Anna Baar

 3,4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autorin von Die Farbe des Granatapfels, Nil und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Baar

Anna Baar wurde 1973 in Zagreb geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Sie studierte Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit in Wien und Klagenfurt wo sie auch heute lebt.

Alle Bücher von Anna Baar

Cover des Buches Die Farbe des Granatapfels (ISBN: 9783835317659)

Die Farbe des Granatapfels

 (7)
Erschienen am 13.07.2015
Cover des Buches Nil (ISBN: 9783835339477)

Nil

 (4)
Erschienen am 08.03.2021
Cover des Buches Als ob sie träumend gingen (ISBN: 9783835331242)

Als ob sie träumend gingen

 (2)
Erschienen am 31.07.2017

Neue Rezensionen zu Anna Baar

Cover des Buches Nil (ISBN: 9783835339477)ulrikerabes avatar

Rezension zu "Nil" von Anna Baar

Ein Versuch, dieses Buch zu verstehen
ulrikerabevor 15 Tagen

Eine Frau sitzt in einem Verhörraum. Sie weiß nicht warum. Eine Person ist verschwunden. Sie weiß nicht wer das sein soll. Ich war es nicht, denkt sie.

Nach und nach entwickelt sich der Plot. Die Frau schreibt Fortsetzungsstorys für eine Frauenzeitschrift. Zum Ende soll sie kommen, setzt sie der Chefredakteur unter Druck.

„Nil“, das ist ein sonderbarer Roman, mit dem Anna Baar auf der Longlist für den Österreichischen Buchpreis 2021 nominiert ist. Es geht ums Schreiben und Erzählen, Erinnern, Erleben, Erfinden.

Die Geschichte beginnt ein Eigenleben zu entwickeln. Geschriebenes wird zum realen Geschehen.

„Nein, man kann nicht so tun, als sei das Erfundene harmlos.“ 

Dem Fluss dieses Buches ist nicht leicht zu folgen. Es gibt Blicke zurück in eine Kindheit, wo der Vater Zoodirektor ist, ein Krokodil verschwindet. Der Fluss der Erzählung staut sich immer wieder, fließt mal schnell, wird mal träge. Der Fluss muss schließlich irgendwo enden, doch kommt immer wieder neues Wasser nach.

Wir erahnen viele Aspekte im Leben der Schreibenden. Wie es ihr mit den Figuren ihrer Geschichte geht, wie (oder ob) sie eine der Figuren ihrer Geschichte ist. Kann die Wirklichkeit der Fiktion folgen?

Ich spüre das Besondere an diesem Buch mehr als ich es begreife. Fühle eine Schönheit der Sprache, will versuchen, zu verstehen. Nicht alles kann ich mir erschließen, bräuchte vielleicht bei diesem Buch jemanden, der mir hilft auf diesem Fluss zu navigieren.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Nil (ISBN: 9783835339477)yellowdogs avatar

Rezension zu "Nil" von Anna Baar

herausfordernd
yellowdogvor einem Monat

Nil von Anne Baar ist ein rätselhaftes Buch, in der eine Autorin von Fortsetzungsromanen ein schnelles Ende finden muss.

Die Figuren nehmen Außenseiterpositionen ein, das gilt insbesondere für den Sonderling Sobek.

Mit ihm zusammen schreibt sie an ihrem Finale.

Aber darf man das geschilderte einfach glauben. Ich denke, nein, denn es gibt einige Widersprüchlichkeiten und in diesen Überlegungen liegt ein Teil des Reizes des Buches.


Sprachlich ist das herausfordernde Buch bemerkenswert, es gibt immer wieder Sätze, die man so noch nicht gelesen hat. Dieses Jahr sind einige ungewöhnliche Bücher beim Österreichischen Buchpreis nominiert und Nil gehört dazu.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Nil (ISBN: 9783835339477)mapefues avatar

Rezension zu "Nil" von Anna Baar

„Nil“ von Anna Baar – ein erlesener Roman über das Schreiben. Vielleicht zu erlesen.
mapefuevor 4 Monaten

Zwei Personen suchen eine Autorin

„Nil“ von Anna Baar – ein erlesener Roman über das Schreiben. Vielleicht zu erlesen.

Es ist ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben.

Für Literaturästheten sind Sätze wie diese reiner Genuss: „Im Schweigen ist weniger Stummsein als in gängigen Worten.“ Oder: „Das Künftige ist gesät aus der Vergangenheit.“ Oder der etwas längere: „Als Kind stand ich abends am Fenster, erpicht, einen Dieb zu ertappen, nein, nicht ihn zu ertappen, sondern auf frischer Tat zu erspähen, jenen letztlichen Retter, der es zuwege brächte, den immer grimmigen Alten von dem Fluch des Geldes zu befreien.“

Erzählt wird in dieser literarischen Hochebene die Geschichte einer Autorin, die einen Fortsetzungsroman für eine Frauenzeitschrift verfasst, doch ihre Geschichten verstören das Publikum, weshalb ihr beschieden wird, sie möge den Roman in der nächsten Folge zu Ende zu bringen, irgendwie. Soll das Paar doch einfach über die Klippe springen, meint der Chefredakteur.

Die Autorin wird festgenommen, sie muss sich verantworten für das, was in ihrem Manuskript passiert, für das, was ein Leser aus diesem Manuskript herausgelesen hat. Auf ihr Verhör wartend – ist es ein Verhör? –, ersinnt sie die Geschichte eines Mannes, der selbst schreibt, und einer Frau, die fabuliert. Wobei: Wer ist da wer? Wo fängt die Autorin an, wo hört die Figur auf? Allesamt teilen sie Erinnerungen, Beobachtungen, Erfahrungen. Eine Art Schnitzeljagd, in dem Klippen, ein Krokodil (der Nil!) und gruselige Einmachgläser eine Rolle spielen.

Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf Platz 1 der ORF-Bestenliste. Für die Arbeit an »Als ob sie träumend gingen« erhielt sie den Theodor Körner Preis. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 26 Bibliotheken

von 10 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Anna Baar?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks