Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

von Anna Basener 
3,9 Sterne bei52 Bewertungen
Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (38):
Dyanas avatar

Einfach nur genial. Der Klappentext ist da Programm und keine Übertreibung. <3

Kritisch (8):
Archimedess avatar

Verwirrende Omma -Enkelin Story

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte"

"Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt." FRANK GOOSEN

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen - bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...

Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783847906254
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Eichborn
Erscheinungsdatum:16.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.03.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    secretworldofbookss avatar
    secretworldofbooksvor 5 Monaten
    Milieuleben mit Komik verpackt

    Hübsch verziertes Cover und ein neugierig machender Buchtitel brachten mich dazu, dieses Buch zu lesen. 

    Leider wurde diese Taubensuppe nur einmal im Buch erwähnt.Es war damit wohl eher die Zeit gemeint, als die Omma als Wirtschafterin bei den Huren lebte.
     
    Erzählt wird aus der Vergangenheit wie sie dazu kam und die Huren natürlich auch. Dieser Teil war unterhaltsam, wenn man von den Gewaltszenen der Mädchen gegenüber absieht. Diese werden immer wieder angesprochen und sowas finde ich nicht lustig oder humorvoll. 
    Als eines Tages Mietzi beerdigt wird, kommt Bianca dazu. Sie lebt in Berlin und ist Ommas Enkelin. Von nun an wird die Story turbulent. 
    Bianca kellnert und versucht sich nebenbei als Designerin für Seidenhöschen. Zu diesen hat sie eine innige Beziehung. Bis die Omma plötzlich vor ihrer Tür steht. Mit Sack und Pack. Bianca erfährt nun so einige dunkle Sachen aus Ommas und Mietzis Vergangenheit und ihr bisheriges Leben kommt ins Wanken.

    Mit einem gewaltigen Ruhrpottdialekt und viel Humor erzählt Anna Basener eine Lebensgeschichte von der Omma  und die ist Besonders.
    Unterhalten hat mich dieses Buch gut. Es ist für "Zwischdurch" gut zu haben.


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    P
    Pixibuchvor einem Jahr
    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

    Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann wurde ihr der Boden dort zu heiß und sie flüchtete zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin-Kreuzberg. Bianca ist zwar Studentin, näht nebenbei aber noch Seidenunterwäsche, die sie nur mühevoll im Internet verkauft. Omma bringt sehr viel Unruhe in Biancas Leben. Omma und Enkelin trauern um Mitzi, einer Prostituierten, die Ommas beste Freundin und zu Bianca wie eine Mutter war. Aber o Schreck, die Urne, in der Mitzis Asche liegen sollte, ist leer. Was ist passiert? Bianca will das unbedingt herausfinden. Ein wirklich witzig geschriebenes Buch über unkonventionelle Familienverhältnisse, Freundschaften, die nicht ganz koscher sind. Auf alle Fälle gibt es sehr viel zu lachen. Dann die trockenen Kommentare von Omma in ruhrpottisch.  Zwar geht es in dem Buch schon mal sehr derb zu, aber das muß und ist zu verkraften. Natürlich kommen hier auch Tauben vor, da ja der Ruhrpott für seine Taubenzüchter bekannt ist. Die Omma putz und kocht bei jeder Gelegenheit, mit Essen und Putzen meint sie, kann man jeden Schmerz vertreiben.  Ein Buch, das auch unter der Gürtellinie nicht halt macht. Aber auf jeden Fall gibt es hier viel zu lachen. Ja, vergessen darf man hier nicht Ommas Versandthaus- T-Shirts mit Glitzersteinen und natürlich auch nicht Eve, die Frauenzigarette, auf dessen Schachtel die Blumenborte ist, die wir auf dem Cover des Buches wiederfinden. Wer Sinn für derben Humor hat, für den ist dieses Buch genau richtig.

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    Linsenliebes avatar
    Linsenliebevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhrpott-Meisterwerk mit Berliner Großstadt-Flair
    Ruhrpott-Meisterwerk

    Bianca wohnt in Berlin, weit entfernt von ihrer Familie im Ruhrgebiet, genauer gesagt in Essen, und doch lassen sie ihre Wurzeln nicht los. Genau genommen lässt sie die Omma nicht los, der Ruhrpott verfolgt einen überall hin.

    Auch die Mietzi spielt in Biancas Leben eine wichtige Rolle denn die Freundin und „Geschäftspartnerin“ von der Omma hat Bianca schon mit aufgezogen als sie noch klein war und war immer ein Idol für die junge Frau.

    Omma und Mietzi haben zusammen Jahre lang in Essen ein „Hotel“ geführt. Ein Hotel, was man wohl besser ein Bordell nennen sollte. Sie haben viel zusammen erlebt, sind zusammen alt geworden und haben gemeinsam Verbrechen gesehen, miterlebt und durchgeführt. Als eines Tages die Mietzi sehr plötzlich und unerwartet für alle stirbt, steht Biancas Welt Kopf. Aber wieso trauert die Omma nicht richtig um sie und wieso steht sie plötzlich in Berlin vor Biancas Tür und will bei ihr einziehen? Ausgerechnet die Omma, die doch ihr Leben lang in Essen gelebt und die Stadt geliebt hat! Da muss doch was faul sein.

    Und da ist so richtig was faul, die Omma und die Mietzi haben Geheimnisse und Bianca versucht langsam, den Dingen auf den Grund zu gehen. Das macht sie mit ihrer leicht verpeilten naiven Art so unterhaltsam, dass ich „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ wirklich nur schwer aus der Hand legen konnte.

    Dieses Buch fällt natürlich vor allem durch das Ruhrdeutsch auf, was die Omma spricht und was von Anna Basener perfekt niedergeschrieben wurde.

    Ich wohne selbst im Ruhrgebiet und musste während des Lesens wirklich oft lachen, weil die Ruhrpott-Art und die Ausdrucksweise so perfekt getroffen wurden.

    Aber „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ besticht nicht nur durch seinen Witz sondern kann auch mit ernsten Themen wie Gewalt und Prostitution aufwarten. Geschickt verwoben findet man in diesem Buch zahlreiche Anekdoten aus dem Ruhrgebiet, eine Portion Ernsthaftigkeit und sogar einen Hauch von Liebe vor.

    Die Charaktere sind alle einmalig, echte Unikate, die man schnell ins Herz schließt. Vor allem mochte ich Biancas Vater und natürlich, wie sollte es anders sein, Bianca und die Omma. Aber auch Biancas verklemmte Hippie-Mitbewohnerin konnte ich mir wunderbar vorstellen. So hat jeder einzelnen seinen perfekten Platz im Buch und macht es zu einem rundum gelungenen Gesamtwerk, von dem ich jederzeit eine Fortsetzung lesen würde.

    Anna Basener hat mit ihrer durchweg sympathischen Art ein Ruhrpott-Meisterwerk mit Berliner Großstadt-Flair geschaffen, wie es niemand anders besser gekonnt hätte.

    Auch verfilmt werden soll das gute Stück und darauf freu ich mich jetzt schon sehr.

    Ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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    Girdies avatar
    Girdievor einem Jahr
    Komödie mit Ruhrpott-Kolorit und Hauptstadtflair

    Den Titel des Debütromans von Anna Basener „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ kann man sinnvoll entsprechend des Lebensabschnitts der Protagonistin Änne ergänzen mit „… da war sie Wirtschafterin im Bordell“. Später hat sie sich dann mit einer ihrer besten Freundinnen zusammengetan und eine Frühstückspension in Essen-Rellinghausen eröffnet. Eine der Leidenschaften von Omma Änne sind Zigaretten im eleganten Langformat, daher ist das Cover ähnlich einer entsprechenden Marke gestaltet mit Blumenborte am linken Rand. Der Titel ist, wie ein Warnhinweis, im unteren Drittel zu lesen.

    Fünf Söhne von drei Vätern hat Omma zur Welt gebracht und Bianca, 26 Jahre alt, ist ihre Enkelin. Zum Studium wollte sie raus aus dem familiären Umkreis im Ruhrgebiet, darum ist sie nach Berlin gezogen und hat hier eine kleine Wohnung, die sie sich mit einer anderen Studentin teilt. Doch dann stirbt Mitzi, die Vertraute und Freundin von Omma, so dass diese jetzt ganz allein in ihrer Pension in Essen ist. Kurzentschlossen nimmt sie die Einladung ihrer Enkelin nach Berlin an. Wegen eines Streits wird idealerweise das Zimmer der Mitbewohnerin frei. Darum bleibt Omma Änne bei Bianca, ihre Möbel hat sie auch im Gepäck. Mancher Freund aus Essen kommt in der Folgezeit gerne zu Besuch. Und währenddessen brennt Bianca die Frage unter den Nägeln, woran die Mitzi denn eigentlich gestorben ist. In ihr keimt der Verdacht, dass sie das nicht erfahren soll und gerade darum will sie es auf jeden Fall wissen! Die Antwort lässt nicht nur Bianca staunen.

    Anna Basener erzählt in ihrem Debütroman eine überaus turbulente Handlung zwischen Essener Kohlenpott und Berliner Multikulti. Die Handlung in der Gegenwart wird aus Sicht von Bianca erzählt. Sie ist eine knallharte Beobachterin, die die Dinge gerne hinterfragt, was von ihrer Omma manchmal bedauert wird, weil sie sehr hartnäckig sein kann. Als Leser konnte ich an ihren Gedankengängen teilhaben, das brachte mir mehr Nähe zu den Situationen und den einzelnen Personen. Auch beim Denken kann Bianca sich ihrer Essener Herkunft nicht ganz entledigen. Kurze Sätze, kein Blatt vorm Mund, aber immer ehrlich, auch wenn man die Ehrlichkeit manchmal zurechtbiegen muss. Die Dialoge mit Omma Änne sind im Pütt-Platt gehalten mit ganz viel typischem Akkusativ und „watt“ und „datt“. Dadurch kam das Flair des Ruhrgebiets mit nach Berlin.

    Anna Basener bedient manches Klischee. Der Roman erzählt nicht nur das Leben von Biancas Großmutter, sondern auch von ihren Freundinnen, den beiden Prostituierten Mitzi und Ulla. Die Autorin schildert die Geschichten mit einem Augenzwinkern, aber durchaus realistisch denkbar. Sie befasst sich mit der Frage, was Frauen dazu veranlasst, sich für Sex bezahlen zu lassen, verschweigt aber auch mögliche Konsequenzen nicht, vor allem die Abhängigkeit von einem Zuhälter und gewaltsame Übergriffe.

    Omma Änne und Bianca sind Personen, die man lieb gewinnt und denen man gerne auch ungesetzliches Verhalten verzeihen möchte. Die Handlung bleibt in ständiger Bewegung. Die große Frage, woran Mitzi gestorben ist, bringt Spannung ins Geschehen. Daneben bahnt sich auch eine Liebesgeschichte an, natürlich eher kompliziert. Anna Basener versteht es, neben Hass, Neid, Liebe und Verachtung ihrer Charaktere mit ihrem lockeren, leichten Schriftstil Witz in den Roman zu bringen. Mir hat das sehr gut gefallen. Das Buch wird verfilmt, darauf bin ich schon sehr gespannt.

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    Soerenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kein Lustigbuch, sondern ein auf frech gemachtes Drama
    Kein Lustigbuch, sondern ein auf frech gemachtes Drama

    Der Buchtitel verspricht viel – kann es aber leider nicht halten. Nicht mal das mit der Taubensuppe, denn das war offenbar bloß als Schlagwort im Titel gedacht, um auf das Buch aufmerksam zu machen. Im Grunde genommen ist es eine durchschnittliche und mäßig spannende Geschichte über eine erfolglose Studentin in Berlin, die Besuch von ihrer Essener Oma bekommt und dadurch ihr Leben auf den Kopf stellt. Es folgen einige Anekdoten über Ommas Leben und Arbeit als Reinigungskraft im Bordell, dazu einige Irrungen und Wirrungen mit Freunden und Bekannten der Studentin. Aufgepeppt wird das Ganze durch jede Menge schnoddrige Bemerkungen der Oma, die ohnehin alles im schönsten Ruhrpottdeutsch spricht. Das wirkt anfangs interessant und amüsant, aber nach einer Weile verfliegt auch der Zauber. Stellenweise versucht die Autorin zwar, einige komische Szenen einzubauen, aber auch das wirkt eher bemüht als gekonnt. Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr erwartet.

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    Hermione27vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhrpott meets Berlin. Frech und klamaukig. Sehr erfrischend.
    Ruhrpott meets Berlin. Sehr frech und klamaukig.

    In Anna Baseners Roman "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte" erzählt Bianca ihre Geschichte und die ihrer Oma, die in Essen Wirtschafterin in einem Hotel/Bordell war. Nach der Beerdigung ihrer Freundin Mitzi steht die Oma auf einmal bei Bianca in Berlin vor der Tür und will bei ihr einziehen.
    Bianca arbeitet in Berlin als Kellnerin, möchte jedoch eigentlich ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Unterhosen aus Seide zu nähen und über einen Internetshop zu verkaufen.
    Als die Oma bei ihr auftaucht, sind auch deren Freunde zum Teil nicht weit, auch Biancas Vater kommt dann nach Berlin.
    Und so kommen nach und nach die Umstände von Mitzis Tod ans Licht und dabei lässt es sich nicht vermeiden, dass Bianca mehr über das Leben ihrer Oma erfährt.

    Die Geschichte wird aus Sicht von Bianca erzählt in einer Art und Weise, dass man als Leser das Gefühl hat, wirklich bei einer mündlichen Erzählung live dabei zu sein. Frappierend ist der Ruhrpott-Dialekt, das Ruhrdeutsch, der sich durch das gesamte Buch zieht.
    Dadurch wirkt die Erzählung wahnsinnig authentisch.
    Manchmal kann es nicht schaden, etwas laut vorzulesen.

    Die Thematik an sich ist natürlich oft schlüpfrig und an der Grenze des politisch Korrekten.
    Man darf als Leser keinen logischen Aufbau der Geschichte erwarten; wie in einer mündlichen Erzählung kommt man "vom Hölzken aufs Stöckscken". Man erfährt einiges aus der Vergangenheit von Biancas Oma, begleitet sie und die Oma durch Berlin und erfährt dann wieder etwas über die Vergangenheit von Omas Freunden.
    Insgesamt ist die Geschichte witzig zu lesen, wenn man auch derben Humor mag.

    Sehr erfrischend, rotzfrech und vor allem unkonventionnell mit einer Menge Ruhrpottflair!
     

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    S
    sabine399vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhrpott live....Konnte mich leider nicht begeistern
    Ruhrpott live....

    Die Omma lebt in Essen und wohnt dort im Hotel D'amour und ist die gute Seele des Hauses.

    Nach einem Vorfall dort und dem Tod von Mitzi geht sie nach Berlin und wohnt dort bei ihrer Enkeltochter Bianca.

    Ich hatte mir von diesem Buch sehr viel Witz versprochen. Der Ruhrpottslang kam gut rüber, das war auch witzig, aber die Handlung war total zerfahren, für mich hatte das so gar kein Hand und kein Fuß.

    Dann gab es zwei kriminalistische Vorfälle, die aber einfach unter den Teppich gekehrt wurden und der Alltag ging normal weiter. Das geht aus meiner Sicht irgendwie gar nicht.

    Alles in allem hat mich dieses Buch nicht gepackt und ich war froh, als ich es beendet hatte.

    Ich danke trotzdem dem Verlag und dem Autor für die Zusendung dieses Buches.

     

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    Rebecca1120s avatar
    Rebecca1120vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wad für `ne Familie – wahnsinnig komisch
    Wad für `ne Familie – wahnsinnig komisch

    Angelockt hat mich das Buch durch sein originelles Cover. So nach dem Motto: zu Risiken und Nebenwirkungen ….
    Und ich muss sagen, so ein Buch habe ich noch nicht gelesen und ich lese sehr viel.
    Es verging keine Seite, bei der ich nicht schmunzeln musste. Was ist das für eine verschrobene Familie? Sehr gut gefallen hat mir auch der Ruhrpott-Dialekt, der die Komik in meinen Augen noch verstärkt hat. Einfach herrlich und urkomisch - Bianka mit ihren selbst entworfenen seidenen und trotzdem erfolglosen Schlüppies!
    Wenn ich auch nie zu dieser Familie gehören möchte, so habe ich mich beim Lesen doch köstlich amüsiert.
    Es ist ein Buch das fröhlich macht und ich frage mich, wie muss die Autorin nur drauf sein, um sich solch eine Geschichte auszudenken.
    Beeindruckt haben mich auch die vielen mir unbekannten Beschreibungen zu bestimmten Situationen. Hier nur ein Beispiel: wenn die Stimmung in der Kneipe so gut ist, dass man gern noch bleiben möchte wird als „jetzt wächst Sitzfleisch“ umschreiben. Herrlich!
    Ich kann dieses Buch allen, die gerne mal vom tristen Alltag abgelenkt werden wollen sehr empfehlen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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    Kendalls avatar
    Kendallvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auf jeden Fall was anderes, aber leider oft sehr anstrengend zu lesen.
    Leider ein wenig anstrengend

    Bianca lebt in Kreuzberg und arbeitet dort fieberhaft an einer Karriere als Designerin für Damenunterhosen, als die Omma ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Nach dem Tod ihrer besten Freundin Mitzi kehrt sie dem Ruhrpott den Rücken und zieht von Essen nach Berlin, wo sie das Leben ihrer Enkelin gewaltig auf den Kopf stellt. 

    ICH LIEBE DAS COVER!!! Wir haben auch eine gute Bekannte, die diese Eve Zigaretten raucht und ich habe schon als kleines Kind immer die Schachtel bestaunt. Auf jeden Fall sehr gelungen. 

    Das erste woran man sich an diesem Buch gewöhnen muss, ist wohl die Sprache. Richtig schön geballtes Ruhrpott-Deutsch in Form der Omma. 
    Das hat auf jeden Fall eine tolle Atmosphäre geschaffen und alles ein wenig aufgelockert. 
    Obwohl mir ein deutlicher "Pott-Akzent" nachgesagt wird, komme ich aus München und hatte daher mit der geschriebenen Version des Dialekts erst so meine Probleme. 
    Im Laufe des Buches wurde das dann aber immer besser, sodass ich irgendwann die Sätze der Omma im Kopf vervollständigt habe, um zu sehen, ob ich mir die Ruhr-Grammatik schon angeeignet habe. 
    In die Geschichte selbst habe ich dann leider nicht so gut reingefunden. 
    Oft habe ich mich gefühlt wie in einer chaotischen Folge von "Türkisch für Anfänger" - nur noch wilder. 
    Ich verstehe schon, dass der Sinn dieses Buch war einige Sachen überspitzt darzustellen, zumindest hoffe ich das, doch es war einfach zu viel des Guten.
    Manche Dinge waren so unrealistisch oder so schräg, dass ich mich nicht richtig fallen lassen konnte. 
    Außerdem passierten die Dinge so schnell und es passierte auch so viel auf einmal, sodass ich oft verwirrt zurückblieb und einen Moment gebraucht habe, um die Dinge zu sortieren. 
    Die Charaktere sind das, was man vom Pott erwartet: Laut, direkt und locker. Manchmal vielleicht zu locker. 
    Bianca ist mir oft zu blauäugig gewesen, um nicht zu sagen doof, die Omma zu anstrengend und der Rest der Bande oft einfach nur nervig. 
    Ich fand es leider auch ein wenig anstrengend zu lesen. Ich glaube ich habe an die eine Woche gebraucht für die wenigen Seiten, einfach weil ich das Buch immerwieder zwischendurch weglegen musste, damit mir der Kopf nicht raucht.

    Fazit: 
    Eine nette Idee mit einer tollen Atmosphäre und Charakteren, die einen gleichermaßen amüsieren, wie nerven.
    Nur der Schreibstil ist, wie ich finde, noch ein wenig unausgereift, aber ein Blick ins Buch lohnt sich auf jeden Fall! 

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    forgetfuls avatar
    forgetfulvor einem Jahr
    Es kommt dicker als man denkt...

    Skuril und nicht gerade gesellschaftlich korrekt. Aber es hatte definitiv Etwas. Besonders gern mochte ich die letzten paar Seiten. Auf diesen letzten Seiten gibt es noch eine tolle Wendung, die mein Herz höher schlagen gelasse hat. Es war spannend, da man nie so genau wusste was  noch alles passiert! Wenn man dachte: " Jetzt kann man es nicht mehr steigern!" Wurde es noch härter.

    Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten rein zu kommen, da mir der Dialekt fremd war. Aber genau das hat das Buch interessant gemacht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    hallolisas avatar

    Diese Omma hat keine Zeit für Falten!

    "Merk dich datt!", würde die Omma hier schreiben, wenn sie an meiner Stelle wäre – denn diese Dame aus dem Ruhrgebiet lässt sich weder den Mund, noch irgendetwas anderes verbieten. Im Laufe von Anna Baseners Roman zieht sie überstürzt nach Berlin in die Wohnung ihrer Enkelin... und hat große Pläne.

    Neugierig geworden? Dann macht gleich mit bei unserer Fragerunde zu "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte" von
    Anna Basener und gewinnt mit etwas Glück eines von 10 Exemplaren!

    Mehr zum Inhalt:

    "Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt." FRANK GOOSEN Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen - bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ... Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

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    Über die Autorin:

    Anna Basener wurde 1983 in Essen geboren. Sie schreibt Romane und Hörspiele, war Business Punk-Kolumnistin und manchmal auch Vice-Autorin. Ihr Studium in Hildesheim hat sie mit dem Schreiben von Romanheften finanziert und war laut der ZEIT die „erfolgreichste Groschenromanautorin Deutschlands“. Ihr Ratgeber Heftromane schreiben und veröffentlichen gilt, so der Deutschlandfunk, als Standardwerk. Vom Groschenroman hat sie sich inzwischen gelöst, geblieben aber ist eine große Liebe für Eierlikör, Kitsch und Trash. Ihre Texte entstehen im Auftrag von Verlagen oder einfach so, sie sind romantisch oder erotisch, theoretisch oder tatsächlich passiert. Sie schrieb exklusiv für Audible die Hörspielserie Be my Match, und im Frühjahr 2017 wird mit Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte ihr literarisches Debüt im Eichborn Verlag erscheinen.

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