Anna Gavalda Zusammen ist man weniger allein, Buchhandelsedition, 1 DVD

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Inhaltsangabe zu „Zusammen ist man weniger allein, Buchhandelsedition, 1 DVD“ von Anna Gavalda

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Die vorlagennahe Verfilmung fängt das Gefühl einer verlorenen Generation ein, ohne dabei in kitschiger Romantik zu versinken...

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    Zusammen ist man weniger allein, Buchhandelsedition, 1 DVD
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    03. December 2013 um 21:43

    Französische Filme zeichnen sich häufig durch ein bestimmtes Lebensgefühl aus, das möglichst ästhetisch in Szene gesetzt wird. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrer Art sehr vom amerikanischen Blockbuster-Kino; sie sind stoisch, detailverliebt und es wird entschieden mehr geraucht – Die Zigarette als essentielles Stilmittel und Charaktermerkmal. So ist auch "Zusammen ist man weniger allein", eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Gavalda. Im Original "Ensemble, c’est tout" (Zusammensein ist alles) wird die Geschichte von einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft mitten in Paris im Schatten des Eifelturmes erzählt. Letztendlich geht es aber vor allem ums Glücklich-sein. Es ist der Zufall, der die malende Putzfrau Camille Frack (Audrey Tautou, Die fabelhafte Welt der Amelie, Coco Chanel), den stotternden Postkartenverkäufer aus gutem Hause Philibert Marquis de La Durbellière (Laurent Stocker, The Art of Love) und den stets übermüdeten, Frauenvernaschenden Koch Franck Lestafier (Guillaume Canet, The Beach, Merry Christmas) zusammenführt. Und die Einsamkeit, die sie beieinander hält – in der riesigen Wohnung, die Philibert vorübergehend bezogen hat, um sie vor den "Hausbesetzern" (den Vettern) zu bewachen, bis seine Familie alle Erbfragen geklärt hat. Komplettiert wird die Wohngemeinschaft mit all den inneren Zerrissenheiten und tragikomischen Momenten von Paulette, Francks Großmutter (Françoise Bertin), die sich gegen das Leben im Altenheim wehrt. Zusammen überwindet man Unterschiede, Philiberts Stottern und sogar die Angst vorm Leben selbst. Und es ist der Beginn einer leisen, immer stürmischer werdenden Liebe, die ausgerechnet denen widerfährt, die es um jeden Preis verhindern wollten. Die Verfilmung von Claude Berri aus dem Jahre 2007 porträtiert die Charaktere vornehmlich zwischen purer Lebenslust und bleierner Lethargie, lässt dabei aber aus, weiter in das psychische Gerüst einzutauchen. Familiäre Traumata werden allenfalls angekratzt. Die teils wirren, sprunghaften Monologe aus der Buchvorlage, die eine so tiefe Einsicht in das Leben der vier Protagonisten geben, kann der Film nicht leisten, dazu fehlt es an Zeit. Dafür geht er voll in seiner Gestik und Mimik auf, sowie den feurigen Dialogen, die einen Großteil der Leidenschaft und Liebenswertigkeit ausmachen. Die Annäherung wird schneller und stärker vorangetrieben, für die sich Gavalda in ihrem Buch mehr Zeit lässt und lassen kann. Die Autorin, aus deren Feder auch "Ich habe sie geliebt" stammt, mischt personale mit auktorialer Erzählperspektive, was ungewöhnlich gut funktioniert. Dies wird filmisch durch den Wechsel zwischen Totaler und Naheinstellung erreicht. Fazit: Die vorlagennahe Verfilmung fängt das Gefühl einer verlorenen Generation ein, ohne dabei in kitschiger Romantik zu versinken, kann den Charakteren aber nicht den gleichen Raum geben, den das Buch schafft.

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