Anna Erelle Undercover Dschihadistin

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Inhaltsangabe zu „Undercover Dschihadistin“ von Anna Erelle

Anna Erelle recherchiert in den sozialen Netzwerken, mit welchen Methoden radikale islamistische Organisationen in Europa Jugendliche für den Krieg in Syrien anwerben. Unter dem Deckmantel der jungen Konvertitin Melodie nimmt sie auf Facebook Kontakt mit einem Kommandanten des IS auf und entlockt ihm Informationen über das Söldnerleben in der Kampfzone. Bereitwillig gibt der Mann Auskunft, denn er will Melodie an sich binden. Anna Erelles Buch hat Furore gemacht. Nach dem Erscheinen wurde sie vom IS mit der Fatwa bedroht und lebt nun unter Polizeischutz.

Fast schon wie ein Thriller... Erschreckend.

— KlaasHarbour
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  • Undercover Dschihadistin

    Undercover Dschihadistin
    KlaasHarbour

    KlaasHarbour

    20. October 2016 um 22:25

    Syrien: Abu Bilel al-Firansi, die rechte Hand des IS-Anführers Abu Bakr al Baghdadi sitzt in seinem SUV und skypt mit Melodie. Eine 20-Jährige, zum Islam konvertiere Frau aus Toulouse. Mit täglichen Anrufen drängt er sie dazu, doch endlich nach Syrien zu kommen und seine Frau zu werden. Was er nicht weiss: Am anderen Ende der Leitung und somit 4000 Kilometer entfernt, sitzt nicht Melodie, sondern Anna Erelle, eine Journalistin aus Paris, getarnt mit Hijab und Djelleba. Diesen beängstigenden Monat aus ihrem Leben beschreibt Anna Erelle - ein Pseudonym - in diesem Buch. Aus der Ich-Perspektive führt die Autorin mit einem schnellen, sachlichen, aber trotzdem emotionellen Schreibstil durch das Buch und lässt es erschreckend spannend werden. Fast schon ein Thriller, wenn man nicht wüsste welche beängstigenden Abgründe sich hinter den Worten auftun. 50.000 Mal hat sich das französische Original "Dans la peau d'une djihadiste" ("In der Haut einer Dschihadistin")bereits in Frankreich verkauft - Zu recht! Wer einen Einblick in das Rekrutierungsnetzwerk des Islamischen Staates gewinnen will, der zwar auf der Sicht einer Einzelnen beruht, aber erschreckend real ist, wird hier auf jeden Fall belohnt.

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  • Undercover-Dschihadistin, rezensiert von Götz Piesbergen

    Undercover Dschihadistin
    Splashbooks

    Splashbooks

    18. July 2015 um 09:33

    Es vergeht kaum ein Tag, in dem nicht eine neue Nachricht von irgendwelchen Gräueltaten der islamistischen Organisationen erscheint. Seien es die IS oder Al Qeada oder Neuigkeiten über Rekruten, die das Land verlassen. Es gibt kein Entkommen vor diesem Thema. Und umso wichtiger sind die Bücher, die einen Hintergrund für diese Ereignisse bieten. Die sich mit dem islamischen Staat an sich beschäftigen oder, wie im Falle von Anna Erelle, die Methoden offenlegen, mit denen diese Fanatiker Nachschub rekrutieren. Dabei hat Anna Erelle einen hohen Preis dafür bezahlt. Denn es handelt sich hierbei um ein Pseudonym, da die Reporterin um ihr Leben fürchten musste und seitdem von der Polizei geschützt untergetaucht lebt. Ihr Buch erschien in Frankreich einen Tag nach dem Attentat auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo. Dabei war es eigentlich nur Zufall, der dafür sorgte. Die Journalistin hat einen Fakeaccount unter Facebook. Melodie ist dort ihr Name. Und eben auf jene ist eines Tages der Dschihadist Bilel zugetreten. Was folgte, war eine Phase in ihrem Leben, die sie für immer veränderte. Fast hat das, worüber sie berichtet, etwas Komisches. Wie sie in der Rolle der naiven und unbedarften Melodie den erfahrenen Krieger teilweise in die Ecke drängt, wo er dann herumdruckst oder ungenaue Äußerungen von sich gibt. Da kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Doch dabei hat die Angelegenheit einen ernsten Hintergrund. Was zunächst wie eine bloße Spielerei anfängt, entwickelt sich immer mehr zu einer Belastung für die Journalistin. Immer mehr übernimmt Melodie quasi ihr Leben und zwingt sie förmlich dazu, eine gespaltene Persönlichkeit zu entwickeln. Selbst im Urlaub kann sie nicht ohne sie existieren, übernimmt die Arbeit einen Teil ihrer Freizeit. Entspannen oder Vergnügen mit ihrer Freundin ist nicht. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22186/undercover_dschihadistin_wie_ich_das_rekrutierungsnetzwerk_des_islamischen_staats_ausspionierte

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  • Ein Buch, das viele Informationen liefert und in seiner Brisanz unter die Haut geht

    Undercover Dschihadistin
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    „Wie ich das Rekrutierungsnetzwerk des Islamischen Staates ausspionierte“ – davon erzählt spannend und fesselnd die Journalistin Anna  Erelle in diesem Buch. Sie beginnt zunächst in den sozialen Netzwerken zu recherchieren und findet heraus, mit welchen Taktiken und Methoden radikale islamistische Organisationen in ganz Europa vor allem Jugendliche anwerben für den Krieg und den Kampf in Syrien und im Irak. Sie schafft sich ein Alter Ego namens Melodie als begeisterte Konvertitin, die dem Islam dienen will. Sie kommt in Kontakt mit einem Kommandanten des Islamischen Staates, dem erfahrenen Rekrutierer Abu Billel. Er fordert sie bald schon auf, nach Syrien zu kommen und verspricht ihr ein wunderbares Leben an seiner Seite. Vier Wochen lang schafft es Anna Erelle, die Kommunikation über das Internet in die Länge zu ziehen und dem Terroristen während dieser Zeit eine große Menge an Informationen über das Söldnerleben in der Kampfzone und über die Strategie und die Ideologie des Islamischen Staates aus der Nase zu ziehen. War die ganze Sache zu Beginn noch eine vielleicht ungewöhnliche journalistische Recherche, so wird ihr erst allmählich deutlich, in welche Gefahr sie sich schon mit ihrer ersten Kontaktaufnahme begeben hat. Auch acht Monate später (was dazwischen passiert, wird hier nicht verraten) resümiert sie: „Das Damoklesschwert schwebt noch immer über mir – mehr denn je.“ Ein Buch, das viele Informationen liefert und in seiner Brisanz unter die Haut geht.

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    • 3
    awogfli

    awogfli

    03. July 2015 um 08:32
  • Thriller aus dem wahren Leben

    Undercover Dschihadistin
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. May 2015 um 12:05

    Thriller aus dem wahren Leben Anne Erelle war da. Nicht wie manche Journalistin entweder in gewisser Distanz oder wie Todenhöfer in „offizieller Mission“ „Auge in Auge“, sondern“in Beziehung“ per Tastatur und Skype hat sie Kontakt hergestellt zum Rekrutierungsnetzwerk des IS. Im Frühjahr 2014 hat Erelle Kontakt über Facebook aufgenommen (und wie einfach das letztlich ging, irritiert schon unbemein) und sich dem Rekrutierungsnetzwerk des IS quasi „angedient“ als vermeintlich zum Islam konvertierte Christin. Mit dieser Hintergrundgeschichte versehen, mit dem Wissen (und der Bekanntheit zu einigen Betroffenen), das auch aus ihrem persönlichen Umfeld Menschen nach Syrien aufgebrochen waren um sich dem IS anzuschließen, musste sie Tatsächlich nur den „Köder“ eines entsprechenden Facebook-Accounts auswerfen und abwarten (nicht lange), bis sie in das Blickfeld von IS Kontaktpersonen, „Rekrutierern“ gerät. Trotz der digitalen Distanz, bei der Lektüre wird klar, dass dies ein persönlich sehr mutiger Schritt war und bleibt, denn die Möglichkeiten der „anderen Seite“, sich ihre möglichen neuen Rekruten näher anzusehen, sind durchaus vorhanden, die Obacht, dass kein Blick hinter den „Fake-Account“ geworfen werden kann bedarf ständiger und hoher Konzentration. Beileibe nicht nur während des Kontaktes, sondern gerade durch ihre Veröffentlichung ihrer Erkenntnisse und Information. Bis zum heutigen Tag gilt Anna Erelle seitdem als gefährdete Person und weiß, wie langatmig die Geduld des IS ist, wenn es um seine „erklärten“ Feinde geht. Was den Leser im Buch aber vor allem von der ersten Seite an fasziniert ist die Schilderung und Intensität dieses Kontaktes. Denn hier geht es nicht um sachliche Informationen an „die Neue“, nicht um vordergründigen Fanatismus in den Augen oder gar Schaum vor dem, vorweniger um einen rauen martialischen Umgangston, sondern es ist ein echtes, intensives „Umgarnen“, welches im Lauf der Wochen stattfindet. Komplimente, blumig -romantische Umschreibungen bis hin zum Heiratsantrag und in diesem Teil der Verführung der vermeintlich innerlich suchenden Frau dann, ganz geschickt verbunden, erweitert um Elemente des Lebenssinns, etwas Gutes zu tun, humanitär zur Seite zu stehen, Gottes Werk an den Menschen mit ganzem Herzen zu tun. Mit einem Gegenüber, der attraktiv wirkt, modern und gut gekleidet ist, gute Umgangsformen aufweist, nicht unangenehm bedrängend wird, sondern immer einfühlsam und zugewandt erscheint. Und der immer wieder darauf achtet, das „Eigentliche“, Tod und Krieg und Jagd auf „die anderen“ an den Rand zu schieben versteht. Auch wenn er an entsprechenden Stellen keinen Hehl aus der „Zukunftserwartung“ macht. Eher aber, um kurze, prägnante Botschaften zu verankern und dann wieder das Thema auf die „schönen Dinge des dschihadistischen Lebens“ zu bringen, „Diese Diskrepanz zwischen bekennendem Fanatismus und den Posen eines ewig halbwüchsigen bringt mich aus der Fassung“. Vieles erzählt jener Bilel im Plauderton, lässt erkennen, dass er kein kleines Lichts innerhalb des IS ist und führt ab einem bestimmten Zeitpunkt auch den „Ausbildungsweg für die Neuen“ ausführlich aus . „Jeder hat seine Aufgabe“. Sprachkurs, Schießübungen, erfahren Kämpfer als Mentoren, nach 14 Tagen die ersten Kampferfahrungen, verpackt in „Angebote“, natürlich auch als Krankenpflegerin oder Koran-Unterrichtende einen Platz finden zu können. „Das Leben ist schön hier und spottbillig“. Ein faszinierendes, erschreckendes, den Kern nicht nur der Rekrutierungsstrategie, sondern auch des Denkens des IS aufzeigend und eine rundweg zu empfehlende, wichtige Lektüre, für die man Anna Erelle dankbar sein muss. Für ihren Mut und ihren klare, journalistischen Blick, das Wesentliche an möglichen Informationen tatsächlich „herausgelockt“ zu haben.

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