Marie ist eine „Vorzeigefrau“. Schlank, blond, Traumfamilie, Traumhaus usw. Doch leider trinkt sie auch recht gerne und deshalb muss sie zur Therapeutin Helene. Helene ist das komplette Gegenteil und die „Stutenbissigkeit“ beginnt…. Ich fand dieses Buch sehr boshaftig und witzig. Geschrieben ist es aus der Sicht von Marie und Helene. Kann aus tiefer Antipathie plötzlich Freundschaft werden? Lesen Sie selbst!
Anna-Maria Prinz
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Rosenpsychosen
Neue Rezensionen zu Anna-Maria Prinz
Als ich das Buch zum ersten Mal las, fand ich es recht seltsam und gewöhnungsbedürftig. Ich möchte behaupten, dass es zu 40% aus innerem Monolog, zu 40% aus Dialog und zu 20% aus Geschehnissbericht besteht. Doch wenn man erst einmal in die Geschichte hineingekommen ist, findet man Interesse daran. Maries stets etwas pubertierendes, oft kindliches Verhalten gegenüber allen ist äußerst interessant. Es ist etwas, dass ich noch nie gelesen habe. Ihre Art scheint besonders zu sein. Manchmal besonders nervig. Ich finde auch den ständig Wechsel zwischen der ruhigen und vernünftigen Helene und der aufbrausenden Marie sehr unterhaltsam. Es ist einem möglich, im Wechsel in die Köpfe der beiden hineinschauen zu können. Ihre Gedanken sind entweder verwirrend, fast dämlich, oder ziemlich intelligent. Das Buch ist wirklich gewöhnungsbedürftig und nicht für jeden geeignet. Es bedarf eine gewisse Anstrengung während des lesens und manchmal muss man Sätze zweimal lesen, um sie zu verstehen. "Rosenpsychosen" ist auf seine anstrengende Art poetisch, tiefgründig, oberflächlich und psychologisch. Alles in allem ein außergewöhnliches Buch. Ob ich es weiterempfehlen würde, kann ich nicht sagen. Ein paar bestimmten Leuten vielleicht, aber nicht im Allgemeinen.Die Autorin hat ihren eigenen Humor, der an einigen Stellen doch äußerst komisch ist und einen schmunzeln lässt. Im Ganzen könnte man sagen, es ist ein Lesespaß voller Gefühle. Marie reißt einen mit ihrer Überschwänglichkeit einfach mit, Helene hält einen gleichzeitig auf dem Boden. Dies ist absolut keine 0-8-15-Lektüre. Kein gewöhnlicher Frauenroman, sondern voller Witz, bissiger Bemerkungen und kein kitschiges Happy End.
Marie ist Mitte 30 und vom blondierten Scheitel bis zu den rotlackierten Zehen eine attraktive, auffällige Erscheinung. Sie hat zwei Kinder, einen Mann und ein schickes Haus und könnte eigentlch glücklich sein, doch es gelingt ihr nicht. Stattdessen hat sie einen übertrieben kranken Ordnungswahn und ertränkt ihren Kummer jeden Abend im Alkohol. Die Therapeutin Helene soll ihr helfen, doch ist vollkommen anders gestrickt als Marie. Bald stellt sich heraus: die Beiden können sich gut leiden, wissen das aber (noch) nicht...
Dieser Frauenroman ist nicht nur wahnsinnig witzig, sondern hat auch viel Tiefgang. Beide Frauen geben Einblicke in ihre Seele und zeigen, dass das Leben zwar nicht immer einfach ist, es aber immer ein Licht am Ende des Tunnels gibt.
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