Anna Helmin Die Mondrose

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Inhaltsangabe zu „Die Mondrose“ von Anna Helmin

England, 1860. Die Schwestern Mildred und Daphne, aufgewachsen in Londons Armenvierteln, träumen von einem besseren Leben in Australien. Doch ihr Traum endet bereits in der Hafenstadt Portsmouth. Dort verlieben sich beide in den Arzt Hyperion, der die zarte Daphne heiratet, aber auch Mildreds Reizen nicht widerstehen kann. Als Daphne spurlos verschwindet, gerät Mildred unschuldig unter Mordverdacht. Jahre später macht sich Mildreds Enkelin auf, das Geheimnis um ihre verschwundene Tante zu lösen …

Selten habe ich ein so vielfältiges Buch gelesen. Auf über 700 Seiten passiert unglaublich viel, und keine einzige Seite war langweilig!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

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  • die Mondrose

    Die Mondrose
    nirak03

    nirak03

    08. September 2013 um 16:06

    Inhalt: Zwei Schwestern machen sich auf dem Weg ihrem Leben zu entfliehen. Es ist das Jahr 1860 in England als Mildred beschließt mit ihrer jüngeren Schwester nach Australien auszuwandern. Sie stammen aus dem Armenviertel Londons. Ihr Weg führt sie an die Küste nach Portsmouth doch statt das nächste Schiff zu nehmen, bleiben die Schwestern dort. Mildred lernt den Arzt Hyperion kennen und auch Daphne verliebt sich in ihn. Doch dann verschwindet Daphne spurlos und Mildred muss mit dem Verdacht leben der Schwester etwas angetan zu haben. Meine Meinung: An diesen Roman bin ich etwas skeptisch rangegangen da mir die Autorin Anna Helmin so gar kein Begriff war. Aber schon nach den ersten Seiten wurde mir klar, dieses Buch würde ich lieben. Der Facettenreiche Sprachstil der Autorin schaffte es mühelos mich ins 19 Jahrhundert nach England zu ziehen und dem Leben von Mildred und Daphne zu zuschauen. Sie schildert das Leben ihrer Protagonisten traurig schön und dabei sehr lebhaft. Deutlich konnte ich sehen wie Mildred sich zunächst im unbekannten Portsmouth ihr Leben aufbaute, wie sie mit den Menschen in Streit geriet die sie doch eigentlich lieben sollte. Auch gefiel mir sehr gut, dass hier das ganze Leben von Mildred erzählt wird, wie sie sich ihren Traum von einem eigenen Hotel verwirklichte und dafür kämpfte ihn festzuhalten. Mildred war mir aber auch oftmals zu sehr darauf bedacht ihr Glück für sich und vor allem für die die sie liebte zu finden und dabei hat sie das Wesentliche aus den Augen verloren. Ich hätte sie gern mal geschüttelt. Aber auch Viktor, (denn sie gleich bei ihrer Ankunft kennengelernt hatte) und vor allem Hyperion hätten ab und an einen kräftigen Tritt verdient um zu sehen, was um sie herum geschieht. Mir hat hier vor allem gut gefallen, wie Fr. Helmin das Leben dieser Zeit geschildert hat. Ihre Art zu erzählen hat bei mir sofort großes Kopfkino ausgelöst. Ich fand es interessant wie die Hotels aufgebaut wurden und damit auch einiges an Wohlstand nach Portsmouth kam. Auch die medizinische Versorgung des 19 Jahrhunderts wird mit dem Arzt Hyperion gut erklärt und näher gebracht. Dann gibt es einen Zeitsprung und nun erfährt der Leser auch von den Kindern und Enkelkindern Mildreds und Daphnes. Überhaupt finde ich die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten und Fehler ohne Ende, die sie liebenswert und menschlich machen. Mir hat das gut gefallen. Wobei ich den zweiten Teil des Buches etwas schwächer fand als zu Beginn. Irgendwie als wenn noch etwas fehlten würde. Auch brauchte ich ein bisschen bis ich mit den Kindern vertraut wurde. Mein Fazit: „Die Mondrose“ ist eine tolle, ergreifende Familiensaga aus dem ausgehenden 19 Jahrhundert Englands. Sie erzählt neben der Familiengeschichte auch die Geschichte der damaligen Zeit. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, am Ende war ich traurig all die liebgewonnenen Protagonisten gehen lassen zu müssen, ich hätte gern weitergelesen. Wer historische Familiengeschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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  • Glück lässt sich nicht erzwingen!

    Die Mondrose
    HeikeM

    HeikeM

    05. September 2013 um 13:38

    „Die Mondrose“ habe ich sehr gern gelesen. Anna Helmin hat es verstanden, mir 3 Generationen Familienleben und Geschichte auf unterhaltsame Art und Weise nahezubringen. Die im Roman agierenden Personen haben mir durch die Reihe durch sehr gut gefallen. Sie waren natürlich und facettenreich charakterisiert, keine/r war schablonenhaft, keine/r nur gut oder böse. Sie hatten alle ihre Träume und wie es im Leben ist, manche konnten realisiert werden, viele zerplatzten wie Seifenblasen. Beeindruckt hat mich, wie es Anna Helmin gelungen ist, diese Familiensaga mit geschichtlichen Fakten zu verknüpfen, sei es die Medizin, die englische Frauenbewegung, die Entwicklung der Technik und letztlich der Bau der Titanic. Aber auch Anettes Ausflug in die Archäologie zu den Ausgrabungen nach Mexiko, der leider für mich ein wenig kurz kam, fand ich hoch interessant. Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt. Er war leicht und flüssig zu lesen, auch die fachlichen Themen waren allgemeinverständlich geschrieben und fügten sich gut in das Handlungsgefüge ein. Besonders in der ersten Hälfte des Romans gab es sehr schöne Beschreibungen von Landschaften, Bauten und Situationen. In der zweiten Hälfte vermisste ich das ein wenig. Die Ereignisse wurden gedrängter und mit dem Anwachsen der Familie nahmen auch die Szenenwechsel deutlich zu, was mich diesen Teil als etwas unruhiger empfinden ließ. Die die dritte Generation betreffende Handlung wirkte im Vergleich zu den vorherigen Abschnitten stark komprimiert, darunter litt auch ein wenig der Erzählstil. Ursächlich dafür können aber auch Verlagsvorgaben sein. Schließlich umfasst das die Story 752 Seiten. Trotzdem sollte dies der Leser nicht spüren. Wer spannende, groß angelegte Familiengeschichten mag, wird an diesem Buch seine Freude haben und sich sicherlich wie ich am Ende fragen, warum hat man der Handlung nicht Raum für zwei Bände gegönnt?

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  • Wundervolles Familienepos!

    Die Mondrose
    LEXI

    LEXI

    25. July 2013 um 13:04

    Beinahe siebenhundertfünfzig eng beschriebene Seiten aus der Feder Anna Helmins schafften es, mich zwei Tage lang vollständig in den Bann zu ziehen. Ihr wundervoll beschriebener Schicksalsroman, der über drei Generationen reicht, findet in einem bitterarmen Viertel im Osten Londons, in Whitechapel, seinen Anfang. Der Entschluss der Schwestern Mildred und Daphne, nach Australien auszuwandern und so ihrem Elend zu entfliehen, führt die beiden lediglich bis Portsmouth, wo eine schicksalhafte Begegnung mit den beiden Weaver-Brüdern Hector und Hyperion stattfinden wird. Daphne und Mildred bahnen sich ihren Weg in die Gesellschaft, doch er ist hart und bitter, von schalem Beigeschmack begleitet. Diese enorme Geschichte in Worte zu fassen, OHNE zuviel vom Inhalt zu verraten, ist schwer. Um potentiellen Lesern die Vorfreude nicht zu nehmen, möchte ich daher inhaltlich auch nicht zu viel auf "Die Mondrose" eingehen. Die Autorin hat sich viel Mühe mit den handelnden Personen in diesem Plot gegeben, der vor vor interessanten und vielschichtigen Charakteren strotzt. Man kann nicht umhin, sich emotional auf diese Familiensage einzulassen, mit den Protagonisten mitzuleben, zu lieben - und zu leiden. Ein wahrlich bereicherndes Leseerlebnis, das ich uneingeschränkt weiter empfehle und dem ich nur zu gerne die höchste Bewertungszahl vergebe.

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  • Familiensaga aus England

    Die Mondrose
    Dataha

    Dataha

    13. June 2013 um 22:16

    Ein Wälzer, der mich aber bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Der Schauplatz ist England von 1860 bis 1912. Die Familiensaga dreht sich um die Hauptperson Mildred, eine starke Frau, die mit ihrer Schwester in Armut aufgewachsen ist und mit allen Mitteln versucht, diese Situation zu ändern. Als Frau zur damaligen Zeit heißt das, sich unter großen, persönlichen Entbehrungen und Anfeindungen durchzusetzen. Ihren schwer erworbenen Reichtum verteidigt sie mit aller Macht gegen alle Intrigen, die auf sie zukommen. Der historische Hintergrund kommt bei weitem nicht zu kurz: Die Stadt Portsmouth als Marinehafen, der Aufbau der „Tourismusindustrie“ auch für weniger Betuchte, der Beginn der Elektrifizierung der Stadt, der Bau der Titanic, die Frauenbewegung, alles wird durch Beteiligung einzelner Familienmitglieder in die Geschichte eingebaut. Eigentlich hätte das Buch 5 Sterne verdient, aber die permanent zufälligen Begegnungen mit Familienmitgliedern, die sich eigentlich nicht kennen, war mir ein wenig zu unwahrscheinlich. Trotzdem ist das Buch absolut lesenswert.

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  • Ein Buch mit Sogwirkung

    Die Mondrose
    AllesSchwarz

    AllesSchwarz

    09. May 2013 um 12:27

    Der Klappentext versprach ein Buch mit einer Geschichte um 2 Schwestern, die den selben Mann lieben und eine Frau, die für ihren Traum von einem Grandhotel kämpfte und ein Geheimnis um eine verschwundene Frau. Ein Schicksalsroman über mehrere Generationen an Englands Küste im 19. Jahrhundert. Hörte sich ganz interessant an...allerdings bekam ich ein Buch zu lesen, was mich nicht mehr loslies, ein wahrer Pageturner! Daphne und Mildred, 2 Schwestern aus Londons Armenviertel Whitechapel. Die eine (Mildred) eine toughe junge Frau, die andere (Daphne) eher schwächlich, die immer von Mildred beschützt wird. Mildred träumt davon, ihre Schwester und sich selber aus der Armut herauszusparen und nach Australien auszuwandern. Als es dann soweit ist, steigen sie in den falschen Zug und landen in Portsmouth, da gibt es aber leider keine Schiffe, die nach Australien auslaufen. So bleiben sie hier und schlagen sich durch...dort treffen sie auf Menschen, die es mal gut und mal weniger gut mit ihnen meinen. Bis sie auf Dr. Weaver treffen, der Daphne rettet, als sie krank darniederliegt. Und da schlägt das Schicksal zu, denn beide Mädchen verlieben sich in den Doktor...aber nur eine kann ihn bekommen... Das ist der Anfang eines toll geschriebenen Buches und der Ausgangspunkt für alles was weiterhin geschieht. Anna Helmin hat das Talent, ihre Figuren so lebendig zu gestalten, dass man sie praktisch vor sich sieht und mit ihnen mitleidet und mithoffe, den Kopf schüttelt über so manche Dummheit...und die Figuren entwickeln sich, nicht immer zu ihrem Vorteil aber immer im Sinne der Geschichte. Aus liebgewonnenen Figuren werden plötzlich negativ besetzte Figuren und man fragt sich, wann wehrt er sich endlich... wann wacht sie endlich auf??? aber genauso kann es umgekehrt sein, auf einmal haben negative Figuren Charakterzüge, die man bewundert oder wenigestens mag, so dass man ein gewisses Verständnis empfindet. Auch geschichtliche Hintergründe aus der Zeit sind sehr gut eingearbeitet, die Informationen dazu sind immer ausreichend, aber nie zu viel, also immer im Sinne der Geschichte...Sufragetten, ein junger Mann, der sich gegen seinen Vater auf seine ganz eigene Art wehrt, eine Liebe, die eigentlich nicht sein "darf", der Bau der Titanic und auch die Jungfernfahrt, alles ist wunderbar in dieser Geschichte verwoben! Und auch die weiteren Generationen entwickeln sich der Zeit entsprechend weiter. Auch wenn es mit über 700 Seiten schon ein recht ordentlicher Schmöker ist, so ist man auf der letzten Seite doch recht traurig, dass es vorbei ist und man möchte gerne weiterlesen

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  • Eine großartige Familiensaga

    Die Mondrose
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    04. May 2013 um 11:58

    Es ist das Jahr 1860. Die beiden Schwestern Mildred und Daphne wachsen in großer Armut in London auf. Mildred hat einen großen Traum: Sie möchte gemeinsam mit Daphne nach Australien auswandern und dort ein neues und besseres Leben beginnen. Als Daphne fast vergewaltigt wird, beschließt Mildred, dass es nun höchste Zeit ist, die gefährlichen Straßen Londons zu verlassen. Die beiden Schwestern machen sich auf den Weg , doch bis nach Australien schaffen sie es nicht. Bereits in Portsmouth endet ihre Flucht. Hier verlieben sich beide in den Arzt Hyperion, und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf... Meine Meinung: Mit diesem Roman hat die Autorin Anna Helmin eine großartige Familiensaga geschaffen! Obwohl das Buch über 700 Seiten hat, und ich zugegebenermaßen oft vor so dicken Wälzern zurückschrecke, sind die Seiten hier förmlich an mir vorbeigeflogen. Die Figuren sind so echt, authentisch und voller Tiefe, und die Handlung ist so vielfältig, bunt und abwechslungsreich, dass Langeweile beim Lesen gar nicht erst aufkommen kann. Man fiebert im Gegenteil nur mit und möchte wissen, was als nächstes passieren wird. Und es passiert unglaublich viel! Über Generationen hinweg dürfen wir Leser am Leben der Figuren teilnehmen, und so ganz nebenbei erfahren wir noch so einiges über die Zeit damals: die medizinischen, politischen und technischen Entwicklungen spielen immer wieder eine Rolle. Auch die Gefühle kommen in dieser Saga nicht zu kurz; es ist eigentlich alles dabei: Liebe und Hass, Verrat, Intrigen, Lügen, Hingabe. Ich bin sehr froh, dieses Buch entdeckt und gelesen zu haben!

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  • Ein viel zu kurzer Wälzer!

    Die Mondrose
    monerl

    monerl

    25. April 2013 um 11:29

    Kurzbescheibung Amazon: England, 1860. Die Schwestern Mildred und Daphne, aufgewachsen in Londons Armenvierteln, träumen von einem besseren Leben in Australien. Doch ihr Traum endet bereits in der Hafenstadt Portsmouth. Dort verlieben sich beide in den Arzt Hyperion, der die zarte Daphne heiratet, aber auch Mildreds Reizen nicht widerstehen kann. Als Daphne spurlos verschwindet, gerät Mildred unschuldig unter Mordverdacht. Jahre später macht sich Mildreds Enkelin auf, das Geheimnis um ihre verschwundene Tante zu lösen … Meine Meinung: „Die Mondrose“ ist ein gewaltiges Buch und am Ende doch zu kurz! Anna Helmin hat es geschafft, mich in die Geschichte hineinzuziehen, in die Vergangenheit und in die schwere Zeit einer Familie über Generationen hinweg. Ich litt, ich liebte, ich trauerte und freute mich – dies alles abwechselnd und manchmal auch gleichzeitig, je nachdem, um welche Figur es sich handelte. Die Charaktere sind so liebevoll ausgearbeitet, dass es mir sehr leid tut, das Buch nun einfach zu schließen und ins Regal zu stellen. Auch wenn das Schicksal einiger zum Haare raufen war, wünschte ich, diese tiefe Familiensaga würde noch weiter gehen. Ich bin berauscht vom geschichtlichen Hintergrund, den zeitlichen Entwicklungen, Erfindungen und der Gier nach Reichtum und Macht. Dies ist wahrlich ein rundum gelungener Roman und ein Muss für Liebhaber historischer Romane sowie Familiensagas. Dafür, dass die letzte Generation einen Ticken zu kurz gekommen ist, gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen.

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