Klosterkind

von Anna Castronovo 
4,4 Sterne bei14 Bewertungen
Klosterkind
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mesus avatar

Glaube ist nicht einfach.....

Wildponys avatar

Was der Glauben für Ausmaße zeigen kann.....

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Klosterkind"

Sizilien 1981: Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Seur Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ...
Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich?
Die Klostergeschichte und die Legenden um Madre Crocifissa beruhen auf wahren historischen Begebenheiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752821093
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:316 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:25.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Was der Glauben für Ausmaße zeigen kann.....
    Was der Glauben für Ausmaße zeigen kann.....

    Klosterkind   -   Anna Castronovo

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Sizilien 1981: Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Suor Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ...
    Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich?

    Mein Leseeindruck:

    Ein Buch, das mich in der Seele berührt hat. Denn ich war selbst auf einer Klosterschule und kenne die Strenge, die dort manchmal herrschte.

    Hier habe ich mit der kleinen Filomena gebangt, gezittert und mitgelitten. Sie war noch viel zu jung als ihre Mutter sie ins Kloster abgeschoben hat. Ohne Erklärung und in der Vermutung, sie hätte etwas Böses gemacht.

    Die Zeit in all den Jahren war für Filomena nicht leicht. Aber sie lernte zu glauben und aus dem Mädchen, das sie zu Anfang so geärgert hat wurde dann ihre beste Freundin.

    Was mir etwas beim lesen zu schaffen machte war dieser ganze Glaube an die Übersinnlichkeit, die die angebetete Nonne Crocifissa della Concezione hier gehabt haben soll. Mit den ganzen Erzählungen von ihrer Ziehmutter im Kloster um den Glauben und den Teufel konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Das war mir ein wenig zu viel. Aber ich habe dabei auch bedacht das es in den 80er Jahren handelt und es dort noch ganz andere Einstellungen und Maßstäbe gegeben hat.

    Das Ende des Buches hat mir dann doch wieder gut gefallen und ich hab mich für Filomena gefreut. Schön das es so ein Ende hatte.

    Fazit:

    Ein spannendes Buch, bei dem es um das Schicksal eines kleinen Mädchens geht, das man einfach in einem Kloster "abgeladen" hat. Aber sie geht ihren Weg und erlebt selbst im Kloster einige aufregende Dinge.

    Gerne vergebe ich 4 Sterne für das Buch und lasse es im Nachhinein noch gerne einmal auf mich einwirken.  ****

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    Suszis avatar
    Suszivor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein stimmiges Buch mit wahrem Hintergrund
    Gehe Deinen Weg!

    Ein sehr gut durchdachtes und stimmiges Buch was auf teilweise wahren Begebenheiten basiert. Dies finde ich persönlich immer sehr interessant – sehr gelungen ist die Zusammenfassung dazu am Ende des Buches.
    Das kleine sizilianische Mädchen Filomena wird quasi aus ihrem „normalen“ Leben gerissen und von ihrer Mutter ins Kloster abgeschoben. Sie kann ihre Mutter nicht verstehen und sucht die Schuld bei sich – hofft ständig, dass dies nur eine Strafe ihrer Mutter ist und diese sie bald wieder abholt.
    Als Neue hat sie natürlich einen schweren Stand und wird von den älteren Mädchen drangsaliert. Ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit kann man förmlich beim Lesen spüren.
    Jedoch lässt sie sich nicht unterkriegen und beißt sich durch – ihre ärgste Feindin wird ihre beste Freundin und Stütze bei der Suche nach Antworten zum Verbleib ihrer Mutter und Familie. Durch sie erfährt Filomena, das ihre Familie nach Deutschland ausgewandert ist.
    Die Zurückgelassene die ständig hoffte, dass der Klosteraufenthalt vorübergehend ist, erkennt, auch nach einer hoffnungsvollen Flucht nach Hause, was in einer herben Enttäuschung endete, das sie auf sich allein gestellt ist.
    Nach intensiven Gesprächen mit ihrer Ziehmutter sucht sie Erlösung im Glauben – wird z.T. als eine Art Seelenverwandte mit der vor Jahrhunderten im Kloster lebenden und wirkenden Madre Crocifissa gesehen. Diese religiösen Schilderungen finde ich persönlich sehr langatmig. Zwischenzeitlich fragte ich mich immer, wohin die Handlung führen will.
    Das Ende ist jedoch sehr stimmig – Filomena erkennt, dass das Leben im Kloster nicht das ihre ist und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Auch hier erkennt man wieder ihren starken Willen; trotz der „weltfremden“ Erziehung im Kloster macht sie sich allein auf den Weg nach Deutschland und muss erkennen, wie schwach ihre Mutter ist. Die Abgabe ins Kloster war keine Strafe, sondern für ihre Mutter der einfachste und bequemste Weg, ihr eigenes Leben mit dem gewalttätigen Mann erträglicher zu gestalten. Das finde ich einfach nur traurig…da fehlen mir als Mutter die Worte.
    Aber Filomena steht über allen und meistert ihr eigenes Leben!


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    Lavendel3007s avatar
    Lavendel3007vor einem Monat
    Kurzmeinung: Auf den Spuren der Legende von Sour Maria Crocifissa della Concezione. Eine wahre Begebenheit!
    Der Brief des Teufels

    >> An diesem Abend weinte ich zum ersten Mal, seit mich die Mauern des Klosters verschluckt hatten. Mein kleiner Körper wurde von Schluchzern geschüttelt und krampfte sich immer wieder zusammen, bis die älteren Mädchen von der anderen Seite des Schlafsaals herübergeschlichen kamen und sich an mein Bett setzten. Eine legte den Arm um mich, eine andere nahm meine Hand. Es war streng verboten, während der Nachtruhe aufzustehen oder gar zu flüstern, doch heute regte sich der Vorhang, hinter dem Sour Immacolata schlief, keinen Millimeter. Sie ließ uns gewähren. (Abschnitt bei 28 % des Buches) <<


    Klappentext:
    Sizilien 1981: Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Seur Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ...
    Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich?
    Die Klostergeschichte und die Legenden um Madre Crocifissa beruhen auf wahren historischen Begebenheiten.

    Im Prolog starten wir am 11. August 1676. Wir erfahren wie es Madre Crocifissa erging als sie eine von mehreren Begegungenen mit dem Teufel hatte. Bei dieser hinterließ er ihr einen Brief. Im weiteren Verlauf lernen wir erstmal Filomena kennen. Das kleine Mädchen von sieben Jahren wird im Kloster abgegeben und versteht nicht warum. Dort hat sie selbst einen schwierigen Start, doch Sour Immacolata, eine der Nonnen, nimmt sich ihrer an. Diese erzählt ihr immer wieder Geschichten von Isabella die als Kind die Gelübte ablegte und sich im Kloster dann Sour Maria Crocifissa della Concezione nannte.

    Sour Maria Crocifissa della Concezione gab es wirklich. Sie wird in Sizilien in dem kleinen Dorf, in dem das Kloster noch heute steht, sehr verehrt. (Kloster Monastero dell SS. Rosario delle Benedettine in Plama die Montechiaro) Googlet man nach ihr findet man viele Seiten, allerdings alles auf italiensich ;) auch einige Bücher gibt es von ihr. Die Autorin bezieht sich auf diese Bücher und Erzählungen der Nonnen. Filomena ist eine fiktive Person auf den Spuren der wahren Crocifissa. Anna Castronovo schafft es durch ihren Schreibstil fiktive und wahre Legende lebhaft und spannend zu erzählen. Filomenas Charakter und ihre Denkweise ist altersgerecht und mit den Jahren in denen sie selbst älter wird erlebt man wie diese von einem kleinen Mädchen zur erwachsenen Frau wird. Ich habe Filomena sehr ins Herz geschlossen aber auch Sour Immacolata. Diese ist anfangs sehr streng aber auch in ihr ruht eine herzensguter Mensch. Der Leser landet im Strudel der Legende und der nicht rational erklärbaren Dinge.

    Auf dem Cover ist das Kloster zu sehen und ein kleines Mädchen (es könnte Filomena oder aber auch Isabella sein) Die Farben in Brauntönen gehalten und das Mädchen nicht ganz klar abgebildet finde ich sowohl passend zur wahren Geschichte der Crocifissa als auch im Zusammenhang von Nonnen, der Kirche und nicht erklärbaren Dingen.

    Fazit:
    Dieser Roman wird nicht langweilig, es geht spannend und mysteriös zur Sache. In diesem Buch findet man Gänsehautmomente sowie auch Momente der Rührung und der aufsteigenden Tränen. Ein wunderbares Buch auf wahren Begebenheiten gestützt und durch die kleine Filomena sehr einfühlsam und warm erzählt.

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    G
    Gisevor 2 Monaten
    Berührende Geschichte

    Mit sieben Jahren wird Filomena von ihrer Mutter in die Klosterschule am Ort gebracht. Völlig überraschend für sie wird dieser Abschied von der Mutter, das Kind fühlt sich verlassen und unpassend in dieser sehr strengen Klostergemeinschaft. Sie sucht nach einem Ausweg, gleichzeitig aber auch ist sie fasziniert von den Geschichten über die berühmteste Nonne des Klosters, Suor Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Bald beginnt Filomena von Madre Crocifissa zu träumen. Während ihre Familie sich nicht mehr bei ihr zeigt und ohne sich von ihr zu verabschieden nach Deutschland zieht, scheint Filomena immer mehr in Crocifissas Fußstapfen zu treten…

    Ausgehend von wahren Geschichten um das sizilianische Kloster, in dem Suor Crocifissa gelebt hat, sowie den Legenden, die sich um sie ranken, spinnt die Autorin Anna Castronovo eine spannende Erzählung um ein fiktives Mädchen, das sich in dieser für sie völlig unbekannten Umgebung überraschend zurechtfinden muss. Sehr bildhaft sind die Beschreibungen des Klosters, aber auch die emotionale Situation des kleinen Mädchens wie auch der Heranwachsenden werden sehr gut eingefangen. Der Leser kann sich so unversehens in Filomenas Gedanken einfinden und mit ihr zusammen den Weg gehen, den diese letztendlich für sich findet.

    Der halbwegs biographische Hintergrund sowie die klösterlichen Gegebenheiten machen diese Erzählung zu etwas ganz Besonderem. Man merkt, dass die historischen Hintergründe gut recherchiert sind und hier auch einen wichtigen Platz finden.

    Für die spannenden Lesestunden mit dieser berührenden Geschichte möchte ich gerne vier von fünf Sternen vergeben sowie eine unbedingte Leseempfehlung.

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    Hexxes avatar
    Hexxevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Reise nach Sizilien hinter Klostermauern
    Spannende Reise nach Sizilien hinter Klostermauern

    "Komm ein bisschen mit nach Italien... "
    Die siebenjährige Filomena wird von ihrer Mutter ohne Erklärung ins Kloster gebracht, dort abgegeben, mit nichts als ihrer Puppe in der Hand...
    Den anfangs einzigen Trost findet sie in der Geschichte der Gründerin des Klosters, Isabella Tomasi, bekannt als Maria Crocifissa della Concezione. Mehr und mehr zieht sie deren Schicksal in den Bann und Filomena fängt an auf eigene Faust zu forschen...

    Die Autorin Anna Castronovo entführt uns tatsächlich hinter die Klostermauern.
    Von Anfang an, fühlt man sich mit der Protagonistin verbunden, leidet mit ihr, freut sich für sie, für jeden kleinen Erfolg den sie erringen kann, findet Einblick in das Klosterleben, die Geschichte des Klosters und kriegt wenig mit von der "Draußenwelt" .

    Schon allein das Cover zeigt, was den Lesenden erwartet.
    Ein Mädchen vor den Stufen hinauf zum geheimnisvollen Kloster.

    Ich habe mich in der Geschichte verloren, konnte kaum aufhören zu lesen und war berührt vom Schicksal der kleinen Filomena

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    Martinchens avatar
    Martinchenvor 2 Monaten
    Klosterkind

    "Sizilien 1981: Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Suor Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ...
    Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich?" - soweit der Klappentext.

     

    Das Cover zeigt das Kloster, in dem Filomena untergebracht wird. Ein Mädchen steht auf den Stufen, es verschwimmt mit dem Foto. Das Cover vermittelt den Eindruck eines abgegriffenen Fotos und passt damit hervorragend zum Inhalt des Romans.

     

    Anna Castronovo, Jahrgang 1977, wurde in München geboren, wo sie mit ihrem italienischen Mann und ihren beiden Töchtern lebt. Sie ist freiberuflich als Übersetzerin tätig. Seit 2013 ist sie als Journalistin und Autorin selbstständig. "Klosterkind" ist nach "Black Night - Das Experiment" und "Stutenblut - Der Skandal" ihr dritter Roman.

     

    Der Roman beruht auf der überlieferten Ihre Kurzbiografie ist im Roman enthalten. Die Autorin hat für den Roman kleinere Änderungen vorgenommen.

     

    Anna Castronovo schreibt einen gut lesbaren, flüssigen Stil. Die Charaktere werden detailliert und gut vorstellbar beschrieben. Insbesondere die kleine Filomena mit ihren Ängsten und Fragen ist sehr lebendig. Die Leserin leidet und bangt mit ihr. Die Lebensgeschichte von Suor Maria Crocifissa della Concezione (1645 bis 1699) ist mit kleinen Änderungen perfekt und ausgesprochen spannend und mysteriös in den Roman eingebettet. Die biografischen Daten sind im Anhang des Romans zu finden.

    Vom Kloster, der Landschaft und den Menschen gibt es Beschreibungen, die sofort Bilder hervorrufen.

     

    Der Roman ist ausgesprochen spannend geschrieben, so dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte.

     

    Fazit: eine Leseempfehlung für alle, die Romane mit historischem Hintergrund lieben.

     

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    S
    Streiflichtvor 2 Monaten
    Spannend und mysteriös

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil sich der Klappentext unheimlich spannend und zugleich auch mysteriös las. Außerdem spielt der Roman auf Sizilien – eine Insel, die ich sehr mag und wunderschön finde. Die Verbindung von Historie und Gegenwart wird dort immer wieder, eigentlich bei jedem Schritt, deutlich. Und das zeigt sich auch in diesem sehr authentischen Buch.

    Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Gefühle und Gedanken von Filomena, die einerseits ein ganz normales Kind, andererseits ein ganz besonderes Mädchen. Ich fand sie sehr beeindruckend.

    Auch die mystischen Elemente dieses Buches haben mir sehr gut gefallen. Sie wirken sehr authentisch und gut nachvollziehbar, obwohl sie ja sehr mysteriös sind. Eine gute Mischung, finde ich. Und überhaupt nicht abgedreht, sondern passend und fesselnd. Ich habe gerne immer weiter gelesen und miterlebt, wie Filomena von einer ängstlichen Siebenjährigen zur jungen Frau wird. Faszinierend und berührend, ganz nah am Leser.

    Die Autorin hat selbst enge Beziehung nach Sizilien und das merkt man auch. Die Menschen und die Natur, die Gegend und die teilweise erschreckende Gottesfürchtigkeit und der Glaube der Menschen sind sehr eindrucksvoll und eindringlich dargestellt.

    Ein gutes Buch, das mich gut unterhalten hat.

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    anke3006s avatar
    anke3006vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend mit historischem Hintergrund
    Maria Crocifissa della Concezione und Filomena Clerici's Geschichte

    Sizilien 1981: Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Suor Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ... Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich? Die Klostergeschichte und die Legenden um Madre Crocifissa beruhen auf wahren historischen Begebenheiten. Anna Castronovo hat hier eine fiktive Geschichte der Gegenwart mit der historisch belegten Geschichte von Isabella Tomasi verknüpft. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Von Anfang an ist man von der Geschichte gefesselt. Ob es die Glaubensgeschichte des Klosters ist oder das Leben in der "Draußenwelt" mit Armut, Mafia und allen familiären Problemen. Die Autorin schafft es geschickt die tiefliegenden theologischen Fragen mit in den Ablauf einzubauen und den Leser so über Glaube und Zweifel nachdenken zu lassen. Filomenas Weg ist schwierig und man bangt und hofft mit ihr. Es hat mir sehr gefallen.

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    natti_ Lesemauss avatar
    natti_ Lesemausvor 2 Monaten
    Klosterkind

    ein kleines Dorf in Italien.
    Filomena wird mit sieben Jahren von ihrer Mutter ins Kloster gegeben. Nach wenigen Besuchen kommt die Mutter eines Tages nicht wieder und Filomena erfährt, das ihre Familie nach Deutschland gezogen ist. Den einzigen Trost findet das Kind in die schon älteren Nonne , die ihr die Geschichte von Isabella Tomasi alias Nonne Seur Maria Crocifissa della Concezione erzählt. Diese lebte 300 Jahre zuvor im Kloster, geiselte sich selber und kämpfte mit dem Teufel.

    Die Geschichte rund um Isabella/ Maria Crocifissa besteht wirklich, die Geschichte zum Buch allerdings ist erfunden. Also mit einem Historischem Hintergrund.
    Ich finde es sehr interessant zu lesen, wie Isaballa damals gelebt hat und ihren Glauben in Gott fand. Auch ihre selbstgeiselung und regelrechte selbstquälerei und den Kampft mit dem teufel ist höchst insteressant und spannend.
    So eine Geschichte für ein kleines Kind ist bestimmt schon gruselig und wenn man dann auch noch in einem düsterem Kloster eingespeert ist, bekommt man es mit der Angst zu tun. Filomena genauso.
    Aber sie findet ebenfalls ihren glauben zu Gott und sieht sogar Isabella. Trotz allem beilbt ihr immer noch die Frage, warum ihre Mutter sie zurückgelassen hat und sich noch nicht einmal verabschiedet hat. Auch Filomena hardert mit dem Teufel und Gott und sie kämpft zwischen ihrem glauben und der Freiheit draußen.
    Filomena ist ein kleines Kind , welches alleine zurückgelassen wurde. Irgendwie traurig und hart.
    Aber schließlich macht Filomena Jahre später ihren Frieden. Mit dem Kloster, dem Glauben, mit dem Teufel, der Freiheit...
    Das Ende finde ich gelungen und das sie immer noch Kontakt zu Angela hat, die Freundin aus dem Kloster, ist toll.
    Ebenfalls schön finde ich den Anhang, der noch sehr viel Leerreiches über Isabella hat.
    Wirklich lesenswert und gut umgesetzt.

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    SaBineBes avatar
    SaBineBevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die bewegende Geschichte der kleinen Filomena vor einem wahren Hintergrund. Herrlich zu lesen.
    Ein kleines Mädchen auf dem Weg zu sich selbst

    Auf Sizilien wird die kleine Filomena im Alter von sieben Jahren ohne Erklärung von ihrer Mutter ins Kloster gebracht. Dort nimmt sich Schwester Immacolata des Mädchens an und erzählt ihr die Geschichte von Maria Crocifissa della Concezione, die auch als Kind ins Kloster kam und schon früh vom Teufel in Versuchung geführt wurde. Von Visionen geplagt, versucht die kleine Filomena in den kommenden Jahren ihren eigenen Weg zu finden.

    Anna Costronovo ist es gelungen vor dem wahren Hintergrund des Klosters und der Maria Crocifissa della Concezione die Geschichte der kleinen Filomena sehr glaubhaft zu erzählen. Wir erleben hautnah die Zweifel des kleinen Mädchens an seiner Mutter, seiner Familie, seinem Glauben und manchmal auch an sich selbst. Aber wir folgen auch einem Mädchen, das abgeschieden in einem Kloster erwachsen wird und seinen eigenen Weg und seinen Platz im Leben findet.

    Filomena ist so ehrlich und glaubhaft wiedergegeben, dass man als Leser den Eindruck haben könnte Teil der Geschichte zu sein. Von der ersten Seite an fiebert man mit, freut sich und teilt auch die Trauer und Enttäuschung der Hauptperson. Es fällt einem schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen, bevor man erfahren hat, wie und wo Filomena's Weg endet.

    Ich durfte dieses herrliche Buch im Rahmen einer Leserunde kennen lernen und habe es sehr genossen.
    Im Anhang finden sich Erläuterungen zum Kloster und zu Maria Crocifissa della Concezione, die das Buch noch einmal mehr abrunden.
    Wer Geschichten vor einem wahren Hintergrund mag, aber auch allen anderen, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    AnnaCastronovos avatar

    Vorab-Leserunde!
    Packender Sizilienroman: spannend, mystisch und voller Gefühl

    Die siebenjährige Filomena ist verzweifelt. Ihre Mutter hat sie in ein Klosterinternat gebracht, in dem strenge Klausur herrscht. Um zu fliehen, macht sie sich auf die Suche nach einem unterirdischen Gang, der aus dem Kloster herausführen soll. Bei ihren heimlichen Streifzügen stößt sie auf die Spuren von Suor Maria Crocifissa della Concezione, die vor dreihundert Jahren im selben Kloster lebte und in den düsteren Gängen dem Teufel begegnete. Die Geschichte der Nonne zieht Filomena immer mehr in ihren Bann, bis sie eines Tages beginnt, von Madre Crocifissa zu träumen ...

    Warum wurde Filomena ins Kloster gebracht? Wird sie ihre Mutter je wiedersehen? Und was hat es mit der geheimnisvollen Nonne auf sich?

    Die Klostergeschichte und die Legenden um Madre Crocifissa beruhen auf wahren historischen Begebenheiten.

    Wer hat Lust, mit mir nach Sizilien zu reisen?

    Ich stelle 20 E-Books zu einer Vorab-Leserunde zur Verfügung. Unter allen Rezensenten verlose ich dann nach Erscheinen von "Klosterkind" 5 Prints. Beantwortet mir einfach bis zum 16. Juli folgende Frage: Wart Ihr schonmal in Sizilien oder möchtet Ihr gerne dorthin reisen? Ich freue mich schon auf Eure Meinungen zum Buch.

    Hier findet Ihr eine Leseprobe:

    http://www.klosterkind.de/Leseprobe_Klosterkind.pdf

    AnnaCastronovos avatar
    Letzter Beitrag von  AnnaCastronovovor 3 Stunden
    Verlosung und neues Projekt :-) Meine Lieben, ich möchte mich nochmal bei Euch für die schöne Leserunde bedanken. Ich fand es toll, wie intensiv Ihr Euch mit "Klosterkind" beschäftigt habt, und dass Ihr so viele interessante Fragen dazu hattet. Heute habe ich unter den Rezensenten wie versprochen Taschenbücher verlost - 5 von Euch bekommen in den nächsten Tagen Post :-) Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir auf Facebook (https://www.facebook.com/A.Castronovo.Autorin/) oder Instagram (anna.castronovo.autorin) folgen würdet. Dort gibt es auch schon Informationen über mein neues Buch, das im Oktober erscheinen wird. Es ist diesmal kein Roman, sondern eher eine Dokumentation: Das Tagebuch einer Frau, deren siebzehnjähriger Sohn sich das Leben genommen hat. Die Mutter will ihre Geschichte veröffentlichen, um damit anderen betroffenen Eltern zu helfen und sowohl Jugendliche als auch Eltern zum Thema Suizid zu sensibilieren. Das Thema geht sehr unter die Haut, aber ich finde es auch extrem wichtig. Vielleicht interessiert sich ja die eine oder andere von euch dafür. Ganz liebe Grüße und hoffentlich bis zur nächsten Leserunde, Anna
    Zur Leserunde

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