Letzte Reise

von Anna Enquist 
4,2 Sterne bei50 Bewertungen
Letzte Reise
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Marjuvins avatar

Ganz wunderbar! Unbedingt lesen!

Petra54s avatar

Ein spannendes Porträt einer bewundernswerten Frau.

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Inhaltsangabe zu "Letzte Reise"

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.
Captain James Cook war einer der berühmtesten Entdeckungsreisenden des 18. Jahrhunderts, aber vom Leben seiner Frau Elizabeth, die zu Hause in England immer wieder auf ihn wartete, weiß man wenig. Anna Enquist erzählt in ihrem faszinierenden Roman von Elizabeths Leben als Frau und Mutter, als Geliebte und als Verlassene, und zugleich schildert sie farbenprächtig die vorviktorianische Zeit, Cooks Abenteuer und Ideen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442740994
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:601 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:19.04.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.06.2007 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Petra54s avatar
    Petra54vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannendes Porträt einer bewundernswerten Frau.
    Elizabeth Cook - eine Frau mit starkem Charakter

    Über den Kapitän James Cook gibt es viele Bücher und noch mehr Informationen - aber keine über seine Familie. Während der Mann durch die Weltmeere segelte und Inseln zeichnete, blieb seine Frau einsam zurück, bekam sechs Kinder und überlebte sie alle.

    Ich habe viel geweint beim Lesen, obwohl ich es überhaupt nicht mag, wenn mich etwas zu Tränen rührt. Doch diese Frau rührte mich sofort, ich bewunderte ihren starken Charakter, ihren klugen Verstand, ihre Weitsicht und ihre Fähigkeit, sich trotzdem zurückzunehmen und dem Mann sein "Podest" zu lassen.

    Das feinfühlige Wesen dieser Frau ist wunderbar klar beschrieben, auch die Art, wie sie mit ihren Kindern umgeht, wie sie unter den Verlusten leidet, ihren Zusammenbruch. Sie muss ihre Kinder ohne den Beistand ihres Mannes zur Welt bringen und ohne seine Stütze begraben. Sie unterstützt ihren Mann und seine "Berufung", obwohl sie weder seinen Drang zur Seefahrt nachvollziehen kann noch das Meer mag. Sie glaubt, ihren Mann zu kennen, muss aber feststellen, dass er als Kapitän ein ganz Anderer ist als an Land.

    Das riesige Dilemma von Frau Elizabeth Cook fand ich hochinteressant und hervorragend beschrieben.   

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    FrankMariaReifenbergs avatar
    FrankMariaReifenbergvor 7 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Großartig, wie Enquist in die Gefühle einer wirklich hart gebeutelten Frau des 18. Jh. eindringt und sie leise, aber eindringlich und vor allem in einem berauschend langsamen Tempo vor uns ausbreitet. Hat sie E. Cook gekannt?, fragt man sich ständig, aber das geht natürlich nicht ...

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    LESE-ESELs avatar
    LESE-ESELvor 7 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Aus der Perspektive von Elizabeth Cook wird das Leben der Frauen zum Ende des 18. Jhd. im viktorianischen England erzählt: Die Entfremdung vom Ehemann, der wegen seiner langen Seereisen jahrelang fort ist und sein Ringen um Anerkennung in den adeligen Kreisen als Mann, der Erfolg hat aber eben von niedrigerem Stand ist. Sie erzählt von ihrer Unruhe, wenn Captain James Cook im Haus ist und den Zweifeln und der Leere, wenn er fort ist, von der Trauer über Kinder, die sie allein zu Grabe tragen muss und die Unmöglichkeit für die musische Begabung des Sohnes beim Ehemann Verständnis zu wecken, der aus seinen Söhnen Seefahrer machen will.
    4 Sterne für ein empfehlenswertes Buch, das jedoch beim Leser Bereitschaft einfordert, sich auf die wenig beschleunigte Lebensart der damaligen Zeit einzulassen. Der Erzählrhythmus ist auf die Zeit abgestimmt und basiert auf gut recherchierten Fakten - wer bereit ist sich darauf einzulassen, wird mit einem gefühlvollen Roman belohnt.

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    Hannalis avatar
    Hannalivor 8 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Der berühmte Seefahrer James Cook ist wohl jedem ein Begriff. In diesem Roman rückt er etwas in den Hintergrund. Erzählt wird vielmehr das Leben seiner Frau Elizabeth Batts. Sie lernt ihn kennen als er schon im Dienste der Marine steht und heiratet ihn mit 21 Jahren. Bald darauf wird das erste seiner sechs Kinder geboren. Während James Cook sein ganzes Leben der Seefahrt widmet, seinen Entdeckerreisen, Forschungen, verbringt Elizabeth die Zeit als ewig Wartende. Anfänglich gefielen ihr die Sommer, die sie allein verbrachte sehr gut. Sie richtete sich sogar darauf ein, denn James kam immer im Herbst wieder heim. Bis zu der ersten wirklich großen Reise, die dann ganze drei Jahre dauern sollte. Ständig hoffte sie, James würde nicht mehr auf Reisen gehen; sie könnten dann nicht nur die Sommer zusammen erleben. Aber dem Drang nach Freiheit und Erkenntnissen, die das Meer James boten, hatte sie nichts entgegenzusetzen.

    Anna Enquist zeichnet in ihrem Buch ein wirklich einfühlsames Frauenporträt. Gefühlvoll erzählt sie vom Leben der Elizabeth, die zwischen den Zeiten des Alleinseins und den Zeiten mit ihrem Mann lebt. Zu groß sind die emotionalen Unterschiede in diesen Zeiträumen. Einerseits sehr sicher und selbstbewußt, fleht sie doch nach einem Zusammenleben, obwohl sie dann alles nach James ausrichtet. Hilflos in Momenten, in denen sie nichts gegen den Drang auf Reisen zu gehen, ausrichten kann.
    Erschütternd das Bild einer Mutter, die alle ihre Kinder um Jahre überlebt und selbst James Cook um mehr als fünfzig Jahre. Ein wunderschöner Roman über eine aufopferungsvolle Frau mit ganz viel Gefühl und Klugheit.

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    Siiris avatar
    Siirivor 8 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Anna Enquist – Letzte Reise

    Inhalt:

    „Letzte Reise“ ist das Portrait einer sehr starken und beeindruckenden Frauenpersönlichkeit: Elizabeth Cook. Immer wieder ist sie gezwungen, sich allein um ihr Zuhause und ihre Kinder zu kümmern, während ihr Mann sich auf mehrjährigen Entdeckungsreisen auf See befindet. Immer wieder müssen sich die beiden Eheleute neu kennen lernen, immer wieder aneinander annähern und versuchen, die füreinander empfundenen Gefühle neu aufleben zu lassen.

    Als Elizabeth glaubt, ihr Mann würde die Seefahrt endlich aufgeben und sich nur noch um die Familie kümmern, lässt er sich doch nochmals zu einer letzten Reise überreden – einer Reise, die seine letzte sein soll…

    Meine Meinung:

    Selten habe ich ein solch beeindruckendes und häufig anrührendes und erschütterndes Buch gelesen. Die Autorin gewährt hier einen tiefen und tiefgründigen Einblick in Elizabeths Gefühls- und Gedankenwelt. Sie ist eine sehr intelligente und für damalige Verhältnisse sehr emanzipierte Frau, die durch die häufige Abwesenheit ihres Mannes zu einem selbstständigen Leben gezwungen ist.

    Zu Beginn erlebt der Leser die Protagonistin, die wieder einmal die Heimkehr ihres Mannes erwartet. Und dies mit gemischten Gefühlen, denn in den langen Jahren von James Abwesenheit hat sie sich an ihr eigenständiges Leben gewöhnt. Die Autorin vermittelt auf eine sehr gelungene Art und Weise, wie schwierig es für die beiden Eheleute nach dem langen Getrenntsein ist, wieder zueinander zu finden und die Liebe wieder neu entstehen zu lassen.

    Im Anschluss daran wird die Vergangenheit der beiden Protagonisten in Rückblenden vermittelt. Man lernt etwas über Elizabeths und James‘ Kindheit und Jugend und kann verfolgen, wie sie sich schließlich kennen lernen und heiraten. Auch während der restlichen Handlung mischt sich die Gegenwart wieder und wieder mit Erinnerungen und Begebenheiten aus Elizabeths Vergangenheit, so dass der Leser viel über ihr Leben erfährt.
    Elizabeths Leben ist bestimmt durch die Trauer um den Verlust ihrer geliebten, kleinen Tochter Elli, die durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Ständig macht sie sich bittere Selbstvorwürfe und ist weit davon entfernt, diesen Schicksalsschlag verkraftet zu haben. Umso mehr schmerzte es mich, über Elizabeths weitere Verluste zu lesen, über ihr Gefühl der Vergeblichkeit und der Hilflosigkeit gegenüber dem Schicksal, das ihr ihre geliebten Menschen raubt.

    Auch über James Cook und seine Entdeckungsreisen, seine erfindungsreiche und praktische Art und seinen Fortschrittseifer lernt man viel, genau wie über seine Sehnsucht nach dem Meer, sei es aus den Erzählungen von James selbst, denen seiner Freunde und Kollegen oder auch aus Briefen.
    Briefe sind in diesem Roman ohnehin allgegenwärtig und decken so manches düstere und ungeahnte Geheimnis auf.
    Elizabeth ahnt, dass ihren Mann und seinen Tod Geheimnisse umgeben, dass es düstere Seiten und Wesenszüge an ihm gegeben hat, die sie nicht kennt. Sie macht es sich schließlich zur Lebensaufgabe, dieses Geheimnis aufzudecken. Sie will ihren Mann endlich verstehen, will wissen, wer James wirklich war. Diese Aufgabe hilft ihr schließlich aus so manchem tiefen Loch, in das sie nach den schweren Schicksalsschlägen hinab gleitet, verhilft ihr wieder ins Leben.

    Man begegnet vielen interessanten, meist historisch belegten Nebenfiguren, die allesamt ausführlich und gelungen charakterisiert werden – hier beweist die Autorin (vermutlich berufsbedingtes) psychologisches Fingerspitzengefühl. Interessant ist beispielsweise auch Elizabeths kompliziertes und bis zum Ende undurchsichtiges Verhältnis zu James‘ Freund und Kollegen Hugh Palliser. Sie fühlen sich zueinander hingezogen, doch schaffen sie es nicht, zueinander zu finden, wobei James sowohl das verbindende als auch das trennende Element zwischen ihnen ist.

    Mir gefiel der detailreiche, genau beschreibende und bildhafte Stil der Autorin sehr gut. Sie hat eine eindringliche Erzählweise, die mich auch im Nachhinein noch fesselt und nachdenklich stimmt. Gerne bedient sie sich Ellipsen und kurzer Sätze zur Beschreibung von Elizabeths Pflichtbewusstsein und Selbstdisziplin. Die Protagonistin gibt sich in Gedanken selbst Befehle, was zu tun ist, und führt sie prompt aus.
    Passend zum schweren Schicksal der Elizabeth Cook ist die Grundstimmung des Romans melancholisch und nachdenklich. Das Motiv des Abschieds und des Loslassens ist das gesamte Buch über immer wieder zu spüren, die Hoffnung auf die Rückkehr des Mannes, die sich schließlich als vergeblich erweist. Gefallen hat mir auch die Art, wie die Autorin Beschreibungen von Elizabeths Umgebung, vom Wetter, der Natur oder auch der Musik mit einfließen lässt, die jeweils perfekt zur Atmosphäre der Szene passen, zu dem, was Elizabeth gerade denkt und fühlt. So werden eindrucksvoll die Emotionen der Hauptfigur übermittelt.

    Ich bin mir jetzt schon sicher, dass dieses Buch eines meiner Lesehighlights dieses Jahres sein wird und ahne, dass es mich in Gedanken noch längere Zeit verfolgen wird. Somit kann ich eine klare Empfehlung für dieses berührende Buch aussprechen.

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    literatvor 9 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Ein ungewöhnliches Buch, ein historischer Roman, in dem es um den Entdeckungsreisenden James Cook geht. Um seine Reisen, um sein Leben und vor allem um seine Frau Elizabeth. Sie hats nicht einfach gehabt, sie hat 6 Kinder zur Welt gebracht, ihren Mann geliebt und alle überlebt. Sie musste erleben, wie einer nach dem anderen sie verließ.
    Ich mag den Stil der Autorin, er ist etwas ungewöhnlich, poetisch, Elizabeth ist etwas grüblerisch und auch etwas depressiv - aber das macht sie sehr interessant. Ich frage mich nur, ob Anna Enquist verwandt oder verschwägert mit dem Autor Per Olov Enquist ist?

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    Arthanisvor 9 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Gefallen hat es mir letztendlich sehr gut, aber man muss sich auf diesen besonderen Erzählstil einlassen. Allerdings kam mir das Ende etwas straff vor - nachdem die genauen Todesumstände von Cook aufgeklärt waren, wurde nur noch abgerissen, wer wann getorben ist. Das passte so gar nicht zu dem ansonsten doch eher gemächlichen Erzähltempo.

    Die Gefühlswelt der in ihrer Zeit verhafteten Elisabeth fand ich sehr gut beschrieben.
    Eine alleinerziehende Mutter, die alle Entscheidungen selbst treffen musste, solange sie allein war. Trotzdem musste sie zurücktreten, wenn der Ehemann nach Hause kam und sie fand sich damit ab.
    Das hat mich ein wenig in Harnisch gebracht, aber so war wohl die Zeit. Wie gut, dass sich das geändert hat.

    Alles in allem ein interessanter Blickwinkel.

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    Gospelsingervor 10 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Eines der ergreifendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

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    Waldlaeuferins avatar
    Waldlaeuferinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    Hat mir gut gefallen. Mich hat besonders beeindruckt, dass diese Frau, die ja für ihre Zeit steinalt geworden ist, ein Leben lang die "Ehefrau / Wiwe Cook" war, obwohl sie tatsächlich so wenig Lebenszeit mit ihm verbracht hat. Lesenswert!

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    MonaMayfairs avatar
    MonaMayfairvor 10 Jahren
    Rezension zu "Letzte Reise" von Anna Enquist

    irgendwie hat mir etwas gefehlt.. die tiefe.. die gedanken und das innenleben von elizabeth hätte ich gerne ein bisschen mehr aufgezeigt bekommen..
    die geschichte plätscherte mehr oder weniger vor sich hin..

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