Ann Leary Das Haus der Hildy Good

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(3)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Haus der Hildy Good“ von Ann Leary

Der mitreißende Debütroman "Das Haus der Hildy Good" von Ann Leary wirft einen Blick hinter die Kulissen einer schmucken Kleinstadtgesellschaft an Amerikas Ostküste
„Seit langem einer der besten Romane über Massachusetts.“ Boston Magazine
„Frisch, scharfzüngig und meisterhaft erzählt. Hildys Geschichte ist gleichzeitig berauschend und ernüchternd.” People Magazine
Tagsüber vermittelt die allseits beliebte Immobilienmaklerin Hildy erfolgreich Häuser im adretten Küstenstädtchen Wendover bei Boston. Nachts frönt sie ihrer wahren Leidenschaft und trinkt heimlich bei sich zu Hause – natürlich kontrolliert und nie zu viel. Denn seit die 60-Jährige von ihren Töchtern in eine Entzugsklinik geschickt wurde, bleibt sie offiziell trocken. Einsam und wie sie glaubt zu unrecht verurteilt, findet Hildy eine Freundin in ihrer reichen Kundin Rebecca McAllister, die neu in der Stadt ist. Die beiden entfliehen ihren Sorgen mit ein oder zwei Gläschen Wein und allerhand Tratsch. Doch schon bald wird Rebecca selbst Opfer des Kleinstadtgeredes. Als einige lang gehütete Geheimnisse in der Kleinstadt ans Licht kommen, hat das gefährliche Konsequenzen.

Tragisch-komischer Roman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin

— RosaEmma

Stöbern in Romane

Das Papiermädchen

Der beste Musso aller Zeiten!

aanaa1811

Der Sandmaler

Ein Buch mit wichtigen Botschaften.

Buecherwurm1973

Kleine Stadt der großen Träume

Wieder ein wunderschöner Roman. Ich kann ihn sehr empfehlen.

SLovesBooks

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Gelungene Fortsetzung, die auch wieder viel Spaß macht.

Kaddi

Alles wird unsichtbar

Ein wahnsinnig tolles Buch. Anders wie die anderen. Anders im positiven Sinne. Es macht süchtig 😍 Ich konnte es kaum weglegen!!

Kat_Von_I

Der Junge auf dem Berg

Erschreckend nah an der Realität. Aber das Ende ist irgendwie zu positiv, um wahr zu sein.

Eori

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Drink zu viel

    Das Haus der Hildy Good

    RosaEmma

    01. April 2017 um 14:49

    Die Romane von Ann Leary haben ihren ganz eigenen Charme. Sie sprühen vor Ironie, sind witzig und sehr unterhaltsam, obwohl sie oftmals tragisch-dramatische Züge tragen. Gleiches gilt auch für ihr Buch Das Haus der Hildy Good, das gerade erschienen ist und mich wirklich begeistert hat. Dies liegt nicht nur an der ausgefallenen Story, die in der kleinen, idyllischen Küstenstadt Wendover (Massachusetts) spielt, sondern vor allem an der ungewöhnlichen Protagonistin Hilda, genannt Hildy, Good, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird. Die 60-jährige (Anti-)Heldin ist d i e Top-Immobilienmaklerin der Stadt und ein renommiertes Mitglied der kleinen Community. Sie ist eine Nachfahrin von Sarah Good, die in den bizarren Salem-Prozessen als Hexe verurteilt und hingerichtet wurde. Wendovers Einwohner sind überzeugt, dass auch Hildy übersinnliche Fähigkeiten besitzt, doch sie hält dies für Unfug. Hildy hat einfach ein untrügliches Gespür für Menschen – und Häuser. Sie kann nach Besichtigung eines Hauses meistens genau sagen, wie der Mensch gestrickt ist, der es bewohnt und liegt fast immer richtig. Erfolgreiche Immobilienmaklerin mit dunklem Geheimnis Doch Hildy hat ein Problem, das sie selbst nach einem Unfall, den sie verursachte, nicht als solches erkennt. Sie trinkt in mehr als ungesundem Maße, so dass sich ihre Töchter Tess und Emily gezwungen sahen, sie zwecks Entziehungskur einweisen zu lassen. Nun ist Hildy zurück – von ihrer Alkoholsucht geheilt, wie alle hoffen -, doch sie denkt gar nicht daran, sich ihr Leben vorschreiben zu lassen. Die Sorgen ihrer Töchter, die sie für maßlos übertrieben hält, prallen an ihr ab. Um den Schein zu wahren, macht sie gute Miene zum bösen Spiel: Auf allen Parties und offiziellen Anlässen trinkt sie stets nur Wasser, daheim in ihrem Keller jedoch genießt sie ein paar Gläschen (oder besser Flaschen) Wein, geht nackt im Mondschein baden und fühlt sich lebendig und frei. Dass ihre Blackouts sich häufen und sie sich immer öfter an nichts mehr erinnern kann, beunruhigt sie nicht. Auch wenn sie es sich nicht eingestehen kann, sieht es hinter ihrer Fassade der erfolgreichen Maklerin ganz anders aus. Ihre Geschäfte laufen seit der Konkurrenz von Sotheby’s nicht mehr so gut wie zu ihren Glanztagen: Sie muss sich jede Immobilie hart erkämpfen, obwohl sie zu den Top Playern zählt. Nach der Trennung von ihrem Mann Scott lebt sie allein in ihrem Haus und kämpft gegen die erdrückende Einsamkeit und die Erinnerungen an ein traumatisches Erlebnis, den tragischen Tod ihrer Mutter, die sie immer wieder heimsuchen. Da hilft auch die Zuneigung und Freundschaft ihres ehemaligen Lovers, Frank Getchell, nicht, der Hildy immer noch liebt. Er weiß, wie es wirklich um sie steht und tut alles, um sie zu beschützen. Eine neue Freundin? Als Rebecca, die Frau eines schwerreichen Hedgefonds-Begründers, mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen ein wunderschönes Anwesen in Wendover bezieht, ist Hildy positiv überrascht, denn Rebecca unterscheidet sich wohltuend von den geschwätzigen Community-Mitgliedern. Sie ist ernst, verschlossen und zurückhaltend und hat so gar nichts gemein mit den überkandidelten Ladys, die Hildy kennt. Die beiden haben sofort einen Draht zueinander, und es dauert nicht lange, bis sie sich regelmäßig in Hildys Haus treffen, Wein zusammen trinken und sich austauschen. Hildy fühlt sich wohl in Rebeccas Gesellschaft und hat nach langer Zeit wieder einmal das Gefühl, eine Freundin gefunden zu haben. Fataler Blackout Doch auch Hildys neue Bekannte hat ihre Geheimnisse. Mit wachsendem Unbehagen nimmt Hildy Notiz von Rebeccas übersteigerter Zuneigung zu ihrem – verheirateten – Psychiater, Peter Newbold, den Hildy schon sehr lange kennt und schätzt. Aber Hildy hält sich zurück, will sich nicht einmischen und widmet sich wieder ihrem scheinbar einzigen verlässlichen Freund, dem Alkohol. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Jake, der behinderte Junge der Dwights, verschwindet genau in der Nacht spurlos, als Hildy sich trotz mehrerer Drinks mal wieder hinters Steuer setzt. Als sie morgens zu sich kommt, ist ihr Auto verbeult und blutverschmiert. Sie erkennt – vielleicht zum ersten Mal – wie es um sie steht und kämpft mit aller Macht gegen die Abwärtsspirale, die nur sie allein durchbrechen kann… Tragisch-komischer Roman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin Die dramatische Geschichte der Hildy Good erzählt Ann Leary aus der Ich-Perspektive ihrer außergewöhnlichen Protagonistin. Und Hildy ist überzeugend! Zunächst teilt man als Leser ihre Abwertung der Sorge ihrer Töchter, denn Tess und Emily sind nicht gerade als Sympathieträgerinnen angelegt. Doch schon bald stellt man fest, wie wenig verlässlich die unkonventionelle Antiheldin ist: Ihre für Alkoholiker typischen Diminuitive (ein oder zwei Gläschen), ihre Erinnerungslücken, ihre Widersprüche und ständigen Verharmlosungsversuche, wenn es um ihr Problem geht, das für sie keines ist, lassen den Leser ihre Sicht der Dinge hinterfragen. Er ist gezwungen, sich ein eigenes Bild zu machen, was sehr schwer fällt, denn so ganz wird man aus Hildy nicht schlau: Ihre Einsamkeit ist bedrückend, ihre Liebe zu Baby-Enkel Grady rührend, ihre Freundschaft zu Rebecca warmherzig, ihre Leidenschaft für Frank nach all den Jahren noch immer verzehrend, doch als ihre Alkoholexzesse, die zunächst so harmlos scheinen, eskalieren, überwiegen die Negativattribute. Mit Das Haus der Hildy Good ist Ann Leary ist einzigartiger Roman gelungen, der nachdenklich stimmt, aber zugleich auch sehr komisch ist. Amüsiert betrachten wir die Kleinstadtbewohner aus Hildys Blickwinkel – insbesondere die gewöhnungsbedürftige Powerfrau Wendy ist oftmals ungewollt witzig. Auch Alt-Hippie Frank, Hildys Verflossener, der Reden nicht für wichtig hält und Geiz scheinbar erfunden hat, ist wunderbar kauzig. Doch Leary zieht ihre Figuren nie ins Lächerliche, sie zeichnet sie mit liebevoller Nachsicht. Die Figur der Rebecca ist allerdings sehr ambigue angelegt. Wie Hildy vertrauen wir ihr zunächst blind, nur um dann später entsetzt festzustellen, wie sie in Wirklichkeit ist. All diese Aspekte machen den Roman zu etwas ganz Besonderem, das in Erinnerung bleibt. Daher mein Fazit: Eine äußerst unterhaltsame Lektüre mit dramatischer Wendung – unbedingt lesenswert!

    Mehr
  • Unspektakulär, aber 'good'!

    Das Haus der Hildy Good

    Starbucks

    19. March 2017 um 17:13

    „Das Haus der Hildy Good“ ist ein zeitgenössischer Roman, der gar nicht einfach zu beschreiben und zu bewerten ist. Als Leserin habe ich erst etwas anderes erwartet, während des Lesens habe ich dann gar nichts mehr erwartet. Zunächst sollte man vielleicht sagen, dass weder das Titelbild, das die junge Hildy Good zeigt, die nun aber schon recht alt ist, noch der Titel, der nicht sehr aussagekräftig ist, wirklich passen. Der Originaltitel „The Good House“ ist wenigstens noch etwas zweideutig, aber da man dies nicht übernehmen konnte, hätte man hier auch ganz abweichen können. Der dritte Kritikpunkt ist der innere Klappentext des Buches, der eine Begebenheit verrät, die auf den letzten ca. 60 Seiten passiert. Als Leser weiß man dies aber schon und wartet permanent darauf. Zum Inhalt: Hildy Good ist als Immobilienmaklerin von Wendover in Neuengland eine der besten Geschäftsfrauen der Stadt. Abends aber ist sie einsam und trinkt zuhause allein. Ihre Töchter sind erwachsen, ihre Familie ist zerbrochen. Erst in der zugezogenen Rebecca scheint sie eine Freundin gefunden zu haben. Doch dann kommen allerlei Geheimnisse über Rebecca und andere ans Licht, und nichts ist mehr, wie es war. Das kleine Städtchen Wendover, in dem die Welt noch in Ordnung scheint, wird durch verschiedene Vorkommnisse aufgerüttelt, während Hildy eine alte Liebe wieder entdeckt. Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um während der ersten Seiten das Buch irgendwie einzuordnen. Es werden immer mehr Bewohner der Stadt sowie Zugezogene vorgestellt, aber die Handlung will nicht so recht in Gang kommen. Dennoch hat mich das Buch dazu bewogen, immer weiter zu lesen; man verabschiedet sich bald von dem Gedanken, es müsse doch mal etwas passieren. Es passiert erst wirklich etwas auf den letzten Seiten. Vorher schwelgt das Buch oder seine Protagonistin in Anekdoten und Erinnerungen, und es werden zwischenmenschliche Beziehungen beleuchtet. Dennoch ist das Buch alles andere als langweilig, sondern es ist richtig gut! Für mich ist dieses Buch herausragende Literatur, die nicht von einem Spannungsbogen, sondern von einem detaillierten Psychogramm der Hauptfiguren und vom Lokalkolorit der Gegend lebt. Ich mag solche Literatur, kann mir aber auch vorstellen, dass der eine oder andere Leser dieses Buch nicht beenden wird. Fazit: Es ist, wie gesagt, schwer, dieses Buch zu bewerten. Ich werde es auf jeden Fall in mein Behaltregal stellen und vielleicht wieder einmal lesen. So müsste ich eigentlich 5 Sterne vergeben, aber irgendwie fehlt noch ein gewisses Etwas, und der Klappentext mit der Vorhersage für die letzten Seiten müsste unbedingt geändert werden. So erhält „Das Haus der Hildy Good“ 4,5 Sterne, ich gebe dann insgesamt vier!

    Mehr
  • Ein lockerer Kleinstadtroman, der die Schwächen seiner Bewohner schonungslos offenbart

    Das Haus der Hildy Good

    Krimine

    09. March 2017 um 20:48

    Die erfolgreiche Immobilienmaklerin Hildy Good versteht es nicht nur imposante Häuser zu verkaufen, sondern hat auch ein Faible dafür, hinter deren gut gebauten Mauern zu schauen. Egal, mit wem sie eine Besichtigungstour unternimmt oder welchen Bewohner des kleinen Küstenstädtchens Wendover besucht. Immer ist sie sofort im Bilde, was dieser vor anderen verbirgt. Mal sind es psychische Abnormitäten, die in Schach gehalten werden müssen, ein anderes Mal ist eine außereheliche Affäre, die aus dem Ruder läuft. Und während sie tief in die Seelen anderer Menschen schaut, kämpft auch sie mit einem Problem, das ihr zu entgleiten droht. Denn jeden Abend nach der Arbeit zieht sich Hildy Good in ihren Keller zurück, wo sie heimlich einen gut versteckten Rotwein genießt. Eine Sucht, die plötzlich außer Kontrolle gerät und fatale Ereignisse nach sich zieht..„Das Haus der Hildy Good“ ist ein lockerer Kleinstadtroman mit einer sympathischen Hauptfigur, der durch die in ihm verarbeiteten menschlichen Schwächen angenehm kurzweilig unterhält. Dabei ist es vor allem Hildy Goods turbulentes Leben, das als Dreh- und Angelpunkt für viele kleine Begebenheiten herhalten muss und sich, wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. So erfährt der Leser aus ihrer Sicht, warum eine deprimierte Ehefrau und Mutter durch den Umgang mit Pferden ein neues Selbstwertgefühl gewinnt oder wie die Suche nach einem verschwundenen Jungen verläuft. Aber auch der alltägliche Tratsch macht vor ihrer Tür nicht halt, was in diesem Fall kein Wunder ist, da Hildy mit dem ihr gegebenen siebenten Sinn ausreichend Öl ins Feuer gießt. Doch neben allen diesen manchmal auch skurrilen Geschichten taucht der Leser tief in Hildys Leben ein und erlebt ihren immerwährenden Kampf mit und gegen den Alkohol. Ein ungeschönter Einblick, der ihre Abstürze und Lügen offenbart und ihre Bemühungen, diese vor anderen zu verbergen. Fazit:Ein Roman, der genauso vielfältig, wie das Leben ist und in wunderbar realistischer Weise Humor und Ernst in sich vereint.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks