Ann Leckie Die Mission

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Inhaltsangabe zu „Die Mission“ von Ann Leckie

Über Tausende Sternsysteme erstreckt sich das mächtige Imperium der Radchaai – doch es ist in sich gespalten und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Nur Breq, die Maschinenintelligenz eines interstellaren Raumschiffs im Körper einer Frau, kann die tödliche Intrige aufdecken und den Krieg beenden. Und so bricht sie zu einer einsamen, verzweifelten Mission auf, um sich selbst und die menschliche Zivilisation zu retten …

Band zwei der Trilogie um die KI Breq, wird mit jedem Band besser.

— Gwynifer
Gwynifer

Ein starker zweiter Band. Die diplomatischen Verwicklungen und die moralischen Ansprüche von Breq dürften Star Trek Fans begeistern.

— Tree_Trunks
Tree_Trunks

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  • Ann Leckie : Die Mission oder „Nachdenken über Gerechtigkeit“

    Die Mission
    Laecheln86

    Laecheln86

    10. May 2016 um 09:30

    Ann Leckie : Die Mission oder „Nachdenken über Gerechtigkeit“ Die Maschinen hat mich begeistert und entsetzt. Zwei Sternchen gabs von mir für ein außergewöhnlich charmantes SciFi-Panorama nach 250 Seiten fast unlesbarem Schreibstil. Es war ein sprachliches Experiment, was für mich nicht geklappt hat. In meinem Kopf blieb Breq als einer der außergewöhnlichsten Charaktere aber fest verankert, und so wagte ich mich an Band 2. Was passiert? Die Persönlichkeit von Anaander Mianaai, Herrscherin der Radchaai, ist in viele Körper gespalten. Im Laufe der Jahre entwickelten sich zwei Fraktionen, welche gegeneinander rebellieren. Allesamt herrschberechtigt, sorgen sie für Unruhen im Terretorium der Radch. Zwei Tore wurden vernichtet, und so sind viele entfernte Systeme vom Omaugh-Palast, allen Nachrichten und der Versorgung abgeschnitten. Breq ist Vertraute und Feindin von Anaander Mianaai, die sie zur Flottenkapitänin beförderte, sie in ihr Haus aufnahm und das Kriegsschiff Gnade der Kalr anvertraute. Breqs Auftrag ist es nun, das entfernte Athoek-System zu sichern und alle weiteren Tore zu schließen. Doch sie stößt auf unerwarteten Widerstand und seltsame Verwicklungen. Worum geht´s? In der Athoek-Station trifft Breq auf die Machthabenden des Systems. Athoek lebt vom Teehandel, der auf dem nahegelegenen Planeten mit Wetterkontrollsystem von Sklaven gepflückt wird. Auch in der Station ist der Kontrast zwischen arm und reich sehr groß: So leben im Untergarten Flüchtlinge und unbechipte Bewohner ohne Wasser und Strom. In diese eingefahrene Diktatur der großen Familienhäuser soll Breq nun Gerechtigkeit bringen. Und häufig muss sie sich die Frage stellen: Was ist Gerechtigkeit? Ihre Gedanken schweifen dabei von der alten Radch-Handlungsmaxime „Gerechtigkeit, Gebührlichkeit, Nützlichkeit“ ab - und nähert sich unserer weltlichen Ethik: Ist doch Sklavenarbeit auf Plantagen keine ausschließlich fiktive Problematik. Radchaai ist sowohl die Bezeichnung des Volkes, als auch das Wort für „zivilisiert“. In der Kultur der Radchaai sind Stolz, Ehre, aber auch Wut die tragenden Emotionen. Kultiviert sein, das bedeutet: Nach Ansehen streben, Handschuhe tragen, Teegesellschaften geben, Reichtum zur Schau stellen. Aber auch: Klientinnenschaften erlangen (ähnlich Mätressen) und Intrigen spinnen. Bei der Rundschau über die Athoek-Station fühlt sich der Roman nach einer Weltreise, irgendwo zwischen Orient und Asien, an. In Kombination mit eigensinnigen KIs und Maschinen ein herrlich science-fictiges Szenario. Wie war´s? Obwohl Die Mission vieles besser macht als ihr Vorgängerband, bleibt es kompliziert. Diesmal störte mich der konsequent im generischen Femininum geschriebene Text kaum noch, vielmehr ist die Thematik tief philosophisch und regt zum Nachdenken an. Der Schwerpunkt wurde für mich in die richtige Richtung verschoben. Als alte Schiffs-KI hat Breq Zugriff auf Daten über die Emotionen ihrer Crew, analysiert Mimik und Gesten und vermittelt so wunderbar die Eigenheiten der Radchaai: Wieso schämt sich Kalr Fünf aufgrund des mittelmäßigen Teeservices? Zudem kann Breq durch die Augen ihrer Crew schauen, was neue spannende Möglichkeiten des Storytelling erschließt. Ihr solltet Die Maschinen gelesen haben, bevor ihr in Die Mission startet. Nachdem ich nun Band 2 beendet habe, kann ich euch versichern: Durchhalten lohnt, auch wenn Band 1 seine Längen hat. Die Mission hat mir sehr gut gefallen, nur schade, dass es an den Wow-Effekt des ersten Bandes nicht herankam. [Ausführliche Rezi auf meinem Blog]

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  • Science-Fiction Thriller

    Die Mission
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    21. March 2016 um 15:02

    Science-Fiction ThrillerIn überzeugender Weise verwebt Anne Leckie auch in diesem zweiten Band ihrer Reihe um das ehemalige „Schiff“ und die aktuell nurmehr als Einzelperson, dafür aber als „Flottenkapitänin“, ihren Dienst versehende KI Breq.Eins (und im physischen Wesen immer noch), nichts anderes als eine „Hilfseinheit“, ein versklavter Mensch, der eingefroren liegt und wartet, bis sie als Soldatin gebraucht wird, ein Schiff gewesen mit einem gleichzeitigen Bewusstsein und Zugang zu den Sinnen tausender Hilfseinheiten, hat sie vor allem erlebt, wie hart, grausam und auf sich selbst bezogen die aktuelle Herrscherin des seit tausenden von Jahren existierenden Raddchaai-Reiches zu handeln bereit ist. Mit einem Überblick über die „Gesamtlage“ der sicher nicht vollständig ist, soweit, wie das Reich verzweigt ist, der aber viel mehr sieht und weiß als einzelne Personen in diesem Reich. Und sei es auch eine KI, die immer noch in engster Form mit ihrem jetzigen Schiff verbunden ist. Und dennoch isoliert in einem Körper.Wobei „die Herrscherin“ als Bezeichnung nicht ganz nicht zutrifft. Um der Ausdehnung des Reiches zu begegnen und dies weiter zu kontrollieren, hat sich Radchaander Minaai hundert, tausendfach aufgespalten, sich geklont. Nicht immer mit gewünschtem Erfolg, denn so manche der Klone führen ganz eigene Gedanken und Wege im Schild. Bürgerkrieg liegt in der Luft.All dies jedoch bietet nur den äußeren Rahmen, kennzeichnet das kreative Universum, dass Leckie in dieser Reihe geschaffen hat. Auch wenn die Fänge der Herrscherin bis in eine junge Leuntantin hineinreichen, auch wenn die „neue Lage“ der Abschaffung von Hilfseinheiten Veränderungen mit sich bringt, im Kern zunächst hat Breq einen klaren Auftrag. Einen Planeten, der einer der größten Teeerzeuger (eine Art Grundnahrungsmittel im Reich) des Universums ist, zu kontrollieren. Irgendwas ist da nicht in Ordnung, was immer dies auch sein mag.Wie in einer Art Kammerspiel nun vollzieht sich der größte Teil der Handlung des Romans auf einer Weltraumstation um den Planeten herum, für ein kurzes Intermezzo auch auf dem Planeten. Wobei Breq in ihrer kühlen, klaren , Liedersammelnden Art zwischen den Fronten sich bewegt, stringent ihren Weg zur Aufklärung geht. Zur Not auch gegen eine andre Flottenkapitänin oder gegen die wichtigste Plantagenbesitzerin des Planeten.Dies alles lässt Leckie sich ereignen in einer ganz besonderen, schwer zu beschreibenden, schwer zu fassenden, immer ein Stück geheimnisvollen Atmosphäre von kaum sichtbaren persönlichen Betroffenheit und Haltungen, von kurzen, komplexen Handbewegungen, von der Erinnerung an eine tiefe Schuld Breq´s, von verdeckten Motiven und einem sozialen System, dass vielfach von Ritualen und Symbolen bewegt wird (fast wie das traditionelle Japan).Gerade aufgrund der geheimnsivollen, befremdlichen Atmosphäre, bei der es in der Sprache schon schwerfällt, die Geschlechter zuordnen zu können, (überwiegend glaubt man, nur Frauen spielen eine Rolle, da es Usus geworden ist, seit Jahrhunderten, nurmehr weibliche Pronomen zu verwenden. Und doch gibt es Männer, aber wer da wer ist bildet schon im Rahmen der Mannschaft der „Gnade der Kerl“ (Breq´s Schiff) ein interessantes Rätselraten, gerade im Blick auf die durchaus vorhandene Offenheit der Personen im Buch für Verliebtheiten).Das zudem die Ereignisse auch einer dem Leser verborgenen roten Linie folgen, das wie im Krimi ein „Fall“ aufzuklären ist, dass es einen „Thriller-Showdown“ geben wird , all das erhöht den Reiz dieses ganz besonderen Leseerlebnisses, mit dem Anne Leckie eine ganz eigene, originäre und kreative Science Fiction Welt gelungen ist.

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  • Eine starke Fortsetzung

    Die Mission
    Tree_Trunks

    Tree_Trunks

    16. February 2016 um 11:51

    Während der erste Band "Die Maschinen" von Ann Leckie vor allem von Breqs Rache und Rückkehr ins Imperium der Radchaai erzählt hat, bewegt sich der zweite Band "Die Mission" mehr in Richtung "Space Opera". Breq ist Kapitänin eines eigenen Schiffes und räumt auf einer entlegenen Raumstation auf. Während am Horizont der Bürgerkrieg zwischen den Parteien des gespaltenen Herrschers Anander Minaai heraufzieht, versucht Breq die Bewohner von Athoek und die Schwester ihrer verstorbenen Freundin Awn Elming zu beschützen. Die enge Zusammenarbeit von Breq mit der künstlichen Intelligenz ihres Schiffs und der Raumstation liefern ihr tiefe Einblicke in politische Intrigen und geben ihr das vertraute Gefühl des Informationsflusses, den sie als Gerechtigeit der Torren hatte. Im Verlauf der Handlung in "Die Mission" werden zudem die Einblicke in die facettenreiche Zivilisation der Radchaai tieferund das Bild eines schlüssigen Gesellschaftsentwurfs vollständiger. Die diplomatischen und moralischen Verwicklungen in der Geschichte dürften Fans der modernen "Star Trek" Episoden gefallen und erinnern daran, wofür Sci-Fi da ist: komplexe Zukunftsszenarien zu entwerfen, die uns zum Nachdenken über unsere gegenwärtige Gesellschaft anregen. Dabei sind die Romane von Ann Leckie nicht eindeutig utopisch oder dystopisch. Sie sind meine Empfehlung für alle, die gute Sci-Fi ohne technische Nonsens-Vokabeln suchen und sich von sprachlichen Experimenten nicht stören lassen. "Die Mission" ist eine starke Fortsetzung, die den Spannungsbogen zum dritten Band weiter aufbaut.

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