Anna Jansson Das Schicksal wartet beim Friseur

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Inhaltsangabe zu „Das Schicksal wartet beim Friseur“ von Anna Jansson

Auf dem Södertorg in Visby, Gotland liegt mein Friseursalon, der Salon d’Amour. Der Name ist deshalb so passend, weil meine beiden Schwestern und ich uns in unseren Friseursalons nicht nur um Ihre Frisur, sondern vor allem auch darum kümmern, einen passenden Partner für Sie zu finden. Wir überlassen es niemals dem Zufall, neben wem Sie frisiert werden. Angelika Lagermark, Ende vierzig, seit sieben Jahren Witwe, ist leidenschaftliche Friseurin und eine ebenso leidenschaftliche Kupplerin. Sie hat es sich zum Lebensziel gemacht, Menschen zur Liebe zu verhelfen. Alles läuft ganz wunderbar, bis die Idylle in Visby eines Tages gestört wird: ein Betrüger verkauft die Häuser einiger Bewohner der Stadt im Internet, und ausgerechnet Angelika fällt ihm zum Opfer. Dann beschleicht sie ein Verdacht: Ist der Verbrecher am Ende der Unbekannte, in den sie sich heimlich verliebt hat?

Nettes Buch für schöne Lesestunden

— gedankenbuecherei
gedankenbuecherei

Ein schöner Schmöker für graue Tage ...

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

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    Das Schicksal wartet beim Friseur
    gedankenbuecherei

    gedankenbuecherei

    29. December 2016 um 17:08

    Das Buch handelt also von Angelika und Ricky den Friseuren des Salon d'Amour, die nicht nur im Haareschneiden, sondern auch in der Heiratsvermittlung und Verkupplung ihre Berufung sehen. Sie haben dafür ihr eigenes System entwickelt, bei dem sie ihre Kunden und Kundinnen einstufen und potenzielle Pärchen an dem selben Termin erscheinen lassen. Der Roman beginnt mit einer Einführung, bei der die Protagonistin die Leser begrüßt und sie anspricht. So wird eine Verbindung zwischen Leser und Figuren hergestellt und man kommt den verschiedenen Charakteren näher. Man lernt die Personen kennen und die Wichtigkeit des Friseur-Berufs wird ausführlich dargestellt, was wirklich sehr charmant rüber kommt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Angelika Lagermark, Ende vierzig, seit sieben Jahren verwitwet, geschildert. Obwohl sie ihren Mann Joakim durch einen Unfall verloren hat, strahlt sie Positivität aus. Man lernt sie wunderbar kennen, mit all ihren Schwächen und Stärken und durch kleinere emotionale Tiefs, wird sie sympathisch. Sie baut eine gewisse Nähe zu den Lesern auf und lässt hinter die Fassade der perfekten und immer fröhlichen Friseurin blicken. Genauso erging es mir auch mit Ricky, einer Art „Ersatzsohn“, 25 Jahre alt. Angelika hat es sich zum Ziel gesetzt Ricky zu „erziehen“, in Form von Kochlektionen sonntags, beispielsweise. Beides sind gut und ausführlich gezeichnete Personen und der Raum, den der Roman bietet um beide kennen zu lernen, wird perfekt genutzt. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die schwedischen Namen und auch die skandinavischen Bräuche die man kennen lernt. Als Skandinavistik-Studentin hat mir das sehr viel Freude bereitet zu lesen und als Leser wird man in eine andere Kultur entführt, irgendwie romantisch und märchenhaft. Das Buch liest sich durch den lockeren Schreibstil leicht und flüssig, wirkt frisch und man kommt sehr schnell voran. Es versprüht eine gewisse Leichtigkeit, wobei ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob ich diese Leichtigkeit nun mal mit Skandinavien verbinde. Man hat stets eine freundliche und verträumte Umgebung vor Augen, die eine Vertrautheit schafft. Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen, genauso wie die verschieden Kunden von Angelika und Ricky, die alle eine ganz außergewöhnliche und gut ausgefeilte Persönlichkeit bekommen. Der Leser bekommt erfrischende Storys geliefert, was die verschiedenen Nebencharaktere irgendwie auch zu Protagonisten werden lässt. Für jeden Charakter hat man dann ein genaues Bild vor Augen, so erging es zumindest mir beim Lesen. Das große Thema des Romans ist die Liebesgeschichte zwischen Angelika und dem gutaussehenden Unbekannten, dem sie zufällig begegnet und der ihr lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Ein weiteres Thema ist der Betrüger, der die Gegend unsicher macht und Häuser verkauft, darunter auch das Haus von Angelika. Immer wieder stellt man sich die Frage, ob denn Angelikas Unbekannter hinter diesem Betrug steckt. Nicht so gut gefallen hat mir die Schnelligkeit, mit der die Liebesgeschichte einsetzt. Alles beginnt so wahnsinnig schnell und von jetzt auf gleich ist Angelika verliebt, was für mich unglaublich naiv rüberkam. Das Ganze wirkt sehr überstürzt und rasch. Ein weiteres großes Thema ist der Email-Kontakt zu Sindbad, dessen wahre Identität lange verschleiert bleibt. Dieser schreibt sehr poetische und wohlklingende Emails, welche die Neugier des Lesers wecken. Das Buch endet mit der Verabschiedung Angelikas von den Lesern, dadurch hat der Roman einen Briefcharakter, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Man kommt den Figuren dadurch sehr nahe und ich konnte mir durch den präzisen Schreibstil der Autorin alles sehr detailliert vorstellen. FAZIT: Das Buch hat mir viel Spaß gebracht, der Schreibstil war nett, aber nichts besonderes. Es war ein wirklich warmherziger Roman, in welchem die Figuren mir so gut wie alle, sehr sympathisch waren. Negativ war für mich das Rasche, alles ging so schnell, die Liebesgeschichte, wie auch das Aufdecken des Betrugs. Seltsam empfand ich auch die Reaktion Angelikas auf den Betrug, da sie doch sehr gelassen rüber kam und ich dies nicht nachvollziehen konnte. Ansonsten war Das Schicksal wartet beim Friseur erfrischend und schön zu lesen. Keine Meisterleistung, aber trotzdem eine Empfehlung wert!

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  • Waschen, schneiden und verkuppeln ...

    Das Schicksal wartet beim Friseur
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    05. December 2016 um 08:20

    "Das Schicksal wartet beim Friseur" von Anna Jansson ist 2016 bei btb erschienen.Zum Inhalt: Die Autorin Anna Jansson schreibt sonst eher Kriminalromane, die auch verfilmt worden sind. Hier erzählt sie über Angelika Lagermark, eine leidenschaftliche Friseurin Ende vierzig und seit sieben Jahre Witwe, die in ihrem eigenen Salon nicht nur Haare schneidet, sondern so ganz nebenbei auch noch ihre Kundinnen und Kunden verkuppelt. Das läuft auch ganz wunderbar, bis Angelika eines Tages Opfer eines Betrügers wird. Dieser verkauft sowohl ihr Haus, als auch teilweise die Häuser der anderen Bewohnern von Visby im Internet. Und auf einmal ist sie sich auch nicht mehr sicher, ob dieser Betrüger nicht sogar der Mann ist, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat…..„In den sieben Jahren, die ich den Salon d`Amour nun schon betreibe, habe ich nicht weniger als sechsundzwanzig Brautpaare zusammengebracht. Ich habe zu Hause auf dem Klavier ein Album liegen.“Angelika und ihr Mitarbeiter Ricky lieben es, ihre Kundinnen und Kunden zu verkuppeln. Dafür haben sie sich ein eigenes System ausgedacht, nach dem sie Männlein und Weiblein einteilen und ihnen dann möglichst zeitgleich Termine zum Waschen, schneiden, föhnen geben. Und durch dieses System werden hier alle Protagonisten zu Hauptpersonen. Nicht nur die Besitzerin und ihr Mitarbeiter werden überaus plastisch geschildert, sondern eben auch die zu verkuppelnden Personen stehen vor meinem inneren Auge Spalier. Jeder strahlt eine gewisse Persönlichkeit aus, ob verschroben, skurill, liebenswert oder abstoßend.Dadurch wird das Buch lebendig und faszinierend mit einem großen Hauch von  augenzwinkerndem Humor. Und dann kommt noch die Spannung hinzu, die aber auch eher leicht daher kommt. Trotzdem fragt man sich: Wer ist wohl Sindbad, der unbekannte E-Mail-Schreiber? Und wer ist der Betrüger, der die Menschen um ihr Hab und Gut bringt? Ist es tatsächlich der Unbekannte, in den sich Angelika verliebt?„In vielerlei Hinsicht tut es weniger weh, das Leben der anderen zu leben, statt sich über das eigene den Kopf zu zerbrechen, wenn ohnehin alles Schiffbruch erlitten hat. Es ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich nicht an Joakim gedacht hätte, die Liebe meines Lebens, meinen Mann.“Jansson ist hier ein ganz wundervoller Schmöker gelungen, voller Humor und Leichtigkeit geschrieben. Ein perfektes Buch zum Abschalten, wenn die Tage – so wie jetzt – nass und grau sind und man ein wenig Helligkeit und ein Lächeln braucht ….

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