Anna Enquist Die Betäubung

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Inhaltsangabe zu „Die Betäubung“ von Anna Enquist

Die einen stürzen sich in die Arbeit, um sich abzulenken, andere beginnen an sich und der Welt zu zweifeln, verlieren den Boden unter den Füßen. Aber können wir den Verlust eines geliebten Menschen wirklich jemals verwinden? In ihrem beeindruckenden Roman erzählt Anna Enquist von einer Familientragödie und von zwei Geschwistern, der Anästhesistin Suzan und dem Psychotherapeuten Drik, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Schmerz umgehen: ihn verdrängen und betäuben oder immer wieder aufrühren und erneut fühlen. Anna Enquist zeigt den Alltag und die Lebenswirklichkeit beider medizinischen Bereiche so authentisch und nachvollziehbar, wie man es selten gelesen hat – ein »Arztroman« der ganz besonderen Art.

Sehr einfühlsam, tolle Sprache, absolut lesenswert!

— literat
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Von der ersten bis zur letzten Seite gut geschrieben

— leserin
leserin

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  • Sehr einfühlsam, tolle Sprache, absolut lesenswert!

    Die Betäubung
    literat

    literat

    29. June 2016 um 12:58

    Ich habe die Lektüre dieses Buches von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Ich mag die Sprache, die ganz leicht daherkommt aber trotzdem sehr eingehend ist. Ich mag, wie genau die Charaktere skizziert werden, wie einfühlsam. Und ich mag die Geschichte in der es im Grunde um die Beziehung und das Leben der Geschwister Drik und Suzahn geht, die durch den Tod von Hanna, Driks Frau und Suus beste Freundin schwer gezeichnet und verändert werden. Und es geht um den Arztberuf, einmal Driks Beruf als Psychoanalytiker und dessen Leiden, wenn er sich dem Beruf nicht gewachsen und unzulänglich fühlt und Suus Beruf als Anästhesistin, der viel Verantwortung mit sich bringt. Der eine zerbricht fast an der Verantwortung, die andere sieht ihren Beruf eher technisch, handwerklich und kann mit der Verantwortung gut umgehen. Ansonsten will ich von der Geschichte gar nicht viel erzählen, sie ist auf jeden Fall absolut lesenswert und den Ausgang finde ich total klasse.

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  • Arztroman mit schwieriger Familiengeschichte

    Die Betäubung
    leserin

    leserin

    08. May 2016 um 12:58

    Dies ist mein erstes Buch der Schriftstellerin Anna Enquist. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite genossen.Es ist ein Arztroman der besonderen Art, gut recherchiert im Anästhesie- und Klinikbereich.Der Psychoanalytiker Drik wird duch den Tod seiner Frau aus der Lebensbahn geworfen und erholt sich sehr schwer davon.Er beginnt wieder in seinem Fach zu arbeiten und so beginnen die Verstrickungen, die seine gesamte Familie betreffen.

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  • Anna Enquist ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Dieses Buch hat das bestätigt.

    Die Betäubung
    Gruenente

    Gruenente

    17. July 2013 um 09:50

    Drik und seine Schwester Suzann, Peter ihr Mann und deren Tochter Roos sind die Hauptfiguren, deren Zusammenspiel plötzlich extrem gestört wird durch Allard Schuumann, der in vielen Rollen auftritt: Kollege, Untergebener, Patient, Geliebter. Durch die Aufdeckung der Verstrickungen kommt es zum totalen Bruch in der Familie. Betäubung durch Alkohol, Trauer, Drogen, einkapseln oder auch als berufliche Passion, als Anästhesist. Dieses Buch von Anna Enquist enstand nach einem langen Praktikum der Autorin in der Anästhesieabteilung in einem renommierten Krankenhaus. Die Erlebnisse dort verarbeitet Sie in diesem Buch. Sie lernt man viel aus dieser Welt kennen, sie verstrickt das gekonnt mit der Psychoanalyse (da ist sie vom selbst vom Fach). Das vielschichtige Buch setzt sich mit vielen Themen auseinander: Verlust durch Tod und Erwachsenwerden, Familienprobleme, Streitereien im Kollegenkreis, Psychoanalyse, Sex, Konflikte zwischen Arzt und Patient, Gesundheitssystem und immer wieder die Musik. So ist das Buch auch wie eine Sonate angelegt: mit Exposition, Durchführung, Reprise und Coda. Das Buch war für mich sehr anregend, spannend und auch verstörend. Das Buch hatte auf mich nicht ganz den Sog wie „Kontrapunkt“, riss mich aber auch in die Welten der einzelnen Protagonisten mit. Der Stil ist wie immer virtuos. Das i-Tüpfelchen ihrer Bücher ist für mich auch immer die Verquickung mit klassischer Musik. Anna Enquist ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Dieses Buch hat das bestätigt.

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  • Rezension zu "Die Betäubung" von Anna Enquist

    Die Betäubung
    Sarlascht

    Sarlascht

    20. April 2013 um 10:40

    Inhalt: Nach dem tragischen Tod seiner Frau Hanna, nahm sich der Psychoanalytiker Drik de Jong eine Auszeit von seiner Arbeit, braucht Zeit, um seine Gedanken zu sortieren, doch irgendwann, da muss man wieder an das normale Leben anknüpfen, weitermachen. Drik nimmt seinen Job wieder auf, widmet sich seinen Patienten und versucht, selbst hilflos gegenüber dem Leben, ihnen eine Perspektive zu geben. Allard Schuurman kommt zu ihm, möchte eigentlich nur die obligatorische Lehrtherapie machen, doch es wird zu einer wahren Zerreißprobe für Drik, denn es sind die Selbstzweifel, die an ihm zu nagen beginnen. Driks Schwester Suzan, die beste Freundin ihrer Schwägerin, scheint anders mit dem Schmerz des Verlustes umzugehen. Voll und ganz geht sie in ihrer Arbeit als Anästhesistin auf, mag den klaren Rahmen, in den sie ihre Aufgaben zu erledigen hat. Ihre Welt wird auf den Kopf gestellt, als ihr der junge Allard Schuurman als Praktikant zugewiesen wird. Sie verfällt den jungen Mann und setzt damit alles auf eine Karte. Meine Meinung: Nach dem Klappentext nach könnte man meinen, es würde sich um ein Buch mit dem Überthema Verlust handeln. Jein, natürlich spielt der Aspekt, dass die beiden Charaktere Ehefrau oder Schwägerin verloren haben, eine zentrale Rolle, aber für mich ist das Buch mehr darauf ausgerichtet, den Arbeitsalltag der beiden zu beleuchten. Hin und wieder kommt es zu kurzen Erinnerungen an Hanna, aber als wirklich dominierendes Thema, so würde ich es nicht bezeichnen. Es gibt massenhaft Bücher über den Arbeitsalltag verschiedener Berufsgruppen, man kann davon halten was man mag, doch in „Die Betäubung“ wurde genau ein solches Sachbuch in einen Roman umgewandelt. Obwohl ich eher auf Psychologie fixiert bin, mich vor dem Lesen mehr auf diese Teile freute, waren es letztlich doch die Ausführungen über den Arbeitsablauf einer Anästhesistin, die mich gefangen genommen haben. Welche Aufgaben diese Gruppe zu erledigen hat, wie das Ansehen im Krankenhaus ist und noch viel mehr wird dem Leser näher gebracht. Die beiden Protagonisten wechseln sich in der Erzählperspektive beständig ab, so dass man immer weiß, welchen Einblick man als nächstes erhält. Wie man aus der Inhaltsangabe entnimmt, verzweigen sich die Arbeitsabläufe der beiden Geschwister, gehen soweit, dass sie ins Privatleben hineinspielen und man kann sich schon beinahe selbst ausmalen, wie sehr es eine Herausforderung für Drik wird, in der Therapie Ausführungen über seine Schwester zu erhalten. Diese Zerrissenheit, die er verspürt, nimmt man während des Lesens deutlich wahr, es ist beinahe so, als würde man selbst im Behandlungszimmer sitzen und sich der Situation aussetzen. Während des Lesens fließt eine elektrische Spannung durch die eigenen Venen, die absolut fesselnd ist. Wir Analytiker sind Geschichtenerzähler, und die beste Geschichte hauen wir dem Patienten um die Ohren. Auf diese Geschichte einigen wir uns im Laufe der Therapie, diese Geschichte wird zu der Wahrheit, an der wir alle Gefühle und Einbildungen festmachen. So kommen Ruhe und Struktur in das Denken des Patienten über sich selbst, und wir können den Abschied vorbereiten. (Seite 107) Die Autorin, Anna Enquist, war selbst lange als Psychoanalytikerin tätig, was man aus dem Buch herauslesen kann. Ihr tiefes Wissen, ihre Versiertheit ist deutlich wahrnehmbar, doch auch die Abschnitte über den Arbeitsalltag einer Anästhesistin sind vollkommen ausgereift recherchiert worden, was in der Danksagung nochmal unterstrichen wird – es war vermutlich eine Arbeit sondergleichen, sich mit dieser Materie so weiträumig auseinanderzusetzen, aber letztlich lässt sich nur sagen, die Mühe hat sich reiflich gelohnt. Fazit: Es gibt diese Bücher, denen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird – „Die Betäubung“ gehört zu diesen. Schade, dass ich nicht schon früher darauf aufmerksam wurde, weil es zu lesen, ist einfach nur fesselnd und energiegeladen. Zwischen Gefühlen hin und her gerissen, hängt man seinen eigenen Gedanken und Spekulationen nach. Absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Die Betäubung" von Anna Enquist

    Die Betäubung
    Clari

    Clari

    05. November 2012 um 17:48

    Familie und Beruf: ein Konfliktfeld der besonderen Art. Der Psychoanalytiker Drik de Jong hat lange Zeit nicht gearbeitet. Er ist um die fünfzig Jahre alt und seine Frau Hanna ist nach langem Leiden kürzlich verstorben. Seine Schwester Suzan und ihr Mann Peter stehen ihm zur Seite. Wir haben es mit einem ausgedehnten Ärztemilieu zu tun, denn Suzan ist Anästhesistin und Peter Psychiater. Roos, die Tochter von Suzan und Peter, hat ihre kinderlose Tante Hanna sehr geliebt, wohl mehr als ihre eigenen Eltern. Nach langer Trauerzeit beginnt Drik wieder mit seiner Arbeit. Sein erster Patient Allard Schuurman ist kompliziert zu behandeln, und Drik weiß nicht so recht, wie er an den Patienten herankommen soll. Dieser will ebenfalls Analytiker werden und macht eine so genannte Lehranalyse, die für den Beruf des Psychoanalytikers obligatorisch ist. Die Familiengeschichte der de Jongs mischt sich mit den ärztlichen Verpflichtungen in der Anästhesiologie und dem Fachwissen der Psychoanalyse. Da Anne Enquist selber Psychoanalytikerin ist, kennt sie sich gut aus mit den Mechanismen der Abwehr, der Verdrängung, mit Übertragung, Projektionen und Idealisierungen. In ihrem gut konzipierten Roman stellt sie die "Betäubung" im medizinischen Alltag der Anästhesiologie der Aufdeckung der Gefühlswelten in der Psychoanalyse gegenüber. Spannend und aufreibend beschreibt sie den Klinikalltag mit Fachwissen, Konkurrenzen, Intrigen und Teamgeist. In dem Berufsalltag verschwindet fast das Familienleben, das doch allen, besonders der Tochter Roos, so viel bedeutet. Zu allem Übel spielt Allard Schuurman eine zwielichtige Rolle, die zuletzt das feine Netz der Zuneigung zwischen den Familienmitgliedern beschädigt. Tief steigt man in das verborgene Seelenleben der einzelnen ein und lernt, sich mit den anspruchsvollen und konfliktreichen Gegebenheiten des Ärzteberufs aus verschiedenen Fachrichtungen zu befassen. Wohl niemand ahnt, wie nüchtern und praktisch Operationen verlaufen. Das Mitgefühl wechselt mit der Distanz, ohne die man den Beruf des Arztes wohl kaum aushalten könnte. Spannend, inhaltsreich und faszinierend versteht uns Anne Enquist in den Berufsalltag und in die menschlichen Verstrickungen ihrer Geschichte mit zu nehmen. Dass ganze Familien unter der Regie eines Psychopathen zerbrechen können, ist nicht neu. Doch wie sie ihre Figuren agieren lässt, welches Fachwissen sie mit ihren Protagonisten verbindet, das ist wohl einmalig unter den Literaten. Ein Ärztekrimi der besonderen Sorte ist Anne Enquist gelungen. Sehr lesenswert!

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  • Rezension zu "Die Betäubung" von Anna Enquist

    Die Betäubung
    HeikeG

    HeikeG

    18. October 2012 um 15:06

    Fühlen oder Verdrängen . Im Frühjahr 2010 wurde die niederländische Schriftstellerin, klassisch ausgebildete Pianistin und Psychoanalytikerin Anna Enquist gefragt, ob sie an einem Projekt des Klinikums der Freien Universität Amsterdam mitarbeiten würde, das sich "Literatur und Heilkunde: Schriftsteller auf der Abteilung" nennt. Eine Zeitlang dürfe sie die Arbeit einer Abteilung ihrer Wahl begleiten, um hernach ein Buch darüber zu schreiben. Enquist entschied sich spontan für die Anästhesiologie. Gerade der Gegensatz zu ihrem eigenen Fachgebiet, wo es für den Patienten in den meisten Fällen heilsam ist, zu fühlen, was in ihm vorgeht, den Widerstand gegen das verborgene Gefühl zu bearbeiten und zu versuchen, ihn dadurch aufzuheben und dem der Anästhesiologie, wo der Patient vor dem Fühlen geschützt wird, fasziniert die Autorin bereits seit Jahren. Entstanden ist ein Roman, der beide Fachrichtungen beleuchtet, deren ganz spezifische "Symptome" herausarbeitet und zueinander ins Verhältnis setzt. . Bereits auf den ersten Seiten des Buches erfährt der Leser, dass einer der Hauptprotagonisten - der Psychoanalytiker Drik de Jong - seine Frau Hanna verloren hat. In deren letzter Lebensphase wurde sie vor allem von Driks Schwester Suzan, die in einem großen Krankenhaus als Anästhesistin arbeitet, versorgt. Nach Hannas Tod geht ihre Fürsorge nahtlos auf ihren Bruder über, der ein wenig den Halt unter den Füßen verloren hat, nun aber dabei ist, sein Leben wieder neu zu ordnen und nach einiger Zeit der Abwesenheit, wieder neu ins Berufsleben einzusteigen. Sein erster Patient, der ihm von Suzans Ehemann Peter, ebenfalls Psychotherapeut und gleichzeitig bester Freund, vermittelt wird, ist Allard Schuurman. Schuurman fungiert im Roman als Verbindungsglied zwischen den beiden medizinischen "Genres". Er beginnt zunächst eine Lehrtherapie bei Drik, da er beabsichtigt ebenfalls Psychiater zu werden, wechselt jedoch im Laufe der Handlung in die Anästhesie, wo er von Suzan betreut wird. Doch etwas stimmt nicht mit dem jungen Mann. Von ihm scheint eine latente Gefahr auszugehen, die letztendlich in einem Fiasko kumuliert, in das auch Roose, die Tochter von Suzan und Peter, hineingezogen wird. . Erneut baut Anna Enquist, wie schon in ihrem vorangegangenen Roman "Kontrapunkt", ihre Handlung analog einer musikalischen Komposition auf. Die einzelnen Kapitel überschreibt sie mit "Exposition", "Durchführung", "Reprise" und "Coda". Auch der Inhalt offenbart zahlreiche musikalische Reminiszenzen. Man ist gewillt, sogar die Arbeit der Chirurgen und Anästhesisten im OP-Saal mit einer musikalischen Darbietung zu vergleichen. Der Kontrast zwischen Gefühl und Betäubung, Psychoanalyse und Anästhesiologie, wird von Enquist detailreich und intensiv herausgearbeitet und zuweilen äußerst eindringlich und schonungslos beschrieben. Eines der zentralsten Motive dieses Buches ist das Phänomen der Arbeit und die einhergehenden hohen, vor allem seelischen Anforderungen im klinischen Alltag. Einige Charaktere können ihre Gefühle nur noch betäuben, weil sie ständig zu kollabieren drohen. . Mit Einfühlungsvermögen und Bewunderung auf der einen und einer nüchternen, medizinisch-dokumentarischen Seite auf der anderen Seite strickt die niederländische Autorin ein intensives und etwas klaustrophobisches Familiendrama. Ihre unterschiedlichen Perspektiven, es wird jeweils im Wechsel aus Sicht von Drik, dann wieder aus Sicht von Suzan erzählt, kann man mit einer chirurgischen Naht vergleichen, bei der ebenfalls alle Fäden miteinander verwoben werden. Eingeflochtene Cliffhanger erzeugen einen permanenten Sog durch den Text, der aus zumeist knappen, bündigen Sätzen besteht. Allerdings strapaziert die Autorin den Leser damit, die zentrale Idee des Buches wieder und wieder zu erklären. Dadurch lässt sie ihm wenig Raum für eigene Reflektionen. Mitunter wirkt auch die Thematik zu konstruiert, was zu Lasten einiger Handlungsmotive geht und zudem einige zu schwach gezeichnete Charaktere zurücklässt. Alles in Allem offenbart "Die Betäubung" jedoch eine spannende Geschichte über die Unfähigkeit, Kindheitstraumata zu verarbeiten und wirft einen interessanten Einblick in zwei konträre medizinische Bereiche. Eine Antwort auf die Frage, was denn nun der bessere Weg ist, Traumata zu verbergen bzw. sie zu betäuben oder sie an die Oberfläche zu holen und sie in ihrer vollen Wucht zu spüren - Schmerzen oder Pillen - erhält man auch bei Anna Enquist nicht.

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