Alles im Fluss

von Anna Herzog und Irmela Schautz
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
Alles im Fluss
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Chiaramauss avatar

Ein schönes Buch über den Sommer und die Freiheit, nur an einigen Stellen etwas seltsam.

KerstinMCs avatar

Beim Lesen kam ich mir in meine Kindheit zurückversetzt vor

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Inhaltsangabe zu "Alles im Fluss"

Wie ist sie bloß in diese Situation geraten? Juli, dreizehnjährige zukünftige Filmemacherin mit Tierphobie, findet sich in einem uralten Faltboot auf dem Fluss wieder – mit Jonte, den sie kaum kennt, dessen kleinem Bruder Per und einem hässlichen Kater namens Puma. Was spielerisch mit Jontes Behauptung beginnt, er könne es locker bis zum Meer schaffen, wird zur Herausforderung: Nicht nur, weil sie plötzlich auf der Flucht sind, sondern auch, weil die beiden Älteren nun für den Jüngeren sorgen müssen. Als Jonte etwas zustößt, ist Juli plötzlich ganz auf sich gestellt ...

Anna Herzog erzählt ihren „Boattrip" realistisch und mit großartiger Beobachtungsgabe, gleichzeitig leicht, voller witziger Schlagabtäusche zwischen den Jugendlichen – und zarter erster Gefühle.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783649623502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Coppenrath
Erscheinungsdatum:04.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Anrubas avatar
    Anrubavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Anstrengender Schreibstil, Geschichte plätschert seicht dahin. Leider nicht mein Fall.
    Der Schreibstil hat mir den Inhalt verleidet...

    Cover und Titel haben mich sofort an den alten Kinderfilm Flussfahrt mit Huhn erinnert. Auch im Buch wird öfter auf diesen Film Bezug genommen. Daher hatte ich große Lust die Geschichte zu lesen.
    Meine Anfangseuphorie wurde leider schnell durch den Schreibstil gedämpft. Vielleicht ist diese Art zu schreiben irgendwie brillant, aber wenn dem so ist, dann weiß ich die Genialität nicht zu schätzen. Auf mich wirkte es ungelenk, abgehackt und war sehr anstrengend zu lesen. Die Figuren blieben unnahbar und unecht, von ihren unlogischen Handlungen mal abgesehen. Dabei verarbeitet das Buch durchaus kindgerechte Themen (Verlust eines Elternteils, Schuldgefühle, Suche nach einem Platz im Leben etc.).
    Hauptprotagonistin Juli wird für die Sommerferien zu einer fremden Tante abgeschoben. Das Mädchen ist sauer auf ihre Mutter und die Welt. Trotzdem hilft sie auf dem Hof mit, auch wenn Juli Angst vor allen möglichen Tieren hat. Schnell lernt sie Jonte und seinen kleinen Bruder Per kennen, und bevor Juli sich versieht, sitzt sie mit den beiden Jungs in einem Faltboot und schippert über den Fluss. 
    Danach passiert eigentlich kaum etwas. Die Handlung bleibt dünn und größtenteils oberflächlich. Durch die fehlenden Gefühle und Emotionen konnte mich das Buch nicht erreichen und packen. 
    Der Schreibstil killt jede Atmosphäre und hat mir die eigentlich ziemlich gute Story verleidet. 
    Juli, Jonte und Per erleben ein Abenteuer und müssen dabei mit alltäglichen Problemen wie Hunger einem Schlafplatz kämpfen. Dabei wird schnell klar, dass die Kinder eigentlich größere Päckchen zu tragen haben, wie den Verlust eines Elternteils oder die Schuldgefühle gegenüber Geschwistern.  Die Geschichte vermittelt viele tolle Botschaften. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, Abenteuer und Mut. Aber ich bin einfach in keinen Lesefluss geraten und mein Frust wurde mit jeder Seite größer. Wochenlang musste ich mich zum weiterlesen überreden und so sollte es eigentlich nicht sein. "Puma" sagt Per. 
    "Hä? Das ist ein Kater." 
    "Ja, aber ich nenne den Puma, weil: Der sieht aus wie ein Puma deswegen!" sagt Per. 
    "Nee, wie ein Panther doch." sagt Juli. 
    "Puma." sagt Jonte und zieht die Augenbrauen hoch. 
    "Panther!" Juli sieht Jonte starr in die Augen. (Zitat Seite 96)

    Die Geschichte wechselt sich durch einen allwissenden Erzähler und so genannten Transkripten in Drehbuchform ab. Leider wirkt das ganze Buch dadurch sehr distanziert. Man fühlt keine Verbundenheit zu den Protagonisten und entwickelt eine Art Gleichgültigkeit.
    Das kann auch die unterschwellige Ironie nicht retten. Als Essen und Geld knapp werden, werden die Kinder auf ihrer Flucht immer mehr zu einem Team. Tante Marthe versucht Juli, Jonte und Per aufzuhalten, so dass dadurch ein paar Spannungsmomente aufkommen. Auch zum Ende spitzt sich nochmal alles zu und Juli muss über sich hinauswachsen, um Jonte zu helfen. So weit, so gut. Inhaltlich habe ich kaum etwas auszusetzen. Auch optisch ist das Buch mit der Umlegeklappe ein echtes Schmuckstück.
    Das Buch ist für junge Mädchen ab 12 Jahren geeignet. Immer wenn mir ein Buch nicht zusagt, frage ich mich, ob es daran liegt, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre, aber hier würde ich das eindeutig verneinen. Mir gefallen heute noch alle Bücher, die ich mit 12 Jahren mochte, und so weiß ich 100%, dass ich diese Geschichte in dem Alter als ebenso anstrengend empfunden hätte.
    Mir tut es irgendwie leid, weil ich das Buch wirklich gerne gemocht hätte, aber dem ist leider nicht so. Ich würde es nicht weiterempfehlen.

    Fazit:

    Das Buch ist Geschmackssache. Wer sich mit dem Schreibstil anfreunden kann, der kann auf eine unterhaltsame Geschichte mit tollen Botschaften und kindgerechten Themen hoffen. Es geht um Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt. Mein Fall war der Schreibstil leider nicht. Versucht es bei Interesse mit einer Leseprobe, dann sollte man schnell merken, ob die Art einem gefällt oder nicht. Von mit gibt es 2,5 Sterne.

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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Beim Lesen kam ich mir in meine Kindheit zurückversetzt vor
    Ein wunderbares Buch auch für Erwachsene

    Das Cover bietet nicht nur einen visuellen Reiz, sondern auch einen haptischen. Der Titel, die Wasserspritzer und das Motiv auf dem Pullover vom Mädchen kann man erfühlen. Zu sehen ist ein Gewässer mit ganz viel Wald am Ufer auf beiden Seiten. Auf dem See oder Fluss paddelt ein Mädchen in einem roten Boot. Sie ist gerade dabei das Paddel ins Wasser zu stecken. Das Wasser spritzt hoch. Von den Lichtverhältnissen scheint es zu dämmern.

    Breitet man das gesamte Buch aus, inklusive der Klappen vorne und hinten, kann man das Gewässer als See erkennen. Enten schwimmen auf das Boot zu. Mit im Boot sitzt eine gelbe Katze und am Himmel fliegen ein paar Schwäne vorbei. Das Cover zeigt wunderschön eine Szene aus dem Buch.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Juli in der dritten Person erzählt. Sie ist ein Teenager, der von ihrer Mutter für die Ferien auf das Land verfrachtet wird. Juli kann gut zeichnen und möchte gerne einen Film drehen. Doch ist ihre Kamera leider zu Hause geblieben. Passend zu Julis Wunsch Videos zu drehen, ist die Geschichte immer wieder mit kleinen Drehbuch Angaben gespickt. Ich finde diese kleinen Sequenzen sehr schön. Sie regen mein eigenes Kopfkino an und lassen mich an meinen Fernkurs denken. Dort lautet meine Aufgabe gerade ein Exposé und ein Drehbuch zu schreiben. Allerdings rufen momentan die Bücher lauter nach mir, als mein Fernkurs. Aber zurück zum Buch, das Abendteuer von Juli hätte ich auch gerne gemacht.

    Hinter dem Haus meiner Kindheit verläuft ein Sielzug (Anm.: typisch für die Halbinsel Eiderstedt. Stell dir einfach einen kleinen Fluss vor). Wir Kinder hatten dort immer ein Boot liegen. Im Sommer ging es mit Picknickkorb raus aufs Wasser. So wie Juli war das Meer auch unser Ziel. Allerdings war die Nordsee nur etwa vier Kilometer entfernt. Wobei wir nie am Meer ankamen, da die Schleuse immer geschlossen war.

    Ich hatte mit „Alles im Fluss“ ein wunderbares Lesevergnügen und habe mich in meine Kindheit zurück versetzt gefühlt. Ach bevor ich es vergesse. Die beiden Jungs, Jonte und Per, in der Geschichte verweisen immer wieder auf die Liebe ihrer Mutter zu Astrid Lindgren. Da musste ich richtig schmunzeln, meine Geschwister und ich heißen Astrid, Birger und Kerstin. Finde die passenden Geschichten von Astrid Lindgren?

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    Calipas avatar
    Calipavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für alle die das Gefühl von Freiheit wollen :)
    Just me - Alles im Fluss [Buchrezension]

    Persönliche Meinung:
    Als ich dieses Buch gesehen habe, hatte es nur vom Klappentext und vom Cover her sehr Frei auf mich gewirkt. Diese Freiheit wollte ich selbst lesen und habe es nicht eine Seite bereut. Das Buch ist wunderschön aufgemacht mit einem wunderschönen Cover was mich sofort in den Bann gezogen hat.

    Der Schreibstil von Anna Herzog ist dabei sehr passend auf Juli (unsere Hauptprotagonistin) abgestimmt. Ich fühlte mich oft beim Lesen an mein eigenes 13 Jähriges ich zurückversetzt. Es wirkt nicht übertrieben „cool“ wo Jugendliche die Augen verdrehen würden wenn beispielsweise Papa wieder „auf der Couch chillt“. Im Gegenteil. Smartphones, Musik und Abenteuer werden hier genau in den richtigen Maßen verabreicht.

    Wie im Klappentext bereits rauszulesen ist, steht vorallem das Abenteuer im Mittelpunkt. Der Weg ans Meer. Dabei lernen wie neben Juli vorallem auch ihre Wegbegleitung Jonte und Per kennen. Zwei Brüder. Die drei wachsen auf diesen abenteuerlichen Tripp näher zusammen und man lernt sie kennen. Das ist das schöne: Sie haben tiefe! Sie haben Geschichte. Während ich zu Anfang eher dachte, das es sich um ein kleines Abenteuer von drei Teenys dreht, wurde mir während des lesens immer mehr die Emotionalität bewusst. Ich konnte Juli in vielen Dingen nachvollziehen genauso wie Jonte und ja, sogar Per. Teilweise musste ich wirklich schlucken, weil es mich so berührte.

    Man ließt die Geschichte aus der ganz normalen Außensicht von Juli und auch gerne aus dem Manuscript was ich eine total interessante Idee fand. Ich mag es im allgemeinen wenn Bücher nicht „nur“ Bücher sind sondern auch auf den einzelnen Seiten eine kleine Änderung „Überraschung“ parat haben.

    Ab der Hälfte ca. nahm das Buch auch an Spannung zu was mich die letzten Seite förmlich inhalieren ließ. Tatsächlich ist „Just me – Alles im Fluss“ nicht nur was für die „jüngeren“ Leser und Leserinnen sondern auch für mich, als schon etwas ältere Zielgruppe hat es total in den Bann gezogen.

    Fazit:  
    Von Anfang bis Ende konnte mich das Buch begeistern. Zu Anfang war ich ein wenig abgeneigt gegenüber Juli und ihrer Tierphobie mit der ich allerdings, um so weiter das Buch ging, gut zurechtgekommen bin. Neben den Abenteuer steht finde ich auch sehr die Freundschaft hier im Bilder was ich mich doppelt begeistert hat. Ich würde diese Buch all denen empfehlen die etwas leichtes, suchen mit starken Charakteren und natürlich auch den Hang zur Freiheit haben! Ebenso würde ich mir gern ein weiteres Buch wünschen wo es weiter geht mit Juli, Jonte und Per weil das Ende für mich einfach zu schnell kam und noch einige Fragen bei mir offen sind!

    Von mir bekommt „Just me – Alles im Fluss“ 

    4,3/5!

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    Chiaramauss avatar
    Chiaramausvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Buch über den Sommer und die Freiheit, nur an einigen Stellen etwas seltsam.
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