Anna Ihrén

 3.3 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Anna Ihrén

Scharfe Klippen und spannende Geschichten: Anna Ihrén, geboren in Stockholm, ist bereits seit ihrer Kindheit ein großer Fan von rauen Meeresküsten und Kriminalliteratur. In ihrem Kinderzimmer füllten nach eigener Aussage die Bücher Agatha Christies ihre Regale und als Teenager träumte Ihrén davon, eines Tages selbst Krimiautorin zu werden. Als ihre Familie nach Göteborg zog, inspirierten sie die langen Sommer am Meer und die Matrosen und Fischer zu eigenen Geschichten.

2014 veröffentlicht Ihrén schließlich ihren Debütroman »Strandsittaren« in Schweden. Die Rechte für ihre Bücher wurden auch in Deutschland verkauft und so erscheint die deutsche Übersetzung ihres Erstlingswerkes 2019 unter dem Titel »Mord in den Schären«. In ihren Büchern wird der Einfluss, den Ihréns Heimat auf sie hatte, spürbar. Die Geschichten spielen auf alten Fischerinseln mit scharfen Klippen und salzigen Winden – das perfekte Setting für einen Mord.

Alle Bücher von Anna Ihrén

Cover des Buches Mord in den Schären (ISBN:9783959672955)

Mord in den Schären

 (7)
Erschienen am 09.07.2019

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Rezension zu "Mord in den Schären" von Anna Ihrén

Tödlicher Mittsommer
sommerlesevor 2 Tagen

"Mord in den Schären" ist der 1. Band der Reihe um den Polizisten "Dennis Wilhelmsson" und wurde von der schwedischen Autorin Anna Ihrén geschrieben. Der Krimi erscheint im HarperCollins Verlag.


Dennis Wilhelmson, Polizist bei einer Eliteeinheit in Göteborg, braucht zur Erholung eine Auszeit und reist nach Smögen. Auf der beschaulichen Schäreninsel möchte er eine unglücklichen Liebe und den Stress der Arbeit vergessen. Er wohnt auf einem alten Fischerboot und wie es der Zufall will, wird im Hafenbecke die Leiche eines Mannes gefunden. Kurze Zeit später verschwindet auch noch sein Jugendfreund und weil bei der Polizei Personalnotstand herrscht, macht Dennis sich an die Ermittlungen. Ihm zur Seite steht die junge Polizeianwärterin Sandra Haraldsson. Irgendwie scheint das Verbrechen mit einem Schiffsunglück vor über 100 Jahren zusammen zuhängen. Es gilt jetzt, die richtigen Verbindungen zu finden.

Der Ermittler Dennis trägt einige Altlasten mit sich herum, er hat ein Beziehungsproblem und trinkt gerne und häufig Alkohol. Generell sind solche Charaktere oft die beste Besetzung für eine Ermittlerrolle, doch ich konnte mit ihm leider nicht warm werden.

Die Ermittlungen gehen interessant in alle möglichen Richtungen, die Spuren führen zur Baufirma der Familie Hallgren. Wie die Personen miteinander agieren wird lebensnah, unterhaltsam und sehr genau beschrieben. Ein paar mehr Wendungen hätten allerdings der Spannungskurve gut getan, so erschien mir das Buch eher als unterhaltsamer Roman mit Mordaufklärung.

Anna Ihréns Buch habe ich dank ihres lebendigen Schreibstils und der wunderbaren Einbindung der schönen Landschaft der Schären sehr gern gelesen. Allerdings hätte man es auch als Roman titulieren können. Für einen Krimi gab es definitiv zu wenig Spannungsmomente.

Besonders interessant waren für mich die Rückblicke in die Vergangenheit ins Jahr 1837, dazu wurden einzelne Szenen kursiv eingefügt und konnten mich mit den Vorgängen wirklich fesseln. Man erlebt die Willkür und einige Lebensbedingungen der Menschen aus dieser Zeit mit und welche Verbindung zum aktuellen Fall besteht, wird sehr überraschend aufgedeckt.

Insgesamt werden einige Nebenschauplätze detailliert und stimmungsvoll beschrieben, die Charaktere bekommen viel Raum und es sind einige Personen, die man erst einmal gedanklich ordnen muss. Durch die vielfältigen Handlungen der Figuren, die im Einzelnen durchaus interressant waren, blieb der Lesefluss etwas auf der Strecke.


Wer ein Buch über die Schären und einen Mord zu Mittsommer lesen möchte, sollte hier zugreifen. Für einen Krimi ist noch Potential nach oben.


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Rezension zu "Mord in den Schären" von Anna Ihrén

angenehm zu lesender und unterhaltsamer Krimi
Claudia_Reinländervor 3 Tagen

Klappentext:

Mord im Urlaubsparadies an der idyllischen schwedischen Westküste - Dennis Wilhelmsons erster Fall
Dennis Wilhelmson, Polizist bei einer Eliteeinheit in Göteborg, braucht eine Pause. Er nimmt sich eine Auszeit und fährt nach Smögen. Auf der beschaulichen Schäreninsel an Schwedens schöner Westküste möchte er den Sommer verbringen. Als Unterkunft für die nächsten Monate dient ihm ein altes Fischerboot. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, denn im Hafenbecken wird die Leiche des Zimmermannlehrlings Sebastian Svensson gefunden. Als der örtliche Polizeidirektor ausfällt, muss Dennis einspringen und die Ermittlungen übernehmen. An seiner Seite: die junge und engagierte Polizeianwärterin Sandra Haraldsson. Und plötzlich verschwindet ein Kollege von Sebastian. Können die beiden Ermittler den Mörder stoppen, bevor er wieder zuschlägt?

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Auf den ersten Blick wirkt es sehr idyllisch, mit der tollen Naturlandschaft und dem einsamen Häuschen, doch der wolkenverhangene und etwas dunklere Himmel verspricht nichts gutes. Das Cover passt gut zum Buch und erfasst sehr gut die beschriebene Umgebung.

Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Man kommt durch die detaillierten und bildlichen Beschreibungen sehr gut hinein. Vor allem die Umgebung wird sehr gut und detailliert rübergebracht. Man fühlt sich als wäre man mitten in Schweden. Dies hat mir sehr gut gefallen, da es mich an meinen letzten Schweden Urlaub in Göteborg erinnerte.
Interessant fand ich auch die kursiven Einschübe. Die Rückblenden in das Jahr 1837 machten das Ganze sehr interessant und spannend.
Auch die Charaktere wurden sehr gut beschrieben, jedoch waren es mir zu Beginn ein wenig zu viele Namen und Personen, so dass ich leicht den Überblick verlor und es nicht ganz einfach mit den ganzen Namen war. Ein Glossar oder eine Namensliste hätte dabei sicherlich ganz gut geholfen.
Die tollen und wunderschönen Beschreibungen gerade zu Beginn haben mir sehr gut gefallen. Die Handlungen und Wendungen wurden gut beschrieben und auch die Ermittlungen waren sehr interessant. Zu Beginn ging es jedoch sehr langsam und gediegen los, so dass der Spannungspegel generell leider etwas niedrig war. Ich hätte es mir ruhig etwas spannender und mit mehr Wendungen erhofft, dies blieb leider aus. Es lies sich, an sich, sehr gut und auch entspannt lesen und war auch recht unterhaltsam, aber für einen Krimi hatte ich mir doch etwas mehr erhofft. Da ist noch etwas Potenzial nach oben offen.
Die Beschreibungen und Handlungen, so wie die Charaktere sind schon sehr gut gelungen und auch sehr detailreich und bildlich beschrieben, nur am Nervenkitzel, Wendungen und Spannung muss noch etwas gearbeitet werden.

Fazit:
Ein angenehm zu lesender und unterhaltsamer Krimi, jedoch bleibt für mich beim Spannungsbogen noch Potenzial nach oben offen ...

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Rezension zu "Mord in den Schären" von Anna Ihrén

Sommerkrimi in netter Landschaft
Tini2006vor 7 Tagen

Dennis ist Polizist bei einer Eliteeinheit in Göteborg und hat sich nach der Trennung von seiner Freundin und Problemen mit der Vorgesetzten (?) eine Auszeit genommen. Den Sommer möchte er auf der Schäreninsel Smögen verbringen, auf der er auch schon die Urlaube seiner Kindheit zugebracht hat. Doch kaum ist er dort, wird eine Leiche aus dem Hafenbecken gefischt; der junge Mann starb durch Fremdverschulden. Und schon steckt Dennis mitten im neuen Fall und darf gemeinsam mit der jungen Polizeianwärterin Sandra auf Spurensuche gehen.

"Mord in den Schären" ist ein einigermaßen unterhaltsamer Schwedenkrimi, der nicht besonders unter die Haut geht und schnell wieder vergessen ist. Das liegt vor allem an den Charakteren. Erstens: es sind zu viele! in jedem Kapitel neue Namen, neue Personen... Zweitens: manche sind sich zu ähnlich, weisen keinerlei Besonderheiten auf. Eva und Viktoria beispielsweise waren für mich derselbe Typus Frau. Drittens: der Ermittler Dennis war mir leider recht unsympathisch. Ein Ermittler mit Beziehungsproblem und kleinen Altlasten, der sein Erspartes in einen Sportwagen steckt und ständig zu viel säuft. Viertens: die Personen haben sich allesamt ziemlich seltsam und auch übergriffig untereinander verhalten, was recht irritierend war.  Dennis beispielsweise spioniert den Aufenthaltsort der Polizeianwärterin Sandra mittels GPS auf, poltert bei ihr ohne Anzuklopfen in die Wohnung und auf deren Terrasse, wo sie sich im Bikini sonnt. Verständlich, dass diese not amused ist! Sie denkt sogar darüber nach, ob sie Beschwerde bei der Dienstaufsichtsbehörde einreicht. Das fand ich schon recht krass. Man könnte davon ausgehen, dass sich Dinge anders regeln lassen, zumal sie ihm ihren Unmut nicht einmal  so richtig kundtut. Noch viel absurder wird es, dass genau diese etwas angepisste Sandra ein paar Stunden später NACHTS zu Dennis auf das Boot kommt um dort zu übernachten (!), weil die Nachbarn in ihrer Wohnanlage eine laute Party feiern und sie nicht schlafen kann. Ich erinnere daran: sie sucht den Mann privat auf, den sie vor einigen Stunden noch anschwärzen wollte, um ausgerechnet bei ihm zu übernachten….

Überhaupt sind die Ermittler untereinander sehr schnell bei der Sache, wenn es um das gegenseitige Anschwärzen bei irgendwelchen Gewerkschaften oder Aufsichtsbehörden geht. Der Spruch fällt im Buch des Öfteren. Mal droht dieser damit, mal jener. Furchtbares Arbeitsklima, keine wirklich erwachsenen Verhaltensweisen. Ob das bei der Polizei in Schweden wirklich so ist? Kurioser Weise sitzen dann zwei Seiten nach der Anschwärzungsdrohung dieselben Kollegen fröhlich beim Obstsalat beisammen...

Auch anderes ist sehr seltsam. Ein Satz blieb mir besonders in Erinnerung. "Das Abendessen bei Miriam und Andrea war ein seltsames Erlebnis für Sandra gewesen." Ah ja? Ich habe echt lange darüber nachgedacht, weshalb. Das Buch lieferte mir nämlich keine schlüssige Erklärung, obgleich ich die Stelle gleich mehrmals gelesen habe, um eine zu finden. Weil Andrea und Miriam ein lesbisches Paar sind? Weil die Pathologin ihre Berichte daheim am PC schreibt? Weil sie früher mal eine Flamme von Dennis war? - Keine Ahnung. Ich fand eher Sandra seltsam als das Abendessen bei den beiden Frauen.

Schön waren die historischen Rückblicke. Leider blieb der große, erwartete Knall aus, denn plötzlich wird die Geschichte vom Strandsitzer und seiner Frau nicht mehr fortgesetzt und man erfährt nur später mal im Rückblick, was aus ihnen wurde.


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