Ann M. Martin

 4,1 Sterne bei 34 Bewertungen

Lebenslauf von Ann M. Martin

Ann M. Martin wurde in Princeton, New Jersey (USA), geboren. Sie war Lehrerin und arbeitete als Lektorin in einem New Yorker Kinderbuchverlag. Mittlerweile lebt sie vom Schreiben und hat bereits viele Romane veröffentlicht, die vielfach ausgezeichnet wurden, unter anderem mit der renommierten Newbery Medal.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ann M. Martin

Cover des Buches Die wahre Geschichte von Regen und Sturm (ISBN: 9783551560131)

Die wahre Geschichte von Regen und Sturm

 (22)
Erschienen am 24.04.2015
Cover des Buches A Corner Of The Universe (ISBN: 0439771242)

A Corner Of The Universe

 (3)
Erschienen am 01.06.2005
Cover des Buches Rain Reign (ISBN: 9780312643003)

Rain Reign

 (2)
Erschienen am 07.10.2014
Cover des Buches Tage des Wartens, der Angst und der Wut (ISBN: 9783404182107)

Tage des Wartens, der Angst und der Wut

 (1)
Erschienen am 01.02.1995
Cover des Buches Karen's Bully (ISBN: 0590456466)

Karen's Bully

 (0)
Erschienen am 01.09.1992
Cover des Buches Karen's Secret (ISBN: 0590456482)

Karen's Secret

 (0)
Erschienen am 01.11.1992
Cover des Buches Holiday Time (ISBN: 0590060031)

Holiday Time

 (0)
Erschienen am 01.11.1997

Neue Rezensionen zu Ann M. Martin

Cover des Buches Die wahre Geschichte von Regen und Sturm (ISBN: 9783551560131)books_games_and_mores avatar

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

Authentisch schockierend und doch einfühlsam
books_games_and_morevor 8 Tagen

Autismus Spektrum, besondere Vorlieben für Zahlen und Homonyme, Familienprobleme

So könnte man das Leben von Ruth beschreiben. Den das alles macht sie aus, die Protagonistin aus „Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ von Ann M. Martin aus dem Königskind/Carlsen Verlag. Doch bei der Aufzählung fehlt etwas wichtiges, ohne dem Ruth um einiges ärmer wäre, nämlich Regen, ihre Hündin. Es ist genau genommen die Geschichte von Regen und Ruth und wie Regen bei einem Sturm rausgelassen wurde von Ruth’s Dad. Ohne Halsband! Ab da fängt eine nervenaufreibende Suche nach Regen an, zum Glück mit Unterstützung von Onkel Weldon, der Ruth viel besser versteht als die anderen.


Es ist ein sehr zu Herzen gehender Jugendroman. Zum Schluss musste ich wirklich erstmal einen Moment inne halten und alles verdauen. Mich hatte von Anfang an, dass Verhalten von Ruth’s Vater gestört. Zu verlangen, dass Ruth ‚normal‘ seien soll, aufhören soll über Homonyme zu sprechen und nicht immer so an allen möglichen Regeln hängen soll. Doch genau solche Aspekte machen einen Autisten aus. Dafür hatte der Vater leider kaum Verständnis. Ob sein Verhalten am Schluss des Buches als positiv oder negativ zu bewerten ist, muss jeder selbst entscheiden. 

Doch zum Glück gibt es auch Ruth’s Onkel mit dem sie sich einfach besser versteht, er hat mehr Empathie und versucht ihr nicht mit Drohungen ‚zu helfen‘. Er wirkt gleich von Anfang an sympathisch, auch wie er sich immer wieder Zeit für seine Nichte nimmt um mit ihr nach Regen zu suchen ist bemerkenswert. Er und sein Bruder hatten selbst als Kinder viele Probleme, doch wie sich zeigt bedeutet es nicht zwangsläufig, dass beide es schaffen so empthisch zu sein.


Die Geschichte wird von Ruth selbst erzählt. So erlebt man ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit, was teilweise verstörend seien kann, da Ruth ihr Spezialinteresse in jedes Kapitel einbaut. Was mich aber positiv überrascht hat, ist ihre Bemühen bei Gesprächen mit anderen ihr Spezialinteresse nicht in jeden Satz zu äußern. Zumal sie in der Geschichte als noch recht jung beschrieben wird. Da selbst Autismus teil meines Berufes ist, fand ich es sehr ansprechend und realistisch dargestellt, wie sich ein Kind damit fühlt und was es alles aushalten muss. Auch die Tatsache, das Haustiere ihnen ganz bewusst helfen und somit eine emotionale Stütze sind ist einfach großartig.


Das Buch ist an einigen Stellen langatmig, bedingt durch die etwas andere Denkweise eines Autisten. Was mich aber nicht sonderlich gestört hat. Im großen und ganzen würde ich es jedem empfehlen, der offen ist für etwas Realität und auch vor zwischenmenschlichen Problemen keine Angst hat.


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Cover des Buches Die wahre Geschichte von Regen und Sturm (ISBN: 9783551560131)Krimifee86s avatar

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

Die wahre Geschichte von Regen und Sturm von Ann M. Martin
Krimifee86vor 8 Monaten

Das Mädchen Ruth ist für viele einfach nur sonderbar oder anders: Etwas Besonderes. Immerhin hat sie in der Schule eine Begleitung, die sie unterstützt und mit Ruth rausgeht, wenn sie Ruhe braucht. Denn Ruth hat eine Form des Autismus und treibt damit ihr Umfeld in den Wahnsinn. Insbesondere ihren Vater, der mit der Erkrankung seiner Tochter – ihren Eigenarten – nur sehr schwer umgehen kann. Unterstützung bekommt das Mädchen nur von ihrem Onkel, und von ihrem Hund – Regen. Regen ist ein Homophon (oder Homophob?, ich habe es vergessen). Wer wissen will, was das ist, sollte dieses Buch lesen. Denn dort wird es in aller Ausführlichkeit beschrieben, denn Ruth liebt diese Wortart und hat sogar eine Liste auf der sie diese sammeln. Als Regen in einer Sturmnacht plötzlich verschwindet, macht sich Ruth auf die Sucht nach ihrem geliebten Hund. Und am Ende ist alles anders.

 

„Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ ist ein typisches Königskind. Mitreißend, unterhaltsam, anders, traurig. Und in diesem Fall leider auch anstrengend. Dies hat mit Ruths Vorliebe für Homophone zu tun, die sie an allen möglichen Stellen erwähnen muss. Und das hat mich echt zum Teil genervt und den Lesefluss gestört. Die ersten paar Seiten mag es noch witzig sein, aber irgendwann nervt es wirklich. Dabei ist die Geschichte an sich mal wieder wahnsinnig schön und ergreifend und es sind auch mal wieder Tränen geflossen. Aber für diese unsägliche störende Homophon-Geschichte muss ich echt Punkte abziehen. Am Ende bleiben 7/10, aber nichtsdestotrotz eine Leseempfehlung und ein Buch, das bei mir bleiben darf!  

 

 

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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Cover des Buches Die wahre Geschichte von Regen und Sturm (ISBN: 9783551560131)-nicole-s avatar

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

Eine bewegende Geschichte - wunderbar erzählt
-nicole-vor 2 Jahren

Ruth, Regen und der Sturm...

Ruth mag Wörter, vor allem Homonyme, so wie “Ruth” und “ruht”. Ihr alleinerziehender Vater kann damit nichts anfangen. Warum kann Ruth sich nicht benehmen wie andere Kinder? Die beste Idee, die er je hatte, ist, Ruth einen Hund mitzubringen. Sie nennt ihn Regen, denn er wurde im Regen gefunden – und das Wort ist ein Homonym.
Als ein Hurrikan die kleine Stadt heimsucht, geht Regen im Unwetter verloren. Dad hätte den Hund nie raus lassen dürfen. Bei Sturm! Ohne Halsband! Verzweifelt macht sich Ruth auf die Suche. Ein Glück, dass sie noch Onkel Weldon hat, der sie so viel besser versteht.
(Quelle: Klappentext)

„Ich bin Ruth Howard, und mein Vorname ist ein Homonym. Um genau zu sein, er ist ein Homophon, also ein Wort, das ausgesprochen wird wie ein anderes, aber nicht so geschrieben. Mein Homophonname ist Ruht.“ – Seite 7

…mit diesem Satz beginnt die Geschichte des zwölfjährigen Mädchen Ruth, die eine ganz besondere Vorliebe hat: Wörter – insbesondere Homophone. Dazu mag sie noch Regeln und Zahlen, besonders Primzahlen. Das Buch ist leicht verständlich in der Ich-Perspektive aus Sicht von Ruth geschrieben, in der sie uns Lesern ihre Geschichte selbst erzählt. Ruth erzählt über ihren Alltag und dass sie Autistin ist. In der Schule hat sie es nicht immer leicht, doch ihr Onkel Weldon versteht sie – und interessiert sich für Homophone. Sie erzählt über ihren Vater, ihren geliebten Hund und den Hurrikan.
Die Hauptfigur wächst dem Leser schnell ans Herz, genau so wie ihr Hund, den sie Regen genannt hat. Doch eines Tages gerät ihr so wohlgeordneter Tagesablauf ins Wanken: Regen geht im Unwetter verloren und Ruth macht sich auf die abenteuerliche Suche nach ihm.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass Ruth von ihrer Diagnose erzählt: Hochfunktionaler Autismus. Sie schildert, was es bedeutet, wie ihr Alltag aussieht und was sie nur schwer ertragen kann – gleichzeitig macht sie dadurch die Diagnose für den Leser verständlich. Da ihre Vorliebe ja bei homophonen Wörtern liegt, wird bei jedem dieser Wörter auch das Gegenstück in Klammern beigefügt, was dem Buch einen ganz eigenen Charme gibt, der mir persönlich sehr gut gefällt:

„Zum Nachtisch gab es Eis am Stiel (Stil). Ich war in meine Homophonliste vertieft, als ich Scheinwerferlicht sah, das durch die Küche kreiste, und einen Wagen (Waagen, wagen) in unsere Auffahrt kommen hörte.
– Seite 31

Die Geschichte ist oft berührend und entwickelt sich in eine andere Richtung, als zunächst gedacht. Ruths Hund Regen und auch ihr Onkel spielen dabei eine zentrale Rolle.

Mein Fazit: Eine sehr berührende Geschichte über ein besonderes Mädchen, das einem schnell ans Herz wächst. Das Buch lässt sich leicht lesen und hat durch die eingefügten homophonen Wörter einen ganz eigenen Charme. Sehr bewegend, wichtig und lesenswert.

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