Ann Rosman Die Wächter von Marstrand

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Inhaltsangabe zu „Die Wächter von Marstrand“ von Ann Rosman

Die Tote aus dem Moor Nichtsahnende Spaziergänger entdecken im Moor von Klöverö eine weibliche Leiche mit einem toten Säugling im Arm. Kommissarin Karin Adler wird hinzugerufen. Für die Gerichtsmedizin ist die Sache klar: Die Moorleichen liegen schon eine halbe Ewigkeit dort. Die Akte wird daraufhin geschlossen. Doch einige Tage später wirft ein weiterer Todesfall neue Fragen auf: Eine Frau auf einem nahe gelegenen Gutshof wird tot aufgefunden. Nur ein Zufall? Oder haben die beiden Toten eine gemeinsame Geschichte? Der Fall lässt Kommissarin Adler nicht mehr los, denn sie vermutet mehr dahinter. Bei ihren Ermittlungen stößt sie bald auf ein tief bewegendes Frauenschicksal – die Spur führt zurück bis ins 18. Jahrhundert, in eine Zeit der Seeräuber, Schmuggler und Mörder im Freihafen von Marstrand. »Ann Rosman lässt mit Karin Adler eine schwedische Ermittlerin die Bühne betreten, die so süchtig macht wie der berühmte Wallander.« Cosmopolitan »Ein gut gebauter Krimi von der schwedischen Westküste: Spannung, Mord und ungelöste Geheimnisse aus längst vergangenen Zeiten. Lesen und genießen!« ALLAS VECKOTIDNING

Eher ein historischer Roman als ein Krimi, der gut um die Hälfte hätte gekürzt werden können.

— Hazel93
Hazel93

sehr spannender Roman - in meinen Augen jedoch kein Krimi, vor allem für Leser geeignet die auch gerne historische Bücher lesen

— ban-aislingeach
ban-aislingeach

Sehr gefühlvoller und einfühlsamerRoman, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft.

— VroniCaspar
VroniCaspar
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    Die Wächter von Marstrand
    eskimo81

    eskimo81

    20. May 2017 um 13:42

    Während einer Führung wird im Moor eine weibliche Leichte gefunden. Das tragische, sie hält einen Säugling im Arm. Was ist passiert? Die Gerichtsmedizin findet rasch heraus, dass der Tod vor über 200 Jahren eintrat. Als aber kurze Zeit später eine Frau beim nahegelegenen Gutshof tot aufgefunden wird fragt sich Karin Adler. Zufall? Als ich der dritte Band zur Hand nahm, freute ich mich. Ich bin einfach süchtig nach dieser Autorin. Auch wenn ich beim zweiten Band negatives fand, wusste ich, ich muss weiterlesen. Das hat Ann Rosman nämlich im Griff. Auch wenn das Buch kritisiert werden kann, kann man nicht damit aufhören. Aber musste das wirklich sein? Nun heisst doch der Ermittler schon wieder anders. Langsam frage ich mich, ob der Name im Schwedischen unterschiedliche Spitznamen hat und man die Übersetzung nicht so genau nahm, aber was auch immer es ist, es ärgert mich. Bei diesem Buch überragte die geschichtliche Geschichte. Mich hat es immer fasziniert, wie gut Ann Rosman das historische mit einem aktuellen Mordfall zusammenbringt. Auch die sehr detaillierten Hinweise am Schluss, woher sie ihr wissen hat. Faszinierend. Aber hier würde ich schon sagen, dass es eher ein historischer Krimi ist. Die Ermittlungen durch Karin Adler und ihr Team sind sehr, sehr kurz gehalten und für mich deswegen enttäuschend. Nichts desto trotz war die Geschichte genial, spannend und faszinierend. Aber man hätte vielleicht beim Rückentext darauf aufmerksam machen können. Das meiste spielt in der Vergangenheit, die Hauptgeschichte ist sehr kurz. Ein fantastisches Buch, keine Frage, aber halt einfach ohne grosse Einmischung der Ermittlerin - und man möchte ja unbedingt wissen, wie es bei ihr privat weitergeht :-)Aber auch hier merkt man, die Autorin hat es einfach im Griff. Kaum begonnen kann ich das Buch nicht mehr weglegen. Man wird zwangsläufig süchtig und kann nicht mehr aufhören. Selten hat mich eine Serie so gefesselt und nicht mehr losgelassen wie diese. Fazit: Ein Historischer Krimi bei dem Karin Adler relativ wenig zum Zuge kommt. Nichts desto trotz spannend, fesselnd und einfach - unfassbar gut. Ann Rosmann - eine Autorin, der das Schreiben im Blut zu liegen scheint. Auch wenn man kritisiert, man kann nicht aufhören. Man muss die Serie futtern, möglichst ohne Pause. Denn trotz Kritik hat sie eines im Griff. Spannend und einnehmend zu schreiben. Und genau deshalb überzeugt sie den Leser weiterzulesen. Zumindest bei mir funktioniert es.

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  • die Moorleiche

    Die Wächter von Marstrand
    ban-aislingeach

    ban-aislingeach

    10. May 2016 um 20:33

    Das Buch „die Wächter von Matstrand“ wurde von der schwedischen Schriftstellerin Ann Rosman geschrieben. Es umfasst 400 Seiten und ist 2013 im Aufbau TB Verlag erschienen. Mitglieder der Botanischen Vereinigung Göteburg machen auf einer Insel einen Spaziergang und als Überraschungsgeschenk treffen sie dort auf eine Dozentin und deren Studenten. Als die Dozentin ihnen gerade was über das Moor zeigen bzw. erklären möchte, stoßen sie im Moor auf ein menschliches Ohr. Als später die Polizei dazu kommt, wird festgestellt, dass eine junge Frau und ihr Säugling dort ihr Grab gefunden haben. Schnell stellt sich heraus, dass die Beiden schon eine halbe Ewigkeit dort liegen und die Polizei somit nicht nach dem Mörder fanden muss. Zur selben Zeit versucht Astrid, eine alte Frau, zusammen mit Vendela, einer allein erziehenden Mutter, ein Gut zu halten, welches der Bruder von Vendela auf Wunsch seiner Frau unbedingt verkaufen will. Das Buch hat zwei Geschichten in sich. Die eine spielt in der Vergangenheit und die andere in der Gegenwart. In der Geschichte der Vergangenheit ist Agnes ganz klar die Hauptfigur. Sie ist eine mutige Frau die von ihrem Vater anders erzogen wurde, als andere Frauen jener Zeit, weil die Großmutter der Meinung war, dass auch Mädchen rechnen und lesen lernen sollten. So will sie natürlich nicht wie ein Stück Fleisch an den ersten reichen Mann „verkauft“ werden und schon gar nicht, nachdem es so schlimme Gerüchte über ihn und seine Familie gibt. Als ihr Vater jedoch nicht mit sich reden lässt, schneidet sie sich die Haare und versucht als Mann durchzugehen und flieht von zu Hause. Es fällt ihr zwar nicht leicht sich als Mann auszugeben, aber sie schafft es dennoch. Sie ist intelligent und selbstbewusst, ihre einzige Angst ist es, dass man rausfinden könnte, dass sie eine Frau ist. In der Gegenwart sind die Hauptcharaktere Astrid und Vendela. Astrid ist sehr loyal und liebt ihre Heimat wie auch das Gut, welches ihr Vater verkauft hat und wo sie zum Glück bleiben durfte um sich um das Haus, den Garten und die Tiere zu kümmern, sehr. Sie hat einen ziemlichen Dickschädel und eine leicht fiese Art, wenn jemand von wo anders kommt und die Liebe zu ihrer Heimat nicht verstehen kann. Vendela liebt die Insel wie auch das Gut fast so sehr wie Astrid. Ihr Vater hat das Gut damals von Astrids Vater gekauft und nach dessen Tod, gehört es ihrem Bruder und ihr. Sie ist allein erziehende Mutter eines schwierigen 15jährigen Sohns um den sie sich stets Sorgen macht. Zudem ist sie loyal und hilfsbereit. Das Buch ist in der dritten Person Singular geschrieben und wechselt fließend zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, so dass das Buch hauptsächlich aus Agnes, Astrids und Vendelas Sicht geschrieben ist. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass sich das Buch flüssig lesen lässt. Man kann nicht nur mit den Hauptcharakteren mitfühlen, sondern auch mit den Nebencharakteren, wobei ich nicht  alle mochte und vor allem die Schwägerin von Vendela nicht ausstehen konnte. Die Vergangenheit wurde von der Autorin genial beschrieben, ich konnte mir alles so gut vorstellen, als ob ich selbst dabei gewesen wäre. Es war eine harte, aber zugleich sehr interessante Zeit. Unter anderem fand ich  interessant, dass in der Geschichte mehrere Wege aufzeigt wurden in dieser Zeit zu überleben. Somit kam mir die Geschichte in der Vergangenheit auch deutlich spannender vor. Einen Punkt muss ich dem Buch dennoch abziehen. Da es das dritte Buch der Karin Adler Reihe war, habe ich eigentlich mit einem Krimi gerechnet. Für mich ist das Buch jedoch kein Krimi. Der Mord oder Unfall am Ende des Buches war für mich ein wenig an den Haaren hergezogen. Es hat zwar zur Geschichte gepasst, aber nicht so sehr, dass es für mich einen Krimi ausmachen würde. Dennoch empfehle ich das Buch gerne weiter. Diesmal finde ich das sich das Buch hauptsächlich für Leser eignet die gerne historische Romane lesen und gerne mehr über die Zeit der Seeräuber und Kaperfahrer wissen wollen.

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  • Was geschah vor 200 Jahren auf der Insel

    Die Wächter von Marstrand
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    24. May 2013 um 07:38

    Als im Moor Klöverö eine weibliche Frauenleiche gefunden wird, die einen Säugling im Arm hält, wird die Kommissarin Karin Adler mit ihren Kollegen auf den Fall angesetzt. Nach der Untersuchung der Leichen ist klar, dass sie dort schon länger liegen, ca. 200 Jahre. Auch wenn es kein Fall für Karin Adler ist, lässt sie diese Tote nicht in Ruhe und sie versucht herauszufinden, wer sie gewesen ist. Gerade, als sie dabei waren, von der Insel wieder abzuziehen, werden sie erneut mit einer Frauenleiche konfrontiert. Diese ist auf der Insel in einem Plumpsklo zu Tode gekommen, wo sie von einer Wespe gestochen wurde. Die Tote, Jessica, war jedoch hochallergisch gegen Wespenstiche. An ihre Tasche mit der Spritze kam sie nicht heran, weil die Tür vom Klo von außen verriegelt war. Handelt es sich um einen Unfall oder hat hier jemand nachgeholfen? ... Der vorliegende Roman ist bereits der 3. Teil mit der Ermittlerin Karin Adler. Wie schon im 2. Teil arbeitet die Autorin auch hier mit verschiedenen Zeitebenen. Ein Erzählstrang spielt im ausgehenden 18. Jh., als die Insel Marstrand an der Westküste Schwedens seinerzeit ein Freihafen war. Es tummelten sich dort Schmuggler und Piraten, die mittels Kaperbriefe ehrbare Schiffe kaperten, die Besatzung töteten und die Schiffe ausraubten. Die Ereignisse aus dieser Zeit werden dem Leser mittels eines Tagebuches, das bis zum heutigen Tage versteckt gewesen war, übermittelt. Es war eine grausame und gewalttätige Zeit. "Ehrbare" Kaufleute schmuggelten aus Geldgier Waren und töteten alle, die gegen sie hätten aussagen können. Alle wussten Bescheid, aber niemand traute sich, den Mund aufzumachen, um nicht sich oder seine Familie ins Visier der Schmuggler zu bringen.  Das Tagebuch erzählt nicht nur die Zustände auf der Insel, sondern auch die Lebensgeschichte von Agnes, die aus ihrem Zuhause auf die Insel Marstrand als verkleideter Mann mit Namen Agne flüchtete, weil sie einen Mann heiraten sollte, dessen erste Frau es lieber vorgezogen hatte, ins Wasser zu gehen. In Marstrand angekommen, dauert es auch nicht lange, bis sie aufgrund ihrer guten holländischen Sprachkenntnisse Arbeit bekommt. Es fällt ihr schwer, immer als Mann aufzutreten.  Als sie eines Abends lebensgefährlich verletzt wird, droht ihre Tarnung als Mann aufzufliegen, aber sie hat großes Glück, dass Oskar ihr zu Hilfe kommt. Diesen wird sie später auch heiraten. Die andere Zeitebene spielt in der Gegenwart auf der Insel. Vendela und ihr 15-jähriger Sohn Charlie machen jedes Jahr gemeinsam mit ihrem Bruder Rickard und seiner Frau Jessica Urlaub auf Bremsegard, einem Hof, den sie von ihrem Vater geerbt haben. Jessica macht sich nichts aus dem Hof, so dass sie und Rickard den Hof verkaufen wollen. Vendela und auch Astrid, deren Vater früher der Hof gehört hatte, sind entsetzt und versuchen das zu verhindern. Dann geschieht das Unglück mit Jessica. Karin Adler hat nun die Aufgabe herauszubekommen, ob jemand so verzweifelt den Hof behalten wollte, dass er auch vor einem Mord nicht zurückschreckt. Auch wenn diese beiden Zeitsträngen anfangs nichts gemein haben, nähern sie sich an und runden die Geschichte ab. Leider kommen in dem Krimi Karin Adler und ihre Kollegen ein wenig sehr kurz weg. Ihre Ermittlungen sind nebenbei erzählt und spielen in dem Roman eine zweitrangige Rolle. Der tragende Teil des Romans ist die Lebensgeschichte von Agnes und ihrer Familie und die Geschehnisse seinerzeit auf der Insel. Diese hat die Autorin jedoch hervorragend recherchiert, basieren viele Ereignisse, die sie benannt hatte, tatsächlichen Begebenheiten. Mit ihrem Roman hat sie diese dem Leser interessant und verständlich nahegelegt. Auch ihre Liebe zum Segeln hat sie in dem Buch wieder gut vermittelt. Als Leser fühlt man sich auf einem Boot fast genauso zu Hause wie die Autorin selbst. Wenn ich diesen Roman auch nicht wirklich als Krimi bezeichnen würde, weil die Spannungsmomente und die kriminalistischen Elemente fast gar nicht vorhanden sind, habe ich mit diesem Buch doch unterhaltsame Stunden verbracht. Die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart fasziniert mich immer wieder und das hat die Autorin hier sehr gut miteinander verknüpfen können, so dass ich mich mit diesem Buch gut unterhalten fühlte.

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  • Rezension zu "Die Wächter von Marstrand" von Ann Rosman

    Die Wächter von Marstrand
    goldfisch

    goldfisch

    13. March 2013 um 09:42

    Ich mag die Krimis von Ann Rosman. Keine schwere Kost und immer spannend.Im Moor von Klöverö wird eine weibliche Leiche gefunden. Die Frau hat ein Baby auf dem Arm.Wie kam die Frau ins Moor? Bald darauf wird eine weitere Leiche gefunden.Karin Adler muss ihren Segeltörn unterbrechen und macht sich an die Ermittlungen.Die Spur führt bis ins 18.Jahrhundert zurück zu Schmuggel und Piraterie. Ein netter,unterhaltsamer Krimi mit zwei "Erzähl-Ebenen"

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  • Rezension zu "Die Wächter von Marstrand" von Ann Rosman

    Die Wächter von Marstrand
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. March 2013 um 12:59

    Eine weibliche Moorleiche mit einem Säugling im Arm gibt dem schwedischen Ermittlerteam von Karin Adler Rätsel auf, die sie und uns Leser weit in die Vergangenheit führen - in eine Zeit, in der an der schwedischen Westküste, um den Freihafen Marstrand, Schmuggler, Strand- und Seeräuber mit ihrem mörderischen Tun Schrecken und Angst verbreiteten. In zwei Zeitebenen erzählt die Autorin Ann Rosman zwei scheinbar unabhängige Geschichten, die, der erfahrene Leser ahnt es, natürlich irgendwann eine Berührung erfahren. Die historische Geschichte von Agnes und ihrer Familie hat mich um Längen mehr fasziniert, als die der Ermittlungen zu der Toten im Moor und der des Familiengeheimnisses der "Gegenwarts"-Astrid und des Bremsegard-Hofs. Die Figuren der Gegenwartsebene, besonders die der Kommissarin Karin Adler sind oberflächlich und ausgesprochen lieblos gezeichnet. Es gelang mir zu keiner Zeit, mich ihnen "anzunähern". Der selbst auferlegte Schreibstil, JEDEM Kapitel BEIDE Zeitstränge zu widmen (erste Hälfte Gegenwart/zweite Hälfte 18. Jh.) führt gegen Ende fatalerweise dazu, dass die Autorin den ersten Teil kaum noch mit Inhalt füllen kann, ihn aber benötigt für den zweiten Abschnitt, in dem noch Geschehnisse zu verbuchen sind. So hatte ich beispielsweise bei dem Dehn-Kapitel 20 das innige Bedürfnis zum Skalpell zu greifen, um dieses radikal aus dem Werk zu schneiden! Es war so grottenöde, gänzlich überflüssig und dabei unsäglich humorfrei, obwohl es eher gegenteilig angelegt schien. Schön, dass der Verlag die Seitenzahlen fast ebenso groß druckte, wie die Kapitelangaben - der Countdown wurde mir dadurch erheblich erleichtert. Wenn wir gerade beim Thema Gestaltung/Aufmachung sind: Es handelt sich NICHT um ein, wie von AMAZON oben beschrieben, gebundenes Buch, sondern nur um eine Klappenbroschur! Wenn man schon während des Lesens Fehler, vielleicht auch nur verzeihlich klein, findet, ist das oft ein Zeichen dafür, dass der Inhalt nicht ausreichend fesselt. So hätte spätestens das Lektorat helfen müssen, wenn zu viele Ortsbezeichnungen außerschwedische Kunden in die Verwirrung stürzen (ich habe mit Landkarte gelesen), wenn aus dem berühmten dänischen "Tollundmann" ein "Trollundmann" wird (klar, in schwedischen Wäldern wohnen doch Trolle!), wenn in einem Dialog (S.242) Personen namentlich verwechselt werden (aus Vendela wird Astrid) oder wenn Logikfehler im Zeitgefüge und Handlungsablauf offensichtlich werden. Als regelrecht ärgerlich sah ich jedoch die absolut unglaubwürdigen Konstellationen der Zufälle an, die zur Auflösung führten - allen voran, nein, ich spoilere nicht, die Story um die Brosche. Für mich persönlich war auch die Rolle und der "Abschluss" (leider kann ich nicht näher darauf eingehen) um Astrid moralisch inakzeptabel flüchtig. Letztlich zweifelte ich an der Aufgabe polizeilicher Ermittlungen in diesem Fall und der Rolle der Hauptperson Karin Adler. Sie mit Mankells Kurt Wallander zu vergleichen (werbliche Notiz auf dem Rückcover von "Cosmopolitan"), grenzt an Blasphemie! Darüber hinaus fragte ich mich am Schluss, ob ein schwedischer Westküsten-Krimi-Stammtisch existiert, aus dessen Reihen zwei scheinbar konkurrierende, fast gleichaltrige Autorinnen um unsere Gunst wetteifern: Camilla Läckberg und Ann Rosman. Zumal BEIDE zu diesem Stilelement der zwei Zeitebenen greifen, Frau Läckberg aber augenscheinlich eher. Niemand ist enttäuschter, als ich selbst, wenn ich abschließend feststellen muss, wie wenig mich dieser Kriminalroman überzeugen konnte. Hätte Frau Rosman doch noch mehr Zeit und Hingabe in die Entwicklung des Schicksals ihrer historischen Protagonistin investiert und den ganzen Schmonzes um die Kommissarin fort gelassen, hätte vielleicht ein spannender Gesamtplot für einen gelungenen, reinen Historienroman entstehen können! So ist er von allem etwas, aber leider nichts davon richtig gut. (T)

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