Ann M. Martin

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Die wahre Geschichte von Regen und Sturm

Die wahre Geschichte von Regen und Sturm

 (14)
Erschienen am 24.04.2015
A Corner Of The Universe

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 (3)
Erschienen am 01.06.2005
Rain Reign

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 (2)
Erschienen am 07.10.2014
Tage des Wartens, der Angst und der Wut

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 (1)
Erschienen am 01.02.1995
Karen's Newspaper

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Erschienen am 01.08.1993
Dawn Y Los Mensajes Aterradores/Beware Dawn

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Erschienen am 01.12.1996
Maggie

Maggie

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Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

ein unfassbar besonderes Buch, das den Deutschen Jugendliteraturpreis wirklich verdient hat!
LiveReadLovevor einem Jahr

Inhalt

Ruth mag Wörter. Am liebsten hat sie die Homophone, so wie „Ruth“ und „ruth“. Deshalb gibt sie ihrem Hund auch einen Homophonnamen, nämlich Regen (sich regen), denn er wurde im Regen gefunden. Doch dann gibt es einen Hurrikan, der durch die Stadt fegt und plötzlich ist Regen verschwunden.

Ein unfassbar besonderes Buch, das den Deutschen Jugendliteraturpreis wirklich verdient hat.

Ich weiß gar nicht so recht wie ich mit diesem Buch anfangen soll. Als ich bei Arvelle dieses Buch entdeckt und bestellt habe, hatte ich nicht erwartet, dass es mich derart begeistern würde. Die Geschichte ist nicht nur Besonders, die Protagonistin ist vor allem Besonders. Der Erzählstil ist einzigartig und die Thematik einfach herzerwärmend. Kaum angefangen zu lesen, habe ich dieses Buch nur schwer zur Seite legen können.

Ruth ist ein ganz besonderes Mädchen, denn sie ist Autistin. Ihre Art, die Welt zu sehen, ist etwas ganz besonderes. Der Autismus schlägt sich vor allem durch ihre Liebe zu Homonymen und Primzahlen nieder. Ruth kann es außerdem überhaupt nicht leiden, wenn jemand sich nicht an die Regeln hält und es fällt ihr schwer dies dann auch für sich zu behalten. Ihrem Umfeld fällt es sehr schwer mit ihr umzugehen und vor allem ihr eigener Vater hat große Probleme damit. Die beiden leben, gemeinsam mit dem Hund Regen, alleine am Rande der Stadt. Ruths Vater ist ein schwieriger Charakter, der völlig damit überfordert ist, dass seine Tochter kein ganz normales Mädchen ist. Er tut regelrecht so, als gäbe es den Autismus seiner Tochter nicht und möchte sich damit überhaupt nicht auseinandersetzen. Ruth selbst merkt das natürlich, kommt mit der Situation aber sehr gut zurecht. Sie ist einfühlsam und vor allem sehr aufmerksam. Ihr fällt sofort auf, wenn die Stimmung ihres Vaters kippt und sie weiß, was sie dann zu tun hat. Schon diese Situation hat mich in eine eher traurige Stimmung versetzt, auch wenn Ruth als Charakter pure Lebensfreude ausstrahlt.

Ruth liebt das Leben, ihren Hund und vor allem Homonyme. Immer und überall sucht und findet sie diese besonderen Worte und schreibt sie nieder. Dass sie damit die Menschen in ihrem Umfeld oft auf die Palme bringt ist ihr überhaupt nicht klar. Wenn ihr ein Homonym einfällt, dann sagt sie es laut, egal in welcher Situation. Sie ist unglaublich klug, einfühlsam und geht sehr gerne in die Schule.
Wen sie aber besonders liebt ist Regen, der Hund, der ihr und ihrem Vater zugelaufen ist. Die Beziehung zwischen den beiden ist irgendwie besonders. Nicht nur Ruth ist sehr aufmerksam, sondern auch Regen. Sie passen gegenseitig aufeinander auf und sind so die besten Freunde geworden. Als Regen verschwindet, bricht für Ruth eine Welt zusammen.

Ich kenne mich mit Autismus nicht besonders gut aus, nur das, was ich während des Studiums darüber gehört habe, was nicht sonderlich viel ist. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist einem autistischen Mädchen eine Stimme zu verleihen. Nicht nur, durch die Darstellung des Charakters Ruth, sondern auch durch die besondere Erzählweise der Geschichte.
Denn diese Geschichte erzählt Ruth und sie erzählt sie als eine Art Aufsatz. Als würde sie die gesamten Ereignisse niederschreiben, um sie ihrer Lehrerin abgeben zu können. Manchmal nimmt sie etwas vorweg, weist auf gewisse Kapitel hin und erklärt zum Beispiel sehr gewissenhaft, was Homonyme eigentlich sind. Diese besondere Erzählweise hat mir Ruth noch näher gebracht und ich war von Anfang bis Ende gefangen von ihr.

Die Handlung an sich ist aber genauso schön, wie Ruth als Charakter. Es gibt wunderbare Momente, in denen man am liebsten laut lachen möchte. Es gibt aber auch Momente, die dir beinahe das Herz brechen und ich muss zugeben, dass ich sogar einige wenige Tränchen vergossen habe.

Fazit

Wer eine ganz besondere Geschichte lesen möchte, die nicht nur mit einer ausergewöhnlichen Protagonistin, sondern auch mit einer besonderen Geschichte besticht, dann seid ihr bei diesem Buch genau richtig. Es ist eine unfassbar berührende Geschichte über das Leben und eine ganz besondere Freundschaft.

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Skyline-Of-Bookss avatar

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

Viel zu viele Wiederholungen verderben hier eindeutig den Brei
Skyline-Of-Booksvor 2 Jahren

Inhalt

Ruth ist eine Autistin. Gemeinsam mit ihrem alleinerziehenden Vater und ihrer Hündin Regen lebt sie in einem kleinen amerikanischen Ort. Während eines starken Unwetters, welches die komplette Stadt lahm legt, läuft Regen davon, da Ruth’s Vater sie kurz vor die Tür gelassen hat. Natürlich macht sich Ruth, gemeinsam mit ihrem Onkel Weldon,  auf die Suche nach ihrer Regen und gibt alles dafür ihre geliebte Hündin zu finden. Doch wird sie es schaffen? Werden Regen und Ruth wieder vereint sein? Oder ist die Hündin für immer verschwunden?

 

Gestaltung

Die Gestaltung finde ich sehr außergewöhnlich, aber das war bisher bei allen Titeln des Königskinder Verlages der Fall. In den kleinen Punkten ist mal ein junges Mädchen zu sehen, mal ein Hund. Dass das Mädchen so aussieht wie eine Puppe gefällt mir persönlich nicht so gut, aber ich denke, dass es beabsichtigt ist, da die beiden Bilder wirkten sollten, als seien sie im Vintagestil gehalten. Ansonsten ist das Cover schlicht hellblau. Blau, passend zum im Titel erwähnten Regen. Manche Punkte sind mit Spotlack versehen und glänzen daher mehr. Das Format des gebundenen Buches finde ich sehr praktisch, da es handlich klein ist und sehr wenig wiegt.

 

Meine Meinung

Als ich im Klappentext gelesen habe, dass es um Homophone geht, habe ich dieses Buch sofort auf meine Wunschliste gesetzt. Mein innerer Forscherdrang wurde geweckt, da ich schon öfters mit der Thematik der Homophone in Kontakt gekommen bin. Zudem klang „Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ wie eine süße und vor allem berührende Geschichte eines kleinen, niedlichen Mädchens und ihres Hundes (ich liebe Hunde).

 

Ich muss jedoch sagen, dass ich enttäuscht worden bin, da ich vor allem mit dem Schreibstil Schwierigkeiten hatte. Ich fand es sehr schön aufbereitet, da die komplette Geschichte wirkte, als sei sie von Protagonistin Ruth selber geschrieben worden. Stilistisch war es wirklich gut gemacht. Vor allem, da an manchen Stellen Einschübe wie „In einer guten Geschichte schreibt man über die Figurenbeschreibung.“ enthalten waren und anschließend auch eine solche folgte. Es wirkte also so, als würde Ruth einer Anleitung zum Schreiben einer guten Geschichte folgen. Auch die Länge der Sätze und die Art zu Schreiben bzw. Reden war an das junge Alter der Protagonistin und an ihren Charakter und ihre Besonderheit angepasst. Ruth ist nämlich Autistin.

 

Jedoch war ich irgendwann durchaus sehr genervt von Ruth’s Art zu erzählen. Sie neigt dazu, ständig alles zu wiederholen und Wiederholungen mag ich leider gar nicht. Sei es immer wieder dieselbe Frage oder immer wieder irgendwelche Abschweifungen über Homomorphe. Ich habe mir diese Wiederholungen zwar damit erklärt, dass sie zur Verdeutlichung und Darstellung von Ruth’s Autismus dienen, aber ich fand es irgendwann einfach nur noch anstrengend. Da war ich froh um jeden Satz von Ruths Vater, der alles andere als nett zu seiner Tochter und ihrem Hund Regen ist, oder von Ruths Onkel, da diese nicht alles wiederholten.

 

Was ich einerseits  als durch aus spannend, andererseits aber auch als unangenehm beim Lesen empfunden habe, war Ruth’s Aufzählen von Homophonen. Sie (sieh!) hat hinter Wörtern, zu denen ihr Homophone einfielen in Klammern das jeweilige Homophon geschrieben (wie ich gerade in diesem Satz). Das verdeutlicht für den Leser natürlich auf eine greifbare Weise, was unter Homophonen verstanden werden kann. Aber manchmal kam ich mir beim Lesen vor, als hätte ich einen Sprung in meiner Platte (bzw. meinem Gehirn), da ich das Gefühl hatte die Wörter doppelt zu lesen. Das ist als wenn man immer doppelt doppelt liest liest. Sehr anstrengend mit der Zeit, selbst wenn es nur alle 2-3 Seiten passiert.

 

Ebeso mochte ich das Ende mit ihrem Hund Regen nicht so gerne. Ich habe zwar Ruth’s Mut und Ehrlichkeit bewundert und auch dass sie auf sich allein gestellt eine Suchaktion auf die Beine gestellt hat. Aber das Ende war wirklich traurig. Vor allem hat mich gestört, dass Ruth nicht einmal ein ordentliches Dankeschön bekommt. Klar, es wird Danke zu ihr gesagt, aber meiner Meinung nach hätte da durchaus mehr fließen können (von Tränen über jeglichen Emotionsregungen bis hin zu anderen möglichen Arten Danke zu sagen). Aber anscheinend ist nicht jeder im Stande seiner Dankbarkeit ordentlich Ausdruck zu verleihen.

 

Fazit

Ich fand die Idee hinter „Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ wirklich sehr süß, aber leider wurde ich nicht umgehauen. Protagonistin Ruth ist wirklich tapfer und ein besonderes Kind, aber die  vielen Wiederholungen in der Geschichte werden irgendwann ein wenig anstrengend bis geradezu nervig. Dass Ruths charakterliche Besonderheiten in den Erzählstil eingebaut wurden, fand ich zwar wirklich toll und gut gemacht, da es tatsächlich so wirkte, als würde ich Ruths Innenwelt direkt miterleben (wodurch man sich auch besser in sie hineinversetzen konnte und sie verstehen konnte), aber all die Bezüge zu Primzahlen und Homophonen waren irgendwann zu viel des Guten. Aufgrund der ständigen Wiederholungen:

Knappe 3 von 5 Sternen.

 

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Einzelband

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mary_stuarts avatar

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

Nur Ruth selbst lässt ihre Geschichte kalt
mary_stuartvor 2 Jahren

Ich bin Lehrerin und war auch schon mit der Situation konfrontiert, Kinder mit einer Form von Autismus in der Klasse sitzen zu haben. Oft ist es ein langer, steiniger Weg bis die Kinder endlich zu ihrer Diagnose kommen und damit nicht nur zu einer für sie geeigneten Behandlung, sondern auch zu dem Verständnis von ihren Mitschülern. Natürlich erregen Kinder, die (scheinbar) ohne Grund herausschreien das Kopfschütteln ihrer Mitschüler, teilweise machen sie denen auch Angst. Umso schöner finde ich es, dass dieses Buch Autismus thematisiert und das auf eine Art, die ich mehr als einfühlsam finde.

Die Autorin Ann M. Martin hat nicht nur gut recherchiert, sondern sie hat sich selbst in die Rolle der Hauptfigur, der autistischen Ruth, hineinversetzt und so geschrieben, wie das Mädchen schreiben würde. Es hat gelernt, dass man bei einer Geschichte zuerst die Protagonisten einführt, also tut sie das, denn sie hält sich an Regeln. Sie tut das aber nicht, wie ein „normaler“ Mensch, sondern in Form einer Liste, als wolle sie sagen: „Ihr verlangt das von mir, dann mache ich es eben.“ So wie sich Ruth Konversationsanfänge zurechtlegt, die zwar nach dem Muster „Ich gebe dir eine Information und stelle eine damit zusammenhängende Frage“ aufgebaut, aber eben doch nicht gewöhnlich sind. Genauso ist der ganze Roman aufgebaut: systematisch, klar strukturiert, schnörkellos, vielleicht könnte man sogar sagen, ein bisschen ohne die uns bekannten Gefühle. Würden wir Ruths Geschichte am eigenen Leib erleben, würden wir aufschreien, weinen, bis wir keine Tränen mehr haben, das Herz würde uns brechen – nicht nur einmal, sondern mehrmals. Doch Ruth reagiert so, wie es Autisten eben tun: Sie nimmt wahr, was passiert, stellt vielleicht fest, dass sie nicht mehr so gut einschlafen kann ohne Regen, aber es sind die kleinen Dinge, die sie wirklich aus dem Konzept bringen können. Und wir beginnen ein bisschen zu verstehen, wie es in ihrem Kopf aussehen könnte.

Überwältigend ist für mich, was die Übersetzerin Gabriele Haefs in diesem Fall geleistet hat. Denn Ruth erzählt nicht nur ihre Geschichte, sondern immer dann, wenn sie ein Homonym sieht, steht das Gegenstück dazu in Klammer daneben. Da gehört ein bisschen mehr (Meer) dazu, als einfach so zu übersetzen und Frau Haef gebührt dafür ein großes Kompliment.

Alles in allem ist das Buch für mich absolut empfehlenswert – für Jugendliche, die Bücher mit Tiefgang suchen, aber auch auf jeden Fall für alle Erzieher, Lehrer, Menschen, die mit dem Thema Autismus konfrontiert sind und nicht nur wissenschaftliche Abhandlungen darüber lesen wollen, sondern in die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Schützlinge eintauchen wollen.

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