Anna Hauer Rosengrau

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Inhaltsangabe zu „Rosengrau“ von Anna Hauer

»Wenn ich je dachte, die Freiheit wäre der Anfang, so habe ich nie gedacht, dass sie mein Ende sein könnte.« Nach ihrer Flucht aus der Anstalt finden Crys, Cameron und die anderen Zuflucht bei der geheimen Widerstandsgruppe Requiem. In einem kleinen diskreten Hotel untergebracht, hält die Freude über die Rettung nicht lange an. Crys und Cam drohen sich zu entfremden, auch in der Gruppe schwelen Konflikte. Als Crys’ Zwillingsschwester Dia entführt wird, spitzt sich die Lage zu. Für ihre Freilassung fordert man einen hohen Preis: Crys. Sie ist bereit, ihn zu zahlen, ohne auch nur zu ahnen, was ihr bevorsteht. Nach »Schneerot« der zweite Teil von Anna Hauers großer dystopischer Trilogie

ich kann es einfach nicht fassen. das ende ist so überwältigend, ich habs immer noch nicht verarbeitet-

— MoWilliams

Toll geschriebene, mitreißende und durchweg überzeugende Fortsetzung, die mich einfach nur begeistert hat. Geheimtipp für Dystopiefans!

— ConnyKathsBooks
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  • wenn der Wald Wurzeln schlägt

    Rosengrau

    MoWilliams

    21. September 2016 um 14:19

    Ich war schon vom ersten Teil sehr beeindruckt, aber Rosengrau hat ihn an Schreibstil, Handlung und Fluss noch getoppt. Während in Schneerot ein offensichtlicher Kampf zwischen dem Militär und den ausgebrochenen Jugendlichen herrscht (nicht zu vergessen den ARSCHkalten Wald), müssen sich unsere vier Protagonisten nun gegen sich selbst stellen.Obwohl Crys, Cam, Ace, Neptune, Shinji und Lynn erfolgreich fliehen konnten und beim Requiem eine Zuflucht gefunden haben, scheint es genau diese so hilfsbereite Organisation aus dem ersten Band zu sein, die ihre eigenen Pläne für sie zu haben scheint. Der zweite Teil beginnt damit, dass es Shinji und Lynn erlaubt wird, zurück in ihre Heimat zu gehen. Etwas, das sich auch Crys wünschen würde. Da sie die Zeit mit sich selbst oder gemeinsam mit Neptune totschlagen muss, kann sie den Fragen nicht entfliehen, wie es ihren Eltern und ihrer geliebten Schwester Dia geht. Wer hätte gedacht, dass sie das schneller herausfinden würde, als ihr wohl lieb war.Währenddessen tritt Cameron hart mit seinem Gewissen in den Konflikt, als er Aufträge erfüllen muss, die seine Beziehung zu Crys komplett zerstören könnten. Außerdem ist es nicht gerade förderlich, dass ihm sein Vorgesetzter rät, nichts mehr mit ihr zu tun zu haben. Selbst der sarkastische, liebevolle Neptune wird festgehalten – da er als Star viel zu bekannt ist, werden ihm seine geliebten blauen Haare genommen und er schafft es gerade, eine Arbeit in einem Plattenladen gegenüber annehmen zu dürfen.Ace ist Ace.Also ein zurückgezogener, selbstsüchtiger Egoist, der an seinem gebrochenen Herzen leidet – okay, nein. Ace ist süß und zu zuhören, wie er die Gedanken der anderen hört und ihre persönlichen Eigenschaften mitbekommt, ist für die Geschichte von unbezahlbarem Wert. (Aber mal ehrlich, gegen Neptune hat er einfach keine Chance)Auch im zweiten Band zeichnen sich die vier verschiedenen Sichtweisen durch eine starke Individualität aus. Was für mich sehr erstaunlich ist, denn ohne den Namen zu lesen, wüsste ich vermutlich sofort, wer das gerade denkt. Ich schätze diese Fähigkeit von Hauer sehr, denn das macht es wahnsinnig leicht, sich in jeden Charakter zu versetzen und zu verstehen, warum er sich auf gewisse Sachen einlässt und warum nicht (rettet Ace eindeutig den Arsch). Im zweiten Teil scheinen die Wendepunkte der Geschichte noch präziser und besser behandelt zu sein. Ich bin froh, dass sich die Autorin Zeit dafür genommen hat, denn der eiskalte Wald ist immer noch hier. Auch wenn man ihn nicht sieht, scheint er in den Tiefen jedes Charakters Wurzeln geschlagen zu haben. Ich hatte gerade vor diesem Konflikt wahnsinnige Angst, da ich es nur zu gut verstehen könnte, wenn man sich in den zig Gefühlen der Charakter verliert und somit ein langatmiges Nachdenken entsteht. Meiner Meinung nach hat Anna Hauer hier genau das richtige Gewicht getroffen. Worüber ich etwas enttäuscht bin, ist, dass die Fähigkeiten von Crys und Cam eher selten vorkommen. Bei Cam nur verständlich und auf der anderen Seite nur gut, dass er seine schnelle Zellgenerierung nicht braucht. Auch Crys hat eigentlich bis zu einem gewissen Wendepunkt in der Geschichte nicht wirklich die Chance, ihre Kräfte überhaupt gebrauchen zu müssen. Somit löst sich meine Enttäuschung eigentlich schon wieder in Luft auf – ich mag es einfach nur wahnsinnig, dass Crys in die Zukunft sehen kann (was auch am Anfang gleich einmal passiert).Warum vergebe ich trotzdem nur vier Sterne? Also erstens, wenn ich könnte, wären es 4,5. Zweitens, ich wünsche mir noch Luft nach oben und meistens kracht einem das Ende einer Trilogie doch ziemlich um die Ohren. Erleichtert bin ich außerdem auch, dass der zweite Teil (der in meinen Augen am meisten der Durchhänger einer Trilogie ist) absolute Spannung und eine mitreißende, herzzerreißende Handlung enthält. Es ist kein Durchhänger, sondern die Steigerung des ersten Bands – so, wie es sein sollte. Außerdem habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die zugefügten Chemikalien eine relevante Rolle inne hatten und darüber viel erklärt wurde. Wie sie funktionieren, warum man sie gebraucht hat und wie es diese Substanzen überhaupt schaffen, etwas zu verändern – noch dazu, warum man sie nur an Jugendlichen und nicht an Erwachsenen anwenden kann. Außerdem liebe ich (wie auch schon im ersten Band) die Präzision, mit der Anna Hauer die Ortschaften beschreiben und festlegen kann.Aber jetzt mal ehrlich, das Ende – wer keine Taschentücher dabei hat, ist selbst Schuld. Da konnte mich nicht einmal mehr ein schwuler Rockstar mit seinem Sarkasmus aufmuntern.Der zweite Teil ist Anna Hauer auf eine fabelhafte, sehr gefühlsbetonte Art gelungen. Mit einem noch besseren Schreibstil, weiterhin Platz für Poesie und mit noch mehr Fluss und Spannung in der Handlung hat mich auch der zweite Band überzeugt.

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  • Eine tolle Fortsetzung, die mich einfach nur begeistert hat

    Rosengrau

    ConnyKathsBooks

    26. July 2016 um 11:38

    "Wir waren töricht, als wir glaubten, nun frei zu sein. Wir sind für immer die Sklaven unserer Erinnerung." (Pos. 9) Nach der geglückten Flucht leben Crys, Cam & Co mittlerweile versteckt in einem schottischen Hotel unter dem Schutz der Requiem - Untergrundorganisation. Doch frei sind sie noch lange nicht, denn die Angst vor Entdeckung bleibt und interne Spannungen machen die Situation zusätzlich kompliziert. Da erfährt Crys, dass ihre Schwester Dia entführt wurde und begibt sich allein auf eine gefährliche Befreiungsaktion Richtung Nordirland. Eine Entscheidung mit großen Folgen nicht nur für Crys. "Rosengrau" ist zweite Band der dystopischen Reihe von Anna Hauer. Nach dem guten, aber noch etwas ausbaufähigen Auftakt "Schneerot" war ich schon sehr gespannt auf den Nachfolger. Und das Warten hat sich mehr als gelohnt, denn von "Rosengrau" bin ich einfach nur begeistert. Eine rundum gelungene Fortsetzung, die sich zum Vorgänger deutlich steigert und kaum noch Wünsche offenlässt. "Man ist nur eine Summe aus den Menschen, die uns umgeben und aus den Erlebnissen, die wir zu vergessen suchen." (Pos. 691) Anfangs fand ich mich zwar etwas schwer zurecht, doch nach einer kurzen Auffrischung der Figuren und vergangenen Ereignisse legte sich das rasch. Mit zunehmender Handlung wurde ich immer mehr gefesselt und von der packenden Story in den Bann gezogen. Ein Grund dafür ist der absolut wunderbare Schreibstil der österreichischen Autorin. Bildgewaltig, poetisch und mit so vielen wundervollen Worten und Sätzen, die lange nachwirken und zum Innehalten verleiten. Ich liebe diese Art von Bildsprache einfach. Sehr begrüßt habe ich auch, dass die noch in Band 1 verwendete "Du" Anrede hier nicht mehr auftaucht. "Wir sind alles. Wir sind mehr als die verlorenen Seelen, die den Wald überlebt haben. Wir sind größer als die Kämpfe, die wir austragen mussten." (Pos. 4605) Egal ob Neben- oder Hauptcharakter, alle sind gut ausgearbeitet und erhalten viel Raum für ihre eigenen Geschichten. Sei es Ace, der mit seiner unerwiderten Liebe zu Crys hadert, Crys Schwester Dia, die für Wirbel sorgt oder Neuzugang Helena, die zunächst recht unnahbar erscheint. Nicht zu vergessen der heimliche Star des Buches, Sebastian "Neptune" Corraface. Trotz seiner Respektlosigkeit und Direktheit muss man den berühmten schwulen Rockstar einfach gernhaben. Er versucht das Beste aus der Situation zu machen, obwohl er doch sehr unter der beengten und schwierigen Situation im Hotel leidet. Mit seinen Kommentaren lockert er die recht düstere Stimmung mehr als einmal auf und durchläuft hier sogar noch eine eher unerwartete Entwicklung. "Was willst du dagegen tun, wenn ich diejenige bin, die man gleichzeitig retten und zerstören muss?" (Pos. 4781) Besonders Crys hat es diesmal nicht leicht. Ihre Liebe zu Cam wird vor eine schwere Zerreißprobe gestellt und dann muss sie auch noch mit den weitreichenden Folgen ihres Nordirland- Aufenthalts klarkommen. Eine tiefgreifende Veränderung, die Crys Welt abermals auf den Kopf stellt und den eigentlichen Feind und Drahtzieher aller bisherigen Ereignisse enthüllt. Zum Showdown wird es dann immer dramatischer und überraschende Wendungen sorgen für Hochspannung pur. Crys steht zudem eine herzzerreißende Entscheidung bevor. "Das Labyrinth meiner Seele erstickt mich, zerfleischt meine Haut mit den Dornen meiner Erinnerung. Mein Blut wird fließen. Es wird fließen, bis all die verblühten Rosen in einem gestohlenen Rot erstrahlen." (Pos. 5308) Man erfährt außerdem noch ein paar Hintergründe mehr zur dystopischen Welt, warum es überhaupt zum Krieg kam und wie alles zusammenhängt. Das Ganze endet dann mit einem Cliffhanger, der die Fortsetzung schon regelrecht herbeisehnen lässt. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange darauf warten! "Wenn ich dachte, die Freiheit sei der Anfang, so habe ich nie gedacht, dass sie mein Ende sein könnte." (Pos. 5444) Insgesamt kann ich daher "Rosengrau" allen Dystopiefans nur wärmstens ans Herz legen. Ein toll geschriebener, mitreißender und durchweg überzeugender Roman, der für mich klare 5 Sterne wert ist.

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