Anna Enquist

 4.2 Sterne bei 120 Bewertungen
Autorin von Letzte Reise, Kontrapunkt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Enquist

Anna Enquist wurde 1945 in Amsterdam geboren und ist Konzertpianistin, Psychoanalytikerin und Schriftstellerin. Sie veröffentlicht mehrere Gedichte, Romane und Essays, die vielfach ausgezeichnet und in bis zu fünfzehn Sprachen übersetzt wurden. Anna Enquist lebt in den Niederlanden.

Alle Bücher von Anna Enquist

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Anna EnquistLetzte Reise
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Letzte Reise
Letzte Reise
 (50)
Erschienen am 19.04.2010
Anna EnquistDie Betäubung
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Die Betäubung
Die Betäubung
 (17)
Erschienen am 11.08.2014
Anna EnquistKontrapunkt
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Kontrapunkt
Kontrapunkt
 (18)
Erschienen am 08.02.2011
Anna EnquistDas Meisterstück
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Das Meisterstück
Das Meisterstück
 (14)
Erschienen am 01.10.2007
Anna EnquistStreichquartett
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Streichquartett
Streichquartett
 (8)
Erschienen am 14.08.2017
Anna EnquistDie Erbschaft des Herrn de Leon
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Die Erbschaft des Herrn de Leon
Die Erbschaft des Herrn de Leon
 (2)
Erschienen am 01.07.2008
Anna EnquistDie Eisträger
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Die Eisträger
Die Eisträger
 (1)
Erschienen am 22.04.2016
Anna EnquistDie Eisträger
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Die Eisträger
Die Eisträger
 (1)
Erschienen am 01.10.2004

Neue Rezensionen zu Anna Enquist

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Edelstellas avatar

Rezension zu "Streichquartett" von Anna Enquist

Musik verbindet sie Alle!
Edelstellavor einem Jahr

Anna Enquist hat mich fasziniert mit ihrer Geschichte um 4 Menschen, die sich zum Musizieren treffen, auf einem alten Hausboot. Melodien, die Brücken bauen, getragen vom Wasser und erreichbar auch für Menschen, die einfach nur vorbeikommen.

Ein alter Cellist, der es zu großer Berühmtheit gebracht hat und nun mit den Unwägbarkeiten eines hohen Alters konfrontiert wird, hat früher auch unterrichtet: den Kulturbeauftragten und die Ärztin.

Sie sind mit einer Krankenschwester und dem Instrumentenbauer, der mit der Ärztin verheiratet ist, die 4 Musiker, die sich verbinden an einem Abend in der Woche, um zu musizieren, sich zu ergänzen und zu einer vollkommenen Einheit werden, die alles um sich herum vergessen. Denn abschalten müssen sie zwischendurch mal, das Leben hat sie nicht mit Samthandschuhen angefasst und die gesellschaftliche und politische Lage des Landes tut ihr Übriges, um Unsicherheiten zu erzeugen.

Anna Enquist hat mich bereichert und wachgerüttelt, sie hat mich traurig gemacht und glücklich.

Es ist mein erstes Werk von ihr und ich bin neugierig geworden, denn wer so aufmerksam und liebevoll mit seinen Protagonisten umgeht und trotzdem schonungslos das wahre Leben zeigt, hat Einiges mitzuteilen mit großer Kompetenz und einem tiefen Musikverstand, der auch mir als Laien vor Augen führen kann, was in den 4 Freunden passiert, wie sie verbunden werden durch die wunderbaren Klänge. Hier wird eine Geschichte über die Kraft der Musik und die die Unausweichlichkeit des Schicksals geschrieben und trotzdem ist es möglich, manchmal nur ganz kurz die Zeit anzuhalten und das „Glück“ zu fühlen und weiterzugeben, für den der versteht.

Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen an Menschen, die Brücken zu anderen bauen möchten und die neugierig auf gute Musik sind.

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Y

Rezension zu "Kontrapunkt" von Anna Enquist

Ein Buch zum Träumen und Weinen
Yvonne_Powellvor einem Jahr

Anna Enquist schreibt über Musik, mit Musik und um Musik herum . Sie setzt Musik und Leben gleich. Sie betreit Trauerverarbeitung mit Musik.

Die Protagonistin, einfach nur "Frau" genannt, ist Pianistin und wagt sich an das Bachsche Wahnsinnswerk "Die Goldberg-Vatiationen". Eine Aria, einfach in Gestalt, dreißig Variationen, und anschließend noch einmal die Aria. Sie versucht auf diese Weise die Erinnerung an ihre verstorbene Tochter zu erhalten. Es ist schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren, noch schlimmer ist die immer weiter verblassende Erinnerung. Jeder verstreichende Tag führt sie weiter weg von ihrem Kind. Anhand der 30 Variationen, die in ihrem Auftreten und ihrer Wesensart alle unterschiedlich sind, erarbeitet sie sich eine Collage an Erinnerungen an ihre Tochter. Das Baby, das kleine Mädchen, der Teenager und die junge Erwachsene - bis zu ihrem Unfalltod. Eine Beziehung von ganz eng und ganz nah über das schrittweise Loslassen hin zu der erwachsenen Tochter, die ihr eigenes Leben lebt. Und trotzdem immer liebende Nähe.

Das Licht der Klavierlampe bildete ein schützendes Rund, das Partitur, Klaviatur und Hände umschloss ... Hier vergräbt sich die Frau, studiert die technisch immens schweren Variationen und erinnert sich. Die Welt außerhalb ihres schützenden Runds ist für sie voll Angst, voll von HEUTE, das ihr die Erinnerungen zu nehmen versucht.

Der Leser bekommt nicht nur diese wunderbaren literarischen Zeichnungen dieses Kindes, die Frau beschäftigt sich außerdem mit Bach und seinem Leben sowie musiktheoretischen und klaviertechnischen Fragestellungen. Nicht aber in unverständlichem Kauderwelsch, sondern in schönen verständlichen Sätzen, die die Neugierde auf die Musik erwecken. Man beschäftigt sich mit Bachs Komposition aus einem völlig anderen Blickwinkel heraus, so subjektiv und doch so allumfassend.

Jedes Kapitel beignnt mit ein paar Takten Notenzeilen, jede Variation wird so skizziert. Und wenn man sich zum Lesen noch die Musik anhört, dann hat man ein ganz wundervolles Gesamtkunstwerk von Musik und Literatur. Ein zutiefst berührendes Buch.

Als ich über die Autorin nachlas, habe ich herausgefunden, dass sie mit diesem Buch wirklich den Unfalltod ihrer Tochter verarbeitet hat. Ich kann es kaum mehr zur Hand nehmen, ohne dass mir die Tränen kommen. Geschweige denn Bach hören.

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Petra54s avatar

Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

Elizabeth Cook - eine Frau mit starkem Charakter
Petra54vor 2 Jahren

Über den Kapitän James Cook gibt es viele Bücher und noch mehr Informationen - aber keine über seine Familie. Während der Mann durch die Weltmeere segelte und Inseln zeichnete, blieb seine Frau einsam zurück, bekam sechs Kinder und überlebte sie alle.

Ich habe viel geweint beim Lesen, obwohl ich es überhaupt nicht mag, wenn mich etwas zu Tränen rührt. Doch diese Frau rührte mich sofort, ich bewunderte ihren starken Charakter, ihren klugen Verstand, ihre Weitsicht und ihre Fähigkeit, sich trotzdem zurückzunehmen und dem Mann sein "Podest" zu lassen.

Das feinfühlige Wesen dieser Frau ist wunderbar klar beschrieben, auch die Art, wie sie mit ihren Kindern umgeht, wie sie unter den Verlusten leidet, ihren Zusammenbruch. Sie muss ihre Kinder ohne den Beistand ihres Mannes zur Welt bringen und ohne seine Stütze begraben. Sie unterstützt ihren Mann und seine "Berufung", obwohl sie weder seinen Drang zur Seefahrt nachvollziehen kann noch das Meer mag. Sie glaubt, ihren Mann zu kennen, muss aber feststellen, dass er als Kapitän ein ganz Anderer ist als an Land.

Das riesige Dilemma von Frau Elizabeth Cook fand ich hochinteressant und hervorragend beschrieben.   

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Zusätzliche Informationen

Anna Enquist wurde am 18. Juli 1945 in Amsterdam (Niederlande) geboren.

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auf 22 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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