Wer sich in Gefahr begibt

von Ann Granger 
4,1 Sterne bei79 Bewertungen
Wer sich in Gefahr begibt
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Damarels avatar

4,5 Sterne: Ein unterhaltsamer viktorianischer Krimi ohne künstliches Drama. Sympathische Figuren, spannender Plot, gute Recherche!

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Der erste Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross

Alle 79 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wer sich in Gefahr begibt"

England, 1864. Als Lizzie Martin mit dem Zug nach London kommt, um eine neue Stelle anzutreten, ahnt sie nicht, welche Abenteuer hier auf sie warten. Doch schon der erste Eindruck, den sie von der Stadt bekommt, ist bedrückend. Bereits vor dem Bahnhof begegnet sie einem Leichenwagen, der eine tote Frau abtransportiert. Und in ihrem neuen Heim angekommen, erfährt sie, dass ihre Vorgängerin unter mysteriösen Umständen von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden ist. Lizzies Neugier ist geweckt. Zusammen mit ihrem alten Bekannten Inspector Benjamin Ross beginnt sie nachzuforschen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404159451
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:365 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:29.11.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.03.2007 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Der erste Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross
    "Vergiss nie den Preis der Kohle"

    Ann Granger entführt ihre Leser in das Viktorianische London.

    Elizabeth „Lizzie“ Martin kommt, nach dem Tod ihres Vaters Dr. Martin, im Jahr 1864 nach London, um eine Stelle als Gesellschafterin bei der wohlhabenden Julia Parry anzutreten, der Witwe ihres Patenonkels.

    Gleich nach ihrer Ankunft in der Großstadt wird Lizzie Zeugin des Elends der Großstadt: Um einen neuen Bahnhof zu bauen, werden die Gebäude des Armenviertels Agar Town abgerissen, ohne Rücksicht auf die Menschen, die dort bis vor Kurzem noch hier gelebt haben. Doch das ist nicht das einzige, das Lizzie beobachtet. Sie sieht, wie eine tote Frau auf einem Karren weggebracht wird.

    Diese Beobachtung wird ihr das Wiedersehen mit einer Begegnung aus der Kindheit und einige Schwierigkeiten bescheren.

    Bei Mrs Parry in Dorset Place angekommen, erfährt sie, dass ihre Vorgängerin auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Lizzies Neugier ist geweckt …

    Meine Meinung:

    Dies ist der erste von bislang 6 Krimis rund um Lizzie Martin und Benjamin Ross.

    Obwohl recht unaufgeregt und ohne „Action“ ist der Krimi recht fesselnd. Das liegt vor allem an der tollen Beschreibung des Viktorianischen Londons, die bis ins kleinste Detail penibel recherchiert ist. Der Krimi besticht durch die Sozialkritik, die deutlich zu Tage tritt, allerdings perfekt in die Handlung eingewoben ist.
    Die Charaktere, allen voran Lizzie und Ben, die sich von der „Upper Class“ nicht beeindrucken lassen.
    Lizzie wird von ihrer Neugier und ihrem Gerechtigkeitssinn häufig in Schwierigkeiten gebracht, doch sie lässt sich nicht beirren.
    Auch Ben Ross, das Kind eines Bergmannes, ist glaubwürdig dargestellt. Er vergisst seine Herkunft und seinen Wohltäter, nämlich Lizzies Vater, niemals.

    Ich werde auf jeden Fall die weiteren Teile auch lesen, da ich wissen möchte, wie es mit Lizzie und Ben weitergeht.

    2. Neugier ist ein schneller Tod
    3. Ein Mord von bess'rer Qualität
    4. Ein guter Blick fürs Böse
    5. Die Beichte des Gehenkten
    6. Die Tote von Deptford

    Fazit:

    Wer gerne historische Krimis liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Gerne gebe ich 5 Sterne.

    Kommentare: 1
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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 9 Monaten
    Ein sehr solider Fall

    "Wer sich in Gefahr begibt" ist der erste Band einer Reihe um Lizzie Martin und Benjamin Ross. Er ist ein Inspector und untersucht den Mord an Lizzies Vorgängerin, sie ist gerade nach London gezogen, um die Gesellschafterin einer begüterten Dame zu werden, und wird ebenfalls in die Ermittlungen verwickelt. Dazu tragen neben den Umständen auch ihre eigene Neugier und Beobachtungsgabe bei, durch die ihr Hinweise auffallen, die anderen entgehen.

    Das Buch liefert eine ruhige Geschichte ohne Blutvergießen, die zwar ein wenig zu sehr von Zufallsbegegnungen getragen wird und sich eher langsam entwickelt, aber interessant ist. Granger hat verschiedene glaubwürdige Verdächtige präsentiert und es bleibt bis zuletzt offen, wer die Tat begangen hat; die Auflösung war für mich überraschend, im Rückblick jedoch offensichtlich und somit überzeugend. Dass Lizzie bei der Aufklärung des Falls involviert war, wurde ebenfalls realistisch dargestellt und es hat sich an manchen Stellen gezeigt, dass sie keine ausgebildete Ermittlerin ist, was ich mochte. Sie und Ben verfolgen unterschiedliche Strategien und haben verschiedene Mittel zur Verfügung, was sich hier recht gut ergänzt hat. 

    Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ihre Interaktionen haben mir gefallen; sie haben eine Verbindung zueinander, die hoffentlich in den Folgebänden noch weiter ausgebaut werden wird. Besonders gerne mochte ich Lizzie, die für die damalige Zeit eher untypische Ansichten und ein direktes, wenig zurückhaltendes Verhalten hat. Sie war sehr erfrischend und ich fand gut, dass sie sich trotz gesellschaftlicher Erwartungen nicht scheute, offen ihre Meinung zu sagen, wenn sie dachte, es sei notwendig. Dadurch, und auch durch ihre Intelligenz, passt sie nicht wirklich in den Haushalt, in dem sie arbeitet und die Reaktionen anderer Charaktere auf sie haben viel über die jeweilige Person ausgesagt. Leider hatte ich dabei den Eindruck, dass einige der Figuren zu sehr schwarz/weiß gezeichnet wurden, obwohl das für die Handlung selbst nicht besonders schlimm war.

    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne. Es ist eine angenehme, leichte Lektüre mit einem sehr soliden Fall und kleineren Schwächen, die ich übersehen konnte, weil mich die Geschichte trotzdem gefesselt hat.

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Lizzie Martin und Benjamin Ross Teil 1

    Elizabeth Martin kommt im Jahr 1864 nach London, um eine Stelle als Gesellschafterin bei der wohlhabenden Julia Parry anzutreten, der Witwe ihres Patenonkels. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Weg vom Bahnhof sieht Lizzie, wie man im Armenviertel Agar Town eine tote Frau auf einem Karren weg bringt. Hier werden die Häuser abgerissen, um einen neuen Bahnhof zu bauen, ohne Rücksicht auf die Schicksale der Menschen, die hier lebten. 
    Angekommen am vornehmen Dorset Place erfährt sie dann, dass ihre Vorgängerin vor einigen Wochen anscheinend spurlos verschwunden ist. Die Umstände sind sehr mysteriös und Lizzies Neugier ist geweckt. Besonders als im Hause von Mrs. Parry Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard auftaucht, der den Tod der jungen Frau aus Agar Town untersucht und Fragen nach Lizzies Vorgängerin stellt. Als Lizzie in Ben einen Jungen aus den Kohleminen ihrer Kindheit in Derby wiedererkennt, hilft sie ihm bei den Recherchen und der Suche nach dem Mörder.
       Dies ist der erste Teil der historischen Krimireihe von Ann Granger mit Lizzie Martin und Benjamin Ross. Mir hat "Wer sich in Gefahr begibt" gut gefallen. Ganz besonders Lizzie mochte ich gleich, denn für eine junge Frau zu der Zeit ist sie sehr unkonventionell, lässt sich nicht unterkriegen und auch nicht bevormunden. Was ihr das Leben natürlich nicht leichter macht. Und auch ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn macht ihr oft Schwierigkeiten.
    Benjamin Ross bleibt sich ebenfalls treu und hat nie vergessen, woher er kommt und wem er seinen Werdegang zu verdanken hat. Auch von der so genannten "besseren Gesellschaft" lässt er sich nicht einschüchtern.
    Ann Granger schreibt gewohnt flüssig und anschaulich. Die Schuttberge in Agar Town, die von Kohlenstaub schwarze Luft in Derby, der dichte Nebel in London, das alles wird lebendig in der Geschichte. Auch ein Teil von Sozialkritik schwingt mit, denn anscheinend interessiert es nur Lizzie, was mit ihrer Vorgängerin passiert ist. Auch der Satz von Lizzies Vater: "Vergiss niemals den wahren Preis von Kohle" macht nachdenklich, denn für den Komfort der Reichen mussten Kinder in den Minen arbeiten. 

    Insgesamt ist dieser Krimi zwar eher unaufgeregt, aber deswegen keineswegs langweilig. Die Auflösung überraschte mich auch nicht wirklich, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Zwischendurch gab es immer wieder neue Entwicklungen und Verdächtige, wodurch die Spannung erhalten blieb.

    Ich werde auf jeden Fall die weiteren Teile auch lesen, da ich wissen möchte, wie es mit Lizzie und Ben weitergeht. 

    2. Neugier ist ein schneller Tod
    3. Ein Mord von bess'rer Qualität
    4. Ein guter Blick fürs Böse
    5. Die Beichte des Gehenkten
    6. Die Tote von Deptford

    Kommentare: 9
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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der erste Fall von Lizzie und Inspector Benjamin Ross. Ein ungleiches Paar ermittelt im London des Jahres 1864.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Der erste Fall von Lizzie und Inspector Benjamin Ross. Ein ungleiches Paar ermittelt im London des Jahres 1864.

    Lizzie ist so erwartungsvoll nach London gereist um ihre neue Stelle als Gesellschafterin anzunehmen, dass sie fast den Leichenwagen übersieht, der am Bahnhof vorbei rollt. Die Leiche einer jungen Frau lässt die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht gerade steigen.

    In ihrem neuen Leben angekommen muss sie erneut feststellen, das auch in diesem Herrenhaus etwas nicht stimmt. Ihre Vorgängerin ist bei Nacht und Nebel verschwunden, aber wohin und wieso?

    Lizzie hat das Schnüfflergen und auf gehts! Sie kommt allerdings Inspektor Ross in die Quere und der ist skeptisch und interessiert zugleich!

    Ein spannender Auftakt mit gut ausgewählten und sorgsam kreierten Charakteren.

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    Felans avatar
    Felanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Toller englischer Krimi
    Typischer englischer Krimi

    Englische Krimis sind nicht für Jedermann etwas, aber ich liebe sie…Die Geschichten sind eher etwas ruhiger und es wird innerhalb dieser Bücher mehr Wert auf Ermittlungen und den englischen Charme als auf Aktion gelegt. Gemetzel und viel Blut sind auch eher selten. Auch bei diesem Buch war das nicht anders…Englische Krimis sind für mich immer ein entspanntes Lesen. 

    Die Autorin hat einen sehr farbigen Schreibstil. Landschaften, Personen und das alte schmutzige London kann man beim Lesen förmlich vor den Augen entstehen sehen. Das viktorianische London ist wirklich sehr gut beschrieben. Es gibt eine ganze Reihe von Verdächtigen, aber wer der Mörder war erfährt man erst auf der letzten Seite. 
    Logische Fehler findet man weder in der zeitlichen Darstellung noch in der restlichen kriminal Geschichte. Für mich ist sowas sehr wichtig bei Krimis. Ich kann es nicht leiden, wenn es keinen Sinn macht...

    Die Geschichte wird aus der Perspektive von Lizzie Martin und Kommissar Benjamin Ross erzählt. Lizzie ist ihrer Zeit weit voraus. Sie ist taff und besitzt ein loses Mundwerk, welches sie immer wieder in Probleme bringt und ihr einige böse Blicke aus der feinen Gesellschaft einbringt. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie machen die ganze Geschichte sehr stimmig und ihre Geschichte ist sehr interessant.

    Fazit: Alles in allem ein sehr stimmiges Buch. Entweder liebt man die englischen Krimis oder nicht. Mir jedenfalls hat das Buch sehr gut gefallen.
    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall von Lizzie und Ben! Ist auch schon gekauft…

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    bondvor 6 Jahren
    Rezension zu "Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

    Im Nebel von London,zur Zeit des Eisenbahnbaus erleben Ben Ross und Lizzie ein Abenteuer der besonderen Art.Wer ermordete die Vorgängerin Lizzies,eine kleine Gouvernante?
    Und warum will Ihnen niemand helfen den Fall zu lösen?
    Für mich ein gelungenes Buch a la Miss Marple!
    Und das ganz ohne Blutrunst__

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    :Pandora:vor 7 Jahren
    Rezension zu "Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

    Nachdem der Vater von Elizabeth Martin gestorben ist hat keine andere Wahl mehr, als die Gesellschafterin einer reichen Witwe in London zu werden. Nur kurz nach ihrer Ankunft an ihrem neuen Arbeitsplatz erfährt Lizzie das ihre Vorgängerin scheinbar ermordet wurde, doch alle in ihrer Umgebung scheinen dies für gerecht zu halten. Denn sie sind sich sicher, dass Lizzies Vorgängerin mit einem Mann durchgebrannt ist. Doch Lizzie kommt das alles sehr seltsam vor udn als sie fest stellt, dass sie den ermittelnden Polzist, Benjamin Ross, kennt, kann sie nicht anders und hilft bei den Ermittlungen tatkräftig mit.
    Zu Anfang war der Perspektivenwechsel zwischen Benjamin Ross und Elizabeth Martin sehr verwirrend. Besonders da beide in der Ich-Perspektive geschrieben sind und die Anfangsphase aus Lizzies Perspektive sehr lang ist. Der Roman spielt in der Mitte des 19.Jahrhunderts in London und die Atmosphäre der Stadt und der Zeit ist soweit ich das beurteilen kann sehr gut getroffen. Ansonsten ist es ein angenehm zu lesender Kriminalroman, manche Dinge waren vorher zu sehen und andere wiederum nicht.

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    BOBBLvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Ein englischer Krimi vom Feinsten!!!
    Rezension zu "Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

    Ein mysteriöser Mord-eine unvergleichliche Stadt-und eine Junge Frau,die alle Konventionen ihrer Zeit sprengt....
    London 1864.Elisabeth Martin kommt mit dem Zug in dieser großen Stadt an und muss gleich miterleben wie auf einem Karren eine Leiche abtransportiert wird.
    Die Leiche einer toten Frau.Als sie in Ihrem neuem Heim ankommt,wo sie in Zukunft als
    Gesellschafterin für "Tante"Parry arbeitet,erfährt sie das ihre Vorgängerin unter mysteriösen Umständen verschwunden ist....
    Lizzis Neugier ist geweckt und zusammen mit Benjamin Ross,den Lizzi schon aus Kindertagen kennt beginnnt sie nachzuforschen.....

    Ein echt spannender Krimi,der einen mit in die Vergangenheit reißt...
    Ann Granger versteht es die Spannung bis zum Schluß zu halten..

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    Belle410vor 9 Jahren
    Rezension zu "Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

    England 1864. Die Arzttochter Lizzie Martin zieht nach dem Tode ihres Vaters aus der ländlichen Provinz nach London, um dort die Stelle der Gesellschafterin der Witwe ihres Patenonkels anzutreten. Noch völlig überwältigt vom bunten Treiben der Großstadt wird Lizzie auch noch Zeugin vom Abtransport einer Frauenleiche von einer Großbaustelle. Im neuen Heim angekommen wird schnell klar, dass sie die unter mysteriösen Umständen von einem Tag auf den anderen spurlos verschwundene Gesellschafterin der „Tante“ ersetzen soll.

    Die Ermittlungen des Inspector Benjamin Ross im Falle der Frauenleiche auf der Großbaustelle führen ihn geradewegs in den Haushalt von Lizzies „Tante“, wobei ihm dort nicht viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft entgegengebracht wird. Die gehobene Londoner Gesellschaft hat ihre Geheimnisse, die so schnell nicht ausgeplaudert werden. Hilfe erhält Inspector Ross dann unerwartet von Lizzie, die im Kleinen ihre eigenen Nachforschungen anstellt.

    Ein Krimi, der im viktorianischen London angesiedelt ist und daher so gar nicht mit den heute üblichen Ermittlungsverfahren aufwarten kann. Es gibt keinen Fingerabdruckvergleich, keine DNA-Analyse oder sonstige forensische Untersuchungsmethoden à la CSI.

    Von übergroßer Spannung wird daher der geneigte Leser auch nicht überwältigt. Bei den hiesigen Ermittlungen stehen eher das Opfer, die Umstände seines Verschwindens und die sich daraus ergebenden möglichen Täter im Vordergrund.

    Ich finde die Idee nicht schlecht, habe aber gemerkt, dass mir diese Art von Krimi nicht viel gibt. Ich bin froh, dass ich das Buch für lediglich 0,50 EUR beim An- und Verkauf erstanden habe. Die weiteren Folgen der Krimi-Reihe um Lizzie und Ben (für die dieser Roman den Auftakt bildet) werden von mir sicherlich nicht gelesen.

    Ich kann mir dennoch sehr gut vorstellen, dass Fans von Ann Granger das ganz anders sehen und jeden Folgeroman verschlingen werden.

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    Natashas avatar
    Natashavor 9 Jahren
    Rezension zu "Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

    Ann Granger wagt sich nach Abschluss ihrer Mitchell & Markby-Reihe an etwas anderes, diesmal einen historischen Krimi, angesiedelt in London 1864. Die junge Lizzie Martin tritt bei ihrer Tante in London eine Stelle als Gesellschafterin an und erfährt, dass ihre Vorgängerin dort spurlos verschwunden ist. Sie beginnt „herumzuschnüffeln“ und trifft dabei auf einen Bekannten aus Kindertagen, Inspector Benjamin Ross. Gemeinsam lösen sie den Fall und finden den Mörder, so weit so gut.

    Der „Fall“ an sich ist nicht wirklich spektakulär, zumal die Ermittlungsmöglichkeiten vor knapp 150 Jahren so gar nicht den heutigen entsprechen. Aber allein die Atmosphäre, die Ann Granger schafft, versetzt den Leser in eine lebendige Vergangenheit. Wer kann sich heute noch vorstellen, dass es den Beruf der Gesellschafterin gab und welche „Aufgaben“ er beinhaltete? Wie eingeschränkt Frauen in ihren Bewegungsmöglichkeiten waren oder wie es war, in einer Kohlemine zu schuften?

    Lizzie Martin und Benjamin Ross sind durchweg sympathisch und nebenbei tauchen weitere fein gezeichnete Figuren auf, die die Geschichte lebendig machen. Sicher ist der Schreibstil nicht übermäßig ausgefeilt, aber das macht das ganze Buch zu einem angenehmen, kurzweiligen Lesevergnügen, bei dem man nebenbei noch eine Menge über das Leben in früheren Zeiten erfährt.

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