Outpost Autorin: Ann Aguirre Genre: YA Dystopie Verlag: Blanvalet ISBN: 978-3-442-26835-1 Brochiert: 384 Seiten Reihe: Razorland  Die Enklave (Enclave), Die Zufluch (Outpost), noch kein deutscher Titel bekannt (Horde)

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  • ein guter zweiter Teil

    Die Zuflucht
    Manja82

    Manja82

    07. March 2014 um 16:35

    Kurzbeschreibung: Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche für die Menschen in der Zuflucht ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen. (Quelle: Blanvalet) Meine Meinung: Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan haben nun mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Ihre Zuflucht ist der Ort Erlösung. Und während Tegan und Bleich scheinbar keinerlei Probleme haben sich den Bewohnern anzupassen fällt es Pirscher und Zwei schwer sich einzugliedern. Zwei wird aufgrund ihrer Begabung als Jägerin gemieden und Pirscher zunehmend verachtet. Es kommt dazu das die Beziehung von Zwei und Bleich endet und letztlich sogar die Freundschaft der vier zerbricht. Als dann eine Sommerpatrouille zur Bewachung von Pflanzern aufgestellt wird sieht Zwei ihre Chance gekommen. Sie schließt sich der Truppe an. Allerdings hat sie nicht lange Freude an dieser Aufgabe, denn die Freaks haben sich mittlerweile weiterentwickelt und sie haben nur einen Plan, die Zuflucht zerstören. Wird ihnen dies gelingen? Der dystopische Roman „Die Zuflucht“ stammt von der Autorin Ann Aguirre. Es ist der zweite Teil einer Trilogie. Den ersten Teil „Die Enklave“ habe ich bereits Ende 2011 gelesen, es liegt also eine ziemlich lange Zeit zwischen den beiden Teilen. Die Charaktere der Geschichte haben sich alle ziemlich ent- bzw. weiterentwickelt. Sie wirken nun alle, bis auf einen, stärker und mutiger als noch zuvor. Zwei ist eine sehr starke Protagonistin. Sie ist wissbegierig, sehr hilfsbereit und lässt nur auch endlich mal ihre Emotionen zu. In diesem Teil entdeckt Zwei auch endlich ihre weibliche Seite, lernt diese kennen. Bleich ist als einziger Charaktere ist diesem Teil schwächer dargestellt. Er passt sich gut an die Gegebenheiten an und versucht sich in die Gesellschaft einzufügen. Tegan ist wieder gesund. Sie möchte die Vergangenheit am liebsten auf sich beruhen lassen, doch so wirklich mag das nicht funktionieren. Pirscher hat noch Gefühle für Zwei. Er schlägt sich auf ihre Seite und gemeinsam trainieren die beiden nachts den Kampf. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und sehr bildhaft. Man kann sich die geschaffene Welt wirklich gut vorstellen. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Zwei in der Ich-Perspektive. So bekommt man als Leser eine gute Bindung zu ihr, bekommt so gute Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Die Beschreibung der Freaks, wie sie sich weiterentwickelt haben, hat Ann Aguirre wirklich gut hinbekommen. Die Handlung an sich ist nicht mehr so rasant und temporeich wie noch in „Die Enklave“. Ann Aguirre legt dieses Mal mehr Wert auf die Zwischenmenschlickeit, die Beziehungen der Einzelnen unter einander. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die ganz wunderbar miteinander verbunden sind. Überhaupt hatte ich zu Beginn so meine Bedenken ob ich ohne Weiteres ins Geschehen eintauchen kann, doch diese waren unbegründet. Man ist von Beginn an mittendrin trotz der lange Zeit zwischen den Teilen. Zum Ende hin wird die Handlung leider aber ein wenig langatmig und zäh. Das Ende dieses zweiten Teils ist sehr offen gestaltet. Es bleiben viele Fragen und so ist die Neugier auf den Abschluss der Trilogie natürlich gegeben. Fazit: „Die Zuflucht“ von Ann Aguirre ist ein an und für sich guter zweiter Teil der dystopischen Trilogie. Die Weiterentwicklung der Charaktere, der bildhafte Stil und die gut gestaltete interessante Handlung haben mich, wenn man vom etwas langwierigen Ende mal absieht, sehr gut unterhalten. Durchaus lesenswert!

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  • Nicht ganz so gut wie Band 1

    Die Zuflucht
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    04. March 2014 um 11:03

    INHALT "Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer GefühleIm Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche für die Menschen in der Zuflucht ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen."Quelle Blanvalet MEINE MEINUNG Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich Die Enklave von Ann Aguirre gelesen habe - fast 3 Jahre - und obwohl mich die Geschichte um Zwei, Bleich und Pirscher begeistert hat, ist nicht viel hängen geblieben. Eigentlich nur, dass Zwei und Bleich in einer unterirdischen Enklave gelebt haben, in dem Glauben, die Luft an der Oberfläche (oder der Regen?) wäre giftig. Tag für Tag musste sie gegen die Freaks kämpfen, zombieähnliche Wesen, die einmal Menschen waren. Irgendwann wurden Zwei und Bleich an die Oberfläche verbannt, wo sie nach einer langen Reise gemeinsam mit dem "Wolf" Pirscher und dem Entführungsopfer Tegan in Erlösung Zuflucht gefunden haben.  Jetzt, in Die Zuflucht geht ihr Abenteuer weiter. Sie müssen sich an das oberirdische Leben gewöhnen, das so ganz anders als das in den Tunneln ist. Es gibt eine Schule, es gibt genug zu essen und Frauen haben Kleider zu tragen. Kein Wunder also, dass Jägerin Zwei, die ihr Leben lang nur gekämpft hat, nicht damit klar kommt. Sie überredet ihre Ziehmutter und die Wachen, sich der Patrouille anschließen zu dürfen - und erlebt gleich den nächsten Schock. Die Freaks sind schlauer geworden. Viel schlauer, als alle Zombies, die mir bisher in Büchern untergekommen sind. Sie sind nicht länger nur hungrige Monster, die nach Fleisch gieren. Jetzt sind sie starke, schnelle Monster, die strategisch handeln können und die nicht nur aus Hungern handeln, sondern auch aus Hass. Was ist mit den Freaks geschehen? Wie lange wird Erlösung ihren Angriffen standhalten können? Wie lange wird es dauern, bis ihnen die Vorräte ausgehen? Und sind es wirklich Zombies oder nicht doch etwas anderes? Etwas viel Gefährlicheres und Intelligenteres?  Etwas schade finde ich, dass die Atmosphäre aus Band 1 verloren gegangen ist. Obwohl Zwei und die anderen Wachen angegriffen werden und obwohl Menschen sterben, fehlt die Dramatik. Statt auf Spannung und Emotion wurde deutlich mehr Wert auf Erlösung und die Idee dahinter gelegt. Wie funktionieren die Menschen da, was treibt sie an, wie überleben sie. Warum wird Zwei wie eine Aussätzige behandelt, warum passt sie nicht in ihr Menschenbild. Und Zwei reflektiert ständig über Begriffe und Taten, die sie nicht kennt. Über "knutschen" und "tanzen" bis hin zu "Komplimenten". Mir war sie teilweise zu naiv und weltfremd, trotz allem, was sie erlebt hat. Schließlich ist Bleich genauso aufgewachsen wie sie und hat deutlich mehr Ahnung von der Welt.  Was man in diesem Band auch spürt ist ein gehöriger Touch Öko-Moral. Ob gewollt oder nicht, Zwei schwingt ordentlich die Moralkeule und kann einem damit besonders in der zweiten Hälfte ganz schön auf die Nerven gehen. Sie hat etwas von der toughen Kämpferin verloren. Eigentlich hatte ich gedacht, dass nach Die Zuflucht Schluss ist, es las sich wie ein ruhiges Ausplätschern. Erst gegen Ende wird klar, dass Zwei und ihren Freunde das größte Abenteuer noch bevorsteht. Im Nachhinein finde ich, hätte man das ganze auch auf 50 Seiten kürzen und dem dritten Band voranstellen können. Es liest sich doch sehr wie ein Lückenbüßer und bietet kaum etwas Neues. Nach Die Enklave hatte ich mir mehr erhofft, und ich wünsche, dass der dritte Band wieder mehr Atmosphäre und Spannung des ersten mit sich bringt.  4 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1Punkt ~*~ Blanvalet ~*~ 382 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-26835-1 ~*~ Kartoniert ~*~ 14,00€ ~*~ Februar 2014 ~*~

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  • Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan sind in meinen Augen ein tolles Team!

    Die Zuflucht
    Brina1983

    Brina1983

    02. March 2014 um 20:46

    Kurzbeschreibung lt. amazon: Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche für die Menschen in der Zuflucht ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen.  Erster Satz: Ich spürte kalten Stahl an meiner Kehle und wachte auf. Meine Meinung: Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan sind in meinen Augen ein tolles Team! Inhaltlich… …hat mir das Buch echt gut gefallen. Von Anfang an war ich in der Geschichte drin, obwohl es schon zwei Jahre her ist, dass ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe. Die Erzählstränge und Handlungsstränge waren so gut ineinander verwoben, dass das wirklich gar kein Thema war. Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan sind nun in Erlösung angekommen und entwickeln sich zu Beginn etwas auseinander. Zumindest scheint es so auf den ersten Blick. Jeder geht seiner Wege und Zwei versteht die Welt nicht mehr, weil Bleich sich von ihr fernhält…als es aber etwas brenzliger bezüglich der Freaks wird und die Beiden gebraucht werden, gibt es auch mal eine Aussprache. Dann scheint es, als sei gefühlstechnisch alles in bester Ordnung, aber dann schlagen die Freaks richtig zu und auch Bleich, Pirscher und Zwei müssen wieder darunter leiden… Erzählt… …wird die Geschicht aus der Sicht von Zwei. Ich habe dadurch die ganze Zeit das Gefühl gehabt, direkt neben ihr zu stehen und alles hautnah mitzuerleben. Ich verstehe ihre Gefühle und Beweggründe soooo gut. Daher kann ich nur sagen, dass die Autorin ein sehr großes Talent zum Erzählen hat. Es war für mich alles so hautnah und bildlich dargestellt. Ich sage euch, die „Stummies“ sehen echt eklig aus. ;) Worte, die mich in diesem Buch bewegt haben: „Du kannst dein Leben nicht für andere Leben. Aber ich habe noch nie einen Mann so weinen sehen.“ „Die Worte trafen mich bis ins Mark.“ Seite 249 „ Ich kenne dich jetzt schon eine ganze Weile, und so, wie ich die Dinge sehe, kann dich nichts auf der Welt davon abhalten zu tun, was du für richtig hältst.“ Seite 267 Äußerlich… …ist das Buch sehr schön gestaltet. Es ist nicht gleich sichtbar, dass es sich um einen Endzeitroman handelt. Das abgebildete Mädchen aber ist wunderschön und ist sehr malerisch im Bild eingefangen worden. Und auch der Schmetterling ist sehr zauberhaft. Es ist nun eins meiner Lieblingscover. Vielleicht sogar das Cover überhaupt! Charakterlich… …haben sich meines Erachtens nach alle vier weiterentwickelt bzw. verändert. Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan sind das Zusammenleben mit „normalen“ Menschen ja so gar nicht wirklich gewöhnt und so müssen sie richtig viel dazulernen. Bis auf Bleich haben sich alle sehr viel Mut und Kraft angeeignet. Bleich wirkt tatsächlich um einiges schwächer in diesem Band. Seine Seele wird aber auch ordentlich auf die Probe gestellt. Ich bin mal gespannt, wie er sich im finalen Band weiterentwickeln wird. Da gibt es bestimmt noch einige interessante Veränderungen. Bei Zwei ist man gewöhnt, dass sie sehr stark ist. Sie lernt bei Famlie Oaks und auch durch ihre Freunde aber auch endlich ihre weibliche Seite kennen. Sie lässt immer mehr Emotionen zu und versucht sich und die anderen Menschen zu verstehen. Und vor allem ist sie sehr wissbegierig und hilfsbereit. Fazit: Für mich war dieser zweite Teil ein echter Pageturner. Spannend und emotional von Anfang bis Ende. Ich habe so lange auf die Fortsetzung gewartet und kann nunmehr auch den finalen Band gar nicht mehr abwarten. Ob der auch so lange auf sich warten lässt? Bitte nicht… Ich vergebe 5 Bücher!

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  • Tolle Fortsetzung voller Spannung und Romantik!

    Die Zuflucht
    Andreea

    Andreea

    23. February 2014 um 18:42

    Ich habe Die Enklave vor ein paar Jahren auf Englisch gelesen und fand das Buch super, deshalb habe ich mich wirklich darüber gefreut, dass ich die Chance bekommen habe, die Fortsetzung, Die Zuflucht, zu lesen. Ich habe gedacht, dass ich Schwierigkeiten haben werde, mich an die Handlung inDie Enklave zu erinnern, denn ich habe des Öfteren das Problem, mich daran zu erinnern, was im ersten Buch einer Serie passiert ist, wenn ich nicht gleich die Fortsetzung lese. Aber zum Glück war das hier überhaupt nicht der Fall. Mir fiel es sehr leicht, wieder in diese faszinierende Welt einzutauchen, die Ann Aguirre kreiert hat und ich war so gespannt darauf, zu erfahren, was mit den Protagonisten, die ich in Die Enklave so lieb gewonnen habe, geschehen würde. Ich war so froh, zu erfahren, dass Zwei und Bleich endlich (nach ein paar Missverständnissen), ein Paar geworden sind, denn ich wollte unbedingt, dass die beiden zueinanderfinden. Was Pirscher angeht, so konnte ich mit ihm mitfühlen und verstehen, was er durchgemacht hat, aber dennoch konnte ich nicht vergessen, was er alles in Die Enklave getan hat. Ja, er hat sich geändert, aber ich hatte trotzdem irgendwie das Gefühl, dass die Autorin einfach nur eine weitere Dreiecksbeziehung kreieren wollte, weil nun mal seit Twilight Dreiecksbeziehungen in Jugendbüchern so angesagt sind. Ich finde das einfach nur schade, dass so viele Autoren das machen, denn nicht jeder Autor kann eine Dreiecksbeziehung geschickt gestalten. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Dreiecksbeziehungen einzuwenden, solange diese rechtfertigt sind, und gut dargestellt sind. Wie dem auch sei, ich bin trotzdem gespannt, wie es mit diesen drei Protagonisten im letzten Band weitergehen wird. Was mir sehr gut an Die Zuflucht gefallen hat, war die Sache mit den Freaks. Ich wollte unbedingt herausfinden, wieso diese auf einmal schlauer geworden sind, was sie vorhatten und wie diese Freaks überhaupt entstanden sind, denn Theorien gab es ja viele. Diese Fortsetzung war ein bisschen langsamer und hatte nicht so viel Action, wie der erste Teil der Trilogie, dennoch hat sie mir gut gefallen, denn diese langsamen Abschnitte konzentrierten sich auf Zwei und Bleichs Beziehung und ich habe es sehr genossen, über die beiden zu lesen. Fazit: Die Zuflucht war eine überzeugende Fortsetzung voller Romantik, tollen Charakteren und der Schreibstil war klasse, genauso wie das Geheimnis bezüglich der Freaks. Ich kann es kaum erwarten, den letzten Teil dieser großartigen Trilogie zu lesen!

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  • Nicht so rasant wie "Die Enklave", überzeugt aber mit einer einfallsreichen Entwicklung und bildhaft

    Die Zuflucht
    katie1984

    katie1984

    19. February 2014 um 15:21

    Worum geht's? Zwei, Bleich, Pirscher und Tegan haben es geschafft. Nach der langen, schon aussichtslosen Reise im Nirgendwo und der ständigen Bedrohung der Freaks, sind sie in der sicheren Zuflucht namens Erlösung angekommen. Doch in dem Dorf gelten andere Regeln, als die vier Freunde kennen. Hier werden sie als schulpflichtige Jugendliche angesehen und die weiblichen Bewohner haben häusliche Pflichten zu verrichten. Während Tegan und Bleich sich scheinbar gut an ihr neues Leben gewöhnen, werden Zwei und Pirscher wegen ihrer Auflehnung gegen die Gesetze verachtet. Traurig stellt Zwei fest, dass die Beziehung zu Bleich am Ende ist und die Freundschaft der vier Freunde zerbricht. Als eine Sommerpatroullie als Bewachung für die Pflanzer auf den Feldern zusammen gestellt werden soll, wittert sie ihre Chance endlich wieder ihrer Lebensaufgabe nachkommen zu können und schließt sich dem Trupp an. Aber die Freude über den Job verfliegt schnell, denn die Freaks haben sich weiter entwickelt. Schlauer, durchgeplanter und geduldiger verfolgen sie nur ein Ziel: Die Zuflucht zu zerstören... "Etwas musste sich verändern, das stand außer Frage. Die Freaks hatten es bereits getan." S. 151 Charaktere Zwei hat sich das Leben in der Zuflucht nicht wie ein Gefängnis vorgestellt und rebelliert gegen die Gesetze im Dorf. Während einige Wenige ihren Kampfgeist bewundern, bringt sie den Großteil der Bewohner gegen sich auf, weil sie die Traditionen bricht. Bleich hält unterdessen Abstand zu ihr, passt sich an und versucht, sich zusammen mit Tegan, bestmöglichst in die Gemeinschaft einzufügen. Nachdem die schwerverletzte Tegan wieder genesen ist, möchte sie die schreckliche Vergangenheit ruhen lassen, aber Zwei und Pirscher erinnern sie immer wieder daran, woher sie kommt. Pirscher hegt immer noch Gefühle für Zwei und schlägt sich auf ihre Seite, denn auch er möchte nicht untätig bleiben, während die Freaks ihr Unwesen treiben. Heimlich trainieren sie den Kampf bei Nacht und schleichen zu den Wachposten auf die Schutzmauer. Für Zwei entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, aber sie vergisst wie die Vertrautheit auf andere wirkt... "Menschen hier hatten mir das Leben gerettet, und gleichzeitig sperrten sie mich in einen Käfig, in dem ich nicht ich selbst sein durfte." S.37 Meine Meinung Nachdem mich Ann Aguirre schon mit dem ersten Teil "Die Enklave" begeistern konnte, war die Neugier auf diesen zweiten Band geweckt. Und auch "Die Zuflucht" fesselt wieder mit einem einnehmenden und bildhaften Schreibstil, der aus Sicht von der Hauptprotagonistin Zwei erzählt wird. Zwei, die sich im Vorgänger immer an die Regeln gehalten und Befehle strengstens befolgt hat, zeigt nun ihre rebellische Seite. Mir hat das sehr gefallen. Gleichzeitig schließt sie ihre neue Familie ins Herz und möchte sie nicht enttäuschen. Ich konnte ihre Gefühle und Handlungen stets nachempfinden, auch wenn sie manchmal etwas naiv war. Bleich, dessen unergründlicher Charakter mir bisher so zugesagt hat, ist leider auf meiner Sympathie Skala gesunken. Zeitweise ging er mir mit seinen Gefühlsschwankungen doch ziemlich auf die Nerven und ich habe mich gefragt warum er, nach all' den gemeinsamen Erlebnissen, nicht einfach mal den Mund aufmacht. Allerdings blieb er in diesem Buch meist im Hintergrund, deshalb fällt sein Verhalten nicht so stark ins Gewicht. Dafür hat Pirscher umso mehr Einblick gewährt und Tegan's Verhalten konnte ich nachvollziehen. Die Handlung ist, im Gegensatz zu Band 1, nicht so vielschichtig und temporeich. Es geht eher um die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Freunden und zu den Bewohnern im Dorf und deren Reaktion auf die "Fremden", die anscheinend nicht in diese Gemeinschaft passen. Dabei habe ich besonders den verständnisvollen Händler "Draufgänger" lieben gelernt, der Zwei und die Anderen einfach so nimmt wie sie sind. Einfallsreich hat die Autorin die Entwicklung der Freaks erdacht und die Bedrohung in der Fortsetzung sogar noch gesteigert, obwohl die Zuflucht vorbereitet ist und eigentlich als sicherer Ort gilt. Eine gelungene Idee, die direkt nach dem offenen Ende neugierig auf den Abschluss macht. Fazit: Pro: Entwicklung der Freaks, Zwei, Beschreibungen, Schreibweise Kontra: Wenig spannende Szenen, Bleich Mich konnte "Die Zuflucht" von Ann Aguirre zwar wieder überzeugen und ich bin gespannt auf den dritten Band, aber trotzdem fällt die Fortsetzung etwas schwächer in meiner Bewertung aus. Auch wenn ich wissen möchte was die Autorin noch aus der Geschichte bastelt, gab es zum Ende Längen, die nicht hätten sein müssen. Insgesamt aber ein guter zweiter Teil, der vor Allem mit der charakterstarken Hauptprotagonistin und tollen bildlichen Beschreibungen punktet. Die Neugier ist mal wieder geweckt! Bewertung: Idee: 4/5 Charakterdarstellung: 4/5 Schreibstil: 4/5 Aufbau/Umsetzung: 4/5 Gesamtbewertung 4 von 5 ©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt Band 1: Die Enklave

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