Der Judaskuss

von Anna Grue 
4,1 Sterne bei27 Bewertungen
Der Judaskuss
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Positiv (21):
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Der zweite Fall für Dan Sommerdahl, der eigentlich gar nicht ermitteln dürfte ..

Kritisch (2):
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Guter Anfang, verliert dann aber an Schwung. Und der sich selbst überschätzende "Privatdetektiv" wird auch zunehmend unsympathisch.

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Inhaltsangabe zu "Der Judaskuss"

In einem Vorort der dänischen Kleinstadt Christianssund wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der mit einem Spaten erschlagen wurde. Kommissar Flemming Torp steht vor einem Rätsel: Es gibt keine Spuren, keinen Verdächtigen und kein Motiv.
Flemmings Freund Dan Sommerdahl, der sich kürzlich als Werbetexter selbstständig gemacht hat, bekommt unterdessen eine E-Mail von seiner Tochter Laura aus dem Internat: Lauras Lieblingslehrerin wurde von einem Heiratsschwindler betrogen. Dan lässt sich überreden, den Hochstapler zu suchen. Während Torp mit seinen Ermittlungen um die Leiche am Strand auf der Stelle tritt, kommt Dan dem Heiratsschwindler auf die Schliche. Nicht ohne Neid muss Torp anerkennen, wie sich sein alter Jugendfreund Sommerdahl zu einem veritablen Ermittler mausert. Als Torp schließlich zähneknirschend zustimmt, mit Sommerdahl zusammenzuarbeiten, nehmen beide Fälle plötzlich eine dramatische Wendung …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833309731
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Berlin Verlag Taschenbuch
Erscheinungsdatum:14.09.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.09.2015 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ritjas avatar
    Ritjavor einem Jahr
    Spannend und gut

    Dan Sommerdahl ist der glatzköpfige Detektiv, der eigentlich keiner ist. Symphatisch ist er nur phasenweise, dafür ist er hartnäckig und stur. Seine Ermittlungen sind nicht immer einwandfrei und mit der Polizei abgesprochen, dafür aber erfolgreich. Und so lässt er auch diesmal die eigentlichen Ermittler alt aussehen. 
    Anna Grue hat einen sehr guten Schreibstil und sie beschreibt die Personen und Situationen so real und klar, dass man sie sich gut vorstellen kann. Sie hat keinen reißerischen Ton, sondern erzählt die Geschichte fast schon ruhig und gelassen.
    Die Geschichten sind gut konstruiert und spannend bis zum Schluss. Es ist kein sehr düsterer Krimi, aber er greift ein Thema auf, welches den Leser nicht kalt lassen kann. Es war teilweise erschreckend zu lesen, wie gläsern der Mensch sein kann. Es gab knifflige Situationen und überraschende Querverbindungen, die manchmal für Erstaunen und Verwirrung sorgten, aber am Ende fanden die verschiedenen Handlungsstränge zusammen und zeigten ein trauriges Bild einer Familie.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der zweite Fall für Dan Sommerdahl, der eigentlich gar nicht ermitteln dürfte ..
    Was hat der Tote in der Gartenhütte mit dem Heiratsschwindler zu tun?

     Inhalt:

     Dies ist der zweite Fall von Dan Sommerdahl als Privatermittler. Eigentlich sollte er ja gar nicht ermitteln, ist er doch von Beruf Werbetexter. Doch seit er seinem Polizisten-Freund Flemming Torp bei der Aufklärung eines Mordfalles geholfen hat, geistert er als „glatzköpfiger Detektiv“ durch die Medien.

     Zum aktuellen Fall:

    In einer Gartenhütte wird ein junger Mann erschlagen aufgefunden. Doch es gibt keinerlei Spuren.

    Während sich Flemming Torp mit diesem scheinbar hoffnungslosen Fall abmüht, bittet Laura Sommerdahl ihren Vater, ihrer Lieblingslehrerin beizustehen. Sie wurde offensichtlich Opfer eines Heiratsschwindlers.

    Schnell setzt sich Dan auf die Fährte des Betrügers.

     Nach und nach erkennt er das Muster des Verbrechens. Immer wieder muss Sommerdahl seinen Freund um einen Gefallen bitten, ohne sich selbst allzu tief in die Karten blicken zu lassen.

    Torp gibt nur widerwillig Auskunft, hat er doch schlechte Erfahrung mit Dans eigenwilligen Ermittlungsmethoden gemacht. Trotzdem muss er Zähne knirschend anerkennen, dass Dan einen guten Ermittler abgibt.

    Die Zusammenarbeit fällt ihm schwer, gibt es doch einige Unstimmigkeiten aus der Jugendzeit aufzuarbeiten. Doch plötzlich nehmen die scheinbar unzusammenhängenden Fälle eine dramatische Wendung. Sie stoßen auf eine Gruppe religiöser Fanatiker.

    Wird es den beiden gelingen den Heiratsschwindler dingfeste zu machen? Ist er der Mörder? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

     Erzählstil/Spannung:

     Anna Grue beschäftigt die Leser mit zahlreichen Ermittlungsergebnissen.

    Sie wechselt mehrmals die Erzählperspektive, um damit die Spannung zu erhöhen. Der Schreibstil ist spritzig und überrascht mit mehreren Wendungen.

    Die Jagd nach dem Heiratsschwindler entpuppt sich als Katz-und-Maus-Spiel.

    Das Schicksal des Heiratsschwindlers lässt einen fast Mitleid mit ihm haben.

     Fazit:

     Ein fesselnder Krimi, der abseits der düstern Skandinavien-Literatur angesiedelt ist.

     

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    Tass avatar
    Tasvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Anfang, voraussehbares Ende
    Nicht spannend genug

    Sehr spannender Anfang mit guten Detailbeschreibungen; allerdings verliert die Story immer mehr an Spannung und am Ende war ziemlich schnell klar, wer der Mörder war.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 5 Jahren
    Rezension zu "Der Judaskuss"

    Dan Sommerdahl ist eigentlich Werbefachmann, wenn da nicht der Hang zu detektivischen Angelegenheiten wäre. Und so passiert es, dass ihn seine Tochter darum bittet, in der Sache ihrer Lieblingslehrerin zu Helfen. Jene Dame wurde von einem Heiratsschwindler komplett ausgenommen. Was eigentlich nur mit einem Gespräch beginnen sollte endet in weitläufigen Ermittlungen. Dan kommt dahinter, dass ältere alleinstehende Frauen, die bei der Lottogesellschaft Millionen von Kronen gewonnen haben, systematisch diesem Heiratsschwindler zum Opfer fallen. 

    Auf der anderen Seite steht sein Freund und Kommissar Flemming Torp, der zur gleichen Zeit mit einem Mord beschäftigt ist. Dieser Mord führt Flemming in den Bereich einer religiösen Sekte aus deren Mitgliedern kaum etwas zu erfahren ist. 

    Je weiter beide ihre Ermittlungen treiben um so offensichtlicher wird es, dass beide Fälle zusammen hängen. Können Dan und Flemming ihre Fälle lösen? Und gehören der Heiratsschwindler und der Mord wirklich zusammen?

    Das Buch beginnt spannend direkt mit dem finden des Ermordeten. Kurz danach schwenkt das Geschehen zu Dan, der Lehrerin Ursula und den Heiratsschwindler. Allerdings wirkt das Stück ewig lange, auch dadurch, dass man seitenlang über den ersten Betrug von Jay, dem Heiratsschwindler. 

    Im Grunde ist der Roman wirklich gut. Die Verbindung zu dem Mord von Mikael, Jay dem Heiratsschwindler und auch das Zusammenspiel von Flemming und Dan sind sehr gut durchdacht. Allerdings sind die Ausführungen zeitweise für mich zu ausschweifend. Somit entstand für mich seitenlang Desinteresse an der Sache. Für mich wäre "Der Judaskuss" wesentlich spannender gewesen, wenn von den 460 Seiten gute 150 Seiten weg gekürzt worden wären. 

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    Banefuls avatar
    Banefulvor 5 Jahren
    Der Judaskuss

    Inhalt:
    Die Leiche eines jungen Manned wird in einem Schuppen gefunden. Gleichzeitig treibt ein Heiratsschwindler sein Unwesen und Dan Sommerdahls, der als der "kahlköpfige Detektiv" bekannt ist, steckt wieder mitten drin. Dan, der eigentlich als Werbetexter arbeitet, macht sich sehr gut als Hobbydetektiv und sein Freund Flemming, der wirklich bei der Polizei ist, schaut ihm nicht ohne Neid dabei zu. Doch um beide Fälle zu lösen, müssen Dan und Flemming zusammenarbeiten. Gar nicht so einfach, wie es sich herausstellt …

    Meine Meinung:
    Das Buch fängt sehr mysteriös an und es geht auch spannend weiter. Die Autorin schafft es, dass man sich mit den Figuren identifiziert und gleichzeitig liegt dennoch eine gewisse Distanz zu den Charakteren. Das war ein sehr interessantes Leseerlebnis. So habe ich zum Teil mit Dan mitfiebern können, habe mit ihm mitgefühlt und gleichzeitg hatte ich genug Raum, um nicht alle seine Handlungen gutzuheißen.
    Das liegt auch an den komplexen Charakteren, die der Leser kennenlernen darf. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und sind nicht schwarz-weiß skizziert. Sie haben alle ihre eigenen nachvollziehbaren Ziele und handeln nicht immer "richtig", so wie es bei echten Menschen eben auch ist.
    Sehr gut ausgearbeitet sind natürlich die beiden Protagonisten und der Heiratsschwindler, der einen fasziniert und gleichzeitig abstößt.
    Die Autorin schreibt sehr flüssig und die Kapitel haben eine optimale Länge. Auch der Fall bzw. die Fälle sind sehr spannend und nicht durchsichtig, sodass man wissen möchte, was nun passiert. Die Nebenhandlungen sing gut in die Haupthandlung integriert, sodass der rote Faden immer bemerkbar ist und man nicht das Gefühl hat, dass man nicht weiterkommt.
    Gegen Ende hat mich Dans Art immer mehr genervt. Er handelt zwar von Anfang an sehr risikoreich und denkt für meinen Geschmack nicht genug nach, aber am Ende des Buches ist er kaum wiederzuerkennen. Das hat sich für mich zu gezwungen angefühlt. Die Charakterentwicklung hätte an dieser Stelle etwas geschmeidiger vonstatten gehen können.

    Fazit:
    Den Vorgänger des Buches habe ich noch nicht gelesen. An einigen Stellen wird zwar Bezug darauf genommen, jedoch kann man das Buch auch so lesen. Da ich nun aber auf die Vorgeschichte gespannt bin, denke ich, dass ich es doch noch lesen werde.

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    Anneblogts avatar
    Anneblogtvor 5 Jahren
    Der Judaskuss

    Inhalt:
    Als die Leiche eines jungen Mannes erschlagen in einem Schuppen in der dänischen Kleinstad Christianssund gefunden wird, beginnt Kommissar Flemming Torp mit den Ermittlungen-eine wirkliche Spur findet er jedoch nicht. Ganz anders sein guter Freund Dan Sommerdahl, der „kahlköpfige Detektiv“, der sich nach der verzweifelten Hilfemail seiner Tochter Laura dazu hat überreden lassen, ihrer Lieblingslehrerin Ursula Olesen zu helfen. Obwohl er sich kürzlich als Werbetexter selbstständig gemacht hat, willigt er ein, den Heiratsschwindler zu finden, der Ursula um eine Menge Geld betrogen hat. Zähneknirschend muss Flemming Torp mit ansehen, wie Dan diesem immer näher kommt und Torp auch immer wieder um Hilfe bittet-bis es zu einer ungeahnten Wendung kommt und die beiden eng zusammenarbeiten müssen…
    Meine Meinung:
    Gleich zu Beginn ist mir sehr der Schreibstil ins Auge gefallen. Flüssig zu lesen und angenehm anders, wirkt er doch sehr distanziert und sachlich, so wird auch die Leiche des jungen Mannes sehr unspektakulär erwähnt. Dies war aber sehr interessant zu lesen, trotz wenig Action, Gewalt und Blut und einer eher ruhigen Stimmung konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen-so spannend war es dadurch-oder vielleicht gerade deshalb? Ich kann es nicht genau beschreiben, aber es hat mir jedenfalls sehr gut gefallen. Dank der vielen Perspektivenwechseln lernt man die Charaktere neben der ausführlichen Beschreibung noch einmal näher kennen. Besonders die Kapitel aus der Sicht des Heiratsschwindlers fand ich richtig gut. Dieser wird, obwohl er ja ein Krimineller ist, sehr menschlich dargestellt und war mir auch sehr sympathisch. Sehr angenehm neben den Psychopathen, die man sonst oft in Krimis vorfindet und die mehr an Monster als an Menschen erinnern. Ebenfalls ein sehr netter Charakter ist Dan Sommerdahl, aus dessen Sicht am meisten geschildert wird. Zwar musste ich bei manchen seiner Handlungen echt den Kopf schütteln, so unbedacht und leichtsinnig haben sie gewirkt, jedoch war seine Art sehr einnehmend und seine Strategie, um den Heiratsschwindler zu schnappen, sehr raffiniert. Schön waren auch die Einblicke in sein Familienleben, die Abendessen mit seiner Frau, Torp oder seiner Schwester. So standen nicht immer die Ermittlungen im Vordergrund und ich hatte das Gefühl, richtig in die Geschichte einzutauchen und nicht nur immer kurze Ausschnitte aus dem Leben des Protagonisten zu erfahren. Der einzige Charakter, der mir eher unsympathisch erschein, war Torp, obwohl man nur wenig über ihn erfahren hat. Dan Sommerdahl besucht auf seiner Suche nach dem Heiratsschwindler mehrere der Frauen, die dieser neben Ursula ebenfalls betrogen hat, und sammelt so immer mehr Informationen über diesen. Ebenso wie die sehr unterschiedlichen Frauen gestaltet sich auch die Vergangenheit des Heiratsschwindlers sehr interessant und spannend, manchmal musste ich über gewisse Angewohnheiten der Frauen aber auch richtig schmunzeln. Jedoch wird das Buch auch immer ernster und beschäftigt sich mit kritischen Themen, vieles dreht sich um Moral und Religion. Diesen ernsten Unterton fand ich sehr gut und die Geschichte wird mir noch lange im Kopf bleiben. Dan macht sich über diese Themen ebenfalls viele Gedanken, was zu einem eher überraschendem Ende führt-obwohl der Heiratsschwindler ihn schwer verletzt hat, kann er dessen Motive gut verstehen und rächt sich nicht sinnlos. Die Verbindung zwischen dem Heiratsschwindler und dem Mord an dem jungen Mann hat sich nach und nach aufgedeckt und hatte einige sehr spannende Wendungen parat, war jedoch eigentlich sehr einfach und keinesfalls verwirrend. Das Einzige, was mich nicht so ganz überzeugen konnte, war das Cover. Weder sticht es sonderlich ins Auge, noch weiß ich, was das Motiv mit dem Inhalt zu tun hat. Trotzdem insgesamt ein sehr gelungenes Buch:)
    Fazit:
    Der zweite Krimi um Dan Sommerdahl hat mir wie sein Vorgänger sehr gut gefallen, mit interessanten Charakteren, gutem Thema und einem tollen Schreibstil. 5 von 5 Punkten plus eine absolute Leseempfehlung!

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    FlipFlopLady007s avatar
    FlipFlopLady007vor 5 Jahren
    guter dänischer Krimi mit Unterhaltungswert

    „Der Judaskuss“ von Anna Grue ist der zweite Fall für den Detektiven Dan Sommerdahl. Er ist durch die örtliche Zeitung bekannt als der „glatzköpfige Detektiv“. Für ihn ist jedoch klar, dass die Detektivarbeit eine einmalige Sache gewesen ist. Als er dann jedoch erfährt, dass die Kunstlehrerin seiner Tochter Laura von einem Heiratsschwindler ausgeraubt wurde, lässt er sich nicht lange bitten und stimmt zu noch einmal als Privatdetektiv zu ermitteln. Er möchte den Heiratsschwindler finden und Ursula (der Kunstlehrerin) ihr Geld wiederbringen. Ungefähr gleichzeitig mit dem Verschwinden von Ursulas großer Liebe passiert ein grausamer Mord an einem It-Spezialisten. Alles deutet darauf hin, dass er mit einem Computermonitor in seiner eigenen Gartenhütte ermordet wurde. In diesem Fall ermittelt Dans Freund Kommissar Flemming Torp. Doch schon bald werden sich die Wege der beiden Freunde bei den Ermittlungen kreuzen.

    Inhalt:

    Die Geschichte, die dieser Krimi erzählt, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist zum einen sehr spannend und an anderen Stellen ist sie eher wie ein Roman. Mir hat dies sehr gut gefallen, da der Fokus des Buches zwar auf den Ermittlungen der beiden Freunde liegt, jedoch auch deren Privatleben in diesem Buch nicht zu kurz kommt. Ich finde es gut, wenn die handelnden Personen neben ihrer Arbeit auch ein Privatleben haben, welches im Buch behandelt wird. Auch das Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen, da der Leser zwar etwas ahnen konnte, es jedoch am Ende eine unerwartete Wendung gab, sodass das Ende nicht vorhersehbar ist. Ansonsten hat mir sehr gut gefallen, dass nicht nur der Mord im Mittelpunkt des Buches stand, sondern auch der Heiratsschwindler, der Ursula um ihr Geld betrogen hat. Es handelt sich also nicht um einen Krimi im klassischen Sinne.

    Schreibstil und Aufbau des Buches:

    Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen, da das Buch in viele, relativ kleine Kapitel unterteilt ist, die jeweils einen zeitlichen oder inhaltlichen Abschnitt zusammenfassen. Die Kapitel  enthalten als Überschrift den jeweiligen Zeitpunkt, sodass sich der Leser daran sehr gut orientieren kann.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Sie hat einen sehr lebhaften Schreibstil, sodass man sich das Geschehen des Buches sehr gut bildlich vorstellen kann. Sie hat es außerdem geschafft sowohl spannende Stellen zu erzeugen, als auch entspannte unterhaltsame Abschnitte. Diese Mischung aus Spannung und Unterhaltung hat mir extrem gut gefallen.

    Charaktere:

    Die Charaktere, die die Autorin in diesem Buch geschafften hat, haben mir alle samt sehr gut gefallen. Es gibt natürlich Figuren, die ich mehr oder weniger mochte als andere, aber insgesamt hat sie ein buntes Portfolio an unterschiedlichen Figuren geschafften, die sich in ihrem Charakter und ihrem Temperament stark unterscheiden. Die beiden Ermittler beispielsweise sind sehr unterschiedlich, da Flemming eher überlegt und durchdacht handelt und Dan eher impulsiv und aus dem Bauch heraus. Dies führt zwar sehr selten zu Harmonie zwischen den beiden, bringt sie in ihren Ermittlungen jedoch weiter. Auch der vermeidliche Heiratsschwindler ist eine sehr komplexe Struktur, die der Leser im Laufe des Buches immer besser kennenlernt.

    Cover:

    Das Cover des Buches hat mir besonders gut gefallen. Ich finde es sehr ansprechend gestaltet, sodass es mich direkt neugierig gemacht hat. Wenn ich dieses Buch in der Auslage einer Buchhandlung gesehen hätte, hätte ich es mir auf jeden Fall angesehen und wahrscheinlich aufgrund des Klappentextes auch gekauft. Ich finde  auch, dass das Cover sehr gut zu einem in Dänemark spielenden Krimi passt. Ich kann jedoch nicht genau sagen, wieso ich das finde.

    Fazit:

    Ich kann „Der Judaskuss“ von Anna Grue nur jedem empfehlen, der gerne gute dänische Krimis liest. Ich fand diesen Krimi sehr abwechslungsreich, da nicht nur der Mord im Mittelpunkt des Geschehens steht, sondern auch die Suche nach dem vermeidlichen Heiratsschwindler und das Privatleben der handelnden Personen. Da mir der Schreibstil der Autorin extrem gut gefallen hat, werde ich nun auch andere Bücher der Autorin lesen.

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    dorlis avatar
    dorlivor 5 Jahren
    Rezension zu "Der Judaskuss" von Anna Grue

    Werbetexter und Hobbydetektiv Dan Sommerdahl wird von seiner 17-jährigen Tochter Laura gebeten, ihre Kunstlehrerin Ursula Olesen davon zu überzeugen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Ursula ist auf einen Heiratsschwindler hereingefallen und hat ihr gesamtes Vermögen verloren. Dan unterhält sich mit Ursula. Das Gespräch endet aber nicht wie geplant mit dem Gang zur Polizei – Ursula heuert Dan an, den Hochstapler zu suchen…
    Kommissar Flemming Torp hat ganz andere Sorgen als sein Freund Dan: In einem Vorort von Christianssund wurde die Leiche eines Mannes gefunden – der Mord an Mikael Kjeldsen ist ein einziges Rätsel, Flemming tritt bei seinen Ermittlungen auf der Stelle…

    „Der Judaskuss“ ist kein Krimi, der mit atemloser Spannung daherkommt - für mich war es vor allen Dingen die Neugierde auf die Hintergründe und Zusammenhänge der beiden unterschiedlichen Fälle, die mich diesen Krimi mit großer Begeisterung hat lesen lassen.

    Anna Grue erzählt sehr lebendig von den Ereignissen in und um Christianssund, einer fiktiven Kleinstadt, die die Autorin nahe Kopenhagen angesiedelt hat. Neben den Ermittlungen wird auch der Alltag sehr umfassend geschildert, man ist stets mittendrin im Geschehen und erlebt alles, was die Akteure beschäftigt, sehr intensiv mit.

    Dan deckt nach und nach das ganze Ausmaß der Betrügereien auf und kommt dem raffiniert agierenden Heiratsschwindler auf die Schliche.
    Anna Grue lässt ihren Hauptprotagonisten dabei immer wieder unsympathisch wirken. Dan ist egoistisch, starrköpfig, impulsiv - es ist ihm nicht nur wichtig, dass der Fall gelöst wird, es ist ihm überaus wichtig, dass ER den Fall löst. Regeln und Vorschriften, auf deren unbedingte Einhaltung Flemming Torp pocht, werden von dem „kahlköpfigen Detektiv“ einfach ignoriert. Um an sein Ziel zu kommen, bringt er nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in seinem Umfeld in Gefahr.

    Was wirklich alles hinter dem Tun des Heiratsschwindlers Jay steckt und welche Verbindung er zu dem mysteriösen Mordfall hat, offenbart sich erst gegen Ende des Buches. Obwohl man im Verlauf der Geschichte schon ahnt, dass eine Religionsgemeinschaft mit ihren zum Teil sehr fanatischen Mitgliedern eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
    Weder seine brutale Kindheit noch der gute Zweck, für den das ergaunerte Geld Verwendung findet, rechtfertigen die Verbrechen, die Jay begangen hat. Doch auch wenn man die nach Robin-Hood-Manier begangenen Betrügereien keinesfalls gutheißen kann, so kann man aufgrund von Jays Vorgeschichte und seiner Entwicklung sein Handeln zumindest ein klein wenig nachvollziehen.

    Ein lesenswerter, sehr gut durchdachter Krimi, der mich durchweg ausgezeichnet unterhalten hat.

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    claude20s avatar
    claude20vor 5 Jahren
    Weitere Ermittlungen in Christianssund

    In der Gemeinde Christianssund treibt ein gerissener Heiratsschwindler sein Unwesen und erleichtert die Lieblingslehrerin von Dan Sommerdahls Tochter um einige Millionen Kronen, die sie bei der Lotterie gewonnen hat. Lauras Lehrerin will unter keinen Umständen die Polizei informieren und bittet aus diesem Grund Dan in ihrem Fall zu ermitteln, schließlich hat er bereits vor einigen Wochen einige Morde in Christianssund aufgeklärt und ist nun als kahlköpfiger Detektiv in aller Munde.

    Weiterhin wird in einem Schuppen in einem Vorort von Christianssund eine Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der ermittelnde Polizist Flemming Torp ist in diesem Fall leider etwas ratlos und tut sich bei der Suche des Mörders sehr schwer. Es gibt keinen Verdächtigen, kein Motiv und auch keine Spur. 

    Nach und nach kommt Dan den Heiratsschwindler auf die Spur und sein Freund Flemming muss bald eingestehen, dass Dan sich zu einen guten Ermittler entwickelt hat. Schließlich lässt er sich auch überreden mit Dan zusammenarbeiten. Werden Dan und Flemming zusammen die zwei unterschiedlichen Fälle lösen können?

    Der zweite Teil dieser neuen Krimiserie aus Dänemark hat mir noch besser gefallen als der erste Teil. Die Autorin Anna Grue schafft es in diesem Buch die Geschichte und die Ermittlungen von Dan interessanter zu gestalten und mich als Leser auch von der ganzen Ermittlungsarbeit zu begeistern bzw. mit nach und nach enthüllten Ereignissen in die Geschichte eintauchen zu lassen. 

    Der Ermittler Dan Sommerdahl ist leider nicht immer ein Sympathieträger und teilweise verhält er sich wirklich sehr verantwortungslos und meiner Meinung auch sehr selbstbezogen und gerät so immer wieder in gefährliche und vermeidbare Situationen. Aber genau aus diesem Grund scheint die Figur Dan Sommerdahl sehr realitätsnah. Denn Dan ist auch nur ein Mensch, der wenn er sich in eine Sache verbissen hat diese auch wenn möglich ohne fremde Hilfe lösen will und er will bis zum Ende an den Ermittlungen teilnehmen.

    Also dieser neue Fall von Dan Sommerdahl ist der Autorin auch wieder gelungen und sie hat sich gut an den ersten Teil angeschlossen. Dieses Buch bekommt von mir 10 von 10 Punkte und eine Empfehlung für alle Fans von skandinavischen Krimis.

    Teile der Reihe:
    1. Die guten Frauen von Christianssund
    2. Der Judaskuss

    3. Die Kunst zu sterben

    © claude

    Kommentare: 5
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    Labradorias avatar
    Labradoriavor 5 Jahren
    Ein Hobby-Detektiv ermittelt

    Optisch ist das Buch für einen Thriller/Krimi sehr ansprechend. Dennoch finde ich den Inhalt dieses  Buches etwas zu wenig "Thrillerlastig".
    Die Autorin hat aber einen schönen Schreibstil und man findet sich gut in die Ermittlungsarbeiten von Dan rein.
    Denn der Hobby-Detektiv hat einen neuen Fall! Ein Heiratsschwindler ist in Dänemark unterwegs und Dan ist Ihm hinterher.

    Fazit: Schön geschrieben aber nichts besonderes mit WOW-Effekt, daher vier Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Liebe Leseratten!


    Nach die guten Frauen von Christiansund geht es nun weiter!

    "Der Judaskuss"


    Sommerdahls zweiter Fall
    Im beschaulichen Christianssund treibt ein Heiratsschwindler sein Unwesen – und in einem Schuppen wird eine Leiche gefunden. Sommerdahl ermittelt.



    ###YOUTUBE-ID=EkXLoxR2FsM###


    In einem Vorort der dänischen Kleinstadt Christianssund wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der mit einem Spaten erschlagen wurde. Kommissar Flemming Torp steht vor einem Rätsel: Es gibt keine Spuren, keinen Verdächtigen und kein Motiv.

    Flemmings Freund Dan Sommerdahl, der sich kürzlich als Werbetexter selbstständig gemacht hat, bekommt unterdessen eine E-Mail von seiner Tochter Laura aus dem Internat: Lauras Lieblingslehrerin wurde von einem Heiratsschwindler betrogen. Dan lässt sich überreden, den Hochstapler zu suchen. Während Torp mit seinen Ermittlungen um die Leiche am Strand auf der Stelle tritt, kommt Dan dem Heiratsschwindler auf die Schliche. Nicht ohne Neid muss Torp anerkennen, wie sich sein alter Jugendfreund Sommerdahl zu einem veritablen Ermittler mausert. Als Torp schließlich zähneknirschend zustimmt, mit Sommerdahl zusammenzuarbeiten, nehmen beide Fälle plötzlich eine dramatische Wendung …


    Zur Autorin

    Anna Grue ist eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen Dänemarks. Die in viele Sprachen
    übersetzten Bände ihrer Krimiserie um den Ermittler Dan Sommerdahl sind allesamt Bestseller,
    die von Publikum und Presse gleichermaßen für ihre Raffinesse wie für ihre menschliche
    Wärme gefeiert werden. Anna Grue hat drei Kinder und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Kopenhagen.


    http://www.anna-grue.de/

    Wir suchen nun 20 Leser, die Lust haben, dieses Buch in Print oder wahlweise als Ebook im Wunschformat,gemeinsam in der Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren. Blogger bewerben sich bitte mit ihrer Blogadresse.

    Beantwortet mir einfach folgende Frage:

    Welches Buch aus dem Atrium Verlag würdet ihr sehr gerne lesen?

    Schaut dazu hier mal nach:  Atrium Gesamtprogramm

    Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind nun schon tierisch gespannt wie "Der Judskuss" bei euch ankommt!


    Viel Glück

    Eure Katja

    *** Wichtig ***Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind.
    Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
    Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/

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