Ann Aguirre Enclave

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  • Keine Dystopie, die man gelesen haben muss

    Enclave
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. January 2014 um 18:19

    Cover: Das Cover ist genauso grau, wie die beschriebene Welt des Buches. Ansonsten ist es eher kein Blickfang.  Meinung: Bisher hatte ich eher mittelmäßige Meinungen zu dem Buch gehört und leider haben diese sich auch während meiner Lektüre bestätigt. Wir befinden uns in einer sehr trostlosen, kargen und brutalen Welt. Eine Enklave hat sich unter die Erde verzogen, weil sie dort sicher vor menschenfressenden Mutanten ist, die Freaks genannt werden. Das System dieser Enklave ist sehr hierarchisch aufgebaut und jeder dort Lebende erfüllt einen Zweck: sei es Jäger zu sein, für die Aufzucht des Nachwuchses tätig zu sein oder sich um die Versorgung der Menschen zu kümmern. Deuce ist Jägerin und erhält bei ihrem Ritual, um diesen Status offiziell anzunehmen, ihren Namen. Davor werden alle Bewohner der Enklave nur durchnummeriert. Gemeinsam mit dem sehr verschlossenen Eigenbrötler Fade muss sie auf Patrouille gehen und dabei machen sie eine ziemlich erschreckende Entdeckung. Mir ist es während des gesamten Buches nicht gelungen, Zugang zu irgendeiner der Figuren zu finden. Nicht ein einziges Mal. Weder bei Deuce, Fade oder den anderen, erst später auftauchenden Figuren. Sie werden so lieblos und vor allem charakterlos beschrieben, dass es nichts gibt, was sie ausmacht. Deuce jagt und fühlt sich nur als Kämpferin wohl. Das ist alles, was man über sie erfährt, was für die Protagonistin in meinen Augen herzlich wenig ist. Fade ist der sagenumwobene, geheimnisvolle Typ Marke Twilight, was mir von Beginn an sehr auf die Nerven ging, weil damit der weitere Handlungsverlauf von Deuce und Fade klar war. Demnach fiel es mir unglaublich schwer, Handlungen und Denkweisen der Charaktere nachzuvollziehen und war eigentlich die ganze Zeit nur Außenstehender während des Lesens, statt wirklich in der Handlung involviert. Warum auch immer die beiden sich ineinander verlieben, ist mir nach wie vor großes Rätsel. Es war schon beinahe ein wenig lustig. Fade sagt kaum etwas, Deuce fliegt auf ihn, weil er gut kämpft und schon ist es die Liebe des Lebens. Konnte ich leider nicht so ganz abkaufen. Die Handlung war seltsam. Es sind Regeln in der Enklave vorhanden, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben, damit sind Bestrafungen bei Missachtung da, die allesamt auch sehr fragwürdig sind. Warum Deuce und Fade auf große Reise gehen, habe ich nicht verstanden. Aber vielleicht muss man das auch nicht. Ich hatte auch mit der Handlung große Schwierigkeiten. Es gab Seiten, bei denen ich dachte: oh yeah, jetzt passiert mal was, jetzt kommt die Handlung in Gang, SO macht das Spaß! Zwei Seiten später dümpelte es wieder langweilig dahin und ich fragte mich, warum ich das Buch nicht einfach weglege. Es war furchtbar. Es war langweilig und so unlogisch an vielen Stellen, dass ich die Handlung nicht ernst nehmen konnte. Was mir jedoch wirklich gut gefallen hat, war die Idee der Welt. Dass es eben menschenfressende Mutanten gibt, die Kargheit und die Ödnis. Das hatte ich so bisher in keiner Dystopie und die Passagen sind Ann Aguirre sehr gut gelungen. Davon hätte ich nur gern viel, viel mehr erfahren. Wie genau kam es dazu, dass die Menschen zu Mutanten wurden? Warum ist die Welt verfallen? Ich denke, die nachfolgenden Teile geben Antwort darauf, aber ein paar mehr Informationen hätte ich mir hier schon gewünscht. Das, was bei den Charakteren an Detailliebe verloren ging, konnte der Weltenentwurf wettmachen. Dennoch täuscht dies nicht darüber hinweg, dass ich mich beim Lesen wirklich gelangweilt habe und mich die gesamte Handlung absolut nicht vom Hocker reißen konnte. Fazit: Ein sehr enttäuschender Reihenauftakt, der so langweilig war, dass ich überhaupt keine Lust habe, die beiden anderen Teile zu lesen, weil es mich überhaupt nicht interessiert, wie es mit Deuce und Fade und den anderen weitergeht. Jeder, der sich nicht von der Rezension hat abschrecken lassen, sollte aber zur englischen Variante greifen, es sei denn, er möchte von Zwei und Bleich begleitet werden. Da sind mir die englischen Namen lieber.

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