Anna Janaszkiewicz Tagebuch eines frustrierten Katers

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Inhaltsangabe zu „Tagebuch eines frustrierten Katers“ von Anna Janaszkiewicz

Egon ist ein verwöhnter Norwegischer Waldkater, der sein luxuriöses und egoistisches Katzenleben genießt. Dies ändert sich schlagartig mit der Ankunft eines kleinen Tierheimkätzchens namens Max. Egons selbstsüchtige Welt steht Kopf. Plötzlich muss er teilen lernen - nicht nur das Futter und den Schlafplatz, sondern vor allem die Zuneigung seines geliebten Frauchens... Das "Tagebuch eines frustrierten Katers" ist kein Kinderbuch. Es ist eine sati(e)rische Geschichte für erwachsene Katzenliebhaber - voller Humor und Lebensweisheit aus der Sicht eines klugen Katers. Mit witzigen und liebenswerten Zeichnungen des Malers und Grafikers Konrad Borkiewicz.

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  • Rezension zu "Tagebuch eines frustrierten Katers" von Anna Janaszkiewicz

    Tagebuch eines frustrierten Katers

    wolfschwerdt

    21. June 2010 um 17:18

    Was, Sie kennen Egon nicht? Dann wird es aber höchste Zeit. Denn Egon ist der klügste, schönste und - na eben tollste Kater, schlichtweg bewundernswert einzigartig. Dass Egon vor Jahren begonnen hatte, ein Tagebuch zu schreiben, ist allerdings nicht auf seine Einzigartigkeit zurückzuführen. Vielmehr hatte das geliebte Frauchen es tatsächlich gewagt, zwar nicht sein Selbstbewußtsein sondern vielmehr seine Einziartigkeit in dieser Menschin-Kater-Beziehung in Frage zu stellen. Sie hatte mit Max einen jungen Tierheimkater ins Haus geholt, ohne in ihrer offensichtlichen geistigen Umnachtung zu begreifen, dass so etwas einfach nicht geht. Max hatte hier nichts zu suchen, hatte hier nicht zu bleiben, hatte zu verschwinden, würde verschwinden. Aber Max verschwand einfach nicht, sondern richtete sich offensichtlich mit dem Einverständnis des völlig verblendeten Frauchens in Egons Revier ein. Und das führte nicht nur zu Entwicklung komplexer Strategien, im Kampf um die Gunst seines Frauchens, sondern auch zum Abladen seines Frustes in eben dem "Tagebuch eines frustrierten Katers". Und so kann der Leser die ganze Erfahrung, Weisheit und Coolness, die analytischen Fähigkeiten und Kenntnisse der menschlichen Psychologie, die außergewöhnliche emotionale Sensibilität des edlen norwegischen Waldkaters bewundern, deren filigrane Strategien zur Rückeroberung senes Frauchens, durch die plumpe Unverfrorenheit des halbstarken Max immer wieder verpuffen. Es ist eine wunderschöne Geschichte, satirisch-humorig aber auch zum Nachdenken anregend. Denn irgendwie kommen einem die geschilderten Charaktere, Situationen und Handlungen bekannt vor, und sei es aus dem eigenen Leben oder dem eigenen Bekanntenkreis. Und gerade -aber nicht nur- das macht die Lektüre des Büchleins zu einem echten Vergnügen. Lacht man über den Kater oder dessen Sicht auf die verkorkste Beziehungskiste des Frauchens, lacht so mancher Leser nicht selten auch über sich selbst. Aber auch ohne tiefenpsychologische Ambitionen macht das Büchlein einfach Spaß und ist viel zu schnell zu Ende. Eine besondere Erwähnung verdienen in diesem Zusammenhang auch die genialen Illustrationen des Malers und Grafikers Konrad Borkiewicz, der es schafft, mit wenigen Federstrichen die gesamte Gefühlswelt der Protaginisten des Büchleins auszudrücken. Ich jedenfalls kann mich an den schlichten, vor Situationskomik geradezu strotzenden Grafiken gar nicht satt sehen. Die einfach ärgerlichen Satzfehler des Books-on Demand-Produktes können das Lesevergnügen glücklicherweise nicht sonderlich beeinträchtigen.

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