Anna Basener Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

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Inhaltsangabe zu „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener

"Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt." FRANK GOOSEN

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen - bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...

Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

Lustig, spannend & voller Ruhrpott-Dialekt. Fühlte mich ganz zu Hause, hatte viel zum Schmunzeln. Chaotische Familie mit vielen Geschichten.

— AnnMan

Tolles Buch, sehr lustig aber auch sehr spannend, man muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.

— Chrissie

Ruhrpott-Meisterwerk mit Berliner Großstadt-Flair

— Linsenliebe

Kein Lustigbuch, sondern ein auf frech gemachtes Drama

— Soeren

Ruhrpott meets Berlin. Frech und klamaukig. Sehr erfrischend.

— Hermione27

Verwirrende Omma -Enkelin Story

— Archimedes

Ruhrpott live....Konnte mich leider nicht begeistern

— sabine399

Wad für `ne Familie – wahnsinnig komisch

— Rebecca1120

Auf jeden Fall was anderes, aber leider oft sehr anstrengend zu lesen.

— Kendall

Derbe Sprache, krasse Handlung und dennoch kann man es kaum weglegen...

— MartinaSuhr

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  • Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Pixibuch

    25. November 2017 um 15:48

    Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann wurde ihr der Boden dort zu heiß und sie flüchtete zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin-Kreuzberg. Bianca ist zwar Studentin, näht nebenbei aber noch Seidenunterwäsche, die sie nur mühevoll im Internet verkauft. Omma bringt sehr viel Unruhe in Biancas Leben. Omma und Enkelin trauern um Mitzi, einer Prostituierten, die Ommas beste Freundin und zu Bianca wie eine Mutter war. Aber o Schreck, die Urne, in der Mitzis Asche liegen sollte, ist leer. Was ist passiert? Bianca will das unbedingt herausfinden. Ein wirklich witzig geschriebenes Buch über unkonventionelle Familienverhältnisse, Freundschaften, die nicht ganz koscher sind. Auf alle Fälle gibt es sehr viel zu lachen. Dann die trockenen Kommentare von Omma in ruhrpottisch.  Zwar geht es in dem Buch schon mal sehr derb zu, aber das muß und ist zu verkraften. Natürlich kommen hier auch Tauben vor, da ja der Ruhrpott für seine Taubenzüchter bekannt ist. Die Omma putz und kocht bei jeder Gelegenheit, mit Essen und Putzen meint sie, kann man jeden Schmerz vertreiben.  Ein Buch, das auch unter der Gürtellinie nicht halt macht. Aber auf jeden Fall gibt es hier viel zu lachen. Ja, vergessen darf man hier nicht Ommas Versandthaus- T-Shirts mit Glitzersteinen und natürlich auch nicht Eve, die Frauenzigarette, auf dessen Schachtel die Blumenborte ist, die wir auf dem Cover des Buches wiederfinden. Wer Sinn für derben Humor hat, für den ist dieses Buch genau richtig.

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  • Ruhrpott-Meisterwerk

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Linsenliebe

    15. September 2017 um 13:35

    Bianca wohnt in Berlin, weit entfernt von ihrer Familie im Ruhrgebiet, genauer gesagt in Essen, und doch lassen sie ihre Wurzeln nicht los. Genau genommen lässt sie die Omma nicht los, der Ruhrpott verfolgt einen überall hin. Auch die Mietzi spielt in Biancas Leben eine wichtige Rolle denn die Freundin und „Geschäftspartnerin“ von der Omma hat Bianca schon mit aufgezogen als sie noch klein war und war immer ein Idol für die junge Frau. Omma und Mietzi haben zusammen Jahre lang in Essen ein „Hotel“ geführt. Ein Hotel, was man wohl besser ein Bordell nennen sollte. Sie haben viel zusammen erlebt, sind zusammen alt geworden und haben gemeinsam Verbrechen gesehen, miterlebt und durchgeführt. Als eines Tages die Mietzi sehr plötzlich und unerwartet für alle stirbt, steht Biancas Welt Kopf. Aber wieso trauert die Omma nicht richtig um sie und wieso steht sie plötzlich in Berlin vor Biancas Tür und will bei ihr einziehen? Ausgerechnet die Omma, die doch ihr Leben lang in Essen gelebt und die Stadt geliebt hat! Da muss doch was faul sein. Und da ist so richtig was faul, die Omma und die Mietzi haben Geheimnisse und Bianca versucht langsam, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das macht sie mit ihrer leicht verpeilten naiven Art so unterhaltsam, dass ich „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ wirklich nur schwer aus der Hand legen konnte. Dieses Buch fällt natürlich vor allem durch das Ruhrdeutsch auf, was die Omma spricht und was von Anna Basener perfekt niedergeschrieben wurde. Ich wohne selbst im Ruhrgebiet und musste während des Lesens wirklich oft lachen, weil die Ruhrpott-Art und die Ausdrucksweise so perfekt getroffen wurden. Aber „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ besticht nicht nur durch seinen Witz sondern kann auch mit ernsten Themen wie Gewalt und Prostitution aufwarten. Geschickt verwoben findet man in diesem Buch zahlreiche Anekdoten aus dem Ruhrgebiet, eine Portion Ernsthaftigkeit und sogar einen Hauch von Liebe vor. Die Charaktere sind alle einmalig, echte Unikate, die man schnell ins Herz schließt. Vor allem mochte ich Biancas Vater und natürlich, wie sollte es anders sein, Bianca und die Omma. Aber auch Biancas verklemmte Hippie-Mitbewohnerin konnte ich mir wunderbar vorstellen. So hat jeder einzelnen seinen perfekten Platz im Buch und macht es zu einem rundum gelungenen Gesamtwerk, von dem ich jederzeit eine Fortsetzung lesen würde. Anna Basener hat mit ihrer durchweg sympathischen Art ein Ruhrpott-Meisterwerk mit Berliner Großstadt-Flair geschaffen, wie es niemand anders besser gekonnt hätte. Auch verfilmt werden soll das gute Stück und darauf freu ich mich jetzt schon sehr. Ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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  • Komödie mit Ruhrpott-Kolorit und Hauptstadtflair

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Girdie

    06. August 2017 um 21:12

    Den Titel des Debütromans von Anna Basener „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ kann man sinnvoll entsprechend des Lebensabschnitts der Protagonistin Änne ergänzen mit „… da war sie Wirtschafterin im Bordell“. Später hat sie sich dann mit einer ihrer besten Freundinnen zusammengetan und eine Frühstückspension in Essen-Rellinghausen eröffnet. Eine der Leidenschaften von Omma Änne sind Zigaretten im eleganten Langformat, daher ist das Cover ähnlich einer entsprechenden Marke gestaltet mit Blumenborte am linken Rand. Der Titel ist, wie ein Warnhinweis, im unteren Drittel zu lesen.Fünf Söhne von drei Vätern hat Omma zur Welt gebracht und Bianca, 26 Jahre alt, ist ihre Enkelin. Zum Studium wollte sie raus aus dem familiären Umkreis im Ruhrgebiet, darum ist sie nach Berlin gezogen und hat hier eine kleine Wohnung, die sie sich mit einer anderen Studentin teilt. Doch dann stirbt Mitzi, die Vertraute und Freundin von Omma, so dass diese jetzt ganz allein in ihrer Pension in Essen ist. Kurzentschlossen nimmt sie die Einladung ihrer Enkelin nach Berlin an. Wegen eines Streits wird idealerweise das Zimmer der Mitbewohnerin frei. Darum bleibt Omma Änne bei Bianca, ihre Möbel hat sie auch im Gepäck. Mancher Freund aus Essen kommt in der Folgezeit gerne zu Besuch. Und währenddessen brennt Bianca die Frage unter den Nägeln, woran die Mitzi denn eigentlich gestorben ist. In ihr keimt der Verdacht, dass sie das nicht erfahren soll und gerade darum will sie es auf jeden Fall wissen! Die Antwort lässt nicht nur Bianca staunen.Anna Basener erzählt in ihrem Debütroman eine überaus turbulente Handlung zwischen Essener Kohlenpott und Berliner Multikulti. Die Handlung in der Gegenwart wird aus Sicht von Bianca erzählt. Sie ist eine knallharte Beobachterin, die die Dinge gerne hinterfragt, was von ihrer Omma manchmal bedauert wird, weil sie sehr hartnäckig sein kann. Als Leser konnte ich an ihren Gedankengängen teilhaben, das brachte mir mehr Nähe zu den Situationen und den einzelnen Personen. Auch beim Denken kann Bianca sich ihrer Essener Herkunft nicht ganz entledigen. Kurze Sätze, kein Blatt vorm Mund, aber immer ehrlich, auch wenn man die Ehrlichkeit manchmal zurechtbiegen muss. Die Dialoge mit Omma Änne sind im Pütt-Platt gehalten mit ganz viel typischem Akkusativ und „watt“ und „datt“. Dadurch kam das Flair des Ruhrgebiets mit nach Berlin.Anna Basener bedient manches Klischee. Der Roman erzählt nicht nur das Leben von Biancas Großmutter, sondern auch von ihren Freundinnen, den beiden Prostituierten Mitzi und Ulla. Die Autorin schildert die Geschichten mit einem Augenzwinkern, aber durchaus realistisch denkbar. Sie befasst sich mit der Frage, was Frauen dazu veranlasst, sich für Sex bezahlen zu lassen, verschweigt aber auch mögliche Konsequenzen nicht, vor allem die Abhängigkeit von einem Zuhälter und gewaltsame Übergriffe.Omma Änne und Bianca sind Personen, die man lieb gewinnt und denen man gerne auch ungesetzliches Verhalten verzeihen möchte. Die Handlung bleibt in ständiger Bewegung. Die große Frage, woran Mitzi gestorben ist, bringt Spannung ins Geschehen. Daneben bahnt sich auch eine Liebesgeschichte an, natürlich eher kompliziert. Anna Basener versteht es, neben Hass, Neid, Liebe und Verachtung ihrer Charaktere mit ihrem lockeren, leichten Schriftstil Witz in den Roman zu bringen. Mir hat das sehr gut gefallen. Das Buch wird verfilmt, darauf bin ich schon sehr gespannt.

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  • Kein Lustigbuch, sondern ein auf frech gemachtes Drama

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Soeren

    06. August 2017 um 13:34

    Der Buchtitel verspricht viel – kann es aber leider nicht halten. Nicht mal das mit der Taubensuppe, denn das war offenbar bloß als Schlagwort im Titel gedacht, um auf das Buch aufmerksam zu machen. Im Grunde genommen ist es eine durchschnittliche und mäßig spannende Geschichte über eine erfolglose Studentin in Berlin, die Besuch von ihrer Essener Oma bekommt und dadurch ihr Leben auf den Kopf stellt. Es folgen einige Anekdoten über Ommas Leben und Arbeit als Reinigungskraft im Bordell, dazu einige Irrungen und Wirrungen mit Freunden und Bekannten der Studentin. Aufgepeppt wird das Ganze durch jede Menge schnoddrige Bemerkungen der Oma, die ohnehin alles im schönsten Ruhrpottdeutsch spricht. Das wirkt anfangs interessant und amüsant, aber nach einer Weile verfliegt auch der Zauber. Stellenweise versucht die Autorin zwar, einige komische Szenen einzubauen, aber auch das wirkt eher bemüht als gekonnt. Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr erwartet.

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  • Ruhrpott meets Berlin. Sehr frech und klamaukig.

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Hermione27

    18. June 2017 um 15:59

    In Anna Baseners Roman "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte" erzählt Bianca ihre Geschichte und die ihrer Oma, die in Essen Wirtschafterin in einem Hotel/Bordell war. Nach der Beerdigung ihrer Freundin Mitzi steht die Oma auf einmal bei Bianca in Berlin vor der Tür und will bei ihr einziehen.Bianca arbeitet in Berlin als Kellnerin, möchte jedoch eigentlich ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Unterhosen aus Seide zu nähen und über einen Internetshop zu verkaufen. Als die Oma bei ihr auftaucht, sind auch deren Freunde zum Teil nicht weit, auch Biancas Vater kommt dann nach Berlin. Und so kommen nach und nach die Umstände von Mitzis Tod ans Licht und dabei lässt es sich nicht vermeiden, dass Bianca mehr über das Leben ihrer Oma erfährt. Die Geschichte wird aus Sicht von Bianca erzählt in einer Art und Weise, dass man als Leser das Gefühl hat, wirklich bei einer mündlichen Erzählung live dabei zu sein. Frappierend ist der Ruhrpott-Dialekt, das Ruhrdeutsch, der sich durch das gesamte Buch zieht. Dadurch wirkt die Erzählung wahnsinnig authentisch.Manchmal kann es nicht schaden, etwas laut vorzulesen. Die Thematik an sich ist natürlich oft schlüpfrig und an der Grenze des politisch Korrekten. Man darf als Leser keinen logischen Aufbau der Geschichte erwarten; wie in einer mündlichen Erzählung kommt man "vom Hölzken aufs Stöckscken". Man erfährt einiges aus der Vergangenheit von Biancas Oma, begleitet sie und die Oma durch Berlin und erfährt dann wieder etwas über die Vergangenheit von Omas Freunden.Insgesamt ist die Geschichte witzig zu lesen, wenn man auch derben Humor mag. Sehr erfrischend, rotzfrech und vor allem unkonventionnell mit einer Menge Ruhrpottflair! 

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  • Ruhrpott live....

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    sabine399

    01. June 2017 um 10:57

    Die Omma lebt in Essen und wohnt dort im Hotel D'amour und ist die gute Seele des Hauses. Nach einem Vorfall dort und dem Tod von Mitzi geht sie nach Berlin und wohnt dort bei ihrer Enkeltochter Bianca. Ich hatte mir von diesem Buch sehr viel Witz versprochen. Der Ruhrpottslang kam gut rüber, das war auch witzig, aber die Handlung war total zerfahren, für mich hatte das so gar kein Hand und kein Fuß. Dann gab es zwei kriminalistische Vorfälle, die aber einfach unter den Teppich gekehrt wurden und der Alltag ging normal weiter. Das geht aus meiner Sicht irgendwie gar nicht. Alles in allem hat mich dieses Buch nicht gepackt und ich war froh, als ich es beendet hatte. Ich danke trotzdem dem Verlag und dem Autor für die Zusendung dieses Buches.  

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  • Wad für `ne Familie – wahnsinnig komisch

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Rebecca1120

    14. May 2017 um 18:15

    Angelockt hat mich das Buch durch sein originelles Cover. So nach dem Motto: zu Risiken und Nebenwirkungen ….Und ich muss sagen, so ein Buch habe ich noch nicht gelesen und ich lese sehr viel.Es verging keine Seite, bei der ich nicht schmunzeln musste. Was ist das für eine verschrobene Familie? Sehr gut gefallen hat mir auch der Ruhrpott-Dialekt, der die Komik in meinen Augen noch verstärkt hat. Einfach herrlich und urkomisch - Bianka mit ihren selbst entworfenen seidenen und trotzdem erfolglosen Schlüppies!Wenn ich auch nie zu dieser Familie gehören möchte, so habe ich mich beim Lesen doch köstlich amüsiert. Es ist ein Buch das fröhlich macht und ich frage mich, wie muss die Autorin nur drauf sein, um sich solch eine Geschichte auszudenken.Beeindruckt haben mich auch die vielen mir unbekannten Beschreibungen zu bestimmten Situationen. Hier nur ein Beispiel: wenn die Stimmung in der Kneipe so gut ist, dass man gern noch bleiben möchte wird als „jetzt wächst Sitzfleisch“ umschreiben. Herrlich!Ich kann dieses Buch allen, die gerne mal vom tristen Alltag abgelenkt werden wollen sehr empfehlen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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  • Leider ein wenig anstrengend

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Kendall

    10. May 2017 um 00:19

    Bianca lebt in Kreuzberg und arbeitet dort fieberhaft an einer Karriere als Designerin für Damenunterhosen, als die Omma ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Nach dem Tod ihrer besten Freundin Mitzi kehrt sie dem Ruhrpott den Rücken und zieht von Essen nach Berlin, wo sie das Leben ihrer Enkelin gewaltig auf den Kopf stellt. ICH LIEBE DAS COVER!!! Wir haben auch eine gute Bekannte, die diese Eve Zigaretten raucht und ich habe schon als kleines Kind immer die Schachtel bestaunt. Auf jeden Fall sehr gelungen. Das erste woran man sich an diesem Buch gewöhnen muss, ist wohl die Sprache. Richtig schön geballtes Ruhrpott-Deutsch in Form der Omma. Das hat auf jeden Fall eine tolle Atmosphäre geschaffen und alles ein wenig aufgelockert. Obwohl mir ein deutlicher "Pott-Akzent" nachgesagt wird, komme ich aus München und hatte daher mit der geschriebenen Version des Dialekts erst so meine Probleme. Im Laufe des Buches wurde das dann aber immer besser, sodass ich irgendwann die Sätze der Omma im Kopf vervollständigt habe, um zu sehen, ob ich mir die Ruhr-Grammatik schon angeeignet habe. In die Geschichte selbst habe ich dann leider nicht so gut reingefunden. Oft habe ich mich gefühlt wie in einer chaotischen Folge von "Türkisch für Anfänger" - nur noch wilder. Ich verstehe schon, dass der Sinn dieses Buch war einige Sachen überspitzt darzustellen, zumindest hoffe ich das, doch es war einfach zu viel des Guten.Manche Dinge waren so unrealistisch oder so schräg, dass ich mich nicht richtig fallen lassen konnte. Außerdem passierten die Dinge so schnell und es passierte auch so viel auf einmal, sodass ich oft verwirrt zurückblieb und einen Moment gebraucht habe, um die Dinge zu sortieren. Die Charaktere sind das, was man vom Pott erwartet: Laut, direkt und locker. Manchmal vielleicht zu locker. Bianca ist mir oft zu blauäugig gewesen, um nicht zu sagen doof, die Omma zu anstrengend und der Rest der Bande oft einfach nur nervig. Ich fand es leider auch ein wenig anstrengend zu lesen. Ich glaube ich habe an die eine Woche gebraucht für die wenigen Seiten, einfach weil ich das Buch immerwieder zwischendurch weglegen musste, damit mir der Kopf nicht raucht.Fazit: Eine nette Idee mit einer tollen Atmosphäre und Charakteren, die einen gleichermaßen amüsieren, wie nerven.Nur der Schreibstil ist, wie ich finde, noch ein wenig unausgereift, aber ein Blick ins Buch lohnt sich auf jeden Fall! 

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  • Es kommt dicker als man denkt...

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    forgetful

    07. May 2017 um 09:26

    Skuril und nicht gerade gesellschaftlich korrekt. Aber es hatte definitiv Etwas. Besonders gern mochte ich die letzten paar Seiten. Auf diesen letzten Seiten gibt es noch eine tolle Wendung, die mein Herz höher schlagen gelasse hat. Es war spannend, da man nie so genau wusste was  noch alles passiert! Wenn man dachte: " Jetzt kann man es nicht mehr steigern!" Wurde es noch härter. Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten rein zu kommen, da mir der Dialekt fremd war. Aber genau das hat das Buch interessant gemacht.

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  • Ein wiklich außergewöhnliches Leseerlebnis...

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    MartinaSuhr

    29. April 2017 um 15:57

    Gesamteindruck:Dieses Buch zu beschreiben, ist wahrlich eine Herausforderung und ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht, denn hinter dem Zigarettenschachtel-Cover und dem provokanten Titel verbirgt sich eine krasse Geschichte, die mich mehr als einmal verstört hat.Aber eins nach dem anderen.Die Sprache ist witzig und ungewöhnlich, denn auch wenn man sich recht schnell an den ausgefallenen und teils diffusen Satzbau des Pott-Dialekts in den Dialogen gewöhnt hat, so gab es dennoch das ein oder andere Wort, dass ich einfach nicht zuordnen konnte (was ist ein Schabau????). Die Charaktere, puhhh, wo fang ich an, wo hör ich auf… Ich glaube, das sind alles Unikate, die mich zum einen erschrecken und zum anderen grenzenlos unterhalten. Die Autorin hat extrem tief in der Klischee-Kiste gewühlt und die Figuren teilweise so überspitzt beschrieben, dass sie in ihrer Art extrem und sehr skurril wirken, wobei man ihnen definitiv einen gewissen Charme zugestehen muss. Persönlich bin ich mit keiner der Figuren richtig warm geworden, denn zum einen ist mir die Welt, in der sie leben (gelebt haben) sehr fremd und zum anderen konnte ich einige ihrer Entscheidungen nicht wirklich verstehen… (Ja, meiner Meinung nach, hat sich Bianca für den Falschen entschieden!)Das Buch spricht gesellschaftliche Tabuthemen an und zeigt deutlich (teilweise auch ziemlich schonungslos und brutal), dass es einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Sexarbeiterinnen und Zwangsprostitution gibt, der leider sehr oft nicht gesehen wird oder werden will. Der Roman hat mich gefordert, denn ich wusste manchmal nicht, wohin bringt mich diese Geschichte. Was will die Autorin bezwecken? Gibt es einen roten Faden, den die Erzählung verfolgt, oder ist es nur eine Aneinanderreihung von Effekthascherei. Zum Ende hin hat sich dann aber alles aufgelöst und geregelt, doch dazwischen empfand ich es zum Großteil als ein heilloses Durcheinander (wenn auch ein recht witziges).Mein Fazit:Dieses Buch ist wie ein Autounfall, man will nicht gaffen, kommt aber irgendwie doch nicht dran vorbei. Ich konnte es einfach nicht weglegen, auch wenn es mich teilweise aufgeregt und genervt hat, bevor es mich im nächsten Moment zum Lachen brachte.Dieses Buch hat an den Festen meiner heilen Welt gerüttelt, mir meine (teilweise) vorhandene Doppelmoral vor Augen geführt, mich unterhalten und dennoch manchmal extrem strapaziert. Ab und an dachte ich: „What the f….?“ und dennoch konnte ich es nicht weglegen und wollte wissen, wie es weitergeht. Nichts für prüde Gemüter und zartbesaitete Leser, und dennoch ist es ein wahnsinnig interessantes Leseexperiment gewesen, das ich allerdings erst ab 16 empfehlen würde.

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    • 3
  • Rezension - Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Sarafinchen

    21. April 2017 um 12:38

    Als der Omma ihre Freundin Mitzi stirbt, zieht sie in einer Nacht und Nebelaktion zu Ihrer Enkelin Bianca nach Berlin. Dort angekommen, stellt Sie Biancas Leben auf den Kopf. Als ehemalige "Wirtschafterin" eines Bordells, in dem die Mitzi angeschafft hat, hat die Omma einiges an Lebenserfahrung und Geschichten aus dem Millieu parat. Doch sie haben sich dort nicht nur Freunde gemacht.Aber die Omma will nicht mit der Sprache rausrücken, als Bianca auf Ungereimtheiten bei Mitzis Tod stößt.Man sollte dieses Buch nicht zu ernst nehmen, es geht recht derb und moralisch grenzwertig zu. Es bedarf schon einiges an Humor, um das Buch lustig zu finden.Die authetische und unverkennbare Sprache aus dem Pott, sehr frech und rotzig, geht des öfteren unter die Gürtellinie. Es lässt sich super flüssig lesen, die Dialoge sind frisch und fetzig und gut abgestimmt.Ich persönlich fand es einen absoluten Kracher, sehr unterhaltsam und kurzweilig.

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  • Ruhrpott-Trulla meets Spreewald-Gürkchen ;-)

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Judiko

    20. April 2017 um 12:21

    Ruhrpott-Trulla meets Spreewald-Gürkchen Als allererstes ist mir natürlich das Cover ins Auge gesprungen. Die Zigarettenschachtel Eve, hat natürlich auch was mit der Geschichte zu tun. Ich  finde das absolut gelungen. Der Titel ist so ausgefallen, dass man letztendlich dann auch neugierig wird und wissen möchte, was drinnen steckt, außer Zigaretten. :-) Ich musste da nicht lange überlegen, denn wer mit „Rotzig, respektlos, sexy, sentimental, spannend und politisch unkorrekt“ wirbt, hat mich voll auf seiner Seite. Meine Verbindung zum Ruhrpott selbst liegt übrigens bei meiner Omma und so konnte ich es kaum erwarten, dieses Buch anzufangen. Die Omma aus der Geschichte ist eine Ruhrpott Ikone und ehemalige Prostitutierte. Sie selbst bezeichnet sich aber als Wirtschafterin…  …Wirtschafterin in einem Puff, seit sie dem Zuhälter Herbert, eins mit 'ner Flasche Korn übergebraten hat. Von da an, hatte sie das Sagen und war für alle immer Anlaufstelle, wenn es Sorgen gab. Als die Mitzi, ebrnfalls ehemalige Prostituierte und enge Vertraute, der Omma,  allerdings stirbt,  bricht sie alle Zelte ab und reist zu ihrer Enkelin Bianca, nach Berlin-Kreuzberg. Die wiederum gar nicht von dem Besuch angetan ist, zumal ihre WG Mitbewohnerin gerade rumzickt und  ihre Karriere in Sachen Schlübber-Kollektion in vollem Gange ist.   Der Schreibstil ist, wegen dem Dialekt, etwas gewöhnungsbedürftig. Man kommt aber nach kurzer Zeit schnell damit klar, auch wenn man, wie ich, aus dem hohen Norden kommt. Zu Anfang hatte ich keine Ahnung, wohin mich diese Geschichte führen wird. Hab‘ dann einfach mal weiter  gelesen und mich treiben lassen, von der Geschichte. Wobei ich zeitweise dachte, jetzt könnte aber mal etwas passieren. Leider, erst ab ca. der Hälfte, hatte ich dann eine vage Vermutung, was noch kommen wird und ab da hatte ich dann auch richtig Spaß, denn meine Vorahnung hatte sich bestätigt. Es wird lustig, soviel kann ich versprechen, wenn man nicht immer alles so bierernst nimmt und dranbleibt. Diese Geschichte ist übrigens zudem  also auch noch skurril, einzigartig, anders und urkomisch. Und da die Autorin sich auch über die Bezeichnung „geschmacklos“ so sehr freut (hab‘ ich gelesen), nehme ich das auch noch mit rein. Geschmacklos kann man Spreewaldgurken zwar nicht gerade nennen,  um auf meinen Titel zurückzukommen, sind ja eher sauer, aber  wir alle wissen ja, sauer macht lustig ;-) Für mich ist dieses Buch jedenfalls so und irgendwie auch wie … …Sex, Drugs & Trallafitti ;-)  Cover: 5 Sterne Titel: 4 Sterne Idee: 4 Sterne Umsetzung: 3,5 Sterne Schreibstil: 3,5 Sterne Gesamt: 4,0 Sterne   Ich möchte mich für die „etwas“ andere Geschichte bei Anna Basener bedanken und beim Bastei-Lübbe Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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  • Tauben

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Sumsi1990

    18. April 2017 um 21:34

    Bianca ist 26, gescheiterte Schauspielschülerin und erfolglose Unterwäschedesignerin. Sie wohnt in Berlin, um sich hier abzunabeln und ihren eigenen Weg zu finden. Als ihre Wahloma Mitzi, eine ehemalige Prostituierte und die Lebensbegleiterin ihrer richtigen Omma stirbt, stellt diese samt ihrer ungewöhnlichen Familie Biancas Leben auf den Kopf!Das Buch ist sehr gut geschrieben und locker-flockig zu lesen. In den "Slang" der Omma und Konsorten muss man zwar erst hineinfinden, aber gefällt mir gerade das sehr gut und hebt das Buch von anderen ab. Der Witz trifft genau meinen Humor und die politisch inkorrekte Ader hat mich so manches Mal böse zum Schmunzeln gebracht! Die Personen gefallen mir auch gut und kann man sich diese gut vorstellen. Sind sind zwar allesamt ein wenig anders und kurios, jedoch sind mir alle Protagonisten durchwegs sympathisch und unterhalten den Leser köstlich.Die Geschichte ist in mittellange Kapitel gegliedert und eröffnet auch immer wieder die Vergangenheit der betreffenden Personen. Trotzdem dass viele Wegbegleiter vorkommen, kann man der Handlung gut folgen und diese den Erzählungen zuordnen! Das Buch ist durchwegs spannend und hat die Geschichte irrsinnig viel Schwung. Bis zum Schluss war ich gefesselt, auch wenn einige Wendungen zu erahnen sind. Ich habe mich nicht mal eine halbe Seite gelangweilt und hat die Autorin für mich genau den richtigen Ton getroffen, um mich zu begeistern. Auch das Ende hat mich nochmals total gepackt und überzeugt!Ich hatte mit der Lektüre wirklichviel Spaß, habe das Lesen genossen und würde dieses Buch jedem wärmstens ans Herz legen, der einen etwas kranken, inkorrekten und offenen Humor hat! Von mir gibt es die vollen Sterne, weil ich wirklich nichts Negatives an diesem Roman finden kann! Tolles Buch!  

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  • Geschmacklos

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    nicekingandqueen

    16. April 2017 um 13:12

    Bei humorvollen Werken führe ich stets eine Strichliste, wie oft ich lachen musste. Bilanz nach dem Werk: 0. Wieso mir das Buch nicht zugesagt hat? Ich zitiere: Friseurbesuch: "...und die Unterarme (der Friseurin) vom Ritzen vernarbt. Schneiden kann sie also." Das ist makaber und definitiv nicht lustig.Ein weiteres Beispiel: "Er hatte sie ja auch nur ein-, zweimal geschlagen."Das zum Thema Feminismus. Dieses Werk zerstört so viel harte Arbeit von so vielen Jahrzehnten mit einem einzigen missratenen Werk. Danke!Insgesamt wirkt das Werk zu gewollt komisch auf jeder einzelnen Seite, dass es einfach gar nicht komisch ist. Über manche Dinge sollte man einfach nicht scherzen, denn es gibt Grenzen, die Basener meiner Meinung nach überschritten hat. 

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    • 2
  • Als Omma das Haus anzündete ...

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Tanzmaus

    14. April 2017 um 11:34

    Schon in jungen Jahren war für Omma Änne klar, hinter einer Theke kommt man nicht weit. Da ist der Job als Hauswirtschafterin im Puff deutlich besser und vor allem eher für sie geeignet. Ungeachtet der Tatsache, dass sie für Herbert zwar arbeitet, zündet sie dann doch das Haus an, als dieser die Mädchen und allen voran Mitzi misshandelt.   Um alles hinter sich lassen zu können, zieht Omma Änne zusammen mit Mitzi nach Berlin zu Bianca. Aber eigentlich wollte Bianca doch auf eigenen Beinen stehen …?   Man muss schon eine gewisse Affinität für diese Art von Romanen haben. Immerhin geht es doch recht rau, berlinerisch, frech und nicht unbedingt politisch korrekt zu. Mag man allerdings solche Romane, wird man mit diesem Buch seinen Spaß haben.   Omma Änne ist eine Seele von Mensch, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so scheint. Aber sie hat das Herz eindeutig am rechten Fleck. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr humorvoll. Kess und aufmüpfig lässt sie ihre Protagonisten durch die Geschichte streifen, durch den Dialekt unterhalten und mit dem ausgefeilten Humor begeistern.   Fazit: Ja, man muss schon in der Stimmung für dieses Buch sein oder grundsätzlich Bücher dieser Art mögen, denn dann hat man eine tolle Unterhaltung mit Änne, Mitzi und Bianca in Berlin.

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