Anna Fienberg

 3.1 Sterne bei 15 Bewertungen

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Chris_86s avatar

Rezension zu "Mein kleiner Freund Taschi" von Anna Fienberg

Diebstahl und Lüge werden verharmlost
Chris_86vor einem Jahr

Aufmachung des Buches

Bei diesem Hardcover Buch kann man bereits den Protagonisten der Geschichten, Taschi, sehen. Er kommt auf dem Rücken eines Schwans zu Jack geflogen, dem er seine Abenteuer erzählt. Im Hintergrund kann man schon einige der Figuren aus den kommenden Geschichten sehen. Der Buchrücken ist nicht glatt, sondern besteht aus grobem, bedrucktem Stoff.

Inhalt

Das Buch gliedert sich in sechs Kapitel. Es sind größtenteils unzusammenhängende, in sich abgeschlossene Geschichten, in denen Taschi es unter anderem mit Riesen, Geistern und einem Drachen aufnehmen muss.

Umsetzung

Die s/w Bilder sind sehr schön und voller Details, bei denen Kinder viel entdecken können. Texte und Bilder machen ungefähr je eine Hälfte des Buches aus.

Jack wirkt zu Anfang des Buches wenig sympathisch und patzig. Sein Vater stellt Fragen zu seinen Erzählungen und er antwortet immer wieder „‘Das ist doch ganz egal‘, sagte Jack, ‚immer willst du so unwichtige Sachen wissen!‘“ (S.10) oder „Und jetzt erzähle ich gar nichts mehr.“ (S. 11)

Die Geschichten sind zum Teil nicht nachvollziehbar. Ein Drache ist traurig, denn er ist der letzte seiner Art. Warum er seine Familie aufgefressen hat, bleibt ein Rätsel. Und anstatt ihn aufzumuntern, lockt Taschi ihn in eine Falle, damit er in den Fluss stürzt und sein Drachenfeuer erlischt.

Die Riesen sind zerstrittene Eheleute. Die Ehefrau sagt ihm gegenüber Dinge wie „‘Bist du das Dschintu, du mückenzerstochener Trampel von nichtsnutzigem Ehemann?‘“ (S.54) oder „‘Tschintu, schweineköpfiger Trampel von einem Ehemann […]‘“ (S.60) Es gibt eine Illustration, in der sie ihn an den Haaren zieht und bedrohlich eine Keule schwingt. Tschintu seinerseits hat seine Frau in einen Käfig eingesperrt.

In der letzten Geschichte geht es um Baron Adlernase. Er ist gemein und gierig. Damit die Dorfbewohner ihre Häuser von ihm kaufen und den überhöhten Mieten entgehen können, stiehlt Taschi Gold aus Adlernases Schatzhöhle und die Dorfbewohner lügen diesem vor es sei von deren Kindern gesandt worden. Jacks Vater findet so ein Verhalten vollkommen in Ordnung und sagt: „‘Baron Adlernase hat bekommen, was er verdient hat […]‘“ (S. 156)

Fazit

Das Kinderbuch kann mich nicht überzeugen. Das schönste an ihm sind die gelungenen Illustrationen. Die Texte sind für Kinder verständlich geschrieben, doch ich finde den Inhalt ungeeignet. Es ist kein Grund erkennbar, warum die Eheleute sich gegenseitig beleidigen, einsperren oder vielleich sogar schlagen und auch das Motiv des Drachen, der seine Familie gefressen hat, bleibt unklar. Schlimm wird es für mich dann aber doch, wenn Taschi den traurigen Drachen in eine Falle lockt oder Jacks Vater Lüge und Diebstahl in Ordnung findet. An der Stelle frage ich mich, ob die Autorinnen auch gerne ein stehlendes und lügendes Kind hätten.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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Engel1974s avatar

Rezension zu "Mein kleiner Freund Taschi" von Anna Fienberg

Geschmackssache wir selber fanden die Geschichten zu überzogen, zu fantasievoll
Engel1974vor einem Jahr

„Mein kleiner Freund Taschi“ von Anna & Barbara Fienberg erzählt eine sehr fantasievolle Geschichte für Kinder ab 5 Jahren.

Um was geht es?

Taschi ist ein kleiner „Wicht“ und der beste Freund von Jack. Auf einem Schwaan dahergeflogen trat Taschi eines Tages in Jacks Leben. In diesem Buch erzählt Taschi nun von seinen sonderbaren Abenteuern, da gibt es Geschichten mit Drachen, Riesen und Gespenstern.

Meinung:

Die Geschichten vom kleinen Taschi sind „unglaublich“, magisch und fantastisch, für unseren Geschmack etwas zu sehr fantastisch, so dass sie nicht alle Kinder gleich gut finden werden. So erging es mir mit den Kindern in meinem Leseclub, einige der Kinder waren total begeistert von Taschis Abenteuern, andere wiederum fanden sie unlogisch, überzogen und diskutierten viel miteinander über so manche Szene.

Taschi ist eine Figur, die ebenfalls nicht bei allen Kindern, aber auch Erwachsenen auf Zustimmung treffen wird. Er wird so dargestellt, als wenn er immer alles gut kann, immer alles besser weis und kommt als regelrechter „Besserwisser“ rüber. Manchen Kindern war seine Rolle egal, dass sie den Fokus auf die Geschichten gelegt hatten, anderen wiederum war er nicht gerade sympathisch.

Der Handlung fehlt leider insgesamt auch der rote Faden, der Anfang ist lt. Meinung der Kinder „eigenartig“, denn hier wird man sprichwörtlich ins kalte Wasser geschmissen, viele Fragen entstehen und auch das Ende ist ziemlich offen gehalten. Die Geschichten lassen so keinen Zusammenhang erkennen und wirken eher wie eine Abhandlung von Kurzgeschichten.

An Illustrationen gibt es viele in diesem Buch, sie alle sind in schwarz-weißen Tönen gehalten und wirken manchmal humorvoll, aber manchmal auch etwas „grusselig“. Viele Kinder hätten sich zu diesem Buch und den Geschichten eher farbige Illustrationen gewünscht und man merke richtig, wie es ihnen in den Fingern juckte, die Illustrationen mit Farbe zu versehen.

Der Schreibstil ist zwar kindgerecht, aber für Kinder ab 5 Jahren doch etwas zu fantasievoll, so kann es vom Verständnis her etwas schwer werden, ich würde empfehlen das Lesealter hier höher anzusetzen.

Fazit:

Insgesamt lässt das Buch mich und die Kinder mit gemischten „Gefühlen“ zurück. Hier ist es wohl Geschmackssache des Kindes ob die Geschichten ankommen oder nicht. Manche waren begeistert, andere wiederum fanden sie zu „fantasievoll“

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Seelensplitters avatar

Rezension zu "Mein kleiner Freund Taschi" von Anna Fienberg

Märchen neu erzählt
Seelensplittervor 3 Jahren

Meine Meinung zum Buch Mein kleiner Freund Taschi

Erwartung und Aufmerksamkeit:
Warum ich zu diesem Buch griff, das verrate ich euch auf meinem Blog :)

Inhalt in meinen Worten:
Taschi, ein kleiner Wicht erzählt seinem Menschenfreund Jack so einige Geschichten. So kann man Gespenstern, Drachen und vielen anderen Figuren begegnen.

Ein Vorlesebuch das fantastisch und magisch ist.

Wie fand ich das gelesene?
In diesem Buch ist der Hauptakteur Taschi der mit einem Schwan in die Umgebung von Jack gerät. Dabei präsentiert er so einige Abenteuer und Geschichten, wer tiefer blickt, kann sogar alt bekannte Geschichten in den Geschichten von Taschi entdecken.

Dennoch muss man sich erst einmal an den Wicht Taschi gewöhnen. Der mega schlau, mega weise und für alles Problem eine Lösung hat, das wiederum finde ich für Kinder nicht nur gut, denn Kinder sollten ruhig auch durch Bücher lernen, dass eben nicht alles sofort und schnell lösbar ist, sondern dass man hin und wieder mit Problemen zu kämpfen hat, wobei die Geschichte mit den Räubern, die in diesem Buch zu finden sind, eigentlich gut das wiedergibt, was mein Bedenkpunkt ist.

Illustrationen:
Nachdem das Buch schon eher wie ein Bildband anregt, aufgrund dessen, dass die Illustrationen auf jeder Seite zu finden sind, finde ich das ganz interessant, so haben schon ganz kleine Kinder mit diesem Buch ihre Freude. Wenn sie dann lesen können, können sie dank den Bildern noch tiefer blicken.

Fazit:
Für mich ist Taschi ganz liebevoll und interessant gestaltet, jedoch wirkte das Buch eher wie ein Kurzgeschichtenbuch, dass man schnell lesen kann.

Sterne:
Ich gebe diesem Buch 4.

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