Ann Leckie Die Maschinen

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Inhaltsangabe zu „Die Maschinen“ von Ann Leckie

Was wird aus den Menschen, wenn die Maschinen frei sein wollen?

Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.

Was für ein unglaublicher Haufen Langeweile aus lieblos zusammen gesetzten Buchstaben... einfach laaaaangweilig und ätzend!

— Draco_Tenebris

Erster Band der Trilogie, etwas schwer zu lesen am Anfang, dranbleiben lohnt!

— Gwynifer

Am Anfang kommt man wirklich schwer ins Buch rein, doch es lohnt sich.

— Wolf1988

Guter Science Fiction Roman mit schwierigem Einstieg

— Sandra1978

Ein wirklich interessanter und einzigartiger Ansatz leidet unter einer zu ausschweifenden Erzählung und einem teilweisen diffusen Stil

— RolandKa

Mein neues Lieblingsbuch im Sci-Fi Regal! Moralisch und philosophisch hochinteressant, dabei superspannend und toll geschrieben.

— Tree_Trunks

Interessante Aspekte gepaart mit einem sprachlichen (nervigen) Experiment, einem Hauch Langatmigkeit und zerstückelt wirkenden Dialogen.

— WordJuggler

Gelungenes Experiment, aber für meinen Geschmack zu experimental und auf den ersten 100 Seiten enorm langatmig.

— Hypokras

Grundidee ist spannend, aber erzählerisch aus meiner Sicht sehr schlecht ausgeführt. Es gibt viele schleppende Dialoge...

— fcandi

Leider nur nette Unterhaltung

— ralf_boldt

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  • Dieses Buch, eine einzige Enttäuschung

    Die Maschinen

    Draco_Tenebris

    17. April 2017 um 11:26

    Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut und ich hatte ziemlich hohe Erwartungen daran. Ich erwartete, dass es mal „etwas anderes“ sein würde, ein Science-Fiction-Buch geschrieben von einer Frau.  Seit jeher bin ich schon großer Science-Fiction-Fan und ich mag alles, was damit zu tun hat: Ob altes oder neues SciFi (Klassiker und Neuerscheinungen), und dessen Sub-Genres. Ich finde SciFi in all seinen Facetten „faszinierend“. Doch: wurde ich gerade bei diesem Buch hart enttäuscht! Die Geschichte des Buches ist ja eigentlich nicht schlecht: Es geht um Breq, eine Cyborg-Frau, welche sich auf einem fremden Planeten befindet und dort auf eine andere Frau namens Seivarden trifft. Und damit beginnen auch schon die Abenteuer, in welche die zwei unweigerlich hinein gezogen werden. Allerdings fiel es mir schwer, dem Buch zu folgen, da ich dort einen sogenannten „roten Faden“ vermisste. Es ging einfach nur hin und her, auf und ab und ich kannte mich nicht wirklich aus. Was mich sehr genervt hat, war der seltsame Schreibstil, der irgendwie flach und gleichzeitig „künstlich aufgesetzt damit er besonders klingt“ wirkte. Hat nur leider nicht geklappt. Ein ganz großer Minuspunkt sind die ewigen Wiederholungen, die ständig gemacht wurden, besonders auf ein und derselben Seite wurde sich in und vor Gesprächen mehrere Male wiederholt. Irgendwann dachte ich nur noch genervt: „Ja danke, ich habe es kapiert!“ Zudem fiel mir auf, dass die Autorin besonderen Wert darauf legte mit vielen technischen Begriffen und dem Thema „Gender“ um sich zu werfen. Dieses und die ständigen Wiederholungen, unterbrachen den Lesefluss sehr. Was ich ebenfalls noch zu kritisieren habe, sind die Charaktere. Ich konnte keinen der Charaktere richtig toll oder sympathisch finden, wie ich es sonst immer tue. Merkwürdig war außerdem, dass es in diesem Universum keinen einzigen Mann zu geben schien bis auf einen, aber ich denke der ist irgendwann mal nach einem Kapitel verschollen. Spätestens ab da wurde mir klar: Ich habe das Buch einer Feministin gekauft, bzw. einer SJW (Social Justice Warrior), und das sind genau die Sorte Autoren, die ich überhaupt nicht ausstehen kann. Zudem erscheint mir die Autorin nach meinen Recherchen so ziemlich unsympathisch und ich habe beschlossen, diese Buchreihe nicht mehr wieder fortzusetzen. Es ärgert mich und nervt mich total, dass ich von diesem Buch so enttäuscht wurde. Ich hatte wirklich große Erwartungen darin gesteckt, aber es war einfach nur langweilig! Abschließend kann ich dazu nur noch sagen: Nein, danke!

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  • Faszinierende Science Fiction Welt mit symphatischer künstlicher Intelligenz

    Die Maschinen

    Sandra1978

    13. March 2016 um 12:02

    Rezension zu  „die Maschinen“ von Ann Leckie Hierbei handelt es sich um einen Science Fiction Roman, der etliche Preise gewonnen hat, und mich daher neugierig gemacht hat, obwohl ich reine Science Fiction eigentlich nicht so häufig lese. Den Stern Abzug gibt es für den leider recht schwierigen Einstieg, siehe unten bei meiner Meinung zum Buch.   Inhalt : Breq ist eine Hilfseinheit – eine Synthese aus Maschine und organischem Körper. Einst war ihr Körper eine Hilfseinheit – Teil einer KI, einer künstlichen Intelligenz, die ein großes Raumschiff und viele körperliche Soldaten, die sogenannten Hilfseinheiten, gesteuert hat. Nach der Zerstörung Ihres Raumschiffes hat Breq nur noch einen einzigen Körper einer Hilfseinheit. Zwanzig Jahre bereitet sie sich auf ihr einziges verbliebenes Ziel vor – die Ermordung von Anaander Mianaai, der größten KI und Oberhaupt der alles beherrschenden Raadch, die tausende von Jahren lang ihr Reich expandiert und dabei zahllose Völker und Planeten gegen ihren Willen annektiert – und dabei buchstäblich ohne Rücksicht auf Verluste über Leichen geht. Die ganze Zeitspanne hat ihr Breq als Teil einer unter Anaander dienenden KI ohne Fragen zu stellen gehorcht – bis zu dem Schlüsselerlebnis auf dem letzten Planeten der annektiert werden sollte, und Breq ihre Kommandantin auf Geheiß von Anaander erschießen muss. Breq ist auf der Suche nach der einzigen Waffe, die Anaander töten kann. Dabei landet sie auf einem abgelegenen Eisplaneten und findet dort eine im Sterben liegende ehemalige Leutnantin vor, der sie wieder besseren Wissens das Leben rettet und die sie fortan auf ihrem weiteren Weg mal mehr, mal weniger gegen ihren Willen begleitet. Als Breq endlich meint, soweit zu sein, ihren Anschlag in die Tat umzusetzen, tritt Anaander Mianaai mit ihr in Kontakt und was Breq dabei erkennt, lässt ihre gesamte Mission ins wanken geraten…. Zum Buch Das Cover finde ich ganz hübsch und wie schon gesagt, haben mich die vielen Awards, die dieses Buch gewonnen hat, sehr neugierig gemacht. Mit den ersten 50 -70 Seiten hatte ich doch etwas zu kämpfen. Bis man sich einigermaßen ein Bild von der Situation ( Planet, Umgebung, künstliche Intelligenzen, herrschende Rassen… ) zurechtgefunden hat durch die Erzählung, dauert es ein wenig.  Der Roman ist aus Sicht der Hauptprotagonistin Breq geschrieben, und erzählt am Anfang von Dingen, die erst etwas später genauer erläutert werden, was einen auf den ersten Seiten erstmal nur Bahnhof verstehen lässt. Erschwerend – wenn auch ein sehr interessanter Faktor – kommt hinzu, dass hier grundsätzlich alle Lebewesen und Benamsungen in der weiblichen Form gewählt sind, wodurch man meistens nicht weiß, ob es sich bei der Person bzw. den Personen, um die es sich gerade dreht, um weibliche oder männliche Personen handelt. Wie sich recht schnell herausstellt, ist das aber eigentlich auch völlig irrelevant. Ab ca. Seite 80 hat es sich dann aber gelohnt, dranzubleiben und das Buch nicht wegzulegen – Breq wird wirklich gut charakterisiert und ihr Konflikt zwischen ihrer emotionalen Seite und ihrem inneren Zwang, als Hilfseinheit kühl und emotionslos zu sein, und auch ihre charakterliche Entwicklung, werden toll dargestellt – Breq kann man eigentlich nur gern haben. Das gleiche gilt für Seivander, allerdings kann man sie am Anfang schwer einschätzen und lernt erst ziemlich am Ende, dass Sie Charakter hat – was wohl auch Seivander selbst erst spät erkennt, nachdem sie allmählich von ihrer Drogensucht loskommt. Die Welt, die Ann Leckie beschreibt, ist absolut losgelöst von unserer Erde und unserem Sonnensystem, so dass man sich erstmal schwertut, sich in diese völlig fremde Welt hineinzuversetzen, andererseits eröffnet es natürlich auch ungeahnte Möglichkeiten, die ganze Geschichte weiter zu entfalten. Ein sehr spannender Aspekt ist auch der Umgang mit der auf den annektierten Planeten jeweils vorherrschenden Religion, aber hier will ich auch noch nicht zuviel verraten. Auch wenn der Einstieg schwierig scheint, lohnt es sich bei diesem Roman auf jeden Fall dranzubleiben – wenn man einmal drin ist, liest sich das Buch wirklich gut und ich zolle auch hier der Autorin Respekt, dass sie es geschafft hat, wirklich völlig losgelöst von Menschen und Erde ein so detailliertes und vielfältiges Szenario zu erschaffen, das dennoch nicht zu fantastisch und abgehoben erscheint.    

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  • Nicht umsonst hat dieses Buch so viele Preise gewonnen

    Die Maschinen

    AllesAllerlei

    Zurecht hat, so meine Meinung, dieser grandiose Reihenauftakt so viele Preise und Auszeichnungen gewonnen.  Allein schon für die Idee die Geschichte aus der Sicht einer Maschine zu beschreiben würde ich Ann Lecki am liebsten die Füße küssen, und dann auch noch diese Grandiose Umsetzung dieser Idee. Einfach Wahnsinn. Wahnsinnig GUT. Trotz einem fehlenden Glossar und den Eigenbegriffen die schon auf den ersten Seiten auf einen hereinprasseln, ist die Geschichte verständlich. Die Eigenbegriffe ergeben im Fließtext Sinn und stören keineswegs.  Auch das der Übersetzter umgekehrt gegendert hat stört keineswegs - im Gegenteil. es Unterstütz die Aussagen der in der Welt eigenen Sprache. Und das erklärende Vorwort des Übersetzers hierzu ist noch mal eine wirklich schöne Idee und Hilfe, da ich z.B. die ersten 50 bis 100 Seiten mich erst an diese Art des genderns gewöhnen musste.  Aber bis auf diese kleine Umgewöhnungsphase in den ersten paar Seiten LIEBE ich dieses Buch und kann kaum auf den zweiten Band warten.

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    • 2
  • Ein Feuerwerk guter Einfälle

    Die Maschinen

    Tree_Trunks

    16. February 2016 um 11:27

    Dieses Buch scheint die Sci-Fi Fangemeinde stark zu spalten. Denn "Die Maschinen" ist eine stark dialog-basierte Space Opera mit sprachlich ungewöhnlicher Umsetzung: In der Sprache der Radch, bedeutet “Radchaai” so viel wie “zivilisiert”. Zum Selbstverständnis des Volkes gehört, dass Unterscheidungen zwischen männlichen und weiblichen Personen im Imperium als primitiv und unzivilisiert gelten. Deshalb wird nicht nur auf äußerliche sondern auch auf sprachliche Markierungen von Geschlechtern verzichtet. Das setzt Leckie in der Originalsprache der Romane unauffälliger um, als es im Deutschen möglich ist: Da Bezeichnungen wie “Gouvernor” oder “Captain” auf Englisch bereits neutral sind, fällt lediglich auf, dass Leckie für alle Personen “she” als weibliches Personalpronom verwendet. In der Übersetzung hat sich Bernhard Kempen für das generische Femininum entschieden und die Verwendung des weiblichen Personalpronoms mit der konsequenten Verwendung der weiblichen Endung -in ergänzt. Eine mutige Entscheidung, durch die Ann Leckies Idee noch deutlicher hervorgehoben wird. Dieser Kunstgriff stört den Lesefluss überraschenderweise kaum. Im Gegenteil: Es birgt großes humoristisches Potenzial in Szenen, in denen Breq in fremden Kulturen verzweifelt versucht, das Geschlecht ihrer Gesprächspartner zu erraten. Die Benutzung des generischen Femininums scheint viele Kritiker im Lesefluss zu stören, doch gerade dieser sprachliche Clou zeigt, dass die Angabe von Geschlechtern für eine spannende Handlung in Wahrheit irrelevant ist. Denn hier stehen viele andere Themen im Vordergrund: Zum Beispiel die komplexen Eindrücke der Protagonistin Breq, als letztes menschliches Segment einer künstlichen Intelligenz eines Raumschiffes namens Gerechtigkeit der Torren. Eindrucksvoll beschreibt Leckie die Gedankenwelt von Breq als Raumschiff, das seine Empfindungen und Informationen durch Implantate mit zahllosen menschlichen Körpern teilt - und wie zerrissen Breq nach dem Verlust des Bewusstseinsstroms ihrer Einheit ist. Als Informatikerin fand ich Ann Leckies Ideen bezüglich künstlicher Intelligenz unglaublich spannend. Denn in “Die Maschinen” wird erklärt, dass Raumschiffe wie Gerechtigkeit der Torren durchaus auf Emotionen basieren, da komplexe Entscheidungen eine viel zu umfangreiche Berechnungszeit erfordern würden. Insgesamt werden hier auch viele moralische Themen verarbeitet und verleihen dem Roman den Charme der modernen "Star Trek" Episoden. Langeweile ist beim Lesen nicht aufgekommen, denn Breqs Erlebnisse treiben regelmäßig mit etwas Action die Handlung voran. Fazit: "Die Maschinen" steckt mit sprachlicher Kreativität voller Spannung, Humor, Diplomatie und Machtkämpfe. Ich bin Fan!

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  • Ein interessanter Auftakt

    Die Maschinen

    Fuchsiah

    26. December 2015 um 13:04

    Eine interessante Mischung aus Science- Fiction und Spannung.Angefangen beim Cover habe ich dieses Buch das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse als Plakat gesehen und musste sofort an Terminator denken (ihr werdet doch sein "Grinsen" kennen, oder?).Es ist mir sofort ins Auge gesprungen. Andersartig, neu.Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Es gibt eine Vorbemerkung von dem Übersetzer selbst, die es mir sofort angetan hat.Warum es in diesem Buch so viele Probleme mit dem Genus der anderen Personen gab.Wieso die Protagonistin solche Probleme mit dem Genus hat.Wieso man sich davon nicht abschrecken lassen sollte- indirekt.Schon das hat mich bestärkt, dieses Buch zu lesen. Eine Geschichte, in der es keine wirklichen Unterschiede bei den Geschlechtern gibt und die Protagonistin sogar Probleme hat, das Genus des Gegenüber wirklich richtig zu bestimmen?Interessant. Vor allem in der heutigen Zeit, in der dies so einfach ist wie nie. War es ihr damals möglich, mit ihren Fähigkeiten in Menschen hineinzugucken, Gefühle (und Geschlechter) zu erkennen, ist ihr dies in der Gegenwart vergönnt- sie muss raten. Und warum kann sie als "Maschine" gewisse Handlungen, die sie macht, nicht erklären?-> Hier merkt man wohl, dass sie nicht komplett als Maschine gesehen werden kann, denn irgendwo ist sie immer noch menschlich!). Genau dieses Problem des Geschlechterbestimmens zog sich komplett durch das gesamte Buch.Was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Hinzu kommt, dass die Protagonistin selbst eine "Maschine" ist. (Jemand, der sich wie ein Mensch benimmt, aber nicht wirklich einer ist, was besonders in den ersten Kapiteln deutlich wird.) Genauergesagt: Zombie-Cyborgs. Menschen, zu "Zombies" gemacht , die als auktorialer Erzähler 19 Jahre vor der derzeitigen Gegenwart erzählen und als Hilfeinheit ein ganzes Schiff bilden.In der Gegenwart ist die Protagonistin allein und auf sich gestellt. Abgekapselt, wenn man es so nennen möchte.Eine Vermischung des Auktorialen und Ich Erzählers ist hier der Fall. Kaum bemerkt, da die Cyborgs so gesehen als eine Einheit fungieren. Die Augen und Ohren überall. Eigentlich, sollte man meinen, eine Figur, in die man sich so gar nicht hineinversetzen kann. Keine wirklichen Gefühle. Objektiver Blickwinkel. Keine subjektiv empfundenen nachvollziehbaren Handlungen.Noch dazu eine ausführende Gewalt der totalen Überwachung- eine Angst, die tief im Menschen verankert ist. Kontrollverlust und Überwachung. Gegeben durch unsere Protagonistin, die dennoch wunderbar sympathisch und trotz aller Objektivität nahbar wirkt.Ein wenig hat es mich wirklich ans Terminator erinnert. Das objektive Handeln auf Befehle Dritter.Das keine Gefühle zeigen.Erkennen von menschlichen Gefühlen und es doch nicht verstehen können.Genau dieses Spiel mit der Angst der Menschen hat mich mitgerissen. Man konnte bei den Menschen, trotz der objektiven Erzählung, als subjektives Wesen die Gefühle des Gegenüber super deuten- auch wenn es der Protagonistin ohne ihre Fähigkeiten sichtbar schwer viel. (Hat mir viel Spaß bereitet in der Hinsicht mehr zu wissen, als die Protagonistin selbst) Besonders angetan war ich davon, dass Gegenwart und Vergangenheit so gut vermischt wurden, dass mit dem Einen Fragen des Anderen geklärt wurden.Wusste man anfangs nicht, wer "die Hilfseinheiten" waren oder wie sich das Weltbild zusammensetzt, hat man dies meistens in der Gegenwart erfahren (und umgekehrt).Vor allem beeindruckt war ich von dieser Gradwanderung zwischen auktorialem Erzähler in der Vergangenheit und dem "Ich"- Erzähler aus der Gegenwart. Der Wandel zwischen beidem wurde sehr schön dargestellt.Der Allwissende wird Unwissend.Der alles Erkennende wird blind.Genau so geht es der Protagonistin. Man merkt, dass sie sich anpassen möchte, doch als "Maschine" gelingt hier dies mehr schlecht als recht. Persönlich hätte ich mir zum Teil mehr Hintergrundinformationen gewünscht, da man sich am Anfang des Buches nicht wirklich zurecht findet. Zu viele Begriffe, zu viel Handlung, die irgendwie unerklärt bleibt und erst mit der Handlung wirklich Sinn ergibt.Fast so, als wäre man selber ein objektiver Dritter, der die Handlung beurteilen sollte.An sich kann ich gar nicht wirklich viel zur Handlung sagen, denn egal was, ich würde immer einen Teil vorweg nehmen, der irgendwie handlungsrelevant wäre. Sagen wir es so. Die Menschheit wurde durch Zombie-Cyborgs übernommen und beherrscht. Doch auch die Menschen haben immer noch zum Teil wichtige Rollen- werden aber eher als zu gefühlsbezogen beschrieben.An sich eine super spannende Geschichte, wenn man sich auf einen objektiven alles analysierenden Erzähler einlassen kann, was mir zum Teil sehr schwer gefallen ist (wenn sie merkt, dass die Leute von ihr zu viel Geld verlangen, warum tut sie dann nichts?Teilweise fehlen die Emotionen (was natürlich klar ist, wenn es sch um einen objektiven Erzähler handelt), die mir so Einiges erleichtert hätten. Ich kam mir so selber vor, wie einer der Figuren in den Hilfseinheiten. Bedient durch eine "höhere Macht".Durch die vielen Begriffe, die teilweise erst viel später erklärt oder gar nicht erklärt werden, hat sich die Story für mich sehr hingezogen. Musste immer wieder Pause machen oder drüber nachdenken.Doch letzten Endes hat mich auch das irgendwie total gefasht. Einfach zu lesen  ist hier wohl die falsche Beschreibung und doch habe ich jedes einzelne Wort genossen. Auch wenn es nicht immer einfach war.

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  • Ein sprachliches Experiment

    Die Maschinen

    WordJuggler

    12. November 2015 um 21:05

    Inhalt: Es wird eine Gesellschaft namens Radch skizziert, die auf aggressive, systematische Art ihr Reich ausdehnt und dabei eine Kultur nach der anderen in ihr Wertesystem integriert. Die zum Einsatz kommenden Kriegsschiffe besitzen künstliche Intelligenzen, die sich innerhalb der realen Welt mittels physischer Körper ("Hilfseinheiten") bewegen können. Eine künstliche Intelligenz kann mehrere hundert Hilfseinheiten für ihre Belange einsetzen, wobei jede Hilfseinheit über das gesamte Wissen der Schiffs-K.I. verfügt. Aufgrund innerer Machtkämpfe wird ein Kriegsschiff vernichtet und lediglich eine einzelne Hilfseinheit namens Breq überlebt. In dem Roman geht es primär um den Rachefeldzug der Hilfseinheit Breq. Sie organisiert sich eine geeignete Waffe und versucht in das Zentrum der Radch, in das Zentrum der Machtkämpfe vorzudringen, um ihr Schiff und damit sich selbst zu rächen. Bewertung: Die in dem Roman präsentierte Geschichte hat einige interessante Aspekte. Zum einen die Machthaber und künstliche Intelligenzen, die sich über tausende von Körpern verteilen und so eigentlich unsterblich sind. Zum anderen der Rachefeldzug einer Maschine, einer "Waffe", die Opfer der politischen Intrigen ihrer Schöpfer wurde. Leider gibt es auch einige negative Aspekte, die man nicht unerwähnt lassen sollte. So versucht die Autorin eine Gesellschaft zu präsentieren, deren Sprache alle männlichen Formen verbannt hat. Alles und jeder ist weiblich. Nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer werden mit den weiblichen Formen angesprochen und beschrieben. In der gesamten ersten Hälfte des Romans beschäftigt sich der/die Protagonist/-in permanent mit der Frage, welche Anredeformen nun in den jeweiligen Kulturen anzuwenden sind und welche nicht. Regelmäßig weiß man nicht, ob ein Charakter nun weiblich oder männlich ist. Das wird in dem Roman dermaßen übertrieben, dass man mehrmals überlegt, das Lesen genervt abzubrechen und den Roman als Versuch ins Regal zurück zu stellen. Ein weiterer Punkt sind die über alle Maßen zerstückelten Dialoge. Es werden ein oder zwei Sätze des Dialogs gebracht. Dann folgen manchmal bis zu vier Paragraphen, bis der Gesprächspartner endlich mal eine Antwort gibt. Manchmal muss man genervt die Paragraphen nochmal zurückgehen, um den Anschluss an den Dialog wieder zu finden. Fazit: Insgesamt ist die Geschichte zwar interessant. Der Lesespaß wird aber durch den Schreibstil und das sprachliche Experiment getrübt. Außerdem scheint die Geschichte ein wenig langatmig zu sein. Man hätte die gleiche Story auch mit halber Buchstärke schaffen können.

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  • Nettes Experiment, aber leider langweilig und -atmig

    Die Maschinen

    Hypokras

    10. November 2015 um 17:04

    Der Autor Über Ann Leckie kann ich überhaupt nichts sagen, bisher war sie mir völlig unbekannt. Das Buch Ein dickes Paperback mit einer Androidin vorne drauf. Und so beginnt es: „Vorbemerkung des Übersetzers Sehr geehrte Leser dieses Buches! Sind Sie der Ansicht, dass ich Sie mit dieser Anrede korrekt angesprochen habe? Oder fühlen Sie sich ausgeschlossen, weil Sie weiblichen Geschlechts sind und finden, dass ich mich nur an die Leser, sondern auch an die Leserinnen dieses Buches hätte wenden sollen? Diese Frage wird im Zuge des Gender-Mainstreaming und der Bemühungen zur Gleichstellung seit Jahren zum Teil leidenschaftlich debattiert.“ Zusammenfassung Kurz: Die Avatardronin eines Kampfschiffes a.D. streift durch eine verschneite Ödnis Etwas länger: Die Protagonistin wechselt beim Erzählen immer zwischen jetzt und damals hin und her. Damals war sie noch eine/die Drone eines Kampfschiffes, heute ist sie frei und findet eine alte Vorgesetzte halbtot im Schnee liegen und rettet diese, deren biologisches Geschlecht männlich ist. Stil: Die konsequente Verwendung eines generischen Femininums ist zuerst nur ungewohnt und anstrengend zu lesen, dann nur noch angstrengend. Irgendwann gewöhnt man sich vermutlich daran. Ich konnte es nicht. Figuren: Das ist noch das interessanteste, wenn auch verwirrendste. Man ist nämlich nie wirklich sicher, ob die jeweilige Figur nun männlich oder weiblich ist. Generisches grammatikalisches Geschlecht hin oder her, wenn man nicht weiss, von wem und wovon grade die Rede ist, dann ist es einfach nur zäh und mühsam. Sprache: Über die Sprache lässt sich nicht viel sagen, weil ich dauernd über „Leutnantin“ und „die dort, die mit dem Bart“ oder so ähnlich gestolpert bin. Fazit: Es sollte wohl ein Experiment sein. Möglicherweise ist es auch gelungen. Ich kann nichts dazu sagen ausser, dass es die ersten 105 Seiten einfach nur sterbenslangweilig ist. Die Preise, die dieses Buch gewonnen hat kann ich mir nur dadurch erklären, dass es da jemand gewagt hat, gegen den Mainstream anzugehen. Dafür gibt es auch den zweiten Stern. Zu mehr kann ich mich nicht aufraffen. Immerhin habe ich dem Buch mehr als die üblichen 10 % gegeben um mich zu packen. Es hat es auch nach 20 % nicht geschafft. Sorry Frau Leckie, nicht mein Fall. Möglich aber auch, dass es in der Deutschen Übersetzung erst so schlimm wurde. Im Original mag es noch angehen, aber auf Deutsch ist dieses Buch nicht lesbar, auch wenn ich den Hut vor der Leistung des Übersetzers ziehe. Das eine hat mit dem anderen in diesem Fall nichts zu tun. Von mir 2 von 5 Sternen und leider keine Kaufempfehlung.

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  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • Sehr langweilig!

    Die Maschinen

    fcandi

    01. June 2015 um 18:50

    Sehr langweilig. Grundidee ist spannend, aber erzählerisch aus meiner Sicht sehr schlecht ausgeführt. Es gibt viele schleppende Dialoge und noch mehr unnötige innere Dialoge aus Sicht der Protagonistin, um den Aufbau der Welt zu beschreiben. Es hätte besser einige spannende Parallelhandlungen eingeführt werden sollen, um die Ansicht sehr interessante Welt zu beschreiben. Die Personen sind eindimensional und ohne Gefühle. Hinzu kommt auch noch eine schlechte Übersetzung mit verschachtelten Sätzen. Leider eine 4-. 

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  • Leider nur nette Unterhaltung

    Die Maschinen

    ralf_boldt

    06. May 2015 um 13:52

    In einer nicht näher definierten Zukunft wird das Schicksal von Breq geschildert. Sie ist kein normaler Mensch, sondern die letzten Hilfseinheit eines Truppentransporters. Diese Raumschiffe sind eine Künstliche Intelligenz und können beliebig viele Inkarnationen steuern oder autonom handeln lassen. Nicht nur die Technik hat sich weiter entwickelt und interstellare Raumfahrt mittels Stasiseinlagerung der Menschen ermöglicht, sondern auch die Gesellschaft und damit die Sprache. Die Menschen unterscheiden nicht mehr nach Geschlechtern, sondern nutzen nur die weibliche Form in der Ansprache. In der Kommunikation mit anderen Spezies, die dies nicht tun, ergeben sich bisweilen dadurch Missverständnisse. Breq ist auf der Suche nach einer letzten ultimativen Waffe, um einen Auftrag, den sie nicht zu verstehen vermag, zu erfüllen. Sie rettet einer ehemalige Raumfahrerin, die seit tausend Jahren als verschollen galt, das Leben und nimmt sie mit auf der Suche nach der Waffe und dem Kampf gegen die Herrscherin der Menschheit. Der Roman wirft den Leser mitten ins Geschehen und erst nach und nach bekommt er die notwendigen Informationen und kann sich dadurch orientieren. Das Zusammenleben der Menschen hat sich geändert. Das Militär und seine Karrieremöglichkeiten sind wichtig für die großen Familien, die Häuser, die die Macht innehaben. Es sind wieder feudalistische Strukturen mit Adoptionen und Gönnerhaftigkeit. Abgrenzung ist ein wichtiger Faktor. Die Abgrenzung der Menschen von anderen Spezies, aber auch die Abgrenzung der Herrschenden zu den Bürgern innerhalb der Menschheit. Dies wird durch Kleidung und auch das Tragen von Handschuhen gezeigt. Zeremonielle Einladungen zum Tee sind ein Aspekt dieser Gesellschaft. Man wird anderen Menschen vorgestellt, wichtige Kontakte gilt es zu knüpfen, um Macht zu erlangen und zu erhalten. Diese Beschreibung der Kultur ist eine Stärke des Romans. Ann Leckie nimmt sich dafür sehr viel Zeit und Raum. Ihr gelingt es, die Gesellschaft realistisch und in sich schlüssig zu schildern. Die Charaktere bleiben dabei immer etwas blass und die Handlungsweisen hölzern. Dies gilt nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für die Nebenfiguren, die nie wirklich zum Leben erwachen. Nach einem furiosen und geheimnisvollen, spannenden Start des Romans, fällt der Mittelteil stark ab. Es wird viel geredet und diskutiert, ohne dass die Handlung vorankommt. Der Schluss ist dann wieder straffer. Kürzungen hätten dem Buch an einigen Stellen sicher gutgetan. Die Autorin hat hinsichtlich neuer Technologien einige nette Ideen, kann diese aber nicht wirklich bildlich, plausibel und begreifbar schildern. Da „Die Maschinen“ als erster Band einer Trilogie geplant ist, bleiben die körperlichen Modifikationen von Breq (absichtlich?) verschwommen und unklar. Positiv ist das Vorwort des Übersetzers und überhaupt die Übersetzung an sich zu erwähnen. Es war sicher nicht einfach, die Genderisierung aus dem Original ins Deutsche zu übertragen. Der Klappentext ist hingegen ziemlicher Nonsens und hat wenig mit dem Buch zu tun. Breq ist keine Kämpferin, sie sinnt nicht auf Rache, sie ist in dem Sinn keine Maschine und die Herrscherin des Imperiums ist nicht ihr Schöpfer. Sie sucht keine Freiheit… Schaut man sich dann an, welche Preise der Roman bekommen hat, wird man beim Lesen doch etwas enttäuscht. Der ganz große Wurf ist er nicht, dafür gibt es zu viele Kritikpunkte. Mehr als nette Unterhaltung vermag er nicht zu bieten.

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  • mal was anderes

    Die Maschinen

    Aleena

    30. April 2015 um 08:26

    Der Erfolgreichste Science – Fiction – Roman der Gegenwart. Ausgezeichnet und das nicht umsonst mit dem Hugo Award Arthur C. Clarke Award Nebula Award BSFA Award Locus Award Breq ist eine Kämpferin die auf einem einsamen Planeten geflüchtet ist und dort auf Rache sinnt. Sie ist keine sterbliche Frau, kein Mensch, sondern eine perfekte Maschine abgerichtet zum Erobern und Töten. Als sie vernichtet werden sollte, konnte sie fliehen und nun kämpft sie gegen den unbesiegbaren Herrscher des ganzen Imperiums der Radch - ihr Schöpfer. Meine Meinung Ich muss vorweg sagen, dass ich eigentlich erst einen Science – Fiction Roman gelesen habe, und der hatte mir damals eigentlich ganz gut gefallen. Trotzdem war es nie so ganz zu 100 % mein Ding. Nun hab ich von diesem Roman gehört und war auch von den ganzen Auszeichnungen so dermaßen geblendet, das ich es unbedingt nochmals probieren wollte, um zu erfahren ob es weiter Science Fiction Romane, in meinen Lesekreis geben wird. Ich kenne leider diese ganzen Awards überhaupt nicht, was die genau bedeuten, hab ich auch nicht nachgeschlagen. Beeindruckend sind sie trotzdem. Breq hat mir richtig gut gefallen, ich kann hier ja nicht sagen, dass sie menschlich ist, aber menschliche Züge hatte sie allemal. Sie hat Gefühle und vollzieht Handlungen, die ehr menschlich sind. Sie isst, sie wäscht sich und sie kann Gefühle wahrnehmen. Das macht sie in meinen Augen nicht ganz zu einer perfekten Maschine, die stell ich mir schon anders vor, aber Breq hat was besonders und ich mochte sie. Zu Anfangs gibt es einen Vermerk des deutschen Übersetzers der wohl beide Geschlechter schlecht zuordnen konnte und alle waren daher weiblich, es hieß immer sie, oder ihr. Da muss man sich erst dran gewöhnen. Ich hätte mir für viele Wörter mit denen ich nichts anzufangen verstand, eine Begriffserklärung am Ende des Buches gewünscht. Vieles wurde auch im Laufe des Buchs nicht ausführlich erklärt. Ein wenig Hintergrundwissen auch zu den Orten oder Karten wären hilfreich gewesen. Auch wie die Maschinen aussahen, konnte ich mir schlecht vorstellen. Gerade für Neulinge dieses Genres wäre es schön gewesen, darauf zurückgreifen zu können. Leider gibt es nichts in der Art. Die Geschichte an sich ist sehr spannend, aber nicht ganz so leicht zu lesen. Man muss sich viel Zeit nehmen, um alles aus dem Buch und der Geschichte mitzunehmen. Die Welten wurden leider nicht ganz so ausführlich erklärt, auch nicht beschrieben, wie ich angenommen habe. Ich tat mich mit vielen nicht ganz so leicht. Trotzdem fand ich es im Großen und Ganzen ganz gut erzählt, wobei ich zugeben muss, dass ich wohl keine weiteren Romane dieses Genres lesen werde. Es ist einfach nicht meine Welt. Ich bin dann wohl lieber in anderen Welten Zu Hause. Leseempfehlung gebe ich für diejenigen, die das Genre gern mal ausprobieren wollen, oder von vornerein schon ´gern in dieser Richtung lesen.

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  • Gerechtigkeit der Hilfstätigkeiten

    Die Maschinen

    rallus

    25. February 2015 um 10:41

    Das Erste was man liest, wenn einem das Buch in die Hände fällt, ist Science-Fiction-Ereignis. Hugo und Nebula Award sind die höchsten Preise der SF Zunft. Hält das Buch was es verspricht? Wir befinden uns in einer sehr fernen Zukunft. Das Radchaai Imperium ist sehr groß geworden und ist darauf angewiesen, fremde Welten zu annektieren. Anders können die immer mehr gesteigerten Bedürfnisse der Bürgerinnen nicht befriedigt werden. Die Grundlage für die Siege der Radchaai liegen in der Art der Truppen. EIne KI ist mit dem Schiff und den einzelnen Truppenteilen derart verschmolzen, dass sie eine Einheit bildet. Alle Sinneseindrücke der Teile werden gleichzeitig erlebt, so können jederzeit sehr schnell die Informationen geteilt und Entscheidungen getroffen werden. Die körperlichen 'Teile' (Ancillary) dieser Einheit werden von den besiegten Völkern gestellt, eingefroren und bei Gebrauch aufgetaut. Nach einer kurzen Zeit der Irritation nach dem Auftauen, hat das Schiffskollektiv, dieses neue Teil auch unter Kontrolle. Diese Ancillaries sehen alles als Kollektiv und sind eine überaus schnell handelnde Tötungsmaschine. Die Kapitäninnen und Offiziere sind allerdings Menschen. Ein Privatleben gibt es nicht, durch die Kollektive (Schiffe, Stationen) wird auch alles aufgezeichnet und gesehen, was passiert. "Ich war wieder in der Radch, niemals allein, niemals privat." Das Buch beginnt, als die geehrte Breq einen Führungsoffizier halbtot im Schnee findet. In zwei Ebenen wird einerseits von einer Annexion und einer Krise erzählt, andererseits erfahren wir etwas von Breq und ihrer Aufgabe. Alle Informationen muss sich der Leser aus den Handlungen und Gesprächen, mühsam zusammen reimen.  Erzählt werden beide Geschichten aus der Sicht von Breq, als Kollektiv, als Schiff, 'Gerechtigkeit der Torren', aber auch als Breq, als Einzelperson. Wir erfahren, dass Breq ein Teil des Schiffes war, Eins Esk Neunzehn, und bei einer Krise vom anderen Teil des Schiffes getrennt wurde. Sie ist auf der Suche nach der Herrscherin, Anaander Minaai, und ihren verschiedenen Ausprägungen. Anaander Minaai ist fast unsterblich, da sie sich mehrfach geklont hat, was allerdings auch die Gefahr birgt, dass sich die Klone in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Diese verschiedenen Herrscherinnen sind der Grund der Krise. Um ein solches Imperium zu befehlen, muss sie auch gnadenlos, unbarmherzig sein. "Wo ich herkomme haben wir ein Sprichwort. Macht benötigt weder Erlaubnis noch Vergebung." Damit Breq ihr Ziel verwirklichen kann, braucht sie die ultimative Waffe, denn die Radchaai sind eigentlich fast unverletzlich. Es ist schwierig eine Art Inhaltsangabe zu diesem Buch zu schreiben, zu dicht, zu verwoben sind die einzelnen Teile. Der Leser muss sich durch diese Fragmente regelrecht durcharbeiten und ab dem Drittel des Buches beginnt sich langsam ein Bild zu formen. Es ist wie puzzeln ohne das fertige Bild zu kennen. Die einzelnen Teile sind faszinierend fremd und gerade die Sicht eines Kollektivs auf die Welt ist rätselhaft und reizvoll. Die Beschreibung einer Einheit, die 100 verschiedene Blickwinkel hat und trotzdem eigene Gedanken und Gefühle, gerät Ann Leckie sehr gut. Überhaupt hat sie einen sehr unüblichen Roman geschaffen. Geschrieben ist der Roman im generischen Femininum, was einerseits irritiert, da man nur die männliche Sicht kennt, aber logisch ist, weil im Radchaai Umiversum diese weibliche Sicht vorherrschend ist. Dadurch kommt es skurrilen Situationen weil Breq in anderen Kulturen - die Unterscheidungen zwischen männlich und weiblich kennen - keine Möglichkeit besitzt, um die Formen korrekt anzuwenden. Diese exotische Atmosphäre versetzt den Roman und den Leser in eine wirklich fremde Welt, wo es nur wenige Anknüpfungspunkte zu heute gibt. Dies ist demnach auch kein Buch für SF Neulinge, mal eben ein SF lesen, würde hier zu Frustration führen und die Leserin würde schnell aufgeben. Spannung wird viel durch Dialoge erzeugt, minimale Verschiebungen in Interaktionen, die kulturell bedingt schon schwierig zu erklären, zu verstehen, sind. "Welchen Unterschied hätte das gemacht? Vielleicht einen sehr großen. Vielleicht auch gar keinen. Zu viele scheinbar berechnbare Personen, die in Wirklichkeit auf Messers Schneide balancierten oder deren Bewegungsrichtungen sich womöglich sehr leicht ändern konnten, wenn ich es nur genauer wüsste." Eine wirkliche 'Action' ist hier nicht zu sehen, trotzdem wird jeder, der sich auf das Buch einläßt, unverzüglich in seinen Bann geschlagen. Mit allen großen Preisen der SF ausgezeichnet, ist dies für Freunde des Genres ein höchst anspruchsvolles und interessantes Buch, welches als Anfang einer Trilogie gedacht ist. Damit reiht sich Ann Leckie neben Frank Herbert, Ursula K. Le Guin, Orson Scott Card, u.a. in die Liste der großen Autorinnen ein, die mit den beiden großen Auszeichnungen bedacht wurden, die im Genre verliehen werden: Dem Hugo Award und dem Nebula Award!  Für Neueinsteigerinnen nicht geeignet.        

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