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aufbauverlag

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Wir möchten heute zu einer ganz besonderen Leserunde einladen und Euch mit Anna Gmeyners Roman »Manja« eines der wichtigsten Werke der Exilliteratur ans Herz legen. Berührend wie poetisch wird die Geschichte von fünf Kindern erzählt, die 1920 in derselben Nacht gezeugt werden, aber in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen aufwachsen. Die Fünf verbindet eine innige Freundschaft, die aufgrund der politischen Ansichten der Eltern in Feindschaft umzuschlagen droht.

Heini, Franz, Harry, Karl und Manja sind in derselben Stadt geboren und leben doch in unterschiedlichen Welten. Die Väter der Jungen sind ein klassenbewusster Arbeiter, ein kleinbürgerlicher Faschist, ein liberal-intellektueller Arzt und ein großbürgerlich-jüdischer Kommerzienrat. Manja, deren Mutter aus armen ostjüdischen Verhältnissen stammt, steht im Mittelpunkt der Freundschaft: Die Zuneigung zu ihr bestärkt die vier, Konflikte in Kauf zu nehmen - mit den Eltern, der Schule, der Hitlerjugend. Letztlich aber bleiben sie Gefangene ihrer Zeit. 



»Einer der eindrucksvollsten Romane der Dreißigerjahre.« Klaus Harpprecht

»Dieses Buch berührt mein Herz.« Iris Berben

Hier findet Ihr eine Leseprobe.

Zur Autorin: Anna Gmeyner, 1902 in Wien geboren, zählte zur literarischen Avantgarde der 1920er Jahre und arbeitete ab 1932 in Paris, wo sie Drehbücher u.a. für G. W. Papst schrieb. Nach ihrer Heirat emigrierte sie nach England. Dort entstand der Roman »Manja«, der 1938 bei Querido in Amsterdam erschien. Sie starb 1991 in York.

Wer mit uns gemeinsam dieses bedeutende Werk der Exilliteratur entdecken und besprechen möchte, kann sich bis einschließlich 21.10. bewerben. Wir stellen 15 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus.

Wir freuen uns auf Euch!

Brit vom Aufbau Verlag

Autor: Anna Gmeyner
Buch: Manja

19angelika63

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Oh ja ... wie schön ... Dieses Buch möchte ich sooooo gerne lesen. Seit ich es im Herbstprogramm des Verlages gesehen habe steht es auf meiner Wunschliste! Es scheint wieder eines dieser besonderen Bücher zu sein.

*hüpf ... hüpf ... hüpf* ... in den Lostopf hinein ... :-)

19angelika63

vor 3 Jahren

Eure Meinung zum Cover
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Für mich ganz klar ein Zeugnis unbeschwerter Kindheit. Es strahlt so viel Lust am Leben aus ... Unbekümmertheit ...

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Marapaya

vor 3 Jahren

Vierter Teil (381-526)
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Ich hab mich versucht, auf ein finsteres Ende vorzubereiten, aber mit Manjas Freitod habe ich dann doch nicht gerechnet. Ich hab mir auch eingebildet, dass sie sich noch gerade rechtzeitig von Martin hatte befreien können, aber auch das war wohl nur der Wunsch des Gedankens.
Die fünf Kinder sind mir schon auch ans Herz gewachsen, so unterschiedlich sie auch sind und wie sehr sie auch geprägt wurden durch ihre Eltern. Karl und Heini liegen mir noch ein Stückchen mehr als Franz und Harry, Manja steht schon ein bisschen leuchtend für sich allein - vielleicht eben auch ein Grund für den Sprung in die Tiefe. Ich bin fast froh, dass ich sie mir nun nicht mehr in einem KZ vorstellen muss. Gmeyners genauer, entlarvender Blick auf die unterschiedlichen Menschentypen hat mir sehr gefallen. Ein sehr wichtiges Beispiel aus der damaligen zeitgenössischen Literatur, es zeigt ja eindeutig, dass die Stimmung in Deutschland sehr wohl einzuschätzen war und auch die Judenverfolgung nicht allein von hartgesottenen Nazis umgesetzt wurde. Ein tolles Buch, eine poetische Sprache mit unverwechselbaren Zeitkolorit.

Himmelfarb

vor 3 Jahren

Rezension/ Fazit
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Ich habe einige Tage gebraucht, um meine Gedanken formulieren zu können...
Dank an den Aufbau Verlag für das Heben dieses literarischen Schatzes und daß ich daran teilhaben dürfte!

Anna Gmeyners Roman "Manja" ist ein Wunder und ein Geschenk!
Ein Wunder, weil er überlebt hat - die Emigration, das Dritte Reich, das Vergessen - und ein Geschenk, welches wir nach all den Jahren seit seinem ersten Erscheinen nun wieder bekommen.
Dafür sei Dank, dem Aufbau Verlag und Iris Berben, die 2007 eine Hörbuchfassung des Romans aufnahm und "Manja" damit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rückte.
Ein literarisches Wunder und ein Geschenk für alle Leser.

"Manja" erzählt die Geschichte von fünf Kindern, vier Jungen- Heini, Harry, Karli und Franz - und einem Mädchen, der titelgebenden Manja, die alle in derselben Frühlingsnacht des Jahres 1920 gezeugt werden. So teilen die Kinder, qua Geburt, ein Leben, beginnend in der Weimarer Republik, hineinwachsend ins Dritte Reich.
Ihre Familien sind symptomatisch für diese Zeit: assimilierte Juden, Kommunisten, nationalistische Emporkömmlinge, arme Ostjuden und humanistische Akademiker. Trotz der Unterschiede sind die fünf Kinder beste Freunde. Aber wird die Freundschaft im Angesicht der rauhen Zeiten bestehen?

Anna Gmeyners dichte, poetische Sprache, die dennoch die Sprache ihrer Zeit ist, beschreibt die Kinder, ihre Familien und deren schicksalhafte Verbindungen untereinander grandios.
Sie webt mit der Kraft ihrer Sprache eine dramatische, für ihre Zeit typische Geschichte, mit einer Lichtgestalt: Manja.
Manja personifiziert das Gute, ist eine fast Jesus-hafte Figur, die am Ende versucht, das Böse in der Gesellschaft, das Leid, zu tilgen. Ja, das hat fast eine religiöse Anmutung.

Manja ist der Katalysator für alle übrigen Personen. An ihr und mit ihr müssen sie wachsen oder untergehen. Zuerst die vier Jungen, die, ganz kindlich-pubertär, um Manjas Gunst buhlen.
Aber auch die Eltern müssen sich, durch Manja, ihren Söhnen gegenüber positionieren.

Im Grunde erzählt Anna Gmeyner die ewig gültige Parabel von Gut und Böse, und deshalb kann man das auch heute noch mit Gewinn lesen.

Warum Gmeyners Roman nicht schon längst, neben anderen Werken der deutschsprachigen Exilliteratur, seinen Platz gefunden hat, bleibt ein Geheimnis.
Nicht nur begeistert "Manja" durch seine feine Personenzeichnung, auch der zutiefst humanistische Kern der Geschichte berührt.

"Jeder Augenblick wächst wie eine Pflanze aus dem dunklen Boden des Gewesenen, das unsichtbar und ungreifbar gestaltet und bestimmt, wächst mit verborgenen und verzweigten Wurzeln in der Erde des Vergangenen.
Jedes Wort, jede Tat, jeder Schmerz geht einen langen Weg durch dunkle Schächte, bis er deutlich geformt und sichtbar vor uns steht."

Selten habe ich einen Roman gelesen, der den Aufstieg der Nationalsozialisten so begreifbar, so nachvollziehbar beschrieben hat."Manja " sollte Pflichtlektüre an deutschen Schulen werden, denn dieses Buch ist wichtig!

Manja steht stellvertretend für das Fremde, jedoch Anziehende, vor dem sich viele gleichwohl fürchten. Ist sie 1938 das ostjüdische Mädchen, kann sie heute 2014 ein syrisches Flüchtlingskind sein. Sehen wir in ihr das Fremde, oder den Menschen?
So gesehen ist dieses Buch aktueller denn je!

Hikari

vor 3 Jahren

Erster Teil (13-112)
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Dank Umzugsstress (morgen wird gefahren, von Leipzig nach Berlin - neue Wohnung, neuer Job usw.) erstmal nur eine kurze Meldung: Ich habe mit dem Lesen begonnen und fand die ersten Seiten bereits sehr interessant. Noch bin ich nicht mit dem ganzen Abschnitt durch ;) Aber das kommt in den nächsten Tagen.

Mir sagt der Schreibstil bisher zu - ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.

TochterAlice

vor 3 Jahren

Rezension/ Fazit

Hier nun auch mein Rezension, die mich diesmal ziemlich viel Zeit und Kraft gekostet hat - genau wie die Lektüre des Buches. Aber die Lektüre war sehr bereichernd und ich werde dieses Buch nie vergessen! Ganz herzlichen Dank also fürs Mitlesendürfen an Brit und den Aufbau-Verlag, die wie auch dieses Buch etwas ganz Besonderes sind.

Hier mein Link: http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Gmeyner/Manja-256605251-w/rezension/1124174278/

serendipity3012

vor 3 Jahren

Rezension/ Fazit

Diesmal hat es ein bisschen länger gedauert, aber hier ist nun auch meine Rezension:

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/2014/11/29/manja-die-wiederentdeckung-eines-stuckes-exilliteratur/

und hier:

http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Gmeyner/Manja-256605251-w/rezension/1124521426/

Vielen Dank noch einmal!

tinstamp

vor 3 Jahren

Rezension/ Fazit

Bei mir hat es leider auch etwas gedauert. Das Buch musste erst sacken. Hier meine Rezension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Gmeyner/Manja-256605251-w/rezension/1124659827/

Morgen wird es auch auf meinen Blog http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/ die Rezi dazu geben.
Vielen Dank für dieses außergewöhnliche und beeindruckende Buch!

Marapaya

vor 3 Jahren

Rezension/ Fazit

Der vorweihnachtliche Stress hat mich in seinen Klauen und ich fand bisher nicht die nötige Ruhe für eine Rezension über dieses tolle Buch. Nun hab ich es endlich geschafft, wenn ich auch nicht ganz zufrieden mit ihr bin.

http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Gmeyner/Manja-256605251-w/rezension/1125375437/

Vielen Dank an den Aufbau Verlag und die Losfee sowie an meine Mitleser in dieser sehr anregenden Leserunde. Ich für meinen Teil habe das Gefühl, zu meinem historischen Faktenwissen um die zwanziger und dreißger Jahre des 20. Jh. nun auch endlich ein Bild vor Augen gewonnen und ein Gespür für die mitmenschlichen Entwicklungen damals bekommen zu haben.

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