Anna Hope

 4.1 Sterne bei 49 Bewertungen
Autorin von Abgesang, The Ballroom und weiteren Büchern.
Anna Hope

Lebenslauf von Anna Hope

Anna Hope ist Schauspielerin. Sie hat in Oxford und am Birkbeck College englische Literatur und an der Royal Academy of Dramatic Art Schauspiel studiert. Nach diversen Kurzgeschichten und Theaterstücken ist „Abgesang“ ihr erster Roman. Anna Hope lebt in London.

Alle Bücher von Anna Hope

Abgesang

Abgesang

 (42)
Erschienen am 07.03.2014
Fünf Tage im November

Fünf Tage im November

 (3)
Erschienen am 31.07.2015
The Ballroom

The Ballroom

 (3)
Erschienen am 01.09.2016
Wake

Wake

 (1)
Erschienen am 01.01.2015
Wake voor een onbekende / druk 1

Wake voor een onbekende / druk 1

 (0)
Erschienen am 15.01.2015
Asylum

Asylum

 (0)
Erschienen am 18.06.2015
Dotlinepixel

Dotlinepixel

 (0)
Erschienen am 05.03.2014

Neue Rezensionen zu Anna Hope

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buchliebhaberin26s avatar

Rezension zu "Abgesang" von Anna Hope

Bewegende Schicksale
buchliebhaberin26vor 2 Jahren

Im historischen Roman „Abgesang“ von Anna Hope aus dem Jahr 2014 geht es um 3 Frauen, die eines gemeinsam haben: alle haben mit den Folgen des Ersten Weltkrieges zu kämpfen, jede auf seine eigene Art.
Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert; im Großen und Ganzen aus der von Hettie und jenen von Evelyn und Ada.                                                      

 Hettie wohnt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Fred in einem kleinen Häuschen. Fred musste wie so viele andere auch in den Krieg ziehen und ist seitdem traumatisiert. Nachts ruft er immer wieder verzweifelt bestimmte Namen, tagsüber läuft er bloß  die ganze Zeit über durch die Gegend, vermutlich ohne genau zu wissen, was er überhaupt tut. Hettie arbeitet als Tänzerin, die man mieten kann – sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und doch ist dieser Job unglaublich hart. Sie ist dazu verpflichtet, der Mutter und dem Bruder die Hälfte ihres Lohnes abzugeben, daher bleibt kaum Geld,  das man für Vergnügungen jeglicher Art ausgeben könnte.  Eines Abends lernt sie einen rätselhaften Mann kennen, dem sie nach anfänglichem Zögern schließlich doch vertraut. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Ist er wirklich die Rettung, die in die Freiheit führt?

Evelyn ist seit dem Tod ihres Lebensgefährten, der im Krieg gefallen ist, verbittert und hat keine Freude mehr am Leben. Sie versucht vergeblich, sich mit Arbeit abzulenken. Als der neue Kollege Robin auftaucht, merkt sie nach kurzer Zeit, dass sie in den letzten Jahren viel zu sehr vereinsamt ist – sie möchte daran etwas ändern. Sich jedoch auf etwas Neues einzulassen und Fraser, den ehemaligen Geliebten, endlich loszulassen, ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn man jahrelang nichts anderes gemacht hat, als voller Verbitterung sein tristes Leben zu leben.

Ada kann einfach nicht hinnehmen, dass sie ihren Sohn im Krieg verloren hat. Und wegen dieser unendlich großen Trauer driftet sie immer mehr von ihrem Mann ab. Die beiden haben sich auseinander gelebt, langsam aber sicher. Auf längere Sicht scheint eine Trennung unausweichlich – es sei denn, Ada kommt mit dem Verlust ihres Sohnes irgendwann klar.
In London soll eine öffentliche Bestattung eines unbekannten, im Krieg gefallenen Soldaten in Form eines riesigen Ereignisses stattfinden. Es soll helfen, mit den Geschehnissen abzuschließen, sie hinter sich zu lassen und in ein Leben ohne Trauer, die alles andere verdrängt, zu blicken. Werden Ada und Evelyn diese Chance nutzen? Werden irgendwann alle Wunden geheilt sein, auch bei Hettie?

 Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Charaktere waren wirklich unheimlich sorgfältig gestaltet; man konnte sich ohne Probleme in alle hineinversetzen. Anfangs war der ständige Perspektivenwechsel noch etwas verwirrend, doch schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich daran. Die Geschichte war ununterbrochen spannend, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe noch nicht viele historische Romane gelesen, dieser hier war jedoch der beste bisher. Vielleicht liegt das daran, dass Hope den Ersten Weltkrieg als Thematik gewählt hat, den ich sehr interessant finde. Ich bin wirklich begeistert. Fast restlos. Es gibt nämlich einen kleinen Minuspunkt: Am Ende bleiben mehrere Fragen, die eigentlich von großer Bedeutung sind, offen.  Na ja, trotzdem auf jeden Fall lesenswert!

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gsts avatar

Rezension zu "Abgesang" von Anna Hope

Abschied, Trauer und Neuanfang
gstvor 2 Jahren

„Ganz gleich, was die Leute sagen oder denken – England hat diesen Krieg nicht gewonnen … Der Krieg gewinnt“, sagt er bitter, „und jeder, der etwas anderes denkt, ist ein Narr.“ (Seite 369)

Herbst 1920: Der erste Weltkrieg ist seit zwei Jahren zu Ende und die britische Regierung hat sich dazu entschlossen, für all die Gefallenen einen unbekannten Soldaten ruhmvoll zu bestatten. Fünf Tage lang begleiten wir als Leser die Vorbereitungen für den Festakt und drei Frauen, die ihre Verluste beweinen. Da ist Ada, deren Sohn im Krieg geblieben ist, Evelyn, die ihren Geliebten verloren hat und Hettie, deren Bruder an einem Trauma leidet und nicht arbeiten kann. So muss sie mit für den Unterhalt der Familie aufkommen: als zu mietende Tänzerin in einem glamourösen Tanzpalast.

Kurze Sequenzen beleuchten abwechselnd die Akteure und geben einen sich steigernden Einblick in deren erschüttertes Seelenleben. Mit jeder Seite des Romans wird deutlicher, wie die Geschicke der drei Frauen zusammenhängen.

Dieses Buch hat mich emotional gefangen genommen. Der Stil der Autorin machte es möglich, mich in jede der hier genannten Frauen einzufühlen. Die Grausamkeit des Krieges ist greifbar und die Traumatisierung der Zurückgekehrten nachvollziehbar. Doch auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz: die Feierlichkeiten helfen Abschied zu nehmen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Fazit: ausgesprochen lesenswert!

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Buchperlenblogs avatar

Rezension zu "Fünf Tage im November" von Anna Hope

Berührend, ohne kitschig zu sein
Buchperlenblogvor 2 Jahren

Vielen Dank nochmals an das LovelyBooks-Team, die es mir ermöglichten, dieses tolle Buch zu lesen.


Inhalt
Wir schreiben das Jahr 1920. Der große Krieg ist seit zwei Jahren vorbei, doch die Seelentrümmer sind noch lange nicht verschwunden. Viele Menschen haben jemanden verloren, den sie geliebt haben. 
So auch Ada, deren Sohn Michael nicht aus Frankreich zurückkehrte, Ada, die nicht einmal weiß, wo ihr Sohn begraben wurde.
Evelyn, deren Geliebter Fraser starb, bevor er sein Leben mit ihr verbringen konnte.
Hettie, deren Bruder Fred zwar heimkehrte, aber seitdem ein seelisches Wrack ist, zu kaum mehr zu gebrauchen, als im Weg zu sein.
Sie und noch viel mehr betrauern in diesen Jahren ihre verlorenen Freunde, Brüder, Ehemänner, Söhne. 

Das Buch erzählt von fünf Tagen im November 1920, bis hin zu dem großen Ereignis des Begräbnisses des "unbekannten Soldaten", der stellvertretend für all jene begraben werden soll, die einsam in fremden Ländern unter der Erde liegen, fernab der Heimat und der Familie. Es erzählt von dem Leben dreier Frauen, die irgendwo in ihrer Trauer gefangen sind und doch in die Zukunft schauen wollen. 

Meinung
Eingeteilt in fünf große Kapitel, unterteilt in kleine Abschnitte, immer einer anderen Frau gewidmet, riss mich das Buch mit sich fort. Versetzte mich in ein graues, düsteres London 1920. 

 Alle drei Lebensgeschichten empfand ich auf die eine oder andere Weise als erschreckend. Sich dieses kollektive Elend vorzustellen, wie es damals sein musste. Und nicht nur da, auch nach jedem anderen Krieg. Das hat mich sehr melancholisch gestimmt. Einige Male musste ich auch die Tränen weg blinzeln, habe förmlich die ganze Traurigkeit der Frauen gespürt. Bücher über den Ersten Weltkrieg gibt es viele, aber nicht viele beschäftigen sich mit den Hinterbliebenen, den Überlebenden.

Aber die Geschichten beherbergen nicht nur eine gewaltige Trauer, sie schauen auch in die Zukunft. Wie sich diese drei Frauen langsam von ihrer Trauer befreien, wie sie einen neuen Sinn im Leben finden, sich neu verlieben, einen Schritt nach dem anderen vorwärts machen und sehen, dass es noch mehr gibt. 

Fazit
Ein wirklich berührendes Buch, ohne kitschig zu sein.

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Gespräche aus der Community

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DieBuchkolumnistins avatar
LONDON, HERBST 1920: Eine Neuigkeit bewegt die Gemüter. Die englische Regierung lässt - zum ersten Mal in der Geschichte - die Überreste eines unbekannten Soldaten exhumieren. In fünf Tagen soll er mit allen militärischen Ehren in der Westminster Abbey bestattet werden. Feierlich wird der Leichnam von den Schlachtfeldern an der Somme nach London gebracht. 
In den fünf Tagen der Überführung versuchen drei Frauen, mit ihrem Verlust fertigzuwerden. Adas achtzehnjähriger Sohn gilt als verschollen. Nie hat sie erfahren, ob und wie er gestorben ist. Sie kann nicht von der Vorstellung lassen, er sei noch am Leben, und gefährdet damit ihre Ehe. Die beinahe dreißigjährige Lady Evelyn müsste nicht arbeiten. Doch seit dem Tod ihres Geliebten hat sie dem Leben den Rücken ugewandt und erträgt stoisch die Arbeit in der Behörde, die Kriegsversehrten Renten zuteilt. Die neunzehnjährige Hettie ist in einem glamourösen Tanzpalast für einen Sixpence als Tanzpartnerin zu mieten. Sie muss damit seit der Traumatisierung ihres Bruders im Krieg einen Teil des Familienunterhalts verdienen. Als sie einen reichen Mann kennenlernt, hofft sie, der Tristesse ihres Lebens zu entfliehen. Doch ein Geheimnis verbindet die Schicksale der drei Frauen und hindert sie am Weiterleben. Eine von ihnen folgt der Spur zurück zu einem Tag im Krieg – und einem schrecklichen Ereignis im Schlamm des Schützengrabens ...
LESEPROBE

Gemeinsam mit dem Rowohlt Verlag laden wir Euch herzlich zur Leserunde von "Abgesang" ein - dem Debütroman der britischen Autorin Anna Hope. Bitte bewerbt Euch bis zum 16. März 2014 für eines von 25 Leseexemplaren und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.

"Ein fesselndes und emotional aufgeladenes Debüt über die schmerzhaften Auswirkungen eines Krieges und über das, was uns weiterleben lässt – die kleinen Dinge, die gewöhnlichen Dinge, den Mut. Es erzählt von Gefühlen, die uns vertraut sind, und von Settings, die wir nicht kennen – von Tanzpalästen, der Front, von Schlangen vor dem Gemüsehändler. Ich habe das Buch geliebt."

Rachel Joyce, Autorin von Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, über "Abgesang"

Anna Hope ist Schauspielerin. Sie hat in Oxford und am Birkbeck College englische Literatur und an der Royal Academy of Dramatic Art Schauspiel studiert. Nach diversen Kurzgeschichten und Theaterstücken ist „Abgesang“ ihr erster Roman. Anna Hope lebt in London.

Banefuls avatar
Letzter Beitrag von  Banefulvor 4 Jahren
Hier ist nun auch meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Hope/Abgesang-1085599709-w/rezension/1093368762/ Es wird auch auf Amazon und Wasliestdu zu finden sein. Danke, dass ich dabei sein durfte :)
Zur Leserunde
DieBuchkolumnistins avatar

Im Krieg gibt es keine Gewinner - manch einer verliert nur langsamer!

Aktuell lesen wir bereits den Roman "Abgesang" der britischen Autorin Anna Hope in einer gemeinsamen Leserunde und jetzt wollen wir Euch gern noch einmal gesondert die drei Charaktere vorstellen, die das Buch so besonders machen. Ada, Evelyn und Hettie sind drei komplett unterschiedliche Londoner Frauen und wir finden uns wohl in jeder von ihnen ein bisschen wieder:

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Ada ist vom Krieg erschüttert und kaum einer vermag ihr zu helfen - auch nicht ihr liebevoller Ehemann Jack, mit dem sie bereits seit 25 Jahren verheiratet ist und der den Verfall seiner Frau kaum mit ansehen kann. Seit ihr Sohn Michael vor knapp drei Jahren im Schlachtfeld verstarb, ist auch ihr Leben stehen geblieben. Sie sieht ihn überall und kann bis heute nicht glauben, dass er gestorben sein soll. Ausser einem Brief von der Front hat sie keinen Beweis, keine Leiche, keinen weiteren Hinweis und so lebt sie weiter in der ständigen Hoffnung auf seine Rückkehr. Damit verliert sie immer mehr den Bezug zur Realität und auch zu Jack ...

Auch Evelyn bzw. Eves, wie sie von ihrem Bruder Ed genannt wird, ist vom Krieg gezeichnet. Sie verlor ihren Geliebten und erträgt ihr Leben seitdem eher stoisch. Ganz gegen den Wunsch ihrer reichen Familie lebt sie frei und nicht ihrem Stand entsprechend in einer eigenen Wohnung mit ihrer Freundin Doreen und arbeitet in der Behörde für Belange der Kriegsversehrten. Bis ein Mann sie dort aus ihrem Alltag reißt und nach ihrem Bruder, Captain Montfort, befragt. Welches lang gehütete Geheimnis will er aufdecken ...?

Hettie ist für ihre 19 Jahre bereits viel zu erwachsen und reif. Sie arbeitet als Tanzlehrerin in einem Nachtclub und im Gegensatz zu ihrer lebenslustigen Freundin Di hat sie kaum Spaß daran, dass sie jede Stunde mit einem anderen Mann verbringen soll. Aber sie muss für ihre Familie Geld verdienen und denkt so stets beim Tanzen an die fünfzehn Shilling, die sie jede Woche abgeben muss. Bis auf einmal ein neuer Mann in ihr Leben tritt und ihr damit evtl. die Chance auf ein besseres Leben bietet ...

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Jede der drei Frauen begleiten wir in den folgenden Tagen und entdecken, dass sie ein gemeinsames Geheimnis verbindet. Gemeinsam mit dem Kindler Verlag verlosen wir an Euch zehn Exemplare von "Abgesang" und wollen dafür von Euch wissen:

Welcher der drei Charaktere ist Dir am ähnlichsten und warum?

In der Leseprobe könnt Ihr noch weiter reinschmökern und mehr über die Frauen erfahren! 
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