Ich habe sie geliebt

von Anna Gavalda 
3,8 Sterne bei279 Bewertungen
Ich habe sie geliebt
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Positiv (183):
gsts avatar

Ein starker, emotionsgeladener Roman über die Liebe, sowie das daraus entstehende Glück und Unglück

Kritisch (24):
Ophiuchuss avatar

Hat mich leider nicht so mitgerissen.

Alle 279 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ich habe sie geliebt"

Pierre und Chloé haben nichts gemeinsam. Chloé ist Anfang dreißig, hat zwei kleine Töchter und wurde gerade von ihrem Mann verlassen. Pierre ist Mitte sechzig, ihr Schwiegervater, und ein unsensibler, arroganter Bourgeois. So dachte sie zumindest - bis er sie und die Kinder mitnimmt ins Ferienhaus der Familie. Chloé erkennt hinter der autoritären Maske einen aufmerksamen Zuhörer und gewinnt einen Freund, der eine überraschende Lebensbeichte ablegt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596509829
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.01.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.02.2006 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    AnjaLG87s avatar
    AnjaLG87vor einem Monat
    Nette Momentaufnahme, schön geschrieben, aber nichts Besonderes

    Das Buch habe ich in kürzester Zeit gelesen.

    Wie Anna Gavalda hier eine kurze Zeitspanne
    einer Frau mit ihrem Schwiegervater in einem
    winterlichen Ferienhaus beschreibt, ist 
    sprachlich sehr schön und wirklich gut lesbar. 
    Inhaltlich handelt es sich aber um das große
    Thema Liebe und Beziehung, was mich 
    nicht sonderlich interessiert. Demzufolge ist
    diese Lektüre ein netter Zeitvertreib, aber 
    für mich nichts Besonderes fürs Bücherregal. 

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    gsts avatar
    gstvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein starker, emotionsgeladener Roman über die Liebe, sowie das daraus entstehende Glück und Unglück
    Die Liebe von zwei Seiten betrachtet

    Cloé wurde von ihrem Mann verlassen. Nun lädt ihr Schwiegervater sie ins Wochenendhaus ein, um ihr zu zeigen, dass sie weiterhin zur Familie gehört. Er erinnert sie an ihren ersten Besuch hier und wünscht sich nichts sehnlicher, als sie nicht zu verlieren. Im Laufe der Tage öffnet er sich und erzählt aus seinem Leben, von seiner großen Liebe, warum er sie nur ansatzweise gelebt hat und wieviel Leid dadurch entstand.

    Dies ist ein Buch, das aus dem Leben erzählt. Denn dass der Ehegefährte ein Leben lang nur seine Angetraute liebt, ist zwar ein Herzenswunsch, doch nicht immer realisierbar. Pierre berichtet Cloé „von der anderen Seite“ und erntet - zumindest bei mir – Verständnis. Auch Cloé beginnt über ihr Leben nachzudenken.

    Die Autorin wählt eindringliche Worte und Metapher. „Leute, die innerlich starr sind, prallen auf das Leben und tun sich ständig weh, während Leute, die innerlich weich sind – nein, nicht weich, biegsam vielleicht, ja genau, innerlich biegsam, na ja, wenn diese einen Schlag abkriegen, leiden sie weniger.“ (Seite 123)

    Das Buch, das einige Lebenserfahrung beinhaltet, hat laut Wikipedia einen autobiografischen Bezug. Gut vorstellbar, da die Geschichte sehr authentisch herüberkommt. Der 2002 erschienene Roman der 1970 geborenen Anna Gavalda wurde 2009 mit Daniel Auteui verfilmt.

    Fazit: Lesenswert!

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    blaues-herzblatts avatar
    blaues-herzblattvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Voller Traurigkeit, Leben und vergangenem Glück.
    Ein ungewöhnliches Gespräch

    Ein typisches Anna Gavalda-Buch, das mir mal wieder gezeigt hat, warum ich ihre Bücher so sehr zu schätzen weiß.

    Die Geschichte dreht sich um die gerade verlassene Chloé und ihren Schwiegervater Pierre, der im Alltag so gut wie nie Gefühle erahnen lässt.
    Die beiden kommen in einem alten Landhaus zwischen Kindern, gutem Essen und viel Wein in ein Gespräch. Ein Gespräch das ihre Sichtweisen verändern wird?

    Wie ich schon erwähnt habe, bin ich ein großer Fan von der Art und Weise wie Anna Gavalda schreibt und auch hier mochte ich ihre Art Dinge nicht immer auszusprechen, sondern sie durch Satzbrüche und Absätze zwischen den Zeilen deutlich zu machen. Ich halte ihre Bücher für psychologisch wertvoll. Dieses Buch schafft es wunderbar den Konflikt des Ehebruchs und der Sitzengelassenen aus Perspektiven zu beleuchten, die mir bis dato unbekannt waren oder ich in dieser Tiefe nicht so sehen konnte. Und auch sprachlich gibt es so viele wundervoll wertvolle Stellen. Stellen an denen ich die Luft angehalten sind, weil sie in so einfache Sätze verpackt sind aber so viel dahinter erahnen lassen. So schafft sie es, ein ganzes Leben und eine Situation in ein Buch zu packen und dem Leser nah zu bringen.

    Für mich ist es ein Buch mit Tiefgang, und keins zum luftig leichten reinschmökern. Wer aber schonmal in ein Anna Gavalda-Buch reingelesen hat und mit dem Schreibstil zurecht kommt und nebenbei ein wenig über das Leben nachgrübeln will, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine nette kleine Geschichte um Liebe, verpasste Gelegenheiten und Pflichtgefühl.
    Ich habe sie geliebt

    Anna Gavalda ist eine meiner Lieblingsautoren. Lange habe ich darauf gewartet auch endlich den letzten mir noch fehlenden Roman zu lesen. Da Kurzgeschichten nicht so mein Fall sind, werde ich von ihrem aktuellen Buch wohl (leider) Abstand nehmen. Dennoch hoffe ich auf weitere Romane von ihr.
    In ihrem Debüt-Roman ist Chloé am Boden zerstört. Ihr Mann Adrien hat sie für eine andere Frau samt Kindern sitzen gelassen. Es kam so plötzlich für sie, dass Chloé es kaum verarbeiten kann. Und ausgerechnet ihr Schwiegervater Pierre, der Kotzbrocken, wie Chloé ihn nennt, eilt in dieser schweren Stunde ihr zu Hilfe und erzählt ihr die schönste Liebesgeschichte, die man sich nur vorstellen kann.
    Ich muss gestehen, ich hatte doch ein wenig mehr erwartet. Anna Gavalda schreibt schön, gefühlvoll, aber man merkt doch irgendwie, dass es ihr erster Roman ist. Ihre folgenden Bücher haben mir alle besser gefallen, dennoch mag ich ihren flüssigen, leichten, nahen Stil sehr gerne und werde natürlich auch weiterhin nach ihren Büchern Ausschau halten.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ungewohnter Stil - ungewöhnliches Buch. Hat mich am Ende doch mehr bewegt als ich am Anfang gedacht hätte.
    "Ich habe sie geliebt" - das Geständnis eines alten Kotzbrockens

    Chloé wurde von ihrem Mann verlassen - da schlägt ihr Schwiegervater vor, sie und die beiden Kinder mit in ihr Landhaus zu nehmen. Der Mann, der sonst emotional kalt, egoistisch und nicht von dieser Welt wirkt, blüht auf und so kommt es, dass er ihr eine Geschichte erzählt, die Chloé nie für möglich gehalten hätte: dass auch er einmal geliebt hat.



    Nachdem ich mich bei meinem letzten Buch so schwer getan habe, dachte ich: Ein kleines Büchlein ist doch mal gar nicht schlecht. Und so habe ich mich für dieses Werk, das mir meine Mutter in die Hand gedrückt hat, entschieden.

    Gerade der anfängliche Stil hat mich doch sehr irritiert. Es wird viel gesprungen. Kleine Sequenzen wechseln dich ab. Das Buch strotzt vor Absätzen und kleinsten Sinneinheiten, die teilweise nur einige Zeilen betragen. Ich wurde nicht so wirklich warm damit, habe mich schwer getan. Erst als ich meine Einstellung dazu verändert habe wurde es besser. Ich habe versucht nachzuvollziehen, wieso der Stil so ist. Und erstaunlicherweise konnte ich mich dann damit anfreunden. Damit, dass es verworren sein darf, weil die Geschichte verworren ist. Dass das Kleinteilige gewollt sein könnte, eben weil das Leben von Chloé zerbrochen ist und wieder zusammengefügt werden soll. Und mit dem großen Gespräch zwischen ihr und Pierre werden die Sequenzen länger. Werden die Sinneinheiten größer. Es scheint tatsächlich eine Art Entwicklung zu geben, die sich nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Textgestaltung, im Aufbau wiederfindet.

    Dabei besteht das Buch gefühlt zu 85 Prozent aus Dialog. Am Anfang war noch etwas mehr innere Perspektive von Chloé zu sehen, dann entwickelt sich das Buch weiter. Das Gespräch, das Geständnis wird immer zentraler. Und so wird auch der Dialog zwischen den beiden immer zentraler. Alles andere wird weitgehend ausgeblendet. Hier ein Hinweis auf das brennende Feuer. Da ein Hinweis auf das Husten der Tochter. Sonst bleibt es beim Gespräch. Und es war richtig. Es hat sich so richtig richtig angefühlt. Auch wenn es manchmal ein wenig schwierig war, die Personen zu verfolgen - obwohl es nur zwei waren. Der Dialog war so dermaßen wichtig für das ganze Buch. Für das Gefühl des Lesers. Als wäre etwas aufgebrochen. Etwas Großes.

    Und das Große war eben dieses Geständnis. Die sonst so vorlaute Chloé wird auf einmal ruhig und hört gebannt zu. Ihre Kommentare werden weniger fies und man hat richtig den Eindruck, dass sie anfängt, diesen Mann zu verstehen, auch wenn sie noch nicht nachvollziehen kann, was das mit ihrer Situation zu tun hat. Warum er seinen Sohn verteidigt, der sie doch verlassen hat. Hier ist besonders der letzte Satz entscheidend und der ist mir am meisten ans Herz gegangen:

    "Ich werde mich schlafen legen, ich werde dich im Dunkeln zurücklassen, wenn du das willst, aber bevor ich das Licht lösche, würde ich dir gerne noch eine Frage stellen. Ich stelle sie nicht dir, ich stelle sie nicht mir, ich stelle sie der Holzverkleidung an der Wand:
    >Hätte dieses kleine dickköpfige Mädchen nicht lieber mit einem glücklichen Papa zusammengelebt?<"

    Diese letzte Frage hat in meinem Kopf alles zusammengefügt und mich hätte interessiert, was Chloé darüber denkt. So endet das Buch offen und hat doch einen runden Abschluss, der bei mir immer noch eine Gänsehaut verursacht. Denn das Thema als solches ist gerade in der heutigen Gesellschaft doch unfassbar groß: bleibe ich mit einem Menschen aus Gewohnheit zusammen oder öffne ich mich einem neuen Menschen, der mir Möglichkeiten liefert und den ich liebe? Habe ich den Mut, mich meinen Gefühlen zu stellen, auch wenn ich dafür vielleicht jemanden verletzen muss? Wie gehe ich mit mir und meinem Leben um?


    Dabei sind gerade die beiden Protagonisten unterschiedlicher wie man es sich vielleicht nur denken kann. Ich hätte gerne Geschichten von Chloé aus einer glücklicheren Zeit gehört. Wie ich die glückliche Geschichte von Pierre gehört habe. Aber es passte nicht hier rein. Es war wichtig, die traurige, aber starke Chloé zu sehen, die all ihr Mögliches tut und daran trotzdem scheitert. Die weint und nicht alles liefern kann. Und die trotzdem sarkastisch und ironisch sein kann, die mal lacht und erstaunt ist. Vielleicht brauchte sie diese Geschichte ihres unausstehlichen Schwiegervaters, um ihr eigenes Leben wieder in den Griff zu bekommen - wenn sie es denn in den Griff bekommt. Aber letztlich tun wir das doch alle, oder? Es war wichtig, dass Pierre in einem neuen Licht dargestellt wird. Er ist immer noch nicht von dieser Welt. Er hat immer noch eine sehr eigene Art. Aber er ist ein Stück menschlicher geworden über den Verlauf des Buches hinweg. Eine Leistung, die ich sehr schätze.


    Sprachlich ist das Buch recht einfach gehalten, arbeitet aber trotzdem mit einer Menge an Stilmitteln. Gerade die Satzstruktur ist häufig parataktisch, abgehackt. Gavalda erzeugt mit ihrer Schreibweise eine erst unangenehme Stimmung, die gerade auch durch die Unhaltssprünge zustande kommt, um dann in einen tiefen Fluss zu kommen, der nur durch die im Gespräch entstehenden Brüche gedämpft wird. Da ist die Unsicherheit von Pierre, wenn er von seine Liebe zu Mathilde spricht. Von den Ereignissen, die ihn so haben leben lassen, wie er es getan hat.



    Ich habe dem Buch absolut Unrecht getan, als ich zu Beginn meinte, dass es, wenn es so weiterginge, nicht mein Buch würde. Es war fabelhaft. Es war ungewohnt - ja. Aber mit der Veränderung meiner Einstellung dazu wurde es besser. Man muss dem Buch sehr offen gegenübertreten, auch aufgrund der Thematik als solcher. Wenn man das schafft, dann hält man hier einen kleinen Schatz in Händen, der bewegt, der berührt und der tiefer geht, als man im ersten Moment von diesem Büchlein erwarten würde.

    Kommentare: 2
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    Chica 75s avatar
    Chica 75vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ich liebe dieses Buch. Man muss weinen und das immer und immer wieder und ich habe es schon so oft gelesen.
    Die Geschichte einer Liebe

    Ich habe sie geliebt erzählt die Geschichte von Pierre und Chloé. Schwiegervater und verlassene Schwiegertochter.

    Pierre nimmt Chloé, nachdem sein Sohn sie verlassen hat, mit den Kindern raus in das Ferienhaus der Familie, damit sie auf andere Gedanken kommt.

    Pierre und Chloé haben nichts gemeinsam. Chloé hält ihren Schwiegervater für arrogant und unsensible, bis er ihr eines Tages sein großes Geheimnis, seine Liebesgeschichte zu einer anderen Frau und damit seine größte Lebensbeichte erzählt.

    Dieses Buch bringt einem zum weinen aber zum nachdenken über die Liebe und über das Leben. Es ist herrlich mit dabei zu sein, wenn zwei so unterschiedliche Menschen Freundschaft schließen und herrlich ehrlich.

    Manchmal liebt man "falsch" und bleibt aber aus Bequemlichkeit ein Leben lang zusammen. Andere sind mutig und erkennen, dass sie jemanden nicht mehr Lieben und verlassen diesen Menschen.

    Ein Buch für alle, die mal wieder eine richtig schöne, tiefe Liebesgeschichte lesen wollen, die einen so von der Hand geht und tief im Herzen bleibt.

     

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    Buechertinas avatar
    Buechertinavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Pierres Geschichte ist nett zu lesen, aber die Geschichte insgesamt ist mir zu wenig „ausgeschmückt“ und nicht fließend genug. Leider nur z
    Pierres Geschichte ist nett zu lesen, aber die Geschichte insgesamt ist mir zu wenig „ausgeschmückt“

    Klappentext:
    Zwei Generationen, zwei Schicksale, Mann und Frau. Die Frau: Chloé, sitzen gelassen von ihrem Ehegatten. Der Mann: Pierre, ihr Schwiegervater. Und ausgerechnet dieser distanzierte, kühle Pierre nimmt Chloé mit in sein Landhaus und erzählt ihr von seinem lang gehüteten Geheimnis: von der großen Liebe seines Lebens, von heimlicher Untreue und von ungelebten Träumen.
    Es sind zwei gegensätzliche Schicksale, die Gavalda in ihrem bekannt lakonischen, pointierten Stil beschreibt: eine doppelte Liebesgeschichte - voller Lebensklugheit und Witz.

    Zum Inhalt:
    Chloé wird völlig unerwartet und plötzlich von ihrem Mann verlassen. Allein gelassen mit ihren beiden Töchtern versinkt sie in ihrer Trauer. Da nimmt sich ihr Schwiegervater Pierre ihrer an und fährt ganz spontan mit ihr und ihren Kindern ins alte Landhaus der Familie. Chloé, die all die Jahre eher ein distanziertes zu ihrem Schwiegervater hatte, ist skeptisch und fühlt sich mit der Situation nicht ganz wohl. Doch, weil sie sich selber nicht zu helfen weiß in ihrer Situation, lässt sie sich auf diese Reise ein. Es wird aber nicht nur eine Reise ins Landhaus der Familie, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit. Der sonst so wortkarge "Kotzbrocken" Pierre, als den Chloé ihn bisher bezeichnet hatte, nimmt Chloé mit in seine Vergangenheit und deckt ein streng gehütetes Geheimnis auf.

    Meine Meinung:
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit diesem Roman von Anna Gavalda nicht richtig warm geworden bin. Es fiel mir schwer in die Geschichte rein zu finden. Der Schreibstil sagte mir nicht sehr zu und war teilweise, wie soll ich sagen, unverständlich. Die ganze Geschichte wird in sehr wenig ausgeschmückten Dialogen und Monologen gehalten und leider ist an manchen Stellen nicht immer sofort verständlich wer gerade redet. Das Geschriebene ist teilweise zu sprunghaft. Erst als Pierre beginnt Chloé seine Geschichte zu erzählen, wird das Buch fließender und interessanter, so dass ich dann doch wissen wollte, wie dieser Roman zu Ende geht.

    Fazit:
    Pierres Geschichte ist nett zu lesen, aber die Geschichte insgesamt ist mir zu wenig „ausgeschmückt“ und nicht fließend genug. Leider nur zwei Lesesterne für Pierres Warmherzigkeit und Geschichte.

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    nw0783s avatar
    nw0783vor 5 Jahren
    Anna Gavaldas besonderen Stil ...

    ... kann man auch hier wiedererkennen.

    Diese französische Liebesgeschichte geht ganz langsam unter die Haut.

    Die Puzzleteile passen erst am Schluß zusammen, wo dann das große erwachen kommt.
    Teilweise ist es zäh und langatmig geschrieben, ausserdem braucht man relativ lange bis man in die Geschichte hineinfindet.

    Kommentare: 1
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    Biene759s avatar
    Biene759vor 6 Jahren
    Das Recht, sich geirrt zu haben

    Klappentext:
    Zwei Generationen, zwei Schicksale, Mann und Frau.
    Die Frau: Chloé, sitzen gelassen von ihrem Ehegatten.
    Der Mann: Pierre, ihr Schwiegervater.
    Und ausgerechnet dieser distanzierte, kühle Pierre nimmt Chloé mit in sein Landhaus und erzählt ihr von seinem lang gehüteten Geheimnis: von der großen Liebe seines Lebens, von heimlicher Untreue und ungelebten Träumen.

    Meinung:
    Ich bin was dieses Buch angeht etwas zwiegespalten.
    Vielleicht fang ich mit dem an, was mich wirklich gestört hat: die Sprache, der Schreibstil.
    Das Buch besteht aus so unendlich vielen Wiederholungen. Und dann die plötzlichen Sprünge zwischen der Geschichte und der Gegenwart ("Möchtest du einen Kräutertee?", "Friert es dich noch?" etc.). Hätte mich die Geschichte an sich nicht interessiert, hätte ich das Buch wieder weggelegt, nur wegen der Sprache/dem Schreibstil.
    Dann jetzt zur Geschichte: an sich fand ich sie ... nein, nicht schön oder gut. Realistisch.
    Was mir sehr gut gefallen hat, die Thematik Untreue, verlassen und verlassen werden aus beiden Blickwinkeln zu sehen. Bzw. viel mehr aus dem Blickwinkel des Untreuen, aus Pierres Sicht. Ich finde das Buch zeigt sehr schön, dass man im Endeffekt vielleicht nicht nur sich selbst einen Gefallen täte, die für sich richtige Entscheidung zu treffen. Mag es für alle betroffenen noch so schmerzhaft sein - vorerst. Aber ist es nicht viel schmerzhafter sich ständig selbst zu belügen?

    Alles in allem fand ich das Buch realistisch - und wahrscheinlich grade deswegen auch gut.

    Kommentare: 2
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    Katis-Buecherwelts avatar
    Katis-Buecherweltvor 6 Jahren
    Rezension zu "Ich habe sie geliebt" von Anna Gavalda

    Klappentext:
    Zwei Generationen, zwei Schicksale, Mann und Frau. Die Frau: Chloé, sitzen gelassen von ihrem Ehegatten. Der Mann: Pierre, ihr Schwiegervater. Und ausgerechnet dieser distanzierte, kühle Pierre nimmt Chloé mit in sein Landhaus und erzählt ihr von seinem lang gehüteten Geheimnis: von der großen Liebe seines Lebens, von heimlicher Untreue und von ungelebten Träumen. Es sind zwei gegensätzliche Schicksale, die Gavalda in ihrem bekannt lakonischen, pointierten Stil beschreibt: eine doppelte Liebesgeschichte - voller Lebensklugheit und Witz. (Textquelle: amazon.de)

    Zum Buch:
    Das Cover hat mich sehr begeistern können. Eine attraktive Frau, die sehnlichst auf einem Anruf wartet, vielleicht einen Anruf der Rückkehr? Die Farben und auch verschiedene Stoffe auf dem Bild gefallen mir sehr gut und erinnern mich an die 70er/80er Jahre. Ein sehr passendes Cover zu dieser Geschichte.

    Erster Satz:
    „Was hast Du gesagt?“

    Meine Meinung:
    Chloè wird von ihrem Ehemann wegen einer anderen Frau mit den beiden Kindern verlassen. Der Schwiegervater kümmert sich rührend um Chloè und fährt mit ihr und den Kindern ins Landhaus. Dort vertraut er sich Chloè an und erzählt seine Lebensgeschichte.
    In dieser Geschichte bekommt man direkt zwei Seiten gezeigt. Einmal die Emotionen der verlassenen Ehefrau, und auch aus der Sicht des fremdgehenden Ehemannes. Beide lieben auf ihre Weise.
    Die Emotionen wurden sehr gut an den Leser gebracht und ich konnte mich in Chloè richtig hineinversetzen. Die Angst wie es nun weitergeht und auch der Schmerz durch den Verlust, sind sehr gut beschrieben worden.
    Pierre der Schwiegervater, ein eigentlich sehr ruhiger und wie er beschrieben wird ein Kotzbrocken, entpuppt sich als ein gebrochener Mann, der auch sein Schicksal in der Liebe erlebt hat. Auf einer Art machte mich seine Geschichte auch traurig.

    Auch die Kulisse in dem alten Landhaus ist sehr schön beschrieben worden und verlieh einem ein ganz gemütliches Flair, sehr passend zu den Erzählungen der Erlebnisse.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen, dennoch hat mir das gewisse etwas noch in der Geschichte gefehlt. Es war immer interessant mehr zu erfahren, was damals genau passierte und ist ein eher ruhiger emotionaler Roman.

    Ich wurde mit diesem Roman sehr gut unterhalten und finde es ist eine gute Geschichte für Zwischendurch, um abzuschalten und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

    Fazit:
    Eine Geschichte über das verlassen werden, einer verpassten Chance auf ein anderes Leben, und der wahren Liebe.

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