Agalstra

von Anna Herzog 
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Agalstra
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Eigentlich wollen, sollen, können die Geschwister nur Ferien machen.

Kritisch (8):
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Leider etwas enttäuschend.

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Inhaltsangabe zu "Agalstra"

»Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!«

Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783649624516
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Coppenrath
Erscheinungsdatum:20.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Klaus_Jürgen_Dilewskyvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Eigentlich wollen, sollen, können die Geschwister nur Ferien machen.
    Wenn Verlag und Autorin wissen, was Kinder können, wollen und mögen …

    Der Verlag:

     

    Schon 1768 gründete Josef Heinrich Coppenrath den Verlag, der 1977 von dem jungen Grafiker & Verleger Wolfgang Hölker übernommen wurde. Mit seinen innovativen Ideen führte er den Verlag auf neue Wege. Ein Schwerpunkt des Programms sind seither Kinderbücher und Lesefutter für junge, erwachsene Leser. Ihm zur Seite stehen Dr. Lambert Scheer, der 2016 die Geschäftsleitung des Verlags übernommen hat, und seine Tochter Johanna Hölker. Durch den Generationswechsel ist frischer Wind eingezogen und gleichzeitig bleibt der Spirit des Unternehmens erhalten. Der Coppenrath Verlag GmbH & Co KG vom Hafenweg 30 aus Münster, ist ein Verlag, der für hausinterne Kreativität steht und der in der heutigen Zeit ein interessantes Motto pflegt: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können.“

     

    Die Autorin:   

     

    Die Essen- Haarzopfer Kinderärztin, Buchautorin und vierfache Mutter Anna Herzog, die ihr Herz mit Wohl und Wehe in Glück und Kindersorgen in ihre Geschichten hineinträgt, lebt mit Mann, vier Kindern, die sie genau beobachtet und dadurch ihre Geschichten glaubhaft gestaltet, einer wechselnden Tierschar und einem Kletterkastanienbaum in einem alten Haus im Ruhrgebiet. Eigentlich arbeitet sie als Ärztin, wenn sie nicht gerade schreibt, Und sie hat das Kinderbuch „Sommer ist barfuß“ geschrieben, sondern für etwas ältere Kinder Agalstra, um das es hier gehen soll. Sie lässt in ihren Geschichten den jungen Protagonisten ganz bewusst alle Freiheiten, die Kinder ihrer Meinung nach haben sollten.

     

    Die Covergestaltung:

     

    Es wird, durch einen Einband: mit Stanzung und Folienprägung, ein märchenhaft das Panorama einer alten Burg, der Mittelpunkt der historischen Abenteuergeschichte, gezeigt. Wie bei Coppenrath üblich, ist der gesamte Roman, mit dabei insbesondere sein raffiniert, geheimnisvolles Cover, aufwendig, Interesse weckend und liebevoll gestaltet. Die Illustrationen von Frauke Maydorn sowie der vorangestellte Text „Die Straße ans Ende der Welt von Charlie Chaplin komplettieren und bereichern seine Gestaltung.

     

    Nun aber erst einmal zum Inhalt der Geschichten; die Buchbeschreibung:

     

    Eigentlich wollen, sollen, können die Geschwister nur Ferien machen, Merle und ihr jüngerer Bruder Felix nehmen zusammen mit anderen Kindern an einem Theater-Workshop auf einer alten Burg teil, doch plötzlich geraten sie in ein Abenteuer, bei dem ihnen nicht nur der alte Burgherr Angst macht und welches außer Kontrolle zu geraten droht …

     

     

    Nun zu meiner Meinung   / Mein Fazit:

     

    Anna Herzog gelingt es erneut, ein besonderes Buch zu schreiben, in das Leser hineingezogen werden. Warum ist dies so?

     

    ·         Sie kann sich, durch ihre Familienbiographie, in Kinder hineinversetzen.

    ·         Dadurch benutzt sie eine kindgerechte, keine kindliche Sprache.

    ·         Kinder lieben:

    ·         spannende Geschichten

    ·         Burgen

    ·         sich verkleiden

    ·         Ferien, auch ohne Eltern

    ·         Dabei bedeutet Agalstra Elster etymologisch abgeleitet vom althochdeutschen Wort „Agalstra“ [mhd. elster, agelster, ahd. agalstra] = Rabenvögel Eichelhäher und seinen Ruf bezog. „Elster“ leitet sich vom althochdeutschen „agalstra“ her: Auch ein wichtiger Protagonist/Teilnehmer in diesem Roman.

    dies alles und noch viiieeelll mehr, bietet diese absolute Leseempfehlung aus dem Hause Coppenrath.

     

    Die bibliographischen Angaben zu diesem Titel lauten / Produktinformationen:

    ·  Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

    ·  Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (20. Juni 2018)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  Preis: 16 €

    ·  ISBN-13: 978-3649624516

    Dr. Dilewsky ist seit 20 Jahren, an unterschiedlichen Schulformen, als Studienrat tätig. Aktuell arbeitet er seit 04.10.2011 am Weiterbildungs-Köln-Kolleg, einer Schulform, die es Menschen ermöglicht, ihr Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu erreichen. Letztendlich möchte er mit seiner Arbeit ein Umdenken im System Schule einleiten. In seiner Freizeit unterstützt er junge Musiker. Mittelfristig möchte er    die Richard Istel Stiftung für junge Musiker gründen, die jungen Künstlern, über Stipendien, ihre Ausbildung und erste CD Produktionen ermöglicht. Seit Dezember 2014 gibt es das 4. Buch von                                                            Dr. Klaus Jürgen Dilewsky, welches beide Arbeitsbereiche sinnvoll miteinander verknüpft:
    Erziehung  heute  Auswirkungen auf die Schule: Reihe Unterrichtsmaterialien
    Bd. 1, 408 S., 44.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12883-6                                                                             Meine Rezensionen erscheinen seit 1989, je nach Thema: auf meiner Seite bei LovelyBooks, JuLit, in der Zeitschrift der Deutschunterricht, der Zeitschrift Pädagogik, Seite der Stadtbibliothek Köln, auf Verlagsseiten, meiner fb-Seite, bei Amazon unter: https://www.amazon.de/gp/profile/A2C6AA9ZLFQ5NA?ie=UTF8&ref_=sv_ys_4

    und auf den Seiten anderer Buchhandlungen. Autoren und Verlag erhalten 1 Exemplar der Besprechung per Mail.

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    Buecherratte_Svetlanavor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider etwas enttäuschend.
    Sehr düsteres Kinderbuch

    Auf ,,Agalstra´´ bin ich aufgrund des sehr schön gestalteten Covers gestoßen. Auch der Blick auf die Rückseite machte mich auf den Inhalt sehr neugierig. Aber der Verlauf der Geschichte überzeugte mich dann eher weniger.

    Worum geht es?
    Das Geschwisterpaar Merle und Felix werden über die Ferien zum Theaterworkshop geschickt und sollen dort mit anderen Kindern ein eingeübtes Stück präsentieren. Es bilden sich rasch zwei Teams im Kampf um den Preis. Merle, Felix, Jannis und Wladimir üben heimlich auf verbotenem Gebiet und stoßen dort auf schöne Kostüme. Sie ziehen sie an und werden sofort von den Kleidungsstücken ergriffen. Die Kinder werden in die Vergangenheit gesogen und spielen diese nach. Aber nach und nach verändern sich die vier.

    Schreibstil und Gestaltung:
    Die Geschichte war sehr flüssig zu lesen. Die Sprache ist einfach und dem empfohlenen Alter angemessen. Die Kapitel sind kurz, was aber nicht weiter stört.
    Vom Cover bin ich sehr begeistert. Es befindet sich ein ,,Loch´´ im Titelbild, wodurch die erste Seite zu erkennen ist. Abgebildet ist eine düstere Landschaft, im Hintergrund eine Burg und drei laufende Gestalten. Eine 1A Gestaltung. Auch das Innenleben steht dem in nichts nach. Das Ende eines Abschnittes wird durch eine hübsch gezeichnete Feder gekennzeichnet und die Passagen, die in der Vergangenheit spielen (also immer wenn die vier Kinder proben) sind durch Kursivschrift und Ornamenten am Rand leicht zu erkennen.
    Auch das Wispern im Schloss macht sich durch schwarzunterlegte Schrift bemerkbar, ebenso der Anfang eines neuen Teils im Buch. Dieser wird mit einem Spotlight und einem Zitat von großen berühmten Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin eingeleitet.
    Am Ende des Buches sieht man noch einmal die Landschaft des Ferienortes von Merle und Felix.

    Meine Gefühlswelt:
    Ich mochte die Figuren sehr gern. Die Geschwister Merle und Felix schlichen sich schnell in mein Herz. Sie sind sehr liebenswerte Protagonisten. Ebenso ihre Freunde Jannis und Wladimir.
    Nun zum großen Aber: Ich fand das Buch für zehnjährige nicht altersgemäß vom Inhalt her. Es wirkte stellenweise sehr gruselig und ziemlich düster. Auch der Graf wird sehr negativ dargestellt und ängstigt noch mehr, als er nachts umherschleicht, Kindern folgt und Bilder ,,ersticht´´. Auch das Blut im Schnee von dem immer wieder die Sprache ist, finde ich einfach einen Touch to much.
    Ich weiß einfach nicht wie ich dieses Buch empfehlen soll, denn wie umschreibe ich Kinder, die von Kostümen ergriffen werden zum Beispiel? Das schreckt viele Eltern ab. Zuviel Grusel.
    Demzufolge würde ich das Buch lieber erst an elf- bis zwölfjährige empfehlen.
    Natürlich war es schön, dass die Autorin Anna Herzog klassische Literatur aufgreifen wollte, indem sie Shakespeare erwähnte und Ringelnatz. Nur leider vermute ich, ist das vielen Kindern in der Altersgruppe noch nicht so ganz geläufig.

    Fazit:
    Die Idee des Buches war gut. Der Schreibstil ebenso. Nur leider ist die komplette , meiner Meinung nach, zu düster und gruselig für diese Altersgruppe geraten. Das Kinderbuch ließ sich trotzdem flüssig lesen und ist eine abgeschlossene Handlung. Es bleibt am Ende nichts offen.
    Überzeugen konnte mich das Buch jedoch nicht.
    Erschienen ist das Buch im Coppenrath Verlag im Jahr 2018.

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    printbalancevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein äußerst aufwendig und liebevoll gestaltetes Buch, mit einem anspruchsvollen Plot!
    Agalstra von Anna Herzog

    Inhaltsangabe:
    Jedes Jahr gibt es auf dem Sommerfest in der Grundschule ein Glücksrad, bei dem satte Preise auf die Gewinner warten. Dieses Mal hat der 7-jährige Felix Paulsen den Hauptgewinn gezogen- einen zehntägigen Theater-Workshop auf Burg Hohenhartt. Hierbei handelt es sich genau um jene mittelalterliche Festung, von der bereits seine Mutter immer spannende Geschichten erzählt hat. Da Felix für diesen Aufenthalt noch zu klein ist, begleitet ihn seine ältere Schwester Merle. Auch sie ist schon ganz gespannt was dort geboten wird, da angeblich in den Gemäuern ein alter, unheimlicher und sehr wütender Graf ganz zurückgezogen leben soll. Als die Geschwister zu dem Treffpunkt der Veranstaltung erscheinen, stoßen sie auch auf andere Jugendliche, die ebenfalls an dem Theaterkurs teilnehmen werden. Sebastian und Mareike, die Leiter und gleichzeitigen Betreuer des Workshops erklären, dass sich alle Anwesenden in zwei große Gruppen aufteilen müssen. Anschließend hat jedes Team die Aufgabe, sich ein eigenes Theaterstück auszudenken und später vor einer Jury aufzuführen. Die besten Bühnenspieler erhalten als Preis jeweils ein hochwertiges Smartphone. Merle und ihr kleiner Bruder Felix schließen sich den beiden Jungen Jannis und Wladimir an. Gemeinsam versuchen sie ein Versteck zu finden, in dem sie ganz ungestört einen Text verfassen- und diesen dann anschließend proben können. Während ihrer Suche finden sie im Wald eine Höhle, die sie für ihre Theaterproben geeignet halten. Ab diesem Zeitpunkt beschließen die Kinder jede Nacht dort heimlich zu üben. Als das vierer Gespann erneut seinen geheimen Ort aufsucht, finden sie im Verborgenen eine uralte Kiste mit Kleidungsstücken, aus einer längst vergangenen Zeit. Neugierig schlüpfen die drei Jungs und auch das Mädchen in die schimmernden Samtroben und finden sich dadurch plötzlich in einer anderen Zeitepoche wieder. Merle, Felix, Jannis und Wladimir beginnen ein Stück zu spielen, welches sich scheinbar wie von einer fremden Macht verselbstständigt. Es kommt ihnen so vor, als führen die getragenen Kleidungsstücke sie fernab von der Wirklichkeit, sodass Traum und Realität sich miteinander vermischen.
    Je mehr sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, desto näher rückt das Unheil, denn sie werden seit ihrer Ankunft auf der Burg beobachtet. Ist der stille Späher ihnen wohlgesonnen oder treibt er mit den Kindern sein Unwesen?

    Eigene Meinung:
    Vorhang auf und Bühne frei für ein neues Kinder- und Jugendbuch von Anna Herzog. Agalstra ist eine Lektüre, welche sich komplett von meinen bisher gelesenen Büchern abhebt. Alleine schon das aufwendige Design sowohl im Außen- als auch im Innenbereich lässt erahnen, welche mysteriöse und zugleich spannende Geschichte sich dahinter verbergen wird. Die Vorderseite des Hardcovers wurde in Form eines Sichtfensters ausgestanzt, sodass der junge Leser ab 10 Jahren direkt auf den Schauplatz von Burg Hohenhartt blicken kann. Diese ungewöhnliche Aufmachung mit den folierten, silbernen Buchstaben weckt definitiv die Neugier der Kinder. Die vielen Illustrationen die von Frauke Maydorn angefertigt wurden, verleihen dem Buch einen zusätzlichen magischen Hauch. Das integrierte Lesebändchen gefällt mir ebenfalls sehr gut, sodass das Buch im Gesamten aufwendig und liebevoll gestaltet wurde.
    Leider hat diese Lektüre die ein- oder andere Schwachstelle, mit der ich mich persönlich nicht ganz anfreunden konnte. Zum einen war es der Schreibstil, der an manchen Stellen sehr lyrisch, nahezu hochtrabend verfasst wurde, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ein 10-jähriger Leser wirklich schon damit zurecht kommen wird. Zum anderen sind es die vielen unterschiedlichen Szenen. Die Autorin schreibt einmal in der Gegenwart, in der die Teilnehmer ihre Theaterstücke üben, wo man als Leser mehr über die Burg und die Umgebung erfährt, gleichzeitig aber springen die Protagonisten wieder zurück in die Vergangenheit, die sich aber nur in den Köpfen der Kinder abspielt. Zwar hat die Autorin diese Szenen kursiv geschrieben um dem Leser wohl eine Hilfestellung anzubieten, dennoch war es besonders für mich am Anfang sehr schwierig einen Einstieg in das Geschehen zu finden. Hinzu kommt noch eine dritte Szene, in der unbekannte Stimmen ebenfalls mitwirkten, die aber den Leser wahrscheinlich mehr verwirren könnten als Spannung aufzubauen.
    Fazit: Ein äußerst aufwendig und liebevoll gestaltetes Buch, mit einem anspruchsvollen Plot, der durch viele eingebaute Elemente den Einstieg in das Geschehen zwar erschwert hat, doch wenn man in der Handlung drin war, konnte Algastra mich trotzdem überzeugen.
    Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    heinokos avatar
    heinokovor 2 Monaten
    Die Kraft der Fantasie

    Die Kraft der Fantasie

     

    Noch selten habe ich ein so außerordentlich schön gestaltetes Jugendbuch gesehen! Das Cover mit seinem ausgestanzten Fenster und Ausblick auf eine nächtliche, mondbeschienene Festung, dazu die schimmernde, silberne Schrift – wunderbar! Im Inneren ist die Kombination von schwarzen Seiten mit weißer Schrift und umgekehrt  und Kapitelanfänge, die sich wie ein schwarzer Samtvorhang öffnen, ein zusätzlich schönes und zum Text perfekt passendes Gestaltungselement. Besonders ausgewählte Zitate großer Menschen als Wegweiser in die einzelnen Buchteile hinein runden die gelungene Gesamtgestaltung des Buches ab und sind ein weiteres Markenzeichen für den Coppenrath Verlag, dem liebevolle Buchgestaltungen spürbar am Herzen liegen.

     

    Die erzählte Geschichte hat viel Geheimnisvolles. Merle und Felix nehmen zusammen mit anderen Kindern an einem Theater-Workshop teil, und zwar in den Mauern einer alten Burg, in der Unheimliches in der Luft liegt. Schon allein der alte Burggraf wirkt angsteinflößend. Das Gemälde einer jungen Frau, deren Augen den Betrachter zu verfolgen scheinen, beeindruckt Merle zutiefst. Und was geschieht da Seltsames mit den Kindern, wenn sie in die gefundenen Kostüme schlüpfen und sich das Theaterstück sozusagen von selbst und von den Kindern nicht steuerbar spielt?

     

    Anna Herzog erzählt detailreich, ohne zu langweilen, Geheimnisse andeutend, ohne sie zu offenbaren. Ihr Schreibstil ist sehr lebendig, mit feinem Humor gewürzt und mit großer Einfühlung für das, was Kinder bewegt und fasziniert. Die Geschichte ist vergnüglich und schaurig in einem, immer aber spannend erzählt. Zwar verliert sich die Handlung zwischendrin ein wenig in sich selbst, verirrt sich quasi in den Erzählebenen, wobei ich allerdings gerne wüsste, ob Kinder dies beim Lesen auch so empfinden. Vermutlich liegt es eher an der Verkopftheit von Erwachsenen, die sich nicht so leicht unkritisch in fantasievolle Umwege fallen lassen können. Im Gesamten betrachtet bleibt für mich als Fazit, dass die Autorin es auf großartige Weise schafft, zwischen Realität und fantastischem Geschehen zu spielen. In überraschenden Übergängen wechselt sie die Welten und man liest und ist sowohl im Hier und Jetzt beim Kartoffelsuppe-Essen als auch zwei Buchseiten weiter in einer Anderswelt, in der Orte und Zeiten durchlässig werden. Besser kann man gar nicht die Botschaft verpacken, dass „Theater ein Stück Traum zum Mitnehmen“ ist und welch immense Kraft die Fantasie besitzt.

    Für mich sowohl gestalterisch als auch inhaltlich ein Ausnahme-Buch!


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    LiberteToujourss avatar
    LiberteToujoursvor 2 Monaten
    Das Cover verspricht mehr als es hält.

    Merle und ihr kleiner Bruder verbringen ihre Ferien auf einem alten Schloss. Die üblichen Teenagerzickereien von Merles Zimmergenossen werden schnell zweitrangig - das Schloss bietet einfach zu viele Mythen und Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Da gibt es den alten Grafen, der Kinder nicht mag und sie trotzdem einlädt. Ein Gemälde, von dem Merle sicher ist, dass es sie beobachtet. Und einen Haufen alter Kostüme, die irgendwie etwas besonderes sind - sie ziehen die Kinder mitten in ein altes, nie ganz vergessenes Drama..


    Das erste was mich an diesem Buch wirklich bezaubern konnte war das Cover. Wirklich, ein derartig schönes und gut durchdachtes durfte ich schon lange nicht mehr in den Händen halten. Die Szenerie aus Theaterbühne und Vorhang und Hintergrund ist aufwändig in 3D gestaltet zum aufklappen. Die fantastische, stimmige Farbgestaltung tut ihr übriges. Ehrlich, hier hätte man absolut nichts besser machen können!


    Leider kann das Buch und seine Geschichte halten leider nicht ganz das, was das Cover verspricht. 
    Auch wenn die Autorin sich großartig darauf versteht, in der Sprache der Kinder und Jugendlichen zu schreiben und die Geschichte wirklich spannend ist hatte ich beim lesen das eine oder andere kleine Problemchen.

    Das erste bestand darin, dass die Charaktere durchweg relativ flach bleiben. Selbst Merle als Protagonistin bekommt nicht wirklich Tiefe, weil sich mehr auf die Beschreibung der Umgebung (die dadurch wirklich, wirklich plastisch wirkt) als auf das Innenleben der Handlenden konzentriert wurde. Da kann man aber durchaus noch das eine oder andere Auge zudrücken.

    Was ich wirklich problematisch fand war der ganze Aufbau der Handlung - die Geschichte ist definitiv auch für erwachsene Leser interessant, aber selbst ich hatte hier und da das Gefühl, aufpassen zu müssen um der Handlung folgen zu können. Da wachsen in mir dann einfach leise zweifel, ob das Buch für das angegebene Lesealter wirklich passend ist. Wenn ich ehrlich bin habe ich schlichtweg das Gefühl dass ein zehnjähriges Kind von der Geschichte überfordert und damit frustriert wäre.

    Schlussendlich ist Agalstra wirklich ein schönes Buch - aber eher für ältere Kinder und Jugendliche geeignet. 

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    winterdreamvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Buch, um Jugendlichen ein wenig Fantasy und mysteriöse Vorkommnisse näherzubringen.
    Gutes Buch mit einigen Verbesserungspunkten

    Inhalt/Klappentext:

    Das Portrait unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!


    Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Thaeter-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geister der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?


    Cover:

    Das Cover des Buches ist wirklich sehr hübsch und außergewöhnlich gestaltet. Den ausgestranzten Teil finde ich sehr originell. Es stellt eine Bühne und Vorhang dar. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es das halten des Buches auch ein wenig erschwert hat, mit so einem „Loch“.


    Mein Fazit:

    Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn es einige Punkte gibt, die vielleicht hätten besser sein können. Die Geschichte und die Idee an sich, finde ich toll und hat auch Spaß gemacht, mit Merle und den anderen dies zu erleben. Allerdings kam der Theater-Workshop nicht so zur Geltung, wie er hätte sein sollen. Denn es ging ja darum, dass die Kinder in den Ferien diesen Workshop besuchen. Es wurde in dem Buch aber irgendwie kein Workshop beschrieben. Die Kinder mussten sich selbst ein Stück überlegen, aber von den Betreuern gab es keine Tipps zu den Stücken oder wie man ein Theaterstück gestaltet oder dergleichen. Und unter einem Workshop in den Ferien stelle ich mir so etwas drunter vor. Denn im Endeffekt waren die Kinder in dem Buch die meiste Zeit alleine, was nicht so ganz zu einer Ferienbetreuung passt. Die Story hat mir aber gut gefallen, auch wenn ich direkt wusste, dass sie in die Rollen der Kostüme schlüpfen. Für mich war kein Aha-Effekt, als zum Schluss raus kam, dass die Kostüme ihnen die Rollen auferlegt hatten. Den Schreibstil fand ich gut und ich konnte das Buch schnell und flüssig lesen. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, finde ich es trotzdem gut. Ich vergebe hier 4 von 5 Punkten.a

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    0_Lavender_0vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Theatercamp für Kinder mit mysteriösen Vorgängen, magischen Kostümen und einem undurchschaubaren Burgherrn
    Kleider machen Leute, Kostüme machen Theaterstücke

    Zum Cover:
    Das Cover ist ein Erlebnis - der Theatervorhang bildet den Einband, darunter ist die erste Seite zu erkennen. Der 3D-Effekt hat es in sich.
    Wenn man das Buch zur Hand nimmt, fällt der fehlende Mittelteil des Covers immer wieder auf, es wirkt irritierend, wenn kein stabiler Widerstand erwartet werden kann - eine ganz neue Erfahrung.

    Zum Inhalt:
    Merle fährt mit ihrem 7-jährigen Bruder Felix zu einem Theatercamp, das auf einer alten Burg stattfindet. Schnell sind zwei absolut unterschiedliche Teams gebildet ("Snobs gegen Normalos"), Konkurrenz entsteht, da die beiden Gruppen je ein Theaterstück entwickeln sollen, das dann zur Aufführung kommt. Am Ende winkt ein wertvoller Preis.
    Für Jannis, Wladimir, Merle und Felix ist das Entwickeln des Stücks nicht einfach, die Burg wirkt an manchen Stellen bedrohlich und mysteriös, genauso wie der Burgherr. Überall scheint es zu flüstern und kann es sein, dass ein Bild lebendig ist. Eine beinahe vergessene Melodie und ein alter Mann mit Vogel (nicht im Kopf) helfen weiter.
    Und dann entdecken die Kinder einen geheimen Zufluchtsort, in dem sie eine Truhe mit Kostümen entdecken. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Sind die Kostüme magisch?

    Zum Stil:
    Der Leser übernimmt die Rolle des allwissenden Beobachters. Man erlebt mit, was in Merle vorgeht und was rund um sie geschieht. Man verschmilzt nicht mit der Protagonistin und das ist gut so, denn der Text ist vielschichtig. Es gibt - optisch deutlich voneinander getrennt - flüsternde Stimmen, das gespielte Stück und die Handlungen und Vorgänge der Realität. Um dies unterscheiden zu können, ist es notwendig, distanziert zu bleiben.

    Fazit: Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Sicher gibt es viele Kinder, die dieses Buch bereits mit 10 lesen können, aber nicht alle. Es bedarf einer reifen Leseleistung, um die unterschiedlichen Inhalte erfassen zu können. Einige Themen sind mir nur angerissen, aber nicht genauer ausgeführt, auch die Betreuer des Theatercamps sind enttäuschend dargestellt. Sie wirken meiner Meinung nach zwar begeistert, aber ein wenig hilflos, was mir persönlich sauer aufstößt, da ich die Rolle von Theaterpädagogen für wichtig und wertvoll halte und nicht auf diese Weise dargestellt sehen will.
    Alles in allem ist die Geschichte spannend, zum Ende hin turbulent und gut zu lesen, daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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    BarbaraMvor 2 Monaten
    Eine etwas düstere und sehr geheimnisvolle Geschichte über eine alte Geschichte in neuem Gewand

    „Agalstra“ von Anna Herzog ist 2018 im Verlag Coppenrath erschienen. Es umfasst 282 Seiten und wird mit Illustrationen von Frauke Maydorn ergänzt.

    Merle und ihr jüngerer Bruder verbringen einen Teil ihrer Ferien auf einer Burg und sind dort für einen Theater-Workshop angemeldet. Eines Tages gelangen sie gemeinsam mit den Freunden Jannis und Wladimir in einen kalten Keller und finden dort altertümliche Kostüme. Sie sind begeistert und schlüpfen hinein. Doch irgendetwas Seltsames ist nun im Gange. Kann es sein, dass die Kostüme ein Eigenleben haben und den Kindern ein eigenes Theaterstück vorschreiben? Oder sind das alles nur Hirngespinste von Kindern, die auf die manchmal unheimlich wirkende Burg und deren düsteren Burgherrn zurückzuführen sind? Lasst das Spiel beginnen!

    Anne Herzog schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Es gelingt ihr, den Spagat zwischen der alten Theatersprache und der modernen Zeit fließend zu gestalten. Toll fand ich auch die immer wieder verwendeten Reime und das Absetzen durch Schrift und zusätzlicher Illustration, wenn sich die Zeiten und damit auch die Sprache änderte. Die eingesetzteFlüsterstimme fand ich richtig unheimlich und sehr gut gelungen.

    Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte und wirklich außergewöhnlich: es wird in 3D-Optik eine Bühne mit Schimmereffekt dargestellt und auf der Bühne selbst sind im Mondschein drei Kinder zu sehen, die gerade auf dem Weg zu einer Burg sind. Ich finde das Cover einfach spitze!

    Die Geschichte war für mich als erwachsene Leserin sehr spannend, manchmal jedoch vor allem in der ersten Hälfte etwas schwer nachzuvollziehen. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass das empfohlene Lesealter von 10 Jahren etwas zu niedrig gegriffen ist.
    Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas holprige Umsetzung einer interessanten Idee, die so leider schwer zu greifen war
    Etwas holprige Umsetzung einer interessanten Idee, die so leider schwer zu greifen war

    Klappentext

    „Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme? Der Kinderroman verspricht magische Spannung und entführt die Leser in eine düster-unheimliche, verzauberte Theaterwelt.“

     

    Gestaltung

    Ich kann mein Buch nur anstarren, weil es so schön geworden ist! Ich finde die Auslassung auf dem Cover, durch die man dann in das Buchinnere schauen kann, einfach nur genial! So sieht die Bühne wirklich realistisch aus und bekommt einen kleinen 3D-Effekt. Zudem liebe ich das metallische Funkeln des Covers unheimlich! Es sorgt für Aufmerksamkeit und sieht einfach nur edel aus. Die düsteren Farben machen mich dabei nur noch neugieriger auf das Buch!

     

    Meine Meinung

    Die im Klappentext beschriebene Idee eines Theaterstückes, das sich wie von selbst aufführt, und die anklingenden Geheimnisse der Burg haben mich sehr neugierig auf „Agalstra“ gemacht. Insgesamt fand ich das Buch auch wirklich rätselhaft, mysteriös und geheimnisvoll, aber so ganz überzeugen konnte mich die Geschichte nicht. Von Anfang an haben mich die Handlung und Protagonistin Merle, aus deren Sicht in der dritten Person das Buch erzählt wird, nicht so wirklich fesseln können. Es fühlte sich beim Lesen immer so an, als stünde eine Wand zwischen ihnen und mir.

     

    Der Schreibstil war dabei sehr ansprechend, denn er zeichnete sich durch viele kurze Sätze aus, die auch immer mal wieder mit Einschüben versehen waren. Besonders fielen mir auch die gereimten Verse im Inneren, die in die Geschichte eingewoben wurden, als positiv auf. Auch mochte ich es, wie der Sprachstil zwischen unserer modernen, alltäglichen Sprache und einer älteren Sprache während des Theaterstücks wechselte. Zudem gab es auch kleinere Vorausdeutungen, die Unheilvolles ankündigten und so für Spannung sorgten. Auch gefielen mir die unheimlichen Flüsterstimmen, die für Rätsel gesorgt haben. Zudem fand ich es klasse, dass die unterschiedlichen Textstücke durch Illustrationen und andere Schriftarten hervorgehoben und so verdeutlicht wurden.

     

    Dennoch hatte ich manchmal den Eindruck, als würde zu vieles nur angeschnitten und zu wenig ausgeführt. Oftmals gab es auch für mich zu abrupte Wechsel der Szenerie. Auf der einen Seite redeten die Figuren noch miteinander, ich blätterte um und es war auf einmal finsterste Nacht. Mehr als einmal habe ich mich daher dabei erwischt, wie ich zurückblätterte, um mich zu vergewissern, dass ich nicht vielleicht aus Versehen eine Seite überblättert hatte. Aber nein, es war tatsächlich so, weswegen ich zwischendurch manchmal doch etwas verwirrt war. Auch kamen mir in der ersten Hälfte die Gedanken und Beschreibungen der Umgebung ausführlicher beschrieben vor, als die Interaktionen zwischen den Kindern. In der zweiten Buchhälfte legte sich dies jedoch.

     

    Vieles fand ich recht rätselhaft und undurchschaubar, was mir gut gefallen hat, da ich gerne mitgerätselt habe. Aber ich muss auch sagen, dass mir manches einfach zu angeschnitten und zu wenig ausgeführt wurde, wodurch ich eigentlich nicht so wirklich wusste, woran ich bin. Am Ende des Buches gab es dann einen wirklich fesselnden Showdown, den ich am besten fand. Danach wurden dann auch ein paar Antworten gegeben, wobei für mich ein paar mehr Fragen ruhig hätten aufgeklärt werden können, da ich zum Schluss immer noch ein paar Fragezeichen über dem Kopf hatte. Einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Figuren hätte ich an der Stelle sehr gern gelesen.

     

    Die Figuren fand ich insgesamt stimmig und authentisch, wobei ich doch sagen muss, dass mir Merle etwas fern blieb, da ich keinen wirklichen Zugang zu ihr gefunden habe. Auch Wladimir blieb für mich leider etwas blass und schwer greifbar. Merles kleinen Bruder Felix hingegen fand ich sehr realistisch für sein Alter, wobei Jannis mein Liebling war. Er war wissbegierig, tollpatschig, nett und in meinen Augen ein sehr guter Freund. Auch fand ich es gut, wie die Autorin mit drei anderen Jugendlichen eine „feindliche“ Gruppe geschaffen hat, die man zusammen mit Merle und Co nicht ausstehen konnte.

     
    Fazit

    Die Idee von „Agalstra“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn die Umsetzung in meinen Augen etwas holprig war, da vieles für mich zu schwammig blieb und schwer zu greifen war. So war es schwer, plausible Vermutungen aufzustellen und wirklich mitzuraten, was es mit den geheimnisvollen Geschehnissen auf sich haben könnte. Am Ende blieben noch einige Fragen offen, die ich gerne beantwortet gehabt hätte. Den Schreibstil der Autorin fand ich jedoch sehr ansprechend und gut ausgearbeitet.

    3 von 5 Sternen!

     

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    Frank1vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch punktet mit sehr realistischen Charakteren und einer äußerst aufwändigen Gestaltung.
    Die verfluchen Kostüme

    Klappentext:

    »Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!«

    Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?


    Rezension:

    In den Ferien nimmt Merle zusammen mit ihrem kleinen Bruder an einem Theater-Workshop auf einer alten Burg teil. Nachdem sich schon bei der Ankunft Streit zwischen eher ‚vornehmen‘ Teilnehmern und den ‚Normalos‘ wie Merle anbahnt, werden 2 Gruppen gebildet, die jeweils ein eigenes Theaterstück erschaffen und am Ende aufführen sollen. Auf das Gewinnerteam warten Edel-Smartphones als Preis. Nachdem das Team um Merle und den sehr verschlossen wirkenden Wladimir zuerst eher planlos ist, finden sie beim heimlichen Herumstöbern im privaten Wald des Grafen, dem die Burg gehört, einen alten Eiskeller und darinnen eine Truhe mit Kostümen, die ihnen merkwürdigerweise wie maßgeschneidert passen. Sobald sie diese tragen, scheinen die alten Kleidungsstücke jedoch die Kontrolle über ihre Träger zu übernehmen. All das scheint im Zusammenhang mit einer lange vergessenen Tragödie zu stehen.

    Bei Anna Herogs Jugendbuch mit Fantasy-Elementen liegen Licht und Schatten eng beieinander. Besonders gelungen erscheinen die Protagonisten, die in ihrer Darstellung, ihrem Handeln und ihrer Sprache sehr authentisch wirken. So kann man sich Kinder/Jugendliche in dem Alter (siehe unten) gut vorstellen. Auch die Handlung baut sich interessant auf und entwickeln im Verlauf eine sich ständig steigernde Spannung.

    Auf der Negativliste stehen dagegen recht viele unbeantwortete Fragen sowie einige sehr konstruiert wirkende Handlungselemente. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Außer von Merles kleinem Bruder erfährt der Leser von keinem der Protagonisten das Alter. Lediglich aus einzelnen Handlungselementen kann man vermuten, dass sie wohl mindestens um die 12 Jahre alt sein müssen, eher sogar noch etwas älter. Merle fährt aber nur mit, weil ihr noch nicht ganz 7-jähriger Bruder die Teilnahme am Theater-Workshop bei der Tombola in seiner Grundschule gewonnen hat und der Vater ihn nicht alleine fahren lassen will. Wieso sollte in einer 1. Klasse aber eine Ferienaktivität verlost werden, die sich eigentlich an deutlich ältere Teilnehmer richtet? Außerdem gibt es im Buch immer wieder Textabschnitte in weißer Schrift auf schwarzem Grund, in denen sich die anscheinenden Strippenzieher der Vorfälle unterhalten. Bis zum Ende wird jedoch nicht aufgeklärt, wer beziehungsweise welche ‚Wesen‘ das eigentlich sind. Auch die Motivation des Grafen wird nie aufgeklärt.

    Äußerst positiv muss dagegen die Gestaltung des Buches hervorgehoben werden. Normalerweise gehe ich selten auf Cover und sonstige Gestaltung der Bücher ein, aber hier muss es sein, denn dieses Buch ist ein echter ‚Hingucker‘. Das Cover ist in einem dunklen Metallic-Look gehalten, der eine Bühne darstellt. Der Mittelteil der Bühne ist ausgestanzt, sodass auf dem hinter dem Cover liegenden Blatt eine Landschaftsszene zu sehen ist. Komplettiert wird diese aufwändige Optik durch ein silbernes Lesebändchen.

    Auch wenn der Verlag das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, halte ich dies für deutlich zu jung angesetzt. Sowohl die Sprache als auch der Handlungsaufbau dürften die meisten Leser dieses Alters überfordern.

    Die interessante Handlung und die sehr authentisch gelungene Charakterdarstellung der Hauptpersonen dieser jugendlichen Urban-Fantasy-Geschichte führen dazu, dass ich trotz der genannten Mängel einen positiven Gesamteindruck des Buches gewann und es Genre-Fans durchaus empfehlen kann.


    Fazit:

    Dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch punktet mit sehr realistischen Charakteren und einer äußerst aufwändigen Gestaltung.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Coppenrath_Verlags avatar
    Ihr Zauber hält dich gefangen ...

    Wir suchen 15 Leser/innen, egal ob Klein (ab 10 Jahre) oder Groß, die Lust haben an der Leserunde zu "Agalstra" teilzunehmen und sich mit der Autorin Anna Herzog auszutauschen.

    In dem Buch „Agalstra“, ab 10 Jahre, erlangen altertümliche Kostüme eine magische Kraft über das Theaterspiel vierer Kinder. Anna Herzog entführt die Leser in eine düster-unheimliche und verzauberte Theaterwelt.

    Zum Inhalt:

    Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?

    die Autorin Anna Herzog begleitet die Leserunde und steht für eure Fragen zur Verfügung! 

    Bewerben könnt ihr euch bis zum 11. Juli. Schreibt uns einfach welches euer Lieblingstheaterstück ist oder welches ihr unbedingt noch sehen möchtet.

    Wir sind schon gespannt auf eure Rezensionen!

    Zur Leserunde

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