Die Tote im roten Kleid

von Ann Cleeves 
4,1 Sterne bei11 Bewertungen
Die Tote im roten Kleid
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2,5 Sterne, weil für mich in erster Linie nur wegen der Shetland-Inseln lesenswert.

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Spannend mit etwas Anlaufzeit. Überraschendes Ende.

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Inhaltsangabe zu "Die Tote im roten Kleid"

Eine Lawine aus Schlamm und Dreck
Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist – doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zur Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499273780
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.01.2018

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: 2,5 Sterne, weil für mich in erster Linie nur wegen der Shetland-Inseln lesenswert.
    2,5 Sterne, weil für mich in erster Linie nur wegen der Shetland-Inseln lesenswert.

    Das Setting auf den Shetland-Inseln war atmosphärisch im Hintergrund beschrieben. Die Geschichte spielt, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, im Februar und mich wunderte, dass dort kein Schnee lag. Es war kalt, regnerisch, früh dunkel und in den alten Häusern so zugig, dass der Wind das Feuer im Ofen ausblasen konnte.

     

    Der detaillierte, aber ruhige Erzählton trug zu der Stimmung und der Darstellung der Charaktere bei. Denn die Hauptprotagonisten waren alle etwas gemächlich und langsam, um nicht zu sagen stellenweise plump. Mit Jimmy Perez konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, obwohl er sehr gut charakterisiert wurde. Der Tod seiner Verlobten bringt ihn immer noch aus dem Gleichgewicht, was ihn eigentlich sympathisch gemacht hat. Aber seine altruistische Art der Ermittlungsarbeit trug dazu bei, das ich ihn mir älter und wie aus einer anderen Zeit vorstellte. Auch sein Kollege Sandy, von dem ich zuerst aufgrund des Namens annahm es wäre eine „Sie“, war einfach von der unbeholfenen Art. Irgendwie dachte ich, dass die beiden am liebsten überhaupt keine Befragungen gemacht hätten. Aber vielleicht lag das an den Shetland-Inseln, wo jeder jeden kennt und man dadurch schon etwas befangen ist.

     

    Etwas frischen Wind bringt eine alte Kollegin vom Festland, Willow Reeves. Einen Rang höher als Jimmy Perez und zudem untypisch mit ihrem Äußeren. Die beiden kennen sich schon länger, und zwischen ihnen bahnt sich ein kleines Love-Interest an, scheint aber nicht „alltagstauglich“ zu sein.

     

    Spannung entstand eigentlich nur durch die beklemmenden Beschreibungen der Familie Hays, die wohl Geheimnisse hat und sich verdächtig macht.

     

    Insgesamt gesehen hat mir der Erzählstil und das Setting sehr gut gefallen. Allerdings hatte ich mit allen Charakteren so meine Probleme. Sie waren zwar schon detailliert beschrieben, aber auch irgendwie hölzern und plump. Wenn ich diese Geschichten weiterlesen will, dann nur aus dem Grund, dass sie auf den Shetland-Inseln spielen. Hier würde ich mir dann auch noch mehr Insider-Wissen wünschen. Die Geschichten sind verfilmt, und ich möchte mir auf alle Fälle die DVD „Mord auf Shetland“ kaufen. Aber erst im Herbst, wenn das Wetter dazu passt …

     

    Alles in allem:  Für mich in erster Linie nur lesenswert, weil ich ein Faible für die Shetland Inseln habe.

     

    Sterne: Ich schwankte zwischen zwei und drei Sternen, und vergebe letztendlich drei von fünf Sternen, weil mich in erster Linie die Landschaftsbeschreibungen der Shetland-Inseln gereizt haben. Dennoch hätten auch hier ein paar Insider-Infos zu Sehenswürdigkeiten oder schönen Plätzen gut getan. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Alle erschienen mir wie in Zeitlupe zu agieren, hölzern und plump. Schweigsam.  Manchmal wie dumpfsinnig vor sich hin brütend. Zudem empfand ich die Darstellung von Jimmy Perez als alleinerziehenden Ersatzvater nicht authentisch. Ein Pluspunkt ist, dass sich der Krimi gut lesen lässt, wenn man einen ruhigen Erzählton mag. Da ich vor langer Zeit einen anderen Roman der Autorin gelesen habe, meine ich, dass sie eher eine altmodische Einstellung zu ihren Charakteren hat.

     

    Shetland Krimis /Ermittler Jimmy Perez

    Band 1

    Die Nacht der Raben


    Band 2

    Der längste Tag


    Band 3

    Im kalten Licht des Frühlings


    Band 4

    Sturmwarnung


    Band 5

    Tote Wasser


    Band 6

    Das Geistermädchen


    Band 7

    Die Tote im roten Kleid


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    readingmakesmefeellikes avatar
    readingmakesmefeellikevor 7 Monaten
    Interessanter Fall mit ein paar Längen

    Worum geht's?

    "Eine Lawine aus Schlamm und Dreck

    Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist – doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zur Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer ..."


    Warum hab ich es gelesen?

    Als großer Fan der von itv produzierten Shetland-Serie wollte ich mich nun endlich mal an die Buchvorlage begeben.


    Wie war's?

    Natürlich ist es immer etwas seltsam, wenn man schon Vorstellungen der Personen durch die Schauspieler im Kopf hat. Nichtsdestotrotz war es für mich sehr spannend, die Figuren in ihrer ursprünglichen Form kennenzulernen. Ermittler Jimmy Perez ist mir nach wie vor sympathisch.

    Ann Cleeves Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, vor allem die Ruhe und das Gefühl ihrer Schauplätze bringt sie sehr gut rüber. Leider leidet manchmal das Tempo darunter, das Buch hatte für mich so einige erzählerische Längen, die auch in kürzerer Form ihren Sinn erfüllt hätten. Für mich dürfte es generell gerne etwas weniger um das Privatleben der Ermittler gehen, aber in einem siebten Band muss man natürlich damit rechnen. Nichtsdestotrotz hätte ich mir etwas weniger Privatprobleme und dafür etwas mehr Krimi gewünscht. Der Fall an sich war definitiv gut überlegt und auch nicht sofort zu durchschauen.

    Übrigens war es für mich kein Problem, mit dem siebten Band in die Reihe einzusteigen, da alle Figuren und Situationen nochmal ausführlich vorgestellt werden.


    Was war besonders?

    Dasselbe wie in der Serie - die Landschaft der einsamen Shetlands.


    Reading Die Tote im roten Kleid makes me feel like...

    ...ein interessanter Fall mit erzählerischen Längen. Nichtsdestotrotz sollte man einen Versuch mit Ann Cleves wagen!#



    Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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    Catgirllovesbookss avatar
    Catgirllovesbooksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend mit etwas Anlaufzeit. Überraschendes Ende.
    Eine unbekannte Tote - war es ein Unfall oder Mord?

    Zusammenfassung: Ein Erdrutsch stört eine Beerdigung. Er reißt eine dicke Schlamm- und Steinlawine mit sich und die Trauergemeinde kann sich gerade noch so in Sicherheit bringen.

    Kurz danach wird festgestellt, dass ein Cottage regelrecht von der Lawine zerrissen wurde und in den Trümmern wird die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Sie trägt ein rotes Seidenkleid, doch niemand kennt sie. Und eigentlich dürfte das Cottage auch nicht bewohnt sein...

    Eine zunächst erfolglose Suche startet, da die Inselbewohner dicht machen und den Ermittlern nicht weiterhelfen. Als es endlich eine heiße Spur zur Identität gibt, endet diese jedoch ganz anders als erwartet. Und doch ist sie die Einzige, die aktuell vorhanden ist. Kommissar Jimmy Perez bittet seine alte Kollegin Willow Reeves um Unterstützung. Und gemeinsam bauen sie den seltsamen Fall auseinander, und fügen Stück für Stück an seinen Platz. Wie ein Puzzle, dessen Teile irgendwie doch nicht zusammenpassen wollen...

    Meine Meinung: Die Tote im roten Kleid braucht etwas Anlaufzeit. Anfangs habe ich gedacht, wenn es so weitergeht wird es ein sehr langes Buch werden. Doch dann passiert soviel und doch so wenig, dass man weiterlesen muss! Anne Cleves schafft einen dunklen Rahmen und streut die Hinweise wie Brotkrumen, denen man einfach folgen will.

    Die Protagonisten waren für mich greifbar und man erfährt viel über ihr Umfeld. Auch wenn ich die Vorgänger nicht gelesen habe, bin ich durch die Rückblicke gut zurecht gekommen.

    Und gegen Ende des Buches nimmt es so an Fahrt auf, dass man nicht zum Luft holen kommt. Und ein Charakter gerät in Lebensgefahr...


    Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag für diesen spannenden Krimi.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schöner Krimi mit Shetland-Flair
    Ein sehr unterhaltsamer Krimi

    Nach einem Erdrutsch auf den Shetland-Inseln wird unweit eines eigentlich unbewohnten Hauses eine Frauenleiche gefunden. In einem schicken roten Kleid wurde sie wohl von dem Erdrutsch überrascht und kam zu Tode – oder wurde sie bereits vorher ermordet? Kommissar Jimmy Perez setzt alles daran, die Identität der Toten zu klären und den Vorfällen auf die Spur zu kommen. Auch wenn dies bedeutet, den Nachbarn und Bekannten auf der Insel etwas auf die Füße zu treten.
    Dies ist zwar schon der siebte Band von Ann Cleeves Shetland-Krimis, doch auch ohne Vorwissen kommt man sehr schnell in die Geschichte rein. Mit Jimmy Perez hat die Autorin einen spannenden und sehr tiefgehenden Charakter geschaffen, der die ganze Story trägt und die Fäden auch zwischen den anderen Figuren zusammenhält. Durch die Suche nach der Identität der Toten und die Geschichten, die um sie auftauchen, ist die ganze Story äußerst spannend. Auch die Verhältnisse auf der Insel und die Rollen der verschiedenen Figuren sind toll beschrieben und halten die Story am Laufen, so dass man sich von Anfang Mitten in einem spannenden Kriminalfall befindet, ohne auch nur eines der vorhergehenden Bücher gelesen zu haben.
    Ann Cleeves ist mit „Die Tote im roten Kleid“ ein toller und spannender Krimi gelungen, der auch mit viel Lokalkolorit der Shetland-Inseln und individuellen Charakteren überzeugen kann. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung, die Lektüre war äußerst unterhaltsam.


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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller, spannender und interessanter Krimi
    Ein toller, spannender und interessanter Krimi

    Kaum zu glauben. Da erhalte ich doch tatsächlich den siebten Band einer Reihe, von der ich zuvor noch nie etwas gehört bzw. gelesen hatte. Ein Shetland Krimi.... puhu.... wenn das mal gut geht. Na ja, so war zumindest mein Gedanke. Ich bin also mit größter Spannung und auch Skepsis an dieses Buch gegangen.

    Schon nach den ersten Zeilen dachte ich: Hättest du mal lieber die Vorgängerbänden noch gelesen. Es war zwar ein durchaus spannender Anfang mit dem Erdrutsch und der Toten, jedoch fehlte mir absolut der Bezug zum Protagonisten, der der Ermittler ist.

    Nach 50 Seiten war ich dann jedoch angekommen. Die Story wurde immer spannender und auch ich begann mitzuraten, wer die Frau im roten Kleid in dem Ferienhaus war. Und die Katze? Aber auch die Protagonisten wurden mir vertrauter. Während die Eine mit Alkohol ihr Problem hatte. durfte sich der Andere Gedanken über das großzügige Angebot der Lehrerin seiner Tochter machen.

    Die Autorin versteht es, mehrere kleine Handlungsstränge aufzumachen, ohne dabei Verwirrung zu stiften. Ganz langsam kommen immer weitere Details zum Vorschein, so dass der Krimi bis zum Schluß spannend bleibt.

    Fazit:

    Ein toller, spannender und interessanter Krimi, der jedoch ohne Vorkenntnisse anfangs etwas mühsam ist. Wenn man dann aber mal in dem Geschehen angekommen ist, hat man viel Freude beim Lesen. Ich werde mir auf jeden Fall die Vorgängerbände noch besorgen

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    SillyTvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Krimi
    Solider Krimi

    Es regnet auf den Shetlands und das schon seit Tagen und ausgerechnet auf der Beerdigung eines Dorfbewohners kommt es zu einem gewaltigen Erdrutsch, der große Teile des Friedhofes, aber auch einige weitere Teile Ravenswicks mit sich reißt. Eine kleine Hütte wird dabei völlig zerstört, doch die Bewohnerin ist schon vor einer Weile verstorben, doch dann entdeckt man bei Aufräumarbeiten eine Tote in genau dieser Hütte. Eine Frau, die niemand zu kennen scheint, in einem roten Kleid zurecht gemacht, als hätte sie eine Verabredung gehabt. Jimmy Perez beginnt zu ermitteln und dabei bittet er seine Kollegin Willow Reeves um Hilfe. Wer war die Frau? Was tat sie in der Hütte? Hatte sie eine Verabredung und wenn ja, mit wem?
    Meine Meinung:
     Mit Die Tote im roten Kleid erschien bereits der siebte Band rund um den Ermittler Jimmy Perez aus der Feder der Krimiautorin Ann Cleves. Man muss die Vorgänger zu diesem Buch nicht unbedingt gelesen haben, denn der Fall ist in sich abgeschlossen und man kann dem gesamten Geschehen problemlos folgen. Doch wie immer in Krimireihen gilt, dass die privaten Erlebnisse und Erfahrungen der Ermittler weitergeführt werden. Wen das nicht stört, findet sich hier also mit Sicherheit zurecht.
    Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, denn Ann Cleeves hat einen sehr guten, verständlichen Schreibstil, der auf mich aber auch ein wenig emotionslos wirkte. Sie bleibt auf einer klaren Linie und hält fast konstant ein Tempo beim Erzählen. Genau dies hat mich aber bei diesem Krimi ein wenig gestört, denn es bleibt lange Zeit sehr ruhig und ohne große Entwicklungen, selbst das Mitfiebern oder Miträtseln blieb mir hier ein wenig fern. Sicherlich muss ein Krimi nicht vor Blut triefen, um Spannung zu erzeugen, doch hier geschah nur recht wenig. Auf der einen Seite spiegelt die Autorin hier recht gut die eigentlichen Ermittlungsarbeiten, wie ich sie mir auch in der Realität vorstellen könnte, aber diese konnten mich erst ab ca. der Hälfte des Buches für sich einnehmen. Hier wurde ein wenig zu lange gebraucht, bis man herausfand, wer die Tote wirklich ist und man dreht sich regelrecht gemeinsam mit den Ermittlern im Kreis. Doch dann beginnen Verwicklungen, Verstrickungen und Geheimnisse und damit begann es dann auch wirklich interessant zu werden und ich wollte wissen, was es mit der Frau auf sich hat.
    Ann Cleeves erzählt ihr Buch aus verschiedenen Perspektiven durch einen Erzähler in der dritten Person, aber man bleibt als Leser hier der Beobachter und erfährt recht wenig von den Gefühlen und Gedanken der Handelnden. Was ich gerade auf die persönliche Entwicklung zwischen Jimmy und Willow bedauert habe. Wir beobachten also das Geschehen aus den Perspektiven der Ermittler Jimmy, Willow und Sandy, aber auch durch die Nachbarin Jane, die mit ihrer Familie in unmittelbarer Näher zu den Tatorten lebt und somit ein wenig mit ins Zentrum des Geschehens rückt.
    Der Fall an für sich wirkte gut konstruiert und durchdacht und auch wenn die Ermittlungen recht lange auf der Stelle traten, war es hier doch grundsolide. Die Atmosphäre der Shetlands ist gut dargestellt und greifbar und wurde in der Vorstellung lebendig.
    Die Charaktere sind ja bereits seit einer Weile bekannt und ich hatte durchaus ein wenig auf eine weitere Entwicklung gewartet, wie ich auch zuvor schon angedeutet habe. Jimmy ist sich selbst aber nicht sicher, gerade auch in Bezug auf Cassie. Das macht ihn sehr authentisch und sympathisch und auch die weiteren Ermittler mochte ich durchaus.
    Die Nebencharaktere bekommen nur teilweise Tiefgang, aber bleiben durchdacht und an ihren angedachten Stellen im Geschehen.
    Mein Fazit:
    Unblutig und auch wenig spektakulär, dafür gut und mit klarer Linie erzählt Ann Cleeves von den Ermittlungen auf den Shetland Inseln. Die bereits bekannten Ermittler sind mir sympathisch, die Inselbewohner glaubwürdig dargestellt. Lediglich der Beginn konnte mich nicht einnehmen und fesseln und es dauerte etwas, bis ich mit dem Fall warm wurde. Trotzdem ein solider Krimi, der für Fans der Autorin auch wieder ein Muss ist.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ruhiger Krimi, dem etwas mehr Tempo nicht schaden würde.
    Die Tote im roten Kleid

    Nach einem gewaltigen Erdrutsch findet Kommissar Jimmy Perez in den Überresten eines verschütteten Hauses eine tote Frau. Niemand will sie gekannt oder von ihrem Aufenthalt in dem Haus gewußt haben. Als sich herausstellt dass sie gewaltsam ums Leben gekommen ist, bemühen sich Jimmy und sein Kollege Sandy mit allen Kräften herauszufinden wer die unbekannte Schöne gewesen ist. Doch die Ermittlungsarbeiten gestalten sich überaus mühsam. Trotzdem gelingt es ihnen nach und nach eine ganze Reihe interessanter Indizien zu sammeln, die sie allerdings nicht wirklich weiterbringen. Erst als es eine zweite Leiche gibt stoßen sie auf einen neuen Hinweis, der sie endlich auf die richtige Spur führt.

    Fazit
    Ein sehr ruhiger Krimi, in dem das beschauliche und ziemlich kleinkarierte Leben auf den Shetlandinseln zu sehr im Vordergrund steht um einen durchgängigen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 10 Monaten
    Ein wunderbar atmosphärischer Shetland-Krimi

    Taschenbuch: 446 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (24. Januar 2018)

    ISBN-13: 978-3499273780

    Originaltitel: Cold Earth

    Preis: 10,99€

    auch als E-Book erhältlich


    Ein wunderbar atmosphärischer Shetland-Krimi


    Inhalt:

    Durch den endlosen Regen auf den Shetland Inseln rutscht schließlich in Ravenswick ein Hang ab und reißt ein kleines Cottage mit sich, das eigentlich unbewohnt sein sollte. Doch in den Trümmern findet man die Leiche einer Frau. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich bald als Mord, der die Polizei vor ein Rätsel stellt, denn keiner scheint die Frau im roten Kleid zu kennen. 


    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der 7. Band der Shetland-Krimis um den Ermittler Jimmy Perez. Der Fall ist aber in sich abgeschlossen, sodass man das Buch problemlos auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen kann. Allerdings entwickeln sich die Ermittler, die in jedem Band eine Rolle spielen, von Band zu Band natürlich weiter. Doch werden die wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben noch einmal kurz erwähnt, um neue Leser*innen ins Bild zu setzen. 


    Auf gewohnt ruhige Art entwickelt Ann Cleeves ihre Geschichte. Hier findet man nicht mehr Blut als nötig und auch keine allzu sinnlose Gewalt. Man erhält aber einen unterhaltsamen und fesselnden Roman, der sehr authentisch die raue und düstere Atmosphäre auf den Shetland-Inseln rüberbringt. Ein wenig mehr Spannung hätte es für meinen Geschmack aber doch sein können. 


    Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen den drei Ermittlern Jimmy Perez, Sandy Wilson und Willow Reeves sowie Jane Hay, deren Familie dem Tatort am nächsten wohnt und so natürlich in den Fokus der Polizeiarbeit gerät. 


    Die Ermittlungen treten lange Zeit auf der Stelle. Es will sich einfach niemand so richtig als Verdächtiger anbieten. Gerade auch für Jimmy ist es schwer, sich die Menschen, die er kennt und die seine Nachbarn sind, als Mörder vorzustellen. Da ist es ganz gut, dass Willow mit ihrem Blick von außerhalb Jimmys Ansichten gut ergänzt. Auch Sandy, der sich immer etwas minderwertig fühlte und ein wenig hilflos wirkte, entwickelt immer mehr Gespür für seine Arbeit und macht sich in diesem Band richtig gut.


    In mühsamer Kleinarbeit - was wohl der Polizeiarbeit in der Realität auch ziemlich nahekommt - setzen Jimmy, Willow und Sandy alle Puzzlestücke zusammen. Das Ergebnis ist stimmig und auch überraschend. Auf den Täter bin ich wirklich erst kurz vor Schluss gekommen. 


    Fazit:

    Ann Cleeves versteht es, fesselnd zu erzählen, auch ohne atemberaubende Spannung. Mit ihrer atmosphärischen Schilderung versetzt sie die Leser*innen auf die rauen Shetland-Inseln. Die Fähre zurück geht erst, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Am besten ist das Buch mit einer heißen Tasse Tee oder einem Whisky zu genießen :-)


    Die Jimmy Perez-Reihe:

    1. Die Nacht der Raben

    2. Der längste Tag

    3. Im kalten Licht des Frühlings

    4. Sturmwarnung

    5. Tote Wasser

    6. Das Geistermädchen

    7. Die Tote im roten Kleid


    ★★★★☆


    Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat.



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    jaylinns avatar
    jaylinnvor 10 Monaten
    Perfekt!

    Heute erscheint Die tote im roten Kleid im Rowohlt Verlag. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr im Folgenden lesen!

    Allgemeines:

    Mit Die Tote im roten Kleid liegt Band 7 der Jimmy-Perez-Reihe vor. Ann Cleeves war bereits mit dem ersten Band der Reihe, Die Nacht der Raben, sehr erfolgreich und erhielt für dieses Buch den Gold Dagger Award. Cleeves hat selber für einige Zeit auf den Shetland-Inseln gelebt, was sicherlich dazu beiträgt, die Schauplätze ihrer Krimis so glaubwürdig wirken zu lassen.

    Sie hat mehrere Krimireihen verfasst. Die bekannteste dürfte die um die Ermittlerin Vera Stanhope sein, die mit großem Erfolg für das Fernsehen verfilmt wurde. Cleeves ist gebürtige Britin. Ihre Bücher sind in England, Deutschland und Skandinavien besonders bekannt.

    Die Tote im roten Kleid umfasst 446 Seiten und ist auf Deutsch im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

    Inhalt:

    „Eine Lawine aus Schlamm und Dreck

    Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist – doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zur Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer …“ (Quelle: Rowohlt Verlag)

    Meine Meinung:

    Die Krimireihe um den Kommissar Jimmy Perez von Ann Cleeves spielt auf den Shetland-Inseln, einer archaisch anmutenden Landschaft, die per se schrullige Charaktere, Intrigen, Klatsch und Tratsch und natürlich auch Verbrechen im Kopfkino entstehen lässt. Wer blutige Thriller mit unendlichen Grausamkeiten, wie sie heute in vielen Krimis zu finden sind, erwartet, der wird enttäuscht sein. Wer aber klassische Krimis mit glaubhaft gezeichneten Charakteren liebt, der ist begeistert. Und so geht es mir. Der erste Band der Reihe Die Nacht der Raben hat mir so gut gefallen, dass ich sofort zum Fan von Cleeves geworden bin. Sie schafft es einfach, unaufgeregt Spannung zu erzeugen und zu fesseln und den Leser süchtig zu machen nach mehr von Ihren Krimis. Das gilt auch für Die Tote im roten Kleid.

    Alle Charaktere, die einem aus den vorangegangene Bänden bekannt sind, tauchen auch in diesem Buch wieder auf. Auch die verstorbene Verlobte Jimmys‘ spielt nach wie vor eine große Rolle in dessen Leben. Nur durch sie ist sein Charakter wirklich zu verstehen.

    Wie so oft in Cleeves Krimis startet auch dieser Band mit einem Todesfall und lässt dann erst einmal viele Nebenschauplätze entstehen. Cleeves Fans erwarten das geradezu, andere Leser mag das zunächst abschrecken, könnte man doch denken: ‚Was soll das denn?‘ oder ‚Das wird ja nie was.‘ Aber weit gefehlt! Cleeves entwickelt ihren Plot ganz bewusst geruhsam und detailliert. Man soll ihre Protagonisten so richtig gut kennen lernen, um sich selber ein Bild machen zu können und mitzudenken. Spätestens nach 150 Seiten ist man drin in der Konstruktion und versteht, wie die Menschen auf den Shetlands ticken. Das Lesen wird damit zunehmend spannend. Im Verlauf der Handlung vermutet man immer wieder jemand anderen als verdächtig und wird durch die weitere Lektüre doch eines Besseren belehrt.

    Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Figur des Sandy. Sie zieht sich, ebenso wie die von Perez, durch alle sieben Bände. Sandy ist ein junger Polizist, der stets an sich zweifelt, jeden für besser hält als sich selbst, oft tollpatschig daherkommt und mehr kann als er denkt. Das beweist er auch in diesem Buch. Und ein bisschen Liebe kommt auch noch vor. Perfekt!

    Fazit:

    Man kann Die Tote im roten Kleid durchaus lesen, ohne die anderen Bände der Reihe zu kennen. Mehr Lesegenuss entsteht aber, wenn man um die Vorgeschichten der Figuren weiß und so ihre Entwicklung verfolgen kann.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 5 Monaten

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    Pressestimmen

    Absolut fesselnd!

    Niemand beherrscht die bedrohlichen Untertöne so gut wie Ann Cleeves.

    Ann Cleeves wird nicht umsonst in England als die neue Queen of Crime gehandelt.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    sameas avatar
    sameavor 4 Monaten
    Ich wünsche mir dieses Buch, da ich diese Serie sehr gerne lese.
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