Anna Funder

 4.2 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor von Alles was ich bin, Stasiland und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Anna Funder

Alles was ich bin

Alles was ich bin

 (48)
Erschienen am 26.03.2015
Alles, was ich bin

Alles, was ich bin

 (0)
Erschienen am 24.04.2014
Stasiland

Stasiland

 (8)
Erschienen am 21.09.2011
All That I am

All That I am

 (1)
Erschienen am 10.05.2012

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Rezension zu "Alles, was ich bin" von Anna Funder

In Memoriam
wallivor 6 Monaten

Dieses Buch ist eine Erinnerung an ganz viele Opfer des Widerstands. So viele Namen, vielleicht mal gehört aber nie so vertieft: Ernst Toller, Dora Fabian, Berthold Jacob Salomon, Hans Eisner, Das Ehepaar vion Schleicher und und und. Wer sich für Geschichte interessiert, kommt voll auf seine Kosten. Und ich finde es sehr einfühlsam, abwechselnd aus der Sicht von Ernst Toller und Ruth Wesemann geschrieben. Mich hat es sehr mitgenommen in diese Zeit, sehr authentisch.

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Rezension zu "Alles, was ich bin" von Anna Funder

Rezension zu "Alles, was ich bin"
Schatzdosevor 3 Jahren

Schade, ich hatte mich so darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Aber irgendwie hat es nicht gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Die Geschichte war sehr langatmig. Ich konnte mich gar nicht so richtig in die Personen hineinversetzen. Vielleicht hätte es geholfen, wenn die äußeren Umstände noch mehr thematisiert worden wären. Zwischendurch habe ich mich häufig gefragt, mit welchem Ziel dieses Buch geschrieben wurde. Um das Andenken an die Freundin zu bewahren? Hätte es dafür nicht andere Wege gegeben? Gegen Ende kommt etwas mehr Dynamik in die Sache (und damit meine ich jetzt nicht die Selbstmorde) und es fiel mir wieder leichter, bis zum Schluss durchzuhalten.

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Lilli33s avatar

Rezension zu "Alles was ich bin" von Anna Funder

Eine gelungene Kombination von Fakten und Fiktion
Lilli33vor 3 Jahren

Eine gelungene Kombination von Fakten und Fiktion

Dieser Roman beruht auf langen Gesprächen der Autorin mit Ruth Blatt (im Roman Ruth Becker bzw. Ruth Wesemann), der Cousine und engen Freundin Dora Fabians. Dora Fabian wiederum war die Sekretärin und zeitweise Geliebte des berühmten Schriftstellers und Revolutionärs Ernst Toller und wie er und auch Ruth im Widerstand gegen die Nazis aktiv. Im vorliegenden Buch geht es vor allem um diese drei Persönlichkeiten. Dabei hat die Autorin Anna Funder historische und biografische Tatsachen geschickt mit Fiktion verbunden, sodass ein authentischer und gut lesbarer Roman entstanden ist.

Dabei ist Dora Fabian die tragende Figur. Zwar wird abwechselnd aus den Perspektiven von Ernst Toller und Ruth Becker erzählt, doch im Mittelpunkt von deren Erzählungen steht fast immer Dora. Sie ist diejenige, die die anderen zusammenhält, die den Überblick hat, die grandiosen Mut beweist.

Sprachlich ist der Roman hervorragend. Die Atmosphäre der 1930er Jahre lebt dadurch in einer einzigartigen Weise auf, wie ich sie noch nie erlebt habe. Ich muss zugeben, ich bin geschichtlich nicht besonders interessiert, aber Anna Funder konnte mich fesseln und mir diese schlimme Zeit der deutschen Geschichte nahebringen, indem sie mich dicht an der Seite der Protagonisten durch die Handlung führte.

Mit den Perspektivwechseln hatte ich zuweilen leider meine Probleme – es waren mir einfach zu viele und teilweise zu abrupte Wechsel. Funder springt von Toller zu Ruth, von der Gegenwart in die Vergangenheit, und in der Vergangenheit auch wieder in verschiedene Zeiten. Oft brauchte ich nach einem Wechsel einige Zeit, um mich beim Lesen wieder zurechtzufinden. Manche Teile der Erzählung hätte man vielleicht auch ein wenig straffen können.

Fazit:
Ein wichtiger und lesenswerter Roman, der dem Leser den deutschen Widerstand und die brutale Vorgehensweise der Nazis vermittelt, dabei aber die Einzelpersonen und -schicksale hervorhebt.

★★★★☆

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