Ann Radcliffe

 3,2 Sterne bei 13 Bewertungen

Alle Bücher von Ann Radcliffe

Cover des Buches Udolphos Geheimnisse - Band 1 und 2 (ISBN: 9783954883851)

Udolphos Geheimnisse - Band 1 und 2

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Erschienen am 17.05.2013
Cover des Buches Udolphos Geheimnisse - Band 3 und 4 (ISBN: 9783957441607)

Udolphos Geheimnisse - Band 3 und 4

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Erschienen am 30.05.2014
Cover des Buches Die Burgen von Athlin und Dunbayne (ISBN: 9783744896559)

Die Burgen von Athlin und Dunbayne

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Erschienen am 18.08.2017
Cover des Buches Eine sizilianische Romanze (ISBN: 9783839185773)

Eine sizilianische Romanze

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Erschienen am 21.09.2010
Cover des Buches Udolpho's Geheimnisse (ISBN: 9783944720968)

Udolpho's Geheimnisse

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Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Udolpho's Geheimnisse 2 (ISBN: 9783944720326)

Udolpho's Geheimnisse 2

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Erschienen am 10.03.2015

Neue Rezensionen zu Ann Radcliffe

Ann Radcliffe war eine der populärsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Mit dem Schreiben begann sie nach ihrer Heirat, ermuntert von ihrem Ehemann William Radcliffe, dem Besitzer und Herausgeber des English Chronicle. Sie verband als erste die Elemente einer romantischen Liebesgeschichte mit schaurigen Erlebnissen und Schauplätzen.

Inhalt (Klappentext):

Gefangen im düsteren Schloss Udolpho kämpft die junge Waise Emily St. Aubert gegen die hinterhältigen Pläne ihres Vormunds Montoni, gegen unheimlichen Geisterspuk und ihre eigenen melancholischen Phantasien.
Von ihrem Geliebten getrennt und der Außenwelt isoliert, muss sie sich der Avancen eines hartnäckigen Verehrers erwehren, während der lasterhafte Montoni nach ihrem Erbe giert und in seinem Rachedurst sogar ihr Leben bedroht. Als außerdem unerklärliche Spukerscheinungen hinzukommen, droht Emily unter dem auf ihr lastenden Druck zu zerbrechen ...

Das Buch besticht vor allem durch seine wunderbaren und detaillierten Landschafts- und Naturbeschreibungen. Das ist umso mehr bemerkenswert, da sich Ann Radcliffe niemals in dieser Gegend aufgehalten haben soll. Aber auch die düsteren und unheimlichen Schauplätze werden sehr bildhaft geschildert und sorgen selbst zu heutigen Zeiten noch für eine gruselige Atmosphäre. Die Charaktere sind meistens ziemlich extrem dargestellt, der luziferische Finsterling Montoni mit seinen nicht minder bösartigen Freunden und Spießgesellen auf der einen Seite. Dagegen die gute, sensible und tapfere Heldin Emily, die sich den gemeinsten und übelsten Angriffen erwehren muss. Unterstützt wird sie von ihrer schwatzhaften und etwas einfältigen, aber herzensguten Zofe Annette und anderen edlen Personen, die hin und wieder auftauchen. Die Empfindsamkeit der Heldin steht sehr im Vordergrund, für damalige Zeiten war sie wahrscheinlich ein Ideal. Das Buch hat viele Autoren beeindruckt und auch beeinflusst. In Jane Austens Buch „Northanger Abbey“ wird es sogar mehrfach erwähnt.

Man kann die Geschichte auch heutzutage noch gut lesen, auch wenn es mir an vielen Stellen zu langatmig und ausgewalzt wurde. Es gibt einige, in meinen Augen ziemlich unwahrscheinliche Zufälle, aber auch das war in den Büchern des 18. und 19. Jahrhunderts eher üblich. So war es eine durchaus interessante, aber durch ihre Länge auch herausfordernde Lektüre.

Cover des Buches The Romance of the Forest (ISBN: 9780199539222)

Rezension zu "The Romance of the Forest" von Ann Radcliffe

Personifizierte Perfektion sinkt sentimentales Lied und fällt in Ohnmacht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren


Auf der Flucht vor seinen Gläubigern fällt M. La Motte in die Hände von Räubern. Trotz vielen Säbelrasselns lassen sie ihn unbehelligt wieder gehen: Unter der Bedingung, dass er die schöne Adeline St Pierre, die ebenfalls in der Gewalt der Banditen ist, mitnimmt und sich nie wieder bei ihnen sehen lässt. Doch um Adelines Herkunft rankt sich ein Geheimnis und schon bald finden sich La Motte, seine Frau und ihr Schützling mitten in einem gefährlichen Netz aus Intrigen, Verrat und Mord wieder.

Ich habe nichts gegen dieses Buch, wirklich. Die Heldin ist zwar ein anstrengendes Wesen, dessen Schönheit, vollendeter Charakter und Angewohnheit, an den passendsten und unpassendsten Stellen in klagende Gesänge auszubrechen, in mir mehr als einmal das Verlangen hervorgerufen hat, das Buch niederzulegen und einfach zu gehen, doch Pflichterfüllung ist eine Tugend. Es ist eindeutig, dass sie wie alle anderen Figuren nur ein Rädchen im Gefüge des Plots ist und statt Adeline genauso gut Emilie, Julia oder Mary vom Marquis de Montalt verfolgt werden könnte, es würde nicht den geringsten Unterschied machen. 

Es scheint der Autorin nur darum zu gehen, eine möglichst aufsehenserregende Geschichte zu erzählen, wobei sie auf Nebensächlichkeiten wie Dialog, individulle Charakter und dergleichen mit größtem sans froid verzichtet. Doch was soll dem Genie angehen! Es wird sich immer in hohem Flug über alle kleinlichen Geister erheben, wie mir von irgendeinem der gelehrten Geistlichen mitgeteilt worden ist: Ich habe vergessen ob es in "Udolpho" oder in "A Sicilian Romance" oder in "The Italian" oder eben in "The Romance of the Forest" war.

Das Interessante an Radcliffe ist, dass sie immer - immer - das gleiche Set an Figuren verwendet. Die tugendhafte, verfolgte Schönheit, der farblose Liebhaber, der Schuft (häufig irgendwie mit der Heldin verwandt), die fast genauso perfekte Freundin, die vorbildhafte Mutterfigur mit einigen leichten Fehlern, eine Zofe namens Annette... Und diese alle treffen sich vor einer prachtvollen Naturkulisse ("grandeur" und "magnificent" sind Begriffe, die einem immer wieder begegnen) in jedem Buch unter anderen - wenn auch ähnlichen  - Umständen.

Radcliffes Romane zu lesen, ist ein wenig wie in ein wenig besuchtes Winkeltheater zu gehen, dass jede Woche die selben drei oder vier Stücke spielt und dessen Requisiten seit 1790 nicht mehr ausgetauscht wurden. Und trotzdem besucht man es immer wieder gerne.


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