Anna Funder

 4.2 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Alles was ich bin, Stasiland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Funder

Anna Funder, 1966 geboren, studierte in Melbourne und Berlin Germanistik, Englische Literatur und Rechtswissenschaften. Seit Ende der neunziger Jahre arbeitet sie als freie Autorin. Für ihr erstes Buch »Stasiland« (2002) erhielt sie den Samuel Johnson Award, den angesehensten Sachbuch-Preis in der englischsprachigen Welt. Ihr Roman »Alles, was ich bin« (S. Fischer, 2014) basiert auf einer wahren Begebenheit: 1935 wurden zwei bekannte deutsche Widerstandskämpferinnen vergiftet in ihren Betten aufgefunden. Das Schlafzimmer ihrer Wohnung im Londoner Exil war verschlossen. Die Bekanntschaft Anna Funders mit Ruth Blatt, einer Freundin dieser beiden Widerstandskämpferinnen, veranlasste die Autorin, Recherchen zu den mysteriösen Todesfällen in London anzustellen. In ›Alles, was ich bin‹ löst Funder die rätselhaften Tode mit einer Fiktion voller Mut, Liebe und Verrat. Der internationale Bestseller wurde allein in Australien mit dem renommiertesten Literaturpreis, dem Miles Franklin Prize, und sechs weiteren Preisen ausgezeichnet. Ihr Werk ist in 25 Sprachen übersetzt. Anna Funder lebt in Sydney.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anna Funder

Cover des Buches Alles was ich bin (ISBN: 9783596193288)

Alles was ich bin

 (48)
Erschienen am 26.03.2015
Cover des Buches Stasiland (ISBN: 9783596522705)

Stasiland

 (10)
Erschienen am 25.09.2019
Cover des Buches Alles, was ich bin (ISBN: 9783839851982)

Alles, was ich bin

 (0)
Erschienen am 24.04.2014
Cover des Buches All That I am (ISBN: 9780670920426)

All That I am

 (1)
Erschienen am 10.05.2012

Neue Rezensionen zu Anna Funder

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Rezension zu "Stasiland" von Anna Funder

‚Die DDR ist verschwunden, doch ihre Überbleibsel sind noch allgegenwärtig.‘
sabatayn76vor 8 Monaten

‚Die DDR ist verschwunden, doch ihre Überbleibsel sind noch allgegenwärtig.‘ (Seite 17)

Im Jahre 1987 kam die Australierin Anna Funder zum ersten Mal nach Berlin und lebte im Westen der Stadt. Nach dem Fall der Mauer kehrte sie zurück und machte sich daran, ‚ein paar Geschichten aus diesem auf Abwege geratenen Land aufzutreiben‘ (Seite 25).

Dafür interviewt sie sowohl Opfer der Diktatur, z.B. Inhaftierte, als auch Täter, z.B. Mitarbeiter der Stasi.

In ihrem bereits 2002 im englischen Original und 2004 erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Buch ‚Stasiland‘ erzählt sie von Widerstand, Flucht, Folter, Gefängnis, Propaganda und von der Macht der Stasi.

Funder hat für ihr Buch sehr genau recherchiert und sehr detailliert beobachtet. Das Resultat ist ein Buch, das die verschiedenen Facetten einer Diktatur beleuchtet und den Leser in hautnahen Kontakt zu den Menschen im Buch bringt, wodurch man bei der Lektüre tiefe Einblicke in das Leben in der DDR erhält, aber auch ganz allgemein verstehen kann, wie Menschen in einer Diktatur ‚ticken‘.

Ich habe durch ‚Stasiland‘ viel dazugelernt, obwohl ich selbst in der DDR aufgewachsen bin und mich schon intensiver mit dem Thema DDR beschäftigt habe.

‚Ich bin an einem Ort gewesen, wo das, was gesagt wurde, nicht stimmte und das, was stimmte, nicht erlaubt war, wo Leute hinter Türen verschwanden und man nie wieder von ihnen hörte oder in andere Sphären geschmuggelt wurden.‘

‚Wirklich? Wie hast du diese Leute gefunden?‘

‚Sie sind alle unter uns [...]. Hier war immerhin der Osten.‘ (Seite 207f)

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W

Rezension zu "Alles, was ich bin" von Anna Funder

In Memoriam
wallivor 2 Jahren

Dieses Buch ist eine Erinnerung an ganz viele Opfer des Widerstands. So viele Namen, vielleicht mal gehört aber nie so vertieft: Ernst Toller, Dora Fabian, Berthold Jacob Salomon, Hans Eisner, Das Ehepaar vion Schleicher und und und. Wer sich für Geschichte interessiert, kommt voll auf seine Kosten. Und ich finde es sehr einfühlsam, abwechselnd aus der Sicht von Ernst Toller und Ruth Wesemann geschrieben. Mich hat es sehr mitgenommen in diese Zeit, sehr authentisch.

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S

Rezension zu "Alles, was ich bin" von Anna Funder

Rezension zu "Alles, was ich bin"
Schatzdosevor 4 Jahren

Schade, ich hatte mich so darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Aber irgendwie hat es nicht gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Die Geschichte war sehr langatmig. Ich konnte mich gar nicht so richtig in die Personen hineinversetzen. Vielleicht hätte es geholfen, wenn die äußeren Umstände noch mehr thematisiert worden wären. Zwischendurch habe ich mich häufig gefragt, mit welchem Ziel dieses Buch geschrieben wurde. Um das Andenken an die Freundin zu bewahren? Hätte es dafür nicht andere Wege gegeben? Gegen Ende kommt etwas mehr Dynamik in die Sache (und damit meine ich jetzt nicht die Selbstmorde) und es fiel mir wieder leichter, bis zum Schluss durchzuhalten.

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